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	<title>Geschichte &amp; Kultur &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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	<title>Geschichte &amp; Kultur &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Podcast »Die Botschaft«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Dec 2024 16:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[1990]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaftsflucht]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Podcast »Die Botschaft. Europas letzter Mauerfall« ist wohl nicht nur die erste Podcast-Serie auf Deutsch zu Albanien. Es ist auch eine spannende Geschichte und eine einzigartige journalistische Reportage.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vielleicht geht es euch ja dieser Tage wie mir: Endlich mal Zeit, um in Ruhe einen Podcast zu hören. Ich kann es empfehlen!</p>



<p>Der Podcast »Die Botschaft. Europas letzter Mauerfall« ist wohl nicht nur die erste Podcast-Serie auf Deutsch zu Albanien. Es ist auch eine spannende Geschichte und eine einzigartige journalistische Reportage.</p>



<p>Es ist Juli 1990, als ein paar junge Männer in die Deutsche Botschaft in Tirana flüchten. Wenig Tage später sind es über 3000 Menschen, die in der deutschen Vertretung Zuflucht gesucht haben. Ein unglaubliches Gedränge, katastrophale hygienische Zustände in der sommerlichen Hitze, kaum Wasser, kaum Brot.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/tirana1990-mauerdurchbruch-by-lotharparzeller"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="533" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tirana1990-Mauerdurchbruch-by-LotharParzeller-800x533.jpg" alt="Das Foto zeigt den Garten der Deutschen Botschaft gleich nach dem Durchbruch des Lastwagens durch die Mauer – Menschen rennen herum, Staub liegt in der Luft" class="wp-image-2523" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tirana1990-Mauerdurchbruch-by-LotharParzeller-800x533.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tirana1990-Mauerdurchbruch-by-LotharParzeller-350x233.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tirana1990-Mauerdurchbruch-by-LotharParzeller-1536x1024.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tirana1990-Mauerdurchbruch-by-LotharParzeller.jpg 1875w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Garten der Botschaft gleich nach dem Durchbruch des Lastwagens – Menschen rennen herum, Staub liegt in der Luft (Juli 1990)</figcaption></figure>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.albanien.ch/une/tschinderle-troelenberg-im-studio-by-ilir-tsouko"><img decoding="async" width="350" height="525" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tschinderle-Troelenberg-im-Studio-by-Ilir-Tsouko-350x525.jpg" alt="Franziska Tschinderle und Anja Troelenberg im Studio" class="wp-image-2524" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tschinderle-Troelenberg-im-Studio-by-Ilir-Tsouko-350x525.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tschinderle-Troelenberg-im-Studio-by-Ilir-Tsouko-800x1200.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/12/Tschinderle-Troelenberg-im-Studio-by-Ilir-Tsouko.jpg 853w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Autorinnen des Podcasts Franziska Tschinderle und Anja Troelenberg im Studio</figcaption></figure></div>


<p>Die Journalistinnen Franziska Tschinderle und Anja Troelenberg haben mit Zeitzeugen gesprochen und in den Archiven recherchiert. Entstanden ist ein »Politthriller«: Eine eindrückliche Darstellung der Ereignisse, die das kommunistische Regime in Tirana erstmals stark zum Wanken brachten. Eine unglaubliche Geschichte, wie sie wohl nur Albanien schreiben kann.</p>



<p>Der fünfteilige Podcast lässt zahlreiche Albaner, denen damals die Flucht in die Botschaft gelang, zu Wort kommen. Sie sprechen mit dem Botschaftsrat Werner Daum, der als Repräsentant Deutschlands vor Ort versuchte, irgendwie einen Weg aus dem Chaos zu finden. Und sie lassen sich vom Polizisten Lothar Parzeller berichten, wie er damals in Tirana die Massenflucht erlebte.</p>



<p>Die Botschaftsflucht war eines der bedeutendsten Ereignisse in der jüngeren Geschichte und verdient die vertiefte Auseinandersetzung. Aber auch alle, die mit den Ereignissen vertraut sind, erfahren in diesem Podcast noch viele Details: von einem Schaf, von der in der Botschaft geborenen Germania, die nicht so heisst, und von den Beweggründen und Erlebnissen der vielen Albaner, die ihr Leben riskierten in der Hoffnung auf ein besseres Leben.</p>



<p><a href="https://sound.orf.at/podcast/oe1/die-botschaft-europas-letzter-mauerfall" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><i class="wp-svg-headphones headphones"></i> Podcast hören</a> </p>



<p><a href="https://oe1.orf.at/botschaft" data-type="link" data-id="https://oe1.orf.at/botschaft" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><i class="wp-svg-arrow-right arrow-right"></i> Mehr Informationen über die Botschaftsflucht in Tirana und den Podcast</a></p>



<p></p>
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		<title>Ura e Zogut – Entstehung und Vergänglichkeit einer Brücke</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2502</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jun 2024 18:51:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Endeckt-erforscht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Nordalbanien]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizer]]></category>
		<category><![CDATA[Zogu]]></category>
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					<description><![CDATA[Neues Archivmaterial zur Zogu-Brücke in Nordalbanien]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>1926 und 1927 wurde in Nordalbanien das grösste Infrastrukturprojekt im jungen Staat realisiert: Der Bau der Brücke über den Fluss Mat bei Milot, die allgemein als Zogu-Brücke bekannt wurde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="800" height="503" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/ura-e-zogut-800x503.jpg" alt="Die Brücke Ura e Zogut in Nordalbanien" class="wp-image-2504" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/ura-e-zogut-800x503.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/ura-e-zogut-350x220.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/ura-e-zogut-1536x965.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/ura-e-zogut-2048x1287.jpg 2048w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Über die unter Ahmet Zogu erbaute Brücke und ihren allmählichen Verfall wurde schon viel geschrieben und berichtet – unten einige Links zu interessanten Webseiten.</p>



<p>Als Schweizer fühle ich mich aber auch sonst verbunden mit dieser Brücke, denn der Schweizer Ingenieur Erwin Schnitter war auf der Baustelle verantwortlich für die Arbeiten und Realisierung. Dies war ein Grund, weshalb wir uns in der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.schweiz-albanien.ch" data-type="URL" data-id="https://www.schweiz-albanien.ch" target="_blank">Gesellschaft Schweiz-Albanien</a> entschieden, unser Logo an diesen Bau anzulehnen, sehen wir uns ja auch als Brückenbauer zwischen den beiden Nationen.</p>



<p>Bis heute nicht ganz klar ist jedoch, von wem die Entwürfe für diesen ikonischen, auf der Welt einzigartigen Bau stammten. Gewisse Quellen erwähnen den Stuttgarter Professor Emil Mörsch, andere erwähnen ihn aber nicht, dafür den Schweizer Ingenieur Gerold Schnitter.</p>



<p>Wieder einmal war es Zeit, noch etwas genauer zu wühlen, zu suchen und hoffentlich auch weitere Quellen zu finden und hier darüber zu berichten.</p>



<p>Gerold Schnitters Nachlass ging an die ETH Zürich über. Dort liegt deswegen auch ein Büchlein mit dem Titel »Lavori eseguiti e progetti compilati«, in dem Gerold Schnitter seine Arbeiten in der Zeit während seiner Anstellung bei Mazarano e Co. in Triest (1925 bis 1929) dokumentierte. Ein Blick hinein zeigt klar, dass auch Gerold Schnitter an der Brücke gearbeitet hat.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="412" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/Gerold-Schnitter-sketch-Ura-e-Zogut-800x412.jpg" alt="Sketch of Ura e Zogut in Gerold Schnitter's work diary" class="wp-image-2506" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/Gerold-Schnitter-sketch-Ura-e-Zogut-800x412.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/Gerold-Schnitter-sketch-Ura-e-Zogut-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/Gerold-Schnitter-sketch-Ura-e-Zogut-1536x792.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/06/Gerold-Schnitter-sketch-Ura-e-Zogut.jpg 1957w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Skizze der Ura e Zogut aus Gerold Schnitters Projektbuch</figcaption></figure>



<p>Vielleicht findet sich ja mal ein Bauingenieur, der mir erklären kann, was da alles berechnet wird. Es finden sich Kalkulationen zu Kosten, Belastung und benötigtes Material. Aber ganz genau verstehe ich das Fachchinesisch auf Italienisch natürlich nicht. Das Arbeitsjournal erläutert auch nicht, wer die erste Entwürfe für die Brücke gezeichnet hat.</p>



<p>Gerade in dieser Zeit, wo die Brücke vielleicht morgen einstürzt oder doch noch rechtzeitig restauriert wird, möchte ich diese Informationen nicht einfach im Archiv verstauben lassen. Deswegen habe ich <a href="https://www.albanien.ch/une/ura-e-zogut-work-journal-of-gerold-schnitter" data-type="URL" data-id="https://www.albanien.ch/une/ura-e-zogut-work-journal-of-gerold-schnitter">die Seiten aus dem Arbeitsjournal hier auf der Website veröffentlicht</a> für alle Interessierte.</p>



<p>Weitere Links, die die Brücke gut dokumentieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ura_e_Zogut" data-type="URL" data-id="https://de.wikipedia.org/wiki/Ura_e_Zogut" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikipedia: Ura e Zogut</a></li>



<li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=4T0a2NHFnXM" data-type="URL" data-id="https://www.youtube.com/watch?v=4T0a2NHFnXM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">YouTube: Reportage von Alice Taylor über die Geschichte und den Zerfall der Brücke</a></li>



<li><a href="https://doi.org/10.5169/seals-42536" data-type="URL" data-id="https://doi.org/10.5169/seals-42536" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Erwin Schnitter: Der Bau der Straßenbrücke »Ura-Zogu« über den Mati-Fluss in Albanien</a></li>
</ul>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Albanien 1930 – Reiseeindrücke</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2492</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Apr 2024 09:17:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
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		<category><![CDATA[Zogu]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenkriegszeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Auszüge aus »Prof. Dr. Martin Rikli: Reiseeindrücke aus Albanien«, erschienen 1931 in den »Raschers Monatsheften«, einer Zürcher Zeitschrift. Raschers Monatshefte war eine »kulturelle Querschnittszeitschrift« aus Zürich (Verlag Rascher), die 1931 im 4. Jahrgang aus wirtschaftlichen Verhältnissen eingestellt wurde. Darin waren Texte und Bilder verschiedenster Autoren zu einer breiten Palette von Themen publiziert – darunter auch ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2492">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auszüge aus »Prof. Dr. Martin Rikli: Reiseeindrücke aus Albanien«, erschienen 1931 in den »Raschers Monatsheften«, einer Zürcher Zeitschrift.</p>



<span id="more-2492"></span>



<p>Raschers Monatshefte war eine »kulturelle Querschnittszeitschrift« aus Zürich (Verlag Rascher), die 1931 im 4. Jahrgang aus wirtschaftlichen Verhältnissen eingestellt wurde. Darin waren Texte und Bilder verschiedenster Autoren zu einer breiten Palette von Themen publiziert – darunter auch ein Vorabdruck von C.G. Jung über »Seelenprobleme«.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2499"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="508" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-350x508.jpg" alt="Porträt von Martin Rikli in Anzug um 1920 " class="wp-image-2499" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-350x508.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-800x1160.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-1059x1536.jpg 1059w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-1412x2048.jpg 1412w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-scaled.jpg 1766w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Martin Rikli um 1920</figcaption></figure></div>


<p>Mehr bekannt ist über den Autor dieser Reiseeindrücke aus Albanien: Martin Rikli war ab 1909 Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Der Botaniker hatte einen Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum und bereiste die Länder der Region intensiv. Der in Basel geborene Forscher hatte vor allem in Zürich Spuren hinterlassen als Mitgründer und Leiter der Volkshochschule, Präsident der Naturforschenden Gesellschaft Zürich und in verschiedenen weiteren Funktionen. </p>



<p>Im Herbst 1930 reiste Rikli nach Albanien. Sein Reisebericht, der auf vier Ausgaben der Zeitschrift verteilt war, präsentierte damals den Lesern ein Land, das noch viel unbekannter und fremder war, als es heute ist. Mit den folgenden Auszügen wollen wir ein Bild der damaligen Verhältnisse vermitteln. Sie geben Einblick in das junge Albanien, rund zehn Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und der Wiedererlangung der Eigenständigkeit. Seine Schreibweisen und Formulierungen wurden weitestgehend beibehalten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Noch vor kaum einem Menschenalter war Albanien ein nahezu verschlossenes Land, über das nur spärliche Nachrichten weniger Forschungsreisender vorlagen. Die hafenlose, malariaverseuchte Küste, ein unübersichtliches, fast wegloses gebirgiges Hinterland, ein Volk, das in zahlreiche sich immer befehende Stämme zerfiel und in einzelnen, in sich abgeschlossenen Landschaften lebte, die untereinander fast ohne Verkehr blieben, das waren alles Momente, die einen sehr wirksamen Schutz gegen das Eindringen westeuropäischer Kultur bedeuteten.«</p>
</blockquote>



<p>Das Land entwickelte sich gerade heraus aus der osmanischen Rückständigkeit:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Heute befindet sich Albanien mitten in einer Entwicklung, die vielfach ganz amerikanisch anmutet. Auf Schritt und Tritt begegnet man einem gerade grotesken Mischmasch von Okzident und Orient, von Primitivität und Modernismus letzter Observanz, kurz gesagt, von alter und neuer Zeit.«</p>
</blockquote>



<p>Noch immer war es abseits der gängigen Reiserouten –&nbsp;erst 100 Jahre später begann sich dies zu ändern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Touristenlang ist Albanien noch nicht. Der Fremdenstrom reicht bis an seine Nordgrenze. Vor den Toren Albaniens macht er plötzlich Halt. Was von Norden kam, strömt nun wieder zurück oder geht über Meer nach Ancona oder Bari. Dubrovnik […] ist im Herbst von Fremden, besonders von Deutschen und Österreichern, überfüllt, so daß man Mühe hat, Platz zu finden […]. Ganze Autokolonnen gehen täglich über Kotor nach Cetinje. Hier macht alles kehrt, als ob Albanien ein verwunschenes Land wäre. So sind die Straßen nach Süden verlassen und menschenleer.«</p>
</blockquote>



<p>Nicht nur im Tourismus, auch in der Natur sah Rikli viel Potenzial:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Im Gegensatz zur Steilküste Dalmatiens zeigen die meernahen Gebiete [Albaniens] hauptsächlich Flachland. […] Dahinter erheben sich Berge, die größtenteils sehr gut bewaldet sind. Neben Buschwald trifft man prächtigen Hochwald, in dem verschiedene Arten der Eiche vorherrschen. Die dem Hinterland entströmenden mächtigen Flüsse führen selbst noch am Schluß der Trockenheit ansehnliche Wassermassen. […] Bedenken wir, daß zu diesen reichlichen Niederschlägen vielfach auch noch günstige Bodenverhältnisse kommen: feiner und sehr fruchtbarer Schwemmlandboden, eisenschüssige Terra rossa und auch Löß, so erscheinen die Zukunftsaussichten Albaniens geradezu glänzend. Es gilt nur, die malariaschwangeren Sumpfgebiete zu entwässern; dafür zu sorgen, daß die großen Wassermassen nicht unbenutzt ins Meer abfließen, sondern durch ein Netz sorgfältig ausgebauter Bewässerungskanäle dem Lande zum Segen werden. Dann wird das milde Kli,a und die südliche Sonne das ihre dazu beitragen, um aus dem bisher vernachlässigten und wenig bevölkerten Land einen wahren Fruchtgarten zu schaffen.«</p>
</blockquote>



<p>Diese Pläne – die nicht zwingend von Rikli stammen –&nbsp;wurden in den folgenden Jahrzehnten umgesetzt.</p>



<p>In den Schilderungen des Botanikers nehmen natürlich die Vegetation und Landwirtschaft Albaniens viel Platz ein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Hauptfrucht ist Mais, der Anfang Oktober eingeerntet wird. Längst eingebracht sind dann Weizen und Gerste, die viel weniger Raum in Anspruch nehmen. Daneben sieht man in kleinen Parzellen oft Tabak angepflanzt. An den Lauben der Häuser werden die Blätter zum Trocknen an langen Schnüren aufgehängt. Mehr versuchsweise wird gelegentlich auch Baumwolle gehalten. Kleine Äckerchen sahen wir in der Umgebung von Tirana und bei Elbasan. Der Ölbaum [= Olivenbaum] spielt lange nicht die Rolle, wie in den übrigen Mittelmeerländern. Ebenso hat die Weinrebe in diesem vorwiegend mohammedanischen Land nur untergeordnete Bedeutung. Man hält sie daher fast ausschließlich der Trauben wegen. So ist sie zur Gartenpflanze geworden, die als Liane den ums Haus angelegten Obsthain ziert und in sehr vielen Rassen gehalten, köstliche Früchte liefert.<br><br>Ein ganz ungewohntes Bild für Mittelmeerländer ist der ungewöhnlich reiche Viehstand. Vor allem fällt die Menge an Rindern auf, einer struppig kleinen, fast zwerghaften Rasse. […] Umso fremder mutet die geradezu vorsintflutliche Erscheinung des hauptsächlich als Zugtier verwendeten schwarzen Wasserbüffels an. Es ist ein starkes Tier mit weit ausladendem Gehörn und unglaublich stumpfsinnigem Gesichtsausdruck […]. Ihm ist das Baden in Pfützen oder im Schlamm der Sümpfe Lebensbedürfnis. Wenn er den Fluten entsteigt, den ganzen Körper mit Schmutz bedeckt, kann er geradezu als Sinnbild der Häßlichkeit gelten.«</p>
</blockquote>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2494"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="586" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929-800x586.jpg" alt="Historisches Foto aus Nordalbanien: ein Ochsenkarre auf einer Landstrasse mit einem Albaner daneben" class="wp-image-2494" style="width:400px;height:293px" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929-800x586.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929-350x256.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929.jpg 1024w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nordalbaner mit Ochsenkarren – Foto: Carleton Coon, 1929</figcaption></figure></div>


<p>Der Wasserbüffel scheint nicht die Sympathie des Autoren gewonnen zu haben. Bei der albanischen Bürokratie und Verwaltung war ihm ein Urteil schwieriger. Vergeblich hatte er versucht, in Genf, Mailand oder Dubrovnik ein Visum zu erhalten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Die Einreise in Albanien hat ihre Schwierigkeiten. Davon läßt sich einiges erzählen, was ganz orientalisch anmutet. […] So schifften wir uns auf einem italienischen Dampfer nach Durazzo ein in der Erwartung, daß die Bemerkung unseres Reisehandbuches, die Hafenbehörden […] hätten das Recht, Einreisebewilligungen zu erteilen, zutreffe. Völlig ungewiß über unsere nächste Zukunft fuhren wir dem gesetzten Ziel entgegen. […]<br><br>In Erwartung der Gesundheits- und Polizeibehörden. Die sich gegen eine Stunde Zeit ließen, genießen wir noch vom Deck des Schiffes aus den ersten Anblick des Landes. Im Osten der Stadt bemerkt man eine große Lagune mit anschließenden, ausgedehnten, im Sommer fieberschwangeren Sümpfen. Nur ein schmaler Dünenstreifen ermöglicht die direkte Verbindung [von Durrës] mit dem Lande. […]<br><br>Der Polizeikommissär gestattet uns schließlich an Land zu gehen und bestellt uns auf das Paßbureau. Hier scheint die Bezeichnung ›professore‹ eine für uns günstige Stimmung ausgelöst zu haben. Wir erhalten die Pässe mit der Einreiseerlaubnis zurück, doch als ich ›pagare‹ sage, schüttelt der Beamte den Kopf. Es will mir dies nicht einleuchten. Mitreisende Engländer haben in London für das Visum je ein Pfund bezahlt und hier sollte man leichten Herzens auf 50 frs. verzichten? In Anbetracht unserer unabgeklärten Lage war ich auf Verweigerung der Einreise oder eine Extraschröpfung gefaßt und sah daher in dieser Geste nur eine orientalische List, hinter der neue Schwierigkeiten lauern. […] Da kommt der Offizier auf mich zu, schüttelt mir die Hand, führt mich vor das Bild des Königs und sagt mit sichtlichem Stolz: ›Unser König zahlt.‹ Daß ein König für mich zahlt, ist mir noch nie vorgekommen und wird wohl auch nie mehr vorkommen. Eine bessere Methode, um Interesse und Sympathie für Seine Majestät zu werben, dürfte es kaum geben. […] Damit war die Sache erledigt, Albanien stand uns offen.«</p>
</blockquote>



<p>Die Sprache und Sprachkenntnisse der Albaner war damals erst recht herausfordernd –&nbsp;die Problemlösung bleibt die gleiche:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Einige Sorge bereitete die Verständigungsfrage, doch auch sie verlor in diesem merkwürdigen Lande schon am ersten Tage ihre ernste Seite und bekam gleich einen komischen Akzent, als der Wirt uns mit den Worten zum Abendessen einlud: ›Pranzo fertig, if you please.‹ In größeren Ortschaften verfügt beinahe jeder Albanese über einige Brocken der wichtigsten europäischen Sprachen, und kommt man zu keinem Ergebnis, so gibt es sicher Nachbarn, die sofort hilfsbereit herbeieilen.«</p>
</blockquote>



<p>Während wir uns heute beim Geld mit alten und neuen Lek abmühen, gab es vor 100 Jahren noch viel grössere Probleme, die entfern an die 1990er Jahre erinnern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Noch einzigartiger sind die Geldverhältnisse. Es zirkulieren so ziemlich alle Münzen Europas und der neuen Welt. […] Auf meinen ersten verausgabten Napoleon erhielt ich als Restgeld mehrere österreichische Silberkronen, zwei Lirestücke, eine Dollarnote und einige albanesische Lecks [sic!] heraus. Solche Verhältnisse scheinen einen günstigen Nährboden für allerlei Übervorteilung zu bieten. Die Bevölkerung ist aber noch nicht verdorben. Wiederholt ist es vorgekommen, daß unsere Rechenkünste nicht ausreichten und wir zu viel zahlten. Jedes Mal wurde das Zuviel zurückerstattet.«</p>
</blockquote>



<p>Rikli schildert kaum Sehenswürdigkeiten, sondern vermittelt mehr ein allgemeines Bild des Landes und des Alltags. Ausführlich widmet er sich demTreiben in den Städten wie zum Beispiel am Geburtstag des Königs in Tirana, dessen Hauptplatz er »nach der Art der ›Etoile‹ in Paris« beschreibt, oder der Kleidung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Scutari, Elbasan und Tirana liegen in weiten, fruchtbaren Becken, umgeben von einem Kranz von Bergen. Der kleinere Teil der Stadt ist jeweilen eng gebaut. Er umfaßt einige winkelige, enge Bazarstraßen, Moscheen, Amtsgebäude und Herbergen und beansprucht nur wenig Raum. Die kleinen Häuschen, oft nur von Zimmerbreite, bestehen vielfach einzig aus dem Erdgeschoß oder sind einstöckig. Im Geschäftsviertel reiht sich Butik an Butik. […] Wie im ganzen Orient spielt sich auch in Albanien das Leben hauptsächlich auf der Straße ab. Auf dieser sieht man vielfach sogar die Waren ausgebreitet, selbst Tücher, Kleidungsstücke, Gemüse, Obst und Eier. Bei einbrechender Dunkelheit werden die Waren wieder eingeholt und die Butik mit Brettern geschlossen. Nicht selten zieht sich alsdann auch der Handelsmann in diesen wenige Quadratmeter großen Raum zurück und schläft in unmöglicher Stellung, die Beine hochgezogen, auf einem Warenballen. Er spart sich so nicht nur eine Wohnung, sondern auch den Nachtwächter. Diese Budenviertel mit ihrem vielfach feuergefährlichen Inhalt sind eine beständige Gefahr. Ein ausbrechender Brand muß unbedingt zur Katastrophe werden. Es ist ein Wunder, daß dies nicht häufiger der Fall ist, werden doch inmitten dieser engen, aus Holz hergestellten Räume auf glühenden Kohlen täglich unzählige Tassen türkischen schwarzen Kaffee zubereitet und ungezählte Zigaretten angezündet. Doch Allah ist groß, Allah wacht.<br><br>Um diese Geschäfts- und Amtsstadt erstreckt sich in weitem Umkreis die Wohnstadt, so daß trotz ihrer bescheidenen Einwohnerzahl diese albanesischen Städte ungewöhnlcih große Gebiete in Anspruch nehmen und ihr Durchwandern viel Zeit erfordert. Dieser Teil der Siedelung hat den ausgesprochenen Charakter einer Gartentsadt. Von einem erhöhten Punkt der Umgebung sieht man beinahe nur die schlanken, weißen Minaretts, eingebettet in eine parkartige, herrlich grüne Landschaft. Man kann schon in der Stadt sein und hat kaum eine Ahnung davon, werden doch die menschenleeren Straßen von 2–3,5 m hohen Mauern aus Stein oder Lehm begleitet. Hinter ihnen erheben sich allerlei Obstbäume […]. Auch stattliche Schattenspender fehlen nicht, die häufigsten sind uralte orientalische Platanen, mächtige Zürgelbäume mit über halb Meter dickem Stamm […].<br><br>Durch ein offen gebliebenes Tor erhascht man gelegentlich einen flüchtigen Blick in das Innere der einzelnen Grundstücke, die neben Obstbau auch Gemüse- und Ziergärten aufweisen. Zuweilen bemerkt man auch etwas Getreide. Äckerchen mit Mais und Moorhirse (Sorghum) oder Parzellen mit Tabak.«</p>
</blockquote>



<p>Manche Sitten wurden zwischenzeitlich modernisiert, haben aber alte Wurzeln – so der anschliessende Satz zum Aberglauben:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»An den Bäumen werden öfters gebleichte Pferdeschädel befestigt, ein Zeugnis des noch herrschenden Aberglaubens der Bevölkerung; sie bilden einen Talisman, der vor bösem Blick und Verzauberung schützt und zugleich für größere Fruchtbarkeit zu sorgen hat.«</p>
</blockquote>



<p>Die Beschreibungen von dem, was sich hinter den Hofmauern verbirgt, setzt er noch um mehrere Seiten fort. Aber auch der Wandel im Land, insbesondere in Tirana, wird dokumentiert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Von Durrës kommend, begegnet man schon weit vor der Stadt modernen Gebäulichkeiten, dem Elektrizitätswerk, großen Kasernementen, den hohen Masten einer Station für drahtlose Telegraphie, der jugoslawischen Gesandtschaft und dem Flugplatz mit mächtigem Hangar […]. Dieses mehrere Kilometer lange, schnurgerade letzte Teilstück der Straße führt in das Zentrum der Stadt, auf einen großen Platz, der in vollem Umbau begriffen ist. […] großartige Boulevards, die in gar keinem Verhältnis zur heutigen Kleinstadt von kaum 15&#8217;000 Einwohnern stehen. Im ersten Teil fertig ist der mit hohen elektrischen Bogenlampen ausgestattete Boulevard Mussolini. Bei einer Breite von vollen 42 Schritten hat er schon eine Länge von mehr als einem Kilometer. […] Die Häuser sind jedoch noch spärlich. Neben sehr modernen, nüchternen Betonbauten stehen heimelige Türkenhäuser, eine feudale Kaserne, das Cinema populore, ein hocheleganter Tearoom und viele Baracken, denen man ansieht, daß, obwohl erst entstanden, ihre Tage doch schon gezählt sind. […]<br><br>Viel bietet Tirana zur Zeit sonst noch nicht. Der bescheidene Königspalast wird von Vorbauten und Mauern so umgeben, daß eine direkte Annäherung schwer fällt. Stolzer als der Bau ist die Königswache.«</p>
</blockquote>



<p>Auch der Verkehr, der Strassenbau und das Reisen waren Thema:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»In Tirana war die große Zahl an Mietautos auffallend, Pferdefuhrwerke fehlten fast ganz. Umgekehrt war das Verhältnis in Scutari. Und als wir einige Tage später in Italien, in Bari landeten, erwarteten uns am Hafen nur lange Reihen von Droschken, die wenigen Autos gehörten ausnahmslos Privaten.«</p>
</blockquote>



<p>Erstaunlicherweise war das Thema Sicherheit und Blutrache zu der Zeit noch nicht so raumfüllend wie in vielen später verfassten Berichten. Unsicher scheint sich der Reisende Rikli nicht gefühlt zu haben, so dass die Bewaffnung nur beim Thema Trachten Erwähnung findet.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Früher trug der Mann stets das Gewehr mit sich. Vor einiger Zeit hat im Unterland die Regierung durch Militär die Waffen einziehen lassen, und seither ist das Waffentragen nur mit Erlaubnisschein gestattet. Im Gebirge wurde diese Maßnahme noch nicht gewagt. Auch im Unterland scheinen sie nur zum Teil durchgeführt zu sein; viele Waffen wurden in den Wäldern und Felsklüften versteckt. Es ist vorgekommen, daß, kaum nachdem die Durchsuchugn eines Dorfes abgeschlossen war, Blutrache durch Erschießen des Gegners ausgeübt wurde. Gegen die Vendetta gehen übrigens die Behörden mit aller Strenge vor. Um die Unterstützung des Flüchtlings durch Familienangehörige und Freunde zu verunmöglichen, werden dieselben nach einem Vendettafall in eine entfernte Landesgegend evakuiert.«</p>
</blockquote>



<p>Eine knappe Seite widmet der Autor auch der Stellung der Frau:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Die Frau hat in Albanien ein schweres Leben. Ihre Arbeitskraft wird über alles Maß ausgenützt. Auf schmalem, steilem Bergpfad sieht man sie schwere Lasten tragen, dabei die mitziehenden Kinder betreuen und dazu erst noch spinnen. Hat sie einen Säugling, so wird derselbe samt der Wiege auf dem Rücken mitgeschleppt […]. Neben seiner Familie schreitet stolz der Mann, nur mit einem Stock in der Hand; wir haben uns oft darüber aufgehalten. Die Erklärung soll darin zu suchen sein, daß der Mann bis vor kurzer Zeit die Aufgabe hatte, die Frau zu schützen. Da ihm nun die Waffen genommen worden sind, fällt diese Mission dahin. Mache Arbeiten hält er aber jetzt noch als unter seiner Würde stehend. So verbringt er einen großen Teil seiner Zeit mit Herumlungern, Kaffeetrinen, Zigarettenrauchen. Leichter ist es, die Waffen wegzunehmen, als zur Arbeit zu erziehen.«</p>
</blockquote>



<p>Rückblickend scheint Rikli die Zeit in Albanien genossen zu haben. Eine Spur Zweifel zur Zukunft des Landes scheint in den Schlussworten aber doch durchzudringen. Die Verhältnisse und Entwicklung scheint bei ihm zwiespältige Gefühle hinterlassen zu haben. So bezieht er sich da auf die vielen Krähen, die in Massen ängstlich und hilflos durch Tiranas Himmel flogen, als 52 italienische Flugzeuge zu Ehren des Königs an seinem Geburtstag über der Stadt kreisen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»[…] und wenn ich heute an Albanien zurückdenke, das uns so gastlich aufgenommen hat so will ich gerne hoffen, daß dieser Vogel [die Krähe], von alters her das Symbol der Allwissenheit, aber auch die Personifikation des Todesschattens, am Geburtstag des Königs nicht zum Unglücksboten geworden ist.«</p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size">   <br><em>Das Foto mit dem Ochsenkarren stammt vom umstrittenen amerikanischen Anthropologen Carleton S. Coon, der 1929 Nordalbanien bereiste.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Österreichische Militär-Seilbahn in Nordalbanien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 20:46:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Eisenbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Erster Weltkrieg]]></category>
		<category><![CDATA[Seilbahn]]></category>
		<category><![CDATA[Strassen]]></category>
		<category><![CDATA[Strassenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Sumpf]]></category>
		<category><![CDATA[Transport]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Bild zur Geschichte: die 42 Kilometer lange Seilbahn der österreichischen Armee in Nordalbanien]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor rund acht Jahren bin ich auf die »Geschichte« der Seilbahn gestossen, die die Österreicher während dem Ersten Weltkrieg in Nordalbanien bauten: In der sumpfigen, weglosen Küstenebene war die Seilbahn der einfachste Weg, um den Transport von Munition und anderen Gütern an die Front im Süden sicherzustellen. Solche Seilbahnen waren zwar nicht einzigartig und gerade in gebirgigen Gebieten von Südtirol über Montenegro bis Nordmazedonien im Einsatz. Auch die Italiener bauchten in Südalbanien Seilbahnen zur Versorgung der Front. Die 42&nbsp;Kilometer lange Seilbahn durch die Ebene von Lezha nach Vora war aber schon eine sehr bemerkenswerte Transportanlage.</p>



<p>Was damals zu finden war an Informationen, trug ich in einem <a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1362" data-type="post" data-id="1362"><i class="wp-svg-arrow-right arrow-right"></i> Blogbeitrag</a> zusammen.</p>



<p>In den letzten Jahren stiess ich immer wieder auf einen Hinweis auf diese Seilbahn. Aber meist eher nur kurze Randnotizen. Insbesondere Bild-Material war rar – zuerst verfügte ich nur über eine Postkarte, die im Hintergrund verschwommen eine Seilbahnstation der Österreicher östlich von Elbasan zeigte.</p>



<p>Irgendwann stiess ich dann noch auf ein Foto von der anderen Seite der Front: eine Seilbahn der italienischen Armee. Das eindrückliche Bild mit der »Gondel« zeigt einerseits, dass Seilbahnen damals nicht so komfortabel waren – aber die Nutzung durch Menschen war auch nicht von den Machern beabsichtigt. Andererseits ist auf dem Bild Robert Vaucher zu sehen. Der Neuenburger Journalist, geboren in La Brévine im Schweizer Jura und für französische Zeitungen unterwegs, war der erste Reporter, der Ende 1916 in französischen Medien vom Kriegsschauplatz in Albanien berichtete (seine Artikel und Bilder erschienen 2020 in Tirana als Nachdruck).</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="706" height="512" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/01/Italian-Military-Cableway-Albania-MdlC-APOR079753.jpeg" alt="Militärische Seilbahn in Albanien im Gebiet Vjosa – zeitgemässes Foto" class="wp-image-2480" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/01/Italian-Military-Cableway-Albania-MdlC-APOR079753.jpeg 706w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/01/Italian-Military-Cableway-Albania-MdlC-APOR079753-350x254.jpeg 350w" sizes="auto, (max-width: 706px) 100vw, 706px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto der Seilbahn in den Bergen Südalbaniens (Vjosa-Front) mit Reporter Robert Vaucher aus dem Archiv des französischen Ministeriums für Kultur, 1916</figcaption></figure></div>


<p>Gestern wurde ich dank Fleiss und Neugier vom Glück belohnt: In den Untiefen von Wikipedia-Kategorien stiess ich zufällig auf den ersten fotografischen Nachweis der Seilbahn in Nordalbanien. Auch dieses Bild erlaubt Einblicke: alles eher einfach –&nbsp;aber in einem sumpfigen Gebiet ohne Strassen konnte auf die Schnelle in Kriegszeiten kein Luxus realisiert werden. Vieles wirkt improvisiert, und das Reisen damit anstelle der Transportsäcke war sicherlich sehr abenteuerlich. Wer ganz genau hinschaut, sieht im Hintergrund noch einen Soldaten, der da per Seilbahn durch Nordalbanien düste.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/01/Austrian-Military-Cableway-Albania-ONB-BildID-15531695-800x577.jpg" alt="Militärische Seilbahn in Albanien bei Mamurras – zeitgemässes Foto" class="wp-image-2478"/><figcaption class="wp-element-caption">Foto der Seilbahn in den Sümpfen westlich von Mamurras aus dem Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek, 1916–1918 </figcaption></figure>



<p>Ein eher unscheinbares Bild aus dem Archiv der Österreichischen Nationalbibliothek konnte somit mit der Geschichte dazu verknüpft werden. Und umgekehrt: Endlich hat diese Episode in der albanischen Transportgeschichte auch ein richtiges Bild dazu.</p>



<p><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1362" data-type="post" data-id="1362"><i class="wp-svg-arrow-right arrow-right"></i> Mehr zur Seilbahn im ersten Blogbeitrag »Mit der Seilbahn durch den Krieg«</a></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Neuer Hafen ohne alte Mauern</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2463</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jul 2023 16:12:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Durrës]]></category>
		<category><![CDATA[Hafen]]></category>
		<category><![CDATA[Kastrati]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturdenkmal]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturgüter]]></category>
		<category><![CDATA[Zerstörung]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Hafenneubau in Durrës antikes Kulturdenkmal zerstört]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Betonisierung und Zerstörung von historischem Erbe sind in Albanien immer wieder ein Thema. So wurde in Tirana zum Beispiel das <a href="https://www.albanien.ch/bb/2020/05/ramas-kampf-gegen-theater-und-viren/" data-type="URL" data-id="https://www.albanien.ch/bb/2020/05/ramas-kampf-gegen-theater-und-viren/">Nationaltheater mutwillig abgebrochen</a>, um einem Neubau Platz zu machen.</p>



<p>Dieses Mal war es aber ein Wirtschaftsunternehmen, das gegen Auflagen verstossen hat. Im Norden von Durrës wird aktuell ein neuer Containerterminal gebaut. Die Platzverhältnisse am Hafen in der Innenstadt sind zu beengt. Auch am neuen Ort stand wohl nicht Platz zur Verfügung: Ein Hügel wurde abgetragen und auch eine antike Mauer war im Weg.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/porto-romano-antique-walls"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="466" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-800x466.jpg" alt="Porto Romano: Antike römische Stadtmauer Portëz im Norden von Durrës" class="wp-image-2459" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-800x466.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-350x204.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-1536x895.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-2048x1193.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Die Mauer im Herbst 2018 – unberührt und verlassen</em></figcaption></figure>



<p>Die römische Stadtmauer von »Portëz« bei Porto Romano, rund sieben Kilometer nördlich der historischen Stadt, gehört nicht zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Durrës – aber es handelt sich um ein nationales Kulturdenkmal 1. Kategorie. Die Mauer aus dem 5. Jahrhundert schützten einst die Stadt vor Einfällen aus dem Norden. Vom Bauwerk waren noch rund 60 Meter und ein Turm erhalten. Nur wenige Besucher verirrten sich hierher an den Stadtrand: Im früheren Militärgebiet wurden die antiken Reste zwischen Pumpwerk, Ölterminals und illegalen Siedlungen von den meisten ignoriert. Für die Geschichte von Durrës ist die historische Anlage aber doch von grosser Bedeutung.</p>



<p>Wie aktuelles Bildmaterial zeigt, haben die Konzessionäre des neuen Container-Terminals wenig Verständnis für antike Kultur. Die Firma »Porti MBM – Multi Buoy Mooring«, ein von der Kastrati-Gruppe angeführtes Konsortium, schwieg bisher zu ihrem Vorgehen. Satellitenbilder zeigen aber die Wirklichkeit.</p>



<figure class="wp-block-jetpack-image-compare"><div class="juxtapose" data-mode="horizontal"><img loading="lazy" decoding="async" id="2457" src="https://i0.wp.com/www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/porto-romano-googleearth-2017.jpg?ssl=1" alt="Die antiken Mauernreste vor dem Bau des Hafens: 2017" width="1826" height="1068" class="image-compare__image-before"/><img loading="lazy" decoding="async" id="2461" src="https://i1.wp.com/www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/porto-romano-googleearth-2022.jpg?ssl=1" alt="Zubetonierter Hafen im Herbst 2022" width="1826" height="1068" class="image-compare__image-after"/></div><figcaption><em>Zubetonierter Hafen im Sommer 2017 und im Herbst 2022 – ein grosser Teil der Mauer links (gleich oberhalb vom roten Strich) wurde zerstört</em></figcaption></figure>



<p>Die antike Mauer steht jetzt mitten im Hafen auf einer weiten Betonfläche – ungeschützt vor den schweren Maschinen, Lastwagen oder anderen potenziellen Bedrohungen. Die Natur, in die die römische Stadtmauer eingebettet war, gibt es nicht mehr: Das Gelände wurde planiert, der Hügel im Süden abgetragen.</p>



<p>Die albanische Online-Publikation <a rel="noreferrer noopener" href="https://amfora.al/koncensionari-i-portit-rrafshoi-monumentin-antik-ne-porto-romano/" data-type="URL" data-id="https://amfora.al/koncensionari-i-portit-rrafshoi-monumentin-antik-ne-porto-romano/" target="_blank">»Amfora« wies schon letztes Jahr darauf hin</a>, dass die Maschinen bei den Arbeiten antike Steine beschädigt hatten. Schlimmer noch: Mehr als ein Drittel des Kulturdenkmals wurde bei den Bauarbeiten komplett abgetragen, für immer zerstört. Vom Tor in der ehemaligen Stadtmauer ist nichts mehr vorhanden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-800x533.jpg" alt="Heute zerstörte Teile der antiken Stadtmauer in Porto Romano" class="wp-image-2458" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-800x533.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-350x233.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker-1536x1024.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/07/Porto-Romano-Antique-Walls-and-Bunker.jpg 1983w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Heute zerstörte Teile der antiken Stadtmauer in Porto Romano – Aufnahme des Tors der Mauer von Portëz aus dem Jahr 2018</em></figcaption></figure>



<p>Die kläglichen Reste der römische Stadtmauer (neues <a href="https://amfora.al/monumenti-gjysme-i-shkaterruar-ne-porto-romano-i-burgosur-brenda-portit-te-hidrokarbureve/" data-type="URL" data-id="https://amfora.al/monumenti-gjysme-i-shkaterruar-ne-porto-romano-i-burgosur-brenda-portit-te-hidrokarbureve/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bildmaterial soeben von »Amfora« publiziert</a>) stehen jetzt inmitten der Kai-Anlagen des Hafens, von Lastwagen, Baumaterialien und weiteren Gütern zugestellt. Das Kulturdenkmal ist nicht geschützt, nicht zugänglich und nicht markiert. Die Behörden seien sich der Situation bewusst,&nbsp;aber niemand sei eingeschritten, schrieb »Amfora«.</p>



<p>Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die Mauer von Portëz nach 16 Jahrhunderten »endgültig Geschichte ist«. </p>
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		<title>Sport in Albanien 1954/55</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2394</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2022 16:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[20 Bilder zu Sport-Highlights in Albanien aus dem Jahr 1954/55 – Einblicke in eine abgeschiedene Gesellschaft]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Fotoalbum, das den Weg in die Bibliothek von Michael Schmidt-Neke fand, gibt interessante Einblicke in das Leben in Albanien Mitte der 1950er Jahre.</p>



<p>Fast alles im Land war damals noch im Aufbau. Auch Sport fand unter einfachsten Gegebenheiten statt – wobei damals auch bei uns Handball noch eher auf dem Feld und kaum in der Halle gespielt wurde. Es waren meist auch keine Profis, sondern einfache Ansätze eines Vereinswesens, natürlich staatlich kontrolliert, gesteuert und gefördert. Freizeitgestaltung dieser Art war damals für Albanien etwas Neues –&nbsp;auch ein Zeichen für die neuen Möglichkeiten im kommunistischen Alltag. Dass auch Frauen in kurzer Sportbekleidung sich öffentlich zeigen, wäre vor dem Krieg wohl undenkbar gewesen. Sport wurde vom Regime als gesundheitsfördernd verkauft. Insbesondere Fussball-Schauen erfreute sich bei den Männern aber grosser Beliebtheit, weil es eine unverbindliche Freizeitbeschäftigung und ein ungefährliches Gesprächsthema war.</p>



<p>Nichts bekannt ist leider über den Urheber, der diese 20 Bilder liebevoll in einem Album zusammenstellte. Vielleicht ein professioneller Fotograf? Das (leere) Album wurde aus der Tschechoslowakei importiert.</p>



<div style="height:33px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Boxen</h2>



<p>Nationale Box-Meisterschaft in Korça, darunter der dreifache Meister Todi Janku</p>



<div class="wp-block-jetpack-slideshow aligncenter" data-effect="slide"><div class="wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container"><ul class="wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper"><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Boxen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2416" data-id="2416" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-01-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-01-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-01-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-01-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-01-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Boxen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2415" data-id="2415" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-02-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-02-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-02-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-02-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-02-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Boxen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2413" data-id="2413" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-03-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-03-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-03-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-03-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-03-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Boxen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2412" data-id="2412" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-04-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-04-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-04-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-04-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-04-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li></ul><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white" role="button"></a><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white" role="button"></a><a aria-label="Pause Slideshow" class="wp-block-jetpack-slideshow_button-pause" role="button"></a><div class="wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white"></div></div></div>



<p>Turnier »10. Jubiläum der Befreiung Albaniens«&nbsp;im Qemal-Stafa-Stadion in Tirana</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-11-800x587.jpg" alt="Sport Albanien 1954 Boxen" class="wp-image-2414" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-11-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-11-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-11-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Boxen-11-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Fussball</h2>



<p>Spiel von »Partizani Tirana« gegen eine bulgarische Mannschaft, vermutlich ZSKA Sofia – im Qemal-Stafa-Stadion in Tirana</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-01-800x533.jpg" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-image-2411" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-01-800x533.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-01-350x233.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-01-1536x1024.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-01-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<p>Fussballspiel in Shkodra zwischen »Rezervat e Punës Leningradit«&nbsp;– vielleicht eine sowjetische Mannschaft auf Gasttournee – und »Puna«. Damals trugen sieben Klubs in der ersten albanischen Liga den Namen »Puna« –&nbsp;vermutlich war das die Shkodraner Mannschaft, die sich ab 1958 wieder »Vllaznia Shkodra« nannte, oder eine Auswahl albanischer Spieler. Das »Stadion Vojo Kushi« wurde in den 1990er Jahren nach der Fussballlegende Loro Boriçi umbenannt.</p>



<div class="wp-block-jetpack-slideshow aligncenter" data-effect="slide"><div class="wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container"><ul class="wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper"><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2410" data-id="2410" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-11-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-11-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-11-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-11-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-11-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2408" data-id="2408" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-12-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-12-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-12-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-12-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-12-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2406" data-id="2406" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-14-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-14-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-14-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-14-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-14-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li></ul><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white" role="button"></a><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white" role="button"></a><a aria-label="Pause Slideshow" class="wp-block-jetpack-slideshow_button-pause" role="button"></a><div class="wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white"></div></div></div>



<p>Fussballspiel zwischen »Rezervat e Punës Leningradit« und »Dinamo Tirana«&nbsp;oder einer Auswahl von Spielern aus Tirana im Qemal-Stafa-Stadion</p>



<div class="wp-block-jetpack-slideshow aligncenter" data-effect="slide"><div class="wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container"><ul class="wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper"><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2405" data-id="2405" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-31-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-31-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-31-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-31-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-31-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2404" data-id="2404" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-32-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-32-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-32-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-32-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-32-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li></ul><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white" role="button"></a><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white" role="button"></a><a aria-label="Pause Slideshow" class="wp-block-jetpack-slideshow_button-pause" role="button"></a><div class="wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white"></div></div></div>



<p>Fussballspiel: Die Mannschaft von »Puna« im Stadion von »Parizani Tirana«</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-21-800x587.jpg" alt="Sport Albanien 1954 Fussball" class="wp-image-2409" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-21-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-21-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-21-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Fussball-21-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Basketball</h2>



<p>Das Damen-Team »Studenti« tritt gegen die Spielerinnen von »Dinamo Tirana« an.</p>



<div class="wp-block-jetpack-slideshow aligncenter" data-effect="slide"><div class="wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container"><ul class="wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper"><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Basketball Frauen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2400" data-id="2400" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-11-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-11-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-11-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-11-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-11-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" alt="Sport Albanien 1954 Basketball Frauen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2399" data-id="2399" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-12-800x533.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-12-800x533.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-12-350x233.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-12-1536x1024.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-12-2048x1365.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Basketball Frauen" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2397" data-id="2397" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-13-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-13-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-13-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-13-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-13-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li></ul><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white" role="button"></a><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white" role="button"></a><a aria-label="Pause Slideshow" class="wp-block-jetpack-slideshow_button-pause" role="button"></a><div class="wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white"></div></div></div>



<p>Die albanischen Meister 1954 –&nbsp;nach Quellen müsste dies »Partizani Tirana« sein. »Partizani-Spieler« Jorgji Kona war nicht nur in der Basketball-Nationalmannschaft (und wurde 1957 mit dieser an der EM in Sofia letzter), sondern auch Volleyball-Spieler.</p>



<div class="wp-block-jetpack-slideshow aligncenter" data-effect="slide"><div class="wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container"><ul class="wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper"><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Basketball Männer" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2403" data-id="2403" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-01-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-01-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-01-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-01-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-01-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Basketball Männer" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2401" data-id="2401" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-02-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-02-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-02-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-02-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-02-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-block-jetpack-slideshow_caption gallery-caption">
</figcaption></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="Sport Albanien 1954 Basketball Männer" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2398" data-id="2398" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-03-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-03-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-03-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-03-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Basketball-03-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li></ul><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white" role="button"></a><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white" role="button"></a><a aria-label="Pause Slideshow" class="wp-block-jetpack-slideshow_button-pause" role="button"></a><div class="wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white"></div></div></div>



<div style="height:60px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Volleyball</h2>



<p>Nationale Meisterschaft in Shkodra –&nbsp;Spitzenkampf der Damen-Teams von »Dinamo Tirana« und »Partizani Tirana« und die Männer-Teams »Puna«&nbsp;und »Spartak«.</p>



<div class="wp-block-jetpack-slideshow aligncenter" data-effect="slide"><div class="wp-block-jetpack-slideshow_container swiper-container"><ul class="wp-block-jetpack-slideshow_swiper-wrapper swiper-wrapper"><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2396" data-id="2396" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-01-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-01-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-01-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-01-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-01-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li><li class="wp-block-jetpack-slideshow_slide swiper-slide"><figure><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" alt="" class="wp-block-jetpack-slideshow_image wp-image-2395" data-id="2395" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-11-800x587.jpg" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-11-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-11-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-11-1536x1126.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/12/Sportalbum-Volleyball-11-2048x1502.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></figure></li></ul><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-prev swiper-button-prev swiper-button-white" role="button"></a><a class="wp-block-jetpack-slideshow_button-next swiper-button-next swiper-button-white" role="button"></a><a aria-label="Pause Slideshow" class="wp-block-jetpack-slideshow_button-pause" role="button"></a><div class="wp-block-jetpack-slideshow_pagination swiper-pagination swiper-pagination-white"></div></div></div>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Bilder nicht unter CC-Lizenz, Urheberrechte beim unbekannten Fotografen.</p>
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		<title>Ihr Verlobter kam zurück aus dem Krieg, und sie sprachen nie mehr darüber</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2269</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2022 19:05:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
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		<category><![CDATA[Foto]]></category>
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		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Postkarten]]></category>
		<category><![CDATA[Tulla]]></category>
		<category><![CDATA[Valentina Peri]]></category>
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		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Kulturzentrum »Tulla«&#160;in Tirana ist aktuell eine Gruppenausstellung zu sehen. Ein Teil davon ist das Werk »Her Boyfriend Came Back From The War« von Valentina Peri. In diesem Projekt verfolgt die italienische Künstlerin den Militäreinsatz ihres Grossvaters in Südalbanien während des Zweiten Weltkriegs. Wie Tausende andere italienische Soldaten versuchte er nach dem 8. September 1943, ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2269">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Kulturzentrum »Tulla«&nbsp;in Tirana ist aktuell eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://beyondmatter.eu/news/matter-non-matter-anti-matter" target="_blank">Gruppenausstellung</a> zu sehen. Ein Teil davon ist das Werk »Her Boyfriend Came Back From The War« von Valentina Peri. In diesem Projekt verfolgt die italienische Künstlerin den Militäreinsatz ihres Grossvaters in Südalbanien während des Zweiten Weltkriegs. </p>



<p>Wie Tausende andere italienische Soldaten versuchte er nach dem 8. September 1943, der Verhaftung durch die Nazis zu entgehen. Er versteckte sich in Albanien und gelangte erst 1945 zu Fuss in die Heimat zurück. Er hatte nie über seine Erlebnisse berichtet – wie auch die Erlebnisse der anderen Soldaten in Italien kaum einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurden.</p>



<p>Peri fand aber 120 Fotos, Postkarten und Briefe sowie eine Art Tagebuch, nachdem der Grossvater gestorben war. Sie reiste in der Folge auf den Spuren des Nonno nach Albanien. In der Ausstellung stellt sie seine Fotos aus und setzt sie in Kontrast zum heutigen Albanien. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2271"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="275" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Valentina-Peri-Jorgucat-800x275.jpg" alt="Valentin Peri: Her boyfriend cam back from the war. And they never spoke about it. Ausstellung Tirana 2022" class="wp-image-2271" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Valentina-Peri-Jorgucat-800x275.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Valentina-Peri-Jorgucat-350x120.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Valentina-Peri-Jorgucat.jpg 1250w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Mit »Augmented Reality«&nbsp;kann man in der Ausstellung neben dem Bild an der Wand (links) weitere Informationen einblenden: ein Foto des Grossvaters vom gleichen Standort an Ostern 1942 (rechts) und ein Link zu weiterführendem Material (Screenshot)</figcaption></figure>



<p>Ihre Ausstellung beschränkt sich nicht nur auf das Material an den Wänden. Mit Hilfe von »Augmented Reality« und dem entsprechenden App kann man auf dem eigenen Smartphone weitere Infos abrufen. Und auch online stellt Valentin Peri viel Material zur Verfügung: </p>



<p>Auf ihrer Website <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.hbcbftw.com/" target="_blank">www.hbcbftw.com</a> findet sich ein Teil des reichen Fotoschatzes ihres Grossvaters, die Liebesbriefe der Grosseltern und die eigenen Erfahrungen, die Peri in Albanien gemacht hat.</p>



<p>Das Stöbern auf der Website ist empfehlenswert: spannendes Bildmaterial aus unbekannten Zeiten und unbekannten Ecken. Dazu zahlreiche nette und traurige Geschichten wie diejenige von den Schildkröten essenden Italienern oder von den Haarzöpfen der Grossmutter. Wer die Website auf einem grossen Bildschirm anschaut und auf dem Smartphone das AR-App installiert hat, kann auch dort das ergänzende Bildmaterial einblenden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/2269/tirana-tulla-exhibition"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="468" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Tirana-Tulla-Exhibition-800x468.jpg" alt="" class="wp-image-2270" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Tirana-Tulla-Exhibition-800x468.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Tirana-Tulla-Exhibition-350x205.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Tirana-Tulla-Exhibition-1536x898.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/06/Tirana-Tulla-Exhibition.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Vernissage im Tulla-Kulturzentrum</figcaption></figure>



<p></p>
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		<title>Die Re-Islamisierung des Stadtbilds von Tirana</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1974</link>
					<comments>https://www.albanien.ch/une/blog/1974#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Jan 2019 23:14:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Die fortgeschrittenen Bauarbeiten an der neuen Moschee im Stadtzentrum von Tirana lassen erkennen, wie dieser Sakralbau das Stadtbild von Tirana verändern wird. Schon in der Planung wurde erste Kritik laut: Die vielen Bleistiftminarette und Kuppeln »à la mode Turque« verweisen auf einen sehr traditionellen Islam, wie ihn die türkischen Finanziers des Projekts vertreten. Und zwischenzeitlich ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1974">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1984" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1974/namazgja-moschee-tirana-november-2018" rel="attachment wp-att-1984"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1984" class="wp-image-1984 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Namazgja-Moschee-Tirana-November-2018-350x467.jpg" alt="" width="350" height="467" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Namazgja-Moschee-Tirana-November-2018-350x467.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Namazgja-Moschee-Tirana-November-2018-480x640.jpg 480w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Namazgja-Moschee-Tirana-November-2018-800x1067.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Namazgja-Moschee-Tirana-November-2018.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1984" class="wp-caption-text">Die fast fertige Moschee im November 2018</p></div></p>
<p>Die fortgeschrittenen Bauarbeiten an der neuen Moschee im Stadtzentrum von Tirana lassen erkennen, wie dieser Sakralbau das Stadtbild von Tirana verändern wird. Schon in der Planung wurde erste Kritik laut: Die vielen Bleistiftminarette und Kuppeln »à la mode Turque« verweisen auf einen sehr traditionellen Islam, wie ihn die türkischen Finanziers des Projekts vertreten. Und zwischenzeitlich ist auch klar, dass die neue Moschee gross ist – sehr gross. Das nebenstehende Gebäude des albanischen Parlaments <a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1974/moschee-und-parlament" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wirkt im Vergleich winzig</a> – wie ein kleiner Nebenbau.</p>
<p>Frühere Projekte für eine neue Hauptmoscheein der albanischen Hauptstadt waren weit moderner. Zuerst wurden revolutionäre Bauten moderner Architektur geplant, die vor allem auch das Bild eines offenen, aufgeschlossenen Islams vertraten.</p>
<p>Aber ist es so schlimm, dass jetzt ein traditionelleres Projekt realisiert worden ist? Aus rein städtebaulicher Perspektive ist meines Erachtens gar nicht so viel dagegen einzuwenden, auch wenn der Bau nicht unbedingt nach meinem Geschmack ist.</p>
<p>Denn früher hatte Tirana ein sehr islamisches Stadtbild mit nur wenigen prägenden Gebäuden westlicher Bauart. Es dominierten die zahlreichen Moscheen mit ihren spitzen Minaretten. Es gab verwinkelte Gassen, und die meisten Wohnhäuser versteckten sich hinter Mauern. Von diesem islamischen Tirana ist kaum mehr etwas übrig geblieben. Die Stadt hat sich sehr gewandelt und ist stark in die Höhe gewachsen. Heute erinnert wenig an das islamische Erbe, und TIrana unterscheidet sich gar nicht so fest von vielen anderen modernen Grossstädten. Sogar die Et&#8217;hem-Bey-Moschee und der Uhrturm am Skanderbegplatz sind im Meer der Hochhäuser Tiranas untergegangen. Und viele der alten Moscheen sind schon früher von den Kommunisten oder anderweitig zerstört worden.</p>
<p><div id="attachment_1983" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1974/moschee-namazgje" rel="attachment wp-att-1983"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1983" class="size-medium wp-image-1983" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Moschee-Namazgje-350x233.jpg" alt="" width="350" height="233" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Moschee-Namazgje-350x233.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Moschee-Namazgje-800x533.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/01/Moschee-Namazgje.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1983" class="wp-caption-text">Ein neues Stadtbild entstand: verschnörkelte Moschee und verschnörkelter Brunnen</p></div></p>
<p>Insofern gibt die neue Moschee der Stadt ein Stück ihres verlorengegangenen Charakters zurück. Die Grösse ist notwendig, um der islamischen Gemeinschaft Albaniens ein würdiges Zuhause zu geben und im Stadtbild Tiranas auch einen würdigen Platz einzunehmen. Nur ein monumentaler Bau kann mit den Türmen der Kathderalen und den Türmen der Hochhäuser konkurrieren.</p>
<p>Natürlich wird auch in diesem Fall bedauert, dass eine weitere Grünfläche im Stadtzentrum überbaut wurde. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Wiese gar nicht immer ein Park war. Ihr Name »Namazgja« verweist auf einen alten muslimischen Gebetsplatz. Dass eine solche Freiluftanlage, die vor allem für die grossen Feiertagsgebete genutzt wurde, einem Wandel unterliegt und zu einem geschützteren Gebetsplatz umgebaut wird, ist eigentlich nur eine logische Entwicklung. Eine Entwicklung, die übrigens schon seit 1992 geplant war, als hier erstmals eine Zentralmoschee für die Muslime Albaniens gebaut werden sollte und der Grundstein für einen Neubau gelegt wurde.</p>
<p>Die Baugenehmigung enthielt auch eine Auflage: Zusammen mit der Moschee soll auch ein »Museum des Zusammenlebens« errichtet werden, das die Koexistenz verschiedener Religionen in Albanien thematisiert.</p>
<p>Die neue Namazgja-Moschee in Tirana ist also nicht nur ein Zeichen für den Islam in Albanien, sondern auch für die religiöse Vielfalt im Land und eine Erinnerung an die historischen Wurzeln der Stadt.<span id="more-1974"></span></p>
<p><blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/Bs0BUr1HKYc/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:480px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/Bs0BUr1HKYc/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 100px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 60px;"></div></div></div><div style="padding: 19% 0;"></div> <div style="display:block; height:50px; margin:0 auto 12px; width:50px;"><svg width="50px" height="50px" viewBox="0 0 60 60" version="1.1" xmlns="https://www.w3.org/2000/svg" xmlns:xlink="https://www.w3.org/1999/xlink"><g stroke="none" stroke-width="1" fill="none" fill-rule="evenodd"><g transform="translate(-511.000000, -20.000000)" fill="#000000"><g><path d="M556.869,30.41 C554.814,30.41 553.148,32.076 553.148,34.131 C553.148,36.186 554.814,37.852 556.869,37.852 C558.924,37.852 560.59,36.186 560.59,34.131 C560.59,32.076 558.924,30.41 556.869,30.41 M541,60.657 C535.114,60.657 530.342,55.887 530.342,50 C530.342,44.114 535.114,39.342 541,39.342 C546.887,39.342 551.658,44.114 551.658,50 C551.658,55.887 546.887,60.657 541,60.657 M541,33.886 C532.1,33.886 524.886,41.1 524.886,50 C524.886,58.899 532.1,66.113 541,66.113 C549.9,66.113 557.115,58.899 557.115,50 C557.115,41.1 549.9,33.886 541,33.886 M565.378,62.101 C565.244,65.022 564.756,66.606 564.346,67.663 C563.803,69.06 563.154,70.057 562.106,71.106 C561.058,72.155 560.06,72.803 558.662,73.347 C557.607,73.757 556.021,74.244 553.102,74.378 C549.944,74.521 548.997,74.552 541,74.552 C533.003,74.552 532.056,74.521 528.898,74.378 C525.979,74.244 524.393,73.757 523.338,73.347 C521.94,72.803 520.942,72.155 519.894,71.106 C518.846,70.057 518.197,69.06 517.654,67.663 C517.244,66.606 516.755,65.022 516.623,62.101 C516.479,58.943 516.448,57.996 516.448,50 C516.448,42.003 516.479,41.056 516.623,37.899 C516.755,34.978 517.244,33.391 517.654,32.338 C518.197,30.938 518.846,29.942 519.894,28.894 C520.942,27.846 521.94,27.196 523.338,26.654 C524.393,26.244 525.979,25.756 528.898,25.623 C532.057,25.479 533.004,25.448 541,25.448 C548.997,25.448 549.943,25.479 553.102,25.623 C556.021,25.756 557.607,26.244 558.662,26.654 C560.06,27.196 561.058,27.846 562.106,28.894 C563.154,29.942 563.803,30.938 564.346,32.338 C564.756,33.391 565.244,34.978 565.378,37.899 C565.522,41.056 565.552,42.003 565.552,50 C565.552,57.996 565.522,58.943 565.378,62.101 M570.82,37.631 C570.674,34.438 570.167,32.258 569.425,30.349 C568.659,28.377 567.633,26.702 565.965,25.035 C564.297,23.368 562.623,22.342 560.652,21.575 C558.743,20.834 556.562,20.326 553.369,20.18 C550.169,20.033 549.148,20 541,20 C532.853,20 531.831,20.033 528.631,20.18 C525.438,20.326 523.257,20.834 521.349,21.575 C519.376,22.342 517.703,23.368 516.035,25.035 C514.368,26.702 513.342,28.377 512.574,30.349 C511.834,32.258 511.326,34.438 511.181,37.631 C511.035,40.831 511,41.851 511,50 C511,58.147 511.035,59.17 511.181,62.369 C511.326,65.562 511.834,67.743 512.574,69.651 C513.342,71.625 514.368,73.296 516.035,74.965 C517.703,76.634 519.376,77.658 521.349,78.425 C523.257,79.167 525.438,79.673 528.631,79.82 C531.831,79.965 532.853,80.001 541,80.001 C549.148,80.001 550.169,79.965 553.369,79.82 C556.562,79.673 558.743,79.167 560.652,78.425 C562.623,77.658 564.297,76.634 565.965,74.965 C567.633,73.296 568.659,71.625 569.425,69.651 C570.167,67.743 570.674,65.562 570.82,62.369 C570.966,59.17 571,58.147 571,50 C571,41.851 570.966,40.831 570.82,37.631"></path></g></g></g></svg></div><div style="padding-top: 8px;"> <div style=" color:#3897f0; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:550; line-height:18px;">View this post on Instagram</div></div><div style="padding: 12.5% 0;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: row; margin-bottom: 14px; align-items: center;"><div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(0px) translateY(7px);"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; height: 12.5px; transform: rotate(-45deg) translateX(3px) translateY(1px); width: 12.5px; flex-grow: 0; margin-right: 14px; margin-left: 2px;"></div> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; height: 12.5px; width: 12.5px; transform: translateX(9px) translateY(-18px);"></div></div><div style="margin-left: 8px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 20px; width: 20px;"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 2px solid transparent; border-left: 6px solid #f4f4f4; border-bottom: 2px solid transparent; transform: translateX(16px) translateY(-4px) rotate(30deg)"></div></div><div style="margin-left: auto;"> <div style=" width: 0px; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-right: 8px solid transparent; transform: translateY(16px);"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; flex-grow: 0; height: 12px; width: 16px; transform: translateY(-4px);"></div> <div style=" width: 0; height: 0; border-top: 8px solid #F4F4F4; border-left: 8px solid transparent; transform: translateY(-4px) translateX(8px);"></div></div></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center; margin-bottom: 24px;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; margin-bottom: 6px; width: 224px;"></div> <div style=" background-color: #F4F4F4; border-radius: 4px; flex-grow: 0; height: 14px; width: 144px;"></div></div></a><p style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; line-height:17px; margin-bottom:0; margin-top:8px; overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/Bs0BUr1HKYc/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by albanien.ch (@alb_info)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script></p>
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		<title>Petrela: historische Burg in sich wandelnder Umgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2018 17:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Petrela]]></category>
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		<category><![CDATA[unverbaut]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als 22 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal die Burg von Petrela besucht hatte. Auf die unsäglichen Veränderungen auf der Burg, wo innerhalb des historischen Kulturdenkmals zahlreiche Bauten für ein Restaurant errichtet wurden, möchte ich gar nicht eingehen. Interessant sind aber auch die Veränderungen rund um die Burg. Petrela war einst ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1968">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 22 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal die Burg von Petrela besucht hatte. Auf die unsäglichen Veränderungen auf der Burg, wo innerhalb des historischen Kulturdenkmals zahlreiche Bauten für ein Restaurant errichtet wurden, möchte ich gar nicht eingehen.</p>
<p>Interessant sind aber auch die Veränderungen rund um die Burg. Petrela war einst ein kleines Dorf, abgelegen auf fast 500 Meter Höhe gelegen. Die Distanz nach Tirana, das in Sichtdistanz ein paar Kilometer weiter nördlich liegt, war eigentlich nicht gross. Dank asphaltierter Strasse war die Distanz auch überwindbar. Aber es waren doch Welten, die die »Metropole« vom Dorf trennten. Dort das puslierende Leben der Grossstadt, hier Esel, Hühner, Heuschober und ein kleiner Laden. Dies war auch noch im Jahr 2000 so, als ich erneut zur Burg hochfuhr.</p>
<p>Über die Jahre dehnte sich Tirana aber immer weiter ins Umland aus. Zuerst kamen die Ausflugsrestaurants: Im Sommer des Jahres 2000 wurden Aufbauten und Häuser innerhalb der historischen Burgmauern errichtet. Auch unten an der Strasse, die Tirana mit Elbasan verbindet, entstanden damals die ersten Ausflugslokale mit Swimming Pool. Während die Restaurants im Tal immer grösser wurden, wurden auch in Petrala immer mehr Gastwirtschaften errichtet – und Villen. Das Dorf wurde zum Vorort von Tirana, dank Autobahn schnell zu erreichen.</p>
<p>Petrela ist noch immer ein kleines Dorf, aber sehr symbolisch für den Wandel Albaniens. Die Bilder unten dokumentieren, wie sich Burg, Dorf und Region über die letzten 20 Jahre verändert haben.</p>
<p><div id="attachment_1965" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/petrela-burg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1965" class="size-large wp-image-1965" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Burg-800x247.jpg" alt="Burg Petrela 1995 und 2017" width="800" height="247" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Burg-800x247.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Burg-350x108.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1965" class="wp-caption-text">Die Burg von Petrela, einem abgelegenen Bergdorf, auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1995 und 22 Jahre später. Zwischenzeitlich führt eine Autobahn am Fuss des Berges vorbei und an den Hängen finden sich zahlreiche Villen und Ausflugsrestaurants. Auch die Burg selber wurde mit Aufbauten versehen und ist jetzt ein Restaurant.</p></div></p>
<p><div id="attachment_1967" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/petrela-aussicht"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1967" class="size-large wp-image-1967" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Aussicht-800x247.jpg" alt="Ausblick von Petrela in den Jahren 2000 und 2018" width="800" height="247" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Aussicht-800x247.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Aussicht-350x108.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1967" class="wp-caption-text">Ausblick von der Burg nach Westen ins Tal des Erzen. Wo im Jahr 2000 nur Felder und Dörfer weitweg von der Grossstadt waren, macht sich jetzt die Nähe zu Tirana immer deutlicher bemerkbar. Neue Strassen und viele neue Gebäude, die nichts mit Landwirtschaft zu tun haben, breiten sich aus.</p></div></p>
<p><div id="attachment_1966" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/petrela-tirana"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1966" class="wp-image-1966 size-large" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Tirana-800x247.jpg" alt="Aussicht von Petrela: Tirana im Jahr 2000 und 2018" width="800" height="247" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Tirana-800x247.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Tirana-350x108.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1966" class="wp-caption-text">Auf diesem Bildvergleich ist nicht nur zu erkennen, wie Tirana seit dem Jahr 2000 sich immer weiter ausgedehnt hat. Die Stadt ist auch in die Höhe gewachsen. Erfreulich ist, dass der Hügel vorne deutlich stärker bewaldet ist als vor knapp 20 Jahren.</p></div></p>
<p><div id="attachment_1964" style="width: 710px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1968/petrela-dorf" rel="attachment wp-att-1964"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1964" class="wp-image-1964" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Dorf-800x565.jpg" alt="Petrela Dorf in den Jahren 1995 und 2018" width="700" height="494" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Dorf-800x565.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Dorf-350x247.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><p id="caption-attachment-1964" class="wp-caption-text">Blick auf das Dorf Petrela: Viele renovierte Häuser, neue Gebäude, frischer Asphalt und viele Autos zeigt der Vergleich mit dem Jahr 1995.</p></div></p>
<p><div id="attachment_1963" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1968/petrela-ruinen" rel="attachment wp-att-1963"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1963" class="size-large wp-image-1963" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Ruinen-800x424.jpg" alt="Petrela: neues Restaurant in den alten Burgmauern" width="800" height="424" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Ruinen-800x424.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Ruinen-350x186.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1963" class="wp-caption-text">Aus Ruinen wird ein Ausflugsrestaurant: die Burg aus dem 15. Jahrhundert wurde mit vielen Aufbauten versehen, in denen heute Gäste bewirtet werden. Auf alten Festungsmauern wurden Gebäude aufgemauert, Treppen und Durchgänge wurden angelegt – historische Detailgetreue ist ein Fremdwort.</p></div></p>
<p>Weitere Beiträge zum Thema Veränderung:<br />
<a href="https://www.albanien.ch/une/blog/355"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Golem &amp; Vora 1995</a><br />
<a href="https://www.albanien.ch/une/blog/914"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Blicke zurück</a><br />
<a href="https://www.albanien.ch/nla/27/tirana2.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Tirana 1997 &amp; 2000</a><br />
<a href="https://www.albanien.ch/une/blog/750"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Zerstören von Burgen mit Symstem</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Frühlingsfest in Ostalbanien: »Dita e verës« in Dibra</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1919</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 15:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[14. März]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der »Sommertag« am 14. März – albanisch »Dita e Verës« – ist ein nationaler Feiertag. Das Frühlingsfest mit heidnischem Ursprung dauert jedoch viel länger, als nur einen Tag. Es wird in weiten Teilen Albaniens gefeiert. Anduela Kaja stellt uns vor, wie der Brauch in ihrer Heimat Dibra begangen wird. Der »Sommertag« wird in Dibra seit ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1919">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Der »Sommertag« am 14. März – albanisch »Dita e Verës« – ist ein nationaler Feiertag. Das Frühlingsfest mit heidnischem Ursprung dauert jedoch viel länger, als nur einen Tag. Es wird in weiten Teilen Albaniens gefeiert.</h4>
<h4><strong>Anduela Kaja</strong> stellt uns vor, wie der Brauch in ihrer Heimat Dibra begangen wird.</h4>
<p>Der »Sommertag« wird in Dibra seit Jahrhunderten gefeiert. Laut Volksglauben soll an diesem Tag der Sommer beginnen. Man glaubt, dass die Rituale – wenn richtig durchgeführt – eine erfolgreiche Jahreszeit bringen. Die Feierlichkeiten dauern mehrere Tage. Die Rituale in Dibra unterscheiden sich nicht nur vom Rest von Albanien, sondern variieren auch leicht je nach Gegend in der Region. Die folgende Darstellung zeigt auf, wie der »Sommertag« in den (ehemaligen) Gemeinden Gjorica und Shupenza gefeiert wird.</p>
<p><div id="attachment_1907" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1902/feuer" rel="attachment wp-att-1907"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1907" class="size-medium wp-image-1907" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Feuer-350x403.jpg" alt="" width="350" height="403" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Feuer-350x403.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Feuer.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1907" class="wp-caption-text">Nächtliches Feuer</p></div></p>
<p>Bereits mehrere Tage vor dem 14. März wird in jedem Ortsteil und Weiler abends ein grosses Feuer entfacht, meist auf einem Hügel oder einem freien Feld, damit die anderen sehen, wie schön und gross es brennt. Man versammelt sich rund um das Feuer und singen speziell diesem Anlass gewidmete Lieder. Durch diese wird das Feuer gepriesen und seine Grösse gelobt – gleichzeitig macht man sich über die Feuer der anderen lustig: Es wird gespottet, dass sie noch nicht losgelegt hätten. Manchmal wird die Festgesellschaft von den starken Kerlen aus einem anderen Ortsteil überfallen, die das Feuer zu löschen versuchen. Eine solche Schmach führt zu einem Racheakt an einem der nächsten Abende.</p>
<p>Der nächste Tag beginnt jeweils sehr früh. Ein Kind der Familie im Alter zwischen neun und 15 Jahren steht lange vor Sonnenaufgang auf – je früher, desto besser. Das Kind holt mit eine Krug Wasser, das aus einer fliessenden Quelle oder einem Bach kommen muss, und füllt noch etwas Sand und Grass dazu. Zurück zuhause bespritzt es mit einem blühenden Kornelkirschenzweig drei Mal jedes Lebewesen des Haushalts: Menschen, Katzen, Hunde, Schafe etc. Dabei trägt es einen alten Spruch vor, der ihnen Glück in unzählbarer Menge wie Sand wünscht. Nachdem das Kind alle bespritzt hat, stellt es der Krug an einen sicheren Ort im Haus. Das Kind begibt sich dann nach draussen, um ein Feuer zu entfachen. Es schwatzt am Feuer mit Freunden, und manchmal singt es über diejenigen, die noch nicht aufgestanden sind, oder spielt ihnen Streiche. Der schlimmste Streich ist, die Tore mit Gestrüpp zu versperren – das verspricht grosses Unglück für den Sommer.</p>
<p>Dies wird täglich wiederholt bis zum 13. März, dem Blumentag. Am 13. März machen sich alle bereit für ein Picknick in den Bergen. Bei diesem Ausflug werden Blumen gesammelt, damit der Sommer, wenn er am Dita e Verës einzieht, ein geschmücktes Haus vorfindet.</p>
<p><div id="attachment_1905" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/dita-e-veres-eggs-diber"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1905" class="size-medium wp-image-1905" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber-350x213.jpg" alt="" width="350" height="213" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber-350x213.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber-800x487.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber.jpg 1433w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1905" class="wp-caption-text">Eierkampf</p></div></p>
<p>Die Vorbereitungen für das Picknick starten am Vortag. Am Abend vom 12. März werden Eier gekocht und gefärbt sowie Kekse gebacken. Je mehr Eier desto besser, denn am Blumentag ist Eierwettkampf angesagt. Der Sieger mit dem stärksten Ei erfährt viel Ruhm – der Erfolg macht schnell die Runde auf dem Picknickplatz. Die Leute geniessen das Essen, spielen, stossen Eier und – ganz wichtig – sammeln Blumen.</p>
<p>Bei der Rückkehr vom Ausflug beginnt ein Frage- und Antwortspiel zwischen der Hausherrin, die zurückgeblicken ist, und den Blumenbringern. Danach werden alle Türen und Fenster des Hauses mit den blühenden Blumen geschmückt. Am Nachmittag wird weiter gespielt und gefeiert, denn am 13., 14. und 15. März ist es verboten zu arbeiten. Stricknadeln und Nähzeug müssen in diesen Tagen gut versteckt werden. Das Haus muss gereinigt und herausgeputzt sein. Denn es wird gesagt, dass das Haus die ganze Jahreszeit über schmutzig bleiben würde, wenn der Sommer es nicht sauber vorfände.</p>
<p>Am Abend des Blumentags wird erneut ein Feuer entfacht.</p>
<p><div id="attachment_1904" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/dita-e-veres-flowers-diber"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1904" class="size-medium wp-image-1904" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-350x350.jpg" alt="" width="350" height="350" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-350x350.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-800x800.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-144x144.jpg 144w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1904" class="wp-caption-text">Blumenschmuck für den Frühlingstag</p></div></p>
<p>Und dann kommt der grosse Tag, der wiedderum mit dem Wasserritual beginnt. Nach dem Frühstück am 14. März werden alle Abfälle des Morgens aus dem Haus gebracht. Diese Aufgabe übernimmt ein Kind, dem die Augen verbunden wurden – natürlich wird es von jemandem begleitet, der ihm den Weg weist. Nach der Rückkehr erhält es als Belohnung ein Ei. Nach der Vorstellung wird so das Entsorgen des Mülls für den Rest des Sommers so leicht fallen, wie wenn man es mit verbundenen Augen machen würde. Der grosse Tag wird mit weiteren Feierlichkeiten und Eierkämpfen verbracht. Eier werden auch als Geschenke verteilt.</p>
<p>Am Abend des 14. März gibt es eine finale Feuernacht. Das Feuer an diesem Abend ist grösser als alle anderen zuvor.</p>
<p>Am letzten Tag, dem 15. März, lassen die Feierlichkeiten allmählich nach, vor allem im Verlaufe des Nachmittags. Alle beginnen, sich auf die neue Jahreszeit und die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.</p>
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<p><em>Weitere Informationen zum Dita e Verës:</em><br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dita_e_Ver%C3%ABs" target="_blank" rel="noopener"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Wikipedia-Artikel</a></p>
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