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mamamiamilan
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Angst, die der Liebe im Weg steht!

Mo, 27. Feb 2006, 18:15

Hallo alle zusammen,

dieses Thema hat zwar nichts mit Albanien zu tun. Doch würden mich trotzdem eure unterschiedlichen Meinungen interessieren.

In welchem Zusammenhang steht die Angst mit der Liebe?? Gehört die Angst zur Liebe dazu? Oder sollte nur allein das Positive den Weg der Liebe bestimmen?

Kennt jemand das Gefühl, dass man aus Unsicherheit jemanden ungewollt eineengt??? Und wenn ja, wie habt ihr das Problem gelöst?? Kann es dann passieren, das sich beide Seiten erst recht zurück ziehen und der Weg wieder zueinander schwieriger wird?? Wie soll man sich verhalten, wenn man dessen bewusst ist und man eigentlich sein Verhalten erklären möchte und dieses auch tut, aber mit seinen Worten das ganze Gegenteil erreicht? Man denkt man kann sich demjenigen total öffnen und vertraut ihm die ganzen verrückten Gedankengänge an, die man selber kaum versteht und im nach hinein stellt man fest, das man ihn wahrscheinlich überfordert hat und die unbewusste Erwartungshaltung zu groß war. Wie soll man seinen Fehler wieder gut machen????

Würde mich sehr über eure Antworten freuen!! :)

LG
mamamiamilan
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Dalbana
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Mo, 27. Feb 2006, 18:19

in welchem Zusammenhang meinst du denn Angst haben?

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Mo, 27. Feb 2006, 18:24

Also im Leben, bzw. in der Beziehung gehört Angst immer dazu. Ansonsten würden die Partner wohl zu "locker" umgehen. Wenn man dann lange zusammen ist, verheiratet und Kinder hat, dann wird die Angst wohl weniger. Aber ich denke nicht, das eine gewisse Art von Angst immer vorhanden ist. Man muss lernen damit umzugehen. Hast du denn einen konkreten Fehler gemacht? Hat deine Angst irgendeinen Ursprung? Oder ist deine Angst generell.

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mamamiamilan
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Mo, 27. Feb 2006, 18:26

Dalbana hat geschrieben:in welchem Zusammenhang meinst du denn Angst haben?
Angst, nicht perfekt zu sein, Angst zu verlieren. Es gibt unterschiedliche Ängste. Ich denke jeder wird aus einer anderen Situation heraus sein Angst in Bezug zu diesem Thema finden.

LG
mamamiamilan
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Mo, 27. Feb 2006, 18:32

Ich denke die Ängste die du da gerade angesprochen hast, sind ziemlich normal. Jedenfall am Anfang einer Beziehung. Gibt es da einen konkreten Fall bei dir?

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Miss Kosovarja
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Mo, 27. Feb 2006, 18:54

Ich glaube auch, dass solche Ängste nichts ungewöhnliches sind, jedoch unbegründet. Denn man hat in einer Beziehung Angst, den Partner zu verlieren, klammert sich aus diesem Grund krampfhaft an diesen, erdrückt diesen mit der Liebe und merkt gar nicht, dass man ihn so ganz langsam unbewusst verliert. Freiraum zum atmen ist sehr wichtig in einer Beziehung, sonst verliert man das Gefühl des Wohlseins.
Ich denke Angst hat in einer Beziehung, in der Liebe, im Regelfall mit der Angst vor dem Verlust des Partners zu tun. Dabei ist nicht von großer Bedeutung um welche Art Verlust es sich handelt. Man weiß einfach, dass wenn diese Person nicht mehr da ist, man auf eine Weise auch sich selbst verliert. Man hat im Leben immer Angst. Mein Großvater sagte oft: Nur der Verrückte hat keine Angst! :)
Man sollte lernen mit der Angst umzugehen, sie nicht als Feind behandeln, gegen den man ankämpft, sondern versuche sie zu verstehen, bis sie von alleine geht.
Angst nicht perfekt zu sein (Aussehen?) vergeht nach einiger Zeit in einer Beziehung. Denn ab einem bestimmten Punkt achtet man nicht mehr auf das Aussehen, man liebt einfach. Man kann dann aussehen wie man will, für den Partner ist man die schönste Person auf der Welt!
Boah, ich wusste gar nicht dass ich so sentimental sein kann... :D

Naja, ich hoffe ich habe deine Frage ein wenig beantwortet und konnte dir ein bißchen helfen :wink:
Miss Kosovarja
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Mo, 27. Feb 2006, 19:21

Ich bin sprachlos. Das was ich gedacht habe, jedoch unfähig war zu schreiben, hat Miss Kosovarja 100% identisch geschrieben.

Bin ganz der Meinung unserer Misses!!!

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*Princesha*
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Mo, 27. Feb 2006, 19:29

@ Miss Kosovarja

Besser hätte ich es nicht schreiben können. Du sprichst mir aus dem Herzen!

Lg

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Miss Kosovarja
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Mo, 27. Feb 2006, 19:56

:oops:
Dankeschön an euch beide...hehe...freut mich dass ich helfen konnte... :)
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mamamiamilan
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Mo, 27. Feb 2006, 20:28

Hallo ihr Lieben,

erstmal einen ganz lieben Dank für eure Antworten. :)
Was ihr schreibt kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich meinte mit der Angst nicht perfekt genug zu sein. Nicht das Äusserliche, vielmehr auf die Intelligenz bezogen. Das man sich kleiner fühlt als man eigentlich ist. Die Angst davor, dem Menschen, den man liebt, nicht gewachsen zu sein. Wenn man feststellt, wo die eigenen Defizite liegen.
Weitere Ängste indem man an die Zukunft denkt und sich fragt, wie man die kommenden Probleme lösen wird und ob es überhaupt gute Lösungen geben wird. Ich weis, jetzt werden einige sagen, wo eine Wille ist, ist auch ein Weg.

Mich würde vielmehr interessieren, ob es jemanden gibt, der vielleicht Erfahrungen in Bezug zu diesem Thema gemacht hat? Und was würdet ihr vorschlagen wie man sich verhalten soll, wenn sich der Mensch, den man liebt, eingeengt fühlt?? Wenn man sich hilflos, verzweifelt und traurig fühlt und eigentlich die Kommunikation sucht?? Wo fängt man an??? Gibt es einen Neuanfang oder setzt man fort, wo man aufgehört hat??? Sorry, für so viele Fragen, aber ich denke, zu diesem Thema gibt es bestimmt unterschiedliche Meinungen. Also schreibt ruhig alles. Ich bin euch sehr dankbar über jede Antwort.

LG
mamamiamilan
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Mo, 27. Feb 2006, 20:59

Also das was du da gerade schreibst, hätte auch von meiner Verlobten stammen können. Oft unterhalten wir uns darüber. Sie fragt sich wo Liebe aufhört und "das Einengen" beginnt. Sie weis manchmal (genauso wie ich auch) nicht ob wir uns zu sehr einengen und ob wir über Probleme sprechen. Wie du an meinem letzten Beitrag erkennst, fehlt es meinerseits an der Kommunikation. Aber es ist wichtig mit seinem Partner über Probleme zu sprechen, das weis ich jetzt auch. Falls du zukunftsängste oder sowas hast, musst du mit deinem Partner sprechen.

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Cleo
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Hallo Mamamiamilan

Mo, 27. Feb 2006, 21:12

Es ist ja so jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Das Beste ist zu seinen Schwächen zu stehen und kein Geheimnis daraus zu machen. Früher oder später kommt es eh raus. Aber die Stärken sollte man genauso wenig verstecken. Wenn er es ehrlich meint liebt er Dich auch mit Deinen kleinen Fehlern. Ich hoffe ich konnte Dir ein bischen helfen.
Liebe Grüße Eva

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jenga
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Mo, 27. Feb 2006, 23:01

Hallo mamamia!

Ich kann sehr gut verstehen, was du meinst, und kenne solche Ängste auch.
Je länger ich mit meinem Partner zusammen bin, desto besser können wir beide damit umgehen, aber das heißt nicht, dass sie für immer verschwunden sind - es gab auch schon "Riesenkräche" (u.a. auch wegen dieser Ängste), nach denen es gar nicht gut aussah, aber immer wieder haben wir einen Weg zueinander gefunden. Jeder kennt und akzeptiert inzwischen die "Macken" des anderen, niemand ist schließlich perfekt, auch nicht der wunderbarste Freund.

Wenn du dich hilflos und traurig fühlst, obwohl er lieber allein sein möchte, dann würde ich ihm das trotzdem sagen, und ihm deine Bedürfnisse, das was du gerade brauchst oder dir wünschst, mitteilen.
Er hat dann ja immer noch die Wahl, ob er sich um dich kümmert oder eben vielleicht später für dich da sein wird.
Ob es dann einen Neuanfang gibt, oder ob ihr da weitermacht, wo ihr aufgehört habt, das endtscheidet sich am ehesten in der einzelnen Situation, manchmal hat man eben das Bedürfnis, noch weiterzureden, oder es könnte auch sein, dass sich die Sache erledigt hat.

Ich hoffe, ich konnte dir ein Wenig weiterhelfen, tung!

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celaney
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Re: Angst, die der Liebe im Weg steht!

Di, 28. Feb 2006, 0:15

Hi mamiamilan!

Alora, so wie ich das verstehe steht im Mittelpunkt dieses Beitrags die Angst in Kombination mit der Liebe. Natürlich gibt es in allen Teilbereichen unseres Lebens Situationen wo wir uns fürchten.

In der Liebe ist es zum Teil wie du es bereits angesprochen hast, das Gefühl nicht ebenbürtig zu sein, manchmal sind es aber auch Verlustängste oder das Gegenteil Bindungsängste. Ich für meinen Teil habe auch meine Ängste. Für mich ist es das ganz normal denn in der Liebe vertraue ich auf meine Gefühle, dort gibt es keine Kontrolle auch keine Garantie. So wie Miss Kosovaria bereits erklärt hat. Werde dir über den Ursprung deiner Ängste klar und versuche dich damit zu befassen. Sprich mit deinem Partner darüber und was die Zukunft anbelangt, nimm einen Tag nach dem anderen.

Kalofsh mire,
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Niemand hat ein Recht auf meine Zeit. Es sei denn, er gibt mir seine dafür.

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Melissa23
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Di, 28. Feb 2006, 0:32

hallo
irgendwie hat man in der beziehung immer verlustängste. Als ich mit meinen freund frisch zusammen gekommen bin, gab es nebenbei jemanden mit der er eine beziehung g eführt hat naja mit 17 nicht wirklich feste beziehung. Jedenfalls wusste ich das ich ihn liebe ohne zu lügen wirklich der erste tag war bei mir wow er ist mein mann mit dem ich sterben möchte. Jedenfalls hat er mir erlich gesagt gehabt das es da noch jemanden gibt und er weiss nicht wie er handeln sollen. In dem moment hatte ich tierische angst zu versagen. Ich hatte angst ihn zu verlieren und das mir die chance nicht gegeben wird ihn näher kennenzulernen. Mittlerweile sind wir 5 jahre zusammen. Aber ganz erlich meine Angst ihn zu verlieren ist sehr gross ich würde sagen noch grösser als wo ich mit ihm frisch ein jahr zusammen wahr. Ich verbinde angst mit liebe , verlassen zu werden sogar betrogen zu werden. Mein herz sagt mir das er mir niemals weh tun würde und mich betrügen würde sondern mir erlich die wahrheit sagen würde, dann wiederum überlege ich (klingt zwar schei..e) dase r halt ein mann ist und wenn eine heisse frau kommt und er anbeisst, habe ich verloren. Ich habe immernoch sehr große angst ihn duch fehler oder änderungen zu verlieren weil ich ihn mehr als mein leben liebe. Für mich hat das auch nichts mit eifersucht zu tun sondern wirklich nur mit der liebe die ich für ihn empfinde und ich ihn so lange kenne und jeden tag mehr kennenlerne. Dieses gefühl ist schön und ich denke mal das angst im gewissen maße vieleicht auch mal mehr oder weniger normal ist.
Ich hoffe ich habe nicht all zu verwirrend geschrieben :D

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mamamiamilan
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Mi, 01. Mär 2006, 18:10

Wow!! :)

Erstmal an alle, die mir geantwortet haben, ein liebes Dankeschön!
Freue mich sehr über eure Antworten und irgendwie sind eure Beiträge auch eine kleine Erleichterung für mich. Ich zweifelte schon an meinem Verstand und stellte meine Empfindungen in Frage, ob sie eventuell übertrieben wären. Vielleicht sind sie das auch und mein Kopf macht sich zu viele Gedanken. Doch denke ich, hat jede Angst seine Ursache und wie schon bei euren Beiträgen festgestellt wurde, sollte man dieser Ursache auf den Grund gehen.

Ich möchte mich gleichzeitig auch für meine gestrige Abwesenheit entschuldigen. Ich hatte leider nicht die Möglichkeit auf eure Antworten einzugehen! Sorry!!! :P

Ich habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht, kehrte in mich. Zog mich zurück, auch von meinem Umfeld, um wieder ein bisschen zur Ruhe zu gelangen. Jedoch sind mir weitere Fragen gekommen, wo ich wieder nach längeren Überlegungen mit mir selber im Konflikt gerate. Für mich hat Angst auch etwas mit den eigenen Erwartungen, die man an jemanden hegt, zu tun. Doch sollte man überhaupt Erwartungen an andere haben?? Ist es nicht so, je höher die Erwartung ist, umso größer die eventuelle Enttäuschung?? Ist es nicht egal wie, ob man Erwartungen hat oder keine, letztendlich steckt doch bei beiden Denkweisen der Egoismus dahinter?? Oder seht ihr das anders? Wenn man keine Erwartungen hat, kann man auch nicht enttäuscht werden, wie eine Art Selbstschutz, die man aufbaut. Man handelt und denkt doch aus seiner eigenen Person heraus. Kann man überhaupt von sich selbst behaupten keine Erwartungen zu haben?? Ich denke eigentlich, wer das sagt, spricht nicht die Wahrheit. Im Unterbewusstsein erwartet man doch immer von dem Gegenpart ein bestimmtes Verhalten in einer bestimmten Situation! Die eigentliche Frage wäre doch dann: Wie weit darf man Erwartungen stellen?? Wo fängt die Grenze an und wo hört sie auf?? Das man a sich selber nicht ausnutzen lässt, wo wir wieder beim Egoismus wären und b dem anderen nicht überfordert und einengt.
Als Beispiel:
Meiner Meinung nach hört die Erwartung dort auf, wenn man das Leben seines Gegenübers gegen seinen Willen beeinflussen möchte und ihm bestimmte Lebensweisen aufzwingt. Doch kann man erwarten, dass wenn man verspricht oder etwas sagt, es auch einhält. Ich spreche jetzt nicht davon, dass immer mal etwas dazwischen kommen kann, selbst dann gebietet es doch einem der Anstand wenigstens Bescheid zu sagen. Ich denke, es ist alles eine Sache der Kommunikation, wie schon erwähnt! Ich verstehe nicht, warum es so viele gibt, die so gedankenlos mit den Mitmenschen umgehen. Mich macht das wütend und ich frage mich, ob der Mensch den eigentlichen Wert eines Menschen schon verloren hat! Ist doch traurig oder nicht?? :roll:
Ist es nicht auch so, dass wenn jemand sich so verhält, ihm der andere egal ist??

Bitte entschuldigt meine vielen Fragen! :) Das sind halt meine Gedankengänge und ich musste sie irgendwie los werden. Würde mich sehr über eure weiteren Ansichten zu diesem Thema freuen. Wenn ich mir meine Mitmenschen manchmal so anschaue und das Miteinander in meinem Umfeld, all das was ich tag täglich erlebe, dann kommt mir schon manchmal der Gedanke, hey, sind deine Ideale, die ich an mich selber stelle überholt und setzte ich meine Werte im Leben verkehrt? Ich höre oft von anderen, Gefühle, die kommen und gehen, die sind es nicht Wert ihnen zu folgen. Mich schockiert das immer und dann denke ich nein, willst du wirklich aufhören daran zu Glauben?? Nein, dann bin ich doch kein Mensch mehr, sondern eher eine Marionette, die genauso wie die anderen der aufgezwungenen Gesellschaft folgt.

So, jetzt erstmal genug, wollte eigentlich nicht so ausaten. Bin gespannt über eure Meinungen.... :lol:

LG
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Darleen17
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Mi, 01. Mär 2006, 18:31

Ich habe natürlich Erwartungen an meinen Partner, an unserer Beziehung und unser gemeinsames Leben. Diese Erwartungen hat man ja auch schon vorher, ich sag jetzt mal, bevor ich meinen Mann kennen lernte. Da habe ich von mir erwartet, ein normales, zufriedenes Leben mir aufzubauen, Geld zu sparen, einfach glücklich zu sein. Dann habe ich meinen Mann kennen gelernt und habe seine Erwartungen nach und nach erkannt. Unsere Erwartungen sind dann irgendwie ineinander verschmolzen, sozusagen, weil sie nicht sonderlich weit von einander entfernt lagen. Jetzt habe ich die Erwartung an meinen Partner, daß er zusammen mit mir, unsere Erwartungen erfüllt, jeder auf seine Weise. Klar wurden das ein oder andere Mal meine oder auch seine Erwartungen an den jeweils anderen in Frage gestellt, weil wir ja nicht identische Personen sind. Dann hieß es entweder, aufeinander zu zu gehen oder sich von der Erwartung verabschieden. Es ist ein langer Prozess, bis sich alles so entwickelt, daß man nicht mehr grundlegend drüber nachdenkt.
Jeder hat eben andere Vorstellungen von seinem Leben, wie er es gestalten möchte, was er erreichen möchte. Ich nehme mir kein Beispiel an meine Mitmenschen, weil jeder sein eigenes Leben führt, ich habe Richtlinien, denen ich treu bleibe. Ob jemand meine Ansichten für veraltet oder überholt ansieht, ist mir eigentlich egal, denn ich muß glücklich sein und mein Partner, nicht mein Nachbar oder Hans und Franz.
Demzufolge richten wir unser Leben nach unseren Erwartungen aus, nach unseren Zielen und Wünschen. Manchmal kommt man ein kleines Stück von seinem eigentlichen Weg ab, dann muß man einen Umweg gehen um wieder auf den richtigen Weg zu kommen, aber das sind Erfahrungen, von denen man nur lernen kann.

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Mi, 01. Mär 2006, 18:57

sehr gut geschrieben, kann dem nur zustimmen, auch wenn ich es nicht so hätte ausdrücken können :wink:

griechin30
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Angst, die der Liebe im Weg steht!

Do, 02. Mär 2006, 7:10

...
Zuletzt geändert von griechin30 am So, 10. Jun 2007, 10:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Elly
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Do, 02. Mär 2006, 18:17

Hi Mamamiamilan...
bestimmen nicht die Erwartungen das Level unserer Zufriedenheit? Genau die Erwartungen und deren Erfüllung sind ja der irrationale / emotianale Schlüssel für das Gut/Schlechtfühlen..So was wie "du hast Hunger, zufällig gehst du in einem von aussen schlecht aussenden Restaurant, kriegst aber exzellente Speisen...und bist positiv eingestellt und zufrieden"...als Gegensatz das noble Etablissement wo jedoch das Service miserable ist...
Und blöd wie es klingen mag - so ist auch mit Menschen. Wie oft war ich im Leben überrascht..wie oft habe ich mich überzeugt, dass der erste Eindruck doch täuschen kann. Und wie oft habe ich realisiert, daß wenn ich meine Erwartungen etwas runterschraube, mir doch besser geht, sprich eine Enttäuschung wird mich weniger treffen, die positive Überraschung würde mich doch um so viel mehr freuen...
Ich glaube, große Erwartungen zu haben etc. hat nix mit Egoismus zu tun..ist für mich ein Teil des Erwachsenwerdens...Je älter wir werden, desto mehr haben wir die Emotionen und Erwartungen im Griff..oder anders gesagt, wir wissen eher was auf uns zukommt..und gewinnen an Menschenkenntnis..

Die andere Sache - die Kommunikation. Das hat jetzt echt mit Angst zu tun..Fragst du warum vielleicht? Weil viele Leute Angst haben, die Wahrheit zu sagen und direkt zu sein. Weil sie verletzen könnten. Weil es einfacher ist zu schweigen und wegzulaufen..Nehme mich da nicht aus, leider. So direkt ich sein kann, so sehr gibt es Momente, wo mir die Zunge gebunden ist und ich bevorzuge, nicht ans Telefon zu gehen (ich hasse manchmal die Handys, echt..) oder einfach später zu antworten...Und dann, weil ich so ein Typ bin, packt mich später das schlechte Gewissen oder ich kann nicht mehr meine Emotionen behalten und ich rede mit dem Menschen..oder schreibe ein Brief..
Aber wie gesagt, es gibt genug Leute, die Ausreden suchen bzw. vor Kommunikation weglaufen..Leider sehe ich das eher bei den Männern (bitte meine Herren, korrigiert mich,wenn ich da falsch liege).
Wenn sich jemand eingeengt fühlt, dann sollte er/sie das doch nur sagen..Wir Menschen haben unterschiedlichen Freiheitsbedürfnis innerhalb einer Beziehung. Ich bin z.B. jemand der nicht aushalten kann, wenn der Partner klammert,i.e. kontrolliert jede Stunde wie was wann oder will 24 Stunden mit mir verbringen..Also war eine der ersten Sachen in meiner Beziehung, dies abzuklären...zu checken, wo ist die Grenze; wo würde der andere sich ungeliebt / unverstanden oder einfach schlecht fühlen...

Mensch, jetzt habe ich mich ausgelassen :lol:
Schwierig, alles hier zu fassen, das Thema ist komplex wie die menschliche Seele..und da reinzuschauen kann wohl keiner, es sei denn, derjenige läßt es zu.....

Deine Elly

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