Zwei Holänder auf Reisen in Albanien – nein, keine fliegenden Holländer, sondern unterwegs mit vor Ort gekauften Mopeds. Diese Gefährte führten sie zu vielen interessanten Begegnungen und an Orte, wo die meisten anderen Reisenden schnell vorbeibrausen. Über ihre Reise haben sie einen unterhaltsamen Video gedreht, der auf YouTube zu sehen ist.
Mit ihren Mopeds sind sie auch nach Lazarat gefahren, ein Dorf südlich von Gjirokastra, wo sich die albanische Polizei nicht hintraut. Und dort sind die Holländer ins Staunen geraten: Überall im Dorf wächst Hanf: ganze Gärten voll, ganze Felder voll. Bis zu drei Meter hohe Pflanzen. Alles riecht nach Hanf. Ganz nach dem Geschmack der begeisterten jungen Holländer, die ab all den berauschenden Pflanzen in Albanien ins Staunen geraten. Auch die örtliche Schule stehe neben einem Hanffeld, durch das die Kinder nach Hause gehen.
Die Bilder der Holländer aus dem berüchtigten Gangster-Dorf Lazarat waren auch den albanischen Medien eine Meldung wert.
>> Artikel von BalkanWeb
>> YouTube Video (Bilder aus Lazarat bei ca. 25’ 30“)
Mal wieder etwas Beifang aus dem Internet. Ulrike Ruppel berichtet in der Berliner Zeitung über ihre Gedanken nach einer Albanienreise:
Schmitts und Clewings Nachruf auf Ardian Klosi
>> Patriot und Weltbürger (NZZ, 2. Mai 2012)
Mal wieder ein nettes Zitat aus der Tagespresse:
»Heute ist der Kommunismus verwirklicht: Mercedes für jedermann. Die Sterndichte dürfte nur in Stuttgart-Sindelfingen, auf dem Produktionsband, höher sein als in Albanien.«
Auch der Rest des Artikels von Markus Dütschler im Tages-Anzeiger über eine Busreise in Albanien ist ganz nett und lesenswert.
Habe gerade rechts unter »Albanien-Blogs« einen weiteren Link hinzugefügt: Tirana Street Style
Dieser Blog zeigt Fotos von modischen Menschen in Tirana. Was für die Macher wohl vor allem ein »Fashion-Statement« sein soll und ihre Freude an modischen Menschen zum Ausdruck bringt, dürfte das Albanien-Bild manches Westeuropäers über den Haufen werfen: Dass die Jugend in Albanien oft sehr aufreizend gekleidet ist und sie sich wenn immer möglich hübsch herausputzt, passt mit den Vorstellungen vieler über Albanien nicht überein.
Aber nicht nur die albanische Jugend kommt oft elegant daher. Besonders Freude habe ich persönlich an den vielen älteren Herren, die meist nur mit Anzug, Hut und Krawatte das Haus verlassen. Und manchmal trifft man auch einen Hirten im Sakko weit weg von der nächsten Stadt oder Strasse. Diese Herren haben dann aber meist kein allzu vollen Kleiderschrank – ab all der hübschen Bilder darf man auch nicht vergessen, dass viele sich kaum die nötigsten Kleider leisten können.
Eigentlich dürfte man ja vom NZZ-Korrespondenten erwarten, dass er weiss, dass man nicht jede von Berishas Äusserungen für bare Münze nehmen darf.
Übersetzung der Schweizer Nationalhymne für die Albaner in der Nati (und all die anderen Eingebürgerten) heute im Blick am Abend, damit jeder was zum Singen hat.