{"id":155,"date":"2009-08-12T20:57:00","date_gmt":"2009-08-12T18:57:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albanien.ch\/une\/?p=155"},"modified":"2009-08-12T20:57:00","modified_gmt":"2009-08-12T18:57:00","slug":"eine-schule-im-niemandsland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/155","title":{"rendered":"Eine Schule im Niemandsland"},"content":{"rendered":"<p>Im Eingang der Schule in Theth steht auf einer grossen Tafel: \u00bbDiese Schule wurde 2006 teilrenoviert mit Unterst\u00fctzung der Deutschen Botschaft in Tirana.\u00ab Das Renovieren von Schulen ist sch\u00f6n und gut \u2013 das Problem ist nur, dass in Theth nicht mehr unterrichtet wird.<\/p>\n<div id=\"attachment_186\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/theth_shkolla.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-186\" class=\"size-medium wp-image-186\" title=\"Theth: Shkolla\" src=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/theth_shkolla-300x200.jpg\" alt=\"Theth: Shkolla\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/theth_shkolla-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/theth_shkolla.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-186\" class=\"wp-caption-text\">Theth: Schule w\u00e4hrend der Sommerschule<\/p><\/div>\n<p>Nur jeweils im Sommer organisierte hier in den letzten Jahren ein britisches Entwicklungsprojekt eine Sommerschule mit Unterricht f\u00fcr die Kinder aus dem Tal. Auch dieses Projekt ist gut gemeint, soll die Jungend doch auf die k\u00fcnftige touristische Entwicklung in Theth vorbereitet und f\u00fcr die Zukunft ger\u00fcstet werden. Aber auch dieses Projekt schl\u00e4gt \u2013 zumindest teilweise \u2013 fehl. Denn die allermeisten Kinder verbringen nur den Sommerurlaub in Theth \u2013 ihre Familien sind nach Tirana oder Shkodra gezogen, die Kinder besuchen dort die Schule und werden wohl kaum je in die Berge zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Das Tal von Theth hat trotz seiner abgeschiedenen Lage eine grosses touristisches Potential. Eine wundersch\u00f6ne Bergwelt umgibt das Dorf. Daneben gibt es ein paar Sehensw\u00fcrdigkeiten zu besichtigen wie Wasserf\u00e4lle, eine eindr\u00fcckliche Schlucht, ein kleines Museum, H\u00f6hlen. Alles ist Teil des Theth-Nationalparks. Dank Geldern der GTZ hat der Tourismus in Theth in den letzten Jahren auch einen deutlichen Aufschwung erlebt. Es gibt ordentliche Unterk\u00fcnfte in Privath\u00e4usern, markierte Wanderwege und gedruckte Wanderf\u00fchrer, Wegweiser, Caf\u00e9s und im Sommer vor allem auch immer mehr Touristen \u2013 meist Deutsche, die gerne \u00fcber Schotterpisten fahren, tschechische Bergg\u00e4nger und Albaner, die Lust auf die entlegendsten Winkel ihres Landes haben.<\/p>\n<p>Die Hilfe kommt aber etwas sp\u00e4t. Denn in den letzten Jahren haben bis auf wenige Familien alle Theth verlassen. Zu hart war das Leben im Tal, das im Winter \u00fcber Monate von der Umwelt abgeschnitten ist, wo es keine L\u00e4den, oft kein Strom, keine Schulen und \u00c4rzte und kein Einkommen gab. Viele Bewohner kehren zwar im Sommer zur\u00fcck, um ihre Felder und G\u00e4rten zu bewirtschaften. Aber im Winter ist Theth fast ein Geisterdorf. Mit F\u00f6rderung des Tourismus soll diese Entwicklung aufgehalten werden \u2013 und es scheint zu funktionieren.<\/p>\n<p>In Theth gibt es diverse Projekte. Der Ort ist im ganzen Land bekannt, kommt in jedem Reisef\u00fchrer vor. Dank seiner \u00bbPopularit\u00e4t\u00ab gelingt es Theth, viel Hilfe anzuziehen. Dass sich so viel Hilfe auf dieses Dorf konzentriert, ist aber oft unsinnig, wie das Beispiel mit der Renovation der Schule zeigt, die nur w\u00e4hrend sechs Wochen im Jahr gebraucht wird.<\/p>\n<p>Denn noch immer gibt es in den albansichen Bergen viele D\u00f6rfer, wo kaum Hilfe hinkommt, obwohl viele Menschen dort ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen. Es gibt in den albanischen Bergen noch viele Schulen, die noch in Betrieb sind, aber kaum besser aussehen als der halb verfallene Viehstall nebenan. Manche Kinder sind anderthalb oder zwei Stunden zu Fuss unterwegs, um zur Schule zu gelangen. Manch anderes bewohntes Tal h\u00e4tten noch touristisches Potential, aber niemand findet den Weg dorthin, um diesen Menschen zu helfen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind die Gelder oft knapp und reichen nicht, um \u00fcberall zu helfen. Gerade deswegen sollte man gut \u00fcberlegen, ob es nicht dringlichere Projekte g\u00e4be.<\/p>\n<div id=\"attachment_187\" style=\"width: 209px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/repisht_shkolla.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-187\" class=\"size-medium wp-image-187\" title=\"Repisht: Shkolla\" src=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/repisht_shkolla-199x300.jpg\" alt=\"Repisht: Shkolla\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/repisht_shkolla-199x300.jpg 199w, https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/repisht_shkolla.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-187\" class=\"wp-caption-text\">Schule in Repisht<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Eingang der Schule in Theth steht auf einer grossen Tafel: \u00bbDiese Schule wurde 2006 teilrenoviert mit Unterst\u00fctzung der Deutschen Botschaft in Tirana.\u00ab Das Renovieren von Schulen ist sch\u00f6n und gut \u2013 das Problem ist nur, dass in Theth nicht mehr unterrichtet wird. Nur jeweils im Sommer organisierte hier in den letzten Jahren ein britisches &#8230; <\/p>\n<p class=\"moree\"><a class=\"btn btn-inverse btn-normal btn-primary \" href=\"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/155\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2}},"categories":[11,6],"tags":[96,95,42,94,60],"class_list":["post-155","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-economy","category-travel","tag-entwicklungshilfe","tag-hilfe","tag-schule","tag-theth","tag-tourismus"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=155"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":192,"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/155\/revisions\/192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=155"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}