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Im Antiken Zentrum

In der Antike war das albanische Gebiet von den Illyrern besiedelt. Ob die Albaner auch wirklich von den Illyrern abstammen, ist noch immer nicht restlos geklärt. Unter den Albanern ist die Abstammungsfrage jedenfalls unbestritten, was auch politisch eine Rolle spielt. Im Altertum war Albanien jedenfalls kein weisser Fleck. Die Griechen gründeten diverse Städte. Im Römischen Reich war Albanien zentral gelegen zwischen der Hauptstadt Rom und Konstantinopel. Durrës und Apollonia waren wichtige Hafenstädte und die Provinz Illyria lieferte reichlich Weizen über die Adria.


Appolonia, griechische Kollonie aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. und römische Stadt

Die Teilung des Römischen Reichs spaltete auch Albanien. Während der Süden im Einfluss von Konstantinopel war, war der Norden mehr mit West-Rom verbunden. Albanien wurde immer mehr zum unbedeutenden Grenzgebiet, auf dem sich im Mittelalter die verschiedensten Heere tummelten.

Unterm Türkenjoch

Nach dem Einmarsch der Türken nahmen viele Albaner den moslemischen Glauben an. Im 15. Jahrhundert konnte sich der albanische Nationalheld Skanderbeg während rund 25 Jahren gegen die Türken behaupten. Seit seinem Tod ist Albanien aber ein Land zwischen Kreuz und Halbmond. Beide Religionen prägen das Land, wie auch westliche und östliche Kulturen es beeinflussen.


Burg von Petrela aus Skanderbegs Zeiten

Über 500 Jahre lang war Albanien Teil des Osmanischen Reichs. Eine Nationalbewegung entwickelte sich erst später als in anderen Regionen des Balkans. Und die Ziele dieser Rilindja (Wiedergeburt) lagen weniger in der Unabhängigkeit als in der Angst, albanische Gebiete könnten unter den Nachbarstaaten aufgeteilt werden.


Altes osmnisches Quartier in Berat, der Sadt der Tausend Fenster

1912 wurde nach der Niederlage der Türken in den Balkankriegen ein unabhängiges Albanien ausgerufen. Seine Grenzen wurden aber von den Grossmächten festgelegt. Dabei spielten die Interessen der Albaner kaum eine Rolle. Es waren vielmehr die Österreicher, die den Serben den Zugang zur Adria versperren wollten und denen deshalb die albanischen Ansprüche gelegen kamen. Die Grenzfestlegung von damals ist mitunter eine Ursache für die Balkankonflikte von heute, weil grosse Gebiete mit albansicher Bevölkerungsmehrheit an die Nachbarstaaten gingen.

Schwierige Eigenständigkeit

Während der nächsten Jahre machte das junge Albanien eine wechselreiche, wenig erfolgreiche Zeit durch. Dem Staat fehlte es an Finanzen, dem Land fehlte es an allem. Am Schluss setzte sich Ahmed Zogu durch, der sich auch zum König krönen liess. 1939 wurde Albanien von den Italienern besetzt, später kamen die Deutschen.

Kommunismus

Das Machtvakuum nach dem Rückzug der Deutschen nutzten die Kommunisten für sich. Die nächsten 40 Jahre wurde das Land von Enver Hoxha regiert. Anfangs führten die Kommunisten mit der Hilfe der verbündeten Sowjetunion das Land in die Neuzeit: Es entstanden Fabriken, Krankenhäuser und Eisenbahnlinien, die versumpften Ebenen wurden nutzbar gemacht. Alle Albaner lernten Lesen und Schreiben. Bald zerstritt sich Hoxha aber mit den Russen, später auch mit den neuen Partern in China. Ganz alleine hatte das kleine Albanien keine Chance und steuerte dem Ruin entgegen.


Enver Hoxha, kommunistischer Staatsführer während 40 Jahren (Gemälde in der Kunstgalerie Tirana)

Die Herrschaft der Kommunisten brachte zwar eine Modernisierung mit sich. Die Zahl der Opfer war aber ebenfalls gross. Die Partei mischte sich ins Privatleben der Menschen ein, kontrollierte alles und jeden. Viele Menschen wurden willkürlich erschossen oder in Arbeitslager gesteckt. Albanien war das erste und einzige religionslose Land der Welt.

Schwierige Transformation

1990/91 wurde auch in Albanien das kommunistische Regime gestürzt. Die Albaner flohen zu Tausenden ins Ausland, denn die Heimat konnte ihnen nichts mehr bieten: Armut prägte das demokratisierte Land, das stark von ausländischer Hilfe abhängig war. Nur langsam schien es sich unter dem Präsidenten Sali Berisha von der Demokratischen Partei zu entwickeln. Kriminalität, Schmuggel und Mafia waren die wichtigsten Geldquellen neben den Überweisungen von Gastarbeitern im Ausland. Einen Wirtschaftsboom versprachen Investoren-Firmen und Banken, die den Anlegern Zinsen von bis zu 25% pro Monat für ihre Einlagen bezahlten. Anfangs 1997 stürzten diese Pyramidenfirmen zusammen. Viele Albaner verloren ihr ganzes Erspartes. Der Volkszorn entlud sich auch an der Regierung, die das Wirken dieser Firmen tolleriert hatte. Anarchie brach aus und Waffendepots der Armee wurden geplündert. Nur dank der Präsenz ausländischer Soldaten stellte sich langsam wieder Ruhe ein.

Bei den darauffolgenden Neuwahlen gewannen die Sozialistische Partei, die Nachfolger der Partei der Arbeit. Unter dem Druck des Auslands wurden dringend notwendige Liberalsierungen, Privatisierungen und Schritte der Demokratisierung durchgeführt.

Allmählich stabilisierte sich die wirtschaftliche Lage, während die Politiker sich weiterhin gegenseitig anfeindeten. Vom Kosovo-Krieg profitierte Albanien als einziges Land der Region. Denn zusammen mit den Hunderttausenden von Flüchtlingen, die aufgenommen wurden, kamen auch Nato-Soldaten, die Strassen bauten, zahlreiche Hilfsorganisationen und viel Geld.


Flüchtlingslager bei Durrës während des Kosovo-Kriegs 1997

Es waren dann primär parteiinterne Streitigkeiten und die harten Fronten zwischen der Opposition und der Regierung, die die albansche Politik am Ende des 20. Jahrhunderts prägten.

In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde in Albanien extrem viel gebaut: An den Küsten entstanden neue Hotels, in den Städten zahlreiche Hochhäuser, viele Läden und Restaurants. Die Infrastruktur bessert sich allmählich - auch wenn Stromausfälle und Unterbrüche bei der Wasserversorgung noch immer zum Alltag gehören. 2005 erlangte wiederum die Demokratische Partei die Macht im albanischen Parlament.

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Seite zuletzt bearbeitet:
August 21, 2005, at 05:45 PM
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