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	<title>Strom &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Altmetall »made in Albania«</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/756</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Mar 2012 19:07:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
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					<description><![CDATA[In einem armen Land wie Albanien muss man oft erfinderisch sein, um sich eine Einnahmequelle zu verschaffen. Altmetall bietet vielen verschiedenste Möglichkeiten, sich ein informelles Einkommen zu verschaffen. In Tirana und anderen Städten zum Alltagsbild gehören die Roma, die tagtäglich die Mülltonnen nach Verwertbarem durchsuchen. Neben guten Lebensmitteln stehen metallische Abfälle ganz oben auf ihrer ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/756">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In einem armen Land wie Albanien muss man oft erfinderisch sein, um sich eine Einnahmequelle zu verschaffen. Altmetall bietet vielen verschiedenste Möglichkeiten, sich ein informelles Einkommen zu verschaffen.</p>
<p>In Tirana und anderen Städten zum Alltagsbild gehören die Roma, die tagtäglich die Mülltonnen nach Verwertbarem durchsuchen. Neben guten Lebensmitteln stehen metallische Abfälle ganz oben auf ihrer Sammelliste. Das gesammelte Material verkaufen sie dann an Zwischenhändler weiter, die das Altmetall der Wiederverwertung zuführen.Â Wenn es Geld abwirft, funktioniert Recylcing auch in Albanien.</p>
<p>Wer über längere Zeit eine Mülltonne beobachtet, erkennt bald, wie vielÂ Energie und Kreativität diese Sammler aufwenden müssen, um sich ein klein wenig Geld zu verdienen. Für ihre harte Arbeit, die aber kaum was abwirft,Â zoll ich diesenÂ Menschen viel Respekt und Bewunderung – im Gegensatz zu denjenigen, die Kleinkinder missbrauchen, um beim Betteln mehr Mitleid zu erhaschen. Um den Sammlern ihre Arbeit etwas zu erleichtern, stell ich leere Aludosen jeweils neben die Mülltonne. So können sich die Sammler einfacher bedienen.</p>
<div id="attachment_768" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=768" rel="attachment wp-att-768"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-768" class="size-medium wp-image-768" title="Tirana Abfall" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/03/Tirana_Abfall-300x225.jpg" alt="Tirana – Müllsammler" width="300" height="225" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/03/Tirana_Abfall-300x225.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/03/Tirana_Abfall.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-768" class="wp-caption-text">Beim Durchsuchen des Mülls</p></div>
<p>»Sich einfach bedienen« ist auch das Motto vieler anderer Altmetallsammler, die sich aber auf Gegenstände spezialisiert haben, die noch eine Funktion zu erfüllen hätten. 1997 und in den folgenden Jahren verschwanden unzählige Kilometer Eisenbahnschienen in Nordalbanien. Später mussten diese wieder neu beschaffen und gelegt werden, um das albanische wieder ans internationale Eisenbahnnetz anschliessen zu können.</p>
<p>Die Bewohner von Dhërmi an der Albanischen Riviera <a href="http://smarkos.blogspot.com/2012/03/himara-region-4-km-of-power-lines.html" target="_blank">beklagen sich gerade</a>, dass bei ihnen innerhalb eines Jahres schon zum vierten Mal vier Kilometer Stromleitung gestohlen worden sei. Das Entfernen von mehreren Kilometer Leitung, die unter Hochspannung steht, ist natürlich nicht ganz einfach. So ist man sich auch einig, dass bei einem solchen, schon fast filmreifen Projekt nicht nur Fachleute für Elektrik involviert sind, sondern auch die Polizei bestochen werden muss.</p>
<p>Schwierig mit dem »Sich-Bedien« wird es bei einer weiteren Kategorie von Altmetall, die in Albanien vielerorts herumliegt: In jedem Bunker stecken mindestens sechs Meter Stahlstäbe, nur kommt man nicht so einfach an sie heran, weil der Beton rundherum besonders robust ist. Grundsätzlich wäre es ja nicht schlecht, wenn die Bunker wieder aus der Landschaft entfernt würden, jedoch sollte das ohne grossen Schaden geschehen. Zwischenzeitlich haben findige »Altmetallhändler« einen Weg gefunden, die Bunker effizient zu sprengen. Da heutzutage auch in Albanien nicht einfach so mit Sprengstoff hantiert werden kann, findet diese Altmetallbeschaffung meist an sehr abgelegenen Orten statt – umso verwunderter ist dann der Passant, der die abgeschiedenen Natur geniessen möchte, wenn plötzlich Explosionen das Gebiet erschüttern.</p>
<div id="attachment_769" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=769" rel="attachment wp-att-769"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-769" class="size-medium wp-image-769" title="Bunker Explosion" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/03/Bunker_Explosion-300x223.jpg" alt="Explosion: Sprengung eines Bunkers" width="300" height="223" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/03/Bunker_Explosion-300x223.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2012/03/Bunker_Explosion.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-769" class="wp-caption-text">Explosion: Sprengung eines Bunkers</p></div>
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		<title>Sauber, aber gefährlich</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/739</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 21:57:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Berisha]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Kernkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Montenegro]]></category>
		<category><![CDATA[Sali Berisha]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Journalist fragte Sali Berisha kürzlich bei einem Besuch in der montenegrinischen Hauptstadt, was denn aus den nuklearen Träumen des albanischen Präsidenten geworden sei. Berisha zeigte, dass er entweder erkannt hat, dass Atomenergie in Albanien wirklich gefährlich sein könnte oder dass er damit zumindest derzeit nirgendswo punkten kann. Seine Antwort bereitete den atomaren Plänen ein ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/739">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Journalist fragte Sali Berisha kürzlich bei einem Besuch in der montenegrinischen Hauptstadt, was denn aus den <a href="https://www.albanien.ch/une/?p=78">nuklearen Träumen</a> des albanischen Präsidenten geworden sei. Berisha zeigte, dass er entweder erkannt hat, dass Atomenergie in Albanien wirklich gefährlich sein könnte oder dass er damit zumindest derzeit nirgendswo punkten kann. Seine Antwort bereitete den atomaren Plänen ein Ende:</p>
<blockquote><p><span style="color: #333333;">I believe nuclear energy is the cleanest and of low cost. But, Fukushima pushes us to review our approach as the area is tectonic. Thus, the project is put on hold until science clarifies all risks related to the use of technology. (<a href="http://keshilliministrave.al/?fq=brenda&amp;m=news&amp;lid=15875" target="_blank">Sali Berisha</a>)<br />
</span></p></blockquote>
<p>Wir lernen, dass Sali Berisha durchaus fähig ist, einen neuen Standpunkt einzunehmen, wenn es der Wählergunst dient, und können fürs Erste ja mal wieder aufatmen: Die Pläne für ein Bau eines Atomkraftwerks bei Shkodra sind begraben.</p>
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		<title>Halbe Brücke</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/698</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 21:54:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Brückenbau in Albanien kann überraschend schnell gehen. Manch Reisender staunt über all die vielen neuen Brücken zwischen Durrës und Kukës und der albanischen Grenze oder die neue achtspurige Brücke in Tirana an der Kamza-Kreuzung. Brückenbau in Albanien kann aber auch lange, sehr lange dauern. Ein bekanntes Bild für viele Albanientouristen aus den späten Achzigern oder ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/698">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Brückenbau in Albanien kann überraschend schnell gehen. Manch Reisender staunt über all die vielen neuen Brücken zwischen Durrës und Kukës und der albanischen Grenze oder die neue achtspurige Brücke in Tirana an der Kamza-Kreuzung. Brückenbau in Albanien kann aber auch lange, sehr lange dauern. Ein bekanntes Bild für viele Albanientouristen aus den späten Achzigern oder frühen Neunzigern waren die alleinstehenden Brückenpfeiler in Vora an der Abzweigung zum Flughafen. Aber auch da ging es dann plötzlich schnell – auch wenn die Brücke über die Eisenbahngleise schon sehr schnell sehr holprig wurde.</p>
<p>Weniger bekannt ist die Brücke bei Gjergjovina, die angeblich schon seit 1984 auf ihre Vollendung wartet. Ein paar Pfeiler im Flusstal des Holti, zwei davon schon verbunden durch ein kurzes Brückenstück.</p>
<div id="attachment_699" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://maps.google.de/maps?q=40.869472,20.184194&amp;ll=40.924157,20.153164&amp;spn=0.002776,0.005788&amp;t=h&amp;z=18" target="_blank"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-699" class="size-full wp-image-699  " title="Google Gjergjovina" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2011/07/google_gjergovina.jpg" alt="Brücke von Gjergjovina: Google-Screenshot" width="400" height="279" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2011/07/google_gjergovina.jpg 500w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2011/07/google_gjergovina-300x209.jpg 300w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><p id="caption-attachment-699" class="wp-caption-text">Brücke von Gjergjovina – Screenshot von Google</p></div>
<p>Bei Google ist das Werk gut zu erkennen. Im Internet finden sich auch noch mehr Bilder.</p>
<div style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.panoramio.com/photo/41654109" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="  " title="Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2" src="http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/41654109.jpg" alt="Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2" width="400" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2</p></div>
<div style="width: 413px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.panoramio.com/photo/41654130" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="      " title="Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2" src="http://static.panoramio.com/photos/original/41654130.jpg" alt="Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2" width="403" height="537" /></a><p class="wp-caption-text">Brücke von Gjergjovina – Bild von qfwfq-2</p></div>
<div style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.panoramio.com/photo/13734290" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="  " title="Brücke von Gjergjovina – Bild von berjan" src="http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/13734290.jpg" alt="Brücke von Gjergjovina – Bild von berjan" width="400" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">Brücke von Gjergjovina – Bild von berjan</p></div>
<p>Der Anlass für den Brückenbau war der Plan, den Fuss Devoll zu einem grossen See zu stauen. Deswegen musste eine neue Strasse nach Gramsh geplant werden. Der Banja-Stausee wurde aber auch nie vollendet, weshalb der Brückenbau plötzlich nicht mehr so dringend war.</p>
<p>Zur Zeit wird aber wieder gebaut. Ein österreichisch-norwegisches Joint-Venture wird bald mit den Bauarbeiten für drei Wasserkraftwerke am Devoll-Fluss beginnen. Dann kriegen wohl auch die Brückenpfeiler im Bett des Holti, ein Nebenfluss des Devoll, nasse Füsse. Eine fertige Brücke werden sie nach bald dreissig Jahren Dasein als Bauruine aber kaum tragen.</p>
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		<title>Berisha träumt radioaktiv</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/78</link>
					<comments>https://www.albanien.ch/une/blog/78#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 10:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Kernkraftwerk]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie viele Länder auf dem Balkan hat auch Albanien ein schwerwiegendes Energieproblem. Stromausfälle gehören in manchen Jahreszeiten zur Tagesordnung. Die Politik verspricht seit Jahren, Abhilfe zu schaffen. Die Lösung ist aber nicht so einfach. Importe sind teuer und schwierig, die Stauseen der Wasserkraftwerke meist bedenklick leer, neue Kraftwerke brauchen lange Bauzeiten und sind teuer. Berisha ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/78">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viele Länder auf dem Balkan hat auch Albanien ein schwerwiegendes Energieproblem. Stromausfälle gehören in manchen Jahreszeiten zur Tagesordnung. Die Politik verspricht seit Jahren, Abhilfe zu schaffen. Die Lösung ist aber nicht so einfach. Importe sind teuer und schwierig, die Stauseen der Wasserkraftwerke meist bedenklick leer, neue Kraftwerke brauchen lange Bauzeiten und sind teuer.</p>
<p>Berisha scheint gerade für das Finanzierungsproblem eine besondere Lösung gefunden zu haben. Ausländer sollen in Albanien bauen, was sie zu Hause nicht können: Atomkraftwerke. Albanien ermöglicht den Bau auf eigenem Gebiet und kriegt dafür sein Stromproblem gelöst, die ausländischen Investoren verfügen über eine weiteres lukratives Kraftwerk. Schon im November 2007 präsentierte Berisha einen Plan, bei Durrës mit ausländischer Hilfe ein KKW zu bauen (<a title="News KKW in Durrës" href="http://www.albanien.ch/bb/article.php?article_file=1194870549.txt" target="_self">News vom 12. November 2007</a>).</p>
<div style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" title="Durrës Atomkrafwerk" src="http://www.albanien.ch/bb/data/images/durres_kkw.jpg" alt="Bildmontage von albanien.ch: Atomkraftwerk in Durrës" width="300" height="139" /><p class="wp-caption-text">Bildmontage von albanien.ch: Atomkraftwerk in Durrës</p></div>
<p>Berisha berichtete damals von mehreren ausländischen Firmen, die Interesse bekundet hätten, in Albanien Atomstrom zu produzieren und nach Italien zu exportieren, wo neue Atomkraftwerke gesetzlich verboten sind. Schnell wurde es wieder still um das Projekt, und man hätte glauben können, dies sei nur ein PR-Gag der Regierung gewesen, um vom Stromproblem abzulenken.</p>
<p>Jetzt scheint Berisha aber einen interessierten Investor gefunden zu haben. Mit seinem kroatischen Amtskollegen Ivo Sanader hat er das Thema besprochen und eine Expertengruppe eingesetzt. Geplant ist das Atomkraftwerk jetzt in Nordalbanien bei Shkodra am Ufer der Buna. Den KKW-Bau durchführen und das Kraftwerk betreiben wäre Aufgabe des kroatischen Versorgers HEP. Kosten würde der Atommeiler rund 4 Milliarden Euro. Noch diesen Monat möchte man eine Vereinbarung unterzeichnen.</p>
<p>Auf den ersten Blick mag das eine gute Lösung für ein chronisches Problem sein. Ob die nordalbanische Provinz aber wirklich der geeignete Ort für ein Atomkraftwerk ist, bezweifeln nicht nur diejenigen, die grundsätzlich etwas gegen den Bau neuer Anlagen haben, solange wenigstens nicht das Problem der Entsorgung atomaren Abfalls gelöst ist. Probleme mit giftigen industriellen und militärischen Abfällen und Altlasten hat Albanien ja schon genug – und sich oft unfähig gezeigt, diese Probleme alleine in den Griff zu kriegen und die Überreste ohne grosse Explosionen aus der Welt zu schaffen.</p>
<p>Wenig Freude an den albanischen Atomplänen haben auch die Nachbarn. 2007 sprach Griechenland den Albanern die Fähigkeit ab, ein Atomkraftwerk sicher zu betreiben. Schon das einfache bestehende albanische Stromnetz ist mangels Unterhalt verrufen – Fachpersonal für Nuklearenergie fehlt wohl komplett. Jetzt hat vor allem Montenegro Bedenken angemeldet. Das Atomkraftwerk würde in unmittelbarer Nachbarschaft zu Montenegro am Grenzfluss Buna gebaut, wo seit 1995 Atomanlagen gesetzlich verboten sind. In Podgorica sieht man das Tourismuspotenzial des Landes bedroht und hofft, dass Tirana die Pläne nicht ohne bilaterale Einigung umsetzt. Die kaum berührte Buna mit einer reichen Artenvielfalt ist in Albanien seit 2005 Naturschutzgebiet – aber wohl der einzige Fluss im Land, der ganzjährig ausreichend Wasser führt, um den Reaktor zu kühlen.</p>
<p>Bedenken werden auch wegen der drohenden Erdbebengefahr angemeldet. Albanien ist ein Land mit hoher seismischer Aktivität. Interessant ist insofern, dass in unmittelbarer Nähe zum geplanten Bauort 1979 bei einem Erdbeben ein ganzes Dorf zerstört wurde.</p>
<p>Berisha scheint eine Lösung für seine Probleme gefunden zu haben. Dass Albanien in diesem Spiel den Drecks-Job übernimmt und einen Bauplatz für ein Kernkraftwerk zur Verfügung stellt, das niemand im eigenen Land bauen möchte, stimmt wenig zuversichtlich. In Albanien ist noch kein grosser Protest entstanden – die Anti-Atomstrom-Bewegung ist hier leider noch nicht angekommen. Nur <a title="Facebook: Stopp KKW in Albanien" href="http://www.facebook.com/topic.php?uid=14555622783&amp;topic=10070" target="_blank">auf Facebook formiert sich Widerstand</a>.</p>
<p><a title="Albanisch-Kroatische KKW-Pläne" href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,4183561,00.html" target="_blank">&gt;&gt; Bericht Deutsche Welle</a></p>
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