Die Mehrheit der albanischen Geisteswissenschaftler standen bei einer Tagung in Tirana unter Kritik: »Anachronistische offizielle Deutungen der Geschichte und floskelhafte Sprachregelungen in albanischen Publikationen klingen vielfach noch wie aus der Mottenkiste der totalitären Regime des zwanzigsten Jahrhunderts«, erklärten junge albanische und ausländische Geister an der Konferenz. »Intellektuelle Starre und Diskursfeindlichkeit« wird den albanischen Geisteswissenschaftler weiter vorgeworfen. Man isoliere sich und ignoriere die internationale Forschung. Eine Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit habe noch nicht stattgefunden.
>> Lesenswerter Bericht von Pandeli Pani, Deutsche Welle: Wissenschaft im Dienste der Ideologie
Zum zweiten Mal dieses Jahr wird Shkodra von schweren Überschwemmungen getroffen. Dieses Mal ist es noch schlimmer als im Januar: Grosse Teile der Stadt stehen 30 bis 50 Zentimeter unter Wasser. Auch das Umland ist überflutet.
Die EU-Staaten (Schengen-Staaten) haben die Visapflicht für Albanien aufgehoben. Den Albanern gefällt’s.
Die Fernsehjournalistin Katrin Sandmann verbrachte 1999 drei Wochen in Kukës und hatte danach »null Bock« mehr auf Albanien.
Soeben zurückgekehrt aus Tirana berichtet sie von ihren komplett geänderten Albanienbild. Und ein vom Durchschnitt abweichendes »Albaner-Bild« hat sie zurückgebracht. »Denn die jungen Albaner, die es sich in ihrer Hauptstadt gutgehen lassen, wären ein Schmuck für jede Metropole«, wenn sie von ihrem neuen Reisemöglichkeiten nach Europa Gebrauch machen würden. »Nur haben die meisten von ihnen offenbar gar nicht vor, ihr Land zu verlassen, auf das sie stolz sind und in dem sie sich wohlfühlen«, fährt sie fort und wirft damit die letzten Vorurteile über Bord.
>> Sandmann Blog: Da wollte ich wirklich nie wieder hin, aber dann musste ich”¦
Jetzt ist es – sozusagen – amtlich: Der englische Reiseführerverlag »Lonely Planet« hat Albanien zum Top-Reiseland fürs Jahr 2011 erklärt. Überraschung im deutschen Blätterwald.
Ob jetzt wirklich die Touristen-Invasion kommt, wie zum Beispiel die »Washington Post« voraussagt, dürfte zu bezweifeln sein. Vermutlich sind weder die albanische Infrastruktur noch die Köpfe der westlichen Reisenden so weit. Aber allmählich macht sich wohl doch die Gewissheit breit, dass Albanien alles andere als eine No-Go-Destination ist. Bild.de schreibt hierzu: »”¦ Traumstrände, eine umwerfend gute Küche und freundliche Einheimische ”¦ Welterbestätten ”¦, erschwingliche Preise und ein pulsierendes Nachtleben. Damit wird Albanien nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben!«
Oder besser: Bemale einen Bunker.
Albanien bietet viele Möglichkeiten, haben sich zwei Spanier während ihrer Reise gedacht, gingen in den nächsten Laden und kauften viel Farbe.
Zum Nachmachen empfohlen – sei dein eigener Edi Rama.
Albania. No todos los dÃas from Fernando Ayuso on Vimeo.
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Wer soll die Schweiz am nächsten Eurovision Song Contest vertreten? Nach erfolglosen Stars sollen es dieses Mal unbekannte Jungmusiker richten.
Unter den Kandidaten für die Schweizer Auswahl ist die 16-jähigre Kosovo-Albanerin Iliria mit den Bands »The Colors« und »Hättrick«. Der Song »Home« widmet sich dem Thema, in einer fremden Welt zu überleben. Der Song möchte Brücken schlagen. Der Text wird deshalb nicht nur auf Bärndüütsch, sondern auch auf Albanisch vorgetragen. Mutig, wie hier die albanische Gemeinschaft als Teil der Schweiz gemacht wird.
Ich meine: einge gelungenes, schönes Lied. Eigentlich der perfekte Siegersong für einen europäischen Wettbewerb, aber wohl etwas zu europäisch und international, um in der nationalen Vorauswahl reüssieren zu können.