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	<title>Unabhängigkeit &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>100 Jahre Unabhängigkeit &#8211; keine Selbstverständlichkeit</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/918</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 19:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Albanien feiert 100 Jahre Unabhängigkeit – die Festlichkeiten sind ausgelassen, das Land versinkt in Rot-Schwarz und alles, das irgendeinen Kontext zu den Albanern hat, wird patriotisch hochgejubelt. Etwas weniger euphorisch sind die Kommentare ausländischer Beobachter und Journalisten, die feststellen, dass nicht alles glänzt, das mit dem albanischen Staat zu tun hat: Nicht nur die schwierige ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/918">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Albanien feiert 100 Jahre Unabhängigkeit – die Festlichkeiten sind ausgelassen, das Land versinkt in Rot-Schwarz und alles, das irgendeinen Kontext zu den Albanern hat, wird patriotisch hochgejubelt. Etwas weniger euphorisch sind die Kommentare ausländischer Beobachter und Journalisten, die feststellen, dass nicht alles glänzt, das mit dem albanischen Staat zu tun hat: Nicht nur die schwierige Geschichte werden erwähnt, sondern auch auf die aktuellen politischen Missstände, wirtschaftliche Probleme, fehlende Aufarbeitung der Geschichte und grassierende Korruption wird hingewiesen.</p>
<p>Klar haben sie nicht Unrecht: Die letzten 100 Jahre albanische Geschichte waren vor allem ein Leidensweg, und die aktuellen Verhältnisse in beiden albanischen Staaten, in der Republik Albanien wie auch in der Republik Kosova, bergen viel Kritikpotenzial. Trotzdem ist das heutige Jubiläum wohl ein Tag, an dem man durchaus mit Stolz feiern kann. Denn der Weg war wie erwähnt nicht einfach, und es gehört viel Glück dazu, dass die Albaner heute trotz grosser Verluste überhaupt feiern können.</p>
<p>Als Ismail Qemali Bey Vlora am 28. Dezember 1912 mit ein paar Dutzend Verbündeten aus dem ganzen albanischen Siedlungsgebiet in Vlora einen unabhängigen Staat ausrief, war das eine aus der Not geborene Idee. Bis auf ein kleines Gebiet rund um Vlora war ganz Albanien von ausländischen Truppen besetzt und das Osmanische Reich, zudem man sich zugehörig fühlte – auch wenn immer wieder mehr Autonomie für die Albaner gefordert wurde – war am Auseinanderfallen. Die albanische Zukunft bot plötzlich nur noch zwei Optionen: Minderheit werden in den Nachbarstaaten Griechenland, Serbien, Bulgarien und Montengro oder einen eigenen Staat gründen. Bis anhin hatten nur sehr wenige revolutionäre Geister unter den Albanern überhaupt mit diesem Gedanken gespielt, aber jetzt war es die letzte Option.</p>
<p>Eigentlich war auch die Ausrufung der Unabhängigkeit eine aussichtslose Mission. Denn einerseits waren die Nachbarvölker bereit, sich mit Waffengewalt möglichst viel albanisches Siedlungsgebiet einzuverleiben, andererseits hatten die Albaner keine wichtigen Freunde, die sich für sie stark machen würden. So war wohl vor allem die Angst vor einem allzu mächtigen Serbien, dem die Italiener und Österreicher keinen Zugang zur Adria gönnen wollten, der Nährboden für den albanischen Staat. Wien und Rom setzten gegen die Interessen der Russen und Franzosen durch, dass Albanien als Pufferstaat zwischen Serbien und ihren eigenen Einflussbereichen international anerkannt wurde. Dementsprechend klein fielen die Grenzen des neuen albanischen Staats aus: Knapp gross genug für einen überlebenstauglichen Staat, aber ohne viele wichtige Zentren – das Siedlungsgebiet von rund der Hälfte der Albaner ging an die Nachbarstaaten und sorgte noch für die fast nächsten 100 Jahre für ungelöste Probleme, Vertreibung und Gewalt.</p>
<p>Auch wenn der junge albanische Staat die erste Hürde nahm und von der internationalen Gemeinschaft mit dem Ende des Ersten Balkankriegs anerkannt wurde, gab es noch zahlreiche weitere Hürden zu nehmen. Es sollte viele Monate dauern, bis sich die ausländischen Armeen aus albanischem Territorium zurückgezogen hatten. Der von den Grossmächten eingesetzte deutsche Prinz, der Albanien regieren sollte, erwies sich als recht unfähig und machtlos. Auch viele mächtige Albaner versuchten oft und zum Teil auch mit Gewalt, mehr ihre eigenen Interessen durchzusetzen als der noch fremden Idee eines geeinten Albaniens zu folgen. Im Ersten Weltkrieg war Albanien gleich wieder Tummelplatz ausländischer Soldaten. Nach dem Krieg sollte Albanien oder Teile davonÂ unter den Besatzungsmächten aufgeteilt werden – sie waren aber wohl zu kriegsmüde, um sich in Albanien festzubeissen. Die für einmal geeinten Albaner schafften es, die fremden Truppen aus dem Land zu jagen und eine eigenständige Staatlichkeit zu etablieren. In der Folge anerkannte der Völkerbund Albaniens Unabhängigkeit, die Albaner konnten die Eigenstaatlichkeit für ein paar weitere Jahrzehnte retten. In Kosova litten die Albaner aber schwer: Hundertausende Muslime wurden vertrieben.</p>
<p>Die Zwischenkriegszeit war zuerst geprägt von sich laufend abwechselnden Regierungen, die sich zum Teil gewaltsam ablösten, bis sich der junge Ahmet Zogu mit geringer Rücksichtnahme auf Verluste etablieren konnte. Er liess sich erst zum Präsidenten, später zum König ausrufen und setzte seine Interessen vehement durch, aber schaffte allmählich stabile Verhältnisse, ein Staatsverständnis unter seinen Untergebenen und einen einigermassen funktionierenden Staatsapparat. Er führte das Land aber auch in eine gefährliche Abhängigkeit zu den Italienern. Mussolini überfiel dann auch im April 1939 Albanien und gliederte es dem Italienischen Königreich ein. Die albanische Unabhängigkeit wurde mal wieder zu Grabe getragen. Wiederum meinte es das Schicksal recht gütig mit den Albanern. Als Italien kapitulierte, mussten die Deutschen diese Flanke sichern. Ihnen fehlten aber die Soldaten, um Albanien zu unterwerfen. Also wurde ein grossalbanischer Staat ausgerufen, und die Wehrmacht kümmerte sich nur um die allerdringlichsten Angelegenheiten. Nach dem Krieg, als die meisten Albaner aus Griechenland vertrieben wurden, entstand in den alten Grenzen die Sozialistische Volksrepublik Albanien. Das Land entwickelte sich rasch, als Hoxha noch Hilfe von den Sowjets annahm, verfiel aber immer mehr, je mehr der paranoide Diktator das Land von der Aussenwelt isolierte. Auch zu den Albanern in den jugoslawischen Grenzgebieten bestand kein Kontakt mehr.</p>
<p>1991, als das nationalistisch-diktatorische Regime kommunistischer Couleur in Albanien aufgab und die Demokratie eingeführt wurde, war das Land am Boden. Die Bewohner hätten es alle am liebsten verlassen und für die Nachbarn wäre es leichte Beute gewesen – aber die wollten nicht mehr. Mit internationaler Hilfe wurde Albanien wieder aufgepäppelt und die Albaner in ihrem Land zurückgehalten. Eine Pseudo-Demokratie mit viel Korruption und gefälschten Wahlen etablierte sich, die Menschen waren aber mehr mit dem Überleben beschäftigt. Als man langsam einen Silberstreifen am Horizont sah, kam der nächste Schlag: ein grosses System von Pyramidenfirmen stürzte Land und Leute in den Ruin. Danach stabilisierte sich Albanien aber deutlich dank verstärkter ausländischer Einflussnahme, verstärkter ausländischer Hilfe und sich verbessernder politischer Verhältnisse.</p>
<p>Den Albanern in Kosova ging es aber bald wieder sehr schlecht. Die serbische Repression war schlimm und provozierte bewaffneten Widerstand. Nur die späte Intervention der NATO konnte noch Abhilfe schaffen. Nach dem Kosovokrieg erlangten auch die Albaner in Kosova ihre Selbstbestimmung und konnten 2008 einen eigenen Staat ausrufen. Zwar gibt es in Südserbien, in Mazedonien und in Montenegro auch noch albanische Minderheiten, die Konflikte der letzten Jahre haben aber auch hier nachgelassen.</p>
<p>Die Eigenstaatlichkeit, von der die Albaner heute zwei haben, war also während der letzten Jahre von vielen glücklichen Umständen begleitet. Dass die Albaner unter diesen Umständen immer noch in Unabhängigkeit leben können, ist somit alles andere als selbstverständlich und durchaus ein Grund zum Feiern!</p>
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		<title>Heute vor 100 Jahren: Ausbruch des Balkankriegs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 17:18:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Als am 8. Oktober 1912 Montenegro dem Osmanischen Reich den Krieg erklärte, war dies auch ein schicksalhafter Tag für die Nation der Albaner. Damals lebten die Albaner mehrheitlich noch in einem Staat vereint – nur in Montenegro und im Süden waren bereits albanisch besiedelte Gebiete separiert. Die Türken waren vielen Albanern zwar verhasste Herrscher, aber ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/895">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als am 8. Oktober 1912 Montenegro dem Osmanischen Reich den Krieg erklärte, war dies auch ein schicksalhafter Tag für die Nation der Albaner. Damals lebten die Albaner mehrheitlich noch in einem Staat vereint – nur in Montenegro und im Süden waren bereits albanisch besiedelte Gebiete separiert. Die Türken waren vielen Albanern zwar verhasste Herrscher, aber boten ihnen doch eine Art Heimat. Obwohl die Albaner immwer wieder für Autonomie, weniger SteuernÂ und mehr Rechte wie Schulbildung in albanischer Sprache kämpften und albanische Aufstände schon fast zur Tagesordnung gehörten, war ihnen dieÂ Forderungen der Nachbarländer aufÂ  Teile des Osmanischen Reichs die grössere Bedrohung.</p>
<p>Innerhalb des Osmanischen Reichs waren die Albaner vereint und hatten dadurch eine nicht zu unterschätzende Machtstellung: Sie waren im Türkenstaat gut integriert und besetzten viele wichtige Rollen. Und vor allem war die muslimische Mehrheit unter den Albanern in ihrer Religion unbedroht. Gegen eine Abtretung albanisch bewohnter Gebiete an christliche StaatenÂ kämpften die in der »Liga von Prizren« vereinigten Albaner schon seit 1878 – nicht immer erfolgreich. Einen eigenen Staat konnten sich aber auch 30 Jahre später nur die wenigsten Albaner vorstellen.</p>
<p>Am 9. Oktober 1912 traten auch Serbien, Bulgarien und Griechenland gegen die Osmanen in den Krieg ein. Albanische Aufständische, die zuvor noch regelmässig gegen die Türken kämpften, mussten jetzt mit diesen gegen die einfallenden fremdenÂ Armeen antreten – ohne Erfolg. Montenegro, Serbien und Griechenland wollten Albanien unter sich aufteilen und machten schnell Boden gut: In weniger als zwei Monaten beherrschten sie fast ganz Albanien, nur ein kleines Gebiet rund um Vlora wurde noch von albanischenÂ Verbänden kontrolliert.</p>
<p>Als sich abzeichnete, dass die Türken sich geschlagen geben mussten, ergriffen diverse Vertreter der albanischen Nationalbewegung die Offensive und riefen in Vlora am 28. November 1912 einen unabhängigen Staat aus. Es war wohl grosses Glück, dass dieser Staat nicht nur seine ersten Monate überlebte, sondern auch die Jungendphase mit landesunkundigem deutschen Fürsten,Â Erstem Weltkrieg und den vielen Turbulenzen danach überstand. Sogar nach dem Zweiten Weltkrieg drohteÂ noch die Eingliederung durch die Jugoslawen – wohlmöglich ein AuslöserÂ für die später immer stärker werdende Isolationspolitik von Hoxha.Â </p>
<p>Als der Erste Balkankrieg im Mai 1913 ein Ende fand, anerkannten die Grossmächte Albanien als eigenen Staat an. Dieser Erfolg warÂ kaum albanischer Kriegsführung oder albanischer Diplomatie zu verdanken, sondern vor allem den Österreichern, die ein zu mächtiges – also grosses – Serbien mitÂ direktem Zugang zur AdriaÂ verhindern wollten. Unterstützer fand Wien in den Italienern, die damals wohl schon etwas machthungrig über die Adria gierten, und in der indifferenten Haltung der Deutschen und Briten. Der albanische Staat war also beschlossene Sache, nur die Grenzen waren noch zu klären. Grosse Siedlungsgebiete der Albaner gingen damals an die Nachbarstaaten, dieÂ dank Russland und Frankreich ihre InteressenÂ sehr weitÂ durchsetzen konnten. Nur etwa die Hälfte der Albaner waren im neuen Staat vereint.</p>
<p>Als Folge des Balkankriegs verliessen Hundertausende Muslime Europa und flüchteten in die Türkei. Darunter waren auch viele Albaner, die von den Slawen aus ihrer HeimatÂ vertrieben wurden. Nur gerechte Lösungen gibt es wohl nicht, wenn durch ein multiethnisches Gebiet plötzlich Grenzen gezogen werden müssen. Die vereinbarte Lösung war aber deutlich zu Ungunsten der Albaner und bereitete auch der Weltpolitik immer wieder Sorgen – bis heute. Zwar ist Kosova nach den Kriegen der 1990er Jahre heute ein eigener Staat, in dem nicht mehr die Mehrheit der Bevölkerung unterdrückt wird. Aber noch immer gibt es zahlreiche ungelöste Probleme mit den Serben, was eine internationale vollständige Akzeptanz verhindert. Und eine Vereinigung Kosovas mit Albanien oder weitergehende grossalbanische Forderungen sind noch immer nicht ganz vom Tisch.</p>
<p>Der Balkankrieg vor 100 Jahren hatte also nicht nur die Gründung des albanischen Staats zur Folge, sondern lösteÂ andererseits auch vielÂ NotÂ insbesondere unter der muslimischen und albanischen Bevölkerung des Balkans aus.Â Die Folgen sind noch heute nicht wirklich verdaut, auch wenn das grösste Ungemach endlich vorüber zu sein scheint.</p>
<p>&gt;&gt; Deutschlandfunk zum Jahrestag: <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/1881770/" target="_blank">»Ganze albanische Dörfer hatten sich in Feuersäulen verwandelt«</a></p>
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