hallo zusammen,
da ich das Gefühl habe, dass keiner so richtig meinen Standpunkt bzw. dass was ich gerade durchlebe verstehen kann, wende ich mich an Euch. Mittlerweile bin ich nicht mehr mit meinem "Freund" zusammen, was primär an seiner Familie liegt. Seine Familie kommt aus dem Kosovo.
Um es vielleicht mal zu erwähnen, weil es doch so einige Vorurteile gibt, Sie sind nicht agressiv, morden nicht oder sonst was. Sie stammen aus einem kleinem Dorf und tun für Ihre Familie unten im Kosovo alles um Ihnen auch ein annehmbares Leben zu bieten. Und da haben wir auch schon das Problem.
Wir waren ca. drei Jahre zusammen. Von Anfang an stand er unter Druck, wurde getrietzt, dass er mich doch verlassen soll. Es kam öfters die Frage auf, ob er mich denn heiraten wolle. Wenn er ja gesagt hätte, dann wären alle Stricke gerissen. Also sagte er nichts, was auch schon Ärger bedeutete. Zu Beginn war er bereit einiges auf sich zu nehmen und für uns zu kämpfen, doch auf Grund seines jungen Alters (er ist mittlerweile 21 ich 25) konnte ich das nicht zulassen. Ohne eine abgeschlossene Ausbildung etc. und außerdem wollte ich das alles nicht im Streit durchziehen, sondern mich schon integrieren. Das schien keiner zu wollen.
Ich habe das Gefühl, dass ich ein rotes Tuch bin, zumal ich auch nicht das typische Mäuschen bin, dass zu allem Ja und Amen sagt, im Gegenteil. Das scheint sein Vater vorallem auch zu wissen. Er kennt mich. Ab und an haben wir uns zufällig gesehen, da war er auch ganz nett. Es gab zwischen uns auch mal ein telefonisches Gespräch in dem er mir sagte, ich solle seinen Sohn in Ruhe lassen, ich würde das alles nicht verstehen. Ich sagte nur, dass das so einfach nicht geht, weil wir uns lieben.
Irgendwann fing ich auch an zu Zweifeln. Ich habe böse Worte meinem damaligem Freund gegnüber geäussert. Die Ihn wohl so hart werden lassen haben, wie er zu heutiger Zeit ist. Er lässt mich garnicht mehr an sich ran und es ist für Ihn definitiv beendet, wobei wenn wir uns sehen er sich überhaupt nicht danach verhält (seit 8 Monaten getrennt). Wir können uns auch noch alles sagen, sind menschlich einfach auf einer Ebene. Ich habe das Gefühl er merkt in diesen Momenten nicht, dass es aus ist. Doch sobald ich darüber rede, habe ich das Gefühl, dass er einmal seine Persönlichkeit austauscht und kalt wird. ich fragte Ihn auch mal, ob er Angst hat seine Familie zu verlieren, er sagte ja. Er meinte er hätte soviel für uns getan, doch als ich anfing zu zweifeln... er hätte Angst, dass wenn ich Ihn verlasse, er auch sein Familie nicht mehr hätte. Also hat er mich verlassen, damit ich es nicht eines Tages tue? Es kamen auch so Äusserungen, ich war doch nie gut genung für Dich (ich bin sehr fordernd, habe auch schon studiert, eine Ausbildung, Auto, festen job etc.).
Meine Frage ist: Wie denken Albaner (defintiv anders, das ist mir bewusst)? wie stark ist der Einfluss der Familie wirklich? und welche Chancen habe ich diesen Menschen für mich wieder zu gewinnen? Wer kann mir etwas zu meiner Lage sagen?
Ich danke Euch im Voraus fürs lesen und Euren Rat.
Crazy
