mali01
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Do, 15. Mai 2008, 17:49

Hej hallo

Ich meine, es liegt einfach daran weil wir die Möglichkeit dazu haben.

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Masar
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Do, 15. Mai 2008, 18:20

mali01 hat geschrieben:Hej hallo

Ich meine, es liegt einfach daran weil wir die Möglichkeit dazu haben.
Also ganz nach dem Motto "Gelegnheit mach Diebe". Hmm ich denke eher, dass das nicht so ist. Ich glaube es hat eher was mit der Gesellschaft zu tun. Man wächst auf damit, dass Sex als etwas ganz "normales" angesehen wird, was man ohne Liebe und sonstige Verbundeheiten zum Partner schnell erledigen kann.

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A-Katana
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Do, 15. Mai 2008, 19:29

Albin hat geschrieben:...ich bin noch nie fremdgegangen !! :wink: ...ich hab keinen grund dazu gefunden um meiner frau untreu zu werden !! :P
Das zeigt nur das ihr euch über alles liebt :wink: Was will Mann mehr??? :wink:

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lolita
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Do, 15. Mai 2008, 19:34

A-Katana hat geschrieben:
Albin hat geschrieben:...ich bin noch nie fremdgegangen !! :wink: ...ich hab keinen grund dazu gefunden um meiner frau untreu zu werden !! :P
Das zeigt nur das ihr euch über alles liebt :wink: Was will Mann mehr??? :wink:
jaa du sagst es a-katana!!! :wink:

lg lolita
>:>:>Wer immer nur tut,was er schon kann,bleibt immer nur das,was er ist!<:<:<

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A-Katana
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Do, 15. Mai 2008, 19:38

lolita hat geschrieben:
A-Katana hat geschrieben:
Albin hat geschrieben:...ich bin noch nie fremdgegangen !! :wink: ...ich hab keinen grund dazu gefunden um meiner frau untreu zu werden !! :P
Das zeigt nur das ihr euch über alles liebt :wink: Was will Mann mehr??? :wink:
jaa du sagst es a-katana!!! :wink:

lg lolita
Ich will das auch mal behaupten können :wink:

mali01
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Do, 15. Mai 2008, 23:08

Masar hat geschrieben:
mali01 hat geschrieben:Hej hallo

Ich meine, es liegt einfach daran weil wir die Möglichkeit dazu haben.
Also ganz nach dem Motto "Gelegnheit mach Diebe". Hmm ich denke eher, dass das nicht so ist. Ich glaube es hat eher was mit der Gesellschaft zu tun. Man wächst auf damit, dass Sex als etwas ganz "normales" angesehen wird, was man ohne Liebe und sonstige Verbundeheiten zum Partner schnell erledigen kann.
Die sexuelen Triebe der menschlichen Natur sind wohl kaum zu leugnen, und können in keiner Gesellschaft isoliert werden, ausser mit Gewalt.

Das ist keine Frage der existenz, sondern nur der möglichkeit, je mehr Menschen mehr möglichkeit bekommen mehr kontakte zu anderen Menschen zu haben, je mehr möglichkeiten dass sowas geschieht.

Das heutige Weltbild bestätigt das auch, die Kommunikation ist gewaltig, Internet, Handy, fast jeder hatt zugang, immer mehr Menschen wohnen nebeneinander, die Städte, die Aglomerationen..etc.

Illyrian^Prince
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Do, 15. Mai 2008, 23:15

Ob früher die Menschen nicht fremd gingen ... früher war es einfach ein Thema worrüber niemand sprach.

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maurogaci
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Fr, 16. Mai 2008, 0:51

Albin hat geschrieben:...ich bin noch nie fremdgegangen !! :wink: ...ich hab keinen grund dazu gefunden um meiner frau untreu zu werden !! :P
Vielleicht hast du es aber auch nie bemerkt, dass deine Frau fremdgeht. Ich würde mich nicht in solche Sicherheit wiegen..Der Postbote, der Mechaniker, es könnte jeder sein.
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ajshe
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Fr, 16. Mai 2008, 1:01

Warum so negativ? Wenn man immer davon ausgeht, daß der Partner eh fremdgeht - wozu überhaupt noch eine Partnerschaft/Ehe???
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maurogaci
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Fr, 16. Mai 2008, 1:37

ajshe hat geschrieben:Warum so negativ? Wenn man immer davon ausgeht, daß der Partner eh fremdgeht - wozu überhaupt noch eine Partnerschaft/Ehe???
Das stimmt wiederum auch.
Doch lassen wir mal diese Frage offen und widmen uns der Geschichte der Ehe

Die Geschichte der Ehe


Dass die Ehe als dauerhafte Lebensgemeinschaft zweier Menschen verschiedenen Geschlechts bereits seit Jahrhunderten existiert, ist bekannt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Ehe von einer Schutz- und Zwangsgemeinschaft zu einer eher individuell begründeten Lebens- und Liebesgemeinschaft. In den letzten Jahrzehnten ist eine starke Zunahme der nichtehelichen Lebensgemeinschaften zu beobachten – die Zahl der Eheschließungen ist seit Jahren stark zurückgegangen, während die Zahl der Scheidungen zugenommen hat.

Die Ehe wird auch nicht mehr als Vorform der Familie angesehen. Auch die patriarchale Gattenbeziehung, das heißt die Vorherrschaft des Mannes in der Ehe, sollte dem heutigen Selbstverständnis und dem hiesigen Gesetzestext nach der Vergangenheit angehören. Das Ideal einer gleichberechtigten und partnerschaftlichen Beziehung wird hochgehalten, aber keineswegs immer praktiziert. Immerhin ist inzwischen die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen von ihrem Ehegatten möglich geworden.

Trotz der eher persönlichen Bedeutung für ein Ehepaar hat die Institution Ehe auch immer eine wichtige gesellschaftliche Rolle gespielt. Menschen, deren Partnerschaften nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen, wurden und werden von der Gesellschaft – wenn auch in unterschiedlichem Maße – ausgeschlossen: ausgegrenzt, diskriminiert, wirtschaftlich benachteiligt oder sogar verfolgt. In der Vergangenheit beispielsweise ledige Mütter im Mittelalter, im nationalsozialistischen Deutschland jüdische und »nicht-arische« Ehepartner. Bis heute werden homosexuelle Lebensgemeinschaften und binationale Paare, bei denen ein Partner oder eine Partnerin keinen eigenen Aufenthaltsstatus besitzt, gesetzlich und gesellschaftlich nicht gleichgestellt.

Normen als Grundlagen der Ehe

Die Ehe wird durch verschiedene rechtliche, soziale und religiöse Normen geregelt.(1) Die rechtlichen Normen regeln z.B. Fragen der Ehemündigkeit, der Ehescheidung und des Erbrechts. Die sozialen Normen spiegeln sich in der Partnerwahl, die auch heute noch oft durch Konfessions-, Rang- und Besitzgesichtspunkte bestimmt ist. Auch wenn das Recht der meisten Staaten eine Einschränkung nicht vorsieht, ist in einzelnen Schichten oder Ländern durchaus noch das Einspruchsrecht von Eltern und Familien eher die Regel als die Ausnahme. Voraussetzung für eine Eheschließung ist gemeinhin auch eine gewisse wirtschaftliche Sicherheit. Einfluss auf das sexuelle Verhalten, die Haltung zur Scheidung oder die Kinderzahl nehmen religiöse Normen (z.B. das Verbot der Anwendung von empfängnisverhütenden Mitteln durch die katholische Kirche).
Man geht davon aus, dass die Ehe zunächst einem Friedens- und Bündnisvertrag zwischen Sippen gleichkam. Sie verband unterschiedliche Clans oder Familien und sicherte so beiderseitiges Überleben. Bereits seit der Antike ist die Ehe als Bedingung für die Gründung einer Familie und damit als Grundlage von Gesellschaft angesehen.

Von Anfang an erfüllte die Institution der Ehe sowohl Ordnungs- als auch Schutzfunktionen. Sie sicherte in frühen Zeiten das Überleben einer Familie durch Erbfolge, regelte Geburten und Kindererziehung, kontrollierte das Verhalten junger Frauen, sie war eine Gemeinschaft, die lange vor dem Sozialstaat Ernährung und Unterstützung ebenso verbindlich machte, wie sie die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau in einer Ehe klar reglementierte und die Rollen in der Partnerschaft festschrieb.

Eine Ehe sicherte auch die in ihr geborenen Kinder ab – uneheliche Kinder wurden nicht anerkannt und erhielten oft genug keinerlei Unterstützung oder gar gleichberechtigte Behandlung von ihren Vätern und anderen Familienangehörigen. Im Laufe der Zeit änderten sich nicht nur die Bedeutung der Ehe sondern auch die Regeln des Zusammenlebens.
Die Ehe im Christentum – das mittelalterliche Zölibat und Ehesakrament

Das Christentum gab der europäischen Ehe ihre spezielle Prägung. Im Vordergrund standen Monogamie, Unauflöslichkeit und der eigentliche Zweck der Ehe, die Zeugung von Kindern. Zwar sollte die Ehe auch das Überleben einer bestimmten Linie (Erbfolge) sichern, aber die Ehe betonte in erster Linie die Zweierbeziehung zwischen den Eheleuten und nicht die Beziehung zum Clan oder der Familie (im weiteren Sinne) wie in verschiedenen außereuropäischen Kulturen. Mit dieser Betonung wurde die Entwicklung zur Kernfamilie (Kinder, Eltern, evtl. noch Großeltern) gefördert.
Die Ehe galt gegenüber einem keuschen Leben als minderwertig. Das Pflichtzölibat(2) wurde im 12. Jahrhundert eingeführt und manifestierte die Aufteilung der mittelalterlichen Gesellschaft in den ehelosen Stand der Kleriker (Mönchen, Nonnen und Priester) und den minderwertigeren Stand der Laien.
Gleichzeitig wurde die Ehe mit der Formel »…bis dass der Tod Euch scheidet…« als Sakrament definiert und der kirchlichen Gerichtsbarkeit unterstellt. Bereits seit dem 9. Jahrhundert wurde die Forderung nach der alleinigen Akzeptanz der kirchlichen Eheschließung verstärkt. Das kirchliche Eherechtsmonopol und die christliche Heirat setzten sich aber erst im 12. Jahrhundert gegen lokale Traditionen durch.

Die katholische Kirche hat bis heute nicht nur die Teilung in Kleriker und Laien beibehalten, sondern auch das Prinzip der Unauflöslichkeit der Ehe und die alleinige Gültigkeit der kirchlichen Vermählung.
Eine weitere wichtige Änderung gegenüber den vorher verbreiteten Eheschließungen setzte sich im frühen Mittelalter durch: die Ehe nach dem Konsensprinzip. Die Verlobung markierte den Beginn der Ehe und beide Ehepartner hatten in die Eheschließung einzuwilligen. Innerhalb ihres Standes war damit eine relativ freie Wahl des Partners oder der Partnerin möglich. Das bedeutete aber noch lange nicht die heutige Freiheit, sich für oder gegen eine Ehe zu entscheiden. Die materielle Absicherung war weiterhin das ausschlaggebende Argument.

Auch lokale Traditionen wie die Heirat unter Blutsverwandten oder der Brautkauf hatten weiterhin Bestand und wurden besonders von der katholischen Kirche bekämpft.

Wegen der geringen Lebenserwartung durch Krankheiten, harter körperlicher Arbeit und anderer Entbehrungen waren Ehen oft von kurzer Dauer und Wiederverheiratung an der Tagesordnung. Gerade für Frauen war die Ehe oft die einzige wirtschaftliche Absicherung, zumal sie keineswegs gleichberechtigt an Handel und Wirtschaft teilnehmen durften. So schrieben die deutschen Zünfte des 13. und 14. Jahrhunderts den Witwen der Handwerksmeister eine Wiederverheiratung innerhalb der eigenen Zunft vor – und oft war dies wiederum für Gesellen der einzige Weg einen Meisterbrief zu erhalten.

Am Ende des Hochmittelalters hatte sich das kanonische Eherecht mit der Ehe als unauflösbares Sakrament und dem kirchlichen Heiratsmonopol durchgesetzt.

Die Reformation brachte auch für die Ehe neue Impulse. In der protestantischen Kirche wurde das Zölibat von vornherein abgelehnt und der sakramentale Status verneint. Die Priesterehen wurden zum Vorbild der christlichen Eheführung. Zwar lockerte sich damit das kirchliche Verhältnis zur ehelichen Sexualität, die bis dahin verpönt und lediglich zur Kinderzeugung akzeptiert wurde – was sich auch in der abwertenden Haltung gegenüber der Frau äußerte. Andererseits verschärfte sich damit aber die Diskriminierung nichtehelicher Kinder und vor allem ihrer Mütter.

Der institutionelle Charakter der Ehe blieb jedoch gleich. Hauptzweck der Ehe waren die Sicherung der Nachkommenschaft. Mit der religiösen Aufwertung der Familie wurde v.a. die patriarchale Stellung des Ehemanns und Hausvaters gestärkt. Bis zur Einführung eines partnerschaftlichen Eherechts im 20. Jahrhundert sollte sich auch nichts an der Aufteilung – Mann ernährt die Familie mit seiner Arbeit und Frau ist für Kinder und Haushalt verantwortlich – ändern. (Was allerdings nicht heißt, dass heutzutage keine Ehe oder Partnerschaft mehr diesem Schema entspricht.)
Romantik und Bürgertum erfinden die Liebesehe – Säkularisierung und Kulturkampf

Die »Liebesehe« ist eine Schöpfung des aufstrebenden Bürgertums im 18. Jahrhundert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren Liebe und Sexualität eher außereheliche Angelegenheiten. Ehen wurden geschlossen, um aristokratische Dynastien abzusichern oder auszubauen. Bei den städtischen wie bäuerlichen Unterschichten blieb die Ehe eine wirtschaftliche Zwangsgemeinschaft. Die Romantik gab dem Bürgertum das Ideal von der Vereinbarkeit von Liebe, Sexualität und der Ehe. Damit verbunden war die Betonung der gutbürgerlichen Sittlichkeit durch das häusliche Ehe- und Familienleben. Die Kleinfamilie stand fortan im Mittelpunkt – einhergehend mit der Reduzierung der Frauen auf ihre reine Hausfrauenrolle und der Disziplinierung der Männer durch die Verpönung von Schankwirtschaft und Prostitution.
Trotz dieses Ideals dauerte es einige Zeit, bevor sich das bürgerliche Modell durchgesetzt hatte. Nicht nur die schlechte wirtschaftliche Lage von großen Teilen der Bevölkerung stand dem entgegen – Standesschranken, Wohnungsnot, Niedergang der Handwerke oder das Warten auf das väterliche Erbe waren nur einige weitere Hindernisse. Oft genug waren in Städten Ehen mit Ortsfremden verboten oder eine Heirat vom Nachweis eines Mindestvermögens abhängig. Nicht zuletzt unterlag auch die eheliche Liebe dem patriarchalen Ehevollzug und einer strengen moralischen Ordnung.

In Deutschland war die Eheschließung bis Ende des 18. Jahrhunderts eine kirchliche Angelegenheit. Mit dem Einfluss des französischen Rechts(3) wurde die Zivilehe begünstigt. Auf diesem Weg heirateten zunächst vor allem diejenigen Menschen, die keiner der großen Konfessionen angehörten und denen deswegen die kirchliche Trauung bisher verwehrt worden war.

Als Folge des Kulturkampfes(4) wurde das Zivilehegesetz 1874 als preußisches Landesgesetz und 1875 als Reichsgesetz eingeführt. Damit konnte die Ehe durch die staatlichen Standesämter und unabhängig vom Glaubensbekenntnis geschlossen werden. Eine kirchliche Eheschließung konnte zusätzlich nach der bürgerlich-rechtlichen Eheschließung erfolgen.

Mit der Durchsetzung der Liebesehen gingen mehrere Konsequenzen einher. Zum einen nahm der Einfluss der Familie auf die Partnerwahl zusehends ab. Zum anderen musste nun auch die Legitimität einer Scheidung akzeptiert werden.
Funktionalisierung im Nationalsozialismus und die Ehe in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Im Nationalsozialismus wurde die bürgerliche Ehe den Zielen des Staates unterworfen. Die so genannten »Nürnberger Gesetze«(5) verboten Eheschließungen zwischen »Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes« (sog. »Rassenschande«). Die Nürnberger Gesetze verbreiterten die juristische Basis für die Diskriminierung und Verfolgung der Juden in Deutschland.
Durch das Erbgesundheitsgesetz sollte die »reinrassige Reproduktion« für »Volk und Führer« gewährleistet werden.
Nach dem Ende des 2. Weltkrieges erließ der Alliierte Kontrollrat am 20. Februar 1946 ein eigenständiges Ehegesetz, das die oben genannten nationalsozialistischen Gesetze aufhob. Die neuen gesetzlichen Regelungen kamen dem alten Rechtszustand des Bürgerlichen Gesetzbuches nahe. Damit wurden auch Fragen geregelt, die infolge der Kriegsereignisse entstanden waren.

Die besondere Stellung der Ehe regelt zudem Artikel 6 des Grundgesetzes: Die Ehe steht unter dem besonderen Schutz des Staates, doch ihr Kern wird dessen direktem Zugriff entzogen.

Nach Gründung der DDR wurde für deren Gebiet das Ehegesetz durch die »Verordnung über Eheschließung und Eheauflösung« vom 24. November 1955 abgelöst und diese 1965 in das neu geschaffene Familiengesetzbuch integriert.

Der wirtschaftliche Aufschwung der 50er Jahre brachte es mit sich, dass bereits junge Menschen finanziell eigenständig leben konnten und sich damit früher für eine Ehe entscheiden konnten. Allerdings war dies nicht nur eine Chance, sondern auch ein gesellschaftlicher Druck zu heiraten. Denn die Ehe blieb zunächst weiterhin die einzig akzeptierte Form heterosexuellen Zusammenlebens, außerdem war sie für Frauen beinahe die einzige Gelegenheit von den Eltern weg in einen eigenen Haushalt zu ziehen. Die klassische Arbeitsteilung – Mann sichert den Unterhalt und Frau kümmert sich um »Heim & Herd« und die Kinder – wurde in den Fünfziger Jahren nicht hinterfragt.
Mit der sexuellen Revolution(6) verlor auch die bürgerliche Ehe zunehmend an Bedeutung. Gesetzlich wurde dies vor allem durch die Gleichstellung ehelicher und nichtehelicher Kinder manifestiert.
In den 70er Jahren fanden nichteheliche Lebensformen weite Verbreitung und die Scheidungsraten stiegen an.
Das Eherecht wurde auch in den 80er und 90er Jahren weiter ausgebaut. Mittlerweile werden Ehegatten ökonomische Vorteile wie zum Beispiel das Ehegattensplitting bei der Berechnung der Einkommensteuer eingeräumt. Allerdings bringt das vor allem dann ökonomische Vorteile, wenn die Einkommen der Ehepartner sich deutlich voneinander unterscheiden – diese Regelung ist als Anreiz zur »Hausfrauenehe« in die Kritik geraten.

Seit dem 1. August 2001 ist eine »eingetragene Lebenspartnerschaft« gleichgeschlechtlicher Paare in der BRD möglich. Diese so genannte Homoehe bringt fast alle rechtlichen und sozialen Pflichten einer Ehe mit sich, bietet aber nur wenige ihrer Vorteile. Und sie ist bisher keineswegs bevölkerungsübergreifend akzeptiert.

Heute heiraten immer weniger Paare. 1950 wurden 750.000 Ehen geschlossen, aber diese Zahl nahm kontinuierlich ab. 1970 heirateten nur noch 575.000 Paare und im Jahr 2003 etwa noch 383.000.(7) Dass die Ehe auch eine politische Funktion haben und in gewisser Weise Schutz bieten kann, gerade für von Verfolgung bedrohte Menschen, wie in der Zeit des Nationalsozialismus oder für Migrantinnen und Migranten ohne Asyl, wird in den folgenden Artikeln dargelegt.
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Fr, 16. Mai 2008, 11:08

Uihh das ist aber viel Text :shock:

Ich glaube die Gesellschaft und das menschliche Verhalten innerhalb einer Gesellschaft/Kultur unterliegt ständig einem Wandel und es geht auch hier um Tendenzen oder Trends.
Ich arbeite im Marketing und mit Trends und Tendenzen kenne ich mich aus :lol:

Ob Ehe oder Lebensgemeinschaft sollte m. E. nicht dermaßen überbewertet werden. Letztendlich wie man zu seinem Partner steht hängt von den Werte- und Moralvorstellungen jedes Einzelnen ab.
Das die heutigen Werte und die Moral verkümmern, hat nur bedingt etwas mit unserer Wegwerfgesellschaft zu tun. Ich entscheide ja immer noch allein, ob ich das Spiel mitmache oder nicht. Ein Trauschein ist nicht zwangsläufig eine Garantie für eine lebenslange Verbindung oder Treue. War es nie und wird es nie sein.....

Nicht treu zu sein, ist glaube ich bei vielen heutzutage einfach "cool", monogam zu sein ist spießig und DAS wird oft durch die Medien und die Reichen und Schönen vermittelt. Der allgemeine Verlust "alter Wertvorstellungen" prallt auf "Kampagnen" und ein junger Mensch, der einen Verlust an Werten erleidet ist natürlich anfällig für solche "scheinheiligen Werbe-Gurus", alles läuft heute schnell, kaum etwas wird repariert, sondern einfach weggeworfen und das sehen junge Menschen und das wird dann in zwischenmenschlichen Beziehungen ebenfalls gelebt. Es wird heute leichtfertig geheiratet (vielleicht sogar in Las Vegas 8) :lol: .....) weil es cool ist, der heutige junge Mensch lebt von dem Kick der Intensität. Aber ich habe schon einmal gesagt, jede Gesellschaftsform die an Überdehnung leidet wird untergehen, der Mensch hat ja heute ganz offensichtlich ein Bedürfnis nach "Tradition" und somit gibt es tatsächlich einen Trend (das weiß ich durch meine Arbeit) der die Menschen wieder auf "alte Werte" besinnen lässt.
Bisher wurde Deutschland durch "Macher-Männer" regiert, Schröder war der Macher und Medienmensch schlechthin (3 Ehefrauen spricht ja nicht gerade für ihn :wink:. Wenn ein "Idol" wie ein Staatsmann nicht den Menschen etwas vorlebt, wer dann? Eine Frau Merkel wirkt spießig und konservativ aber genau diese Frau ist gut für Deutschland, denn sie steht für Struktur und Besinnung auf Werte die längst "out" waren.
Meine Prognose deshalb auch für die USA.....ein Obama wird die Wahl gewinnen, da auch die amerikanische Gesellschaft ein Defizit hat, sie will keine Kriege mehr, sie will Sicherheit und soziales Engagement und dafür steht dieser Mann. Ein Mann der nicht - wie Frau Clinton - reich geboren wurde, die Menschen wollen Führung und identifizieren sich mit ihren Oberhäuptern.
So ist es halt immer, nach einer Ära der Werteverluste kommt wieder einer Ära der Strukturen und ich glaube die Sterne stehen gut, dass die Menschen wieder enger zusammenrücken :wink:
Fremdgehen ist ein Produkt einer persönlichen Unzufriedenheit, die eine vorübergehende Zufriedenheit verheißt aber das ist leider ein Trugschluss. Die ehemalige Affäre fängt an zu nerven, wenn sie ebenfalls Ansprüche stellt, denn gerade deshalb brechen die meisten ja aus einer Ehe oder Partnerschaft aus, WEIL sie Leichtigkeit suchen 8)
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"Wer mich beleidigen darf, entscheide immer noch ich!"
(Theodor Roosevelt)

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Orphelia
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Fr, 16. Mai 2008, 18:17

Ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Das Seitensprünge heute vielhäufiger vorkommen als früher.
Wie schon gesagt, wurde früher einfach nicht darüber gesprochen.
Und heute ist das absolut unnötig, denn wenn man als Paar soweit ist, dass man sich nicht mehr liebt oder anziehend findet, dann ist es Zeit einen Schlussstich zu ziehen. Dass ist für beide Seiten viel einfacher!!!

P.S.: Man sollte die heutige Gesellschaft nicht als Rechtfertigung für Menschen bemühen, die es nicht verdienen überhaupt verteidigt zu werden. Denn auch heute haben alle Menschen einen Verstand und würden solche Menschen mehr mit ihren Hirnen denken, als mit ihren primären Geschlechtsorganen, dann gebe es das Problem nicht.
Die Definition der eigenen kulturellen Identität und Zugehörigkeit durch Abgrenzung ist unsinnig, weil diese Abgrenzung unmöglich ist. Denn Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen. (Ilija Trojanow/Ranjit Hoskoté)

griechin30
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Sa, 17. Mai 2008, 15:00

die antwort ist ganz klar warum sie fremdgehen:

1.sie haben keine Ehrfurcht / Angst vor Gott
2.haben kein schlechtes Gewissen,weil sie kein Herz haben.
3.Befassen sich nicht mit dem Glauben
4.eine gläubige Person würde sowas nie machen,weil sie/er weiss
dass es haram / sünde ist.
5.oder man wurde zwangsverheiratet und sucht sich die liebe woanders,
wobei es besser wäre vorher sich scheiden zu lassen die wahrheit zu
sagen und dann eine neue beziehung anfangen.

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