gerade sind wir von einem 10tägigen Schnupperurlaub in Albanien zurückgekehrt. Und haben beschlossen, im Frühjahr nächsten Jahres nochmals – dieses Mal für 4 Wochen – dort „rumzustromern“.
Zunächst noch mal vielen Dank für die Vorabinfos, die wir schon von Euch bekommen haben. Es hat alles wunderbar geklappt und wir haben weit mehr positive als negative Eindrücke mitgebracht.
Die negativen Eindrücke (das schlechte zuerst):
Ein Riesenproblem ist in der Tat die unsägliche Müllsituation. Wie das in den Griff zu bekommen ist? Und vor allem früher als später. Abgesehen vom „Privatmüll“, der fast überall rumliegt und –fliegt in besiedelter Gegend, hatten wir den Eindruck, dass auch im großen Stil über die Mülltransporter der Abfall einfach in Schluchten gekippt wird. Schade, schade, schade!
Die vielen Bauruinen! Oft an den schönsten Stellen und Fleckchen. Kleine, große, halbfertige, gerade angefangene Hütten. Rotten schon vor sich hin.
Tja, und die albanische Erdölindustrie ... Abgesehen von der Optik der an- und verrosteten Bohrtürme hat es, wie Volker auch schreibt, erbärmlich gestunken, mitten drin wird noch alles erdenkliche Gemüse angebaut und in der Mitte ruht ein stiller See. Fast so blau wie der Himmel. Aber ehern metallen und stinkend. In einer grauslichen Umgebung. Wahrscheinlich kann man sich das Wasser gleich in den Tank kippen und fährt wieder 300 km. Wäre vmtl. besser, als es versickern zu lassen.
Und nun die positiven:
Wir haben nur äußerst hilfsbereite, freundliche, zuvorkommende - doch zurückhaltend und nicht aufdringliche – Leute getroffen.
Eine wunderbare Landschaft außerhalb der Städte, der Llogarapass, die Gegend um Himara.
Und auch in anderen Regionen lässt die Vegetation mir als Gärtner das Herz aufgehen. Selbst im Herbst ist alles noch grün und frisch. Na Ja, dafür haben wir den fast täglich um 16-17 Uhr beginnenden Regen gern hingenommen.
Die günstigen Preise für Busse und Furgones (Bei denen kann man aber wirklich auch Pech haben! Eine Fahrt habe ich nur knapp überlebt, zumindest gefühlt) und den kleinen Kaffee zwischendurch sind auch super. Auch mit dem Verdienst eines finanziell nicht so gut gestellten Albaner kann man doch so ganz gut mobil sein, sollte man kein Auto haben. Aber ich glaube, alle haben einen Mercedes
Überall, ob Stadt, Dorf oder Land kann man entspannt in Tavernen und Cafes herumsitzen, was trinken, vielleicht was essen oder auch nicht, plaudern oder lesen oder das Meer hypnotisieren.
Und je länger wir in Albanien unterwegs waren, je mehr wir in Volker Grundmann’s Buch gelesen haben und je mehr wir nach unserer Rückkehr im Internet forschen umso gespannter und voller Vorfreude sind wir auf nächstes Frühjahr. Wir kommen dann mit dem Auto – leider kein Camper – und werden in oder in der Gegend um Himara uns ein Domizil suchen. Ich habe das Gefühl, in Albanien gibt es so viel zu sehen und zu bewundern, so tolle Ausflugsziele, die man meist auch nur „entschleunigt“ erreicht, eine wunderbare Mentalität, die man kennen lernen kann und ein bisschen ist es auch eine Zeitreise, nicht überall, aber oft.
Ja, das wollte ich Euch kurz berichten.
Mit niesenden Grüßen
