Estra
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Fr, 20. Aug 2010, 11:41

kleshtrimania hat geschrieben:Leben deine Schwiegereltern auch in der Schweiz?
nein meine Schwiegermutter ist in Kosova, aber die Brüder meines Mannes leben mit uns. Würde meine Schwiegermutter ernsthaft erkranken, ist die Erwartung, dass wir Nusen uns um sie kümmern in Kosova.
Also Priorität liegt bei der Familie des Mannes, wenns dann noch reicht, kann ich nebenher noch meiner schauen.

:) also es geht schon irgendwie, aber wie gesagt, manchmal ist es halt besser, den Menschen zuliebe die man liebt, nicht nur auf das Herz zu hören, sondern auch die Konsequenzen bis weit hinaus abwägen und darum meinen wir beide, dass es wohl doch besser ist, mit gleich und gleich gesellt sich besser, smile

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kleshtrimania
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Fr, 20. Aug 2010, 11:51

:shock: :shock: :shock:
Dein Mann würde also erwarten dass du eure Kinder im Stich lässt nur damit du dich um seine Mutter kümmern kannst? Sorry aber mich schockt so etwas immer wieder. Tut mir echt mega leid Estra aber du hast dich einfach viel zu fest unterdrücken lassen. Nie im Leben würde ich mich erst um die Eltern meines Freundes kümmern. Die kommen für mich erst an 4. Stelle.

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liberte
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Fr, 20. Aug 2010, 11:54

puh, ich muss mich erstmal sammeln.

alket danke ich natürich auch für die blumen, kann sie aber, wenn auch aus anderen gründen als estra, gar nicht annehmen. z.b. spreche ich und meine kinder viel zu schlecht albanisch. den rest versuche wir so gut es geht zu vermitteln, aber ich denke da spielt es keine rolle, in binationalen familien ist die wahrscheinlichkeit größer, daß man das lebe-land als eigentiche heimat empfindet.

estra: mich haben deine zeilen sehr nachdenklich gestimmt und ich war sowohl erschrocken als auch positiv überrascht wie man so ehrlich und schonungslos mit sich selbst und der beziehung sein kann. ich habe auch überlegt, was bei uns anders ist als bei euch - und dieses mal habe ich es zum ersten mal klar erkannt. mein mann ist in D geblieben, weil er mit mir zusammen sein wollte und spürte, daß ich in ks nicht glücklich werden würde. bei deinen erzählungen hatte ich oft das gefühl, daß das leben aus ks 1:1 in die schweiz importiert wurde. und unter den schilderungen warum dein mann dort ist, ging mir auch ein licht auf.
du hattest schon mal erwähnt, daß du dich früh zu sehr angepasst hast und jetzt kein zurück mehr siehst.
das hört sich so schwér an, daß mir richtig das herz schwer wurde. zumal auch wenn es um die eltern geht!
und was ich so klasse dabei finde, bei all den unterschieden zwischen uns zwein, dass du dich dabei nicht aufgegeben hast. daß ich eine frau sehe, die stark ist, die so selbstreflektiert ist wie man es nur sein kann, stückweit weise und überlegt. so hab ich das noch nie erlebt!

und dann muss ich euch noch etwas beichten, als alket von den hochnäsigen frauen schrieb, die einen mann vll. ablehnen, weil er kosovare ist, da wurde mir ganz anders.

ich war mit meinen mann über zwei jahre nur gut befreundet, eben aus diesem grund. ich hatte bei einer freundin miterlebt, was man hier auch zuhaus sehen kann und vor allem auch einen kleinen einblick in die kultur bekommen. und ich wußte, daß das so für mich und meinen charakter auf keinen fall gut gehen kann.
natürich hatte ich aber ncihts gegen die freundschaft und so sind wir nach unzähligen diskussionen und erzählungen doch ein paar geworden.

aber eines ist sicher: eine natioanle beziehung ist um vieles leichter! in der theorie ist es nicht so schwer wie in der praxis, auch wenn beide seiten offen und zu kompromissen bereit sind.
aber ich würde es wieder tun und laut seiner aussage mein mann auch. es ist umgekehrt auch eine tolle bereicherung.

was nun aus unseren kindern wird, das weiß noch niemand zu sagen. vll. gibt es ein wirtschaftswunder wie in deutschland damals, ks boomt und sie werden sich freuen dort fuß fassen zu können. als ich nach polen zog, hat auch niemand verstanden warum ich dazu lust hatte und mich dort so wohl fühlte.

traditionelle können sie nicht sein, das ist so bei unserer konstellation. aber ich hoffe sie gehen ihren weg und werden glücklich und bereichert mit beiden kulturen und wurzeln.

nach alkets ausführungen, die wirklich super offen waren und dafür möchte ich mich noch mal serh bedanken, versteht man auch besser wie es so verhärtet zwischen den fronten werden konnte

wenn alle so ehrlich wären, gäbe es auch viel weniger mißverständnisse. aber wenn man sich angegriffen fühlt, dann werde ich auch oft viel deutscher als ich es eigentlich bin. daher verstehe ich das sehr gut.

mein sohn hat vor kurzem eine süße brasilianerin kennengelernt (6 jahre;-) und die mutter hat mir etwas erzäht, das ich auch sehr interessant fand. beide waren hier, um deutsch zu lernen, da der vater deutschstämmig ist. und auch die eltern udn großeltern waren es. daheim wurde und wird nur deutsch gesprochen, das ist sehr regide, mit allen traditionen, die eben weiter gegeben wurden, hier aber schon lange abgeschafft sind. sie kam aus littauen und hat ähnliches erlebt.

diese generation ist die erste, wo sich die ursprungsländer auch mal mischen und eine ehe nach der nächsten geht schief.

vll. brauchen auch die mischungen eine weile, bis sie gelingen, denn alt bekanntes muss zu neuen rezepten abgändert werden.

bislang für mich übrigens die beste diskussion über binationale ehen, die mich wirklich berührt und zum nachdenken gebraucht hat.
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Fr, 20. Aug 2010, 12:01

:) also die Kinder im Stich lassen wärs nicht, die sind ja gut versorgt hier. Groooooosse Familie, :D
tja also ich wusst das von anfang an, das war Bedingung für eine Heirate, dass ich mich wie eine Albanerin, oder annähernd wie eine Albanerin verhalte, was Adetet/Bräuche und Sitten angeht.
Meine Schwägerin in Kosova, ist in der gleichen Situation. Zuerst die Schwiegerfamilie dann ihre. Ist bei uns so. Wir versuchen allen gerecht zu werden, klappt manchmal besser manchmal weniger, smile.
Unterdrückung kann sein ja, oder mein eigener Ehrgeiz ich wollte es so, ich dachte ich beweis mal allen, dass eine Schweizerin, die Sprache und Bräuche genauso lernen kann.
Aber eben die Weitsicht, dass es nicht um mich und ihn geht, sondern um das ganze Gebilde Familie und die Zukunft unserer Kinder, die kam erst später.

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liberte
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Fr, 20. Aug 2010, 12:08

nickt - ich kann mir das alles schon sehr gut vorstellen, denn ich kenne auch frauen, die so leben wie du. und ich kenne das leben meiner schwägerinnen in ks.

das mit dem ehrgeiz und dem "euch zeig ich es" kann ich auch wunderbar nachvollziehen.
ich kann nur von glück sagen, daß ich schon so alt war, als ich meinen mann kennenlernte, sonst wäre ich mit meinem dickkopf und ehrgeiz sicher auch übers ziel hinaus geschossen.

es gäbe natürlich die mögichkeit sich zu enttwickeln, beidseitig, sich zu revidieren und auch ein gruppenbild muss sich manchmal zu gunsten einer einzelnen person wandeln. ich weiß wie schwer das ist, aber man soll niemals nie sagen.
ich nehme mir oft das recht heraus meine meinung und einstellung zu dingen zu ändern und auch mein verhalten dem anzupassen.

und kinder können auch im kinderheim gut versorgt sein, auch von anderen geliebt werden - aber eines steht ja mal fest: die brauchen ihre mama.

ich kann mich schon sehr gut in dich einfühlen und auch diese weitsicht, das kann man am anfang einer beziehung nicht erfassen...

ich wünsche dir von ganzem herzen, daß du einen schmalen pfad zwischen diesen beiden wegen findest, denn ich weiß, daß noch sehr viele frauen für einen neuen weg dankbar wären! (ich trampel ihn auch schon mit;-))
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saloni
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Fr, 20. Aug 2010, 12:37

ich trampel ihn auch schon mit;-))
dito.



hmmm seufz liebe Estra, dass heisst du warst innerlich eine komplett andere Frau, du warst noch du selbst, als ihr euch kennen lerntet. :?:
So bist du ja heute zwar du, aber anderst als du es wärst.
Verbiege dich nicht, und erwarte nicht von ihm sich zu verbiegen. Sei kompromissbereit aber nicht unterwürfig.

Ich werde oft gefragt wo der Unterschied liegt.

Kompromissbereit ist man, wenn man sich überreden lässt zum Italiener zu gehen, obwohl man lieber Chinesisch essen würde. Unterwürfig ist man, wenn man sich die geliebten Haare abschneidet, nur weil der Partner es so will. Kompromissbereit ist man, wenn man eine Einladung absagt, weil der Partner einen nett darum bittet, und lieber einen netten Abend zuhause verbringen möchte. Unterwürfig ist man, wenn man die Einladung absagt, weil er es verlangt. Kompromissbereit ist man, wenn man wegen seiner Frau auf den Sportwagen verzichtet und eine Familienkutsche kauft. Unterwürfig ist man, wenn man sein Motorrad verkauft, weil die Partnerin kein Motorrad fährt und es als überflüssig betrachtet.
Kompromissbereit ist man, wenn man die Zeit für sein Hobby so einteilt, dass noch genug für den Partner übrig bleibt. Unterwürfig ist man, wenn man sei Hobby ganz aufgibt.

Aufeinander zugehen und sich einigen vermeidet, sich des Partners wegen so zu ändern, dass man sich selbst nicht mehr mag.
http://www.marsvenus-forum.de/viewtopic ... en&start=0

Wenn wir Selbstliebe haben, dann verbiegen wir uns nicht, dann ziehen wir die Grenzen, die uns gut tun.
Wie verbiege ich mich so weit, dass mein Partner mich nicht verlässt. "Dazulernen" nennen es die einen, "Taktik" nennen es die anderen.

Aber was komplett verschütt geht ist die eigene Identität.

Klar, ich muss einem Menschen nicht sagen, wenn er mich verletzt, ich muss nicht rauslassen was mir wehtut, ich kann mich ducken, kann mich kleinmachen und kann nachspüren wie des Partners Traumfrau denn zu sein hat. Und dann kann ich mich so weit verbiegen, dass es vermeintlich passt.

Was ich dabei vergesse ist, dass die meisten Menschen keine verbogenen Partner wollen. Denn das sind keine Partner mehr, zumindest keine, die Ernst zu nehmen sind.

Das heißt nicht, dass man um eine Beziehung nicht kämpfen soll, sich nicht bemühen soll, aber was mir bei der ganzen Taktiererei fehlt ist die Ehrlichkeit.

Klar kann ich mich bemühen, meine Verletztheit so zu formulieren, dass es keine Schuldzuweisung mit dem Hammer wird. Nichts desto trotz muss der Partner erfahren, dass ich von der gemeinsamen Beziehung Verletzungen davontrage, dass nicht alles eitel Sonnenschein und (im Endeffekt ja geheucheltes) Verständnis ist. Klar, eine akut schwierige Situation (Krankheit/Geldprobleme/etc), kann zu einer Ausnahmesituation führen, die Verständnis erfordert. Aber das muss eine Zeitstrecke sein, die absehbar ist, die ein gemeinsames Ziel hat und das ist das Wohlfühlen, von BEIDEN.
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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kleshtrimania
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Fr, 20. Aug 2010, 12:45

Klar wären die Kinder gut versorgt aber Kinder brauchen immer ihre Bezugsperson und das ist halt meistens die Mutter. Es ist traurig zu hören dass immer erst das "Gebilde Familie" kommt und erst dann die Zukunft der Kinder.
Bei meinem Freund war das auch so. Er kann das bis heute nicht seinen Eltern verzeihen und er wird nächstes Jahr 30.
Mir ist bewusst dass du mit deinem Leben zufrieden bist aber irgendwie macht mich deine Story gerade extrem traurig.

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leanna
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Fr, 20. Aug 2010, 13:26

Mich macht das auch traurig. Ich denke, du bist ein ganz toller Mensch und hast es verdient, glücklich zu sein und nicht dauernd zwischen den Stühlen zu sitzen.

Ich denke, das kommt immer auf den Background des Mannes an. Bei meinem Freund ist das so, dass er seit nun mehr als 10 Jahren als Alleinverdiener die ganze Familie unterstützt. Seine beiden Brüder studieren und wir zahlen das alles. Wird wer krank, zahlen wir. Braucht jemand neue Klamotten, zahlen wir. Er und auch ich denken, dass damit sein Teil abgeleistet ist. Wenn die Eltern alt sind, dann werden sich seine Brüder, die noch dort leben, um sie kümmern.

Da ich ein Einzelkind bin, denke ich, dass wir uns beide um meine Eltern kümmern werden - der Vorschlag kam übrigens von meinem Freund. Ich will mir über sowas noch gar keine Gedanken machen, wenn ich ehrlich bin.

Die Frage, ob ich das alles nochmal genau so machen würde, hab ich mir auch schon oft gestellt. Ich weiß es nicht, das muss ich ehrlich zugeben. Und ich glaube, ihm geht es genauso. Wir geben beide viel für diese Beziehung. Wir bekommen auch viel zurück, ganz klar, aber es gibt leichtere Wege. Zumindest muss man sich bewusst sein, wenn man so eine Beziehung eingeht, dass sie einem in der Regel mehr abfordert als eine nicht-binationale Beziehung.
Ich möchte gerne etwas weniger blöd sterben als ich geboren bin.

André Heller

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Fr, 20. Aug 2010, 14:58

:? , wollte euch nicht traurig machen.
Das war nur ein Resumee von meinem Mann und mir, zu einer binationalen Ehe mit den Voraussetzungen und Erwartungen die wir und unsere Familien hatten/haben.
Ich habe mich entwickelt und würde darum heute mit dem Wissen, anders handeln und mein Mann auch.
Ich kann nicht zuerst gross angeben, ich kann das und wir schaffen das usw. und dann mich umentscheiden, ne sorry will doch nicht und das ist mir doch zu anstrengend, mit deiner Familie usw. Darum versuch ich jetzt so gut es geht, allen gerecht zu werden, obwohl es da halt dann Abstriche gibt.
Also ich bin höchstens ein Opfer meiner Naivität und meines Ehrgeizes, ich hab unterschätzt was das alles heisst, aber ansonsten ist das tolle daran, wir haben super Kinder(schon aus dem Kindergarten raus, smile) ich kann albanisch, was nützlich ist, hier in der Schweiz, smile, usw.

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traurig077
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Fr, 20. Aug 2010, 15:33

ich hab auch hochachtung vor dir estra... du scheinst wahnsinnig viel für deine ehe zu geben und auch aufzugeben. so wie du es lebst, könnte ich es nicht und stimme dir zu, dass es vielleicht mehr probleme bringt, als dass du dich glücklich fühlst, weil du immer die pflicht spürst.

Ich weiß gar nicht was noch schreiben, deine Zeilen drücken wirklich schwer auf Herz und Kopf.
te jetosh do te thote te luftosh

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liberte
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Fr, 20. Aug 2010, 15:45

und trotzdem estra, ich finde es stark und mutig, daß du nicht vertuschst oder auf eitel sonnenschein machst, sondern frei heraus sagst wie es ist.

nur etwas will ich dir noch als kleinen denkanstoß geben: warum darfst oder solltest du denn nciht sagen "sorry leute, es ist doch schwerer als ich es mir vorgestellt habe. ich schaffe das so nicht. oder noch verwerflicher: ich möchte nicht so leben, weil es mich nicht glücklich macht"

vielleicht wäre es viel viel leichter als du es dir vorstellst?

menschen entwickeln sich weiter und du bist schon lange nicht mehr die kleine estra, die mal geheiratet hat.

du bist eine verdammt kluge frau - nur hab ich den leisen verdacht, daß du das nur für andere nutzt und nie für dich;-)
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Fr, 20. Aug 2010, 16:12

ihr überschätzt mich vielleicht ein bisschen, also mutig bin ich nicht wirklich, aber realistisch und wir betrachten das halt einfach nüchtern, ohne Vorwürfe, es sind einfach die Umstände usw.
Also ich könnte das theoretisch schon, sagen ich will so nicht und das ist nicht meine Welt und dafür meine Bedürfnisse in den Vordergrund stellen, aber ich könnte nicht mit den Konsequenzen leben, dass einige Menschen in meinem Umfeld sich dadurch verletzt fühlen könnten. Und dann kommt auch schon wieder der Ehrgeiz und das Gefühl versagt zu haben, wenn man es nicht durchzieht..smile.

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kleshtrimania
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Fr, 20. Aug 2010, 16:28

Du opferst dich für alle auf aber wenn du mal Hilfe benötigst werden alle so egoistisch sein und dann sagen: Sorry aber ich hab mein eigenes Leben.
Ich red aus Erfahrung. Meine Mutter hat sich jahrelang für andere Leute aufgeopfert und als sie dann Krebs hatte und Hilfe benötigte waren all diese Leute plötzlich waaaaahnsinnig beschäftigt. Sie musste erst Krebs bekommen und zu sehen dass das Leben zu wertvoll ist um es für andere aufzuopfern.

Glaub mir Gott wird es dir nicht danken dass du dein Leben und deine Gesundheit für andere aufgeopferst hast.

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liberte
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Fr, 20. Aug 2010, 16:39

tja, da teilen klesh und ich ein schicksal, nur daß meine mutter daran gestorben ist. und auch das ist der grund, warum ich so viel verständnis habe für dich.
wo wir wieder an dem punkt wären - wie weit gibt man sich für seine kinder auf. was ist man bereit zu opfern....
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kleshtrimania
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Fr, 20. Aug 2010, 16:50

Ich hab nicht die Kinder damit gemeint sondern Leute die nicht zum engsten Familienkreis (Mutter, Vater, Kinder) gehören.

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liberte
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Fr, 20. Aug 2010, 17:06

aber ich hab die kinder gemeint........also der grund, warum mütter manchmal dinge tun, die andere nicht sofort verstehen können....
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Lilli
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Fr, 20. Aug 2010, 17:40

O je Estra, das macht wirklich traurig. Ich kann mich den anderen nur anschließen und Dir wünschen, daß Du Dich selbst nicht vergisst!

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Fr, 20. Aug 2010, 18:53

:oops: also das war nicht das Ziel, dass ich hier alle traurig mache mit unserer Erfahrung.
Es ist einfach ein anderer Blick auf binationale Ehen und dass man es sich wirklich gut überlegen muss, nicht nur für sich selber und seinen Partner für den Moment, sondern auch für das Umfeld und für längere Zeit.

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liberte
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Fr, 20. Aug 2010, 19:07

ich denke das kam auch gut raus;-) brauchst dich überhaupt nicht schämen, daß wir mit dir mitfühlen. immerhin sitzen die meisten von usn doch in einem ähnlichen boot der binatioanlen ehe mit einem albaner. wer, wenn nicht wir könnte dich besser verstehen und mit dir fühlen?
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Mi, 25. Aug 2010, 20:38

Liebe Estra,

danke für den etwas anderen Einblick. Ich bewundere Dich und bemitleide Dich zeitgleich. Ich könnte es nicht ertragen, dass meine Eltern nachstehen, wenn sie meine Hilfe bräuchten.
Wir hatten die Diskussion schon mal, und ich sagte auch mal, wenn aus einem bestimmten Grund meine Ehe zerbrechen würde, ich würde das Ganze nicht nochmal durchmachen. Nicht aufgrund einer schlechten Erfahrung mit meinem Mann, nein, das ist alles super, sondern weil es immer einen Spagat erfordert zwischen den "Welten", besonders für die Frau.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und denke an Deine Gesundheit..

Ganz liebe Grüße

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