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Lonely-Planet-Gründer Tony Wheeler empfahl Albanien anfangs 2007 als spannendes Reiseziel und grosse Überraschung. Das bemerkenswerte Tirana sei zu etwas wie einer Party-Stadt geworden.

Tirana, Hauptstadt und grösste Stadt Albaniens, ist tatsächlich ein lebendiger Ort, der jeglichen kommunistischen Mief beiseite geschoben hat. In der farbenfrohen Stadt schiessen laufend neue farbige Hochhäuser aus dem Boden, und Tirana pulsiert: Im gesellschaftlichen Zentrum des Landes passiert alles als erstes – ständig sausen neue Wellen von Entwicklungen und Trends durch die viel zu eng gewordenen Strassen. Schnell ist von der Metropole am Fuss der Berge aber auch das Grüne erreicht, und zum Meer sind es nur 30 Kilometer.

Orientierung

Trotz vieler Hintergässchen und reger Bautätigkeit ist die Orientierung nicht allzu schwer, wenn man sich an die wichtigsten Strassenzüge hält. Dreh- und Angelpunkt ist der Skanderbeg-Platz, der vom in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Boulevard durchschnitten wird. Am zentralen Platz enden auch zahlreiche grossen Strassen: Von Nordwesten kommend als Verlängerung der Autobahn von Durrës und vom Flughafen die rruga Durrësit, die auch als Verbindung zu den Hauptstrassen nach Nordalbanien darstellt. Von Westen und dem Stadtteil Kombinati kommt die breite rruga Kavajës. Von Nordosten führt die kleinere rruga Dibrës und von Osten die rruga Luigj Gurakuqi, die das Zentrum mit den östlichen Stadtteilen am Fusse des Dajtis verbinden. Der Boulevard verbindet den Platz mit dem Bahnhof im Norden und der Universität im Süden.

Etwa in der Hälfte quert der Boulevard das von Ost nach West durchs Zentrum verlaufende Flüsschen Lana, entlang dem eine weitere Hauptverkehrsachse verläuft. Nördlich des Flusses befindet sich das historische Zentrum mit dem Skanderbeg-Platz als Zentrum. Es ist umgeben von einer Ringstrasse, die im Norden am Bahnhof und im Süden an der Lana entlangführt.

Südlich der Lana befindet sich westlich vom Boulevard das Gebiet Blloku, einst das Villenquartier der Nomenklatura. Parallel östlich des Boulevards verläuft die rruga Elbasanit, die Ausfallstrasse nach Elbasan. Südlich der Universität, wo der Boulevard endet, liegt der grosse Park mit dem kleinen Stausee.

Die Aussenquartiere haben meist Namen, die sich von der dort in kommunistischen Zeiten angesiedelten Industrie ableiten: Kombinati im Westen, Kinostudio und Porcelan im Osten, Autotraktorevë im Südosten. Weitere Aussenquartiere sind Lapraka im Nordwesten und Tirana e re nördlich vom Stausee im Südwesten. Wichtige Vororte sind das rund 90'000 Einwohner zählende Kamza mit Bathore im Nordwesten an der Strasse nach Fushë-Kruja, Linza am Fusse des Dajtis und die Orte Sauk und Farka im Süden und Südosten.

Stadtbesichtigung

Das Stadtbild bot lange nur einige vereinzelte interessante Gebäude. Heute gilt Tirana als Stadt der farbigen Häuser, die zusammen mit den neu gestalteten Parkanlagen ein abwechslungsreiches Bild und eine freundliche Stimmung vermitteln. Von den Villenquartieren südlich der Lana und den osmanischen Gassen im Osten des Zentrums ist aber immer weniger zu sehen: Sie müssen vielstöckigen Wohnhäusern weichen.

Die Hauptstadt ist auch wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum des Landes. Man kann von Laden zu Laden, von Café zu Restaurant ziehen und mit den Albanern das Leben auf der Strasse geniessen. Parks, die farbig bemalten Häuserfassaden über ganze Strassenzüge und der zum Teil ungewohnte albanische Alltag bieten abwechslungsreiche Spaziergänge. Daneben dürfen natürlich die Museen und Sehenswürdigkeiten nicht vergessen werden.

Besuche von Museen und Shopping sollte man vor allem auf den Vormittag und Mittag verlegen. Insbesondere im Sommer haben nachmittags nur noch sehr wenige Sehenswürdigkeiten und Geschäfte offen. Die Stadt macht Siesta und wirkt zum Teil fast ausgestorben. Gegen Abend, wenn die grösste Hitze vorüber ist, beleben sich die Strassen wieder. Viele Geschäfte öffnen erneut und die Hauptstädter spazieren durch die neuen Fussgängerzonen und bevölkern die vielen Cafés.

>> Karte der Sehenswürdigkeiten

Stadtrundgang

Tag 1: Jeder Stadtrundgang beginnt beim Skanderbeg-Platz – aktuell leoder eine grosse Baustelle. Dieser grosse Platz im Stadtzentrum wird von Hotels, dem Kulturpalast, dem Rathaus, den hübschen Ensemble der Ministerien, der Nationalbank und dem Nationalmuseum mit seinem patriotischem Mosaik umgeben. In der Mitte steht ein Reiterstandbild von Skanderbeg. Daneben die alte Et'hem-Bey-Moschee und der Uhrturm (Minarett und Uhrturm können mit Glück gegen eine Gebühr bestiegen werden).
Das ganze Stadtzentrum mit Skanderbeg-Platz und Ministerien, Boulvard bis zur Universität und umliegende Gebäude wurde von den Italienern in den 1930er Jahren angelegt. Nach den Ministerien passiert man die Nationalgalerie. Dahinter liegt die Kalaja (Burg) und das Parlament.
Folgt man dem Boulvard weiter und überquert das Flüsschen Lana, kommt man zur Pyramide, dem ehemaligen Hoxha-Museum. Nach einigen weiteren Regierungsgebäuden gelangt man am Ende des Boulvards zum Hauptgebäude der Universität. Am gleichen Platz liegt noch das Archäologische Museum.
Gleich hinter der Universität beginnt der Grosse Park, wo man auch ein paar Restaurants findet. Auf dem Weg zurück kann man der Parallelstrasse westlich vom Boulvard folgen. Südlich der Lana kommt man durch ein Villenviertel, in dem sich heute viele Bars und Hochhäuser breit machen. Das früher gesperrte Gebiet – Blloku genannt – war Wohnquartier der kommunistischen Nomunklatura. Hoxhas Villa ist noch immer ungenutzt und steht heute zwischen zahlreichen Bars.
2. Tag: Neben Besuchen in den am Vortag passierten Museen lohnt sich sicherlich auch ein Abstecher zum zentralen Markt (der Strasse vom Skanderbeg-Platz an der Moschee vorbei nach Osten folgen - für Haushaltsgegenstände hinter der Hauptpost).
Vom Skanderbeg-Platz nach Westen kommt man in ein Gebiet mit zahlreichen kleinen Geschäften, wo man einen Einblick in den Alltag der Hauptstädter kriegen kann. Eine für den Verkehr gesperrte Querstrase (rruga Skenderbeu) ist ausschliesslich von Botschaften gesäumt. In der nächsten Querstrasse (rruga Naim Frashëri), die durch ein Wohnviertel führt, ist das Tirana-Mosaik zu finden, die ältesten antiken Fundstücke Tiranas (der Strasse nach Norden folgen – kurz bevor sie einen Knick nach rechts macht, links abbiegen).
Ein Stück weiter nach Süden gelangt man zum Fluss Lana. Ein Spaziergang am Flüsschen entlang durch die neugestaltete Parkanlage zurück zum Stadtzentrum führt einen an einigen besonders hübschen Exemplare von Edi Ramas bunten Häusern vorbei.
Nachmittags empfiehlt sich ein Ausflug auf den Dajti mit der modernen Gondelbahn – oder man fährt abends mit dem Taxi zum Balkoni i Tiranës und geniesst in einem der Restaurants beim Nachtessen die Aussicht über die Stadt.

Sehenswürdigkeiten

  • Et'hem Bey Moschee - Die einzige alte Moschee in Tirana, die Krieg und Kommunismus überstanden hat. Schöne Bemalung des Innenraums und Vorhalle. Der Hoxha zeigt einem in der Regel gerne die Aussicht vom Minaret – gegen ein stattliches Trinkgeld.
  • Uhrturm - Für weniger Geld kann man den Uhrturm aus dem 19. Jahrhundert besteigen, falls er gerade mal geöffnet ist.
  • Hoxha-Museum - Das heutige Kulturzentrum in der Form einer flachen Pyramide ist leider nicht öffentlich zugänglich. Der Bau besticht aber durch seine spezielle Architektur.
  • Ura e Tabakëve - Die kleine Steinbrücke am östlichen Rand der Innenstadt überquerte einst die Lana, steht heute aber einige Meter neben dem Flüsschen. Das Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert, von dem über Jahrzehnte nur noch der obere Teil zu sehen war, wurde frisch restauriert und überspannt jetzt einen kleinen Teich.
  • Mozaiku i Tiranës - Ein Mosaik aus römischer Zeit ist in der Naim-Frashëri-Strasse zu besichtigen. Bei den Überresten einer römischen Villa, die später vermutlich in eine Kirche umgenutzt wurde, handelt es sich um die ältesten antiken Funde in Tirana.
  • Grabmal von Kapllan Pascha Toptani - Das lange vernachlässigte Kulturdenkmal steht heute eingebunden in einen Hochhausneubau an einem schönen Platz gegenüber dem Denkmal des unbekannten Partisanen und einer Statue von Sülejman Pascha, dem Gründer Tiranas. In der Nähe dieser Türbe stand früher die Alte Moschee, die erste Moschee der Stadt, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden ist.

Museen

  • Nationalmuseum - Zeigt einen guten Überblick der albanischen Geschichte von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Leider sind zahlreiche Exponate nur auf Albanisch beschriftet.
  • Nationalgalerie - Sehenswert sind insbesondere die neu gestaltete Dauerausstellungen im ersten und zweite Stock: Gezeigt werden Ikonen, realsozialistische Werke und einige Gemälde aus der Vorkriegszeit.
  • Archäologisches Museum - Für Interessierte eine sehenswerte Ergänzung zum Nationalmuseum.
  • Mezuraj Museum - Die private Sammlung zeigt diverse Gemälde aus verschiedenen Epochen und archäologische Fundstücke. In der Rruga Kavajës gleich beim Skanderbeg-Platz oberhalb der Raiffeisen-Bank. Website
  • Galeria Shijaku - Kleinstmuseum gewidmet dem Maler Sali Shijaku in einem alten osmanischen Wohnhaus.

Aussichtspunkte

  • Dajti - (siehe unten)
  • Mutter Albanien - Der Heldenfriedhof mit dem grossen Mutter-Albanien-Monument befindet sich am südlichen Stadtrand. Vom Hügel hat man eine Aussicht über grosse Teile der Stadt.
  • Skytower - Mitten im Stadtzentrum liegt das Hochhaus mit einem Drehrestaurant im 17. Stockwerk.
  • ABA Business Center - Teures Restaurant und Bar im 21. Stockwerk.
  • Balkoni i Tiranës - Aussichtsrestaurants an den Hängen des Dajtis am östlichen Stadtrand in Linza.

Ausflüge

  • Dajti - Der Hausberg von Tirana bietet eine gute Möglichkeit, um den regen Treiben in der Stadt zu entfliehen. Die Sicht über Tirana und Umgebung ist vor allem bei klarem Wetter eindrücklich. Zahlreiche Restaurants bieten Grillkost an. Vor allem an Wochenenden sind viele Tiraner hier beim Picknick anzutreffen. Der Berg ist Naturschutzgebiet. Die Spitze kann nicht ganz erklommen werden (Sendeanlagen), die Aussicht vom etwas kleineren Nebengipfel Tujan ist aber auch spektakulär und der Aufstieg schweisstreibend genug. Seit 2005 gibt es eine Gondelbahn, die Besucher in wenigen Minuten vom östlichen Stadtrand den Berg hinauf befördert. Am Parkplatz gegenüber der Bergstation findet sich eine Informationstafel mit Wanderrouten. Von hier aus bringen kleine Busse die Gäste kostenlos zu den Restaurants. Ein Informationszentrum liegt rund einen Kilometer südlich der Bergstation. Die Seilbahn kann mit Taxi oder dem öffentlichen Bus ab Uhrturm am Skanderbegplatz (nach Porcelan, von dort mit kostenlosem Minibus oder zu Fuss 20 Minuten) erreicht werden.
  • Kruja - Die Heimatstadt Skanderbegs ist in etwa einer Stunde zu erreichen.
  • Petrela - Die Burg aus Skanderbegs Zeiten südlich von Tirana ist ein schöner Ausflug in die ländliche Umgebung. Die Ruinen sind schon bald nach der Stadtgrenze von Tirana zu erkennen, wenn man Richtung Elbasan fährt. Das kleine Bergdorf Petrela ist noch sehr ursprünglich – wenig hat sich in den letzten Jahren verändert. Neu ist das Restaurant in der Burg. Die Aussicht über das hügelige Bergland ist wunderbar. Unten im Tal an der Landstrasse nach Elbasan gibt es mehrere Restaurants.
  • Pëllumbas-Höhle - Interessante Höhlentour kombiniert als Ausflug ins ländliche Albanien. Die Höhle Shpella e Zezë kann auf gut ausgebautem Wanderweg vom Dorf Pëllumbas erreicht werden (ca. 45 Minuten von Tirana, Abzweiger im Dorf Iba von der Strasse nach Elbasan). Im Dorf unbedingt nach dem Führer fragen, der einem für ein sehr kleines Entgelt zur Höhle bringt und diese zeigt. Der Weg vom Dorf zur Höhle dauert rund 45 Minuten. Taschenlampe mitbringen wird empfohlen. Details auf ShpellaEPellumbasit.com
  • Von Tirana aus können auch gut Ausflüge zu anderen Städten Mittelalbaniens gemacht werden: ans Meer nach Durrës oder als Tagesausflug nach Berat oder ins nordalbanische Shkodra, das dank neuer Strassen in rund zwei Stunden erreicht werden kann.

Verkehr

Anreise

  • Flugzeug - Der internationale Flughafen "Mutter Teresa" in Rinas ist etwa eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt (bei sehr starkem Verkehrsaufkommen kann es auch länger dauern). Busse mit dem Namen Rinas-Express verkehren mindestens stündlich und sind recht günstig (Abfahrt in Tirana am Anfang der rruga Durrësit westlich vom National-Museum am Skanderbeg-Platz). Taxis stehen ausreichend zur Verfügung. Den Fahrpreis sollte man vor der Abfahrt aushandeln, ins Zentrum sind ca. € 20 Standard.
  • Busse - Es bestehen regelmässige internationale Busverbindungen mit Griechenland, der Türkei, Mazedonien und Kosova.
  • Schiff - Der Fährhafen in Durrës? ist etwa eine Stunde entfernt.
  • Auto - Wer auf dem direktesten Weg von Mitteleuropa nach Albanien möchte, fährt am besten über Italien und nimmt in Bari die Fähre nach Durrës, von dort auf der Autobahn direkt nach Tirana. Reizvoller ist die Strecke entlang der dalmatinischen Küste (Kroatien) und durch Montenegro.
  • Eisenbahn - Wer mit der Eisenbahn nach Albanien reisen möchte, muss über Italien fahren und in Bari (vorzugsweise) auf die Fähre wechseln. Alternativ kann man mit der Bahn bis Podgorica in Montenegro fahren.

Weiterreise

  • Busse & Sammeltaxis - Minibusse (Furgon) und Reisebusse verbinden Tirana mit allen Bezirkshauptstädten Albaniens. Beide sind sehr günstig, die schnelleren Minibusse sind aber etwas teurer. In entlegene Gebiete fahren die Busse meist nur früh morgens. Nachmittags bestehen oft nur noch Verbindungen in rasch zu erreichende Städte. Die Busse und Sammeltaxis verkehren ab verschiedenen Orten – meist an den Ausfallstrassen (vermerkt auf unserer Tirana-Karte, im Heft Tirana in your pocket sowie auf einer inoffiziellen, nicht ganz vollständigen Übersicht).
    Die internationalen Busse fahren hinter dem Nationalmuseum oder beim Bahnhof (Skopje) ab. Auf Bergstrecken verkehren oft keine Busse, so in den Nordosten und nach Elbasan, sondern nur Furgon.
  • Mietwagen - Am Flughafen und in Tirana sind fast alle internationalen Mietwagenfirmen und einige kleine lokale vertreten. Wegen schlechter Strassen, oft fehlender Ausschilderung und des chaotischen Verkehrs sind eigenständige Fahrten – zumindest für Albanien-Neulinge – nicht besonders empfehlenswert.
  • Eisenbahn - Der Bahnhof ist aktuell wegen Umbau und Verlegung geschlossen. Züge verkehren von Vora auf halber Strecke nach Durrës aus. Es verkehren Züge nach Durrës, Shkodra, Elbasan, Librazhd und Vlora. Die Züge sind langsam und verkehren auf den meisten Strecken nur ein Mal pro Tag. Der Fahrplan ist am Bahnhof angeschlagen. Inneralbanisch fahren (oft sehr früh morgens und zum Teil nicht mehr als ein Mal täglich) Züge von Pogradec, Vlora, Shkodra und etwas öfters von Durrës nach Tirana.

Innerstädtisch

Es gibt in Tirana wieder recht zuverlässig verkehrende und günstige Buslinien. Das Netz ist im Ausbau begriffen. Wer nicht gerade in die Aussenquartiere unterwegs ist, kann die meisten Strecken auch problemlos zu Fuss bewältigen. Praktisch ist die Unaza-Linie, die auf dem inneren Ring (Lana-Ufer, Bahnhof) verkehrt.

Wer müde ist oder das Ziel nicht kennt, nimmt am besten ein Taxi (Preis vor der Fahrt regeln, für kurze Strecken meist 300 Lek).

Der Autoverkehr in der Innenstadt ist geprägt von vielen Staus und dem Mangel an Parkmöglichkeiten zu Geschäftszeiten im Zentrum wie auch in den Wohnquartieren. Parkbussen werden rasch verteilt und schnell ist ein blockierendes Auto auch abgeschleppt.

Minibusse/Sammeltaxis, die die Passagiere auch auf der Strasse auflesen, verkehren noch in gewisse Stadtbezirke, die nicht von öffentlichen Bussen bedient werden.

Essen & Trinken & Schlafen

Die Innenstadt von Tirana ist voll von Cafés und Restaurants. Die Albaner lieben es, im Café italienischen Espresso, türkischen Kaffee oder ein Bier zu trinken oder gut auswärts zu essen. Die Auswahl ist breit, das Angebot ändert sich laufend, und viele Lokale sind nur schwer zu finden (zB auf der Dachterrasse eines Hochhauses). Es empfiehlt sich deshalb, die neuste Ausgabe von Tirana in your pocket oder der Gelben Seiten (Çelesi) zu kaufen und sich daran zu orientieren (für viele Lokale sogar mit englischer Beschreibung).
Für Touristen beim ersten Besuch besonders interessant sind die Restaurants im grossen Park, das Sarajet in einem osmanischen Haus gleich hinter den Ministerien südöstlich vom Skanderbeg-Platz und die teureren Restaurants in den Villen zwischen Pyramide und Rruga Elbasanit. Auch rund um den Blloku findet sich immer was. Immer zu empfehlen ist auch ein Ausflug nachmittags nach Süden oder Osten, wo sich entlang aller Strassen viele Restaurants im Grünen finden. Abends bieten die Restaurants am Dajti (Ballkoni i Dajtit) einen schönen Ausblick.

Das Nachtleben pulsiert am heftigsten in den Bars im Blloku. Die vielen durchgestylten Discos von Tirana sind jedoch über die halbe Stadt verstreut. Was aktuell im Trend ist, erfährt man am besten vor Ort bei den Einheimischen. Denn im schnell wechselnden Szeneleben tauchen laufend neue, angesagte Lokale auf. Bis jetzt nie enttäuscht hat der Living Room gegenüber dem Parlament.

In Tirana gibt es eine Vielzahl neuer Hotels. Das Angebot reicht von der internationalen Luxus-Kette (Rogner, Sheraton) bis zur kleinen Familienpension mit vernünftigen Preisen. Die allermeisten sind sauber und verfügen zumindest über einfachen Komfort (Fernseher, einfaches Bad, Air Conditioning).
Etwas flexibler muss sein, wer im Backpacker-Hostel Unterkunft in einem der Mehrbettzimmer bezieht.

Kultur

Im Mittelpunkt des kulturellen Interesses der Albaner stehen zur Zeit die neuen Kinos. Es lohnt sich aber immer, die aktuellen Aufführungen in der Oper und der Kunstakademie zu prüfen und in der Kunstgalerie vorbeizuschauen. Die Wechselausstellungen in der Kunstgalerie sind zwar meistens enttäuschend, aber ab und zu kriegt man doch ein paar interessante Sachen zu sehen.

Auch im Musikbereich ist es schwierig, anspruchvolles Kulturschaffen zu finden, das dem allgegewärtigen Techno- und Hip-Hop-Trends entgegenläuft. In den zahlreichen Discos und Clubs gibt es zumindest meist einen vielfältigen Mix verschiedenster Stilrichtungen zu hören. Einige wenige Restaurants bieten Folkloremusik.

Spannender wird es, wenn gerade ein Kulturanlass auf dem Programm steht: Die Tirana Biennale und der Marubi-Fotowettbewerb zeigen oft tolle Gegenwartskunst.

Kontrovers diskutiert wird die Kultur im öffentlichen Raum. Die überall in der Stadt anzutreffenden Fassaden-Bemalungen des Bürgermeisters und Künstlers Edi Rama werden von manchen als interessante Hundertwasser-Nachahmung gelobt, von anderen ein billiges Politikspektakel gescholten.

Geographie & Natur

Tirana liegt in einer Senke am Fuss eines Gebirges, das Höhen von 1600 Metern erreicht. Im Westen trennen 30 Kilometer hügelige Landschaft die Stadt vom Meer. Auch im Süden beginnt hügeliges Bergland. Nur nach Nordwesten öffnet sich eine Ebene. Das vormals angenehme grüne Umland wird immer stärker überbaut.

Das Klima ist mediterran. Die Sommer sind heiss, und wer es sich einrichten kann, flüchtet ans Meer. Im Winterhalbjahr kann es zu heftigen Niederschlägen und kühlen Temperaturen kommen.

Ein grosses Problem besteht im Bereich Umweltschutz. Zwar ist die Innenstadt seit einigen Jahren recht ordentlich gepflegt, aber in vielen Quartieren ist die Müllentsorgung noch nicht richtig geregelt. Weil die meisten Autos, die in Albanien verkehren, als Gebrauchtwagen aus dem Westen importiert wurden und selten über funktionierende Katalysatoren verfügen, überschreitet die Luftverschmutzung oft alle Grenzwerte. Verbrennen von Abfall am Stadtrand trägt an manchen Orten noch beträchtlich bei.

Weitere Infos

Neuerdings gibt es auch eine Touristeninformation. Zu finden hinter dem Nationalmuseum.

<< Shkodra | Übersicht | Vlora >>

 

Kommentare

vom 31 July 2005

18:06 von Altin?

es wäre auch gut wenn sie einen Steckbrief machen würde von tirana!!!! und ein Fotoalbum von albanien!!!

Besten Dank für den Hinweis mit dem Fotoalbum: Der Link ist ergänzt. Der Steckbrief kommt dann vielleicht auch noch in Zukunft - auch eine gute Idee. albaniench

vom 10 August 2005

10:21 von Kadri Gashi?

Tirana ist doch eine schöne Hauptstadt da müssen sie mehr Bilder zeigen?

Hallo! Das hier ist eine Art Reiseführer und kein Bilderbuch. Deshalb liegt der Schwerpunkt hier bei den Informationen und nicht bei den Bildern. Wer Bilder sehen möchte, kann auf den Link "Bilder-Album Tirana" am Ende des Texts resp. oberhalb der Kommentare klicken. albaniench

Kommentare vom 22 October 2005

01:12 von Travelscout

Etwas weniger Staub und Smog würden der Metropole sicher gut stehen.

Kommentare vom 16 January 2006

20:01 von christina

ich finde tirana ist eine sehr schöne stadt DANKESCHÖN für den Reiseführer

20:05 von

ich finde es voll cool das ihr sowas bereit stellt!!! ich liebe albanien! YEAAAH

Kommentare vom 09 February 2006

20:45 von Vin Zela?

Tirana ist einmalig, unvergleichbar.Man findet hier alles was das Herz begehrt!!Einfach Nr 1!

23:48 von Ohne Namen

hey ppl i dont understand german but i can see that its talking about Tirana (my home town)yeh Tirana is cool!!!

Do te ishte me mir sikur ti jepni komentet ne gjuhen SHQIPE hehe.

Kommentare vom 23 February 2006

23:46 von Kristiani

Noch zwei Tipps: Das Drehrestaurant zuoberst im Vodafon Tower mit Panoramablick nicht verpassen; und das backpacker hostel ist immer für angenehme Gesellschaft gut.

Kommentare vom 10 May 2006

21:43 von 1182?

Das stimmt das Drehrestaurnat ist einmalig und das man dort alles findet was das Herz begehrt stimmt auch. Ich habe meinen Mann dort gefunden. Tirana ist eine Reise wert leider wissen das nicht alle

Kommentare vom 16 May 2006

23:38 von Kolgjegja?

Tirana ist eine schöne aber sehr staubreiche Stadt.Ich war bereits zwei mal in Tirana.Schwanger und kurz darauf nochmal mit Baby.Es war völliger Schmarn was mir im Reisebüro in Deutschland gesagt wurde nämlich das es dort Pflicht ist Kopftücher zu tragen und so ein Zeug und das ich mich keinesfalls so freizügig kleiden kann wie ich gerade (zu diesen Zeitpunkt angezogen war).Sonnst würde ich heftige Probleme dort bekommen.Alles Schmarn die Frauen sind Gekleidet wie bei uns.Das letzte mal war ich 2002 in Tirana da ich der Vater meines Sohnes Albaner ist.Wir haben uns in Deutschland kennengelernt und waren sehr lang zusammen aber die Beziehung ging leider kaputt da er starke Alkoholprobleme hatte.Ich habe bis jetzt kein Land kennengelernt wo Alkohollismus so stark ausgebreitet ist wie in Albanien.Birra und Raki!!! Schade das es so lief sonnst wäre ich noch oft zurück in dieses Land gefahren.

23:41 von Kolgjegja?

Sorry muss mich in einen Satz verbessern.Das ich gehört raus bei der Vater meines Sohnes!

Kommentare vom 21 August 2006

01:29 von tiranagirl aus bln

also man könnte auf dieser seite merh bilder von tirana zeigen es gibts so viele sachen wie zb der skendebeu oder eine virtel für jungendliche das heist nga bllloku mit vielen cafes es gibts so viele interrassnte sachen die noch gezeigt werden müssten sehr wäre sehr nett danke da ich selber wo da komme u jedes jahr dahin verreise kann ich es jeden nur emphlen und auch nach sarande zu gehen wo das meer wie am maiami beach ist

Kommentare vom 03 May 2008

21:24 von Semy ?

ICh? finde es toll das endlich mal jemand gut über albanien und die hauptstadt redet ich finde auch tirana is ein sher großes reiseziel und dort gibt es eigentlich w f as t ale swas das herz begehrt ;)

Kommentare vom 24 May 2008

12:06 von Patricia

ich bin selber albanerin und finde albanien b.z.w. tirana ein sehr schönes land eine abwechslung für die vergangenheit den albanien hat sehr viele positive sachen denn man kann sich sehr gut erinnern wie es damals ausgesehen hat. und ich bin soo soo soo stolz auf mein land !!! ALSO EINE REISE NACH ALBANIEN WIE DURESS,TIRANA,FLORA LOHNT SICH

Kommentare vom 23 August 2008

21:37 von dana?

Hi ich bin zwar deutsche aber mein freund ist albaner. ich war vor kurzem in albanien für 1 monat habe aber leider nur tirana und durres gesehen. also ich kann sagen das da sehr viel los ist in tirana ist echt heftig da ist 24 stunden was los,alle bars voll, man sieht üerall menschen. die leute sind sehr freundlich und hilfsbereit haben sehr viel herz aber es ist sehr staubig liegt viel müll und es gibt dort bettelnde kinder die für 5 cent das auto küssen. aber das land ist auch gerade im aufbau von jahr zu jahr wird es besser und schöner. ps: das wetter ist der hammer wir hatten 48 grad!!

Kommentare vom 28 October 2008

10:46 von clemens?

Wir haben 2 Nächte im Backpacker Hostel in Tirana uebernachtet. Es liegt zwar an einer sehr verkehrsreichen Strasse, im Garten ist es aber trotzdem ruhig, wie eine gruene Insel. Schildkroeten, ein Hund und eine Katze laufen durch ihn. Die Betreiber sind wirklich sehr freundlich, hilfsbereit und sprechen ordentliches Englisch, kein Vergleich mit der sonst anzutreffenden Selbstueberschaetzung. Es war Oktober, also Nebensaison und wir hatten ein Zimmer fuer uns allein, mit eigener Dusche & Klo. Fuer 12 EUR pro Nacht und Person sehr in Ordnung.

Kommentare vom 17 May 2010

17:09 von Jannis

Eine Freude in Tirana sind die Menschen: die jungen Frauen sind elegant und geschmackvoll gekleidet, meist gut gebildet (Sprachen) und von angenehmem Umgang! Aber auch die älteren Herren wissen wie man sich benimmt, nämlich kultiviiert.

Kommentare vom 05 Oktober 2011

10:18 von J Steiner

Tirana ist eine tolle Stadt. Der Skanderbeg-Platz ist zwar zur Zeit eine einzige Baustelle, aber es gibt genug andere Sehenswündigkeiten. Am Nordende der Stadt ist das "Tourism informations center". Dort bekommt ihr einen akutellen "Tirana in your pocket" gratis.Dort drin findet ihr Restaurant-Tipps sowie die Adressen von vielen Hotels, sortiert nach Preisklasse von 12 Euro bis xxx Euro. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe in meinem Leben nie so gute Pizzas gegessen wie in Albanien, unbedingt empfehlensewert.

Kommentare vom 07 Dezember 2011

10:56 von UhBe?

Hi. leider ist das Forum nicht zu öffnen, deshalb hier meine Frage zum Thema Grenzübergänge. Gibt es solche und in den Norden möglichst an der Adriaküste, die auch mit ÖPNV zu erreichen sind ?

Danke für den Hinweis; da gibt es wohl noch ein paar Links zu aktualisieren. Antwort zu deiner Frage: schau dir mal diese Seiten an: Forums-Diskussion (gibt wohl noch mehr zum Thema) und Grenzübergänge

 

 


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