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Gömer Kosovo, Mann?

23. August 2014

Ausschnitt aus einem Artikel mit dem Titel »Gömer Kosovo, Mann?« in der »NZZ am Sonntag« vom letzten Wochenende über Albaner, die ihre Sommerferien im Kosovo verbringen:

Aus »NZZ am Sonntag« vom 17. August 2014

Aus »NZZ am Sonntag« vom 17. August 2014

Das grosse Aufräumen geht weiter

21. August 2014

An der albanischen Riviera am Strand – über Verantwortungsgefühl und fehlendes Verantwortungsgefühl …

Ende der Ausbildung für Korruption

6. August 2014

Das albanische Bildungswesen gehört wohl zu den korruptesten Bereichen des ganzen Landes. Seit Jahren war bekannt, dass jeder mit etwas Geld sich eine Ausbildung inklusive Universitätsabschluss kaufen konnte. Besonders berüchtigt sind die privaten Universitäten, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden schossen.

Faulheit belohnt

Entsprechend wenig Mühe geben sich viele Jugendliche heute – weshalb lernen, wenn Papa einem den Abschluss auch kaufen kann? Zumindest wusste das Bildungs(un)system zu vermitteln, wie man schmiert und korrumpiert.

Damit will jetzt die albanische Regierung Schluss machen. Zum ersten Mal seien die privaten und die staatlichen Universitäten überprüft worden. Dabei wurde bei über 70 Prozent der geprüften Institute Mängel entdeckt, was wohl kaum jemanden überrascht hat.

Regierung greift durch

Bemängelt wird natürlich, dass Abschlüsse gegen Geld verkauft wurden. »Einige Studenten bezahlten mit Kühen, Schafen, Reis oder sogar Feuerholz,« erlkärte Edi Rama und ergänzte, dass  sogar die Handwerker, die die Unis bauten, mit Diplomen statt mit Geld bezahlt wurden. Gerügt wird aber auch, dass viele Universitäten auch sonst das Gesetz missachtet hätten, zum Beispiel keine Verzeichnisse ihrer Absolventen führten.

Betroffen sind einerseits 17 private Universitäten, darunter auch einige namhafte, die über grosse Campusse verfügen: Universiteti Kristal, Universiteti Vitrina, Universiteti i Lartë Elitë, Universiteti Planetar i Tiranës (UFO), Justiniani i I, Medicadent, Institucioni i Arsimit të Lartë »Gjon Buzuku« (Shkodra), Akademia e Ndërtimit, Akademia e Studimeve të Aplikuara (Durrës), Akademia Pedagogjike Tiranë, Shkolla e Lartë »Nëna mbretëreshë Geraldinë«, Shkolla e Lartë Ndërkombëtare e Tiranës, Shkolla e Lartë Amerikane e Tiranës, Kolegji profesional i Sporteve (Fier), Shkolla e Lartë »Illyrija«, Kolegji profesional »Aldent« (Shkodra), Kolegji profesional »Medicom«.

Daneben werden aber Fakultäten und Zweigstellen staatlicher Hochschulen angeklagt: Kunstakademie Shkodra, Zweigstellen Kukës und Saranda der Universität Tirana, Zweigstellen in Peshkopi, Pogradec, Lushnja und Gjirokastra anderer staatlicher Universitäten, Pädagogische Akademie in Tirana und Sportliche Berufsschule in Fier.

Laut Regierungserklärung müssten alle betroffenen Personen mit einer strafrechtlichen Anklage rechnen.

Dorfschule in den albanischen Bergen

Ofen aus im albanischen Schulsystem oder für die Korruption?

Plagiatsaffären auch in Albanien?

Ob dies der Start für qualitativere Ausbildung in Albanien ist – Edi Rama und Bildungsministerin Lindita Nikolla kündigten weitere Massnahmen an – oder nur ein zusätzlicher Trick, um die Taschen der Politiker zu füllen, wird sich wohl weisen müssen. Interessant ist, dass die Ministeirn selber an einer der genannten Universitäten ihren Master gemacht hat. Auch mehrere Parlamentsabgeordnete der Regierungs- und Oppositionsparteien haben ihren Universitätsabschluss von Privatunis, denen der Lizenzentzug droht, wie albanische Medien berichten.

Exportprodukt Uniabschluss

Zu den Käufern von Diplomen sollen auch Ausländer gehören, die nicht einmal Albanisch verstehen. Auch Renzo Bossi, Sohn des italienischen Lega-Nord-Chef Umberto Bossi, soll sich bei der Kristal-Universität für viel Geld einen Uniabschluss gekauft haben, ohne je einen Fuss auf albanischen Boden gesetzt zu haben, berichten italienische Medien. Der ehemalige Rektor der Universität Kristal meinte hierzu aber, dass das Diplom gefälscht sei und nicht von seiner Universität stamme.

»Ein Kosovo-Albaner als Superstar«

3. Juli 2014

Heute sind die Spieler der Schweizer  Nationalmannschaft aus Brasilien zurückgekehrt. Noch einmal liessen sich Shaqiri und C0. feiern. Zum Abschluss auch hier nochmals ein paar Betrachtungen auf die Wahrnehmung der Albaner in der Schweiz, die sich durch diese WM nochmals deutlich verbessert hat.

Der nichtaufgebende Valon Behrami, der sich in seinem Sturmlauf auch durch Stürze nicht bremsen liess, und Xherdan Shaqiri mit einem Hattrick machten Eindruck und bleiben in Erinnerung. Die albanischstämmigen Spieler der Nationalmannschaft sind jetzt definitiv Superstars, wie »20 Minuten« vorgestern schrieb.

Die Zeitung schliest daraus: »Der Balkan wird plötzlich cool.«

20 Minuten: 1. Juli 2014

20 Minuten: 1. Juli 2014

Auch wenn der Fussball-Hype sich bald wieder abkühlen wird, geht der von der Zeitung zitierte Integrationsexperte davon aus, dass das Image der Albaner auch nachhaltig davon profitieren wird: »Die Leute realisieren, dass sich nicht nur Shaqiri anstrengt in seinem Beruf, sondern auch viele seiner nicht-bekannten Landsleute.«

Zusammengefasst: Für ein Mal wird nicht nur von den »bösen Albanern« gesprochen – und dieses Mal werden sie auch in Erinnerung bleiben.

Kaufte Merkel Facebook-Likes in Albanien?

10. Juni 2014

Einige deutsche Medien beschäftigen sich gerade mit der Frage, ob Merkel Likes gekauft hat.

>> Die einsame Kanzlerin: Musste Merkel Tausende Facebook-Likes im Ausland kaufen?

Deutsche Wirtschafts Nachrichten  

Auch wenn die Albaner sehr fleissig Facebook nutzen und wohl kaum jemand dort eine Abneigung gegenüber Merkel hat, ist es schon recht erstaunlich, dass die Bundeskanzlerin in Albanien beliebter ist als im Heimatland (prozentuale Likes an der Gesamtbevölkerung). Wie viele Lek kostet denn ein Like?

Nach links oder nach rechts?

31. Mai 2014
Wegweiser

Wegweiser im Dorf »Kosova e Madhe«, Dumreja, Kreis Elbasan

Werbung aus den albanischen Bergen

23. Mai 2014

Wohl zum ersten Mal macht ein Unternehmen Werbung in Albanien, wählte also Albanien als Ort, um für sein Produkt zu werben. Der neue Land Rover sei sogar für das raue Terrain der albanischen Alpen geschaffen – schöne Bilder aus den Bergen:

In weiteren Testimonials wird noch mehr von Land und Leuten erzählt.
>> Into the Valley with the Land Rover Discovery
>> Land Rover Discovery vs. The Accursed Mountains

Auch wenn die Videos die Stärke des Produkts mit den rauen Verhältnissen im Land verknüpft, wird doch auch betont, dass sich eine Reise nach Albanien lohnt – mit dem richtigen Auto. Mein Auto hatte übrigens einen platten Reifen diese Woche, aber auch das ist kein Problem im Land dieser hilfreichen und gastfreundlichen Menschen.

Die letzten Zeitzeugen: Gastfreundschaft im Zweiten Weltkrieg

15. Mai 2014

Ein ganzer Saal hing an den Lippen einer 83-jährigen, etwas gebrechlich wirkenden, sehr kleinen und zierlichen Dame. Die Zuhörer letzten Donnerstag in Basel waren fasziniert von ihrem Bericht: »Es ist jedes Mal eine Freude, wenn ich über Albanien sprechen darf,« erklärte Johanna Neumann in ihrem amerikanisch gefärbten, aber klarem Hamburger Dialekt und übertrug die Freude sogleich auf die vielen Zuhörenden.

Johanna Neumann berichtete aus ihrem Leben, wie sie als kleines Kind in den 30er Jahren aus Nazi-Deutschland flüchten musste und mit ihren Eltern zufällig in Albanien eine vorübergehende Heimat fand. Von 1939 bis 1945 lebte die jüdische Familie in Albanien, geschützt von Albanern und deren Gastfreundschaft. Sie erzählte vom schwierigen Leben, das insbesondere nach dem Einmarsch der Wehrmacht lebensgefährlich wurde. »Es ist unglaublich zu beschreiben, wie aufopfernd die Albaner waren,« berichtete sie von ihren Gastgebern, die ebenso ihr Leben aufs Spiel setzten und die fremden Gäste mit Unterkunft, Kleidern, Essen und Süssigkeiten versorgten.

»Albanien ist das einzige Land in Europa, das nach dem Krieg mehr Juden hatte als vorher,« sagte Johanna Neumann. Diese Botschaft will auch die Ausstellung »Besa« verbreiten, die zur Zeit in Basel zu sehen ist und im Verlaufe der nächsten Monate durch die Schweiz ziehen wird. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Fotografien von Norman Gershman: Portraits einzelner Albaner, die Juden beherbergt hatten, sowie kurze Erklärungen von ihnen. Mit einem besonderen Programm für Schulklassen soll besonders auch ein junges Publikum angesprochen werden. Ziel ist aber, allen die kaum bekannte Geschichte der Rettung der Juden in Albanien bekannt zu machen, von der einzigartigen Gastfreundschaft der Albaner zu berichten, die auf dem Ehrenwort der »Besa« beruht. Der Holocaust sei der Ausdruck einer unglaublichen menschlichen Niedertracht gewesen, führte Johanna Neumann aus, aber gleichzeitig seien die Albaner, die albanische Regierung und Menschen im Land moralisch hoch hinaufgestiegen: »Albanien hat die Moral der Welt gerettet.«

Johanna Neumanns Geschichte hatte berührt. Und die Ausstellung hatte erneut Menschen zusammengebracht, die sonst selten zusammenfinden: Juden und andere interessierte Schweizer sowie Albaner aller Religionen. Allen tat es gut, über diese menschliche Grösse zu hören und zu lesen, die für die Albaner so selbstverständlich ist. Einer der in der Ausstellung Portraitierten hatte zu Protokoll gegeben: »Es gibt keine Ausländer in Albanien, es gibt nur Gäste.« Diese ehrenvolle Offenheit rettete nicht nur vielen Juden das Leben, sie ist auch noch heute in Albanien zu erfahren. In vielen Ländern ist dies aber nicht die Norm – gerade den Albanern widerfährt in der Schweiz viel Abneigung, und sie waren umso erfreuter, mal als wahre Helden ohne Vorbehalte anerkannt zu werden. Johanna Neumann schloss ihren Vortrag mit den Worten: »Wir können den Albanern nicht dankbar genug sein.« Fast wie ein Superstar wurde sie daraufhin an diesem Abend vom Basler Publikum gefeiert. Vor allem die Albaner, die sonst oft von negativen Vorurteilen geplagt werden, zollten ihr Anerkennung für dieses Lob, jeder wollte ein Foto von ihr.