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	<title>Pressefreiheit Archive &#8211; News by newsletter Albanien</title>
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	<description>Nachrichten aus und über Albanien</description>
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		<title>Tiktok-Verbot</title>
		<link>https://www.albanien.ch/bb/2024/12/tiktok-verbot-albanien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars Haefner]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Dec 2024 13:57:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Edi Rama]]></category>
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		<category><![CDATA[Verbot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Albanien will 2025 Tiktok verbieten, um die Jugend vor schlechten Einflüssen zu schützen. Hintergründe und Antworten auf alle Fragen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2024/12/tiktok-verbot-albanien/">Tiktok-Verbot</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Albanien will 2025 Tiktok verbieten, um die Jugend vor schlechten Einflüssen zu schützen.</h4>



<span id="more-2077"></span>



<p>Der albanische Ministerpräsident Edi Rama hat vor wenigen Tagen angekündigt, dass Tiktok nächstes Jahr in Albanien gesperrt werden soll. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania.webp"><img decoding="async" fetchpriority="high" width="1024" height="585" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-1024x585.webp" alt="Illustration generiert mit künstlicher Intelligenz: Ein Jugendlicher, der ein Smartphone in der Hand hält. Der Hintergrund zeigt das TikTok-Verbot und die kulturelle Umgebung und eine städtische Umgebung mit einer Moschee und zahlreichen Albanien-Flaggen." class="wp-image-2078" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-1024x585.webp 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-300x171.webp 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-768x439.webp 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-600x343.webp 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-1536x878.webp 1536w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania-1320x754.webp 1320w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2024/12/DALL·E-cartoon-style-illustration-depicting-the-ban-of-TikTok-in-Albania.webp 1792w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Tiktok-Verbot in Albanien (KI-Illustration)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Update: Inkraftreten</h2>



<p>Das Verbot trat Mitte März 2025 in Kraft und soll für mindestens ein Jahr gelten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie kam es zum Verbot?</h2>



<p>Am 18. November kam es in Tirana ausserhalb einer Schule zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Vierzehnjährigen. Einer erlitt tödliche Stichwunden, die beiden anderen musste mit teilweise schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Schnell hiess es, dass dem Vorfall ein »Streit auf Social Media« vorausgegangen sei. Der Angreifer habe nachträglich auch Fotos und Videos von der Tatwaffe und seinen Wunden geteilt.</p>



<p>Der Mord erschütterte die albanische Gesellschaft. Der Präsident des albanischen Fussballverbands sprach sein Beileid aus, da der Tote ein aktiver Jungfussballer war. Und auch Politiker bis zum Staatspräsidenten gaben Stellungnahmen ab. Schnell wurde die Tat auch im Parlament diskutiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer entschied über das Tiktok-Verbot?</h2>



<p>Ministerpräsident Edi Rama unterstreicht, dass die Sperre kein Schnellschuss sei. In der Zeit zwischen dem Mordfall und der Ankündigung des Verbots fanden in ganz Albanien Gesprächsrunden mit Lehrern und Elternvereinigungen statt. </p>



<p>Die Zahlen sind schon fast unglaubhaft kommunistisch: Im November und Dezember will man 1300 Treffen mit 65&#8217;000 Eltern durchgeführt haben, bei denen sich 90&nbsp;% der Eltern für ein Verbot von Tiktok ausgesprochen haben.</p>



<p>Edi Rama erklärte, dass Albanien ein kleines Land sei und keinen Druck ausüben könne auf Tech-Giganten. Und da Tiktok nicht die albanischen Kinder schützen, müsse Albanien die Kinder vor Tiktok schützen. Er wünsche sich, dass Tiktok selber mehr unternehmen würde, um junge Nutzer zu schützen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was verspricht man sich von der Sperre?</h2>



<p>Eine <a href="https://euronews.al/en/save-the-children-tiktok-is-the-space-where-children-are-bullied-the-most-in-kosovo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Umfrage unter Kindern in Kosova</a> vom Frühsommer zeigte, das 78 % der Mobbing in ihren Schulen wahrnehmen. Auf Tiktok ist das Mobbing gleich stark. Auf Snapchat erleben noch mehr als die Hälfte der Schüler Mobbing, auf Instagram und vor allem Facebook deutlich weniger.</p>



<p>In Albanien sei auf Tiktok nur Gewalt und »Dreck« zu sehen, erklärte Rama. Man wolle deshalb den »Gauner im Viertel für ein Jahr verjagen«. Stattdessen sollen Bildungsprogramme angeboten werden, um die Jugendlichen sinnvoll zu beschäftigen. Und auch Eltern sollen mehr Unterstützung erhalten, wie sie ihre Kinder erziehen können.</p>



<p>Die Tiktok-Sperre ist natürlich nur eine von verschiedenen Massnahmen, die Rama angekündigt hatte, um die Sicherheit für Jugendliche im schulischen Umfeld zu erhöhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie waren die Reaktionen?</h2>



<p>Auf Tiktok war nicht viel Positives zu lesen. Viele Jugendliche erklärten, dass ihnen die Plattform zur Unterhaltung diene und nicht schädlich sei.</p>



<p>Auch die Opposition machte der albanischen Regierung Vorwürfe: Es würde die Meinungs- und Pressefreiheit stark eingeschränkt. Sali Berisha erklärte, die Sperre sei ein Akt der Zensur. Er werde das Verbot am ersten Tag als Ministerpräsident aufheben, wenn er im Sommer gewählt werde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was meint Tiktok selber zum Verbot?</h2>



<p>Tiktok erklärte gegenüber CNN, dass man dringend Klarheit von der albanischen Regierung verlange. Es gäbe keinen Hinweis, dass Täter oder Opfer überhaupt Tiktok-Accounts gehabt hätten. Dafür gäbe es Hinweise, so ein Sprecher von Tiktok zu CNN, dass sie andere Social-Media-Plattformen genutzt haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wird die Sperre umgesetzt?</h2>



<p>Zur Umsetzung der Sperre gibt es noch viele Fragezeichen. Rama erklärte, dass man in sechs bis acht Wochen so weit sei. Vermutlich gibt es da noch diverse technische und rechtliche Hürden zu nehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kann das Verbot auch umgangen werden?</h2>



<p>Eine solche Sperre kann recht einfach mit VPN umgangen werden. Das kostet aber eine monatliche Gebühr oder benötigt etwas technisches Know-how. </p>



<p>Es ist deshalb eher zu erwarten, dass die Jugendlichen in Albanien auf andere Plattformen ausweichen werden als in Massen das Verbot zu umgehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wen betrifft das Verbot?</h2>



<p>Über die Anzahl der Tiktok-Benutzer in Albanien gibt es sehr unterschiedliche Angaben. Gemäss der Website start.io gibt es in Albanien rund 140&#8217;000 Nutzer, in den Medien wird meist der zehnfache Wert von 1,4&nbsp;Millionen Nutzern genannt (also mehr als die Hälfte aller Albaner). Mehr als die Hälfte sind gemäss start.io unter 24 (wobei die Unterachtzehnjährigen gar nicht ausgewiesen werden). Drei Viertel der Nutzer sind gemäss dieser Quelle männlich. Die Anzahl User sei fast gleich gross wie in Österreich und grösser als in der Schweiz.</p>



<p>Andere Quellen nennen deutlich höhere Zahlen. Darauf deutet auch hin, dass die Fernsehmoderatorin Fabjola Elezaj 440&#8217;000 Follower hat. Davon sind wohl nicht alle aus Albanien – aber ihre Inhalte sind albanisch. Modash, einem Spezialdienst für Influencer, weist noch andere Accounts auf mit bis zu 250&#8217;000 Followern. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-tiktok wp-block-embed-tiktok"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="tiktok-embed" cite="https://www.tiktok.com/@olaelee/video/7381814384378645765" data-video-id="7381814384378645765" data-embed-from="oembed" style="max-width:605px; min-width:325px;"> <section> <a target="_blank" title="@olaelee" href="https://www.tiktok.com/@olaelee?refer=embed">@olaelee</a> <p>What I love<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f60d.png" alt="😍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p> <a target="_blank" title="♬ sonido original - OSCAR" href="https://www.tiktok.com/music/sonido-original-7231383140323855109?refer=embed">♬ sonido original &#8211; OSCAR</a> </section> </blockquote> <script async src="https://www.tiktok.com/embed.js"></script>
</div><figcaption class="wp-element-caption">Die TV-Moderatorin Fabjola Elezaj gehört zu den erfolgreichsten Tiktokern aus Albanien</figcaption></figure>



<p>Wie überall auf der Welt ist auch in Albanien das Publikum sehr jung. Es sind also zu einem Grossteil männliche Schüler und Studenten betroffen. Es gibt aber auch Ausnahmen:</p>



<p>Sali Berisha postet regelmässig auf Tiktok und hat 60&#8217;000 Follower. Edi Rama hat sogar mehr als doppelt so viele Follower und 2 Millionen Likes generiert. Damit würde er es unter die Top 20 Influencer Albaniens auf Tiktok schaffen.</p>



<p>Soziologen empfehlen Eltern gemäss Euronews Albania, den Jugendlichen mit gutem Beispiel voranzugehen und mit ihnen nicht-digitale Aktivitäten zu unternehmen. Ansonsten wären die betroffenen Jugendlichen einfach frustriert und würden auf andere Plattformen ausweichen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Betrifft das Verbot auch Touristen?</h2>



<p>Ja, auch Touristen werden vom »Tiktok Ban« betroffen sein. Fleissige User sollten sich also vor der Reise um ein VPN-Angebot kümmern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gibt es einen wirtschaftlichen Schaden?</h2>



<p>Einerseits ist da der Tourismus: Albanian Daily News schrieb im Sommer: »Tourist are making Albania famous on Tiktok«. Mit 3,8 Millionen Posts zu Albanien auf Tiktok sei das kleine Balkanland besser vertreten als wichtige Touristendestinationen wie Griechenland, Italien, Thailand oder Frankreich. Die Posts seien 106 Milliarden mal aufgerufen worden. Tiktok ist somit sicherlich eine gute Werbeplattform für den Brand Albanien, die nicht mehr so funktionieren wird, wenn Tiktok in Albanien nicht funktioniert.</p>



<p>Als Werbeplattform dürfte Tiktok in Albanien weniger stark ins Gewicht fallen. Der albanische Markt ist überschaubar, nicht besonders gross. Tiktok wird zwar von einzelnen Brands für Werbung genutzt, die zum Beispiel mit Influencern zusammenarbeiten. Die Werbetreibenden werden aber wohl schnell auf andere Kanäle ausweichen. So sind es wohl nur einzelne Influencer oder Online-Dienste, die eine wesentliche Einnahmequelle verlieren. So hat der Online-Shop »Buzi Store« auf Tiktok ähnlich viele Follower wie auf Instagram. Andere Tiktoker wie Aleks Visha aus Kukës, der behauptet, auf Tiktok mit Online-Spielen Millionen verdient zu haben, sind vom Verbot kaum betroffen, da ihre Follower mehrheitlich ausserhalb Albanien leben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ist Albanien ein Modell für andere Länder?</h2>



<p>Tiktok wird immer wieder kritisiert: Es gehe ein Sicherheitsrisiko von diesem Tool aus. Man hat Angst vor Spionage, weshalb Staatsangestellten in vielen Ländern die Nutzung verboten wird. Trump wollte Tiktok schon verbieten.</p>



<p>Nach den Wahlen in Rumänien vom November wurde Tiktok fest kritisiert: Es habe namhafte Beeinflussung gegeben, was nach Wahlgesetz nicht erlaubt sei.</p>



<p>In Kosova finden ähnliche Diskussionen statt wie in Albanien.</p>



<p>Im Gegensatz zu Albanien planen viele andere Länder keinen TIktok-Bann, sondern eine Einschränkung von Social Media allgemein für Kinder und Jugendliche: In Australien wird ab 2026 ein generelles Social-Media-Verbot für alle unter 16 Jahren gelten. Das Verbot soll durch Strafen gegen die Anbieter durchgesetzt werden, die Zugangsschranken einführen müssen. In Florida tritt bereits Anfang 2025 ein Gesetz in Kraft, das Social-Media-Accounts für alle unter 14 Jahren verbietet. Frankreich hat ein Smartphone-Verbot bis 12 Jahre und ein Social-Media-Verbot bis 17 Jahre, überlässt die Durchsetzung aber den Eltern. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bringt das Verbot von Tiktok jetzt wirklich?</h2>



<p>Das beste am Verbot ist wohl, dass eine Diskussion ausgelöst wurde. Wie viel Zeit sollen Kinder – und Eltern – auf Social Media verbringen? Wie kann man sich sonst beschäftigen?</p>



<p>Ansonsten bringt ein Tiktok-Bann wohl nicht viel: Die Jugendlichen werden auf andere Social-Media-Plattformen ausweichen und dort das machen, was sie zuvor auf Tiktok gemacht haben: blöde Kurzvideos mit Gewalt und anderem Schrott schauen, selber Kurzvideos mit Drohungen und Macho-Gehabe aufnehmen.</p>



<p>Der Nachteil in einer Demokratie ist zwar beträchtlich – gerade in einem Wahljahr: Die Meinungsäusserungsfreiheit wird stark eingeschränkt. Aber schlussendlich stehen genügend andere Social-Media-Kanäle zur Verfügung. Und die Opposition ist auf Tiktok nicht wirklich stark vertreten.</p>



<p>Es braucht also deutlich mehr als ein Tiktok-Verbot: Die Begleitmassnahmen sind aktuell für Albanien wichtiger. Aber vielleicht wird es dank Druck aus grossen Ländern bald auch in Albanien zum Standard, dass die Alterskontrolle für Social Medie konsequent um- und durchgesetzt wird. Insofern regt das Beispiel Albanien vielleicht auch dazu an, dass sich bei den Tech-Konzernen etwas bewegt.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>(nlA/Lars Haefner)</em></p>



<h2 class="wp-block-heading"> </h2>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2024/12/tiktok-verbot-albanien/">Tiktok-Verbot</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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		<title>Schüsse auf Fernsehsender »Top Channel«</title>
		<link>https://www.albanien.ch/bb/2023/03/schuesse-auf-fernsehsender-top-channel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin albanien.ch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 18:32:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Edi Rama]]></category>
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		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
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		<category><![CDATA[Top Channel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Wachmann getötet bei Attacke auf Albaniens grösstes Medienhaus in der Nacht auf Montag</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2023/03/schuesse-auf-fernsehsender-top-channel/">Schüsse auf Fernsehsender »Top Channel«</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ein Wachmann <strong>in der Nacht auf Montag</strong> getötet bei Attacke auf Albaniens grösstes Medienhaus</strong> </p>



<p>Noch immer ist unklar, wer hinter der Attacke auf den Fernsehsender »Top Channel« steht. Nach Mitternacht wurde am späten Sonntag mit Kalaschnikow-Gewehren auf das Gebäude des Medienunternehmens geschossen. Rund 25 Schuss wurden abgegeben. Ein Wachmann wurde dabei tödlich getroffen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Fragile Pressefreiheit in Albanien</h3>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild.jpg"><img decoding="async" width="201" height="300" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild-201x300.jpg" alt="Schild mit Aufdruck »Top Channel« – Symboldbild" class="wp-image-1673" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild-201x300.jpg 201w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild-686x1024.jpg 686w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild-768x1147.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild-600x896.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2023/03/Top_Channel_Schild.jpg 883w" sizes="(max-width: 201px) 100vw, 201px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hinter den Kulissen des TV-Senders – Symbolbild</figcaption></figure></div>


<p>Die Tat ist ein brutaler Angriff gegen die Pressefreiheit. Drohungen und Einflussnahme durch Mächtige gehören leider schon länger zum journalistischen Alltag in Albanien. Die Sicherheit von Journalisten ist nicht immer gewährt. Mit der kriminellen Attacke zu Wochenbeginn hat dies aber eine neue Stufe erreicht.</p>



<p>Das Attentat wurde von allen Seiten verurteilt: Journalistenverbände im In- und Ausland sowie alle bedeutenden Politiker Albaniens. Im Gegensatz zu internationalen Beobachtern beurteilte Ministerpräsident Edi Rama in einem Interview gestern die Medienfreiheit in Albanien jedoch als gut: Es sei im Land noch nie besser gestellt gewesen um die Medienfreiheit.</p>



<p>Edi Rama selber wird beschuldigt, in jüngster Vergangenheit Medienschaffende bedrängt zu haben. Wiederholt kritisierte er öffentlich Journalistinnen und Journalisten, zeigte seinen Unmut über regierungskritische Berichterstattung. Letzten Dezember attackierte die Regierung direkt den Besitzer eines anderen Medienhauses, siehe <a href="https://www.albanien.ch/bb/2022/12/hotel-gesprengt/">unsere Berichterstattung zum gesprengten Hotel in Golem</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Strafverfolgungsbehörden untersuchen</h3>



<p>Trotz der hohen Belohnung, die für Hinweise ausgesetzt wurde, liegen der Polizei und der Staatsanwaltschaft bis heute Abend noch keine Hinweise auf die Täter vor. Die Täter haben das Auto auf der Flucht in Brand gesetzt. Der Range Rover war im Juli 2020 kosovarischen Touristen gestohlen worden, die Kennzeichen wurden vor drei Monaten entwendet. Im ausgebrannten Wagen wurden zwei Maschinengewehre AK-47 gefunden, vermutlich die Tatwaffen, die jetzt forensich untersucht werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Motiv unklar</h3>



<p>»Top Channel« ist der grösste Fernsehsender Albaniens. Der private Kanal wurde 2001 gegründet. Neben dem Fernsehsender gehören auch weitere Medienprodukte, ein Kabelanbieter und eine Kaffeemarke zum Konzern. Der Sender verurteilte in einer Erklärung die Tat als »terroristische Attacke« und sprach der Familie des getöteten Mitarbeiters ihr Beileid aus.</p>



<p>Über Hintergründe der Attacke ist nichts öffentlich bekannt. Es ist aber wenig wahrscheinlich, dass die Täter dieses aufwändig geplanten Überfalls keine Nachricht hinterlassen haben, nicht eine deutliche Drohung übermitteln wollten. Die Urheberschaft ist vermutlich in diesem Fall nicht in der Politik zu suchen. Das Vorgehen deutet eher auf das organisierte Verbrechen hin. Ob es um eine Abrechnung unter »konkurrierenden Geschäftemachern« geht oder eine unliebsame Berichterstattung verhindert werden soll, ist aktuell wohl nur sehr wenigen Leuten bekannt.</p>



<p class="has-text-align-right"><em>Lars Haefner</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2023/03/schuesse-auf-fernsehsender-top-channel/">Schüsse auf Fernsehsender »Top Channel«</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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		<title>Hotel gesprengt</title>
		<link>https://www.albanien.ch/bb/2022/12/hotel-gesprengt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin albanien.ch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Dec 2022 00:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Edi Rama]]></category>
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		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leg dich nicht mit dem Chef an! Oder: Weshalb das Verschwinden eines Hotels nicht ignoriert werden darf. Es ging ganz schnell dieses Wochenende. Zuerst wurde die Hotelanlage bei Golem von der Polizei abgeriegelt, zwei Tage später lag das »Prestige Resort« in Schutt und Asche. Kaum etwas konnte vor der Sprengung noch aus dem Gebäude gerettet [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2022/12/hotel-gesprengt/">Hotel gesprengt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Leg dich nicht mit dem Chef an! Oder: Weshalb das Verschwinden eines Hotels nicht ignoriert werden darf.</strong></p>



<span id="more-1574"></span>



<p>Es ging ganz schnell dieses Wochenende. Zuerst wurde die Hotelanlage bei Golem von der Polizei abgeriegelt, zwei Tage später lag das »Prestige Resort« in Schutt und Asche. Kaum etwas konnte vor der Sprengung noch aus dem Gebäude gerettet werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion.jpg"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion-1024x576.jpg" alt="Prestige Resort: Explosion des Hotels nachgestellt" class="wp-image-1577" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion-1024x576.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion-300x169.jpg 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion-768x432.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion-600x338.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion-1536x864.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-explosion.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Prestige Resort: nachgestellte Explosion mit Bildmaterial vom Sommer 2022</figcaption></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Für dieses Durchgreifen der Behörden gibt es zwei komplett unterschiedliche Begründungen: diejenige der Regierung und diejenige der Hotelbetreiber.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Durchsetzung von Recht und Ordnung</h3>



<p>Die Regierung behauptet, dass beim Bau des Hotels in den Jahren 2016/17 die Bewilligung nicht eingehalten worden sei. Eine andere Version lautet, dass das Hotel nur mit einer Spezialbewilligung habe gebaut werden können, die zusätzliche Steuern mit sich bringe. Und weil diese Zusatzsteuern nicht rechtzeitig bezahlt worden seien, werde das Hotel jetzt abgebrochen. Ministerpräsident Edi Rama erklärte gegenüber den Medien, dass es hier um die Durchsetzung von Gesetzesbestimmungen gehe. In Zukunft werde niemand mehr wagen, sich über das Gesetz zu stellen.</p>



<p>Während Rama von »klaren Gesetzen«, Gewaltentrennung und geregelten Verfahren sprach, lässt die Umsetzung wenig davon erkennen. Die Hotelbesitzer zeigten sich entsetzt über das Vorgehen der Behörden. Es habe kein vorgängiges Verfahren, keinen richterlichen Entscheid, keinerlei Vorwarnung gegeben. Das Hotel sei gemäss der Baubewilligung erstellt worden – und die Pläne tragen die Unterschrift des MInisterpräsidenten Rama.</p>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Bedrohte Medienfreiheit</h3>



<p>Seitens Hoteleigentümer beklagt man, Opfer einer Racheaktion von Edi Rama geworden zu sein. Das Hotel ist im Besitz des Geschäftsmanns Irfan Hysenbelliu, der auch Eigentümer einer Mediengruppe ist (TV-Kanal »News 24«, Internetportal »BalkanWeb« und die Tageszeitung »Panorama«). Zwischen  Edi Rama und Hysenbelliu hat sich das Verhältnis in letzter Zeit stark abgekühlt. Nachdem die Mediengruppe Kritik an der Regierung formuliert hatten, wurden Hysenbelliu und seine Firmen mit Steuerforderungen eingedeckt. Darauf wurde über Verfehlungen der Steuerbehörden berichtet, worauf die Behörden nochmals die Schrauben anzogen. </p>



<p>Mietverträge für die Unternehmen wurden in Frage gestellt. Und Anfang September wurden von den Behördern Uferanlagen beim »Prestige Resort« abgebrochen. Man führe nur eine während der Touristensaison ausgesetzte Kampagne zur Beseitigung illegaler Bauten entlang der ganzen Küste fort – und begann natürlich bei <meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Hysenbelliu. Die zerstlrte Uferanlage war zwar hässlich und ein Einschnitt in den Sandstrand, aber sie ist klar auf den von Rama bewilligten Plänen ersichtlich.</p>



<p>Mit der Sprengung des Hotelgebäudes dieses Wochenende habe der Rachefeldzug von Rama seinen Höhepunkt erreicht, erklärten <meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Hysenbellius Anwälte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="576" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort-1024x576.jpg" alt="Prestige Resort – Uferverbauung und Hotelgebäude" class="wp-image-1575" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort-1024x576.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort-300x169.jpg 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort-768x432.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort-600x338.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort-1536x864.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-resort.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Uferverbauung und Hotelgebäude, als sie im Sommer noch standen</figcaption></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Explosive Zeiten</h3>



<p>Sprengungen und Abrisse von Gebäuden sind kein Novum in der Politik von Edi Rama und seiner Partei. Sie waren jeweils recht einschneidende Ereignisse, nicht nur für die politischen Verhältnisse des Landes, sondern für die ganze Gesellschaft.</p>



<ul><li>Als Bürgermeister von Tirana machte Rama schon zur Jahrtausendwende mit Abriss auf sich aufmerksam. Damals war dies Durchsetzung von Recht und Ordnung – ein Novum für das post-kommunistische Albanien. Tausende von illegal errichteten Cafés, Bars, Läden und anderen Gebäuden in den Pärken und Grünflächen der Stadt wurden abgerissen. Dies war auch ein mutiger Schritt, da Rama die Interessen des Staats und der Bürger über diejenigen von Geschäftsleuten und Mafia stellte.</li><li>Zehn, zwanig Jahre später war niemand mehr im Land sicher. Besonders an der Küste, aber auch anderswo, wurden immer wieder Gebäude abgerissen, die so nie bewilligt worden waren. Die demollierten Häuser in Ksamil, lange Jahre sichtbare Ruinen, waren ein prominentes Beispiel hierfür. Andernorts entstanden anstelle der illegalen Betriebe Uferpromenaden, wurden Strände wiederhergestellt – die Sphinx in Durrës entstand beispielsweise an einem solchen Ort. Auch mit Sprengstoff wurde geübt: So verschwanden am Ohridsee in Windeseile illegale Hotels. Auch wenn hier in der Regel Anhänger der Opposition betroffen waren, ging es bei diesen Aktionen doch weiterhin um die Durchsetzung von Recht und Ordnung.</li><li>Im April 2020 wurde, Mitten während des Corona-Lockdowns, das <a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/05/ramas-kampf-gegen-theater-und-viren/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Nationaltheater im Stadtzentrum von Tirana abgerissen</a> – klammheimlich in einer Nacht- und Nebelaktion, damit es ja nicht zu Protesten kommt. Dieses Mal war das Zeichen aber anders: Es wurde klar sichtbar, dass öffentliche Interessen (immerhin war das Theater ein Kulturdenkmal) gegen die Interessen reicher Geschäftsleute keine Chance hatten. Diese konnten auf ihre guten Verbindung zu den Entscheidungsträgern bauen.</li><li>Mit der Sprengung des »Prestige Resorts« in Mali Robit erreicht die Abrisswut aber eine neue Dimension. Jetzt scheint sich der Ministerpräsident – da sind sich alle Beobachter einig – unliebsamen Kritiker vorzuknöpfen.</li></ul>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Keine Unschuldsvermutung</h3>



<p>Die Rechtsdurchsetzung, auf die sich Rama berief, ist in diesem Fall wenig glaubhaft, nicht wirklich nachvollziehbar. Einerseits gibt es an der Küste an der Bucht von Durrës noch andere, viel schlimmere Bausünden. Andererseits lässt das Verfahren jedem Juristen die Haare hochstehen: keine Anhörung, kein Gerichtsverfahren – Rechtsstaatlichkeit und Gewaltentrennung funktionieren anders. Zeit wäre sicherlich gewesen: Dringlichkeit lag nicht vor und Sprengungen von siebenstöckigen Gebäuden organisiert man auch nicht von heute auf morgen.</p>



<p>Beobachter sind sich einig: Die Rechtfertigungen von Rama überzeugen niemanden. Und wenn man etwas zurückblick, findet man auch genug Fälle, wo die Zerstörung von Gebäuden als Strafmassnahmen diente. Zum Beispiel vor ein paar Jahren, als ein Restaurantbesitzer an der Riviera wegen einer offenen Rechnung spanische Touristen mit dem Leben bedrohte – er wanderte ins Gefängnis, sein Restaurant wurde, da illegal, abgebrochen. Das Vorgehen ist auch aus vielen autokraten Staaten bekannt: Wer nicht spurt, wird vom Staat mit Klagen eingedeckt.</p>



<p>Vermutlich sind aber auch die Hotelbesitzer keine Unschuldslämmer. Es ist in Albanien schon fast Standard, dass »mehr« gebaut wird, als bewilligt. Ein paar zusätzliche Stockwerke? Ein kleiner Anbau? Wem fällt das schon auf? Ein solches Vorgehen ist in Albanien weit verbreitet. So zeigte auch ein Besuch im »Prestige Resort« in diesem Sommer: Hier wurde fast jeder Meter bestmöglich ausgenutzt. Etwas mehr als erlaubt wäre keine grosse Überraschung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="560" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand-1024x560.jpg" alt="Strand in Mali Robit mit Prestige Resort" class="wp-image-1576" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand-1024x560.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand-300x164.jpg 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand-768x420.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand-600x328.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand-1536x840.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2022/12/mali-robit-strand.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Nicht schön, aber auch illegal? Stand von Mali Robit mit dem »Prestige Resort« im Sommer 2022</figcaption></figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Weshalb die Aufregung?</h3>



<p>Die Hotelanlage war früher bei den Sozialisten sehr beliebt. Im »Mali Robit«, die erste grössere Hotelanlage an der Küste Albaniens, soll ein Ministerpräsident Hochzeit gefeiert haben. Geschäftsmann <meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Hysenbelliu soll früher auch eng mit der Führung der Sozialisten verbunden gewesen sein. Irgendwann kam es wohl zum Streit. Weshalb muss uns dieser Zwist der Eliten kümmern?</p>



<p>Die Politphilosophin Arilda Lleshi erklärte es folgendermassen: »Das ist ein Angriff auf die Medienfreiheit: Der Ministerpräsident zerstört dich, weil ihm nicht gefällt, was du sagst. Wenn du zum Feind des obersten Herrschers wirst, nutzt er die Staatsgewalt gegen dich. Am Schluss wird aber das albanische Volk für das unsinnige Verhalten dieses Mannes zahlen müssen. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass die Hoteleigentümer vor Gericht Recht erhalten. Der Ministerpräsident wird aber nie für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen werden.«</p>



<p>Ministerpräsident Edi Rama wird schon seit vielen Jahren kritisiert, immer mehr autokratisches Verhalten an den Tag zu legen. Er wird dafür im Land viel kritisiert – aber die Opposition bietet den Wählern nicht wirklich eine plausible Alternative. Ihre Politik der absoluten Konfrontation führte in den letzten Jahren nur zu Wahlboykotts und internen Streitereien. Die Wähler wünschen sich aber keine endlosen Streitereien, sondern Lösungen. So rutschte die Opposition immer mehr in die Bedeutungslosigkeit – und die Sozialisten können schalten und walten, wie sie wollen.</p>



<p>Heute kommen in Tirana die Ministerpräsidenten des Westbalkans mit der EU zusammen. Albanien rückt ins weltweite Rampenlicht – eine Gelegeneheit, sich zu profilieren. Die Opposition sucht aber erneut nicht den Dialog, sondern stellt sich einfach mit Protesten auf der Strasse quer. So bringt sie Albanien nicht weiter.</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Sprengung des Hotels</h3>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-align-right"><em>Lars Haefner</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2022/12/hotel-gesprengt/">Hotel gesprengt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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		<title>Corona-Virus legt Albanien still</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Admin albanien.ch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2020 20:18:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Corona-Virus]]></category>
		<category><![CDATA[Kosova]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch die Massnahmen der Regierung zur Eindämmung der Krankheit wurde die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Lange tauchten in Albanien keine Fälle von COVID-19 auf. Erst am Montag wurden erste Personen positiv getestet. Die albanische Regierung hat dann sofort drastische Massnahmen umgesetzt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern – schneller und weitreichender als in vielen anderen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/03/corona-virus-legt-albanien-still/">Corona-Virus legt Albanien still</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Durch die Massnahmen der Regierung zur Eindämmung der Krankheit wurde die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt.</h4>



<span id="more-1221"></span>



<p>Lange tauchten in Albanien keine Fälle von COVID-19 auf. Erst am Montag wurden erste Personen positiv getestet. Die albanische Regierung hat dann sofort drastische Massnahmen umgesetzt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern – schneller und weitreichender als in vielen anderen Ländern.</p>



<p>Dieser Artikel bietet einen Überblick zu den Ereignissen der letzten Tage. Laufend neue Updates finden Sie in unserem Forum:<br><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (opens in a new tab)" href="http://www.albanien.ch/forum/p3/viewtopic.php?f=1&amp;t=18555&amp;p=255206#p255200" target="_blank"><i class="wp-svg-bullhorn bullhorn"></i> Corona-Virus – Situation in Albanien</a><br><a href="https://albanien.ch/albanien_info/covid-19-cases-in-albania-corona-virus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Aktuelle Übersicht der Fallzahlen (opens in a new tab)"><i class="wp-svg-stats stats"></i> Aktuelle Übersicht der Fallzahlen</a></p>



<p>Bis Samstagabend wurden 38 Erkrankte und ein Todesfall gemeldet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Übersicht der aktuellen Massnahmen</h3>



<p>Anfangs Woche wurden <a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/03/corona-virus-in-albanien-erste-faelle/">erste Massnahmen erlassen</a>: Schulen wurden geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, der Reiseverkehr mit Norditalien wurde eingeschränkt. Reisende aus Risikogebieten wurden zur Eigenquarantäne verpflichtet.</p>



<p>Bereits am Mittwoch und Donnerstag folgten weitere einschneidende Verbote: Zuerst wurde der Reiseverkehr mit Italien komplett unterbunden, dann wurde auch das öffentliche Leben in Albanien allmählich stillgelegt. Zuerst galten die verordneten Schliessungen nur für Tirana und Durrës, aber schnell wurden sie ausgedehnt. Albanien folgte damit früher als viele andere europäische Staaten mit mehr Corona-Kranken dem italienischen Beispiel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/03/corona-virus-legt-albanien-still/tirana-bulevardi-i-ri/"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="579" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Tirana-Bulevardi-i-ri-1024x579.jpg" alt="Leere Strassen in Tirana, der Hauptstadt von Albanien, wegen dem Coronavirus" class="wp-image-1226" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Tirana-Bulevardi-i-ri-1024x579.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Tirana-Bulevardi-i-ri-300x170.jpg 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Tirana-Bulevardi-i-ri-768x434.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Tirana-Bulevardi-i-ri-600x339.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Tirana-Bulevardi-i-ri.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>In diesen Tagen ist nicht nur der neue Boulevard in Tirana verkehrsfrei.</figcaption></figure>



<p>Seit Freitagmorgen geht fast gar nichts mehr. In den grossen Städten <strong> </strong>Tirana, Durrës, Shkodra, Lezha, Elbasan, Lushnja, Fier und Vlora mussten alle Geschäfte inklusive Restaurants und Cafés schliessen – nur noch Lebensmittelgeschäfte und Apotheken sind geöffnet. Busse und Autos dürfen nur noch in begründeten Notfällen genutzt werden (zum Beispiel von Klinikpersonal oder Reisenden mit gültigen Flugtickets). Die Strassen sind deswegen leer, das Leben steht – fast – still.</p>



<p>Zwischenzeitlich wurden die meisten Grenzübergänge geschlossen. Mit der Abriegelung von Hauptverkehrsachsen wird auch der Verkehr innerhalb des Landes eingschränkt in der Hoffnung, so die Ausbreitung des Virus zu stoppen.</p>



<p>Die ursprünglich nur bis Sonntagabend angekündigten Einschränkungen im Verkehr werden voraussichtlich verlängert und weiter ausgedehnt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einschneidend, aber notwendig</h3>



<p>Manch einer in Albanien fühlt sich an kommunistische Zeiten erinnert: Städte, fast ein ganzes Land ohne Autos und kein öffentliches Leben. Mit den Massnahmen werden zwar viele Freiheitsrechte eingeschränkt, aber vermutlich ist die Reaktion der Regierung richtig.</p>



<p>Angesichts der tragischen Entwicklungen in Italien ist es sinnvoll, jede Ausbreitung in Albanien möglichst einzudämmen. Denn Albanien ist noch viel schlechter auf eine Gesundheitskrise vorbereitet: Die Gesundheitsversorgung im Land ist schlecht, die finanziellen Mittel sind begrenzt. So gebe es nur 150 Betten mit Beatmungsgeräten, berichtet das ARD-Studio Wien. Die Menschen leben in Albanien zudem viel enger aufeinander als in Nordeuropa, was eine rasche Verbeitung fördert. Zu den Infizierten gehört auch eine Krankenhaus-Angestellte, die sich wohl bei der Arbeit angesteckt hat. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/03/corona-virus-legt-albanien-still/krankenhaus-puka-albanien/"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="709" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Krankenhaus-Puka-Albanien-1024x709.jpg" alt="Krankenhaus Puka, Albanien" class="wp-image-1225" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Krankenhaus-Puka-Albanien-1024x709.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Krankenhaus-Puka-Albanien-300x208.jpg 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Krankenhaus-Puka-Albanien-768x531.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Krankenhaus-Puka-Albanien-600x415.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/Krankenhaus-Puka-Albanien.jpg 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>Das Gesundheitswesen in Albanien ist im Aufbau – Spital Puka (Symbolbild von 2018)</figcaption></figure>



<p>Mit jedem Tag, der hilft, die Epidemie aufzuhalten, ist wertvolle Zeit gewonnen. Das Beispiel China zeigt, wie drastische Einschnitte geholfen haben, damit die Neuansteckungen rasch wieder stark zurückgegangen sind. Und jeder zusätzliche Tag bringt neue Erkenntnisse für die Bekämpfung mit sich.</p>



<p>Ob dafür wirklich auch drastische Einschränkungen der Pressefreiheit (nur noch zwei Mitarbeiter pro Studio erlaubt) und der Wirtschaftsfreiheit (schwierige Vorgaben für Call Centers) notwendig sind oder ob die Schliessung der städtischen Parks wirklich die Ausbreitung des Virus verhindert, ist im Einzelfall vielleicht fraglich. Aber die Gesamtheit der Massnahmen ist in einem Land wie Albanien sicherlich angebracht.</p>



<p>Leider wird es auch viele Menschen geben, die wirtschaftlich unter diesen Massnahmen leiden werden. Der Anteil selbständiger Kleinunternehmer ist in Albanien hoch und viele Arbeitnehmer leben von der Hand in den Mund. Ihnen fehlen Reserven, um auch nur kurze Zeiten ohne Einkünfte auszukommen – und die werden meist nur bezahlt, wenn auch gearbeitet wird. Hilfe wird der marode albanische Staat hier kaum bieten können.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/bb/sars-cov-2_49534865371/"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="800" src="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371-1024x800.jpg" alt="Corona-Virus – COVID-19 im Elektronenmikroskop" class="wp-image-1214" srcset="https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371-1024x800.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371-300x234.jpg 300w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371-768x600.jpg 768w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371-600x469.jpg 600w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371-1536x1200.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/bb/wp-content/uploads/2020/03/SARS-CoV-2_49534865371.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption>COVID-19 im Elektronenmikroskop</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Situation im Kosovo</h3>



<p>Auch im Kosovo, wo am Freitag der erste Corona-Fall bestätigt wurde, sind einschneidende Massnahmen erlassen worden. Zuerst wurde der Flugverkehr mit stark betroffenen Staaten wie Italien und die Schweiz eingestellt.</p>



<p>Seit heute Morgen sind die Grenzen des Landes dicht für alle Nichtkosovaren. Drei Gemeinden, in denen Corona-Virus-Fälle festgestellt wurden, sind unter Karantäne gestellt worden: Malishevo, Klina und Vitia.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Über die fortlaufenden Ereignisse werden wir in unserem Forum  informieren:<br><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (opens in a new tab)" href="http://www.albanien.ch/forum/p3/viewtopic.php?f=1&amp;t=18555&amp;p=255206#p255200" target="_blank"><i class="wp-svg-bullhorn bullhorn"></i> Corona-Virus – Situation in Albanien</a><br><a href="http://www.albanien.ch/forum/p3/viewtopic.php?f=14&amp;p=255191#p255191" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (opens in a new tab)"><i class="wp-svg-bullhorn bullhorn"></i> Corona-Virus – Situation in Kosova</a></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/2145"><i class="wp-svg-images images"></i> Bilder aus Tirana</a></p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Ein Sommertag (»dita e verës«) wie kein anderer &#8230; <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f490.png" alt="💐" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<figure class="wp-block-embed-facebook wp-block-embed is-type-video is-provider-facebook"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="fb-video" data-allowfullscreen="true" data-href="https://www.facebook.com/VisitTirana/videos/191197028989009/"></div>
</div></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/03/corona-virus-legt-albanien-still/">Corona-Virus legt Albanien still</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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		<title>Berisha gegen freie Presse</title>
		<link>https://www.albanien.ch/bb/2009/01/berisha-gegen-freie-presse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 22:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Pressefreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Sali Berisha]]></category>
		<category><![CDATA[TemA]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.albanien.ch/bb/?p=56</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Polizei blockiert seit Tagen den Zugang zu den Redaktionsräumen der regierungskritischen Zeitung «TemA», nachdem die Mietverträge für die Räumlichkeiten gekündigt worden waren. Die Redaktion der Zeitung «TemA» hat sich nicht gescheut, den albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha direkt zu kritisieren. Dieser sei verantwortlich für Korruption und Schlendrian und auch für die schweren Explosionen in Gërdec [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2009/01/berisha-gegen-freie-presse/">Berisha gegen freie Presse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Polizei blockiert seit Tagen den Zugang zu den Redaktionsräumen der regierungskritischen Zeitung «TemA», nachdem die Mietverträge für die Räumlichkeiten gekündigt worden waren.</h4>
<p><span id="more-56"></span></p>
<p><div style="width: 310px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.albanien.ch/bb/data/images/gazetatema.jpg" alt="Pressefreiheit" width="300" height="370" border="0" hspace="0" vspace="0" /><p class="wp-caption-text">Wochenendausgabe der Zeitung «TemA»</p></div></p>
<p>Die Redaktion der Zeitung «TemA» hat sich nicht gescheut, den albanischen Ministerpräsidenten Sali Berisha direkt zu kritisieren. Dieser sei verantwortlich für Korruption und Schlendrian und auch für die schweren Explosionen in Gërdec letztes Jahr.</p>
<p>Am Samstag besetzte die Polizei mit überraschender Härte die Eingänge zur Redaktion der Zeitung – die Journalisten mussten auf Internetcafés ausweichen und hatten keinen Zugang zu ihren Materialien. Zeitungsmacher, Beobachter und Opposition sind sich einig, dass Berisha die Kritik an seiner Person mundtot machen möchte.</p>
<p>Das Innenministerium streitet alle Vorwürfe ab und gibt als Vorwand für die Aktion an, dass der Staat aus besonderen Gründen den Mietvertrag für die Räumlichkeiten hätte aufkünden müssen, da die Redaktion neben dem Gebäude liegt, in dem die neuen Identitätskarten produziert würden. Der Chefredaktor Mero Baze hat die Kündigung gerichtlich angefochten und die verantwortlichen Polizisten verzeigt.</p>
<p>An Silvester wurde auf Bazes Fahrzeug ein Sprengstoffanschlag verübt, wie der «Courrier des Balkans» berichtete. Bereits dieses Verbrechen gegen die freie Presse wurde mit der regierungskritischen Haltung der Zeitung in Verbindung gebracht.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://www.gazetatema.net" target="_blank">Gazeta TemA</a></p>
<p style="text-align: right;">(Spiegel, TemA, Le Courrie des Balkans, div)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.albanien.ch/bb/2009/01/berisha-gegen-freie-presse/">Berisha gegen freie Presse</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.albanien.ch/bb">News by newsletter Albanien</a>.</p>
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