{"id":1730,"date":"2017-01-20T23:05:18","date_gmt":"2017-01-20T22:05:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albanien.ch\/une\/?p=1730"},"modified":"2017-01-20T23:27:40","modified_gmt":"2017-01-20T22:27:40","slug":"die-versunkene-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/1730","title":{"rendered":"Die versunkene Kirche"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_1733\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/1730\/kisha_e_shen_gjon_pagezorit_derven_1\" rel=\"attachment wp-att-1733\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1733\" class=\"size-medium wp-image-1733\" src=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_1-350x216.jpg\" alt=\"Die Kirche im Dezember 2016\" width=\"350\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_1-350x216.jpg 350w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_1-800x493.jpg 800w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_1.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1733\" class=\"wp-caption-text\">Die Kirche im Dezember 2016<\/p><\/div>\n<p>Da diese Kirchenruine \u00f6fters unter Wasser steht, ist es nicht erstaunlich, dass sie hier unter den <a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/?tag=ungesehene-sehenswuerdigkeiten\">\u00bbUngesehenen Sehensw\u00fcrdigkeiten\u00ab<\/a> erscheint \u2013 ein vor wenigen Jahren entdeckter mittelalterlicher Bau, nur wenige 100 Meter von einer der wichtigsten und meistbefahrenen Verkehrsachsen des Landes entfernt gelegen, der meist links liegengelassen wird.<\/p>\n<p>Gewisse Quellen datieren die kleine \u00bbJohannes-der-T\u00e4ufer-Kirche\u00ab in Derven, Gemeinde Kruja, ins 9. Jahrhundert. Die Denkmalschutzbeh\u00f6rde gibt als Entstehungszeit das 14. oder 15. Jahrhundert an. So oder so ist das Kirchlein eine historische Sensation. Von den Wandmalerein aus zwei Epochen ist jedoch kaum mehr was zu sehen, stehen die Ruinen doch regelm\u00e4ssig unter Wasser, und auch das Schutzdach ist verschwunden. Nur ein paar Mauernreste tauchen aus dem tr\u00fcben, dunklen Nass auf, so dass man nur grob absch\u00e4tzen kann, wie klein der Kirchbau gewesen sein muss.<\/p>\n<div id=\"attachment_1732\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/1730\/kisha_e_shen_gjon_pagezorit_derven_2\" rel=\"attachment wp-att-1732\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1732\" class=\"size-medium wp-image-1732\" src=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_2-350x233.jpg\" alt=\"Die Kirche im Dezember 2016\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_2-350x233.jpg 350w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_2-800x532.jpg 800w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven_2.jpg 1806w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1732\" class=\"wp-caption-text\">Alles unter Wasser<\/p><\/div>\n<p>Hier h\u00e4tte eine kleine touristische Sehensw\u00fcrdigkeit kreiert werden k\u00f6nnen. Es br\u00e4uchte vorerst nur eine Pumpe und ein Schutzdach und ein, zwei Wegweiser. Entdeckt wurden die Mauernreste erst 2006 bei Grabungen. Und so werden sie in keinem Reisef\u00fchrer und auch in keinem Fachbuch \u00fcber historisch bedeutsame Bauten oder Wandmalereien erw\u00e4hnt. 2008 wurde die Ruine zum Kulturdenkmal erkl\u00e4rt \u2013 aber vermutlich ist es schon zu sp\u00e4t. Zu lange war sie Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt. Unter der Erde war sie besser aufgehoben \u201d\u00a6<\/p>\n<p>Die Kirche steht mitten in der Ebene \u2013 ein paar H\u00e4user sind in der Umgebung verstreut. Der Ish\u00ebm schl\u00e4ngelt sich unweit in Richtung Meer. Fr\u00fcher war dies eine sehr ungesunde, Malaria-verseuchte Gegend. Man kann sich nicht vorstellen, weshalb gerade hier eine Kirche erbaut worden ist. Auch heute ist es nicht gerade eine liebliche Region: topfflach, heiss im Sommer, feucht und frisch im Winterhalbjahr.<\/p>\n<div id=\"attachment_1731\" style=\"width: 360px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/1730\/kisha_e_re_e_shen_gjon_pagezorit_derven\" rel=\"attachment wp-att-1731\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1731\" class=\"size-medium wp-image-1731\" src=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_re_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven-350x233.jpg\" alt=\"Neben dem Neubau hinterm Container verstecken sich die Ruinen\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_re_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven-350x233.jpg 350w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_re_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven-800x532.jpg 800w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kisha_e_re_e_Shen_Gjon_Pagezorit_Derven.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1731\" class=\"wp-caption-text\">Neben dem Neubau hinterm Container verstecken sich die Ruinen<\/p><\/div>\n<p>Die Kirche kann problemlos besucht werden \u2013 und mit etwas Gl\u00fcck ist auch ein Grossteil des Wassers versickert oder verdunstet, so dass von den Ruinen auch was zu sehen ist. Wer heute von Tirana nach Norden f\u00e4hrt, kommt ganz nah am Geb\u00e4ude vorbei: In Fush\u00eb-Kruja beginnt die schnurgerade Neubaustrecke in Richtung Lezha. Nach fast f\u00fcnf Kilometern geht vor dem Gel\u00e4nde einer der vielen Tankstellen links eine Schotterstrasse ab. Das kleine, handgeschriebene Schild \u00bbKisha\u00ab entdeckt auch der Aufmerksamste wohl erst nach dem Abbiegen. Man kann hier das Auto auch stehen lassen und den Rest zu Fuss gehen, sollte man seinem Wagen die Schlagl\u00f6cher nicht zumuten wollen. Nach 500 Meter geht es rechts in ein noch schm\u00e4leres Weglein ab, und kurz darauf ist die Kirche erreicht. Von den alten Ruinen sieht man zuerst jedoch nichts \u2013 die verstecken sich hinter einer neu erbauten Kirche. Hierf\u00fcr hat sich in Italien genug Geld gefunden, f\u00fcr den Erhalt der alten Mauern leider bis heute nicht.<\/p>\n<p>Dabei w\u00e4re es ein Kulturdenkmal h\u00f6chster Kategorie. Aber eben auch nur eines von vielen Beispielen, was in diesem Land noch an unentdeckten Sch\u00e4tzen verborgen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da diese Kirchenruine \u00f6fters unter Wasser steht, ist es nicht erstaunlich, dass sie hier unter den \u00bbUngesehenen Sehensw\u00fcrdigkeiten\u00ab erscheint \u2013 ein vor wenigen Jahren entdeckter mittelalterlicher Bau, nur wenige 100 Meter von einer der wichtigsten und meistbefahrenen Verkehrsachsen des Landes entfernt gelegen, der meist links liegengelassen wird. 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