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	<title>Kulturgüter &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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	<title>Kulturgüter &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Neuer Hafen ohne alte Mauern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 16:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Hafenneubau in Durrës antikes Kulturdenkmal zerstört]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Betonisierung und Zerstörung von historischem Erbe sind in Albanien immer wieder ein Thema. So wurde in Tirana zum Beispiel das <a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/05/ramas-kampf-gegen-theater-und-viren/" data-type="URL" data-id="https://www.albanien.ch/bb/2020/05/ramas-kampf-gegen-theater-und-viren/">Nationaltheater mutwillig abgebrochen</a>, um einem Neubau Platz zu machen.</p>



<p>Dieses Mal war es aber ein Wirtschaftsunternehmen, das gegen Auflagen verstossen hat. Im Norden von Durrës wird aktuell ein neuer Containerterminal gebaut. Die Platzverhältnisse am Hafen in der Innenstadt sind zu beengt. Auch am neuen Ort stand wohl nicht Platz zur Verfügung: Ein Hügel wurde abgetragen und auch eine antike Mauer war im Weg.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/porto-romano-antique-walls"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="466" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-800x466.jpg" alt="Porto Romano: Antike römische Stadtmauer Portëz im Norden von Durrës" class="wp-image-2459" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-800x466.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-350x204.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-1536x895.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-2048x1193.jpg 2048w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Mauer im Herbst 2018 – unberührt und verlassen</em></figcaption></figure>



<p>Die römische Stadtmauer von »Portëz« bei Porto Romano, rund sieben Kilometer nördlich der historischen Stadt, gehört nicht zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Durrës – aber es handelt sich um ein nationales Kulturdenkmal 1. Kategorie. Die Mauer aus dem 5. Jahrhundert schützten einst die Stadt vor Einfällen aus dem Norden. Vom Bauwerk waren noch rund 60 Meter und ein Turm erhalten. Nur wenige Besucher verirrten sich hierher an den Stadtrand: Im früheren Militärgebiet wurden die antiken Reste zwischen Pumpwerk, Ölterminals und illegalen Siedlungen von den meisten ignoriert. Für die Geschichte von Durrës ist die historische Anlage aber doch von grosser Bedeutung.</p>



<p>Wie aktuelles Bildmaterial zeigt, haben die Konzessionäre des neuen Container-Terminals wenig Verständnis für antike Kultur. Die Firma »Porti MBM – Multi Buoy Mooring«, ein von der Kastrati-Gruppe angeführtes Konsortium, schwieg bisher zu ihrem Vorgehen. Satellitenbilder zeigen aber die Wirklichkeit.</p>



<figure class="wp-block-jetpack-image-compare"><div class="juxtapose" data-mode="horizontal"><img decoding="async" id="2457" src="https://i0.wp.com/www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/porto-romano-googleearth-2017.jpg?ssl=1" alt="Die antiken Mauernreste vor dem Bau des Hafens: 2017" width="1826" height="1068" class="image-compare__image-before"/><img decoding="async" id="2461" src="https://i1.wp.com/www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/porto-romano-googleearth-2022.jpg?ssl=1" alt="Zubetonierter Hafen im Herbst 2022" width="1826" height="1068" class="image-compare__image-after"/></div><figcaption><em>Zubetonierter Hafen im Sommer 2017 und im Herbst 2022 – ein grosser Teil der Mauer links (gleich oberhalb vom roten Strich) wurde zerstört</em></figcaption></figure>



<p>Die antike Mauer steht jetzt mitten im Hafen auf einer weiten Betonfläche – ungeschützt vor den schweren Maschinen, Lastwagen oder anderen potenziellen Bedrohungen. Die Natur, in die die römische Stadtmauer eingebettet war, gibt es nicht mehr: Das Gelände wurde planiert, der Hügel im Süden abgetragen.</p>



<p>Die albanische Online-Publikation <a rel="noreferrer noopener" href="https://amfora.al/koncensionari-i-portit-rrafshoi-monumentin-antik-ne-porto-romano/" data-type="URL" data-id="https://amfora.al/koncensionari-i-portit-rrafshoi-monumentin-antik-ne-porto-romano/" target="_blank">»Amfora« wies schon letztes Jahr darauf hin</a>, dass die Maschinen bei den Arbeiten antike Steine beschädigt hatten. Schlimmer noch: Mehr als ein Drittel des Kulturdenkmals wurde bei den Bauarbeiten komplett abgetragen, für immer zerstört. Vom Tor in der ehemaligen Stadtmauer ist nichts mehr vorhanden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-800x533.jpg" alt="Heute zerstörte Teile der antiken Stadtmauer in Porto Romano" class="wp-image-2458" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-800x533.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-350x233.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-1536x1024.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker.jpg 1983w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Heute zerstörte Teile der antiken Stadtmauer in Porto Romano – Aufnahme des Tors der Mauer von Portëz aus dem Jahr 2018</em></figcaption></figure>



<p>Die kläglichen Reste der römische Stadtmauer (neues <a href="https://amfora.al/monumenti-gjysme-i-shkaterruar-ne-porto-romano-i-burgosur-brenda-portit-te-hidrokarbureve/" data-type="URL" data-id="https://amfora.al/monumenti-gjysme-i-shkaterruar-ne-porto-romano-i-burgosur-brenda-portit-te-hidrokarbureve/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildmaterial soeben von »Amfora« publiziert</a>) stehen jetzt inmitten der Kai-Anlagen des Hafens, von Lastwagen, Baumaterialien und weiteren Gütern zugestellt. Das Kulturdenkmal ist nicht geschützt, nicht zugänglich und nicht markiert. Die Behörden seien sich der Situation bewusst,&nbsp;aber niemand sei eingeschritten, schrieb »Amfora«.</p>



<p>Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Mauer von Portëz nach 16 Jahrhunderten »endgültig Geschichte ist«. </p>
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		<title>Zerstören von Burgen mit System</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/750</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Feb 2012 13:38:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[In Albanien gibt es viele Burgen, und diese scheinen dem Staat zur Last zur Fallen. Ihm fehlt es an Geld, um all die alten Gemäuer zu unterhalten. Im Ministerium für Toursimus, Kultur, Jugend und Sport habe man jetzt eine Lösung hierfür gefunden, berichten albanische Medien. Man wolle die rund 40 alten Gemäuer langfristig verpachten, damit ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/750">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Albanien gibt es viele Burgen, und diese scheinen dem Staat zur Last zur Fallen. Ihm fehlt es an Geld, um all die alten Gemäuer zu unterhalten.</p>
<p>Im <em>Ministerium für Toursimus, Kultur, Jugend und Sport</em> habe man jetzt eine Lösung hierfür gefunden, berichten albanische Medien. Man wolle die rund 40 alten Gemäuer langfristig verpachten, damit Private diese nach eigenem Gusto nutzen, Gewinn daraus ziehen und zumindest in der Theorie auch unterhalten.</p>
<p>Diese Idee stiess bei vielen Historikern und Journalisten auf heftige Kritik. Es gibt auch schon Beispiele, wie so etwas enden kann, wenn die antiken und mittelalterlichen Zeugnisse plötzlich Rendite erzielen müssen. Die <em>Burg Lëkurs</em> bei Saranda bietet in historischen Gemäuern Getränke und Essen mit schönster Aussicht über die südalbanische Küste und Korfu. Das luxuriöse Restaurant wurde mitten im Hof der alten Burg gebaut. Die Anlage ist schön gestaltet und bietet viel Gemütlichkeit, wurde aber sicherlich nicht ohne Schäden an den historischen Steinen so gebaut.</p>
<p>Noch viel schlimmer ist die Burg Petrela südlich von Tirana, für deren Missgestaltung die Behörden selber verantwortlich sind. Hier wurden von Weitem sichtbare Aufbauten aus Holz ergänzt, die heute als Bar dienen und das Aussehen der Burg deutlich verändern. Entstanden ist ein Mini-Disneyland.</p>
<p><div id="attachment_751" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Albania_petrela_castle.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-751" class="size-full wp-image-751 " title="Burg Petrela" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/02/Albania_petrela_castle.jpg" alt="Burg Petrela, Tirana, Albanien" width="400" height="275" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/02/Albania_petrela_castle.jpg 400w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/02/Albania_petrela_castle-300x206.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><p id="caption-attachment-751" class="wp-caption-text">Burg Petrela, Tirana, Albanien (Foto: Ilir Kullolli)</p></div></p>
<p>Einerseits dienen solche Investitionen sicherlich der Entwicklung des Tourismus in Albanien und vieler abgelegener Regionen. Auf der anderen Seite ist die Empörung über diese Pläne des Ministeriums gut zu verstehen: Es droht die Zerstörung und die Privatisierung von historischem Kulturgut.</p>
<p>&gt;&gt; EurasiaReview: <a title="EurasiaReview" href="http://www.eurasiareview.com/19022012-privatizing-albanian-castles-worries-heritage-experts/" target="_blank">»Privatizing Albanian Castles Worries Heritage Experts«</a><br />
&gt;&gt; TemA Online: <a title="TemA Online" href="http://www.gazetatema.net/web/2012/01/28/skandalipse-40-kala-dhe-monumente-te-shqiperise-do-te-%E2%80%9Cshiten%E2%80%9D-nga-instituti-i-monumenteve/" target="_blank">»SKANDALI: Pse 40 kala dhe monumente të Shqipërisë do të “shiten” nga Instituti i Monumenteve?«</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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