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Longitudinal
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Gott und die Hölle

Mo, 09. Okt 2006, 14:53

Ich muss mal etwas loswerden,was mir schon seit längerer Zeit auf dem Herzen liegt.
Und zwar hat mich die Aussage eines Freundes,der meinte,die meisten Menschen würden sowieso in der Hölle landen,ziemlich irritiert und zum Nachdenken angeregt.
Und ich kann nicht verstehen,warum Gott eines seiner Kreaturen in die Hölle schicken sollte.
Klar,Menschen machen Fehler,auch schwerwiegende Fehler,aber sie dafür,wie die meisten Religionen ankündigen,im ewigen Feuer schmorren zu lassen halt ich doch für ziemlich übertrieben und sadistisch.
Ich stelle mir vor,ich hätte ein Kind natürlich über alles liebe,aber wenn es nicht gehorcht,bestrafe ich ihn und bereite ihm grauenhafte Schmerzen.
Würde man mich dann nicht für ein Psycho halten?
Doch wenn man genau bedenkt,dann hat das Gott,laut der Hl. Schriften auch vor.
Wenn jetzt jemand einwendet,dass der Vergleich Gottes mit Menschen nicht angebracht ist,dann gebe ich ihm Recht.
Mich würde so eine Handlung allein als Mensch disqualifizieren,doch genau dieser Sadismus wird dem Schöpfer dieses unendlichen Universums zugeschrieben?
Und grade der Vergleich mit meinem Kind bringt es auf den Punkt,wir Menschen sind ja wie Gottes Kinder.
Deswegen denke ich oder will ich mir einreden,dass Höllendrohungen in den heiligen Schriften eine Art Warnung sind,wie wenn man Kindern sagt:"Macht das nicht,sonst kommt der schwarze Mann"!
Aber den Gedanken,dass wir irgendwer nach dem Leben mal in die Hölle kommen sollten,kann ich weder emotional noch in irgendeiner Weise verkraften.
Mag sein,dass ich mit diesem Text etliche Gemüter erregt haben könnte,aber das nur weil eine Höllenangst vor der Hölle habe und bei der Vorstellung,ewig brennen zu müssen,wirklich geweint habe.

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Morganlefay
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Re: Gott und die Hölle

Mo, 09. Okt 2006, 15:17

Longitudinal hat geschrieben:Ich muss mal etwas loswerden,was mir schon seit längerer Zeit auf dem Herzen liegt.
Und zwar hat mich die Aussage eines Freundes,der meinte,die meisten Menschen würden sowieso in der Hölle landen,ziemlich irritiert und zum Nachdenken angeregt.
Und ich kann nicht verstehen,warum Gott eines seiner Kreaturen in die Hölle schicken sollte.
Klar,Menschen machen Fehler,auch schwerwiegende Fehler,aber sie dafür,wie die meisten Religionen ankündigen,im ewigen Feuer schmorren zu lassen halt ich doch für ziemlich übertrieben und sadistisch.
Ich stelle mir vor,ich hätte ein Kind natürlich über alles liebe,aber wenn es nicht gehorcht,bestrafe ich ihn und bereite ihm grauenhafte Schmerzen.
Würde man mich dann nicht für ein Psycho halten?
Doch wenn man genau bedenkt,dann hat das Gott,laut der Hl. Schriften auch vor.
Wenn jetzt jemand einwendet,dass der Vergleich Gottes mit Menschen nicht angebracht ist,dann gebe ich ihm Recht.
Mich würde so eine Handlung allein als Mensch disqualifizieren,doch genau dieser Sadismus wird dem Schöpfer dieses unendlichen Universums zugeschrieben?
Und grade der Vergleich mit meinem Kind bringt es auf den Punkt,wir Menschen sind ja wie Gottes Kinder.
Deswegen denke ich oder will ich mir einreden,dass Höllendrohungen in den heiligen Schriften eine Art Warnung sind,wie wenn man Kindern sagt:"Macht das nicht,sonst kommt der schwarze Mann"!
Aber den Gedanken,dass wir irgendwer nach dem Leben mal in die Hölle kommen sollten,kann ich weder emotional noch in irgendeiner Weise verkraften.
Mag sein,dass ich mit diesem Text etliche Gemüter erregt haben könnte,aber das nur weil eine Höllenangst vor der Hölle habe und bei der Vorstellung,ewig brennen zu müssen,wirklich geweint habe.
Dann kann ich Dir "Dantes Inferno" empfehlen, etwas schwer zu lesen aber dort bekommst Du Aufschluss wie ein Mensch Läuterung während seines LEbens erfährt um an Ende NICHT in der Hölle zu schmoren :wink:
Also an einen Himmel oder an eine Hölle (nach meinem tod) glaube ich nicht aber an einen Himmel und eine Hölle zu meinen Lebzeiten glaube ich wohl. Diese Hölle und diesen Himmel mache ich mir aber selber, Kismet?! Jeder Mensch hält sein Schicksal in seinen Händen, nur oft müssen wir einen Umweg gehen, um auf den richtigen Weg zu gelangen.
Aber keine Angst, wenn es eine Hölle gibt, dann ist da bestimmt richtig die Sau los und dann wähle ich die Hölle, als das ich den ganzen Tag Harve auf eine Wolke spiele, wie langweilig :wink: :twisted:
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zenepa
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Mo, 09. Okt 2006, 15:55

Naja aber im himmel wirst du belohnt werden und in der hölle dein todesqualen immer und immer wieder erleiden. Also da mache ich besser alles um in himmel zukommen :lol: :lol: :lol:

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Re: Gott und die Hölle

Mo, 09. Okt 2006, 18:05

Morganlefay hat geschrieben: Aber keine Angst, wenn es eine Hölle gibt, dann ist da bestimmt richtig die Sau los und dann wähle ich die Hölle, als das ich den ganzen Tag Harve auf eine Wolke spiele, wie langweilig :wink: :twisted:
Das erinnert mich an einen in Prizren,der gesagt hat : " Ma mir po shoj ne gjehenem,aty ksejn kurvat" :lol:

absolut relativ
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Di, 10. Okt 2006, 2:44

hallo zusammen , ich grüsse euch ...

jegliche art von tätigkeit sollte meines erachtens belohnt oder im gegenzug in einem bewussten fehlverhalten bestraft werden !!! bekanntlich verhält sich ein arbeiter anders , wenn er für seine arbeit gesondert belohnt wird oder die mutter das essen mit mehr hingabe zubereitet , wenn sie das lächeln des kindes zu gesicht bekommt ...sollte der mensch denn nicht etwa auch eine geistige ermutigung bekommen , sodass sein verhalten und denken auch einen sinn ergeben soll !??!

die hölle ist eine gute sache , denn wie ein mensch sich daneben verhält und gott vergisst , so sollte dieser die gerechte belohnung zu gesicht bekommen ...

in diesem sinne

biba
lieber gehasst werden für das was man ist, als dafür geliebt zu werden ,was man versucht scheinheilig zu sein

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Morganlefay
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Di, 10. Okt 2006, 8:44

absolut relativ hat geschrieben:hallo zusammen , ich grüsse euch ...

jegliche art von tätigkeit sollte meines erachtens belohnt oder im gegenzug in einem bewussten fehlverhalten bestraft werden !!! bekanntlich verhält sich ein arbeiter anders , wenn er für seine arbeit gesondert belohnt wird oder die mutter das essen mit mehr hingabe zubereitet , wenn sie das lächeln des kindes zu gesicht bekommt ...sollte der mensch denn nicht etwa auch eine geistige ermutigung bekommen , sodass sein verhalten und denken auch einen sinn ergeben soll !??!

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Natürlich sollte ein Mensch seine Belohnung erhalten aber doch bitte zu Lebzeiten! Was ich aussende im positiven wie im negativen Sinne, das
kommt auf mich zurück aber zu Lebzeiten. Was soll das für ein Märchen sein? Wenn ich an Karma glaube, okay, dann sammle ich gute Taten für mein neues Leben aber das ich als Verstorbener endlich einen Lohn erhalte für ein gutes Leben??? Das hört sich nach Verzweiflung an, wenn ich im Leben nichts erreiche und ein Looser bin, na dann bekomme ich wenigstens nach meinem Tod eine Belohnung, sorry ich lebe jetzt und wenn ich eine Belohnung bekomme, dann verhalte ich mich jetzt als guter Mensch, damit ich die Früchte ernten kann so lange ich etwas davon habe, nämlich zu Lebzeiten. Die Sehnsucht auf ein besseres Leben nach dem Tod wird Menschen vorgegaukelt, z. b. dieser hohle Quatsch von den Jungfrauen, die einem moslemischen Märtyrer zustehen, kopfschüttel
Da sind die Zeugen Jehova ja noch realistischer.

Sorry, von dieser Theorie halte ich nichts.
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Di, 10. Okt 2006, 14:37

absolut relativ hat geschrieben:die hölle ist eine gute sache , denn wie ein mensch sich daneben verhält und gott vergisst , so sollte dieser die gerechte belohnung zu gesicht bekommen
Ja,aber diese gerechte Belohnung dauert ewig!
Stell dir mal vor,du würdest für immer und immer und ewig und immer und immer und ewig und immer entsetzliche Schmerzen leiden müssen.
Klar,wenn jemand zum Beispiel,sagen wir mal im Krieg,meine Familie töten oder foltern würde,würde ich auch eine gerechte Bestrafung erwarten.
Aber diese nur bis zu einem gewissen Maß,kein Mensch auf der Welt kann einem anderen für immer Schmerzen zufügen!
Ist es nicht unter Berücksichtung dieses Punktes höchst sadistisch,was Gott,schlechten Menschen,ankündigt ?

absolut relativ
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Di, 10. Okt 2006, 15:13

hallo zusammen , ich grüsse euch ...

ich verstehe , was ihr mir sagen wollt , da ich die hier auslebende mentalität verstehe ...

also meine lieben , wenn gott euch direkt in die hölle verdonnern wollen würde , so würde er ohne wenn und aber dieses auch machen !!! was jedoch macht er ? er ermahnt uns , zeigt und den richtigen weg und bittet uns sogar , dass wir um verzeihung bitten , wenn wir falsches gemacht haben , damit es uns nicht als sünde aufgeschrieben wird !!!

also , du weisst dass es eine hölle gibt und du in dieses unter bestimmten fehlverhalten in deinem leben hineingehen wirst ...so jetzt die frage ...wieso machst du das dann bewusst ? das heisst also , du willst freiwillig in die hölle , oder ??

in diesem sinne

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Di, 10. Okt 2006, 18:40

absolut relativ hat geschrieben:also , du weisst dass es eine hölle gibt und du in dieses unter bestimmten fehlverhalten in deinem leben hineingehen wirst ...so jetzt die frage ...wieso machst du das dann bewusst ? das heisst also , du willst freiwillig in die hölle , oder ??
Naja,man muss eins bedenken:
Wenn der Gott alles vorhergesehen hat,dann kann der Mensch keinen freien Willen haben.
Hat jedoch der Mensch freien Willen,dann kann Gott nicht voraussehend sein.
Ist jedoch ersteres der Fall,dann ist das ziemlich unfair,wenn ein Mensch in der Hölle landet,weil sowieso nichts dagegen machen kann,das steht ja gleich bei seiner Geburt fest.

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Di, 10. Okt 2006, 19:29

absolut relativ hat geschrieben:hallo zusammen , ich grüsse euch ...

jegliche art von tätigkeit sollte meines erachtens belohnt oder im gegenzug in einem bewussten fehlverhalten bestraft werden !!! bekanntlich verhält sich ein arbeiter anders , wenn er für seine arbeit gesondert belohnt wird oder die mutter das essen mit mehr hingabe zubereitet , wenn sie das lächeln des kindes zu gesicht bekommt ...sollte der mensch denn nicht etwa auch eine geistige ermutigung bekommen , sodass sein verhalten und denken auch einen sinn ergeben soll !??!

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Hm ... das finde ich auch.
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... Nicht wo du die Bäume kennst, sondern wo die Bäume dich kennen, ist deine Heimat ...

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shqip1444
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Di, 10. Okt 2006, 20:26

Ja das was du sagst ist im eigentlichen schon richtig.
Aber, und ich weiss nicht welcher religionslehre du angehörst, solltest du dich dringend intensiefer damit befassen.
Denn auf so einen gedanken wie du hast kommt man nicht einfach so es ist immer was dahinter was jemanden treibt sich dessen bewusst zu machen das es was giebt was über einem steht.
Viel Glück.

Wenn du wissen willst wie du der Hölle entrinnen kannst dann lesse die Heiligen schrieften gut.

denn es giebt kein ewiges feuer, zumal nicht in der Lehre des Islam(Gottergiebigkeit). :wink:

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lord_red_dragon
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Mi, 11. Okt 2006, 17:56

also gott und/oder die hölle?
naja ich bin nicht der jenige der glaubt wenn ich gutes mache komm ich in den himmel und wenn ich schlechtes mache komm ich in die hölle....für mich ist eins klar lebe so wie du es für richtig hälst und behandle andere menschen so wie du gerne behandelst wirst und so kommst du ganz bestimmt nie in die hölle falls es so was gibt ne hölle.
und hab ihr schon dran gedacht das vllt. die hölle von menschen erfunden worden ist damit man die menschen zu bessere taten zwingt?
und wieso eigentlich hölle böse und himmel gut?
nach meiner meinung hölle böse weil es in einer höle die wir kennen ziemlich kalt dunkel und grauenhaft ist....deswegen vllt auch böse.
und den himmel kennen wir nicht so gut deswegen gut....alles gute fällt ja vom himmel heist es.

also nach meiner meinung nach sollt keiner angst haben das er in die hölle kommt...er sollte sich ehr gedanken machen wie ich leben soll, was ich machen soll damit mich die lebenden menschen noch eine langezeit in erinnerung haben und sei dazu bewege das zu tun was ich getan habe...das soll heissen gutes.
Wörter sind gut doch Taten sind besser.

Die Verantwortung zu tragen ist hart, die Kosnequenzen zu tragen noch härter.

qikamamit
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Do, 12. Okt 2006, 10:34

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carla
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Do, 12. Okt 2006, 10:48

Dem möchte ich noch anschließen, dass sicher jeder Mensch seine ganz persönliche Hölle hat, für jeden gibt es andere Situationen oder Umstände, in denen er sich in der Hölle begreifen würde.

Wenn man die Idee der Hölle so auffasst, dass man zu Lebzeiten ein möglichst gerechtes und gutes Leben führen sollte, mit sich selbst und seiner Umgebung am Schluss in Einklang ist, um eben nicht in der Verdammnis zu landen, finde ich diese Idee keine schlechte. Wenn es allerdings als Druckmittel von Kirchen oder religiösen Führern missbraucht wird, dann kann es gefährlich werden. Frei nach dem Motto "Wenn du so lebst, wie ich es dir sage, wenn du brav Kirchensteuer zahlst und wild missionierend durch die Gegend läufst, dann kommst du in den Himmel". Interessant finde ich auch, das islamistische Selbstmordattentäter ja fest davon überzeugt sind, dass sie ins Paradies kommen wo dann allerlei Sinnesfreuden auf sie warten. Dabei übersehen sie, dass auch nach dem Koran Selbstmord und selbstverständlich Mord verboten sind, genauso wie in jeder anderen Religion. So nutzt wieder jede das heilige Buch für seine eigenen Zwecke.

Schön finde ich auch die Idee des Buddhismus, nach der man so oft wiedergeboren wird, bis man ein gutes Leben geführt hat. Man wird also nicht umgehend verdammt, sondern hat die Chance, auch nach dem Tod seine Fehler wieder gut zu machen. In den meisten anderen Religionen hat man diese Möglichkeit eher nur zu Lebzeiten.
Ndoshta keshtu,

te gjej ty, pa humbur vetveten,
te te jepem ty, pa hequr dore nga vetja ime,
te te kuptoj ty, pa humbur vetveten,
keshtu mund te ece.

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Morganlefay
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Do, 12. Okt 2006, 11:10

carla hat geschrieben:Dem möchte ich noch anschließen, dass sicher jeder Mensch seine ganz persönliche Hölle hat, für jeden gibt es andere Situationen oder Umstände, in denen er sich in der Hölle begreifen würde.

Wenn man die Idee der Hölle so auffasst, dass man zu Lebzeiten ein möglichst gerechtes und gutes Leben führen sollte, mit sich selbst und seiner Umgebung am Schluss in Einklang ist, um eben nicht in der Verdammnis zu landen, finde ich diese Idee keine schlechte. Wenn es allerdings als Druckmittel von Kirchen oder religiösen Führern missbraucht wird, dann kann es gefährlich werden. Frei nach dem Motto "Wenn du so lebst, wie ich es dir sage, wenn du brav Kirchensteuer zahlst und wild missionierend durch die Gegend läufst, dann kommst du in den Himmel". Interessant finde ich auch, das islamistische Selbstmordattentäter ja fest davon überzeugt sind, dass sie ins Paradies kommen wo dann allerlei Sinnesfreuden auf sie warten. Dabei übersehen sie, dass auch nach dem Koran Selbstmord und selbstverständlich Mord verboten sind, genauso wie in jeder anderen Religion. So nutzt wieder jede das heilige Buch für seine eigenen Zwecke.

Schön finde ich auch die Idee des Buddhismus, nach der man so oft wiedergeboren wird, bis man ein gutes Leben geführt hat. Man wird also nicht umgehend verdammt, sondern hat die Chance, auch nach dem Tod seine Fehler wieder gut zu machen. In den meisten anderen Religionen hat man diese Möglichkeit eher nur zu Lebzeiten.
Der Buddhismus sagt, man soll gute Taten zu Lebzeiten verbringen, um für sein Karma zu sammeln. Das Karma ist sozusagen die Summe aller guten Taten, die ich auf Erden verbringe. Ich klebe sozusagen meine Rabattmarken in mein Büchlein und am Ende meines Lebens löse ich dieses Büchlein ein. Ist mein Büchlein voll brauche ich nicht mehr wiedergeboren zu werden, denn ich bin ja der vollkommene Mensch. Fehlen mir allerdings ein paar Marken, na dann muss ich so lange wiedergeboren werden, damit ich mein Büchlein vollbekomme.
Bin ich ein schlechter Mensch und ermorde z. B. einen Menschen, dann werden mir Rabattmarken abgezogen und ich muss ein Leben umsonst leben, um das verlorene LEben als Mörder wiederaufzuarbeiten.
Ich war oft in Asien im Urlaub und der Buddhismus hat mich sofort fasziniert. Der Buddhismus ist keine "anstrengende" Religion, da Buddha ja selber ein Mensch voller Fehler war und sich auf den Weg der Erkenntnis gemacht hat, gibt es kein Fegefeuer oder dergleichen.
Allerdings redet der Buddhismus von den Stufen der Erlösung bis hin zur Erleuchtung und im übertragenen Sinne gibt es das ja auch im Christentum.
Klopft ein böser Mensch nach seinem Tod an das Höllentor, muss er durch die 7 Stufen des Fegefeuer um Läuterung zu erfahren. Wenn jemand Dantes Inferno gelesen hat, der weiß was ich meine.
Ein Mensch durchläuft WÄHREND seines Lebens das Fegefeuer um Läuterung zu erfahren und am Ende eben nicht in die Hölle zu müssen.
Ein Zitat von Dante "jeder Mensch hängt sich zuhause seinen eigenen Galgen auf"!
Wenn ein Mensch vom Weg abgekommen ist, ist es wichtig zu Lebzeiten anzuhalten und umzukehren. Die Hölle ist nur ein Bildnis, die Hölle aber die in manchen Menschen zu Lebzeiten tobt ist wahrlich schlimmer.
Die Vision von Hölle und Himmel gab es schon immer. Alte Götterglauben berichten von der Unterwelt und dem Fährmann, der mit Gold bezahlt wird, damit man von der einen Seite der Welt auf die andere gelangt. Bezahlt man den Fährmann nicht, muss man auf ewig umherirren.
Schöne Story an Rande, ...deshalb legen Italiener ihren Toten 2 Goldstücke auf die Augen, damit der Tote den Fährmann bezahlen kann :idea:

Ich glaube wenn ich tod bin, bin ich so eine Art von Energie. :roll:
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Do, 12. Okt 2006, 20:09

qikamamit hat geschrieben:Der Budhhismus gehört für mich zu den freidlichsten Religionen überhaupt.
Hallo alle zusammen,

seid gegrüßt.

Warum ist er für dich der Friedlichste?

LG
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"Liebe zu fürchten bedeutet, das Leben zu fürchten, und wer das Leben fürchtet, ist bereits dreiviertel tot."
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Fr, 13. Okt 2006, 10:25

mamamiamilan hat geschrieben:
qikamamit hat geschrieben:Der Budhhismus gehört für mich zu den freidlichsten Religionen überhaupt.
Hallo alle zusammen,

seid gegrüßt.

Warum ist er für dich der Friedlichste?

LG
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Also, in Sri Lanka sitzen die buddhistischen Mönche immer nur betend unter Bäumen und warten auf die Erleuchtung :wink:

Nein im Ernst die Lehre Buddha's predigt Friede unter den Menschen und seine Lehren dürfen nicht mit "Feuer und Schwert" verbreitet werden.
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