Alket
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Wie stand die Ägyptische M. Pasha Dynastie zur alb. Sache?

Di, 19. Okt 2010, 9:33

Wie bekannt war Mehmet Pasha, der Erroberer und Gründer des heutigen ägyptischen Staates Albaner, seine Herrschaft wurde von seiner Familie weitere 150 Jahre weitergeführt, die Mehmet Pasha Dynastie dauerte von 1801 - 1951.

Anfangs des 20. Jhd gab es Kontakte zu politischen Persönlichkeiten wie Myfit bey Libova einer der Gründungsväter des heutigen Albaniens.

"Er (Myfit Libohova) unternahm Reisen nach Ägypten wo er den Khediven Abas Hilmi Pasha, dessen Familie albanischen Ursprung war, für die nationale Sache zu gewinnen versuchte"

Hat jemand näheres dazu? Und wie stand die Dynastie allgemein zur alb. Sache und Identität?

arnavutturk
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So, 31. Okt 2010, 16:00

Hallo,

man sollte nicht eine Ideologie auf Zeiten, die vor der Entstehung jener liegen, anwenden.

Die Gründer des modernen ägyptischen Staates waren Abdel Nasser & Co
(Revolution/Putsch arabischer Nationalisten 1952/53)

Ich muss auch noch hinzufügen, dass der albanische Nationalismus irgendwie zu lässig definiert ist.

Der ägyptischen Vizekönig Mehmet Ali Pasa war Türke albanischer Abstammung. Hidiv Abbas Hilmi Pasa war ebenfalls ein dem Osmanischen Reich treuer Türke.

Was albanischstämmige Türken bzw. auch einige Osmanen mit albanischer Identität über die sogenannte albanische Sache (während der albanischen Unabhängigkeitsbewegungen Anf. 20 Jh.) dachten war: "Passt auf! Albanien ist klein [das gemeinte, osmanische Albanien war größer als das heutige] und arm. Albaner sind weder ausgezeichnete Bürger noch ausgezeichnete Arbeiter. Albaner sind nur ausgezeichnete Vorgesetzte oder bessere Banditen." Zitat mit Quellen aus "arnavutgenclik".

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So, 31. Okt 2010, 18:58

Die albanischstämmige Dynastie in Ägypten hatte sich vollkommen assimiliert und führte mit dortigen hochrangigen Staatsmänner/ Führungsleuten kaum Gespräche, da sie die Albaner kaum unterstützt haben. Sie lebten in Luxus und interessierten sich um deren Geschäft.
Die Befreiungswiderstandskriege wurden kaum unterstützt und gar ins lächerliche gezogen. Natürlich ist das jetzt meine Ansicht, welches ich mir
aus einigen Materialien gewonnen habe. Ich hatte mal ein sehr interessantes Buch der Weltgeschichte, welches über das Ägypten
und die Bindung zur Europa schilderte und dies war Teils auch mitgeschildert. Doch ist mir leider der Name des Buches entfallen.
Ich werde es mal wieder aufsuchen, wahrscheinlich kann ich dir dann genauere Quellen nennen

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So, 31. Okt 2010, 19:06

Ich will nicht alle meiner Vorfahren im Schutz nehmen, doch
kann ich keinesfalls zustimmen, das die Albaner Banditen waren.
Dieses Volk wurde von allen Seiten angegriffen, es gab kein Nachbar,
der unsere Vorfahren respektiert hat und alle hatten eine imperialistische Interesse an uns.

Die Italiener ging von den Römern bis hin zu Mussolini hatten uns angegriffen und erobert.

Die Osmanen, die Serben, Montenigrer (obwohl sie etwas anders waren), mazedonische Slawen, die Bulgaren, die Österreich- Ungaren,
die Griechen, Byzantiner, die Nazis.. und nicht zu vergessen die Perser
und Hunnen.
Da würd ich schon aufpassen, mit dem Begriff Banditen.

Ich kann mich an keines geschichtliches erinnern , wo wir die Imperatoren waren oder gar Länder angegriffen haben. Das erlaubt auch nicht der Ehrenkodex, den die Tradition an weitere Generationen weitergibt.
Aber das ist nicht das Thema.. Das moderne Ägypten und die albanischen Staaten halten ungewöhnlicherweise sehr viel politischen Kontakt.

Alket
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So, 31. Okt 2010, 21:52

arnavutturk hat geschrieben:Hallo,

man sollte nicht eine Ideologie auf Zeiten, die vor der Entstehung jener liegen, anwenden.

Die Gründer des modernen ägyptischen Staates waren Abdel Nasser & Co
(Revolution/Putsch arabischer Nationalisten 1952/53)

Ich muss auch noch hinzufügen, dass der albanische Nationalismus irgendwie zu lässig definiert ist.

Der ägyptischen Vizekönig Mehmet Ali Pasa war Türke albanischer Abstammung. Hidiv Abbas Hilmi Pasa war ebenfalls ein dem Osmanischen Reich treuer Türke.

Was albanischstämmige Türken bzw. auch einige Osmanen mit albanischer Identität über die sogenannte albanische Sache (während der albanischen Unabhängigkeitsbewegungen Anf. 20 Jh.) dachten war: "Passt auf! Albanien ist klein [das gemeinte, osmanische Albanien war größer als das heutige] und arm. Albaner sind weder ausgezeichnete Bürger noch ausgezeichnete Arbeiter. Albaner sind nur ausgezeichnete Vorgesetzte oder bessere Banditen." Zitat mit Quellen aus "arnavutgenclik".
Schade dass du zwischen einer Frage und einer Aussage nicht differenzieren kannst.

Naja, bekanntlich will der nationalismus alles an sich reisen und für eigen erklären, das zeigt vorallem deine Interpretation eines Osmanen, der natürlich nur ein ethnischer Türke sein kann. Ich hoffe das schockiert dich jetzt nicht,aber auch Griechen und Serben zählen zu Osmanen :wink: Und Mehmet Ali Pasha war durch und durch Albaner, ansonsten wäre es ihm wohl kaum gelungen die albanische irreguläre Armee anzuführen, denn gerade die irregulären konnten nicht in der osmanischen Armee integriert werden weil sie nur auf die Leute aus ihren eigenen Reihen hörten, in der osmanischen Zeit wurden diese Soldaten "Baschibozouk" genannt ;)

Schon mal vom kranken Mann am Bosporus gehört? Damit ist der Sultan gemeint der Mehmet Pasha im Hilfe bat, nachdem er gegen ihn Jahre zuvor verloren hatte. Soviel zum "Osmanen" der nur ein politischer Bergiff ist. Und Mehmet Pasha alles andere als Pro-osmanisch war.

Und als Türke solltest du dir eigentlich bewusst sein wer euer Alfabet schrieb, daher solltest du dich ein wenig zurück halten mit minderwertigen beurteilungen gegenüber ein Volk, dem man auch ruhig nachsagen kann,dass sie auch die militärische Inteligenzia des osmanischen Reiches bildeten.

Und siehe mal wer das grösste Unternehmen der Türkei gründete, die HOC group, Oder eines der besten Fusballvereine :wink:

Dagegen stellt sich die Frage, was die Osmanen bei den Albanern hinterlassen haben, oder zur welchen positiven Entwicklung beigetragen haben, im Grunde nicht viel, ausser dass die Türkei mit Jugoslawien gemeinsame Sache machten und die Deportation von 200 000 Albanern (Kosovo hatte nur 400 000 ) ermöglichte, zwecks re-Bevölkerung der armenisch gesäuberten Gebieten.
Zuletzt geändert von Alket am Mo, 01. Nov 2010, 8:09, insgesamt 5-mal geändert.

arnavutturk
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So, 31. Okt 2010, 23:05

Alket hat geschrieben:
Und als Türke solltest du dir eigentlich bewusst sein wer euer Alfabet schrieb, daher solltest du dich ein wenig zurück halten mit minderwertigen beurteilungen gegenüber ein Volk, dem man auch ruhig nachsagen kann,dass sie auch die militärische Inteligenzia des osmanischen Reiches bildeten.
Die deiner Meinung nach minderwertigen Beurteilungen sind von den damaligen Albanern selbst. Zudem hieß es nicht, dass die nicht-Vorgesetzten alle Banditen sind sondern falls sie wollen welche mit Erfolg können.
Und das Gespräch geht schon in Richtung "wer p.. weiter"

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Mo, 01. Nov 2010, 0:29

"Zitate" besagen nicht dass die Welt damals tatsächlich so aussah, sondern dass die Welt in den Augen des Sagers so aussah, da besteht ein wesentlicher Unterschied. Für Bismarck existierte nicht mal ein albanisches Volk.

Ansonsten müssten wir wohl auch Thilos Sarazins Aussagen über die Minderwertigkeit der Türken als Argument nehmen dass es tatsächlich so ist.

Und je nach Wahl des Zitates, teilt man mit dessen Verwendung nur die eigene Sichtweise mit, also ist es zweitrangig von wem das Zitat kommt, primär geht es darum dass du so denkst.

Und da du nicht auf meine Aussagen eingegangen bist sondern bemüht bist dich auf minderwertige Zitate zu beschränken was dir ein geschichtliches Argument zu sein scheint, nehme ich an, dass die Diskussion damit beendet ist.

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Mo, 01. Nov 2010, 8:37

arnavutturk...
Es ging überhaupt nicht um das Osmanische Reich und nicht um
Banditen.
Übrigens heißt arnavut angeblich ja albaner auf türkisch, ist es aber nicht, die Osmanen gaben uns das und es heißt "ungläubiger".
Das nur mal zu deinem Profilnick.

Und jetzt lass uns weiter über die Beziehung zwischen Ägypten und Albanien reden und nicht von den Osmanen, denn das geht am Thema vorbei.

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Mo, 01. Nov 2010, 8:52

Arvanut/Arvanutlar heist nichts anderes als Albaner auf türkisch, und Arvanutuk ist Albanien, das wirst du immer hören wen du in Türkei bist "ah Arvanut, gel gel, caj" :lol:

ungläubige wurden "kafr" (giaour, gafur, qafir) genannt.

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Mo, 01. Nov 2010, 12:56

Koby Phoenix hat geschrieben:arnavutturk...
Es ging überhaupt nicht um das Osmanische Reich und nicht um
Banditen.
Übrigens heißt arnavut angeblich ja albaner auf türkisch, ist es aber nicht, die Osmanen gaben uns das und es heißt "ungläubiger".
Das nur mal zu deinem Profilnick.

Und jetzt lass uns weiter über die Beziehung zwischen Ägypten und Albanien reden und nicht von den Osmanen, denn das geht am Thema vorbei.
Naja, das ist so ein Ding mit einigen Menschen, aufgrund dessen dass sie sich verändert haben(Assimilation), wollen sie nun die Geschichte auch verändern damit es ihnen in den Kram passt, solche Beobachtungen habe ich bei albanisch-stämmigen Griechen gemacht, wie es scheint denken einige albanisch-stämmige Türken auch nicht anders.

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Mo, 01. Nov 2010, 19:20

Alket hat geschrieben:Arvanut/Arvanutlar heist nichts anderes als Albaner auf türkisch, und Arvanutuk ist Albanien, das wirst du immer hören wen du in Türkei bist "ah Arvanut, gel gel, caj" :lol:

ungläubige wurden "kafr" (giaour, gafur, qafir) genannt.
arabisch und türkisch sind 2 verschiedene Sprachen.
Kafr ist richtig, das dies auf arabisch so heißt.
Aber auf Alttürkisch hieß das nach mehreren Quellen arnavutlu "die nicht gläubigen".

arnavutturk
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Di, 02. Nov 2010, 11:57

Ich habe keine einzige Quelle gefunden, die den behaupteten Namensherkunft bestätigt.

Arnavut ist die türkisierte Form der ost-römischen Bezeichnung "Arvanit", die wiederrrum vom albanischen "ar-ben" abstammt. Im Türkischen hört sich die griechische Version Arvanit eher wie ein Schimpfwort an: arva(t)=frau, deine frau; it=hund.

Anscheinend handelt es sich um antitürkische Propaganda des erfundenen Wertesystems für die albanische Kultur, das auf Katholizismus beruht.

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Fr, 05. Nov 2010, 12:28

arnavutturk hat geschrieben:Ich habe keine einzige Quelle gefunden, die den behaupteten Namensherkunft bestätigt.

Arnavut ist die türkisierte Form der ost-römischen Bezeichnung "Arvanit", die wiederrrum vom albanischen "ar-ben" abstammt. Im Türkischen hört sich die griechische Version Arvanit eher wie ein Schimpfwort an: arva(t)=frau, deine frau; it=hund.

Anscheinend handelt es sich um antitürkische Propaganda des erfundenen Wertesystems für die albanische Kultur, das auf Katholizismus beruht.


Also wer Mehmet Pasha als ethnische Türken definiert, sollte sich bei der albanischen Geschichte erst recht zurückhalten, ansonsten endet es eben darin, dass man eine individuelle Extension auf eine vermeidliche nationale "anti-türkische Propaganda" zurückführt. :D (und das kommt natürlich vom erfundenen Wertesystem, denn wär hat schon nicht unter den Osmanen leben wollen,man hat sich sogar darum gestritten Vasall der Osmanen zu sein... alles andere ist natürlich nur anti-türkische Verschwörung )

Alket
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So, 14. Nov 2010, 20:54

Oh Turk

Sag mir wer den ersten türkischen Roman schrieb,das erste türkische Wörterbuch und die erste türkische Enzyklopädie.

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gjergjkastrioti_artondina
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Di, 16. Nov 2010, 3:18

bravo alket ich bin deiner meinung ........
arnavutturkmut ........ lass es sein bitte ....ich bin ein gjak shqiptar und wir wissen alle wo wir hingehören wenn du nich hasta la vista mitläufer

djali i vores
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So, 16. Jan 2011, 20:55

Mehmet Ali Pasha war es egal was mit den Albanern war. Der dachte nur an sich.
1820 Bat ihn Ali Pashe Tepekena erfolglos um seine Unterstützung im Kampf gegen die Türken.

djali i vores
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So, 16. Jan 2011, 22:17

Mehmet Ali war ein machtbessesene Herrscher der wie viele andere albaner im Osmanischen Reich nur an sich dachten und nicht an die albaner.

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