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Artikel-Schlagworte: „Kunst“

Ikonen eingesackt

Samstag, 20. April 2013

Kirchenraub gibt es auch bei uns – da mal ein Opferstock geplündert, dort mal etwas Altarschmuck gestohlen. Dies passiert auch in Albanien, wo seit Jahren viele orthodoxe Kirchen geplündert werden. Viele liegen ausserhalb der Dörfer, praktisch alle sind nur durch Holztüren und Vorhängeschlösser gesichert.

Die Deutsche Welle berichtet über den Kunstraub in einem aktuellen Artikel. Braucht wirklich jede Kirche einen Wachmann? Waren religiöse Stätten zu Hoxhas Zeiten im Land ohne Religionsfreiheit wirklich besser geschützt als heute?

>> Kunstraub in Albaniens Kirchen

Noch mehr Bunker-Kunst

Dienstag, 21. August 2012

Bunker als Kunst oder als Projektionsfläche für Kunst scheinen immer mehr Aufwind zu erhalten. Hier noch ein Artikel eines Deutschen Sprayers über seine Aktivitäten in Albanien:

>> Urlaubsgrüße aus der Sprühdose: Orange in Albanien

Besprayte Bunker

(Foto: Orange)

Bunker zu Kunst

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Politiker neigen dazu, Grosses und Sinnloses zu schaffen, gerade in totalitären Systemen. Die Ausstellung “Utilitas Interrupta” an der “Experimenta Design” in Lissabon hat sich Sinnloses in Architektur zum Thema gemacht.

Grosses Anschauungsobjekt dieser Ausstellung sind zwei typische Bunker aus Albanien, die auf dem Dach des Museums installiert wurden.

Mehr dazu heute im Feuilleton der NZZ.

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Small World: Berisha und Martin Parr und ich

Samstag, 9. Juli 2011

Ist es Zufall, wenn sich zwei meiner Begeisterungen vereinen? Ich bin begeistert von Albanien und den Fotos von Martin Parr. Vielleicht musste es so sein, dass auch diese zwei sich zusammenfinden. Denn schliesslich scheinen wir diverse gemeinsame Interessen zu haben – auch noch andere als Albanien, auf die wir hier nicht einzugehen brauchen.

Trotzdem habe ich nicht schlecht gestaunt, dass die Nationale Kunstgalerie in Tirana eine Sonderausstellung mit Fotografien von Martin Parr zeigt. Neu war für mich zudem, dass Martin Parr 1990 Albanien bereist hatte. So waren in der Ausstellung nebst Bildern aus seinen Serien »Small World« und »Common Sense« auch divers Fotos von dieser Albanienreise zu sehen. Es gibt also einen guten Grund, weshalb gerade Parr diesen Sommer in Tirana ausgestellt wird.

Kunstgalerie Tirana: Ausstellung Martin Parr (3)

Kunstgalerie Tirana: Ausstellung Martin Parr

Die »Galeria e Arteve« – meines Erachtens wegen ihrer ständigen Sammlung mit vielen Gemälden im Stil des sozialistischen Realismus immer einen Besuch wert – ist somit diesen Sommer ein Muss nicht nur für ausländische Touristen, sondern auch für Einheimische: 21 Jahre später bieten die aussagekräftigen Fotos einen Einblick in eine vergangene Welt, die wir uns heute kaum mehr vorstellen können. Der Fotograf, als getarnter Tourist in einer Gruppenreise unterwegs, nutze damals Randstunden morgens und am frühen Abend, wenn die Begleiter sich zurückgezogen hatten, um den albanischen Alltag zu dokumentieren. Ausländische Journalisten waren im kommunistischen Albanien nicht willkommen, machten aber den Grossteil der Teilnehmer bei dieser Rundreise aus. Es handelte sich um die erste Gruppenreise in Albanien nach dem Sturz der Mauer 1989, als das kommunistische Regime in Albanien selbst schon kurz vor dem Zusammenbruch war. Martin Parr brachte eindrückliche Bilder aus diesem damals noch sehr unbekannten und verschlossenen Land zurück.

Parr fragte Sali Berisha bei der Eröffnung, wie er sich fühle beim Betrachten dieser Bilder. Berisha meinte, es sei wie einen amputierten Arm anzuschauen.

Martin Parr, Sali Berisha und Ehefrauen

Martin Parr, Sali Berisha und Ehefrauen bei der Eröffnung der Ausstellung in Tirana

Jetzt warte ich nur noch darauf, dass Parr auch ein Albanien-Album publiziert. Vielleicht fänden sich dann in diesem Buch auch Bilder von seinen Albanienreisen 1996 und 2011.

Weitere Informationen zur Ausstellung:

Male einen Bunker

Sonntag, 7. November 2010

Oder besser: Bemale einen Bunker.

Albanien bietet viele Möglichkeiten, haben sich zwei Spanier während ihrer Reise gedacht, gingen in den nächsten Laden und kauften viel Farbe.

Zum Nachmachen empfohlen – sei dein eigener Edi Rama.

Albania. No todos los días from Fernando Ayuso on Vimeo.

Falls der Video langsam lädt, auf das HD Icon klicken.

Wieder Leben im Hotel Dajti

Sonntag, 20. September 2009

Das Hotel Dajti war einst das gesellschaftliche Zentrum Tiranas – zumindest für Ausländer, die dort abstiegen, als Albanien kommunistisch war. Das von Italienern in den 1930er Jahren erbaute Hotel an bester Lage strahlte mit seinem eindrucksvolle Esssaal im Erdgeschoss einen für Albanien ungewohnten Luxus aus. Die oberen Stockwerke erinnerten hingegen schon mehr an Bauhaus-Architektur. Das in die Jahre gekommene Hotel sollte verkauft werden – aber bis jetzt hat es niemand renoviert. So steht es geschlossen und dunkel an einer der verkehrsreichsten Ecken der Stadt.

Hotel Dajti – Saal (2001)

Hotel Dajti – Saal (2001)

Nach Jahren des Leerstehens kommt jetzt wieder Leben in die alten Mauern. Das im Oktober stattfindende Kulturfestival »Tirana International Contemporary Art Biannual« hat sich das alte Haus als Hauptveranstaltungsort ausgewählt.

Hotel Dajti – Sall (2009)

Hotel Dajti – Sall (2009)

Hotel Dajti – Halle (2009)

Hotel Dajti – Eingang (2009)

Hotel Dajti – Eingang (2009)

Hotel Dajti – Zimmer (2009)

Hotel Dajti – Zimmer (2009)

Wir sind gespannt, wie das Hotel während des Festivals aussehen wird.