{"id":50,"date":"2009-04-29T23:18:20","date_gmt":"2009-04-29T21:18:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albanien.ch\/une\/?p=50"},"modified":"2009-04-29T23:24:42","modified_gmt":"2009-04-29T21:24:42","slug":"bild-byllis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/50","title":{"rendered":"Bild: Byllis"},"content":{"rendered":"<p>Fortsetzung in unserer <a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/?p=25\" target=\"_self\">Serie \u00bbBilderbeschreibung\u00ab<\/a>: <em><\/em><\/p>\n<p><em>Byllis<\/em> ist eine der typischen touristischen Trouvaillen Albaniens. Anderswo w\u00e4ren diese Ruinen \u00fcberlaufen und kommerzialisiert. In Albanien ist das ein touristischer Geheimtipp, wo man sich noch als Entdecker f\u00fchlen und die Ruhe geniessen kann. Um diesem sch\u00f6nen Flecken zu ein wenig mehr Bekanntheit zu verhelfen, erhielt er von mir sein eigenes Pl\u00e4tzchen auf der Homepage.<\/p>\n<div id=\"attachment_51\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/homepage_mk_byllis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-51\" class=\"size-medium wp-image-51\" title=\"homepage_mk_byllis\" src=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/homepage_mk_byllis-300x222.jpg\" alt=\"Homepage: Byllis\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/homepage_mk_byllis-300x222.jpg 300w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/homepage_mk_byllis.jpg 881w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-51\" class=\"wp-caption-text\">Homepage: Byllis<\/p><\/div>\n<p>Byllis war urspr\u00fcnglich eine bedeutende illyrische Siedlung. Sp\u00e4ter wurde die Stadt teil des r\u00f6mischen Reichs. Der Bischofsitz wurde im Mittelalter wiederholt zerst\u00f6rt, die Stadt irgendwann nicht wieder aufgebaut. Der einige Kilometer entfernte Ort Ballsh wurde hingegen immer bedeutender und ist heute die n\u00e4chstgelgene Stadt. Byllis liegt auf einem H\u00fcgel hoch \u00fcber dem Fluss Vjosa. Der weite Tafelberg-artige H\u00fcgel bot auch ohne grosse Befestigung eingiermassen Schutz. Im S\u00fcden Albaniens gelegen, wurde der Ort dank Handel und Ackerbau immer gr\u00f6sser und bedeutender. Die \u00dcberreste des Theaters, von grossen Badeanlagen und einer noch gr\u00f6sseren Agora, die 2200 Meter lange Stadtmauer und die Reste von mehreren Kirchen zeugen von der damaligen Bedeutung.<\/p>\n<p>Schon lange ist die Ruhe zur\u00fcckgekehrt auf den H\u00fcgel. Ruhig ist es noch heute meistens, auch wenn ein asphaltiertes Str\u00e4sschen die Ruinenst\u00e4tte erreichbar macht. Wenn der Wind nicht gerade Schwefelgestank von den \u00d6lfeldern bei Ballsh her\u00fcberweht, bietet sich dem Besucher ein eindr\u00fccklicher Blick \u00fcber das H\u00fcgelland der Mallakastra.<\/p>\n<p>Byllis ist ein <em>Parku Arkeologjik Kombetar<\/em>, ein <em>Nationaler Arch\u00e4ologiepark<\/em>. Jedem, der zwischen Gjirokastra und Mittelalbanien unterwegs ist, empfehle ich den Abstecher ein paar Kilometer s\u00fcdlich von Ballsh dringend. Dem ausl\u00e4ndischen Besucher werden ein paar Euro Eintrittsgeld abgenommen. Daf\u00fcr ist alles einigermassen gepflegt, zum Teil sogar beschrieben und vor allem auch bewacht. Man k\u00f6nnte den Touristen mehr bieten: Die vielen eindr\u00fccklichen Boden-Mosaike sind meist zu ihrem Schutz unter einer mit Sand beschwerten Plastikfolie begraben. Zu graben g\u00e4be es auch noch viel. Fremdenf\u00fchrer w\u00fcrden sicherlich einiges zu berichten haben. Ein Museum, das einem mehr zur Geschichte des Ortes berichtet und Fundst\u00fccke zeigt, fehlt leider auch. Das kleine Restaurant neben der Tekke der Bektaschi bietet zumindest einen idyllischen Ort zur Erholung sowie Erfrischungen.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr kann man \u2013 oder muss eben \u2013 den Entdecker spielen. Ohne von Gruppen gest\u00f6rt zu werden, macht man sich in Byllis zu Erkundungen auf, kann die alten Mauern erleben und erf\u00fchlen, darauf herumgehen, ber\u00fchren, auch die verborgenen Ecken erkunden \u2013 alles m\u00f6gliche, was in Italien oder Griechenland schon lange verboten ist. Den Reisef\u00fchrer muss man halt selber spielen: Das Buch von Neritan Ceka kaufen und daraus lesen, w\u00e4hrend man durchs Ruinenfeld stolpert oder im Theater Platz nimmt und den weiten Blick ins Vjosa-Tal geniesst.<\/p>\n<p>Typisch Albanien eben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fortsetzung in unserer Serie \u00bbBilderbeschreibung\u00ab: Byllis ist eine der typischen touristischen Trouvaillen Albaniens. Anderswo w\u00e4ren diese Ruinen \u00fcberlaufen und kommerzialisiert. In Albanien ist das ein touristischer Geheimtipp, wo man sich noch als Entdecker f\u00fchlen und die Ruhe geniessen kann. 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