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In den politischen Debatten um Kosova werden immer wieder historische Fakten oder Halbwahrheiten herbeigezogen. Der Streit dreht sich vor allem um die Frage, wer das Land zuerst bewohnt hat. Die Frage ist bis heute nicht endgültig geklärt. Klar ist nur, dass Verhältnisse, die zum Teil mehr als 1000 Jahre zurückliegen, sicherlich keine Menschenrechtsverletzungen oder Besitzansprüche in heutiger Zeit rechtfertigen können.

Im Mittelalter war Kosova Kerngebiet des serbischen Königreichs. Aus dieser Zeit stammen noch viele bedeutende Klöster. Allmählich drangen die Osmanen auf dem europäischen Balkan ein. So kam es am 28. Juni 1389 zur grossen Schlacht auf dem Amselfeld (Fusha e Kosovës / Kosovo Polje / Amselfeld - der Name Kosova ist vom serbischen Namen für Amsel abgeleitet). Es standen sich die Osmanen und ein Verbund christlicher Armeen, bestehend aus serbischen, albanischen, ungarischen, bosnischen und bulgarischen Truppen, gegenüber. Die Schlacht hatte auf beiden Seiten Zehntausende von Toten zu Folge. Obwohl es keinen wirklichen Sieger gab, waren die christlichen Truppen zu stark geschwächt, um den osmanischen Vorstoss weiter aufhalten zu können. Viele Serben verliessen darauf Kosova, und albanische Einwanderer aus den Bergen rückten nach.

Am Ende des 19. Jahrhunderts war Kosova das Zentrum der albanischen Rilindja-Bewegung, die sich für das Albanische innerhalb des Osmanischen Reichs stark machte. Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reichs wurde Kosova Teil Serbiens. Schon von Anfang an war das Verhältnis zwischen den serbischen Machthabern und den Albanern gespannt. Vertreibungen und Massenauswanderungen auf beiden Seiten setzten sich fort. Von 1945 bis 1990 war Kosova eine autonome Provinz. Ab 1981 kam es jedoch immer wieder zu Spannungen und grösseren Unruhen.

Die Lage wurde nach dem Auseinaderfall Jugoslawiens während der 90er Jahre, als Slobodan Milosevic regierte, immer dramatischer. Die Albaner verloren ihre Arbeitsstellen bei staatlichen Betrieben und der Verwaltung und wurden immer mehr von den Serben schikaniert. Im Mai 1992 stmmten die Albaner Kosovas in einer von den Serben nicht anerkannten Abstimmung für die Unabhängigkeit. Die »Republik Kosova« und ihre Regierung unter Ibrahim Rugova wurden international nicht anerkannt. Zumeist friedlich setzten sich die Albaner für ihre Rechte ein und versuchten, mit privaten Schulen und einem parallelen Gesundheitswesen, die nötigste Versorgung sicherzustellen. In dieser Zeit holten immer mehr Albaner, die schon seit langer Zeit im Westen arbeiteten, ihre Familien aus der Krisenregion.

Ab Anfang 1996 kam es zu ersten Anschlägen auf serbische Polizisten. Die schnell wachsende kosovarische Befreiungsarmee UÇK entzog immer weitere Gebiete der serbischen Kontrolle. Die Vergeltungsschläge der Serben richteten sich oft gegen die Zivilbevölkerung und die Repressionen wurden immer härter. Im Sommer 1998 flüchteten Hunderte von Kosovaren nach Albanien. Innerhalb Kosovas gab es schon Tausende von Vertriebenen und immer mehr flohen ins Ausland. Die späten Interventionen der internationalen Gemeinschaft, die den Ereignissen jahrelang tatenlos zugesehen hatte, waren erfolglos. Trotz eines Ultimatums verweigerte die serbische Seite die Zustimmung zum Frieden von Rambouillet.

Die Nato machte ihre Drohungen war und bombardierte mit UNO-Mandat ab Ende März 1999 während 78 Tagen Jugoslawien. Während dieser Zeit wurden die Albaner systematisch aus Kosova vertrieben und die Serben begingen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Hunderttausende Kosovaren suchten Zuflucht in Albanien, Mazedonien und Montenegro. Nachdem mit Milosevic eine Einigung vereinbart worden war, konnten am 11. Juni 1999 Nato-Truppen in Kosova einmarschieren. Eine UNO-Mission wurde mit dem Aufbau einer zivilen Verwaltung beauftragt.


 
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May 16, 2009, at 10:24 PM
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