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Lezha ist eine kleine Stadt zwischen Tirana (70 km) und Shkodra, eingeklemmt zwischen Bergen, Hügeln und dem Meer. Die Stadt hat nicht besonders viel zu bieten ausser der von den Albanern verehrten Grabstätte Skanderbegs. Für viele dürfte der Strand von Shëngjin – fünf Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum – von grösserem Interesse sein. Da die Nord-Süd-Verbindung durch die Stadt führt, ist ein kurzer Aufenthalt eine gute Gelegenheit, sich die Füsse zu vertreten, den Athleta Christi Skanderbeg zu würdigen und etwas zu essen oder zu trinken.

Sehenswürdigkeiten

Skanderbegs Grab - Der albanische Nationalheld Skanderbeg starb 1468 in Lezha. Er wurde in einer kleinen Kirche begraben, die 12 Jahre später von den Türken zerstört wurde. Die Grabstätte liegt unübersehbar am Ufer des Drin in einer weiten Anlage. Zum Schutz der alten Gemäuer wurde ein Betondach über der Kirche erbaut. Die Anlage ist entgegen der Öffnungszeiten oft abgesperrt - meist können die Kinder aber schnell den Wärter mit dem Schlüssel herbeiholen. Der Eintritt kostet einige hundert Lek. Im Innern der Kirche sind Nachbildungen von Skanderbegs Helm und Schwert zu sehen – die Originale sind in Wien. Die Fresken an den Wänden sind leider fast komplett zerstört.
  • Römische Runinen - Rund um die Skanderbeg-Kirche wurden Mauern aus römischer Zeit (3. Jahrhundert) freigelegt. Es handelt sich um das Forum des antiken Lissus.
  • Akropolis - Die heutige türkische Burg geht auf Befestigungsanlagen aus dem 6. Jahrhundert vor Christus zurück. Noch immer sind Mauerreste aus dieser Zeit erhalten. Weitere Details im nächsten Abschnitt.

Aussichtspunkte

  • Burg - Über dem Ort thront schon von Weitem sichtbar die Burg. Der Aufstieg zum 172 m hohen Hügel dauert sicherlich 20 Minuten und beginnt gleich neben der Skanderbeg-Kirche. Leider sind die Tore oft verschlossen. Wer die Mauern am westlichen Ende erklimmt, hat eine vorzügliche Aussicht über die Ebene, die Lagunen und die Adriaküste.

Ausflüge

  • Shëngjin - Shëngjin ist eine kleine Hafenstadt, die in den letzten Jahren als Badeurlaubsort einen markanten Aufschwung erlebt hat. Von Lezha kann man den Strand von Shëngjin in zehn Minuten erreichen. Im Sommer ist der Strand belebt – auch Albaner aus Kosova verbringen hier ihren Urlaub. Viele kommen auch nur zum Fischessen nach Shëngjin.

Verkehr

Anreise

  • Busse - Die Busse und Minibusse von Tirana nach Shkodra halten alle in Lezha.
  • Schiff - Der Hafen von Shëngjin wird nicht von Passagierschiffen angefahren.
  • Auto - Die Strasse Shkodra-Lezha und Fushë-Kruja-Lezha ist gut ausgebaut. Die Strecke Fushë-Kurja-Tirana ist noch nicht fertig gebaut, weshalb sich ein Umweg über Vora an der Strecke Tirana-Durrës lohnt.
    Von Tirana und Shkodra beträgt die Fahrzeit bei normalen Verkehrsaufkommen nicht ganz eine Stunde.
  • Eisenbahn - Von Tirana verkehren täglich zwei Züge pro Richtung, die auch in Lezha stoppen.

Essen & Trinken & Schlafen

Das Angebot an Hotels und Restaurants ist in Lezha nicht besonders vielfältig. In Shëngjin finden sich am Strand hingegen zahlreiche Hotels und auch diverse spezialisierte Restaurants. Vom in den meisten Reiseführern als Spezialtipp geführten Hotel Hoteli i Gjuetisë/Hunting Lodge in Ishull i Lezhës können wir aus eigener Erfahrung nur abraten: schmutzig, sehr martialisch und unzuverlässig. Auch das Restaurant in diesem Jagdhaus von Graf Ciano machte keinen besonderen Eindruck. Hingegen haben sich rund herum ein paar nette Restaurants angesiedelt, die einen erholsamen Aufenthalt im Grünen ermöglichen.

Geographie & Natur

Lezha liegt am Fluss Drin, der sich westlich der Stadt ein Mündungssystem angeschwemmt hat. Dieses umfasst ein kleines Delta und mehrere Lagunen, die teilweise geschützt sind, aber auch stark unter dem Bevölkerungsdruck der angrenzenden Stadt leiden.

Bei Lezha dringen die Berge fast bis ans Meer vor, so dass sich die Ebene auf einen sehr schmalen Streifen am Fluss reduziert.

Das Klima ist im Hochsommer heiss und trocken und sehr gut zum Baden geeignet. In den anderen Jahreszeiten kann es aber kühl und unangenehm werden.

 

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11.05.2008 11:44 Uhr
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