Estra
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Do, 19. Aug 2010, 16:48

mit gewissen Argumentationen kann ich auch nichts anfangen, von wegen, alle Nichtalbaner gehen fremd und solchen Chabis, aber ich denke schlussendlich auch, dass Albaner die sehr auf Traditionen achten wollen oder deren Familie so eine Einstellung haben und ihre Familie in Kosova weiter verwurzeln wollen, doch eher auch einen albanischen Partner haben sollten.

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Hogwash
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Do, 19. Aug 2010, 17:08

Selbst wenn ich absolut nichts gegen biinationale Ehen habe, denke ich auch dass es einfacher ist, wenn man den gleichen kulturellen Hintergrund hat. Aber das sollte einen nicht davon abhalten jemand zu heiraten, der aus einer anderen Kultur/Nation stammt und außerdem hat man auch keine Garantie dafür dass es hält, wenn man "unter sich" heiratet.
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liberte
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Do, 19. Aug 2010, 17:16

ah ja, klar. aber das ist ihr leben. nicht unseres. ich denke du kannst dir deine zeit sparen. ändern wirst du damit nichts. so denk ich inzwischen.
Paulo Coelho
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Alket
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Do, 19. Aug 2010, 17:19

liberte hat geschrieben:also ich teile salonies meinung nicht wirklich, aber alket, merkst du eigentich wie sehr du dir widersprichst und für meinen geschmack wedelst du in letzter zeit zu leichtfertig mit schlagwörtern wie milosovic und co. rum. dafür ist das thema zu ernst und zu traurig als es gleich aus der lade zu kramen, nur weil man meint andere damit zum schweigen zu bringen.

so, jetzt dürft ihr weiter zanken:-)
Verstehe ich wen du das nicht verstehst

Aber als ich las, "Geh nach Albanien wenn du mit deines gleichen verkehren willst" da kamm mir automatisch der Spruch von Milosevic in den Sinn "Geht nach Albanien wen ihr albanisch lernen wollt"

Alket
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Do, 19. Aug 2010, 17:36

leanna hat geschrieben:
DARDANIAN PRINZ hat geschrieben:@leanna

das liegt an der geschichte der albaner. Die albaner waren so lange von anderen mächten beherrscht, das sie in anderen völkern aufgegangen wären wenn sich nicht dieser übermäßige nationalstolz entwickelt hätte, weil wir nur so ein kleines volk waren. die rede ist hier von den kosovaren, die albaner in albanien handhaben das lieberaler, meist heiraten sie lieber einen italiener oder grichen wie einen albaner, nicht allgemein aber im süden von albanien ist das häufig so. Jede(r) aus dem kosovo kann das bestätigen, das man schon von klein auf indoktriniert bekommt das man später eine landsfrau, landsmann heiraten soll, weill die eltern selber so erzogen sind lieber nicht mit einm türken, später mit einem serben, bosnier etc. und heute ist das halt italiener, deutsche schweizer etc etc.wie gesagt die angst spielt hier eine sehr große rolle in der anderen kultur aufzugehen, da man bekanntlich weiss dass albaner meister in der adaption sind schürt man angst der assimilation. Seien wir mal ehrlich die meisten der der kinder aus einer ehe zwischen zwei kulturen sprechen das labanische schon garnicht oder nur noch sehr schlecht.
Dies ist jedoch nicht zu verallgemeinern, weil ich selber viele albaner kenne die nicht mal hier geboren sind und trotzdem super schlecht albanisch sprechen, aber das liegt an den eltern
Danke für dein Posting, ich fand es sehr klug und überlegt.

In der Tat können wir es hier manchmal nicht nachvollziehen, gerade weil Nationalstolz bei uns Deutschen eben so ein Reizthema ist, trotz WM-Fähnchen-Wahnsinn immer noch.

Ich kann das aber durchaus nachvollziehen, was du schreibst. Auf der anderen Seite fühlt man sich als Nicht-Albanerin, die mit einem Albaner zusammen ist, dann immer gleich ein wenig als zweite Wahl. Ich sehe das so, dass keiner von beiden in binationalen Beziehungen etwas verlieren oder aufgeben muss. Beide können etwas dazu gewinnen.

Ich möchte auf jeden Fall, dass meine Kinder später mal albanisch sprechen, genauso gut wie deutsch.

Es ist halt ein wenig paradox: Viele Eltern schicken ihre Kinder zum Geldverdienen ins Ausland. Wenn sie dann allerdings dort Partner finden, ist das Geschrei groß.

Aber, wie gesagt, das soll jeder machen wie er will. Ich finde es nur schade, die binationalen Beziehungen gleich von vornherein zu verurteilen. Es gibt viele, die funktionieren.
Also ich finde nicht, dass das was mit Nationalstoltz zu tun hat, sondern vielmehr mit der Angst vor der Entfremdung und weil es viel einfacher ist, man hat natürlich angst wie die deutsche Frau auf die alte Heimat reagiert, oder auf gewisse Dinge, man hatt angst dass sie es nicht verseht und es abweist, als primitiv betrachtet oder was weis ich.

Als Deutsche ist es verdammt leicht zu sagen, "ha die sind frech", aber habt ihr euch mal Gedanken gemacht dass ein Ausländer in Deutschland eure Sprache beherrscht und hier lebt und nicht ihr in einem fremden Land seid und gespalten zwischen Familie/Heimat und der neuen Heimat?

Ihr müsst ja nicht angst haben, dass eure Kindern sich mit euren Eltern nicht verstehen können, weil sie zwei völlig verschiedene Sprachen sprechen,denn ihr und eure Kinder leben ja hier.

Mir ist meine Familie sehr wichtig, meine Tanten sind meine Mütter, ich könnte es mir nicht vorstellen wen meine zukünftige sich nicht mit ihnen verständigen würde.

Und seien wir uns doch mal ehrlich, als Albaner lernt man viel einfacher eine Albanerin kennen als eine Deutsche. Als Albaner bekommt man auch manchmal das Gefühl, von oben herab betrachtet zu werden, und als wäre nur eine Nacht möglich, alles andere komme aufgrund der Hekrunft nicht in Frage.

Ich würde auch eine Afrikanerin heiraten, wenn sie soviel Charakter besitzen würde meine Sprache einigermassen zu lernen und meine Heimat schätzt und würdigt, wie ich das auch bei ihr tun würde.

Wenn ich eine deutsche Frau wie Liberte, Estra und andere deutsche Frauen aus diesem Forum hier finden würde, dann sage ich MASHALLA und ab in die Fliterwochen, aber sofort, nicht mal eine Albanerin könnte mit ihnen mithalten.

Aber solche Frauen sind nun mal sehr schwer zu finden.

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traurig077
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Do, 19. Aug 2010, 18:03

alket...als ich deine ersten beiträge gelesen habe, auf die saloni so sauer reagiert hat, hab ich mich auch gefragt was ist denn mit dem los... aber jetzt wo du es erklärst, kann man es natürlich nachvollziehen.

es macht einen unterschied ob man sagt ich will eine albanerin weil ich der meinung bin mein leben verläuft einfacher und ich muss nicht soviele ängste bewältigen. als wenn man sagt ich will eine albanerin, weil das ist so, immer so gewesen, meine familie will es und generell kann eine deutsche nicht gewährleisten, was eine albanerin kann.

wenn das so gesagt wird, bin ich auch der meinung lebe in dem land, dessen kultur und tradition du über alles stellst.

du schliesst ja aber eine deutsche frau gar nicht aus (bsp. estra, liberte...)
du meinst nur es ist schwer eine zu finden, die überhaupt bereit ist sich auch deiner kultur zu öffnen und dieser gerecht zu werden.

ichkann es einerseits verstehen, andererseits baust du damit aber auch eine blockade.
te jetosh do te thote te luftosh

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Lilli
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Do, 19. Aug 2010, 18:09

Alket hat geschrieben: Also ich finde nicht, dass das was mit Nationalstoltz zu tun hat, sondern vielmehr mit der Angst vor der Entfremdung und weil es viel einfacher ist, man hat natürlich angst wie die deutsche Frau auf die alte Heimat reagiert, oder auf gewisse Dinge, man hatt angst dass sie es nicht verseht und es abweist, als primitiv betrachtet oder was weis ich.

Als Deutsche ist es verdammt leicht zu sagen, "ha die sind frech", aber habt ihr euch mal Gedanken gemacht dass ein Ausländer in Deutschland eure Sprache beherrscht und hier lebt und nicht ihr in einem fremden Land seid und gespalten zwischen Familie/Heimat und der neuen Heimat?

Ihr müsst ja nicht angst haben, dass eure Kindern sich mit euren Eltern nicht verstehen können, weil sie zwei völlig verschiedene Sprachen sprechen,denn ihr und eure Kinder leben ja hier.

Mir ist meine Familie sehr wichtig, meine Tanten sind meine Mütter, ich könnte es mir nicht vorstellen wen meine zukünftige sich nicht mit ihnen verständigen würde.

Und seien wir uns doch mal ehrlich, als Albaner lernt man viel einfacher eine Albanerin kennen als eine Deutsche. Als Albaner bekommt man auch manchmal das Gefühl, von oben herab betrachtet zu werden, und als wäre nur eine Nacht möglich, alles andere komme aufgrund der Hekrunft nicht in Frage.
Ich würde auch eine Afrikanerin heiraten, wenn sie soviel Charakter besitzen würde meine Sprache einigermassen zu lernen und meine Heimat schätzt und würdigt, wie ich das auch bei ihr tun würde.

Wenn ich eine deutsche Frau wie Liberte, Estra und andere deutsche Frauen aus diesem Forum hier finden würde, dann sage ich MASHALLA und ab in die Fliterwochen, aber sofort, nicht mal eine Albanerin könnte mit ihnen mithalten.

Aber solche Frauen sind nun mal sehr schwer zu finden.

DAS denkt Ihr?? :shock: :shock: Im Ernst?? Ich kann's grad nicht glauben. So hab ich das noch nie gesehen... Denken denn viele so??

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traurig077
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Do, 19. Aug 2010, 18:33

ja, ich glaube so denken leider viele. mein freund hat am anfang auch nicht erzählt, dass er albaner ist, mit seiner familie zusammenlebt usw. weil er dachte es ist für mich nicht nachzuvollziehen (war es auch nicht), aber sie unterschätzen glaub ich, dass liebe das alles aufwiegt. und man viele sachen auch sehr positiv sehen kann, wenn sie einem erst erklärt werden.

und so sprüche wie von dem mann, solltest du grade verstehen können alket (auch wenn es nicht richtig ist). der mann hat angst, dass in "seinem land" bald keiner mehr deutsch kann. in den schulen wird türkisch eingeführt, aber keiner kann mehr plattdeutsch. das ist auch ein kämpfen gegen kulturverlust und du nimmst es persönlich/diskriminierend, so wie ich es andersrum persönlich nehme ausgemustert zu werden weil ich deutsche bin und nicht weil ich ne blöde kuh, arrogante ziege oder egoistisch bin...

da kann man irgendwie nur probieren es besser zu machen und zu lernen...
te jetosh do te thote te luftosh

Lula
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Do, 19. Aug 2010, 19:14

Hmm, diese Diskussion kommt mir irgendwie bekannt vor.
Nun, diese Ängste vor Entfremdung kann ich irgendwie verstehen. Wenn ich mir unsere Tochter anschaue, sie ist auch ein "Halbi", aber was, wenn sie später mal einen Niederländer mit marokkanischen Migrationshintergrund heiratet? 4 Traditionen fortzuführen und 4 Sprachen zu sprechen, fast unmöglich.
Aber nichts desto trotz bin ich der Meinung, wenn ich in einem anderen Land als meinem Heimatland lebe, dann ist es doch naheliegend, dass mein Kind sein Herz an jemand anderen verliert???? Damit ist doch zu rechnen.

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saloni
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Do, 19. Aug 2010, 23:47

na bin ich froh hat sich das Kneul entspannt :lol:

Danke Alket, dass du da klarer formuliert hast. Mir gehts nicht darum obs einfacher ist, sondern um das verbiegen MÜSSEN.

Wie schon mal wo erwänt, kenne ich viele die ihr herz gebrochen haben und seelisch nun kaputt sind, aus Ehre und tradition. Das ist zu tragen wie ein Stein.

Komunikation wird entstehen bei symphatie, die Herkunft sollte daher egal sein. Bild

apropos tante im kosova was schenckt man den so wenn sie in etwa ü 50ig iss? Ich hab kleider und schmuck und schmincke bekommen...aber was bei ihr?
ach, und die, die redet generell kaum was. ist ne sehr ruhige. aber lächelt viel.


so ist es lula, als regenbogen wird auch dein kind offener sein, als viele andere und das leben was sie in ihr trägt und fühlt. Das wird schon gut kommen :wink:

he und für sprachen und tradition gibt es eben diese centren und schulen, so ohne hintergedanke ist das ja nicht gelabert.

schlaft schön


Bild
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stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

Estra
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Fr, 20. Aug 2010, 9:18

Alket hat geschrieben:
Also ich finde nicht, dass das was mit Nationalstoltz zu tun hat, sondern vielmehr mit der Angst vor der Entfremdung und weil es viel einfacher ist, man hat natürlich angst wie die deutsche Frau auf die alte Heimat reagiert, oder auf gewisse Dinge, man hatt angst dass sie es nicht verseht und es abweist, als primitiv betrachtet oder was weis ich.

Als Deutsche ist es verdammt leicht zu sagen, "ha die sind frech", aber habt ihr euch mal Gedanken gemacht dass ein Ausländer in Deutschland eure Sprache beherrscht und hier lebt und nicht ihr in einem fremden Land seid und gespalten zwischen Familie/Heimat und der neuen Heimat?

Ihr müsst ja nicht angst haben, dass eure Kindern sich mit euren Eltern nicht verstehen können, weil sie zwei völlig verschiedene Sprachen sprechen,denn ihr und eure Kinder leben ja hier.

Mir ist meine Familie sehr wichtig, meine Tanten sind meine Mütter, ich könnte es mir nicht vorstellen wen meine zukünftige sich nicht mit ihnen verständigen würde.

Und seien wir uns doch mal ehrlich, als Albaner lernt man viel einfacher eine Albanerin kennen als eine Deutsche. Als Albaner bekommt man auch manchmal das Gefühl, von oben herab betrachtet zu werden, und als wäre nur eine Nacht möglich, alles andere komme aufgrund der Hekrunft nicht in Frage.

Ich würde auch eine Afrikanerin heiraten, wenn sie soviel Charakter besitzen würde meine Sprache einigermassen zu lernen und meine Heimat schätzt und würdigt, wie ich das auch bei ihr tun würde.

Wenn ich eine deutsche Frau wie Liberte, Estra und andere deutsche Frauen aus diesem Forum hier finden würde, dann sage ich MASHALLA und ab in die Fliterwochen, aber sofort, nicht mal eine Albanerin könnte mit ihnen mithalten.

Aber solche Frauen sind nun mal sehr schwer zu finden.
Also zuerst danke mal für die Blumen, :) , sehr gewagt von dir zu sagen, also was meinen Fall betrifft, würdest sagen Mashalla und ab in die Flittewochen, smile. Ich kann sehr nervig und zickig sein, werden dir hier einige und mein Mann bestätigen, smile.
Aber mein Mann und ich zB. würden das beide nicht mehr machen, mit den Erfahrungen die wir so gesammelt haben. Es kommen/kamen Dinge auf uns zu, mit denen wir nie gerechnet haben anfangs. Wir haben mal so ein Resumee gezogen und sind alles nochmals durchgegangen und wir beide fanden, nicht noch einmal mit dem Wissen.
Die beiden Sprichwörter passen hier wohl sehr gut, Gegensätze ziehen sich an: wir sind total gegensätzlich, aber gleich und gleich gesellt sich gut, wär halt doch besser.
Das Warum hat viele Gründe, kann nicht alles aufzählen, aber einer ist sicher auch die Kinder. Die werden grösser, wird es eine Entfremdung von der albanischen Familie geben oder werden sie das weiter führen? Mein Mann ist ja schlussendlich aus diesem Grund überhaupt in die Schweiz gekommen um seiner Familie eine gute Lebensgrundlage in Kosova zu ermöglichen, schlussendlich auch um seinen künftigen albanischen Kindern etwas zu hinterlassen. War das dann vielleicht alles umsonst, was er erschuftet hat, weil seine Kinder vielleicht irgendwann gar nichts mehr von einem Leben in Kosova wissen wollen usw. Das wär ja nur ein bisschen gewährleistet, wenn die zukünftigen Partner auch aus Kosova kämen. Eine Nichtalbanischer Partner geht in einer Generation, ohne den Anhang in die Heimat zu verlieren, aber eine weitere Generation würde das wohl nicht mehr klappen. Viele Fragen, die das eigene Leben oder Lebensweise in Frage stellen.

Gruss Estra

Ps: von wegen Tanten usw. bei uns ist es genau umgekehrt, unsere Kinder können wenig mit meiner Verwandtschaft anfangen, da unser Schwerpunkt eindeutig bei der Familie des Vaters liegt. Das schmerzt mich schon auch, darum versteh ich die Bedenken.

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leanna
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Fr, 20. Aug 2010, 9:28

Das Problem ist hier, Alket, was in euren Köpfen und was wirklich Realität ist. Mein Freund hat mir am Anfang erzählt, er wäre Italiener. Als ich dann die Wahrheit erfuhr, konnte ich es garnicht fassen. Ich hätte nie, nie, nie und nimmer von ihm Abstand genommen oder anders über ihn gedacht, nur weil er Albaner ist.

Das was mich da schockiert hat war, dass er so über mich denkt und nicht ehrlich zu mir war.

Klar gibt es hier viele Menschen, die schlecht über Albaner denken. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Albaner, die schlecht über die Deutschen denken. Da muss man einfach drüberstehen und so leben, wie man das für richtig hält.

Albanisch zu lernen ist, und das ist keine blöde Ausrede, zumindest in Deutschland schon auch ein organisatorisches Problem. Möchte man Englisch, Italienisch oder Spanisch lernen, dann findet man Dutzende an Kursen, oft lernt man es sogar schon in der Schule. Albanisch allerdings ist da etwas schwerer zu finden. Da braucht es halt ein wenig mehr eigenes Engagement als bei anderen Sprachen. Und: Meine Lehrerin kam damals aus Albanien und sprach Hochalbanisch. Als ich dann einiges konnte und zum ersten Mal im Kosovo war, wurde ich erstmal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Das war doch ein enormer Unterschied, das Lernen ging dann quasi wieder von vorne los.

Zur Entfremdung: Denkst du, die Angst gibt es nur bei euch? Die ganzen deutschen Auswanderer rotten sich doch auch oft zu deutschen Grüppchen zusammen. Nicht immer liegt das an Faulheit oder Bequemlichkeit, sondern einfach an der Angst, das letzte Stück Heimat auch noch aufgeben zu müssen. Ich hab da ein lustiges Beispiel von meiner Mutter. Meine Eltern sind als Deutsche nach Österreich gezogen, was nun wirklich nicht der riesen Kulturschock war. Trotzdem ist meine Mutter fast in Tränen ausgebrochen, als sie ihr deutsches Nummernschild gegen ein österreichisches austauschen musste. Es war für sie eben so etwas wie die letzte Verbindung in die alte Heimat.

Diese Ängste sind, denke ich, einfach menschlich. Dann braucht es einen klugen und starken Partner an der Seite, der das auffängt und versucht, ein bisschen Heimatland auch in die Fremde zu holen. Und glaub mir, die gibt es. :wink:
Ich möchte gerne etwas weniger blöd sterben als ich geboren bin.

André Heller

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Fr, 20. Aug 2010, 9:47

Ich kann's immer noch nicht ganz fassen ... :-?

Also wenn man dann schon weiß, daß er Albaner ist, könnte es dann sein, daß er denkt, frau wollte nur ... (na Ihr wißt schon *piiiiep* ;) ) und nicht mehr, weil er Albaner ist??

Ich find das einfach unglaublich, daß das so rüberkommt ?? Wirken deutsche Frauen wirklich so, so blasiert und hochnäsig, so als hätten sie Angst, nen "primitiven" Albaner in ihre wohlsituierte Familie mit zu nehmen und seine am besten nur mit spitzen Fingern anzufassen ?? :-(

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saloni
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Fr, 20. Aug 2010, 10:00

Ich denke, dass es viele Frauen gibt, die zwei drei Schritte zurück gehn, oder ebn genau aus dem Grund ihm keine Chance geben.

Weil widerum viele Mädels mitbekommen, mit den Albanern/innen, die hier aufwachsen, dass die Eltern sehr starken Einfluss haben. Kaum 20ig gehn sie in die Ferien und kommen verheiratet zurück. Jeder ist doch auf der suche nach bündigem, verbindlichem und einer ernsten Sache, auch Bez. und auch hier, will man zu mindest die Eltern und Geschwister dan mal kennen lernen, was bei uns hier ja auch viel an Gewicht hat, eigentlich.... und wenn man weiss ahja der die tut da iergendwie selstsam und verschiebt oder redet drum herum, fühlt sich auch ein Westmensch verar. und so ergibt sich dan mal nur ne piep affäre, die so beide nicht wollten. Weil die Basis die Vorausetzungen das eine Bez. entsteht eben Aufgabe von 2en ist.

Das ist eine Tatsache, die einer Deutschen Schweizerin etc, auch nicht fremd ist und wer dan eben mehr will als nur eine Affäre, der ist vorsichtiger, wenn raus kommt, dass er sie ein albner/in ist.

Hier sagen viele ja aber, der die kann doch den Eltern die Stirn bieten?
Eben nicht alle, es gibt so krasse Familien, die durch das ihr kind verstossen oder die Mädels "zwangsverhieraten" obwohl sie hier evtl. schon verliebt sin. Nur meisten dürfens die Eltern nicht mal erfahren.

Und das beklage ich und das ist da auch wider so ein Grundstein, warum viele nicht mal mehr sagen wollen, woher sie stammen.
Was schwachsinn ist eigentlich. Ein/e Albaner/in, sollte genau so für sich entscheiden können oder sich strickte der Familie fügen, es gibt nur entweder oder. Viele haben ja tatsächlich durch diese Entscheide ihre Familie verlohren, dann noch das andere die Angst vor dem WEsttrend, hier trennt man sich wohl leger, Scheidungen sind üblicher hier als bei Albanern, bei albanischen Familien ist es eben ehr mehr eine Schande ein Versagen und peinlich. was also, wenn es mit dem der Westperson nicht klappt? Dann alleine ? Ohne Familie ohne Partner?
Ich denke schon das diese Art von Angst eben auch noch rum schwirrt und das dan viele aus schiess sagen; nur albanisch, weil Sprache ist nicht mal umbedingft so ein Argument, den auch viele Alb. könnens nicht mehr oder so gut und das kann man erlrnen.


Du Estra??? Allesi.o. bei euch? Ich weiss nciht ganz wie verstehn, also ihn würdest du schon wider heiraten wollen oder?

lg
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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Fr, 20. Aug 2010, 10:19

smile, also schwer zu erklären, nein wir beide würden das Experiment heute nicht mehr wagen, mit dem Wissen von heute.
Es geht dabei weniger um uns beide, sondern um das ganze drum und drann, wie eben, Zukunft, Kinder, Familie in Kosova, Familie hier usw.
Es ist utopisch anzunehmen, dass unsere Kinder alle albanische Partner wählen und somit die albanischen Wurzeln in unserer Familie weiter leben würden, irgendwann ist das vorbei. Der Grund warum mein Mann überhaupt ausgewandert ist, ist um sich und den Kindern ein gutes Leben in Kosova zu ermöglichen. Also ist ja sein Leben, sein Einsatz und auch meiner mich total anzupassen, irgendwie sinnlos, da es die Zukunft unserer Kinder eher nicht in Kosova und der albanischen Kultur stattfinden wird. Irgendwann werden die Familien zerfallen, wenig oder kein Kontakt mehr da sein. Diese Erkenntnis schmerzt und verletzt meinen Mann (seine Familie) sehr auch wenn es noch gar nicht so ist, aber nur schon die Vorstellung und dann frage ich mich ob es nicht fahrlässig ist, so zu handeln, nur weil man in einer Verliebtheit, das Gefühl hat, der Partner ist es und kein anderer.

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Fr, 20. Aug 2010, 10:26

Estra das hat im Endeffekt gar nichts mit deiner Nationalität zu tun. Ich kenne keine Albaner meines Alters die sich eine Zukunft in Kosovo vorstellen können. Urlaub für 2 Wochen ja aber den Rest des Lebens in Kosovo verbringen, nein. Es ist nun mal so das unser Leben hier stattfindet und unsere Kinder sehr wahrscheinlich keine Albaner heiraten werden.
Vielen Eltern fällt es schwer dass wir jungen Albaner ein andere Verständnis von Familie, Zusammenhalt und Zukunft haben.

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Fr, 20. Aug 2010, 10:51

Absolut Klesh

Auch aus unserem Umfeld, jene die zwar traditionell liiert sind, wolllen und aber können nicht mehr da leben. Meine Familie war immer stark an einander verknüpft solange der Grossvater noch lebte. Er war das Bindeglied. So was geschieht auch bei alb. Familien, auch wenn alb. Eheleute eintreten, kann es vorkommen das die die komplette Familie auseinaderreissen, durch habgier missgunst geschwätz und einmischungen die Familienintim sind. Das hat eigentlich mehr mit dem Mensch an sich zu tun.

und es gibt ja, lesen wir hier auch oft, dass Albanerinen von sich aus die Stirn bieten/wollen, sagen ne mit mir läuft das nicht mer.

Auch da findet entwicklung statt.

Die Schweiz war vor 50ig Jahren auch anders in Sachen Familientradition und auch da kannte man das einmischen in die Braut/Bräutigamwahl.

In der Schweiz herrscht ein anderes Arbeitsund Lebenssystem die Uhren gehn anders als im Kosovo und die allermeisten, wissen nur noch von Kindheitserinnerungen, wie man im Kosovo lebte und arbeitete. Das wollen viele nicht mehr oder eben sie könnens nicht mehr.

Guckt mal, viele die über Bauernhöfe schimpfen, fast jede Familie hatte aber im Kosovo mindestens eine Kuh und Garten Acker Feld etc.

und die Mädels da unten wollen heute mehr Mensch vom Partner als nur noch versorgt werden, ok, ein paar gibt es noch die einfach nen Versorger wollen und nix muxen. Oder das Geld davon geniessen und dafür auf einen Mann im Leben, verzichten. Aber auch da unten bröckelt das ganze Leben.

Viele Junge gehn heute lieber Studieren, wollen in die Welt hinaus etc. auch dort ist die moderne angkommen nur das die uhren eben noch langsamer laufen. Sobald da iiiiiergendwann dan, dass Gesundheits und Versorgungsproblem Staatlich gescihert wird 50ig Jahre?, leben die meisten dan so wie eir hier. Ok, meine Mutter lebt nun auch mit meiner Oma zusammen, aber das weil wir sie nicht ins Heim schieben wollen. Es wird auch da unten dan zu nehmender freiwilliger werden.

Und nicht alle Tanten und Onkel, sind lieb und nett, gibt genug Egoisten.

Naja Estra, evtl. liegt es daran, das du und dein Mann noch anderer Generation seit? Das da so Gefühle und Gedanekn in der Luft sind? Und er eben wegm Geld hinkam, nie daran gedacht hätte jemals hier seine Liebe zu finden.

Aber Geld allein macht auch nicht glücklich es beruhigt nur.
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Fr, 20. Aug 2010, 10:59

ja theoretisch weiss ich das schon, aber es kommen halt so Überlegungen dass meine Herkunft einiges komplizierter macht. zB auch dass unsere Kinder, wenn sie sich in einen albanischen Partner verlieben würden, abgelehnt werden könnten, da die Mutter keine Albanerin ist.
Oder dass ich mich entscheiden muss zwischen Pflege meiner Eltern oder der Familie des Mannes, beides gleich intensiv könnte wohl nur Superwomen. Bei einer albanischen Familie sind die Eltern der Frau oftmals durch den Bruder und seine Frau versorgt. Ich aber hab klar Priorität bei der Familie des Mannes, hab für sie zu sorgen und kann dann meinen Eltern nicht gerecht werden, versuch ich beides, mach ich schlapp, ehrlich, das schafft mich, nicht überall sein zu können, wo ich sein sollte, vom Herzen her und von den Erwartungen her.
Manchmal ist es einfach klüger gerade weil man jemanden liebt, nicht mit ihm zusammen sein zu wollen, weil es längerfristig mehr Menschen verletzt. Also ein begrenztes Glück für zwei oder eine längerfristige Zufriedenheit für mehrere...

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Fr, 20. Aug 2010, 11:02

Leben deine Schwiegereltern auch in der Schweiz?

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Fr, 20. Aug 2010, 11:27

dass unsere Kinder, wenn sie sich in einen albanischen Partner verlieben würden, abgelehnt werden könnten, da die Mutter keine Albanerin ist.
Ja das stimmt, seufz. Naja, zum Glück nicht mehr alle.

Aber das ist eben diese; Den Ruf der Familie und so... bloss kein Gelästern provozieren wollen. Dabei wird eh immer gelästert.

Aber es ist wirklich krass, wie sich die Menschen auf solches reduzieren und mit solchen Rastern ihre Partner wählen.

Was hat dewn z.B. eine Albanerin von einem mann, der albaner ist, familie alles top, Geld genug, Ruf hervorragend, optik auch gut, aber kaum sind sie in der schweiz, geht er in die tallavadancings steckt nötchen ins höschen der dame, oder macht hier dan schulden fürs prozen da unten, schlägt und erniedrigt die frau, sagt ihr wie und mit weem sie reden darf und wie viel mal im jahr wie viel stunden sie mit ihrer eigener Familie in Kontakt sein kann, lässt sie zu Hause sitzen mit den Kindern, sast ihr vor was sie für den haushalt kaufen darf etc. haltet sie sozu sagen wie ein hündchen, nur das ein hund noch gassi geführt wird.

Ich glaube schon das da viele Junge Alb. ein Lämpchen auf ist und das nicht mehr leben schon gar nicht familienleben nennen.

Das mit einer Oma Mutter zu sich nehmenm, einer muss es tun, der rest soll wenigstens finanziell zu bei steuern, was ich hier weder bei meiner noch bei seiner familie iergendwie sehe. Die lehnen sich nun zurück und das ist eine Frechheit, dass Erbe wollen dan alle, da sind sie dan schnell.

Reden, auch bei alb. Familien, muss man über diese Probleme reden und drüber stehn, wenn da wer mit nationalem oder traditions geschwätz kommt, sich selbst auch fühlen :wink: Man lebt nur einmal und dan wenigstens glücklich oder halt zu frieden und nicht nach den anderen ihres Wunsches. Es allen Recht machen, da geht jeder auf dauer zu Grunde. Man bleibt so emotional auf der strecke und wird langsam leer und kraftlos.

Keine Sorge um deine Kinder, wenn sie abgelehnt werden nur wegen so wasm, dann kannst du dich glücklich schätzen das sie nicht in so eine beschiessene intollerante Familie reingekommen sind, den auch sie habens verdient als würdiger Mensch respektvoll behandelt zu werden.

lg und Kopf hoch :wink:
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