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Aus der Albanien-Reise-Trickkiste
Verfasst: Do, 20. Mai 2010, 20:00
von volkergrundmann
Erlaube mir, hier den Auszug aus dem Reisebericht eines Lesers zu kolportieren, Erfolg bei Nachahmung natürlich nicht garantiert!!!
Hinter Vlora nach dem Tunnel auf sehr guter Straße etwas schnell (60 km/h) unterwegs und von Laserpistole der Polizei erfasst. Was tun? Seit dem Erlebnis im Vorjahr, wo ich in Kruja in einer nicht ausgewiesenen Einbahnstraße (untere Straße abwärts, in diesem Jahr nun durch Sperrschilder ordentlich gekennzeichnet) angehalten wurde und die Polizei mich nicht und ich sie nicht verstanden habe, und zwar letztenendes ohne Strafe weiterfahren konnte, habe ich mir folgende Taktik im Umgang mit der Polizei vorgenommen:
Also Auto abstellen, raus und sofort auf englisch anfangen zu erzählen, dass wir als Deutsche hier im schönen Albanien Urlaub machen, das Land wunderschön ist und wir nur auf freundliche Leute treffen, usw. – der
Polizist ist nicht zu Wort gekommen und verstand diesmal auch englisch. Er hat wohl vergessen, weshalb er uns angehalten hat, keine Papiere kontrolliert, den Block weggesteckt und uns einen schönen Urlaub gewünscht.
Alles wie gedacht – geht doch!
Re: Aus der Albanien-Reise-Trickkiste
Verfasst: Do, 20. Mai 2010, 21:48
von Keiner
volkergrundmann hat geschrieben:Erlaube mir, hier den Auszug aus dem Reisebericht eines Lesers zu kolportieren, Erfolg bei Nachahmung natürlich nicht garantiert!!!
Hinter Vlora nach dem Tunnel auf sehr guter Straße etwas schnell (60 km/h) unterwegs und von Laserpistole der Polizei erfasst. Was tun? Seit dem Erlebnis im Vorjahr, wo ich in Kruja in einer nicht ausgewiesenen Einbahnstraße (untere Straße abwärts, in diesem Jahr nun durch Sperrschilder ordentlich gekennzeichnet) angehalten wurde und die Polizei mich nicht und ich sie nicht verstanden habe, und zwar letztenendes ohne Strafe weiterfahren konnte, habe ich mir folgende Taktik im Umgang mit der Polizei vorgenommen:
Also Auto abstellen, raus und sofort auf englisch anfangen zu erzählen, dass wir als Deutsche hier im schönen Albanien Urlaub machen, das Land wunderschön ist und wir nur auf freundliche Leute treffen, usw. – der
Polizist ist nicht zu Wort gekommen und verstand diesmal auch englisch. Er hat wohl vergessen, weshalb er uns angehalten hat, keine Papiere kontrolliert, den Block weggesteckt und uns einen schönen Urlaub gewünscht.
Alles wie gedacht – geht doch!
Diese peinlich – dumme Anekdote aus dem Leben eines Proleten im Ausland hättest Du uns doch lieber ersparen sollen.
Verfasst: Do, 20. Mai 2010, 22:33
von volkergrundmann
Selbst wenn ich mir damit öffentlich eine Blöße gebe, gebe ich zu, dass die Angst des Normalbürgers vor der Radarpistole im Ausland wie Inland auch die meine ist. Irgendwie fühle ich mich doch [Schimpfwörter werden hier nicht geduldet], wenn ich wieder mal rausgefischt werde. Das solidarisiert mich objektiv mit dem Schreiber dieser Anekdote.
Verfasst: Do, 20. Mai 2010, 22:34
von Koby Phoenix
Ich finde es lustig

Verfasst: Fr, 21. Mai 2010, 23:02
von Keiner
volkergrundmann hat geschrieben:Selbst wenn ich mir damit öffentlich eine Blöße gebe, gebe ich zu, dass die Angst des Normalbürgers vor der Radarpistole im Ausland wie Inland auch die meine ist. Irgendwie fühle ich mich doch [Schimpfwörter werden hier nicht geduldet], wenn ich wieder mal rausgefischt werde. Das solidarisiert mich objektiv mit dem Schreiber dieser Anekdote.
Ich muss mein etwas scharf formuliertes Posting von gestern (sorry, nach dem zügellosen Genuss von 3 Weizen ist das eben manchmal so) etwas relativieren, weil ich Ähnliches auch schon erlebt habe.
Ich war in der Innenstadt von Durres mit dem Motorrad ohne Sturzhelm unterwegs, bin angehalten worden und wegen der Verständigungsschwierigkeiten und vermutlich weil ich Ausländer bin, straffrei davon gekommen.
Du hast natürlich wesentlich mehr Erfahrung, aber nach meinem Eindruck ist der Umgang der albanischen Polizisten mit Verkehrsvergehen ausländischer Besucher und mit Verkehrskontrollen derselben ausgesprochen moderat.
Ob das die persönliche Einstellung der jeweiligen Polizisten, oder die offiziellen Tourismuspolitik der Regierung ist, sei dahingestellt.
Aber daraus zu schließen, dass man dort machen kann, was an will, ist gefährlich.
Verfasst: Sa, 22. Mai 2010, 21:52
von hoval789
Ich habe es irgendwo hier im Forum schon einmal geschrieben, muss es aber anlassbedingt wiederholen:
Das unangenehme an den gut ausgebauten Straßen in Albanien sind die m. E. sinnlosen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 40 oder 50 km/h bei praktisch jeder Kreuzung mit lokalen Zubringern, die häufig nur Feldwegstandard haben. Die Straßen erlauben ja oft durchaus 90 - 100 km/h (z.B. Lezha - Shkodra oder Rrogozine - Elbasan), dann aber alle paar hundert Meter auf 40 herunterzubremsen ist fahrdynamisch und ökonomisch aber vermutlich auch von der Sicherheit her sinnlos. Dazu kommt noch, dass der Beginn der Beschränkungen immer beschildert ist, das Ende jedoch sehr oft nicht.
Ich habe diese Beschränkungen bisher eher immer sehr großzügig ausgelegt, bis ich vor 1 - 2 Jahren im Bereich der schnurgeraden Umfahrung Pequin in eine Radarstreife geriet und meine Frau mit ihren Überredungskünsten eine Strafe gerade noch abwenden konnte.
Erschwerend kommt dann noch dazu, dass die vorgesehenen Strafen nicht vor Ort beglichen werden können, sondern man zu irgendeiner Dienststelle in der nächsten Stadt geschickt wird, was für einen sprach- und ortsunkundigen eine oft kaum lösbare Aufgabe darstellt.
Seit diesem Erlebnis bin ich bei diesen Beschränkungen viel vorsichtiger. Gibt's ähnliche Erfahrungsberichte dazu ?