drejt
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Balkan-Slang

Sa, 28. Jun 2008, 20:41

Zuerst einmal: Hallo zusammen

Ich habe mich aus einem bestimmten Grund bei diesem Forum angemeldet, und zwar aus folgendem: Ich mache zur Zeit eine Maturitätsarbeit über BAlkandeutsch und ich überlegte mir, wo finde ich Leute, die über dieses Thema Bescheid wissen, und der logische Gedankenschritt war natürlich, ich könnte hier einmal nachfragen:

Also an alle albanischen Grossstadt-Jugendlichen und natürlich auch an die bereits zivilisierten unter euch, die aus der Schweiz kommen und wissen wovon ich spreche:

Vielleicht kennt ihr den Jugo-Pingu oder die Kleshtrimania-Clips oder auch Befton-Beftoni, aber mit Sicherheit kennet ihr die Art wie die Jugendlichen aus dem Balkan hier in der Schweiz miteinander kommunizieren.

Also hier meine Fragen an euch:

Findet ihr den Slang lustig oder eher zum kotzen?

Findet ihr, er macht die deutsche Sprache kaputt oder bereichert sie sogar?

Findet ihr es gut, dass sich der Slang immer mehr veerbreitet und so kommerziell wird?

Was glaubt ihr sind Gründe für die Existenz dieses Slangs?

Findet ihr so eine Art zu sprechen (mit Fluchwörter etc) akzeptabel?

Und wenn ihr wollt, könnt ihr auch eure persönliche Beziehung zu Balkandeutsch beschreiben.

Ich freue mich auf interessante Beiträge

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Lars
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Sa, 28. Jun 2008, 21:04

der Fachmann für dieses Gebiet ist wohl Basil Schader - auf seiner Seite findest du viel Literatur zum Thema "Sprache von jungen Albanern in der Schweiz": http://www.phzh.ch/personen/basil.schader

persönlich bin ich kein Fan von solcher Sprache, zumindest dann, wenn sie mit Absicht und nicht aus Unvermögen gesprochen wird.

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Koby Phoenix
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Sa, 28. Jun 2008, 23:22

Ich höre manchmal wenn man mit Albaner spricht, zumindest aus dem Kosovo, das sie manchmal "bre" und "kuku" oder auch "qy" in deutsche Satzstellungen einbauen.

"Bre.. Hast du die da vorne gesehen ?"

"Kuku, was für ein Ar***"

" Qy budalla, denkst du wirklich sie/er ist so dumm?"



Und das meistens am Anfang..

Es gibts selten sowelche Leute , aber doch passiert das ab und zu, das einige einpaar Wörter reinbringen, weil sie entweder dieses Wort besser als das Deutsche finden oder einfach weil sie das ausversehen machen.

Finde ich persönlich nicht schlimm.

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kzu-(KS)
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Sa, 28. Jun 2008, 23:38

WOW, ehm darüber machst du deine Matura ? Ich nehme schwer an nächstes Jahr denn bei uns sind die Schüler mit der Matur fertig und haben nun zwei Wochen die schriftlichen Prüfungen...Ich finde es spannend und ziemlich originell ^^

Tust du das dann veröffentlichen oder so ? Und an welchem Gymnasium bist du ?

MFG us ZH
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Viktor
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So, 29. Jun 2008, 11:11

spezielles thema für eine matura

ist ja nichts anderes als sich totlachen über sprachfehler.

war bei den chinesen und italiener auch nicht anders.

und allein schon erkan und stafan und wie alle hiessen..über die türken..war doch riesen mode...mit den "jugos" das gleiche.

vielleicht würde ich mir mal allgemein darüber gedanken machen und nicht nur auf die albaner beziehen, weil darüber wirst du glaub ich nicht viel schreiben können.

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(AL)OVE
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So, 29. Jun 2008, 13:01

Albanisch - kann bald jeder Zweite!
Voraussetzungen und Effekte informellen Spracherwerbs
Der enge Kontakt des (Schweizer-)Deutschen mit den Migrationssprachen im plurikulturellen Umfeld heutiger Schulen bleibt nicht ohne Folgen - auch wenn die beiden Seiten in unterschiedlichem Masse betroffen sind. Im Rahmen eines Forschungsprojekts der Pädagogischen Hochschule Zürich wurde der informelle oder ungesteuerte Albanischerwerb von nichtalbanischsprachigen Schülerinnen und Schülern in den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Zürich untersucht.


Von Basil Schader, Pädagogische Hochschule Zürich*

Sprachen, die miteinander in Kontakt stehen, beeinflussen sich gegenseitig. Die Stärke des Einflusses der einen auf die andere wird determiniert durch die realen Macht- und Mehrheitsverhältnisse und durch das Prestige der jeweiligen Völker. Nichts spiegelt diese schon von Weinreich (1953) und anderen Linguisten untersuchte Tatsache besser als die massiven Einflüsse der Welt- und Prestige-Sprachen Englisch und Amerikanisch im heutigen Deutsch.

Wie stellt sich diese Lage in Bezug auf die Sprachen der grossen Migrationsgruppen in der Deutschschweiz dar? Üben auch sie, trotz dem erdrückenden Macht-, Mehrheits- und Prestigegefälle, einen Einfluss aufs Deutsche aus? Kennen Schweizerinnen und Schweizer zumindest ein paar Brocken Türkisch, Kroatisch oder Albanisch, oder beschränkt sich unsere Wahrnehmung aufs Optische und auf kulinarische Facetten wie Döner und Schaschlik?

Switching und informeller Erwerb
Albanerinnen und Albaner - rund 170 000 in der ganzen Schweiz - bilden vielerorts die mit Abstand grösste Gruppe der neueren Migration. Albanisch und (Schweizer-)Deutsch sind damit zwei Sprachen, die in besonders engem Kontakt stehen. Das Albanisch der hier lebenden Albaner ist denn auch gespickt mit deutschen Einsprengseln, und vor allem unter den Secondos hat sich eine Kultur des virtuosen Switchings entwickelt, die dem entsprechenden Slang italienischer Jugendlicher in nichts nachsteht. Wie sieht es umgekehrt aus? Die oben genannten Determinanten stellen keine gute Prognose: Die albanische Diaspora ist eine Minderheit, ihr Prestige in der Hierarchie der Migrationsgruppen ist nicht hoch, der Marktwert ihrer Sprache ist gering. So erstaunt es nicht, dass kaum ein erwachsener Schweizer ein Wort Albanisch kann.

Anders präsentiert sich die Lage im multikulturellen Umfeld der Schule. Eine ethnolinguistisch orientierte Umfrage unter rund 2250 Oberstufenschülerinnen und -schülern in 22 zufällig ausgewählten Gemeinden der Kantone Thurgau, St. Gallen und Zürich führte zu einer Reihe von dies-bezüglich aufschlussreichen Befunden.

Auf die Bitte hin, alle ihnen bekannten albanischen Ausdrücke zu notieren, lieferte rund die Hälfte der befragten Schüler Listen ab, die bis zu 30 Belege umfassten. Jede und jeder zweite Befragte kannte albanische Wörter oder Wendungen; im Durchschnitt rund vier. Auffällig ist, dass der informelle Spracherwerb bei den Knaben offenbar intensiver stattfindet. Ihr Anteil am Gesamtkorpus der über 4000 Belege ist grösser als derjenige der Mädchen, ihr Durchschnittsrepertoire ist umfangreicher.

Neben dem Geschlecht wird der Umfang des informellen Albanischerwerbs durch eine Reihe weiterer quantifizierbarer Faktoren bestimmt. Dazu zählt an prominenter Stelle der Oberstufentypus (Sek A, B bzw. Real, C bzw. Oberschule; Kleinklasse). Jugendliche mit Migrationshintergrund sind in den tiefer qualifizierten Sek-I-Typen immer noch stark übervertreten. Dass diese Klassen damit ein für Sprachkontakte besonders anregendes Umfeld darstellen, spiegelt sich im Befund, dass Sek-C- und Kleinklassenschüler mehr als doppelt so viele albanische Ausdrücke kennen als ihre Kollegen aus der Sek A.

Mit dem Anteil Fremdsprachiger (und dem damit intensiveren sprachlichen Input) hat auch die demographische Struktur der einzelnen Gemeinden zu tun. Hier erweist sich, dass der Albanischbesitz von Schülern aus Klassen mit einem Fremdsprachigenanteil von über 40% dreimal umfangreicher ist als derjenige aus Klassen, wo dieser nur 10% beträgt. Fokussiert man den Aspekt «Schuljahr», so zeigen sich je nach Sek-I-Typ unterschiedliche Entwicklungen. In allen Schultypen beträgt der «Eingangsbestand» gut drei Wörter. Während er bei den Sek-A-Schülern weitgehend konstant bleibt, wächst er in den anderen Schultypen aber kontinuierlich an. Bei den Kleinklassenschülern des neunten Schuljahrs erreicht er eine Spitze von gut zehn Einheiten.

Schimpfwörter und Obszönitäten
Auf die Frage, worin der informell erworbene Albanischbesitz inhaltlich besteht, lässt sich verkürzt mit Caliban aus Shakespeares «Sturm» antworten: «Ihr lehrtet Sprache mir, und mein Gewinn / ist, dass ich weiss zu fluchen». Nur 38% des Wortschatzes betreffen «normale», nicht- offensive Wörter und Wendungen. 62% gehören dem offensiven Bereich zu, wovon das meiste der derb-obszönen Facette. Auf diese richtete sich das Hauptinteresse vor allem der Knaben, bei denen dieser Bereich gar zwei Drittel aller Belege ausmacht. Knaben, so eine erste Folgerung, können zwar etwas mehr Albanisch als Mädchen, ihre Kenntnisse sind aber einseitiger auf Schimpfwörter und Obszönitäten reduziert.

Die Determinanten Geschlecht, Sek-I-Typ und Schuljahr (nicht aber die Fremdsprachigen- dichte) beeinflussen auch die inhaltliche Zusammensetzung des informell erworbenen Vokabulars. So haben die Schülerinnen der Sek A das «gepflegteste» Repertoire. Hinsichtlich der Entwicklung im Verlauf der Oberstufenjahre ergibt sich, dass der offensive Anteil in der achten Klasse einen Höhepunkt erreicht, um in der neunten deutlich abzusinken. Es scheint, dass das Interesse gegenüber Anstössigkeiten nach der achten Klasse gesättigt ist; weiterer Zuwachs bezieht sich auf andere Bereiche.

Die Antworten auf die Frage «Was ist lässig, wenn man ein bisschen Albanisch kann?» decken - wie eine qualitative «Best Practice»-Nachuntersuchung in einigen Klassen erwies - ein breites Spektrum ab. Einige Mädchen betonen den allgemeinen Wert von Fremdsprachenkenntnissen: «Ich finde es lässig, wenn ich verschiedene Sprachen verstehe (. . .) und so ist es auch mit dem Albanischen.» Pragmatischer ist der Grossteil der Einschätzungen, die die Albanischkenntnisse mit Bezug auf ihre momentane Brauchbarkeit positiv werten. Angesprochen werden dabei zwei freilich ganz verschiedene Verwendungskontexte. Der erste, ebenfalls vor allem von Mädchen erwähnte meint die potenzielle Kommunikation mit Albanern in deren Sprache, z. B. im Elternhaus einer Freundin.

Geheimcodes, Gruppenslang
Der zweite und vorherrschende Zielbereich, häufiger von Knaben angesprochen, betrifft die eigene Peer-Group bzw. deren Gruppen- oder Geheimcode. Die Kenntnis albanischer Wörter und Wendungen, die in der Art von insertionalen Switches verwendet werden, ist funktional mit Hinblick z. B. auf folgende Punkte: «Man kann auf Albanisch fluchen», «der Lehrer versteht einen nicht, wenn man etwas Albanisches sagt.» Gegenüber der ersten Verwendungsperspektive ist das Interesse hier in jeder Hinsicht beschränkter. Es reduziert sich auf die Adaption von Schimpfwörtern und Flüchen. «Die deutschen Schimpfwörter sind langsam langweilig geworden. Man muss sich weiterbilden», erklärt halb ironisch ein Schüler.

Am albanisch angereicherten Geheimcode und Gruppenslang teilzuhaben, ist für die einen integrativ; verbunden ist damit aber auch ein Gruppendruck, den andere negativ erleben: «Ich denke, viele fühlen sich auch als Outsider, wenn sie keine Wörter kennen.» Zur Ablehnung trägt bei manchen auch die doch etwas ermüdende Einseitigkeit des Wortschatzes bei. Der zweite Verwendungskontext ist stark dominant, wovon der hohe Anteil offensiver Einheiten im Korpus der Belege zeugt. In seiner starken Gebundenheit an die jeweilige Peer-Group und mit seinem aufs Provokative reduzierten Fokus ist er zugleich sehr viel eingeschränkter und labiler. Gänzlich ungesteuert, scheint sich das Interesse an den Sprachen der Mitschüler in etwas hilfloser Form primär auf den Vulgärbereich zu konzentrieren.

Warum weichen die «Best Practice»-Klassen hier deutlich vom Durchschnitt ab? Dazu beigetragen haben offenbar drei weitere, schwer quantifizierbare Variablen, die den Spracherwerb in Umfang und Inhalt beeinflussen. Die erste betrifft den Status der albanischen Mitschüler. Prototypisch hierfür ist die «Best Practice»-Klasse A mit vier in Schule und Freizeit bestens integrierten und akzeptierten Albanerinnen und Albanern, von denen einer zugleich Klassenbester ist. Diese Situation - ranghohe oder in Freundschaftsbeziehungen beliebte Albaner, die zugleich ihre Sprache nicht verbergen - stellt eine gute Voraussetzung für Interesse und Akzeptanz dar. Sind Klima und Beziehungen so, dass nicht nur das Schimpfrepertoire im Zentrum des Interesses steht, schlägt sich das auch in der inhaltlichen Qualität des Wortschatzes nieder.

Eine Variable sind die persönlichen Einstellungen und Ideologien der einzelnen Schüler. Wie immer sie zustande gekommen sind, sie prägen Interesse und Aufnahmebereitschaft gegenüber anderen Kulturen und Sprachen. Eckpunkte des diesbezüglichen Spektrums werden markiert durch Äusserungen wie «Ich kenne keine albanischen Wörter! Ich bin in der Schweiz!» oder aber «Ich finde es lässig, wenn ich verschiedene Sprachen verstehe ? und so ist es auch mit dem Albanischen».

Vorbildfunktion der Lehrpersonen
Von nicht zu unterschätzendem Einfluss ist zu guter Letzt der Umgang der Lehrpersonen mit der Vielfalt der in heutigen Klassenzimmern präsenten Migrationssprachen. Vom Schulsystem selbst werden diese kaum zur Kenntnis genommen. Pointiert könnte man von einer institutionellen Abwertung sprechen. Bei den Lehrerinnen und Lehrern reicht das Spektrum von ebendiesem Ignorieren über eine an sich wertschätzende Haltung bis hin zu einer aktiven Integration und unterrichtlichen Nutzung der sprachlichen Ressourcen der Klasse.

Die positiven Auswirkungen, die von der letztgenannten Haltung ausgehen ausgehen, spiegeln sich deutlich in den Repertoires zweier «Best Practice»-Klassen. Bei der einen zeigen sich noch nach drei Jahren Nachwirkungen einer Projektwoche «Sprachen». Bei der anderen, deren Lehrerin das sprachliche und kulturelle Potenzial ihrer Klasse in vielfältigen unterrichtlichen Kontexten einbezieht und nutzt, werden insbesondere die ausserschulischen Konsequenzen dieser Öffnung spürbar. Schüleräusserungen wie «Auch ist es doch gut, aktuelle Sprachen ein bisschen, wenigstens ein paar Wörter, zu können» oder «Ab und zu gehe ich in eine Bücherei und leihe mir fremdsprachige Wörterbücher aus, auch schon albanische» zeugen von dieser Stimuluswirkung. Offensichtlich erhalten die Schüler hier ein Rüstzeug - Impulse, Fragestellungen, Neugier -, das sie auch in der ausserschulischen Begegnung mit anderen Sprachen zu anregenderen Fragen befähigt als: «Was heisst ‹:-P› auf -isch?»

Vergleicht man zum Abschluss den informellen Erwerb des minoritären und prestigearmen Albanisch mit dem des hochrangierten und omnipräsenten Englisch, so ergeben sich ernüchternde Unterschiede. Was an Englisch schon in den ersten Schuljahren ungesteuert erworben wird, unterscheidet sich, wie u. a. Untersuchungen von Bebermaier (1992) zeigen, quantitativ wie auch qualitativ fundamental vom informellen Albanisch-Erwerb. Vermutlich wäre es kühn, die schulische Marginalisierung der Migrationssprachen in direkten Zusammenhang mit dem auf den Marginalbereich des Obszönen reduzierten Interesse vieler Schüler ihnen gegenüber zu stellen. Der Reiz des Fluchens in anderen Sprachen würde bei dieser Gleichung zu Unrecht weggekürzt. Was aber bleibt, sind die eindeutig positiven und sensibilisierenden Wirkungen eines nicht nur offenen, sondern aktiv integrativen Umgangs mit Mehrsprachigkeit. Zu wünschen wäre, dass die Schule die Bedeutung dieses Einflussfaktors - des einzigen, den sie direkt steuern kann! - ernst nimmt und umsetzt; dies nicht zuletzt mit Blick auf die oft beklagte Sprachkultur der Jugendlichen.

* Basil Schader ist Dozent für Deutschdidaktik und Leiter der Fachgruppe Deutsch als Zweitsprache / Sprachen der Migration an der Pädagogischen Hochschule Zürich.

drejt
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So, 29. Jun 2008, 19:41

Also ich hab mich für das thema entschieden, weil es in letzter zeit (letzten jahre) mit diesen KLeshtrimania-Clips, KAydee, wenn ihr die kennt, ziemlich aktuell geworden ist, und ich finde es ein sehr interessantes thema, weil sich noch nicht viel ernsthafte gedanken gemacht haben uber jugo-deutsch und vor allem bin ich selbst damit aufgewachsen und gebrauche auch nach fast jedem Satz das "mann", also das sind die gründe dafür, dass ich es als maturitätsthema gewählt habe und ich merke, dass viele schweizer unserer Art zu sprechen sehr skeptisch gegenüber stehen, was ja verständlich ist, aber ich finde man muss solche themen unbedingt ansprechen, mann !!!

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Mi, 02. Jul 2008, 9:01

ehy isi mann :wink:

nimm si usenand zeig ihne wär kleshtreminia @@@@ het :lol:
ehy diä wüsset nöd wer din cousiiin isch, mann :wink:

hajt klm
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(AL)OVE
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Mi, 02. Jul 2008, 9:48

drejt hat geschrieben:Also ich hab mich für das thema entschieden, weil es in letzter zeit (letzten jahre) mit diesen KLeshtrimania-Clips, KAydee, wenn ihr die kennt, ziemlich aktuell geworden ist, und ich finde es ein sehr interessantes thema, weil sich noch nicht viel ernsthafte gedanken gemacht haben uber jugo-deutsch und vor allem bin ich selbst damit aufgewachsen und gebrauche auch nach fast jedem Satz das "mann", also das sind die gründe dafür, dass ich es als maturitätsthema gewählt habe und ich merke, dass viele schweizer unserer Art zu sprechen sehr skeptisch gegenüber stehen, was ja verständlich ist, aber ich finde man muss solche themen unbedingt ansprechen, mann !!!
Nicht nur viele Schweizer. Ich finde es ebenfalls bedenklich dass viele Albaner ihr Leben lang in der Schweiz sind, und trotzdem gebrochen Deutsch sprechen.

Hierbei gilt es meiner Meinung nach zu unterscheiden zwischen hier aufgewachsenen und hierher gezogenen "Ausländern".

Leute die hier aufgewachsen sind, und gebrochen Deutsch sprechen, können auch nicht richtig Albanisch, das ist meine Erfahrung. Diese "ey krass mann" Typen, oder auch Mädels, reden auch ziemlich undeutlich Albanisch.

Und jetzt gebe ich dir mal meine Analyse zu diesem Problem (kannst du gratis in deine Arbeit einbauen :) )

Albaner die im jugendlichen Alter in die Schweiz ziehen beherrschen die albanische Sprache perfekt. Somit ist es für sie einfach Deutsch zu lernen, da sie eine Basis haben auf die sie sich beziehen können und somit durch den Übersetzungsmodus die neue Sprache erlernen. Ich persönlich kenne einen Albaner der etwa mit 17 Jahren in die Schweiz kam, heute ist er 21 und spricht Dialekt, nach einem Jahr konnte er bereits fast perfekt auf Deutsch kommunizieren. Währendessen ein Bekannter von ihm (hier in der Schweiz aufgewachsen), mit dem, wie du es nennst, Balkan-Slang spricht, und auch nicht richtig Albanisch kann. Die Wurzel des Problems liegt wie so oft in der Erziehung. Albanische Eltern haben oft wegen Zeitmangels (meist berufsbedingt) nicht die nötigen Ressourcen gehabt, um sich eindringlich mit der Erziehung der Kinder zu beschäftigen. Zur Erziehung gehören nebst, ich nenne es mal moralischen Lehren, natürlich auch die Förderung der Sprach und Kommunikationsfähigkeit. Da die meisten Einwanderungsfamilien Wert darauf legen die Muttersprache nicht zu vergessen, wird diese auch zu Hause gesprochen. Das Problem hierbei ist, dass die Muttersprache nicht "perfekt" gesprochen bzw. gelehrt wurde. Diese Sprachlücke bleibt, wenn sie nicht geschult wird. Nun gingen viele "Secondos" in die Schulen und lernten auf Basis ihrer nicht vollständig erlernten Muttersprache eine neue Sprache, was daraus resultierte sind meiner Meinung nach Menschen die zwei Sprachen nicht perfekt beherrschen, eine halbe Muttersprache und eine halbe Fremdsprache. Hier liegt wahrscheinlich der Grund der Vermischung beider Sprachen, da Defizite der Einen durch die Andere kompensiert werden. Daraus enstehen Satzbildungen wie z.B. "Kuku njeri, hesch das gseh". Anscheinend enstand aus diesem Mix ein Trend, oder eine Art Sprache der Jugend.

Um dieses Problem vorzubeugen rate ich an Schulen zu eröffnen in denen die Muttersprache erlernt werden kann. Auf Basis dieser kann man dann jede Sprache der Welt erlernen.

Ich bin zwar kein Sprachwissenschaftler, aber dies ist meine Meinung zu diesem Phänomen.

Ju pershendes

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Mi, 02. Jul 2008, 14:50

Das Albodeutsch ist einfach eine Weiterentwicklung der Deutschen Sprache. Zu behaupten diese Leute sprechen gebrochen Deutsch ist falsch. sie sprechen einfach ihr Deutsch. Diese junge Menschen verstehen jeden problemlos und können auch mit jedem problemlos kommunizieren. Das sie wegen ihrem Slang ausgelacht oder gar gehasst werden, ist eine weiterer Beweis für die Engstirnigkeit der Schweizer Bevölkerung.

Ein 80 jähriger Schweizer spricht auch nicht die selbe Sprache wie sein 20 jähriger Enkel. Wir leben in einer dynamischen Welt in der nichts konstant ist und auch das Deutsch verändert sich.
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Mi, 02. Jul 2008, 15:35

Das Alboschwizerdütsch in dem Fall, wenn es ich ja auf die Schweiz bezieht, ist garantiert keine Weiterentwicklung, sondern eben ein Slang mit Rückwärtsentwicklung. Die ganze Grammatik wird darin extra falsch angewendet und das kommt von den vielen die diesen Slang unbewusst geprägt haben. Bei diesem Slang passen sich die, die gutes Schwizerdütsch können denen an, die es nicht gut können und das wirkt sich sehr wohl negativ auf die Grammatik aus ,die man in der Schule oder Berufsleben beherrschen sollte.

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(AL)OVE
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Mi, 02. Jul 2008, 15:41

Genci85 hat geschrieben:Das Albodeutsch ist einfach eine Weiterentwicklung der Deutschen Sprache. Zu behaupten diese Leute sprechen gebrochen Deutsch ist falsch. sie sprechen einfach ihr Deutsch. Diese junge Menschen verstehen jeden problemlos und können auch mit jedem problemlos kommunizieren. Das sie wegen ihrem Slang ausgelacht oder gar gehasst werden, ist eine weiterer Beweis für die Engstirnigkeit der Schweizer Bevölkerung.

Ein 80 jähriger Schweizer spricht auch nicht die selbe Sprache wie sein 20 jähriger Enkel. Wir leben in einer dynamischen Welt in der nichts konstant ist und auch das Deutsch verändert sich.
Kann ich so nicht unterstreichen. Es ist keine Weiterentwicklung, eher eine Verfehlung. Eine der Zeit entsprechende "Modernisierung" bezieht sich meiner Meinung nach auf Ausdrücke, was vielleicht früher mal "Dufte" genannt wurde, wird vielleicht zu "Cool" oder Ähnlichem. D.h. andere Ausdrucksformen für gewisse Begriffe. Der Balkan-Slang, oder das Deutsch, welches viele Jugendliche sprechen ist aber grammatikalisch nicht korrekt, und das ist keine Weiterentwicklung, sondern die Nicht-Beherrschung der Sprache -> z.B. "das Auto" zu "der Auto". Das ist schlichtes nicht können, man kann das gleichsetzen wie wenn man in Albansich aus "Ai djali shkon" zu "Ajo djali shkon" ändert, was einfach keine Entwicklung, sondern schlicht falsch ist. Eine Entwicklung ist, wenn man Synonyme benutzt für Begriffe, d.h. modernisiert.

Und wie ich oben schon erwähnt habe, können viele die nicht richtig Deutsch sprechen (hier aufgewachsene Personen), auch nicht richtig Albanisch.

Das zeigt keine Engstirnigkeit, sondern ein grundlegendes Problem, nämlich das es gewisse Menschen gibt, die nicht kommunizieren können. Und wie ich ebenfalls erwähnt habe, kann man dieses Problem nur lösen, wenn man erst richtig die Muttersprache erlernt. Ich kenne einen Albaner, der zuerst perfekt Albanisch gelernt haben (Albanische Schule mit mir besucht), danach perfekt Deutsch gelernt hat (ohne Slang) und jetzt nach einem Jahr Aufenthalt in der Westschweiz nahezu perfekt Französisch spricht, und das zeigt mir, dass wenn man keine sprachliche Basis hat, nicht richtig, oder nur schwer eine andere Sprache perfekt lernen kann.

Ich treffe Leute, die so lange hier leben und in 10 Minuten mehr Deutschfehler machen, als man sich denken kann, und andere die nach einem Jahr Sprachaufenthalt perfekt eine Fremdsprache erlernen. Ich mache der Generation, die hier her kam keine Vorwürfe die Sprache nicht richtig zu sprechen, denn ich weiss dass mein Vater perfekt Albanisch spricht, aber das die zweite Generation teilweise so katastrophal Deutsch spricht ist mehr als nur traurig!

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Toni_KS
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Mi, 02. Jul 2008, 16:00

Das Albodeutsch ist einfach eine Weiterentwicklung der Deutschen Sprache. Zu behaupten diese Leute sprechen gebrochen Deutsch ist falsch. sie sprechen einfach ihr Deutsch. Diese junge Menschen verstehen jeden problemlos und können auch mit jedem problemlos kommunizieren. Das sie wegen ihrem Slang ausgelacht oder gar gehasst werden, ist eine weiterer Beweis für die Engstirnigkeit der Schweizer Bevölkerung.

Ein 80 jähriger Schweizer spricht auch nicht die selbe Sprache wie sein 20 jähriger Enkel. Wir leben in einer dynamischen Welt in der nichts konstant ist und auch das Deutsch verändert sich.
Das nennst du Albodeutsch:
I bi in liebi mit dir, oder schöni garderobe, schöni frisuur, feini parfuuum, ä bizeli taaannze taaannze taaannze!

Das ist doch nicht dein ernst?!

Es gibt kein „Albodeutsch“, wie es kein KosovoAlbanisch gibt! Man könnte es vielleicht auf einen „komischen“ Dialekt reduzieren, was meiner Meinung auch Schwachsinn wäre. Nenne es wie du es willst, ich nenne das Sprachfehler! Ich wäre Viktor`s Ansicht, man sollte das nicht nur auf Albaner einschränken, denn dieses Phänomen existiert ja nicht nur in der Schweiz?! Die Albaner sind hier wirklich nur Teil des Systems. Man sollte die Ursache suchen, so wie es (AL)OVE macht.

Findet ihr den Slang lustig oder eher zum kotzen?
Beim locker daher reden (Strassensprache), kann man noch ein HAJDE oder ein BRE akzeptieren, aber wenn es nachher um ein seriöses Gespräche (es ist abhängig von wo, wann und im welchen Kontex) geht, da sollte der Wortschatz schon einbisschen gewählter sein.

Findet ihr, er macht die deutsche Sprache kaputt oder bereichert sie sogar?
Irgendwo schon, denn er zerstört all die Normen, die eine Sprache auszeichnen.
Sogar das Schweizerdeutsche alleine löscht den schönen deutschen Akzent aus, der nun mal meiner Meinung nach zu der Hochdeutschen Sprache dazugehört.

Findet ihr es gut, dass sich der Slang immer mehr veerbreitet und so kommerziell wird?
Ich finde es sollte alles seinen Platzt haben! Jedenfalls sollte dieser Slang nicht einem daran hindern die Deutsche Sprache richtig sprechen zu lernen.
Was glaubt ihr sind Gründe für die Existenz dieses Slangs?
Die Gründe hat (AL)OVE genannt und dessen Ansicht bin ich auch!

Findet ihr so eine Art zu sprechen (mit Fluchwörter etc) akzeptabel?
Das gleiche Problem herrscht auch bei uns, denn bei vielem ist der alb. Wortschatz voller Beleidigungen (und das auf niedrigstem Niveau, wenn man sich nur mal kurz Gedanken darüber macht)! Das ähnelt einbisschen an dem Amerikanischen Strassenwortschatz, was meiner Meinung echt unterste Schublade ist.


Auch die Entwicklung in Kosova ist meines Erachtens alarmierend, diese ganzen amerkanischengl. Abkürzungen sind eine akute Gefahr für die Albanische Sprache.
-aty ku ka frikë, aty ka anarki-

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Die Tinte des Schülers ist heiliger, als das Blut eines Märtyrers.
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Mi, 02. Jul 2008, 16:22

Ich möcht mich als Außenstehende kurz einmischen..
Toni_KS hat geschrieben:Das nennst du Albodeutsch:
I bi in liebi mit dir, oder schöni garderobe, schöni frisuur, feini parfuuum, ä bizeli taaannze taaannze taaannze!
Wie würde es denn korrekt Schweizerdeutsch lauten? Wo liegt genau der Unterschied?
Mark Twain: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.“

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Toni_KS
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Mi, 02. Jul 2008, 16:43

FaLLinG hat geschrieben:Ich möcht mich als Außenstehende kurz einmischen..
Toni_KS hat geschrieben:Das nennst du Albodeutsch:
I bi in liebi mit dir, oder schöni garderobe, schöni frisuur, feini parfuuum, ä bizeli taaannze taaannze taaannze!
Wie würde es denn korrekt Schweizerdeutsch lauten? Wo liegt genau der Unterschied?
Es ging nur darum, dass das kein „Albodeutsch“ (weder albanisch noch Hochdeutsch) ist!

Jedenfalls ist das auch kein Hochdeutsch und was Schweizerdeutsch anbelangt, das ist schwer zusagen, weil es keine Schriftsprache ist, daher lässt es sich nicht eingrenzen, hängt vom Dialekt ab.
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Mi, 02. Jul 2008, 17:29

Ich finde diesen Slang nicht schlimm. Diejenigen, die sich darüber aufregen sind in meinen Augen übergenau und leugnen Tatsachen.
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Mi, 02. Jul 2008, 18:53

Balkandeutsch ist meistens schon in sich selber recht "agro" und nicht wirklich sozial.
Beispiel Balkanschwizerdütsch: Hey man was luege du man. hey voll krass man, wisse au dutsch rede man. hey hasch au gange schuel, man. hey voll easy man, usw.
Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen sondern aus dem Repertoir von unserem Sohn wenn er uns stressen will.

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daylight
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Mi, 02. Jul 2008, 20:01

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

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Shqipetare
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Über "Albodeutsch" kann ich persönlich wenig sagen,da ich in meinem Umkreis leider wenig mit anderen Albanern zu tun habe.

Aber der Begriff an sich, sagt ja schon viel über diese "Sprache" aus. Denn diese "Sprache" stellt nichts anderes dar, als das Vermischen der dt. Sprache mit alb. Begriffen, was logischerweise falsch ist.

Ich spreche hier nicht vom Hin-und Herswitchen zwischen der dt. und alb. Sprache,sondern das bewusste und absichtliche Mischen dieser zwei Sprachen.

Da ich persönlich wenig Erfahrung mit diesem speziellen Slang gemacht habe, kann ich darüber aus persönlicher Erfahrung nicht viel zu sagen,jedoch habe ich sehr viel vom Mischen der Deutschen Sprache mit türkischen Begriffen mitbekommen.
Ich muss ehrlich sagen,dass es weder schön klingt noch grammatikalischen Wert besitzt(Beispiele:Guckst du hier (lan)....Jok lan....Arkadash,was machen?...Gib ma Geld,ja....Nasilsin, Bruda....Hayir!!....etc.

Ich bin der Meinung,dass Personen, welche einen solchen Gebrauch praktizieren, niemals die dt. bzw. allgemein eine Sprache auf einem normalen Niveau sprechen lernen werden.Was sehr schade ist,da sie in Deutschland wohnen/leben und totzdem niemals der dt.Sprache richtig mächtig werden.

Allgemein finde ich,dass solche Slangs das Erlernen einer (Fremd)Sprache behindern(beispielsweise für Migranten). Und was die Einheimischen anbelangt,verstümmeln diese ihre eigene Sprache,wenn sie ausländische Begriffe permanent in die eigene Sprache einbauen oder sogar bewusste grammatikalische oder sprachliche Fehler machen à la (Was machen du heute?)o.ä.

Lieben Gruß,
Shqipetare
Me dogji malli moj nena ime...

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Mi, 02. Jul 2008, 21:18

Shqipetare hat geschrieben:Über "Albodeutsch" kann ich persönlich wenig sagen,da ich in meinem Umkreis leider wenig mit anderen Albanern zu tun habe.

Aber der Begriff an sich, sagt ja schon viel über diese "Sprache" aus. Denn diese "Sprache" stellt nichts anderes dar, als das Vermischen der dt. Sprache mit alb. Begriffen, was logischerweise falsch ist.

Ich spreche hier nicht vom Hin-und Herswitchen zwischen der dt. und alb. Sprache,sondern das bewusste und absichtliche Mischen dieser zwei Sprachen.

Da ich persönlich wenig Erfahrung mit diesem speziellen Slang gemacht habe, kann ich darüber aus persönlicher Erfahrung nicht viel zu sagen,jedoch habe ich sehr viel vom Mischen der Deutschen Sprache mit türkischen Begriffen mitbekommen.
Ich muss ehrlich sagen,dass es weder schön klingt noch grammatikalischen Wert besitzt(Beispiele:Guckst du hier (lan)....Jok lan....Arkadash,was machen?...Gib ma Geld,ja....Nasilsin, Bruda....Hayir!!....etc.

Ich bin der Meinung,dass Personen, welche einen solchen Gebrauch praktizieren, niemals die dt. bzw. allgemein eine Sprache auf einem normalen Niveau sprechen lernen werden.Was sehr schade ist,da sie in Deutschland wohnen/leben und totzdem niemals der dt.Sprache richtig mächtig werden.

Allgemein finde ich,dass solche Slangs das Erlernen einer (Fremd)Sprache behindern(beispielsweise für Migranten). Und was die Einheimischen anbelangt,verstümmeln diese ihre eigene Sprache,wenn sie ausländische Begriffe permanent in die eigene Sprache einbauen oder sogar bewusste grammatikalische oder sprachliche Fehler machen à la (Was machen du heute?)o.ä.

Lieben Gruß,
Shqipetare


S'Schwiizerdütsch an sich isch ja scho zimli starkä Slang. Und en hufä Albaner diä ich kennä, redet besser Dütsch als öppä diä en Schwiizer. Wenn 35'000 Urner ihrän Dialäkt dörfed ha, wieso nöd 200'000 Albaner.
Shqiptaret e bojën mas miri!!

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