Vienna hat geschrieben:Du erliegst wie viele dem Mythos Daytrading. Viele sehen das als das ultimative Spekulationsgeschäft und heben es auch aus allen möglichen Investment- bzw. Spekulationsmethoden heraus. Fest steht das man sich von JEDER Anlage, sei es ein Aktieninvestment (-daytrading) aber auch ein Kauf eines Rasierers oder eine Mikrowelle einen möglichst hohen Mehrwert erhofft.
Ist zwar Offtopic, aber ich bin vor einigen Monaten selber dem Mythos Daytrading erlegen (und musste deswegen schmunzeln das du es extra herausgestrichen hast) und nach einigen Tagen merkt man wie unfassbar langweilig das eigentlich ist. Swingtrading sind viel interessanter.
ich mache kein day trading. dörfte dies sowieso nicht tun. als mitarbeiter
einer handelsabteilung, hatt sowieso gewisse haltfristen.
ich fahr seit jahren die zwei gleichen strategien.
1. aktien long, um die rendite zu verbessern eine short call option mit
einem ca 10 % höheren strike (kann sich von 5 - 15 bewegen je nach
markt und underlying volatilität). so habe ich mein depot seit mehren
jahren aufgebaut. natürlich geht man das risiko ein, dass man in einer
hausse assigned wird, und die aktien liefern muss. hier darf man
einfach dem entgangenem gewinn nicht nach trauern sondern mit einer
rendite von ca. 10 % zufrieden sein. wenn man es schafft year turn
around von faktor 3 zu erreichen, kommt man auch auf ca 40 % prozent.
was eine beachtliche rendite ist. ist natürlich nicht ganz einfach. damit
das erreicht wird muss jede aktie 10 % innerhalb von 4 monaten (bis zum
verfall der option erreichen). dann kommen noch die erhaltene
optionsprämie beim shortverkauf deren höhe natürlich von der volatilität
abhängt.
2. bei hohen marktvolatilitäten eine call und put option mit gleichen strike
shorten (straddle). laufzeit der optionen ca. 1 jahr! sobald die volatilität
senkt und somit auch die optionsprämie schliesse ich die position.
Daytrading ist mir einfach zu komplex wenn man erfolgreich arbeiten will,
da muss man über proffessionelle chart analyse toos verfügen und ein
halber mathematiker sein. dieses geschäft kann man nur mit einem buch
von mehreren millionen betreiben, da bei kleinen aufträgen die
kommissionen den gewinn wegfressen. als privatanleger kann man hiermit
kein gewinn machen.
Ich weiss nicht wie dein anlagepotenzial ist. aber vallst du über genügend
liquidität verfügst, würde ich dir im moment aluminum als anlage
möglichkeit empfehlen. es gibt an der London Merchantile Exchange einen
forward future, der sich gut eignet. der vorteil zu einem commodity fund
ist, dass du keine managment fees hast. nachteil: du musst eine
initial margin (sicherheitsmarge) hinterlegen. es gibt nur wenige
finanzinstitute die dieses produkt anbieten.