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Kruja ist ein historisch bedeutsames Städtchen in Mittelalbanien. Der albanische Nationalheld Skanderbeg hatte hier seine Burg. Die für Touristen interessante Burg und Stadt kleben malerisch am steilen Berg hoch über der Ebene.

Die kleine Stadt bietet neben den Sehenswürdigkeiten kaum was, gehört aber zum Pflichtprogramm aller Albanien-Reisenden. Dank der Nähe zu Tourina, der eindrücklichen Lage und der guten touristischen Infrastruktur ist ein Besuch der historischen Stätte jedenfalls lohnenswert.

Stadtbesichtigung

Stadtrundgang

Vom Stadtzentrum beim Skanderbeg-Dankmel aus, wo es auch einen Stadtplan gibt, bummelt der Besucher durch den restaurierten alten Basar zur Burg. Im Basar und beim Eingangstor der Burg gibt es reichlich Gelegenheit, sich mit Souvenirs einzudecken. Die Burg bietet eine Mischung von historischen und alt aussehenden Sehenswürdigkeiten. Der markante Bau des Skanderbeg-Museums stammt aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Es informiert umfassend über den Nationalhelden. Sehr spannend ist das ethnologische Museum. Ein kleiner Spaziergang durch die Gassen zum unteren Ende der Burg führt zu den Resten des türkischen Bads und zur Bektaschi-Tekke. Die kleine "Kultstätte" des muslimischen Glaubensordens zeigt einen Einblick in die unbekannteste der vier wichtigen Religionen Albaniens.

Sehenswürdigkeiten

  • Burg - Die Burg wurde über lange Jahre von den Türken belagert, bis sie den albanischen Widerstand nach Skanderbegs Tod endlich brechen konnten. Innerhalb der Mauern und Türme leben noch heute ein paar Familien. Tolle Aussicht.
  • Basar - Die Ladenstrasse mit einer langen Reihe restaurierter Verkaufshäuschen versetzt einen zurück in eine alte Zeit. Neben Souvenirs und Ramsch werden auch Antiquitäten und Handwerk feil geboten.
  • Tekke - Das wiedereröffnete Religionshaus der Bektaschi auf der Burg bietet Einblick in den Alltag einer der vier wichtigen Religionsgemeinschaften des Landes.

Museen

  • Skanderbeg-Museum - Der pseudo-historischer Neubau auf der Burg führt die Besucher durch das Leben des albanischen Nationalhelden und den Kampf gegen die Osmanen.
  • Ethnographisches-Museum - Das weniger bekannte Museum auf der Burg zeigt das Leben der Albaner vor der Industrialisierung. Schon allein das alte Wohnhaus mit Garten, in dem die Exponate ausgestellt sind, ist ein Besuch wert.

Aussichtspunkte

  • Terasse des Skanderbeg-Museums und Bektaschi-Tekke - Gute Ausssicht über die Ebene bis nach Tirana und zum Meer (bei guter Sicht).

Ausflüge

  • Sari Salltek - Die Bergspitze hoch über Kruja ist ein Wallfahrtsort der Bektashi, die neben ihrem Heiligtum in einer kleinen Höhle auch ein von unten sichtbares Gasthaus errichtet haben. Der Aufstieg erfolgt entweder auf einem erstaunlich guten Pfad quer durch die Felswand oder etwas weniger steil in einem weiten Bogen über die Rückseite des Berges auf einer Strasse, die auch von robusten PKW befahren werden kann. Der Wanderer taucht auf der Tour - Dauer etwa drei bis vier Stunden - schnell in die Bergwelt ein und wird mit schöner Natur und wunderbaren Aussichten belohnt. Etwas unterhalb vom Grat wartet ein kleines Restaurant auf Besucher.
  • Zgërdhesh - Bei den antiken Funden beim Dorf Zgërdhesh handelt es sich vermutlich um die Illyrer-Stadt Albanopolis. Zgërdhesh ist erreichbar über eine Abzweigung nach Süden kurz bevor die Strasse nach Kruja die Ebene verlässt. Auf dem Hügel hinter dem Dorf sind noch eindrückliche Mauern und Befestigungsanlagen der antiken Stadt zu sehen.

Verkehr

Anreise

  • Auto - Kruja ist von Fushë-Kruja im Westen in der Ebene durch eine ordentlich ausgebaute Strasse erschlossen. Weniger als eine Stunde von Tirana, dem Flughafen und Durrës auf guter Strasse.
  • Busse - Minibusse/Sammeltaxi verkehren regelmässig von Tirana (Sheshi K. Topia = Kreisverkehr am Ende der Rruga Durrësit).
  • Flugzeug - Der Flughafen von Tirana liegt in Sichtweite. Die Fahrt dauert ca. 45 Minuten.

Weiterreise

  • Strasse - Die von Kruja nach Osten (Burrel) führende Strasse verläuft quer durchs Gebirge und ist entsprechend schlecht. Sie empfiehlt sich nur für Gebirgs-erprobte Mountain-Bike-Fahrer und Besucher des Nationalparks Qafa Shtama. Nicht-Offroader kehren auf der gleichen Strasse wieder nach Fushë-Kruja zurück.
  • Busse & Sammeltaxis - Vom Ortszentrum nach Fushë-Kruja oder Tirana. An beiden Orten bestehen Verbingung nach fast überall.

Essen & Trinken & Schlafen

Ein paar Hotels gibt es im Stadtzentrum, zB Hotel Panorama. Daneben gibt es auf der Burg und in der Basar-Strasse die Möglichkeit, sich zu verpflegen.

Geographie & Natur

Die Stadt, in der es kaum ebene Flächen gibt, klebt auf halber Höhe an der Westflanke des steil aufragenden Skanderbeg-Gebirges. Weiter oben gibt es nur noch steile, trockene Felsen. Im Sommer ist es in dieser Steinwüste meist sehr heiss. Unten zwischen Ebene und dem Stadteingang liegen schöne Pinien-Wälder. Eine Bektashi-Tekke steht neben der Strasse an einem lauschigen Plätzchen.

Weitere Infos

 

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Kommentare

Kommentare vom 22 October 2005

01:33 von Travelscout

nettes Städtchen mit weitaus besserer Luft als unten im Smogkessel von Tirana, wenn da nicht die riesigen, benachbarten Steinbrüche mit starkem Tiefladerverkehr und zahlreichen schwarzqualmenden Kalköfen wären.

Kommentare vom 17 May 2010

16:21 von Jannis?

Mir hat Kruja weniger gefallen. Der Antik-Markt, die Aussicht und das ethnografische Museum rechtfertigen jedoch den Besuch. Die erwähnten Pinienwälder sind übersät mit Unrat.

Kommentare vom 15 September 2010

23:08 von Ohne Namen

Kruja ist sehr srhr schön........  

 


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