Wenn ich mich kurz und knapp halten wollte (was ich natürlich nie tue

), dann würde ich sagen: mangelnde Selbstrefllexion!
Es ist nunmal so, dass Menschen gerne die Schuld bei Anderen suchen, anstatt auch bei sich zu schauen.
Es ist verdammt einfach, nach eine gescheiterten Beziehung zu schreien "er hat mich benutzt...er wollte nur Papiere...er ist ein Ar...lurch" und weil es so einfach ist, tummelt man sich in Foren, erzählt seine Sicht der Dinge (die eben einseitig ist) und will Streicheleinheiten und Zuspruch.
Ich will nicht behaupten, dass alle Frauen hier unrecht haben, wenn sie sagen, mein Ex ist der größte Ar...
Aber leider wird der eigene Anteil an der Geschichte nicht gesehen.
Nehmen wir mal folgendes Beispiel:
sie ist 45, er ist 25. Er sagt: "oh Babylein, Du bist die schönste Frau der Welt, zwar 20 Jahre älter, aber isch liebe dir sooo sehr. Brauch keine Kinder, will nur dich und das würd ich auch sagen, wenn ich Papiere hätte...". Und sie heiraten, sie schlägt jede gut gemeinte Warnung von Freunden und Bekannten aus. Schnuckilein brauch natürlich nicht arbeiten, kann tun und lassen, was er will und sie übersieht, dass er nix in die Beziehung investiert...nach 3-4 Jahren haut Schnuckilein ab, hat sich was angespart (weil Naivchen alles bezahlt hat) und die Papiere hat er auch in der Tasche...
Ist er ein Ar...? Klar! Und hätte sie es kommen sehen müssen? JAAAA!
Und was tut sie? Sie nimmt die einfachste Variante, sie schiebt es auf die Herkunft des Schnuckis. Irgendwie Blöd? Auf jeden, aber für viele Menschen (in diesem Fall Frauen) ist es leichter die Schuld beim Albaner, Muslim, Mann, wie auch immer zu suchen, anstatt Selbstreflexion zu betreiben...bemitleidenswert, weil man so im Leben nichts lernt und somit auch niemals reift. Traurig aber wahr: so ticken viele Menschen eben!
Ach ja, bevor ich sie vergesse...es gibt auch noch eine besonders bittere Sorte Frau in binantionaler Beziehung(en). Sie heiratet bewusst (oder unterbewusst) einen Mann ohne AU. 3 Jahre wird dann auf die Kacke gehauen, dass es nur so Dampft. In jedem Streit wird seine "Abhängigkeit" in den Vordergrund gestellt, er darf sich beschimpfen und beleidigen lassen. Selbst wenn der Mann es einst ernst meinte, wird er diese Frau nur noch hassen und abhauen, sobald er eine AU hat. Und sie wird es natürlich alles fein auf ihn abwälzen, ekelhaft!
Damals bei der Ausländerbehörde sagte mir eine Sachbearbeiterin, ich könnte meinen Mann 2 Jahre lang zurück schicken, wenn er mir dumm kommen würde. Ich kam mir vor, als ob ich einen Pulli gekauft hätte und über das Umtauschrecht informiert würde...hätte sie am liebsten angespuckt, hab ihr aber nur gesagt, sie wäre äusserlich genauso hässlich wie innerlich...
bei anderen Frauen, die sowas zu hören bekommen, entsteht vieleicht der Eindruck, ihr Partner wäre tatsächlich eine Art Ware und sie nutzen es aus?!
Und nur damit hier kein falschen Eindruck entsteht: ich bin mir bewusst darüber, dass es auch grandiose Schauspieler gibt. Fälle, wo nicht absehbar war, welche miesen Absichten der Mann verfolgt, dass er vieleicht ein Doppelleben führte und mit diesen Frauen habe ich tiefes Mitleid.
Diese Fälle sind aber nicht so häufig, wie manch eine Frau es in Foren darstellen will...oft gab es klare Zeichen und sie wurden ignoriert, warum auch immer.
Wenn meine Ehe jemals scheitern würde, würde:
a. ich niemals die Schuld nur meinem Mann zuschieben.
b. es nicht daran liegen, dass er Albaner ist.
c. ich es euch als letztes erzählen
Also lieber Koby, ärgere Dich nicht und gib der mangelnden Selbstreflexion die Schuld
Ich würde übrigens auch gerne mehr kritische Beiträge lesen, wenns andersrum läuft: Beziehung gescheitert=die böse Nichtalbanerin ist schuld oder Beziehungen zwischen den Kulturen funktionieren nicht...denn Vorurteile sind immer böse!!!
P.S. ich hab nie in Foren versucht über irgendwelche User etwas über die Kultur meines Mannes zu erfahren...die durfte er mir selbst erklären, ich hab mir passende Lektüre gekauft, seine Familie kennen gelernt...und am Ende ist er für mich Individum, dass zufällig auch Albaner ist.
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.