Magnet hat geschrieben:
Sag mal Estra, mich machst du langsam schon sehr nachdenklich mit deinen Statements zu diesem Thema. Vor allem deswegen, weil ich dich hier zu den eher differnzierteren Usern im Forum eingestuft habe. Doch zu diesem Thema meldst du dich immer wieder mit dem gleichen "Argument", nämlich dass man ja ohnehin kein Minarett braucht um zu beten und gleichzeitig versuchst du mit dieser naiven Haltung zu verdeutlichen, dass durch dieser Initiative die Religionsfreiheitnicht nicht angegriffen wird.
Wir haben das tausend mal durchgekaut, doch ich sage es dir gerne noch einmal, es geht weder den Initianten primär um das Minarett, noch den Moslems. Für die Initianten ist dieses gefordertes Verbot nur Mittel zum Zweck.
Wenn Estra sich mit ihrem Posting mit dem Minarettenverbot beschäftigt und zurecht feststellt, dass es zur Religionsausübung nicht unbedingt erforderlich ist, dass ist das nicht naiv, sondern nur präzise. Denn primär geht es nun mal ausschließlich ums Minarettenverbot. Man kann in einem nächsten Schritt natürlich darüber diskutieren, ob diese Initiative einen weitergehenden Hintergrund hat oder auch nicht. Dabei kann man unter anderem auch zu dem Ergebnis kommen, dass es tatsächlich nur um Minarette geht und alle, die etwas anderes dort hineininterpretieren, unter einer ganz gewaltigen Diskriminierungspsychose leiden. Denn tatsächlich findet eine religiöse Diskriminierung in Westeuropa nicht statt und sie steht auch nicht zu befürchten.
Magnet hat geschrieben:
Der Zweck ist absurd und die Mittel, die dazu verwendet werden sind diffarmierend gegenüber dem Islam.
Du wirfst den Initiatoren des Minarettenverbotes vor, in Wahrheit einen ganz anderen Gedanken transportieren zu wollen, nämlich Ausländerfeindlichkeit und religiöse Intoleranz. Du bist nicht besser. Auch Dir geht es nicht um das Minarettenverbot, sondern für Dich ist die Initiative offensichtlich ein willkommener Anlass, Dich über tatsächliche oder angebliche Diskriminierung zu beklagen und dabei manchmal kräftig zu übertreiben. Und das empfinden die Schweizer möglicherweise als diffamierend und als Provokation. Denn ich meine, gerade die Schweizer haben sich in dieser Hinsicht keine wesentlichen Verfehlungen vorzuwerfen.
Magnet hat geschrieben:
Es unterliegt dem logischen Denken, dass sich das die Mehrheit der Muslime nicht bieten lässt und auch das Recht haben, (ein Recht, das in der Schweiz verankert ist und was eines der Grundprinzipien ist einer aufgeklärten Demokratie), sich das nicht bieten zu lassen...
Es ist zunächst einmal bemerkenswert, dass sich ausgerechnet die Muslime auf westliche Grundrechte und die Prinzipien einer aufgeklärten Demokratie berufen. Prinzipien, die in fast allen mehrheitlich muslimischen Staaten nicht existieren. Mir ist nicht bekannt, dass die im Westen ansässigen Muslime irgendwelche Anstrengungen unternehmen, daran etwas zu ändern. Im Gegenteil, viele transportieren ihre orientalisch muslimischen (Un)sitten sogar noch in die westlichen Gesellschaften hinein.
Und was heißt denn „nicht bieten lassen“? Wenn eine Mehrheit der Bevölkerung dich dafür entscheidet, dann hat sich jeder daran zu halten. Das ist übrigens auch ein Prinzip der Demokratie………..
Magnet hat geschrieben:
Drehen wir den Spiess doch um, da du ja so gerne immer wieder die gleichen "Argumente" bringt, möchte ich dir eine ganz simple Frage stellen, wieso sollte DEINER Meinung nach, das Minarett verboten werden? Wenn du dagegen bist, wieso machst du dann immer wieder die gleichen überflüssigen Aussagen. Ich sehe einfach keinen logischen Zusammenhang zwischen deinen Aussagen und diesem Thema, vor allem, da ich mehrmal erklärt habe, dass es nicht um das geht, sondern ums Prinzip...
Ich bin zwar nicht Estra und kein Schweizer, will ab trotzdem meine Meinung zu Besten geben:
Den Schweizern geht es vermutlich auch ums Prinzip. Der Islam ist eine Religion, die es in 1400 Jahren nicht geschafft hat, sich, entsprechend den Gegebenheiten der jeweiligen Neuzeit, zu reformieren. Und der Grundlegende Unterschied zwischen Christentum und Islam ist (Zitat Spiegel 22/07), „dass die Christen Gott als Logos, als Licht und Quelle aller Gesetze und Erkenntnisse denken. Das sei ein wesentlicher Unterschied zum Islam, wo der göttliche Wille Natur und Logos überragt. Was immer Allah will, wird geschehen, unabhängig von Ursachen und Gründen.“ In der Praxis sieht das dann so aus: Im Koran steht, dass kein Schweinfleisch gegessen werden darf. Und obwohl die Gründe dafür längst nicht mehr existieren, halten sich die Muslime immer noch daran. Wenn im Koran stehen würde, dass Muslime jeden Tag ein Palmenblatt essen müssen, weil Ballaststoffe in der Antike möglicherweise Mangelware waren, würden sie auch heute noch jeden Tag ein Palmenblatt essen, obwohl es an jeder Ecke Schwarzbrot zu kaufen gibt.
Was ich damit sagen will: Vielen Schweizern (und mir auch) ist eine solche dogmatische Religion und die Gesinnung deren Angehöriger schlicht und ergreifend suspekt. Sie lehnen das ab. Und wenn sie schon damit leben müssen, dann wollen sie wenigstens die Symbole dieser Religion nicht mehrere Meter weit in den Himmel ragen sehen.
Magnet hat geschrieben:
Und jetzt möchte ich noch etwas allgemeines zu diesem Thema sagen... (ist nicht an dich gerichtet Estra)
Ich hoffe, dass die Leute, die ständig vom "Kampf gegen den Terrorismus" sprechen und damit versuchen alles was mit dem Islam zu tun hat, zu verunglimpfen, eines Tages aufwachen und merken, dass sie Opfer einer grossen Propagandamaschine geworden sind. Allerdings hoffe ich, dass wen sie das merken, es nicht zu spät sein wird, denn in diesem Kampf sterben täglich unschuldige Menschen. Zu Hitlerzeiten, glaubte die Mehrheit auch an die Propaganda vom grossen deutschen Reich. Heute lacht man über diese Leute und sagt, "Oh mein Gott, wie konnte man nur so naiv sein." Ich kann euch nicht sagen, in wievielen Jahren man über diese Leute, die an den Kampf gegen den Terrorismus glauben, lachen wird und sagen: "Wie konnten die Menschen nur so naiv sein und an das glauben..."
Ich bezweifle, dass die Initiative zum Minarettenverbot irgendetwas mit dem Kampf gegen den Terrorismus zu tun hat. Und falls das so sein sollte, ist es jedenfalls völlig wirkungslos. Und noch einmal zum Thema Islam und veunglimpfen: Wenn gut ein halbes Dutzend Akademiker (die weder unter Armut, noch unter Diskriminierung zu leiden hatten) eines Tages 4 Flugzeuge besteigen, um mehrere tausend Menschen umzubringen, weil im Paradies unzählige Jungfrauen auf sie warten, kann man doch wohl nachvollziehen, dass Muslime unter einem gewissen Generalverdacht stehen. Schließlich waren das zumindest äußerlich keine Irren, sondern Menschen wie Du und ich. Und mir ist natürlich nicht entgangen, dass viele Muslime, die in der Öffentlichkeit lautstark ihre Betroffenheit darüber geäußert haben, in der Wahrheit eine klammheimliche Freude darüber empfunden haben.