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Vernunftehe

So, 03. Nov 2013, 20:03

Angenommen zwei Personen lernen sich kennen. Die beiden haben vieles Gemeinsam, unternehmen oft etwas zusammen etc. Der andere scheint perfekt zu sein, um eine Ehe einzugehen. Man (oder Frau) mag die andere Person, sie ist liebevoll und charmant; der Beruf und die Familienverhältnisse stimmen. Alles ist super. Nur einen Haken hat die Sache: Man ist nicht verliebt

Ich habe bei uns Albanern oft beobachtet, wie Paare glücklich geworden sind, obwohl sie nicht verliebt waren. Ich habe aber auch oft das Gegenteil mitbekommen.

Was meint ihr dazu? Denkt ihr, dass Gefühle später kommen können, und es reicht, wenn man sich zu Beginn einfach nur "mag"? Wie wichtig ist euch die Verliebtheit?

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Strellci i Vertet
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Re: Vernunftehe

Mo, 04. Nov 2013, 11:00

ich bin ein solcher Fall. Meine Frau und ich haben uns zum ersten mal vor dem Standesamt gesehen und gesprochen. Für mich war es extrem wichtig, dass mir ihre Familie mir bzw. meiner Familie zusagt.

Ich würde sofort wieder alles nochmals genauso handhaben wie damals.
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Panaiota
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Re: Vernunftehe

Mo, 04. Nov 2013, 11:21

Da ich das Glück habe und mein Mann meine grosse Liebe, mein Seelenverwandter ist, bin ich absolut für die Liebe. Eine Ehe, egal wie perfekt sie scheint, kann nicht funktionieren ohne Liebe. Wie kann man überhaupt auf das elementarste, schönste auf der Welt verzichten?

Trim
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Re: Vernunftehe

Mo, 04. Nov 2013, 12:01

Gefühle kommen und gehen. Wichtiger sind gegenseitige Achtung, Respekt und v.a. das Einverständnis beider Seiten zu einer solchen Vernunftsehe.

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liberté
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Re: Vernunftehe

Mo, 04. Nov 2013, 17:00

für mich gehört das sich-verlieben schon dazu. es sollte allerdings nicht so sehr das hirn vernebeln, daß man den partner nicht mehr objektiv beurteilt (schaut, ob gemeinsame interessen, werte, ziele vorhanden sind).

wenn das erste verliebtsein abebbt sollte genug willen da sein den anderen so anzunehmen wie er ist. aus diesem respekt und der gemeinsamen erfahrung entsteht dann die echte liebe.

allerdings unterscheide ich eben hier die freundschaft von der intimität der liebe zu einem partner, dass da mal ein heisses feuer brannte, das vll. mal runterbrennt, aber auch wieder zu entflammen ist. das entschuldigt dinge, die ich vll. bei anderen menschen nicht entschuldigen würde, das lässt mein herz höher schlagen.

das andere ist eher eine brüderliche-schwesterliche liebe für mich.

wichtig ist aber einzig und allein, das beide partner die gleichen erwartungen an die beziehung haben. ist das für beide oki nicht verliebt zu sein, dann ist es eben so.

nur befürchte ich da bei mir z.b., daß ich irgendwann sehnsucht nach diesem feuer gehabt hätte oder mich in einen anderen mann verliebt hätte.

ich finde das schon etwas sehr speziell kulturelles und wird sicherlich zum teil vorgelebt und fließt auch in die erziehung ein. in der familie meines mannes gibt es, trotz der verkuppelten ehen, sehr viel liebe. es scheint also eine gute basis zu sein. vorausgesetzt man will genau das.
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Re: Vernunftehe

Mo, 04. Nov 2013, 21:35

Ich bin da auch gleicher Meinung, das kann gut gehen, sogar Liebe daraus entstehen, kann aber auch schief gehen und Ablehnung daraus entstehen.
Ich denke auch dass dabei die Gefahr besteht, dass man dann im Laufe der Ehe doch noch den Seelenverwandten/Liebe trifft und dann gibt's Verletzungen!

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Shonya
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 9:29

Ich halte gar nichts von Vernunftsehen. Natürlich kann das gut gehen. Doch das Risiko, dass man dann nach Eingehen so einer Ehe doch noch die wahre Liebe findet, wäre mir zu hoch. Ich hab oft genug beobachten können, wohin so etwas dann führt, zu Affären, unglücklichen Menschen, Lügen, Heimlichtuerein...schlicht Unglück.
Warum meinen die Menschen auf Druck heiraten zu müssen, egal wen?
Natürlich ist in einer Ehe nicht die Liebe der wichtigste Teil, aber doch ein entscheidender...wie soll man jemanden aufrichtig zärtlich begegnen, wenn man keine Liebe für ihn/sie hat?
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.

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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 9:52

Ein Unaufrichtiger MEnsch, der Affären eingeht, der ist egal in welcher Situation unaufrichtig und hintergeht andere Menschen. :!:
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 10:01

Würde ich so nicht bestätigen... oft sind Menschen die Affären haben einfach nur unglücklich in ihren Beziehungen... und haben die falschen Werte, nämlich: Scheidung ausgeschlossen. Feige sind sie allemal.
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 10:08

FEige auf jeden Fall. Jemanden zu hintergehen, weil man unglücklich ist anstelle nach einer Lösung zu suchen? Dies ist eindeutig eine Karakterschwäche die ein solcher Mensch besitzt.

Also ganz kar seinem Wesen, seinem Charakter zu zuordnen und nicht der Situation.

Mit solchen Ausflüchten kann mir niemand kommen.
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 10:13

Mir schon. Wie leicht wird es manchen Menschen denn gemacht, sich scheiden zu lassen? Stehen da nicht oft auch Familien hinter, die das um jeden Preis verhindern?
Wie sollte so eine Lösung denn Deiner Meinung nach aussehen? Seine Bedürfnisse zurück nehmen und sich aufopfern oder dann doch eine Trennung?
Für mich kann es in solchen Fällen nur eine Lösung geben: Scheidung. Auch wenn Kinder da sind. Für Kinder ist es nämlich viel schlimmer in einer unglücklichen Familie zu leben, als geschiedene, glückliche Eltern zu haben, die ihre Kinder gut behandeln.
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.

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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 10:29

Zwei Momente haben wir übergangen. Der Moment an dem Man heiratet. In diesem Moment sollte jemand wissen was er will, wohin sie will, und was die gemeinsahmen Ziele sind und Glück haben. Dann gibt es die Phase vor den Kindern haben. Wenn der Entscheid da ist Kinder zu haben, dann sollte verliflixt nochmal ein Mensch sich im klaren sein, was das heisst.


in beiden Phasen kann man einer Beidseitigen Trennungsempfindung nach gehen und vollziehen.

Wie du siehst sind dann solche Situationen hausgemacht. Feige und nicht Aufrichtig muss eine Person sein, die dann das Glück in einer Affäre sucht. GAnz klar ein Karakterschwacher Mensch.

Ich bezeichne gerne solche Menschen als Unverantwortliche Egoisten. Sorry wenn es jemand trifft aber leider ist es so.
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 12:48

Zwei Momente haben wir übergangen. Der Moment an dem Man heiratet. In diesem Moment sollte jemand wissen was er will, wohin sie will, und was die gemeinsahmen Ziele sind und Glück haben.
In einigen Fällen geht es gar nicht darum, was man selber will, sondern was die Familien so wollen... das dürfte Dir bekannt sein :wink:
Dann gibt es die Phase vor den Kindern haben. Wenn der Entscheid da ist Kinder zu haben, dann sollte verliflixt nochmal ein Mensch sich im klaren sein, was das heisst.


Ehrlich? Die allermeisten z.B. Albaner die ich so kenne, treffen diese Entscheidung: Kinder oder nicht Kinder gar nicht bewusst. Sie heiraten und spätestens nach 2 Jahren ist das erste Baby da... das gilt vorallem für die sog. Vernuftsehepaare. Die heiraten doch aus Vernunftsgründen und tun damit was man von ihnen erwartet: Familie gründen!
in beiden Phasen kann man einer Beidseitigen Trennungsempfindung nach gehen und vollziehen.
Ist das so? Komischerweise kenne ich einige die solche Ehen eingegangen sind, die sich nicht mal eben trennen können, auch ohne Kinder nicht. Da stehen dann Familien hinter. Die Familie der Frau will keine Scheidung wegen der "Entehrung"...sie ist ja dann keine Jungfrau mehr, nachweislich geschieden...ach, diese Schande.
Der Familie des Mannes geht es auch um Ehre... und darum, dass vielleicht irgendwelche rachsüchtigen Männer der anderen Familie mit ner Knarre vor der Tür stehen :wink:
Nicht selten wird jung verheirateten Paaren die sich nicht verstehen eingetrichtert, dass sie mal schnell Babys machen sollten, dann wird das schon mit der Liebe... wird es nicht, aber interessiert dann auch keinen...
Wie du siehst sind dann solche Situationen hausgemacht. Feige und nicht Aufrichtig muss eine Person sein, die dann das Glück in einer Affäre sucht. GAnz klar ein Karakterschwacher Mensch.
Wenn man es sich leicht machen will, dann ist das so...

Ich bezeichne gerne solche Menschen als Unverantwortliche Egoisten. Sorry wenn es jemand trifft aber leider ist es so.
Fals Du mich damit meintest: trifft mich nicht. Ich habe aber auch eine Familie die hinter mir steht, die mich auch als Geschiedene unterstützen und lieben würde...was bei anderen nicht der Fall wäre.
Habe über diese Themen mehr als einmal nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen: es gibt nicht nur schwarz oder weiß :wink:
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 15:07

Natürlich ist jede Situation in sich selbst geschlossen und bedarf einer eigenen Lösung, da es kein Patent dafür gibt und auch wenn die Faktoren sich gleichen so stellt es oft nicht die gleiche Situation dar. Ist mir bewusst.

Nein dich wollte ich nicht treffen, aber es gab einen User der mal eine ähnliche Situation beschrieb und Menschen wie ihn betrifft meine Aussage und deswegen wollte ich das mit einem Sorry ein klein wenig entschärfen.

Ich kann und werde dein Beschriebenes nicht in Frage stellen, dennoch muss ich aber dagegen halten, dass meine Erfahrungen was Scheidungen anbelangt auch nicht so stark vorhanden ist. Zum Glück halten die Ehepartner in unserem Umfeld was sie sich gegenseitig versprächen auf dem Standesamt und vor ihren Familien.

Mir scheint es so als ob du oft an Karakterschwache Menschen mit albanischem Migrationshintergrund triffst und dadurch sich natürlich bei dir ein ganz eigenes Bild sich gezeichnet hat.

Ich kann dir in der ganzen Schweiz nicht einen solchen Vorfall nennen wo jemand bei jemandem mit der Waffe was durchsetzen möchte in der Beziehung im letzten Jahrzehnt. Ich habe selber einen Fall mal hier gepostet, der ist aber aus den neunzigern. Waffengewalt in der Blutrache ja aber wegen Beziehungen Nein.

In meinem Umfeld auch in unserer Gegend hier in Basel ist es so, dass man sagt, lieber eine Trennung bevor KInder da sind als wenn dann Kinder unter einer Solchen leiden müssen.

Womöglich aber ist deine Sichtweise und die meinige nicht konform da wir nicht in der gleichen Gegend wohnen und auch nicht in der gleichen Gegend aufgewachsen sind, sowie wir nicht der gleichen Generation angehören.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin der Meinung, dass heute viel zu rasch und zum teil aus matrealistischen Gründen, das Scheidungsamt beansprucht wird.

Liebe Grüsse Strellci i vertet
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liberté
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 16:24

soderle,dann werde ich mal;-)

ich denke nämlich eben nicht, dass menschen in dem alter, in dem im kosovo (und nur das kenne ich, wo vernunftsehen noch eingegangen werden) vernunftsehen schon wissen, was sie erwarten und was sie für bedürfnisse haben. die formen sich doch im laufe der jahre. was die liebe angeht, ich rede hier nicht von der freundschaftlichen liebe, so weiß man nicht, daß man sie vermisst, bis man sie getroffen hat. ich denke man kann es mit den kindern vergleichen....bevor man sie hat, hat man eine vorstellung, die aber nie an die realität rankommt.

nun stellt sich die frage - bleibe ich, aufgrund der erwartungen meines umfeldes und die an mich selbst, unglücklich (weil ich nun weiß was ich vermisse) oder trenne ich mich ehrlicher weise. wann ist ein kind unglücklicher? mit unglücklichen eltern oder mit glücklichen getrennten?

auch affairen halte ich nicht immer und unbedingt für feige. gerade bei vernunftsehen muss man davon ausgehen, daß die sexuelle chemie nicht stimmig ist. bedürfnisse können, ganz unabhängig von freundschaftlicher liebe, auch woanders ausgelebt werden. viele frauen wissen darum und schweigen, weil eben der ganze rest stimmt und auch der mann will sich gar nicht trennen, hat aber eben andere bedürfnisse. das ist so alt wie die monogamie und es kommt weitaus häufiger vor als man denkt. ich verurteile diese menschen nicht, wenn beide seiten damit einverstanden sind, dann ist es doch i.o. - ich kann nichts beurteilen, was ich nicht kenne.

und nein, ich denke nicht es liegt an shonyas oder meinem negativen umfeld, sondern an der tatsache, das vernunftsehen im kosovo noch mal ganz anders sind als im ausland. vorausgesetzt man lebt dort nicht in einem paralleluniversum. im ersteren fall geht es um die gemeinschaft, uns hier um das individuum.

ich kenne einen solchen fall, wo der mann lange und mit nachdruck (bis ein unglück passierte) bedroht wurde, weil er eine verbindung löste. und ich habe, wie du ja weisst, nicht gerade lebhaften kontakt mit der kosovarischen comunitiy hier.

früher habe ich solche menschen auch als charakterschwach etc. betitelt, aber mit den jahren habe ich gelernt doch ein wenig mehr zu differenzieren. ich hoffe mich ein bisschen erklärt zu haben, was nach drei stunden schlaf schwierig ist;-)
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Panaiota
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Re: Vernunftehe

Di, 05. Nov 2013, 17:10

@Strellci: im 21. Jahrhundert noch auf Vernunftehen zu bestehen .. dass kann nur ein Dukagjinli sein ;-)
@Shonya: du sprichst mir aus der seele. Ich kenne genug Vernunftehen und 80% von diesen Ehen basieren NICHT auf liebe.

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Re: Vernunftehe

Mi, 06. Nov 2013, 10:30

Liberté

Auf deine einzelne Erfahrungen auf das gesamte Rest zu schliessen ist nicht richtig in meinen Augen.

Ueber die Sexualitet einzelner möchte ich mich nicht äussern, da egal wie man was in welcher Form beschreibt, es nicht beschönigt werden kann, dass diese Person seinen Trieben unterliegt und unterlegen ist, dessen Empfinden gegenüber. Mentale Schwäche also kommt noch zu der Karakter Schwäche.

Also eine sehr gefährliche und explosive Mischung Liberté.

Morgen soll das Wetter wieder umschlagen, und wo möglich klappt es dann besser mit dem Schlaf.

Liebe Grüsse Strellci i vertet
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Re: Vernunftehe

Mi, 06. Nov 2013, 20:02

Elife hat geschrieben:Angenommen zwei Personen lernen sich kennen. Die beiden haben vieles Gemeinsam, unternehmen oft etwas zusammen etc. Der andere scheint perfekt zu sein, um eine Ehe einzugehen. Man (oder Frau) mag die andere Person, sie ist liebevoll und charmant; der Beruf und die Familienverhältnisse stimmen. Alles ist super. Nur einen Haken hat die Sache: Man ist nicht verliebt

Ich habe bei uns Albanern oft beobachtet, wie Paare glücklich geworden sind, obwohl sie nicht verliebt waren. Ich habe aber auch oft das Gegenteil mitbekommen.

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Was heist schon "verliebt"? Die richtige Frage ist doch, was ist wen man sich nicht sieht und trifft?


Und eine Ehe einzugehen ohne den einen zu Lieben, ist keine Vernunftehe, sondern das Gegenteil. Beziehungen fängt man aus positiven Motiven an, und nicht aus negativen.

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liberté
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Re: Vernunftehe

Mi, 06. Nov 2013, 20:35

strellci, hälst du ich wirklich für so platt, daß ich aus einzelnen erfahrungen auf einen rest schließe? noch bevor ich meinen mann kennenlernte (das sind nun immerhin auch schon 15 jahre), hatte ich einen freundin mit kosovarischem freund, familie etc. - also genug beobachtungen, diverse foren, viele viele frauen und liebesgeschichten. dazu noch meine eigene lebenserfahrung. wir generalisieren hier doch gerade in dem wir über vernunft versus liebesehe sprechen, also muss man auch hier die erfahrungen generalisieren.

für ich existieren dinge wie charakterschwäche oder mentale schwäche nicht. ich sehe den mensch in seiner situation, mit seinen bedürfnissen, ohne die moralische kappe darüber zu stülpen. solange ich nicht selbst betroffen bin, gelingt das recht gut. wir brauchen gar nicht ins detail zu gehen, um sagen zu können, daß menschen triebe haben und wenn gewisse voraussetzungen nicht erfüllt werden, jenen auch zuweilen obliegen. da ist es ganz egal ob vernunftsehe, auseinander gelebt, andere sexuelle vorlieben etc.
ist das nicht, nur ein denkansatz, ein grund, warum sich frauen im islam verhüllen sollten (und männer ja zum teil auch?) - um eben jene gefahr auszuschließen? ist also gar nicht so weit hergeholt?

am ende entscheidet doch nur das glück / die zufriedenheit eines jeden paares. aus vernunft kann verliebtsein und liebe werden und andersrum kann liebe schneller sterben als gekommen - auch sie ist kein garant für zufriedenheit.
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Re: Vernunftehe

Mi, 06. Nov 2013, 21:08

Panaiota hat geschrieben:@Strellci: im 21. Jahrhundert noch auf Vernunftehen zu bestehen .. dass kann nur ein Dukagjinli sein ;-)
@Shonya: du sprichst mir aus der seele. Ich kenne genug Vernunftehen und 80% von diesen Ehen basieren NICHT auf liebe.
das 21.jahrhundert steht nicht für wertelosigkeit, vernunftehe ist jede normale ehe die geschlossen wird, was die themenerstellerin meint ist was anderes, aber sie sagt das falsche wort.

jaja ihr und eure vorurteile gegenüber anderen, wie alt bist du wen ich fragen darf?

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