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Sandy
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Bin wieder da!

Mi, 18. Nov 2009, 3:00

So, ich bin nun schon ein paar Wochen wieder im Lande und melde mich hiermit nun auch im Forum wieder offiziell zurück.

Hinter mir liegt eine lange Reise, durch Rumänien, Bulgarien, Türkei, Serbien, Mazedonien, Albanien, Kosovo, Montenegro, Bosnien und Kroatien - alles auf den Spuren der Albaner.
2 Monate - ca. 2300 Fotos.... ich hab so viel gesehen und erlebt, dass ich gar nicht weiss, wo ich mit erzählen anfangen soll.
Der wohl beeindruckendste Teil der Reise war der Aufenthalt in Cevretepe, einem rein albanisch bewohntem Dorf in der Türkei, nahe Adana. Alle,die in diesem Dorf leben, haben ihre Wurzeln im Kosovo (sind aber alle in der Türkei geboren). Alle sprechen Albanisch (ein sehr alter kosovarischer Dialekt), können es aber weder lesen noch schreiben. Was mich überrascht hat: Trotz dass sie seit mehreren Generationen in der Türkei leben, hat man die Zubereitung von Fli nicht verlernt ;-)

Ach, am besten ihr stellt mir gezielte Fragen, wenn ihr wollt....sonst verlier ich mich in endlosen Erzählungen ;-)
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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liberte
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Mi, 18. Nov 2009, 12:23

oh sandy, herzlich willkommen zurück. das ist sicher ein kulturschock, wenn du so lange unterwegs warst.

mein mann würde sicher eine millione fragen haben, er interessiert sich so sehr für die alb. gesichte. und auch von diesem dorf hat er mir schon erzählt, würde es sehr gern einmal besuchen!

bitte erzähl doch mehr von diesem dorf, zeig fotos, wenn es geht, hast du geschichten erzähl.

wie faszinierend, daß sich die tradition so lange erhält!

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shqipja
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Mi, 18. Nov 2009, 13:27

Hallo Sandy,
auch von mir ein herzliches Zurückkommensgruß! :D

Mich würde es interessieren auf welche Spuren du in Rumänien und Bulgarien gekommen bist?
Für die, welche Lieben, gibt es nicht Moslems, Christen und Juden.
Rumi, Das Lied der Liebe

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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 15:15

danke danke.... werd mal einen kleinen reisebericht verfassen ;-)
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

Belifario
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Mi, 18. Nov 2009, 15:31

schön dass du wieder da bist,
Mirseerdhe ca kena si ke ken? e ishe edhe ne shkoder? na difto kur t'kesh mundesi shnet e mirupashim![/code]

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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 15:34

Belifario hat geschrieben:schön dass du wieder da bist,
Mirseerdhe ca kena si ke ken? e ishe edhe ne shkoder? na difto kur t'kesh mundesi shnet e mirupashim![/code]
flm shum..... po edhe ne Shkoder kam ken - cfare pyetje hehehe. 2 jave kam nejt te vjehrra jeme. Shkodra paska ndryshuar shum..... sa bukur e kan ba qendren...
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

Belifario
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Mi, 18. Nov 2009, 15:45

Sandy hat geschrieben:
Belifario hat geschrieben:schön dass du wieder da bist,
Mirseerdhe ca kena si ke ken? e ishe edhe ne shkoder? na difto kur t'kesh mundesi shnet e mirupashim![/code]
flm shum..... po edhe ne Shkoder kam ken - cfare pyetje hehehe. 2 jave kam nejt te vjehrra jeme. Shkodra paska ndryshuar shum..... sa bukur e kan ba qendren...
ke t'drejt ma s'fundi mas 60 vjet shkatrrim ne Shkoder erdhi dita qe edhe Shkoder locja me ec parpara, edhe kto qa jan ba jan ba te tana ne 3-4 vitet e funit! shpresojme qe me ndihme te zotit te vazhdojne ishtu!

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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 16:00

shqipja hat geschrieben:Hallo Sandy,
auch von mir ein herzliches Zurückkommensgruß! :D

Mich würde es interessieren auf welche Spuren du in Rumänien und Bulgarien gekommen bist?
Nun ja, das sind genau die Spuren, die ich im Endeffekt nicht so gründlich verfolgen konnte, da ich wesentlich länger als eigentlich geplant in der Türkei geblieben bin (was ich im Endeffekt aber auch nicht bereut habe - es ist besser sich mit einer Sache intensiver zu beschäftigen, als mit hunderten nur oberflächlich).
In Bukarest hab ich zumindest einen albanischen Studenten ausfindig machen können, der mir erzählte, dass es angeblich gar nicht mehr so viele Albaner in Rumänien gibt, wie bisher angenommen. Auch meine Suche nach eventuell existierenden albanischen Kultuvereinigungen oder der gleichen blieb erfolglos (in Istanbul hingegen gibt es beispielsweise ne ganze Menge davon). In Bulgarien hatte ich eigentlich geplant, das einzig albanische Dorf Mandritsa im Süden des Landes zu besuchen - allerdings hab ich das aus zeitlichen Gründen nicht mehr geschafft. Aber wenn es klappt, werd ich das im kommenden Jahr mit etwas mehr Zeit im Gepäck nachholen. Bei einer so großen Reise, die ja quasi ausschließlich mit Zug und Bus erfolgte, kann man nun mal nicht alles bis ins Detail planen und umsetzen. Aber zumindest habe ich mittlerweile Kontakt zu einem jungen Bulgaren, der in diesem Dorf aufgewachsen ist, heute aber in Sofia lebt und mir bestätigt hat, dass das Dorf wirklich rein albanisch ist und die Leute dort immernoch Albanisch reden können (einen toskischen Dialekt).
Aber manchmal hat mir auch der Zufall auf meiner Reise beigestanden.... ich bin ja von Osijek aus zurückgeflogen und selbst in dieser kleinen Stadt im östlichen Zipfel Kroatiens bin ich Albanern begegnet, die schon sehr lang dort ansässig sind.... und das nur weil mich der Hunger und mein begrenztes Budget in ein kleines (und vor allem billiges) Lokal ziemlich abgelegen vom Stadtzentrum getrieben hat. War ne tolle Begegnung: Ich setz mich da rein, der Kellner kommt, und wie ich den so ansehe schiesst es mir nur so durch den Kopf: "Der ist Albaner!" (sorry, man erkennt euch ja nun mal auf 3 km Entfernung ;-) ) Er hat mich freundlich auf kroatisch begrüßt und ich hab einfach mal auf gut Glück gefragt: "A je shqiptar?" - Er hat mich dann erstmal ein paar sekunden lang mit offenem mund fassungslos angestarrt, war total überrascht. Wir haben uns sehr lang unterhalten und er erzählte mir, dass seine Familie ursprünglich aus der Nähe von Tetova kam und dass es nicht viele Albaner in Osijek gibt,aber die die hier leben, denen gehören meist die Eiscafes und Eisdielen im Zentrum. Natürlich lies ich mich auch denen wenig später blicken und knüpfte auch da wieder Kontakte zu (jedesmal völlig überraschten und sprachlosen) Albanern.
Übrigens durfte ich weder mein Essen im Lokal, noch die paar Kugeln Eis, die ich an diesem Tag verputzt habe, bezahlen ;-) Es ist schon seltsam - egal wo ich auf dieser Reise gewesen bin - dort wo ich Albanern begegnet bin, wo Albanisch gesprochen wurde, dort hab ich mich sofort heimisch gefühlt. Da war so ein Gefühl von "angekommen und aufgenommen sein", das sich nur schwer beschreiben lässt.
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 16:39

Was übrigens sehr auffällig ist und mir auch erst auf dieser Reise klar geworden ist: Die Albaner, die seit Generationen ausserhalb des albanischen Siedlungsgebietes leben, sind in den jeweiligen Ländern für verschiedenste Dinge bekannt und beliebt:

in Slowenien und Kroatien beispielsweise ist nahezu jede 2. Bäckerei in albanischer Hand (in Slowenien bin ich selbst noch nich gewesen, aber was Zagreb betrifft, kann ich das bestätigen). Und offenbar sind sie eben auch als gute Eishersteller und - verkäufer bekannt, wie oben erwähnt ;-)

in Istanbul und auch in Sarajevo hingegen sind die Albaner begnadete Schmuckhändler. Nur durch Tipps und Hinweise von Einheimischen und einem Albaner, den ich in Istanbul auch wieder zufällig kennenlernte (gibt es überhaupt Zufälle??? - ich glaub seit dieser Reise eigentlich nicht mehr dran) erfuhr ich, dass auf dem riesigen Grand Pazar wohl fast jeder Juwelierladen in albanischer Hand sein soll - und so war es dann auch! Ich habe 3 Tage von vormittags bis abends auf dem Grand Pazar verbracht, weil ich dort so viele Juweliere mit albanischen Wurzeln gefunden und mit ihnen Interviews gemacht habe. Einige konnten noch Albanisch reden, einige jedoch konnten mich zwar verstehen, aber nur auf Englisch oder Türkisch antworten, da sie nie aktiv sprechen gelernt haben. Nur ganz wenige konnten gar kein Albanisch mehr.
Auch einige albanische Vereine konnte ich in Istanbul ausfindig machen, so z.B. einen kosovarischen Sportverein :-)
Was auffällt: Nahezu alle, die ich in der Türkei getroffen und interviewt habe, hatten ihre Wurzeln in Mazedonien oder im Kosovo. Nur ein einziges Mal traf ich einen jungen Händler auf dem Grand Pazar, dessen Vorfahren dirket aus Albanien kamen (aus Tirana). Er war ca. anfang 20 und gehörte zu denen, die Albanisch leider nicht mehr aktiv beherrschten. Allerdings war er der einzige, dem das in diesem Moment irgendwie unglaublich weh tat. Er beteuerte mehrfach, wie schade er es findet, dass er mir nicht auf Albanisch antworten könne und dass er sich dafür schäme.

Aber wie es der Zuf...(nein, es gibt definitiv keine Zufälle!) so will: Als ich Wochen später in Albanien bin und nach Kruja fahre, um dort ein Interview mit einem Bektashi zu führen, spaziere ich ein wenig oberhalb des Skanderbeg-Museums herum, als mich plötzlich ein junger Mann auf Englisch anspricht und mich fragt, ob ich ein Foto von ihm mit diesem schönen blick auf Kruja machen könne. Da er aussah wie ein Albaner, fange ich natürlich an Albanisch mit ihm zu reden, worauf er mir in einem gebrochenen, nicht gerade gutem Albanisch erklärt, dass er die Sprache nicht so gut könne. Ich fragte ihn woher er denn käme und er sagte: "Ich bin aus Istanbul, aber meine Urgroßeltern kamen aus Albanien". Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen, fing an zu lachen und erklärte ihm auf Türkisch,wie unglaublich das für mich war: "Ich hab fast ganz Istanbul nach einem Albaner abgesucht, dessen Wurzeln in Albanien liegen und wo finde ich einen? - hier in Kruja!" Natürlich verstand Mert, der übrigens 2 Jahre mit seiner türkischen Firma am Tunnelbau beteiligt war und sich deshalb in Albanien aufhielt, erstmal nur Bahnhof und so berichtete ich ihm von meiner Reise und meinem Projekt. Das Interview mit Mert ist eines der interessantesten und auch ergreifendsten der ganzen Reise (nähere Infos auf Anfrage - weiss nicht ob das interessant für dein ein oder anderen hier wäre oder eher nicht).

so nun bin ich doch ins Erzählen gekommen......das Schlimme ist, wenn man einmal drin ist, fallen einem zig Episoden ein, die man erlebt hat.
Aber wie gesagt, wenn ihr Fragen habt fragt einfach, bohrt nach, quetscht mich aus! ;-)
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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Pejanec
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Mi, 18. Nov 2009, 17:23

Interessiert mich gerade ob du auch in Peja warst :D
"When I get sad I stop being sad and be AWESOME instead. True story!" - Barney Stinson
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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 17:31

Pejanec hat geschrieben:Interessiert mich gerade ob du auch in Peja warst :D
dieses Jahr leider nicht, aber letztes Jahr ;-) dieses Jahr war ich nur eine Woche im Kosovo, nur in Prishtina und Prizren
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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liberte
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Mi, 18. Nov 2009, 18:21

also ich bin mir sicher, daß wir alle hier alles wissen wollen. ich giere richtig nach deinen geschichten - wirklich toll! machst du daraus eine projektarbeit?

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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 18:32

liberte hat geschrieben:also ich bin mir sicher, daß wir alle hier alles wissen wollen. ich giere richtig nach deinen geschichten - wirklich toll! machst du daraus eine projektarbeit?
ja, bin schon eifrig am basteln, auswerten und tüfteln....
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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liberte
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Mi, 18. Nov 2009, 18:35

also wenn ich darf, würde ich sie gerne lesen :oops:

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liberte
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Mi, 18. Nov 2009, 18:37

p.s. du musst wissen, zwischen meinem mann und mir gibt es seit jahren einen alten witz. er berichtet mir regelmässig wer doch alles albaner war und was jetzt schon wieder aufgedeckt wurde. und ich veräppel ihn gern damit.
das wäre sicher eine überraschung, wenn ich ihm das zu lesen geben dürfte. aber nur, wenn es dich nicht stört!!!! ska problem;-) wenn nicht...

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Sandy
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Mi, 18. Nov 2009, 19:11

liberte hat geschrieben:p.s. du musst wissen, zwischen meinem mann und mir gibt es seit jahren einen alten witz. er berichtet mir regelmässig wer doch alles albaner war und was jetzt schon wieder aufgedeckt wurde. und ich veräppel ihn gern damit.
das wäre sicher eine überraschung, wenn ich ihm das zu lesen geben dürfte. aber nur, wenn es dich nicht stört!!!! ska problem;-) wenn nicht...
na klar doch, kein problem! Aber es wird noch ein Weilchen dauern, weil einige Sachen noch Vorrang haben und ich ja so ganz nebenbei auch noch ein bissel arbeiten muss.... immerhin war ich 2 monate unterwegs, in denen ich Geld ausgegeben, aber logischerweise keins verdient habe ;-)

Übrigens hab ich in der Türkei mal versucht, an irgendeine brauchbare Zahl zu kommen, wieviele Leute mit albanischen Vorfahren dort in etwa leben. Offiziell gibt's ja dazu nichts, weil die bei eventuellen Volkszählungen ja logischerweise als Türken zählen. Also hab ich einfach alle Albaner, mit denen ich dort irgendwie in Kontakt gekommen bin mal gefragt, was die so schätzen, wieviele es sein könnten. Die Angaben variierten zwischen 3-10 Millionen. Nun ja, nichts genaues weiss man nicht.... Aber auch in Cevretepe hat man mir bestätigt, dass dies nicht das einzige albanische Dorf sei, angeblich aber das einzige, das zu 100%albanisch sei. Der Bürgermeister meinte bei dieser Diskussion mal zu mir: "Egal, wo du auch hingehst: Unter jedem Stein, den du hoch hebst, wirst du einen Albaner finden!" Da ist was dran, und so wird mir dieser Satz unvergessen bleiben. Man erzählte mir von weiteren albanischen Siedlungen in Samsun, Bafra, Ankara, Kayseri und sogar ganz im Osten in Van soll es auch Albaner geben. Aber die Türkei ist nunmal ein großes Land und um allen Spuren zu folgen braucht es vor allem eines: viel viel Zeit. Naja, wer weiss, die Neugier ist auf jeden Fall geweckt und ich musste den Leuten im Dorf ohnehin versprechen, nächstes Jahr unbedingt wieder zu kommen. Ich bin nun fast 6 Wochen wieder hier und einmal pro Woche ruft mich die Familie des Bürgermeisters an, erkundigt sich nach meinem Befinden und bittet inständig darum, dass ich so bald wie möglich wiederkommen soll.
Es ist schon eigenartig: Ich habe nur 3 Tage in diesem Dorf verbracht, aber es war vom Gefühl her schon am ersten Tag so, als wäre man dort zu hause, als hätte man sich lange nicht gesehen, als wäre ich nach langer Zeit mal wieder zurückgekehrt. Ich bin in Cevretepe empfangen worden wie eine Königin! Man bedenke: Niemand dort wusste, dass da eines Tages eine verrückte Deutsche mit Rucksack vor der Tür stehen würde, die dann noch auf Albanisch erklärt, dass sie eben wegen dieses Dorfes hierher gekommen sei.
Fortsetzung folgt........ich muss jetzt erstmal los....19 Uhr beginnt die Vortragsreihe zum "Länderabend Albanien" hier in Jena.
Aber diesmal ganz entspannt für mich, denn diesmal geh ich nur als Zuschauerin hin ;-)

also, bis später!
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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hansi
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genial :)

Mi, 18. Nov 2009, 19:31

letztes jahr war ein team vom RTK in der türkei unterwegs, sie machten das gleiche wie du, hab ein paar sendungen gesehen, da schien mir aber dass viel mehr rein alb. dörfer gibt?!

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egnatia
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Mi, 18. Nov 2009, 20:05

Sandy hat geschrieben: Fortsetzung folgt...
also, bis später!
Ich freu mich sehr, dass du wieder da bist bzw. schreibst! Danke, dass du uns an deinem Erlebnissen teilhaben läßt, und bin (sehr) gespannt, was du berichten wirst...

lg. egnatia
Koha s'vjen pas teje, ti hiq pas kohese!
Naim Frasheri

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Lars
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Mi, 18. Nov 2009, 23:04

Sandy hat geschrieben:Das Interview mit Mert ist eines der interessantesten und auch ergreifendsten der ganzen Reise (nähere Infos auf Anfrage - weiss nicht ob das interessant für dein ein oder anderen hier wäre oder eher nicht).

so nun bin ich doch ins Erzählen gekommen......das Schlimme ist, wenn man einmal drin ist, fallen einem zig Episoden ein, die man erlebt hat.
ist alles sehr spannend – da gibt es ja keine vernünftige Literatur dazu.

<hr>
was anderes:
Sandy hat geschrieben:Hinter mir liegt eine lange Reise, durch Rumänien, Bulgarien, Türkei, Serbien, Mazedonien, Albanien, Kosovo, Montenegro, Bosnien und Kroatien
Sandy hat geschrieben:Reise, die ja quasi ausschließlich mit Zug und Bus erfolgte
war das wirklich die Route? vielleicht werden wir bei Gelegenheit noch auf dich zurückkommen, um zu Fragen, wie man am besten von A nach B mit dem Bus kommt

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Sandy
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Do, 19. Nov 2009, 0:35

Lars hat geschrieben:
Sandy hat geschrieben:Das Interview mit Mert ist eines der interessantesten und auch ergreifendsten der ganzen Reise (nähere Infos auf Anfrage - weiss nicht ob das interessant für dein ein oder anderen hier wäre oder eher nicht).

so nun bin ich doch ins Erzählen gekommen......das Schlimme ist, wenn man einmal drin ist, fallen einem zig Episoden ein, die man erlebt hat.
ist alles sehr spannend – da gibt es ja keine vernünftige Literatur dazu.

<hr>
was anderes:
Sandy hat geschrieben:Hinter mir liegt eine lange Reise, durch Rumänien, Bulgarien, Türkei, Serbien, Mazedonien, Albanien, Kosovo, Montenegro, Bosnien und Kroatien
Sandy hat geschrieben:Reise, die ja quasi ausschließlich mit Zug und Bus erfolgte
war das wirklich die Route? vielleicht werden wir bei Gelegenheit noch auf dich zurückkommen, um zu Fragen, wie man am besten von A nach B mit dem Bus kommt
Also die Route sah folgendermaßen aus: bis nach Bukarest bin ich geflogen (Germanwings, 20 Euro incl.Steuern). Von Bukarest aus bin ich mit dem Bus bis Giugiu (an der Grenze zu Bulgarien) gefahren - was so nicht geplant war, da ich schon ab Bukarest den Zug nehmen wollte, mich von einem Einheimischen aber von der Busfahrt hab überzeugen lassen. von Giugiu bin ich dann über die Grenze nach Russe gefahren. Erst dort hab ich dann den Nachtzug nach Plovdiv genommen. Das mit dem Balkanflexipass hat übrigens geklappt: Hab ihn so gar preiswerter bekommen, da die Dame am Schalter in Russe wohl die Erklärung übersehen hat, dass die billigste Preisstufe nur für Personen bis 26 Jahre gilt. Also hab ich nur 89Euro bezahlt für Fahrten an 5 Tagen innerhalb eines Monats. Das Ticket gilt in Rumänien, Bulgarien, Mazedonien, Griechenland, Türkei und in Serbien. Ich hab im Endeffekt viel mehr Fahrten damit gemacht, weil man ja die Fahrten selbst eintragen muss und vor allem in der Türkei noch niemand jemals zuvor solch ein Ticket gesehen hat. Vor allem in der Osttürkei standen die Schaffner immer etwas ratlos mit meinem Ticket da, versuchten aber ihre Ratlosigkeit mit einem Lächeln zu überspielen und gaben mir das Ticket wieder - zum Teil ohne es zu unterschreiben, weshalb ich dann noch mehr Fahrten machen konnte ;-)
Ich bin also wie gesagt mit dem Nachtzug von Russe nach Plovdiv, hab mir dann tagsüber Plovdiv angeschaut und bin abends mit dem nächsten Nachtzug direkt nach Istanbul. Das war die einzige Strecke, wo ich einen Aufschlag von 10Euro für ein Bett zahlen musste, was aber völlig ok war. Zugfahren in der Türkei ist absolut genial! Die Züge sind natürlich alt und langsam, aber recht sauber. Man kann fantastische Landschaftsaufnahmen während der Fahrt machen und kommt immer mit sehr netten Menschen in Kontakt. Ich bin quasi einmal von West nach Ost und wieder zurück gefahren: Istanbul - Adana- Diyarbakir - Istanbul.
Diyarbakir - Istanbul ist eine Direktverbindung und hat 38 stunden gedauert! von Istanbul aus gings dann mit dem Nachtzug nach Sofia, wo ich dann gleich den Anschlusszug nach Nis (Serbien) nahm. Von Nis aus bin ich dann nachmittags auch mit dem Zug nach Skopje gefahren. Skopje - Tirana war dann per Bus, Tirana - Pogradec per Zug,Pogradec - Ohrid naja, ich hab mich von einem bekannten bis zur Grenze fahren lassen, bin dann über die grenze gelaufen, was die Polizisten ziemlich verwundert hat und hab dann nach der Grenze ein Taxi nach Ohrid genommen (so war's billiger). Ohrid - Tetovo - Prishtina per Bus. Ebenso Prishtina - Sarajevo per Bus. Sarajevo - Osijek wieder mit Zug.
Zuletzt geändert von Sandy am Do, 19. Nov 2009, 0:51, insgesamt 1-mal geändert.
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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