Mo, 29. Okt 2007, 18:07
Hallo Jeki,
das ist sehr schwer zu beantworten. Viele Albaner im Kosovo und auch in Macedonien glauben, wir im Westen seien alle reich und dann verlangen sie sehr schnell bis zu 3000. Euro.
Aber weiße Hunde werden in der Regel nicht an Ausländer verkauft und meistens auch nicht an Leute, die dort wohnen. So einen Hund behält man selber, wenn er etwas taugt.
Die Züchter oder Schäfer beurteilen die Hunde nach anderen Kriterien. Es ist wichtig, dass ein Welpe nicht zurückgeht, also keine Angst hat. Er muss gute Knochen haben, also sehr kräftig sein und vor allem einen gesunden Eindruck machen.
Die Arbeitsqualität der Eltern spielt eine sehr große Rolle. Manche Züchter verraten nicht, wer der Vater der Welpen ist, wenn ein Wurf besonders gut geworden ist.
Wenn die Hunde nicht so gut sind, kann man sie immer noch an Ausländer verkaufen. Preis so zwischen 500.- bis 1000.- Euro.
Mein Rüde hätte 2001 damals 1000.- DM kosten sollen. Aber er war ein Geschenk des Züchters an mich. Dafür habe ich eine Menge an Benzin und Mautgebühren bezahlt. Aber diese 2800 km haben sich gelohnt, ich bereue nicht, diese Fahrt gemacht zu haben.
Unser Gane ist ein Traum und dazu noch wunderschön.
Man muss immer bedenken, dass diese Rasse, egal wie sie nun heißt, ein Arbeitshund ist. Und der Kosovo ist eben nicht eine Ebene, dort ist immer etwas schief und die Hunde müssen in diesem Gelände wie die Ziegen sein. All das spielt eine wesentlich größere Rolle, als die Farbe.
Die weißen Hunde haben ein bisschen mit Aberglaube zu tun, man denkt, sie seien etwas besonderes, stimmt aber nicht immer. Daher wäre mir die Farbe eigentlich egal.
Sind die Hunde nicht ganz weiß, sondern leicht cremefarben, nennt man sie Merdjan.