agron
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AIETA.net Das müsst ihr Lesen!!

Do, 27. Dez 2007, 23:32

weise worte! hut ap

http://www.aieta.net

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Koby Phoenix
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Fr, 28. Dez 2007, 23:20

Ist das auf Albaner bezogen und wer sind die Tamilen?
Wer hat dieses geschrieben?War das ein Serbe oder Albaner?

Lula
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Sa, 29. Dez 2007, 0:00

Ich hab den LInk noch nicht geschaut, aber Tamilen ist doch ein Stamm aus Sri Lanka, bzw. ich weiss nicht, wie man es nennt, ein Teil der Bevölkerung. Dort herrscht doch seit Jahren Bürgerkrieg und so gut wie alle Sri Lanki, die hier leben sind Flüchtlinge, und zwar Tamilen

Lula
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Sa, 29. Dez 2007, 0:02

Und wo ist da die Rede von Tamilen? Sorry, plont

Vienna
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Sa, 29. Dez 2007, 0:06

Der Autor ist wahrsch. aus der Schweiz, da er explizit auf Albaner und Tamile eingegangen sind. Das es viele Albaner in der CH gibt ist allg. bekannt, Tamile gibt es ebenfalls relativ viele (ca. 40 000 glaub ich, bin mir nicht sicher; alle vorwiegend als Asylanten eingereist). Letztere werden in Sri Lanka verfolgt (bzw. wurden verfolgt, bin da nicht mehr so informiert) da es zahlreiche tamilische Rebellengruppen gibt (die größte, die Liberation Tigers of Tamil Eelam, kennen die meisten wahrsch. aus der Presse, die kämpfen für die Unabhängigkeit)
Lula hat geschrieben:Und wo ist da die Rede von Tamilen? Sorry, plont
AIETA.net hat geschrieben:Albaner als Plage sehen, - oder Tamile als alkoholisierte Nichtsnutze…
"Im Leben kommt es nicht darauf an gute Karten zu haben, es kommt darauf an mit schlechten Karten gut zu spielen"
R. L. Stevenson

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Toni_KS
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Sa, 29. Dez 2007, 0:12

sehr schoen und zutreffend geschrieben, hat mich ziemlich beeindruckt!

Lula
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Sa, 29. Dez 2007, 0:13

Danke Vienna, ich glaube, ich brauche eine Brille.
Der Autor könnte aber auch aus D sein, denn hier gibt es auch viele Tamilen.

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Julie
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Do, 03. Jan 2008, 14:40

Hallo,

Ich hab mir den Link mal durchgelesen und könnte das vollkommen unterschreiben.
Ich selbst bin Deutsche und "wundere" mich schon darüber,daß sowohl die "Ossis"als auch die "Wessis" immer die besseren sein wollen.
Hier im Forum,welches von sehr unterschiedlichen Menschen gestaltet wird,lese ich auch ofmals von "Bauern",Dorftrotteln" und ähnlichen.
Mich macht das sehr traurig,denn selbst wenn man in seiner Heimat ein Bauer ist,ist man doch nicht gleich dumm!!!Im Gegenteil,mittlerweile gibt es verschiedene Landwirtschaftliche Studiengänge dazu.
Aber all diese Beispiele,sind für mich auch nichts anderes als versteckter Rassismus.Nur leider merken es gerade die Leute,die jemanden wegen seiner Herkunft oder sei Elternhaus verurteilen nicht.Aber solange man sich gegenseitig versucht zu übertrumpfen,wird es auch keinen wirklichen Fortschritt(insbesondere auf dem Balkan) geben.
Sorry,ist nur meine Meinung.

LG Julie

Lula
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Do, 03. Jan 2008, 23:03

Tja Julie, schön gesagt, und doch ein heikles Thema. Nun meldet sich wohl die Oberrassistin (bin ja schon als solche gekrönt worden ;)) zu Wort. Also eigentlich ein sehr umfangreiches, umfassendes Thema und doch sehr interessant.
Versuche, mich so kurz wie möglich zu halten. Natürlich sind nicht alle Bauern dumm und nicht jeder, der Hartz IV bekommt ist ein Alk oder Asi.
Und doch ist es so, dass bestimmte Gesellschaftsschichten bestimmte Verhaltenstrukturen aufweisen, das ist leider Fakt und nicht von der Hand zu weisen. In der Schule haben wir sogar die diversen Sprachstudien durchgenommen, also wie spricht ein "Asi", wie ein "Intellektueller", das war sehr interessant. Es ist nämlich so, dass es da wirklich jede Menge Unterschiede gibt. Es gibt immer mal welche, die aus dem Rahmen fallen, aber irgendwo her kommt das Ganze doch.
Gab es eigentlich schon mal eine Super Nanny Ausstrahlung aus einer Akademiker-Familie? Ist es Zufall, dass es immer die gleichen Familien sind oder wird das vom Fernsehsender manipuliert?
Eigentlich ein zu komplexes Thema um es auf ein paar Zeilen zu beschränken.
Und doch glaube ich nicht, dass wenn jemand Bauer sagt, dass es rassistisch ist. Wenn mein Mann sagt, das ist ein Bauer (auf Ks bezogen), dann ist damit gemeint, dass jemand simpel struktuiert ist, aus einfachen Verhältnissen, der nicht viel weiss vom Leben und vor allem von der Welt.

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Julie
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Do, 03. Jan 2008, 23:39

Hallo Lula,

In gewisser Weise geb ich dir recht.Nicht jeder Ausspruch von Bauer oä. ist direkt rassistisch gemeint.Aber dennoch signalisiert man zumindest,daß der so bezeichnete unter einem steht.Das muss aber nicht unbedingt sein.Er ist vielleicht nicht so weltgewandt wie ein Großstädter oder weitgereister Geschäftsmann.Aber ich wette mit dir,daß der Großstädter oder Geschäftsmann nicht annähernd so viel von Viehzucht und Ackerbau versteht wie der Bauer.UNd so hat jeder seinen Platz in der Welt und sollte ihn mit Würde ausfüllen,und ausfüllen dürfen.Ohne dafür herabgesezt zu werden.
Und was die Super Nanny angeht,der letzte Fall mit einer Sozialpädagogin ging vor Gericht und das Mädel war zeitweise in der Psychiartrie.Also von daher wird RTL sich hüten noch mal den " Normalen Familienwahnsin " anzutun,sondern sich eher auf die Klischeehafte Extremfamilie stürzen,die haben nämlich kein Geld für den Rechtsanwalt. :lol:

LG Julie

agron
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aus einem Zeitungsartikel

Fr, 04. Jan 2008, 11:59

„Kriminalität ist Charaktersache- Faulheit auch, und Herkunft nie von Bedeutung“.
Immigranten aus dem Balkan geniessen in der Schweiz einen eher bescheidenen Ruf.

Am 25. November 2007 nahmen Dr. Ernst Bühler, Soziologe an der Universität Konstanz, Fitim Kamberi, Leiter der Albanisch-Islamischen Gemeinschaft «Hëna e re» und Peter Stropf, Pastor der Pfingstgemeinde die Einladung zu einem „dreier Interview“ an. Hauptthema war der Rassismus.


In der Schweiz sind es die Albaner, die Jugoslawen oder die Türken, welche Opfer des Rassismus und der Verallgemeinerung werden. Ein Grossteil der Schweizer bringen die Immigranten der Balkan-Region automatisch in Verbindung mit Kriminalität, Schmarotzertum und Faulheit. Gleich wie vor 50 Jahren, als die Italiener in die Schweiz einwanderten, wünschen sich viele Schweizer heute, dass die Ausländer sich den hiesigen Gepflogenheiten besser anpassen würden. Für Peter Stropf von der Pfingstgemeinde ein sehr wichtiger Aspekt der Integration: „Die Menschen aus dem Balkan müssen sich dem Schweizervolk anpassen und sich unserer Kultur beugen. Auch ihr Glauben sollten sie hinterfragen“ meint er provokativ. Die Aussage ist ein Standartsatz von Einheimischen. An einer Umfrage vor dem Coop Supermarkt in Kreuzlingen antworteten gut achtzig Prozent der Befragten, dass die Ausländer sich dem Schweizer Volk anpassen müssen. Sie wären ja schliesslich Gäste. Es sind Aussagen die Fitim Kamberi unruhig auf dem Stuhl hin und her schaukeln lassen. „Es ist nicht richtig, von Einwanderern zu verlangen, dass sie ihre Kultur aufgeben müssen. Sowie es auch utopisch ist, von ihnen zu erwarten, im Nu die deutsche Sprache zu erlernen“. Gut siebzig Prozent der eingewanderten Albaner arbeiten mehr als zweiundvierzig Stunden in der Woche, fügt er hinzu und verweist auf das Bundesamt für Statistik. Eine Sprache zu lernen ist teuer und braucht Zeit. Und beides ist bei den Immigranten Mangelware.

Die (Aus) Sprache schreckt ab

Der Soziologe Ernst Bühler untersuchte den Grund warum die Balkan-Immigranten so unbeliebt beim Schweizer Volk sind. Seine Erkenntnis ist verblüffend. So trage die Sprache der Albaner oder Jugoslawen einen grossen Teil dazu bei, Misstrauen in Schweizern zu wecken. Denn die slawischen Sprachen seien hart und „Schlangen“ ähnlich. Für das Schweizer Ohr tönt sie aggressiv und arrogant. Dort sieht Bühler auch der Grund, warum Italiener eine grosse Beliebtheit geniessen. Im Gegensatz zur slawischen Sprache ist die romanische Sprache warm und weich. Bühler weist aber dennoch darauf hin, dass die Medien ihrerseits einen grossen Teil zur Diffamierung der Ausländer beitragen. Vor einem halben Jahrhundert besassen diese noch nicht die Macht und Möglichkeit, Meinungen zu manipulieren, wie es heute der Fall ist. „Dank den Medien gibt es keinen dankbareren Wahlkampf-Aufhänger als das Ausländerproblem“ lautet sein Fazit.

2450 Franken? Dann wär ich ja ein Bettler!

Die Immigration ist eine Randerscheinung der Globalisierung. Durch die Vernetzung der Länder, den Möglichkeiten von Transport und die Expansion der Schweizer Konzerne, sind Menschen von anderen Ländern aufmerksam auf das Wohlstands-Paradies im Herzen Europas geworden. Im Süden Italiens lacht man laut darüber wenn es heisst, dass eine Familie mit 2450 Franken pro Monat in der Schweiz als Arm gelte. „Dann wär ich ja ein Bettler“ lacht Giuseppe Messina ins Telefon und erzählt, dass er mit 600 Euro pro Monat zu den glücklicheren gehöre. Bühler erklärt, dass der Wohlstand den Charakter präge, wie es auch die Armut tut. Wohlhabende Menschen seien weit aus geiziger und immer in Sorge ihr unbeschwertes Leben mit jemand anderem teilen zu müssen. Arme Menschen werden apathisch oder kriminell und nur im besten Falle Lebenskünstler. Für Immigranten stehe das überleben an erster Stelle, danach kommt erst die Integration. „Wir haben andere Sorgen. Eine Sprache zu lernen, ein Dorffest zu besuchen, dass können wir nur, wenn unser Kopf frei vom Überlebensgedanke ist.“

Das Gespräch endet in einem Geplauder und nach gut zwei Stunden eint man sich auf den etwas eigenwilligen, aber durchaus zutreffenden Satz: „Kriminalität ist Charaktersache- Faulheit auch, und Herkunft nie von Bedeutung“.

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Julie
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Re: aus einem Zeitungsartikel

Fr, 04. Jan 2008, 13:12

[quote="agron"]„Kriminalität ist Charaktersache- Faulheit auch, und Herkunft nie von Bedeutung“.

Im Grunde eine super Aussage,aber leider von viel zu wenigen Menschen WELTWEIT ernstgenommen.

LG Julie

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