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	<title>Sommer &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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	<title>Sommer &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Von Faustschlägen und Masken auf Halbmast: Corona-Alltag in Albanien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2020 21:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Juni haben die Corna-Neuinfektionen in Albanien sprunghaft zugenommen und steigen seither laufend. Die Entwicklung war weniger dramatisch als in den Nachbarländern, aber auch nicht erfreulich. Wie in anderen Ländern ist eine Corona-Müdigkeit und eine Zurückhaltung gegenüber den Gesichtsmasken erkennbar. Der Umgang mit der aussergewöhnlichen Situation prägt den albanischen Alltag unterschiedlich. Trubel am Strand Weit ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2180">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2184"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="393" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/frau-mit-maske-vlora-800x393.jpg" alt="Frau auf einer Strasse in Albanien schützt sich mit Maske vor COVID-19 und mit einem Schirm vor der Sonne" class="wp-image-2184" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/frau-mit-maske-vlora-800x393.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/frau-mit-maske-vlora-350x172.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/frau-mit-maske-vlora-1536x754.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/frau-mit-maske-vlora-2048x1006.jpg 2048w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Im Juni haben die Corna-Neuinfektionen in Albanien sprunghaft zugenommen und steigen seither laufend. Die Entwicklung war weniger dramatisch als in den Nachbarländern, aber auch nicht erfreulich. Wie in anderen Ländern ist eine Corona-Müdigkeit und eine Zurückhaltung gegenüber den Gesichtsmasken erkennbar. Der Umgang mit der aussergewöhnlichen Situation prägt den albanischen Alltag unterschiedlich.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Trubel am Strand</h3>



<p>Weit weg schien das Coronavirus am Strand zu sein. Diesen August nahm das Leben an der Albanischen Riviera beinahe seinen gewohnten Lauf. Zehntausende von sonnenhungrigen Albanern strömten in langen Kolonnen an die Küsten des Landes. Da die Wirtschaft wiederbelebt werden sollte, waren Touristen grundsätzlich willkommen. Sie kamen aber fast ausschliesslich aus den Nachbarländern.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2183"><img decoding="async" width="800" height="345" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/himara-menschen-am-strand-800x345.jpg" alt="Trubel am Strand von Himara, Albanien, im Sommer 2020" class="wp-image-2183" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/himara-menschen-am-strand-800x345.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/himara-menschen-am-strand-350x151.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/himara-menschen-am-strand-1536x662.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/himara-menschen-am-strand.jpg 2000w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Strand von Himara im August 2020</figcaption></figure>



<p>Am Strand gab es wohl an den meisten Orten genügend Abstand zwischen den Badenden. Nach wie vor eng gestuhlt waren aber die meisten Cafés und Restaurants in den Badeorten. Der abendliche »Xhiro« erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit – hier wurde es mitunter schon recht eng. Nur vereinzelt trug ein älteres Paar Gesichtskmasken beim Spaziergang entlang den Uferpromenaden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unbeliebte Masken</h3>



<p>Die Albaner sind keine Fans dieser Masken. Bei der sommerlichen Hitze ist das Maskentragen auch wahrlich keine Freude. Die Regierung hat – nebst weitere <a rel="noreferrer noopener" href="https://albanien.ch/albanien_info/corona-massnahmen-was-ist-erlaubt-verboten-oder-pflicht-in-albanien/" target="_blank">Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus</a> – eine weitgehende Maskenpflicht für sämtliche Verkehrsmittel und gemeinschaftlich genutzten Innenräume wie Läden erlassen. Trotzdem sieht man die Gesichtsmasken ausserhalb von Tirana eher selten.</p>



<p>Masken werden meist getragen, weil man muss – nicht aus Einsicht. Gerade im Süden des Landes habe ich tagelang kaum eine Maske gesehen – und schon gar nicht dort, wo sie Pflicht wäre. Kaum ein Kellner, kaum ein Verkäufer war mit Maske unterwegs. Obwohl die Schilder allgegenwärtig sind. Und wenn Masken getragen werden, dann in der Regel auf »Halbmast«: unter der Nase oder unter dem Kinn. So kann man sich immer noch rausreden, sollte ein Polizist reklamieren. Dabei zeigten sich auch die Gesetzeshüter nicht immer vorbildlich …</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2185"><img decoding="async" width="800" height="462" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kaffeetrinker-maske-tirana-800x462.jpg" alt="Mann mit Schutzmaske in einem Café in Tirana" class="wp-image-2185" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kaffeetrinker-maske-tirana-800x462.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kaffeetrinker-maske-tirana-350x202.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kaffeetrinker-maske-tirana-1536x887.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kaffeetrinker-maske-tirana.jpg 2000w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Maske auf »Halbmast« – dabei wäre sie im Café natürlich nicht nötig</figcaption></figure>



<p>Auch andere Bestimmungen werden gerne ignoriert. Bars an Orten, wo kaum je ein Polizist vorbeikommt, spielen trotz Verbot die ganze Nacht lang Musik. Oder aber man lässt die Gäste aus dem Gebäude nebenan beschallen. Auf Social Media machten auch Videos von wilden Beach Partys die Runde: laute Musik, viele junge Menschen beim Tanzen und hemmungslosen Feiern. Und Abstandregelungen beim Schlangestehen sind den Albanern sowieso fremd.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Begrüssung auf Distanz</h3>



<p>Positiv überrascht war ich hingegen von der verbreiteten Disziplin bei Begrüssungen. Das obligate Küssen entfiel meist, und auch Händeschütteln wurde von Vielen vermieden. In Albanien ist jetzt Begrüssung per Faustschlag angesagt!</p>



<p>Eine Gastgeberin hiess mich an der Wohnungstür willkommen mit den Worten: »Willst du dir die Hände waschen?« Eine nette Art, die einfachste Hygienemassnahme durchzusetzen. Händedesinfektionsmittel waren hingen nur selten zu sehen. Dafür galt es am Flughafen ein »Desinfektionstunnel« zu passieren – was wiederum wenig bringen dürfte.</p>



<p>Ansonsten würde man sich aber schon etwas mehr Unterstützung im Kampf gegen die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.albanien.ch/bb/2020/07/corona-albanien-in-der-zweiten-welle/" target="_blank">»Zweite Welle«</a> wünschen. Mehr Masken an Orten, wo Abstände nicht immer eingehalten werdene können, und weniger Gedränge in kleinen Geschäften. Vielleicht wird es ja wieder ruhiger, wenn der Sommer vorüber ist und die Menschen wieder mehr Zeit mit alltäglichen Tätigkeiten verbringen. Vielleicht wird es aber gerade dann <a rel="noreferrer noopener" href="https://albanien.ch/albanien_info/covid-19-cases-in-albania-corona-virus/" target="_blank">noch schlimmer</a>, wenn die Menschen wieder mehr Zeit in engen Räumen verbringen.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="878" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/rinas-during-corona-800x878.jpg" alt="Flughafen Tirana während Corona-Pandemie: alle tragen Masken" class="wp-image-2186" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/rinas-during-corona-800x878.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/rinas-during-corona-350x384.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/rinas-during-corona-1399x1536.jpg 1399w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/rinas-during-corona.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Flughafen Tirana: alle Tragen Masken</figcaption></figure>



<p></p>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2189"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="653" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kalaja-tiranes-rregullat-kunder-covid-19-800x653.jpg" alt="Hinweis auf Corona-Massnahmen in Tirana, Albanien: Händewaschen, Handschuhe, Masken, Distanz halten" class="wp-image-2189" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kalaja-tiranes-rregullat-kunder-covid-19-800x653.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kalaja-tiranes-rregullat-kunder-covid-19-350x286.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kalaja-tiranes-rregullat-kunder-covid-19-1536x1254.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/kalaja-tiranes-rregullat-kunder-covid-19.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Hinweis auf Corona-Massnahmen in Tirana</figcaption></figure>



<p></p>
</div>
</div>



<p>Der Alltag hat Albanien zurück: Treffen in den Cafés, Ausflüge ans Meer, Stau in Tirana. Die Veränderungen sind marginal. Der einzige Ort in Albanien, der wegen Corona wirklich vollkommen anders scheint, ist der Flughafen. Der Terminal wurde zur Geisterstadt: Geschäfte und Cafés waren mehrheitlich geschlossen, Zugang hatten nur Passagiere und die Hallen waren zum Teil menschenleer. Auch ein paar Hostels, denen die ausländische Gäste fehlen, scheinen gar nicht erst geöffnet zu haben.</p>



<p>Aber natürlich haben viel mehr Leute Schwierigkeiten, weil sie zum Beispiel wegen der Corona-Pandemie die Arbeit verloren haben. Nur diese sind im Alltag weniger sichtbar. </p>



<p>Umso wichtiger ist es jetzt, sich weiterhin an die Massnahmen gegen die Pandemie zu halten – damit das Leben wieder in die verlassenen Orte einziehen kann, damit die Verlierer der Krise wieder Hoffnung kriegen, damit möglichst wenig weitere Menschen am Virus erkranken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2190"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="465" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/flughafen-tirana-2020-waehrend-corona-800x465.jpg" alt="Flughafen Tirana während der COVID-19-Pandemie" class="wp-image-2190" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/flughafen-tirana-2020-waehrend-corona-800x465.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/flughafen-tirana-2020-waehrend-corona-350x204.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/flughafen-tirana-2020-waehrend-corona-1536x893.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2020/08/flughafen-tirana-2020-waehrend-corona.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im Flughafen Tirana</figcaption></figure>
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		<title>Frühlingsfest in Ostalbanien: »Dita e verës« in Dibra</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1919</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2018 15:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[14. März]]></category>
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					<description><![CDATA[Der »Sommertag« am 14. März – albanisch »Dita e Verës« – ist ein nationaler Feiertag. Das Frühlingsfest mit heidnischem Ursprung dauert jedoch viel länger, als nur einen Tag. Es wird in weiten Teilen Albaniens gefeiert. Anduela Kaja stellt uns vor, wie der Brauch in ihrer Heimat Dibra begangen wird. Der »Sommertag« wird in Dibra seit ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1919">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>Der »Sommertag« am 14. März – albanisch »Dita e Verës« – ist ein nationaler Feiertag. Das Frühlingsfest mit heidnischem Ursprung dauert jedoch viel länger, als nur einen Tag. Es wird in weiten Teilen Albaniens gefeiert.</h4>
<h4><strong>Anduela Kaja</strong> stellt uns vor, wie der Brauch in ihrer Heimat Dibra begangen wird.</h4>
<p>Der »Sommertag« wird in Dibra seit Jahrhunderten gefeiert. Laut Volksglauben soll an diesem Tag der Sommer beginnen. Man glaubt, dass die Rituale – wenn richtig durchgeführt – eine erfolgreiche Jahreszeit bringen. Die Feierlichkeiten dauern mehrere Tage. Die Rituale in Dibra unterscheiden sich nicht nur vom Rest von Albanien, sondern variieren auch leicht je nach Gegend in der Region. Die folgende Darstellung zeigt auf, wie der »Sommertag« in den (ehemaligen) Gemeinden Gjorica und Shupenza gefeiert wird.</p>
<p><div id="attachment_1907" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1902/feuer" rel="attachment wp-att-1907"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1907" class="size-medium wp-image-1907" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Feuer-350x403.jpg" alt="" width="350" height="403" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Feuer-350x403.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Feuer.jpg 480w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1907" class="wp-caption-text">Nächtliches Feuer</p></div></p>
<p>Bereits mehrere Tage vor dem 14. März wird in jedem Ortsteil und Weiler abends ein grosses Feuer entfacht, meist auf einem Hügel oder einem freien Feld, damit die anderen sehen, wie schön und gross es brennt. Man versammelt sich rund um das Feuer und singen speziell diesem Anlass gewidmete Lieder. Durch diese wird das Feuer gepriesen und seine Grösse gelobt – gleichzeitig macht man sich über die Feuer der anderen lustig: Es wird gespottet, dass sie noch nicht losgelegt hätten. Manchmal wird die Festgesellschaft von den starken Kerlen aus einem anderen Ortsteil überfallen, die das Feuer zu löschen versuchen. Eine solche Schmach führt zu einem Racheakt an einem der nächsten Abende.</p>
<p>Der nächste Tag beginnt jeweils sehr früh. Ein Kind der Familie im Alter zwischen neun und 15 Jahren steht lange vor Sonnenaufgang auf – je früher, desto besser. Das Kind holt mit eine Krug Wasser, das aus einer fliessenden Quelle oder einem Bach kommen muss, und füllt noch etwas Sand und Grass dazu. Zurück zuhause bespritzt es mit einem blühenden Kornelkirschenzweig drei Mal jedes Lebewesen des Haushalts: Menschen, Katzen, Hunde, Schafe etc. Dabei trägt es einen alten Spruch vor, der ihnen Glück in unzählbarer Menge wie Sand wünscht. Nachdem das Kind alle bespritzt hat, stellt es der Krug an einen sicheren Ort im Haus. Das Kind begibt sich dann nach draussen, um ein Feuer zu entfachen. Es schwatzt am Feuer mit Freunden, und manchmal singt es über diejenigen, die noch nicht aufgestanden sind, oder spielt ihnen Streiche. Der schlimmste Streich ist, die Tore mit Gestrüpp zu versperren – das verspricht grosses Unglück für den Sommer.</p>
<p>Dies wird täglich wiederholt bis zum 13. März, dem Blumentag. Am 13. März machen sich alle bereit für ein Picknick in den Bergen. Bei diesem Ausflug werden Blumen gesammelt, damit der Sommer, wenn er am Dita e Verës einzieht, ein geschmücktes Haus vorfindet.</p>
<p><div id="attachment_1905" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/dita-e-veres-eggs-diber"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1905" class="size-medium wp-image-1905" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber-350x213.jpg" alt="" width="350" height="213" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber-350x213.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber-800x487.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-eggs-Diber.jpg 1433w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1905" class="wp-caption-text">Eierkampf</p></div></p>
<p>Die Vorbereitungen für das Picknick starten am Vortag. Am Abend vom 12. März werden Eier gekocht und gefärbt sowie Kekse gebacken. Je mehr Eier desto besser, denn am Blumentag ist Eierwettkampf angesagt. Der Sieger mit dem stärksten Ei erfährt viel Ruhm – der Erfolg macht schnell die Runde auf dem Picknickplatz. Die Leute geniessen das Essen, spielen, stossen Eier und – ganz wichtig – sammeln Blumen.</p>
<p>Bei der Rückkehr vom Ausflug beginnt ein Frage- und Antwortspiel zwischen der Hausherrin, die zurückgeblicken ist, und den Blumenbringern. Danach werden alle Türen und Fenster des Hauses mit den blühenden Blumen geschmückt. Am Nachmittag wird weiter gespielt und gefeiert, denn am 13., 14. und 15. März ist es verboten zu arbeiten. Stricknadeln und Nähzeug müssen in diesen Tagen gut versteckt werden. Das Haus muss gereinigt und herausgeputzt sein. Denn es wird gesagt, dass das Haus die ganze Jahreszeit über schmutzig bleiben würde, wenn der Sommer es nicht sauber vorfände.</p>
<p>Am Abend des Blumentags wird erneut ein Feuer entfacht.</p>
<p><div id="attachment_1904" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/dita-e-veres-flowers-diber"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1904" class="size-medium wp-image-1904" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-350x350.jpg" alt="" width="350" height="350" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-350x350.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-800x800.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber-144x144.jpg 144w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/03/Dita-e-veres-flowers-Diber.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1904" class="wp-caption-text">Blumenschmuck für den Frühlingstag</p></div></p>
<p>Und dann kommt der grosse Tag, der wiedderum mit dem Wasserritual beginnt. Nach dem Frühstück am 14. März werden alle Abfälle des Morgens aus dem Haus gebracht. Diese Aufgabe übernimmt ein Kind, dem die Augen verbunden wurden – natürlich wird es von jemandem begleitet, der ihm den Weg weist. Nach der Rückkehr erhält es als Belohnung ein Ei. Nach der Vorstellung wird so das Entsorgen des Mülls für den Rest des Sommers so leicht fallen, wie wenn man es mit verbundenen Augen machen würde. Der grosse Tag wird mit weiteren Feierlichkeiten und Eierkämpfen verbracht. Eier werden auch als Geschenke verteilt.</p>
<p>Am Abend des 14. März gibt es eine finale Feuernacht. Das Feuer an diesem Abend ist grösser als alle anderen zuvor.</p>
<p>Am letzten Tag, dem 15. März, lassen die Feierlichkeiten allmählich nach, vor allem im Verlaufe des Nachmittags. Alle beginnen, sich auf die neue Jahreszeit und die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weitere Informationen zum Dita e Verës:</em><br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dita_e_Ver%C3%ABs" target="_blank" rel="noopener"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Wikipedia-Artikel</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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