{"id":146,"date":"2009-07-24T09:51:50","date_gmt":"2009-07-24T07:51:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.albanien.ch\/une\/?p=146"},"modified":"2009-07-24T09:51:50","modified_gmt":"2009-07-24T07:51:50","slug":"alternativen-zum-patt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.albanien.ch\/une\/blog\/146","title":{"rendered":"Alternativen zum Patt"},"content":{"rendered":"<p>Vor einem Monat haben die albanischen Stimmb\u00fcrger ein neues Parlament gew\u00e4hlt. Noch immer wird \u00fcber die Ausz\u00e4hlung der Stimmen\u00c2\u00a0gestritten, aber das Unentschieden der zwei grossen Bl\u00f6cke mit je 70 Stimmen steht wohl fest.<\/p>\n<p>Dieses Patt wurde geknackt durch den Wechsel der vier Parlamentarier der LSI zur Koalition von Berisha \u2013 die Sozialistische Integrationsbewegung des ehemaligen Sozialistischen Premiers Ilir Meta hat sich der rechten Regierungskoalition angeschlossen. Das bewahrt Albanien zumindest vor\u00fcbergehend von einer politischen Blockade. Denn die beiden grossen Parteien sind noch immer fest verstritten und unf\u00e4hig, gemeinsam L\u00f6sungen f\u00fcr das Land zu entwickeln, obwohl die Positionen meist nicht weit voneinander entfernt sind.<\/p>\n<p>Albaniens Politik ist mehr Personen- als Themen-bezogen. Berisha wird geliebt oder gehasst, die Sozialisten gelten f\u00fcr die einen als neue Hoffnung, f\u00fcr die anderen sind sie die ewiggestrigen Kommunisten. Diese Fragen scheinen mehr W\u00e4hler zu besch\u00e4ftigen als die Parteiprogramme, die zumindest bei den beiden grossen Parteien sehr \u00e4hnlich sind:\u00c2\u00a0Bek\u00e4mpfung der Koruption, europ\u00e4ische Integration und nat\u00fcrlich der allgegenw\u00e4rtige \u00bbWandel\u00ab.<\/p>\n<p>Trotzdem bleiben die beiden grossen Parteien bestimmend in der albanischen Politik. Ein Schreiber in unserem <a title=\"Forum\" href=\"http:\/\/www.albanien.ch\/forum\/phpbb\/\">Forum<\/a> hat dies mit den folgenden Worten kommentiert:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbAlbanien ist eine Demokratie und es gibt Alternativen zu Rama und Berisha&#8230;aber niemand hat die gew\u00e4hlt.\u00ab<\/p><\/blockquote>\n<p>Dies liegt wohl mitunter daran, dass die meisten Alternativen kleine Splitterparteien sind, die sich aufgrunf personeller Differenzen mal von den grossen Parteien getrennt haben und weder \u00fcber eine grosse Basis, noch \u00fcber entscheidenden Einfluss oder finanzielle Mittel verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Es fehlte den albanischen W\u00e4hlern aber auch der Wille, ein Zeichen zu setzen. Die H\u00e4lfte der W\u00e4hler scheint ganz zu frieden zu sein und stellte der albanischen Regierung ein gutes Zeugnis aus. Und viele, die Berisha nicht gew\u00e4hlt haben, sind desillusioniert. Die Hoffnung auf verl\u00e4ssliche, anst\u00e4ndige Politiker haben viele Albaner verloren \u2013 man hat sich mit\u00c2\u00a0ihren\u00c2\u00a0den korrupten Spielen der Machtbesessenen abgefunden.<\/p>\n<p>Auch die EU, die diese Wahlen als Test f\u00fcr die demokratische Reife nehmen, scheint nicht wirklich \u00fcberzeugt zu sein. Der Wahltag verlief zwar ruhig. Wahlkampf und die Ausz\u00e4hlung der Stimmen waren aber allzu fest von Unregelm\u00e4ssigkeiten \u00fcberschattet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einem Monat haben die albanischen Stimmb\u00fcrger ein neues Parlament gew\u00e4hlt. Noch immer wird \u00fcber die Ausz\u00e4hlung der Stimmen\u00c2\u00a0gestritten, aber das Unentschieden der zwei grossen Bl\u00f6cke mit je 70 Stimmen steht wohl fest. 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