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	<title>Reisebericht &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Albanien 1930 – Reiseeindrücke</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2492</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Apr 2024 09:17:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
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					<description><![CDATA[Auszüge aus »Prof. Dr. Martin Rikli: Reiseeindrücke aus Albanien«, erschienen 1931 in den »Raschers Monatsheften«, einer Zürcher Zeitschrift. Raschers Monatshefte war eine »kulturelle Querschnittszeitschrift« aus Zürich (Verlag Rascher), die 1931 im 4. Jahrgang aus wirtschaftlichen Verhältnissen eingestellt wurde. Darin waren Texte und Bilder verschiedenster Autoren zu einer breiten Palette von Themen publiziert – darunter auch ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2492">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auszüge aus »Prof. Dr. Martin Rikli: Reiseeindrücke aus Albanien«, erschienen 1931 in den »Raschers Monatsheften«, einer Zürcher Zeitschrift.</p>



<span id="more-2492"></span>



<p>Raschers Monatshefte war eine »kulturelle Querschnittszeitschrift« aus Zürich (Verlag Rascher), die 1931 im 4. Jahrgang aus wirtschaftlichen Verhältnissen eingestellt wurde. Darin waren Texte und Bilder verschiedenster Autoren zu einer breiten Palette von Themen publiziert – darunter auch ein Vorabdruck von C.G. Jung über »Seelenprobleme«.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2499"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="350" height="508" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-350x508.jpg" alt="Porträt von Martin Rikli in Anzug um 1920 " class="wp-image-2499" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-350x508.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-800x1160.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-1059x1536.jpg 1059w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-1412x2048.jpg 1412w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Martin-Rikli-Portrait-scaled.jpg 1766w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Martin Rikli um 1920</figcaption></figure></div>


<p>Mehr bekannt ist über den Autor dieser Reiseeindrücke aus Albanien: Martin Rikli war ab 1909 Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Der Botaniker hatte einen Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum und bereiste die Länder der Region intensiv. Der in Basel geborene Forscher hatte vor allem in Zürich Spuren hinterlassen als Mitgründer und Leiter der Volkshochschule, Präsident der Naturforschenden Gesellschaft Zürich und in verschiedenen weiteren Funktionen. </p>



<p>Im Herbst 1930 reiste Rikli nach Albanien. Sein Reisebericht, der auf vier Ausgaben der Zeitschrift verteilt war, präsentierte damals den Lesern ein Land, das noch viel unbekannter und fremder war, als es heute ist. Mit den folgenden Auszügen wollen wir ein Bild der damaligen Verhältnisse vermitteln. Sie geben Einblick in das junge Albanien, rund zehn Jahren nach dem Ersten Weltkrieg und der Wiedererlangung der Eigenständigkeit. Seine Schreibweisen und Formulierungen wurden weitestgehend beibehalten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Noch vor kaum einem Menschenalter war Albanien ein nahezu verschlossenes Land, über das nur spärliche Nachrichten weniger Forschungsreisender vorlagen. Die hafenlose, malariaverseuchte Küste, ein unübersichtliches, fast wegloses gebirgiges Hinterland, ein Volk, das in zahlreiche sich immer befehende Stämme zerfiel und in einzelnen, in sich abgeschlossenen Landschaften lebte, die untereinander fast ohne Verkehr blieben, das waren alles Momente, die einen sehr wirksamen Schutz gegen das Eindringen westeuropäischer Kultur bedeuteten.«</p>
</blockquote>



<p>Das Land entwickelte sich gerade heraus aus der osmanischen Rückständigkeit:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Heute befindet sich Albanien mitten in einer Entwicklung, die vielfach ganz amerikanisch anmutet. Auf Schritt und Tritt begegnet man einem gerade grotesken Mischmasch von Okzident und Orient, von Primitivität und Modernismus letzter Observanz, kurz gesagt, von alter und neuer Zeit.«</p>
</blockquote>



<p>Noch immer war es abseits der gängigen Reiserouten –&nbsp;erst 100 Jahre später begann sich dies zu ändern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Touristenlang ist Albanien noch nicht. Der Fremdenstrom reicht bis an seine Nordgrenze. Vor den Toren Albaniens macht er plötzlich Halt. Was von Norden kam, strömt nun wieder zurück oder geht über Meer nach Ancona oder Bari. Dubrovnik […] ist im Herbst von Fremden, besonders von Deutschen und Österreichern, überfüllt, so daß man Mühe hat, Platz zu finden […]. Ganze Autokolonnen gehen täglich über Kotor nach Cetinje. Hier macht alles kehrt, als ob Albanien ein verwunschenes Land wäre. So sind die Straßen nach Süden verlassen und menschenleer.«</p>
</blockquote>



<p>Nicht nur im Tourismus, auch in der Natur sah Rikli viel Potenzial:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Im Gegensatz zur Steilküste Dalmatiens zeigen die meernahen Gebiete [Albaniens] hauptsächlich Flachland. […] Dahinter erheben sich Berge, die größtenteils sehr gut bewaldet sind. Neben Buschwald trifft man prächtigen Hochwald, in dem verschiedene Arten der Eiche vorherrschen. Die dem Hinterland entströmenden mächtigen Flüsse führen selbst noch am Schluß der Trockenheit ansehnliche Wassermassen. […] Bedenken wir, daß zu diesen reichlichen Niederschlägen vielfach auch noch günstige Bodenverhältnisse kommen: feiner und sehr fruchtbarer Schwemmlandboden, eisenschüssige Terra rossa und auch Löß, so erscheinen die Zukunftsaussichten Albaniens geradezu glänzend. Es gilt nur, die malariaschwangeren Sumpfgebiete zu entwässern; dafür zu sorgen, daß die großen Wassermassen nicht unbenutzt ins Meer abfließen, sondern durch ein Netz sorgfältig ausgebauter Bewässerungskanäle dem Lande zum Segen werden. Dann wird das milde Kli,a und die südliche Sonne das ihre dazu beitragen, um aus dem bisher vernachlässigten und wenig bevölkerten Land einen wahren Fruchtgarten zu schaffen.«</p>
</blockquote>



<p>Diese Pläne – die nicht zwingend von Rikli stammen –&nbsp;wurden in den folgenden Jahrzehnten umgesetzt.</p>



<p>In den Schilderungen des Botanikers nehmen natürlich die Vegetation und Landwirtschaft Albaniens viel Platz ein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Hauptfrucht ist Mais, der Anfang Oktober eingeerntet wird. Längst eingebracht sind dann Weizen und Gerste, die viel weniger Raum in Anspruch nehmen. Daneben sieht man in kleinen Parzellen oft Tabak angepflanzt. An den Lauben der Häuser werden die Blätter zum Trocknen an langen Schnüren aufgehängt. Mehr versuchsweise wird gelegentlich auch Baumwolle gehalten. Kleine Äckerchen sahen wir in der Umgebung von Tirana und bei Elbasan. Der Ölbaum [= Olivenbaum] spielt lange nicht die Rolle, wie in den übrigen Mittelmeerländern. Ebenso hat die Weinrebe in diesem vorwiegend mohammedanischen Land nur untergeordnete Bedeutung. Man hält sie daher fast ausschließlich der Trauben wegen. So ist sie zur Gartenpflanze geworden, die als Liane den ums Haus angelegten Obsthain ziert und in sehr vielen Rassen gehalten, köstliche Früchte liefert.<br><br>Ein ganz ungewohntes Bild für Mittelmeerländer ist der ungewöhnlich reiche Viehstand. Vor allem fällt die Menge an Rindern auf, einer struppig kleinen, fast zwerghaften Rasse. […] Umso fremder mutet die geradezu vorsintflutliche Erscheinung des hauptsächlich als Zugtier verwendeten schwarzen Wasserbüffels an. Es ist ein starkes Tier mit weit ausladendem Gehörn und unglaublich stumpfsinnigem Gesichtsausdruck […]. Ihm ist das Baden in Pfützen oder im Schlamm der Sümpfe Lebensbedürfnis. Wenn er den Fluten entsteigt, den ganzen Körper mit Schmutz bedeckt, kann er geradezu als Sinnbild der Häßlichkeit gelten.«</p>
</blockquote>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2494"><img decoding="async" width="800" height="586" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929-800x586.jpg" alt="Historisches Foto aus Nordalbanien: ein Ochsenkarre auf einer Landstrasse mit einem Albaner daneben" class="wp-image-2494" style="width:400px;height:293px" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929-800x586.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929-350x256.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2024/04/Nordalbaner-mit-Ochsenkarren-Carleton-Coon-1929.jpg 1024w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nordalbaner mit Ochsenkarren – Foto: Carleton Coon, 1929</figcaption></figure></div>


<p>Der Wasserbüffel scheint nicht die Sympathie des Autoren gewonnen zu haben. Bei der albanischen Bürokratie und Verwaltung war ihm ein Urteil schwieriger. Vergeblich hatte er versucht, in Genf, Mailand oder Dubrovnik ein Visum zu erhalten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Die Einreise in Albanien hat ihre Schwierigkeiten. Davon läßt sich einiges erzählen, was ganz orientalisch anmutet. […] So schifften wir uns auf einem italienischen Dampfer nach Durazzo ein in der Erwartung, daß die Bemerkung unseres Reisehandbuches, die Hafenbehörden […] hätten das Recht, Einreisebewilligungen zu erteilen, zutreffe. Völlig ungewiß über unsere nächste Zukunft fuhren wir dem gesetzten Ziel entgegen. […]<br><br>In Erwartung der Gesundheits- und Polizeibehörden. Die sich gegen eine Stunde Zeit ließen, genießen wir noch vom Deck des Schiffes aus den ersten Anblick des Landes. Im Osten der Stadt bemerkt man eine große Lagune mit anschließenden, ausgedehnten, im Sommer fieberschwangeren Sümpfen. Nur ein schmaler Dünenstreifen ermöglicht die direkte Verbindung [von Durrës] mit dem Lande. […]<br><br>Der Polizeikommissär gestattet uns schließlich an Land zu gehen und bestellt uns auf das Paßbureau. Hier scheint die Bezeichnung ›professore‹ eine für uns günstige Stimmung ausgelöst zu haben. Wir erhalten die Pässe mit der Einreiseerlaubnis zurück, doch als ich ›pagare‹ sage, schüttelt der Beamte den Kopf. Es will mir dies nicht einleuchten. Mitreisende Engländer haben in London für das Visum je ein Pfund bezahlt und hier sollte man leichten Herzens auf 50 frs. verzichten? In Anbetracht unserer unabgeklärten Lage war ich auf Verweigerung der Einreise oder eine Extraschröpfung gefaßt und sah daher in dieser Geste nur eine orientalische List, hinter der neue Schwierigkeiten lauern. […] Da kommt der Offizier auf mich zu, schüttelt mir die Hand, führt mich vor das Bild des Königs und sagt mit sichtlichem Stolz: ›Unser König zahlt.‹ Daß ein König für mich zahlt, ist mir noch nie vorgekommen und wird wohl auch nie mehr vorkommen. Eine bessere Methode, um Interesse und Sympathie für Seine Majestät zu werben, dürfte es kaum geben. […] Damit war die Sache erledigt, Albanien stand uns offen.«</p>
</blockquote>



<p>Die Sprache und Sprachkenntnisse der Albaner war damals erst recht herausfordernd –&nbsp;die Problemlösung bleibt die gleiche:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Einige Sorge bereitete die Verständigungsfrage, doch auch sie verlor in diesem merkwürdigen Lande schon am ersten Tage ihre ernste Seite und bekam gleich einen komischen Akzent, als der Wirt uns mit den Worten zum Abendessen einlud: ›Pranzo fertig, if you please.‹ In größeren Ortschaften verfügt beinahe jeder Albanese über einige Brocken der wichtigsten europäischen Sprachen, und kommt man zu keinem Ergebnis, so gibt es sicher Nachbarn, die sofort hilfsbereit herbeieilen.«</p>
</blockquote>



<p>Während wir uns heute beim Geld mit alten und neuen Lek abmühen, gab es vor 100 Jahren noch viel grössere Probleme, die entfern an die 1990er Jahre erinnern:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Noch einzigartiger sind die Geldverhältnisse. Es zirkulieren so ziemlich alle Münzen Europas und der neuen Welt. […] Auf meinen ersten verausgabten Napoleon erhielt ich als Restgeld mehrere österreichische Silberkronen, zwei Lirestücke, eine Dollarnote und einige albanesische Lecks [sic!] heraus. Solche Verhältnisse scheinen einen günstigen Nährboden für allerlei Übervorteilung zu bieten. Die Bevölkerung ist aber noch nicht verdorben. Wiederholt ist es vorgekommen, daß unsere Rechenkünste nicht ausreichten und wir zu viel zahlten. Jedes Mal wurde das Zuviel zurückerstattet.«</p>
</blockquote>



<p>Rikli schildert kaum Sehenswürdigkeiten, sondern vermittelt mehr ein allgemeines Bild des Landes und des Alltags. Ausführlich widmet er sich demTreiben in den Städten wie zum Beispiel am Geburtstag des Königs in Tirana, dessen Hauptplatz er »nach der Art der ›Etoile‹ in Paris« beschreibt, oder der Kleidung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Scutari, Elbasan und Tirana liegen in weiten, fruchtbaren Becken, umgeben von einem Kranz von Bergen. Der kleinere Teil der Stadt ist jeweilen eng gebaut. Er umfaßt einige winkelige, enge Bazarstraßen, Moscheen, Amtsgebäude und Herbergen und beansprucht nur wenig Raum. Die kleinen Häuschen, oft nur von Zimmerbreite, bestehen vielfach einzig aus dem Erdgeschoß oder sind einstöckig. Im Geschäftsviertel reiht sich Butik an Butik. […] Wie im ganzen Orient spielt sich auch in Albanien das Leben hauptsächlich auf der Straße ab. Auf dieser sieht man vielfach sogar die Waren ausgebreitet, selbst Tücher, Kleidungsstücke, Gemüse, Obst und Eier. Bei einbrechender Dunkelheit werden die Waren wieder eingeholt und die Butik mit Brettern geschlossen. Nicht selten zieht sich alsdann auch der Handelsmann in diesen wenige Quadratmeter großen Raum zurück und schläft in unmöglicher Stellung, die Beine hochgezogen, auf einem Warenballen. Er spart sich so nicht nur eine Wohnung, sondern auch den Nachtwächter. Diese Budenviertel mit ihrem vielfach feuergefährlichen Inhalt sind eine beständige Gefahr. Ein ausbrechender Brand muß unbedingt zur Katastrophe werden. Es ist ein Wunder, daß dies nicht häufiger der Fall ist, werden doch inmitten dieser engen, aus Holz hergestellten Räume auf glühenden Kohlen täglich unzählige Tassen türkischen schwarzen Kaffee zubereitet und ungezählte Zigaretten angezündet. Doch Allah ist groß, Allah wacht.<br><br>Um diese Geschäfts- und Amtsstadt erstreckt sich in weitem Umkreis die Wohnstadt, so daß trotz ihrer bescheidenen Einwohnerzahl diese albanesischen Städte ungewöhnlcih große Gebiete in Anspruch nehmen und ihr Durchwandern viel Zeit erfordert. Dieser Teil der Siedelung hat den ausgesprochenen Charakter einer Gartentsadt. Von einem erhöhten Punkt der Umgebung sieht man beinahe nur die schlanken, weißen Minaretts, eingebettet in eine parkartige, herrlich grüne Landschaft. Man kann schon in der Stadt sein und hat kaum eine Ahnung davon, werden doch die menschenleeren Straßen von 2–3,5 m hohen Mauern aus Stein oder Lehm begleitet. Hinter ihnen erheben sich allerlei Obstbäume […]. Auch stattliche Schattenspender fehlen nicht, die häufigsten sind uralte orientalische Platanen, mächtige Zürgelbäume mit über halb Meter dickem Stamm […].<br><br>Durch ein offen gebliebenes Tor erhascht man gelegentlich einen flüchtigen Blick in das Innere der einzelnen Grundstücke, die neben Obstbau auch Gemüse- und Ziergärten aufweisen. Zuweilen bemerkt man auch etwas Getreide. Äckerchen mit Mais und Moorhirse (Sorghum) oder Parzellen mit Tabak.«</p>
</blockquote>



<p>Manche Sitten wurden zwischenzeitlich modernisiert, haben aber alte Wurzeln – so der anschliessende Satz zum Aberglauben:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»An den Bäumen werden öfters gebleichte Pferdeschädel befestigt, ein Zeugnis des noch herrschenden Aberglaubens der Bevölkerung; sie bilden einen Talisman, der vor bösem Blick und Verzauberung schützt und zugleich für größere Fruchtbarkeit zu sorgen hat.«</p>
</blockquote>



<p>Die Beschreibungen von dem, was sich hinter den Hofmauern verbirgt, setzt er noch um mehrere Seiten fort. Aber auch der Wandel im Land, insbesondere in Tirana, wird dokumentiert:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Von Durrës kommend, begegnet man schon weit vor der Stadt modernen Gebäulichkeiten, dem Elektrizitätswerk, großen Kasernementen, den hohen Masten einer Station für drahtlose Telegraphie, der jugoslawischen Gesandtschaft und dem Flugplatz mit mächtigem Hangar […]. Dieses mehrere Kilometer lange, schnurgerade letzte Teilstück der Straße führt in das Zentrum der Stadt, auf einen großen Platz, der in vollem Umbau begriffen ist. […] großartige Boulevards, die in gar keinem Verhältnis zur heutigen Kleinstadt von kaum 15&#8217;000 Einwohnern stehen. Im ersten Teil fertig ist der mit hohen elektrischen Bogenlampen ausgestattete Boulevard Mussolini. Bei einer Breite von vollen 42 Schritten hat er schon eine Länge von mehr als einem Kilometer. […] Die Häuser sind jedoch noch spärlich. Neben sehr modernen, nüchternen Betonbauten stehen heimelige Türkenhäuser, eine feudale Kaserne, das Cinema populore, ein hocheleganter Tearoom und viele Baracken, denen man ansieht, daß, obwohl erst entstanden, ihre Tage doch schon gezählt sind. […]<br><br>Viel bietet Tirana zur Zeit sonst noch nicht. Der bescheidene Königspalast wird von Vorbauten und Mauern so umgeben, daß eine direkte Annäherung schwer fällt. Stolzer als der Bau ist die Königswache.«</p>
</blockquote>



<p>Auch der Verkehr, der Strassenbau und das Reisen waren Thema:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»In Tirana war die große Zahl an Mietautos auffallend, Pferdefuhrwerke fehlten fast ganz. Umgekehrt war das Verhältnis in Scutari. Und als wir einige Tage später in Italien, in Bari landeten, erwarteten uns am Hafen nur lange Reihen von Droschken, die wenigen Autos gehörten ausnahmslos Privaten.«</p>
</blockquote>



<p>Erstaunlicherweise war das Thema Sicherheit und Blutrache zu der Zeit noch nicht so raumfüllend wie in vielen später verfassten Berichten. Unsicher scheint sich der Reisende Rikli nicht gefühlt zu haben, so dass die Bewaffnung nur beim Thema Trachten Erwähnung findet.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Früher trug der Mann stets das Gewehr mit sich. Vor einiger Zeit hat im Unterland die Regierung durch Militär die Waffen einziehen lassen, und seither ist das Waffentragen nur mit Erlaubnisschein gestattet. Im Gebirge wurde diese Maßnahme noch nicht gewagt. Auch im Unterland scheinen sie nur zum Teil durchgeführt zu sein; viele Waffen wurden in den Wäldern und Felsklüften versteckt. Es ist vorgekommen, daß, kaum nachdem die Durchsuchugn eines Dorfes abgeschlossen war, Blutrache durch Erschießen des Gegners ausgeübt wurde. Gegen die Vendetta gehen übrigens die Behörden mit aller Strenge vor. Um die Unterstützung des Flüchtlings durch Familienangehörige und Freunde zu verunmöglichen, werden dieselben nach einem Vendettafall in eine entfernte Landesgegend evakuiert.«</p>
</blockquote>



<p>Eine knappe Seite widmet der Autor auch der Stellung der Frau:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»Die Frau hat in Albanien ein schweres Leben. Ihre Arbeitskraft wird über alles Maß ausgenützt. Auf schmalem, steilem Bergpfad sieht man sie schwere Lasten tragen, dabei die mitziehenden Kinder betreuen und dazu erst noch spinnen. Hat sie einen Säugling, so wird derselbe samt der Wiege auf dem Rücken mitgeschleppt […]. Neben seiner Familie schreitet stolz der Mann, nur mit einem Stock in der Hand; wir haben uns oft darüber aufgehalten. Die Erklärung soll darin zu suchen sein, daß der Mann bis vor kurzer Zeit die Aufgabe hatte, die Frau zu schützen. Da ihm nun die Waffen genommen worden sind, fällt diese Mission dahin. Mache Arbeiten hält er aber jetzt noch als unter seiner Würde stehend. So verbringt er einen großen Teil seiner Zeit mit Herumlungern, Kaffeetrinen, Zigarettenrauchen. Leichter ist es, die Waffen wegzunehmen, als zur Arbeit zu erziehen.«</p>
</blockquote>



<p>Rückblickend scheint Rikli die Zeit in Albanien genossen zu haben. Eine Spur Zweifel zur Zukunft des Landes scheint in den Schlussworten aber doch durchzudringen. Die Verhältnisse und Entwicklung scheint bei ihm zwiespältige Gefühle hinterlassen zu haben. So bezieht er sich da auf die vielen Krähen, die in Massen ängstlich und hilflos durch Tiranas Himmel flogen, als 52 italienische Flugzeuge zu Ehren des Königs an seinem Geburtstag über der Stadt kreisen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>»[…] und wenn ich heute an Albanien zurückdenke, das uns so gastlich aufgenommen hat so will ich gerne hoffen, daß dieser Vogel [die Krähe], von alters her das Symbol der Allwissenheit, aber auch die Personifikation des Todesschattens, am Geburtstag des Königs nicht zum Unglücksboten geworden ist.«</p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-left has-small-font-size">   <br><em>Das Foto mit dem Ochsenkarren stammt vom umstrittenen amerikanischen Anthropologen Carleton S. Coon, der 1929 Nordalbanien bereiste.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">2492</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Über den Zaun: (kein) Urban Exploring in Albanien</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2344</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2022 06:44:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
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		<category><![CDATA[Zaun]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer Albanien erkundet, steigt früher oder später mal über einen Zaun. Ist das Urban Exploring?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Urban Exploring ist zur Zeit in aller Munde. Dass Menschen irgendwo über Zäune steigen, um alte, verlassene Anlagen zu erkunden, scheint für viele fremd zu sein. Dabei ist der Grat zum Illegalen sehr schmal. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-medium"><a href="https://www.albanien.ch/une/himara-durchgang"><img decoding="async" width="350" height="467" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/himara-durchgang-350x467.jpg" alt="Alte Mauern: Durchgang in Alt-Himara" class="wp-image-2360" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/himara-durchgang-350x467.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/himara-durchgang-800x1066.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/himara-durchgang-480x640.jpg 480w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/himara-durchgang.jpg 1000w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a></figure></div>


<p>Seit fast 30 Jahren erkundige ich Albanien. Immer wieder habe ich Orte besucht, bevor sie in den touristischen Fokus gelangten. Dabei habe ich auch manchen Zaun überwunden, Bunker inspiziert und bin auf Militärgelände gelangt. Ein Urban Explorer bin ich deswegen noch lange nicht. Aber ich bin sicherlich auch nicht der einzige, dem Zäune regelmässig in die Quere kommen.</p>



<p>Es gibt Touristen, denen reicht das Besuchen von Sehenswürdigkeiten, die alle anderen auch besuchen. Es gibt aber andere, die gerne Neues sehen möchten – gerade, wenn sie das Standardprogramm schon abgeklappert haben. Da beginnt in Albanien das Problem: Viel Sehenswertes, viel Altes ist noch gar nicht erschlossen. Es stehen zwar im ganzen Land am Strassenrand Hinweisschilder, die auf Sehenswürdigkeiten verweisen. Wenn man sie aber dann mal gefunden hat über holprige Strassen oder längere Wandertouren, steht man im besten Fall vor ungeschützten und unbeschriebenen antiken Mauern in der Landschaft. Im schlechteren Fall steht man vor verschlossenen Türen.</p>



<p>Manchmal hat jemand in der Nachbarschaft den Schlüssel für die Kirche oder die Moschee. Und manchmal verschafft man sich halt selber Zutritt. Irgendein Loch im Zaun findet sich immer!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/zgerdhesh-entrance"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/zgerdhesh-entrance-800x411.jpg" alt="Zgërdhesh Eingang/Zaun" class="wp-image-2361" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/zgerdhesh-entrance-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/zgerdhesh-entrance-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/zgerdhesh-entrance-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/zgerdhesh-entrance.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>In Zgërdhesh, einer antiken Stadt aus illyrischer Zeit und oft als das alte Albanopolis vermutet, galt es gleich mehrere Viehzäune zu überwinden, die zum Teil mit Dornen gesichert waren. Schon der Eingang zum Areal war eine einfache Holztür versteckt im Gebüsch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/arapaj-basilika-schafe"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/arapaj-basilika-schafe-800x411.jpg" alt="Schafe zwischen den Ruinen der Basilika von Arapaj" class="wp-image-2362" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/arapaj-basilika-schafe-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/arapaj-basilika-schafe-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/arapaj-basilika-schafe-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/arapaj-basilika-schafe.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Bei der antiken Basilika von Arapaj war mein Skrupel ebenfalls klein, durch den Zaun zu steigen: Immerhin war ja auch schon eine Herde Schafe dieses Kulturdenkmal am Besichtigen. </p>



<p>In Rubik reichte ein Griff durch das Eisentor, um sich Zutritt zum Kirchengelände zu verschaffen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/borsh-burg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/borsh-burg-800x411.jpg" alt="Burg von Borsh" class="wp-image-2363" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/borsh-burg-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/borsh-burg-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/borsh-burg-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/borsh-burg.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>An anderen Orten wie der alten Burg von Borsh sind ebenfalls keine Wegweiser oder Ähnliches zu finden, das die Besucher leiten würde. Man stolpert über Felsgestein und alte Mauern und weiss nicht, wo man aufhören soll. Aber der Schafhirte würde ja schon reklamieren …</p>



<p>In Südalbanien sind zum Teil ganze Dörfer fast menschenleer und verlassen. Wie beim Wandern in den Bergen ist man meist auf sich selber gestellt: Man sucht sich einen Weg, kraxelt über Viehzäune und Mauern, schlägt sich durchs Gestrüpp. Umso grösser die Freude, wenn man dann am Ziel angelangt ist. Eine Geschichte mehr zu Erzählen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/albania-communist-jail"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/albania-communist-jail-800x411.jpg" alt="Ruinen eines kommunistisches Gefängnisses" class="wp-image-2370" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/albania-communist-jail-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/albania-communist-jail-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/albania-communist-jail-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/albania-communist-jail.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Das Klettern über alte Mauern und dergleichen gehört immer wieder zum Besichtigungsprogramm –&nbsp;auch wenn nicht immer ganz ungefährlich. Das Erklimmen alter, verfallener Mauern birgt ein beträchtliches Risiko. Beim Besteigen der Pyramide in Tirana konnte man auch abrutschen. Und zur Skanderbeg-Burg am Kap Rodon ist schon der Weg teilweise kriminell. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/castle-cape-rodon"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/castle-cape-rodon-800x411.jpg" alt="Ruinen der Burg am Kap Rodon" class="wp-image-2366" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/castle-cape-rodon-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/castle-cape-rodon-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/castle-cape-rodon-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/castle-cape-rodon.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Ein Wegweiser steht direkt an der Wand eines alten Artilleriebunkers. Im Bunker drin? Eine Herde Ziegen, die Schutz vor der Sommerhitze sucht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/bunker-mit-ziegen"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunker-mit-ziegen-800x411.jpg" alt="Bunker mit Ziegen" class="wp-image-2365" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunker-mit-ziegen-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunker-mit-ziegen-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunker-mit-ziegen-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunker-mit-ziegen.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/exploring-bunker-in-albania"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/exploring-bunker-in-albania-800x411.jpg" alt="Erkunden eines grossen Bunkers" class="wp-image-2369" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/exploring-bunker-in-albania-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/exploring-bunker-in-albania-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/exploring-bunker-in-albania-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/exploring-bunker-in-albania.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Bunker stehen in Albanien ja sowieso überall rum. Mal kleiner, mal grösser. Kaum je findet sich ein Zaun, der Neugierige abhält. Meist sind es eher Dornengestrüpp, Müll und Dreck, die einen von vertieften Besichtigungen abhalten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/bunkart-tirana"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunkart-tirana-800x411.jpg" alt="Bunk'art Tirana: Gänge im Nuklearbunker" class="wp-image-2382" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunkart-tirana-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunkart-tirana-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunkart-tirana-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/bunkart-tirana.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Wobei: in Tirana gehört die Besichtigung von Bunkern aus kommunistischer Zeit schon zum Standard-Touristenprogramm. »Bunk&#8217;Art 1« ist aber viel mehr als ein Bunker. Hier werden Militärgeschichte, Urban Exploring und Kultur zu einem Erlebnis vereint.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/old-military-base-drenova"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-drenova-800x411.jpg" alt="Alte Militärbasis in Drenova" class="wp-image-2380" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-drenova-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-drenova-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-drenova-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-drenova.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Auch sonst sind Militärgelände zwar noch gelegentlich umzäunt – sie scheinen meist aber ebenfalls verlassen und mehrheitlich verfallen. In solche Gelände bin ich nie eingedrungen. Aber nicht immer ist das Betreten vom militärischem Gelände verboten. Bei der Besichtigung von Orikum wurde man am Tor der Marinebasis noch kontrolliert.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/shengjin-albanian-navy"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/shengjin-albanian-navy-800x411.jpg" alt="Hafen Shëngjin: alte Boote der albanischen Marine" class="wp-image-2383" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/shengjin-albanian-navy-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/shengjin-albanian-navy-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/shengjin-albanian-navy-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/shengjin-albanian-navy.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Anders in Shëngjin, wo die Strasse durch den Marine-Hafen führt. Hier wirft man natürlich auch einen Blick auf die schrottreifen Kähne am Ufer. Und in Gjadër quert die Landstrasse die Rollbahn, die den unterirdischen Flugzeughangar mit der Piste verbindet. Sazan gehört heute zum Routineprogramm von Ausflugsbooten. Und auch der von Soldaten bewachte Brigadenpalast am südlichen Stadtrand von Tirana darf am Wochenende besichtigt werden (von aussen). Man muss es nur wisse und freundlich die Wachen fragen.</p>



<p>Nicht immer ist ganz klar, wo man sich jetzt überhaupt befindet. Beim Wandern auf dem Dajti kehrte ich mal um, weil mir ein Haus zu militärisch vorkam. Kurz darauf traf ich auf patrouillierende Soldaten. Einen Zaun oder ein Verbotsschild hatte ich nicht passiert. Und sie waren wohl genauso überrascht, auf mich zu treffen, wie umgekehrt –&nbsp;aber es blieb beim freundlichen Gruss. Auf der Infotafel waren Wanderwege bis zum Gipfel verzeichnet. Kurz zuvor machte ich aber kehrt am Zaun.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/rrjoll-channel"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/rrjoll-channel-800x411.jpg" alt="Albaner unterwegs auf einer schmalen Mauer in den Bergen" class="wp-image-2376" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/rrjoll-channel-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/rrjoll-channel-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/rrjoll-channel-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/rrjoll-channel.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>In Albanien ist sowieso vieles nicht ganz so klar definiert wie in Mitteleuropa. Übergänge scheinen oft fliessend: Manches, was zu Hause niemals als Weg dienen darf, ist hier die bevorzugte Verbindung – zum Beispiel Eisenbahnschienen oder das Mäuerchen eines alten Wasserkanals in einer Felswand in den Albanischen Alpen. Oft ist auch der Verfallszustand nicht ganz klar: Ist das ein Weg? War das ein Weg? Wird das ein Weg? Ist dieses Gebäude noch genutzt oder schon Ruine?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/old-military-base-durres"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-durres-800x411.jpg" alt="Alte Militärbasis in Durrës – Porto Romano" class="wp-image-2381" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-durres-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-durres-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-durres-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/old-military-base-durres.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Verfallene Gebäude waren früher in Albanien noch viel häufiger anzutreffen. Zwischenzeitlich ist vieles renoviert, restauriert und umgenutzt. So zum Beispiel das ehemalige Albturist-Hotel in Valbona. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/kukes-turizmi-lobby"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-lobby-800x411.jpg" alt="Kukës Turizmi: Lobby" class="wp-image-2374" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-lobby-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-lobby-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-lobby-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-lobby.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<div style="height:10px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/kukes-turizmi-entrance"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-entrance-800x411.jpg" alt="Kukës Turizmi: Eingang" class="wp-image-2373" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-entrance-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-entrance-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-entrance-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-entrance.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>In Kukës ist das Albturist-Hotel noch immer eine Ruine, die wegen ihrer idyllischen Lage Ziel vieler Spaziergänger aus der Stadt ist. Der Garten lädt noch heute zum Verweilen. Die Ruine ist nicht abgesperrt –&nbsp;die leeren Türöffnungen laden ein zum Erkunden. Auch hier ist Vorsicht geboten: Die Ruine ist vermüllt, und wer weiss, wie sicher die alten Mauern und Böden sind? Es bietet sich aber ein interessanter Einblick in die Parade-Architektur aus sozialistischer Zeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2384"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-walls-800x411.jpg" alt="Kukës Turizmi: Wandmalerei im Restaurant" class="wp-image-2384" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-walls-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-walls-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-walls-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/kukes-turizmi-walls.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Die Reste von Wandmalereien im ehemaligen Restaurant zeigen spannende Details ideologischer Geschichtenerzählung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/theth-hiking-over-the-fence"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/theth-hiking-over-the-fence-800x411.jpg" alt="Über den Zaun: Hindernis beim Wandern" class="wp-image-2375" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/theth-hiking-over-the-fence-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/theth-hiking-over-the-fence-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/theth-hiking-over-the-fence-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/theth-hiking-over-the-fence.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Wer in Albanien unterwegs ist – zum Teil auch einfach wandernd in den Bergen –&nbsp;steht also immer wieder vor Zäunen und fragt sich: Darf ich hier durch? Soll ich hier durch? Muss ich hier durch? </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/korca-kinder-zaun"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="519" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/korca-kinder-zaun-800x519.jpg" alt="Spielende Kinder an einem Zaun" class="wp-image-2358" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/korca-kinder-zaun-800x519.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/korca-kinder-zaun-350x227.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/korca-kinder-zaun-1536x996.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/korca-kinder-zaun.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Nicht immer ist der Sinn des Zauns klar – gerade, wenn er halb verfallen ist: Hindernis für Mensch? Oder Hindernis nur fürs Tier? Oder Überbleibsel aus alter Zeiten?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2385"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/gjirokastra-bunker-800x411.jpg" alt="Einganz zur Bunkeranlage unter der Burg von Gjirokastra – der Guide schliesst auf" class="wp-image-2385" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/gjirokastra-bunker-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/gjirokastra-bunker-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/gjirokastra-bunker-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/gjirokastra-bunker.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Manchmal muss man frustriert umkehren, weil man keinen Einlass findet. Oft findet sich die Person mit dem Schlüssel –&nbsp;oder ein Wächter lässt einen passieren. Aber wenn weit und breit kein Mensch ist, der helfen kann, dann muss man sich auch ab und zu selber helfen. Nicht immer kann man abschätzen, ob das Öffnen der Türe, das Kriechen durch den Zaun ok und akzeptiert, oder nur tolleriert oder sogar unerwünscht ist. Aber man richtet ja keinen Schaden an …</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/military-area-albania"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/military-area-albania-800x411.jpg" alt="Verbotsschilder bei Militärgelände" class="wp-image-2379" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/military-area-albania-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/military-area-albania-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/military-area-albania-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/military-area-albania.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Natürlich sind klare Verbote zu akzeptieren. Aber auch das kann eine erzählenswerte Geschichte geben:</p>



<p>Einmal waren wir in Ulza unterwegs. Mehrere Einheimische waren auf der Krone der Staumauer unterwegs. Ein Wächter verwehrte uns aber den Zutritt zum Damm. Auch nach telefonischer Rückfrage beim Chef wollte er uns nicht durchlassen: »Nur für Dorfbewohner!«. Da meinte der Amerikaner in unserer kleinen Reisegruppe: »Unë jam fshatar!« In einem kleinen, abgelegenen Ort im Nordwesten der USA aufgewachsen und lange in Alaskas Wildnis lebend, fühlte er sich im Herzen immer noch als »Dörfler«. Aber auch das mochte den Wächter nicht erweichen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/ulza-dam"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/ulza-dam-800x411.jpg" alt="Staudamm von Ulza" class="wp-image-2367" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/ulza-dam-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/ulza-dam-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/ulza-dam-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/ulza-dam.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>A propos Zaun: Kennen Sie den südalbanischen Besteckzaun?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=2386"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="411" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/Albanischer-Besteckzaun-800x411.jpg" alt="Zaun aus Resten vom Stanzen von Besteck" class="wp-image-2386" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/Albanischer-Besteckzaun-800x411.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/Albanischer-Besteckzaun-350x180.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/Albanischer-Besteckzaun-1536x790.jpg 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/09/Albanischer-Besteckzaun.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p>Rund um Gjirokastra finden sich immer wieder Zäune, die aus Resten vom Stanzen in der örtlichen Besteck-Fabrik entstanden sind. </p>



<p>Hast auch du in Albanien auch Zaun-Erlebnisse gemacht? Schreibe es in die Kommentare unten –&nbsp;wir freuen uns, deine Geschichten zu lesen!</p>
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		<title>25 Jahre: 1994 in Albanien</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/2040</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 May 2019 15:05:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[albanien.ch]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[1994]]></category>
		<category><![CDATA[Lars]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute vor 25 Jahren bin ich von meiner ersten Albanienreise heimgekehrt. Damals war ich noch kein grosser Albanien-Fan – das sollte sich aber rasch ändern. Noch im gleichen Jahr bin ich wieder nach Albanien gereist und seither jedes Jahr mindestens ein Mal. Schnell habe ich Albanien und die Albaner schätzen und lieben gelernt und zwischenzeitlich ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2040">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Heute vor 25 Jahren bin ich von meiner ersten Albanienreise heimgekehrt. Damals war ich noch kein grosser Albanien-Fan – das sollte sich aber rasch ändern. Noch im gleichen Jahr bin ich wieder nach Albanien gereist und seither jedes Jahr mindestens ein Mal. Schnell habe ich Albanien und die Albaner schätzen und lieben gelernt und zwischenzeitlich das ganze Land erkundigt.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.albanien.ch/une/rubik-kinder-1994-ha"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="537" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Kinder-1994-ha-800x537.jpg" alt="Kinder in Rubik" class="wp-image-2046" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Kinder-1994-ha-800x537.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Kinder-1994-ha-350x235.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Kinder-1994-ha.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Kinder in Rubik</figcaption></figure>



<p>Die Welt war eine andere damals, auch bei uns. Aber das lange abgeschlossene und verarmte Albanien war wie von einer anderen Welt. Leider habe ich nur wenige Fotos zurückgebracht – man fotografierte noch anders in der Zeit vor der überhandnehmenden Digitalisierung. Dafür habe ich zum Glück – das Gedächtnis lässt ja nach mit dem Alter –  einen mehrseitigen Reisebericht verfasst, der auf Papier die Jahre überdauert hat.</p>



<span id="more-2040"></span>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>»Nach dem Besuch in der Schule fuhren wir ins Kinderkrankenhaus von Tirana. Obwohl die Zustände dort noch immer viel zu wünschen übriglassen – so hatten 90 Prozent der Kinder durchnässte Kleider an, und die alltermeisten lage in nassen Betten, das Dach weist mehrere Löcher auf etc. – , hat sich in den letzten Jahren doch schon vieles zum Besseren gewandelt. Im Eingang stehen jetzt auch Waschmaschinen und Boiler aus der Schweiz, so dass das Spital im nächsten Monat endlich wieder Warmwasser haben sollte.«</p><cite><br></cite></blockquote>



<p>Auch sonst war die Infrastruktur damals noch sehr bescheiden, das Land kaum entwickelt. Für ein spätes Frühstück durchquerten wir halb Tirana – das damals aber auch noch nicht allzu gross war – um irendwo am Strassenrand aus einem alten Wohnwagen ein paar Sachen zu kaufen. Und nach einer Woche hatten wir wohl schon fast alle Restaurants, die ordentliche Mahlzeiten auftischen konnten, getestet.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.albanien.ch/une/tirana-durres-strasse-1994"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="422" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Durres-Strasse-1994-800x422.jpg" alt="Strasse Tirana–Durrës 1994" class="wp-image-2043" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Durres-Strasse-1994-800x422.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Durres-Strasse-1994-350x185.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Durres-Strasse-1994.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Strasse Tirana–Durrës vor dem Bau der Autobahn</figcaption></figure>



<p>Neubauten gab es noch nicht. Die oben genannten Restaurants, natürlich das »Café Europa«, die ausländischen Vertretungen und ein paar erste Hütten im Vorort Kamza waren praktisch die einzigen Renovationen, Um- und Neubauten. Dafür sah man überall noch die Bunker sehr gut, die zwischenzeitlich überwuchert sind, ausgegraben wurden oder hinter Neubauten verschwinden.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.albanien.ch/une/tirana-dajti-1994"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="544" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Dajti-1994-800x544.jpg" alt="Tirana vom Dajti 1994" class="wp-image-2044" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Dajti-1994-800x544.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Dajti-1994-350x238.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Tirana-Dajti-1994.jpg 1583w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Tirana vom Dajti vor der Bauwut</figcaption></figure>



<p>Keiner wusste damals, was der kommende Tag bringen würde. Arbeit gab es kaum, Geld noch viel weniger. Neue Strukturen mussten erst gebildet werden. Aber die Hoffnung auf rasche Besserung war gross. Rohstoffe, Arbeitskräfte, Strände – der Glaube in das Potenzial Albaniens war unendlich. Niemand konnte sich vorstellen, welche Schwierigenkeiten und Herausforderungen in den kommenden Jahren noch auf das Land und die Leute zukommen würden. </p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.albanien.ch/une/rubik-primarschule-1994"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="520" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Primarschule-1994-800x520.jpg" alt="Primarschule von Rubik 1994" class="wp-image-2047" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Primarschule-1994-800x520.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Primarschule-1994-350x228.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Primarschule-1994.jpg 1846w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Primarschule von Rubik</figcaption></figure>



<p>Die Menschen waren sehr freundlich und offen. Als Ausländer war man eine Sensation. Auf der Strasse wurde man angesprochen von Personen, die ihre Fremsprachenkenntnisse testen wollten oder neugierig waren, was man denn hier mache. Kinder gab es überall und »verfolgten« einen auf Schritt und Tritt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/durres-strand-1994-ha"><img loading="lazy" decoding="async" width="720" height="960" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-1994-ha.jpg" alt="Am Strand von Durrës im Frühjahr 1994" class="wp-image-2041" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-1994-ha.jpg 720w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-1994-ha-480x640.jpg 480w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-1994-ha-350x467.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a><figcaption>Sonniger Frühlingstag am Strand von Durrës</figcaption></figure></div>



<p>Wir waren eine kleine Gruppe von jungen Leuten, die in der Schweiz Material und Geld gesammelt hatten, um den Albanern zu helfen. Ein ganzer Lastwagen voll Waren sollte verteilt werden, was nicht ganz einfach war: Zoll, noch mehr administrativer Aufwand beim Zoll, schlechte Strassen und wegen orthodoxen Ostern tagelang geschlossene Behörden und Institutionen hielten uns auf respektive sorgten dafür, dass wir auch ein paar Tage mit Ausflügen totschlagen durften. Wir erfuhren aber auch viel Dankbarkeit – in Rubik fand abends im Biologiezimmer eine grosse Feier zu unseren Ehren statt. </p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.albanien.ch/une/rubik-schulzimmer-1994"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="524" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Schulzimmer-1994-800x524.jpg" alt="Schulzimmer in Rubik 1994" class="wp-image-2048" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Schulzimmer-1994-800x524.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Schulzimmer-1994-350x229.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Rubik-Schulzimmer-1994.jpg 1526w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Schulzimmer </figcaption></figure>



<p>Seit über 25 Jahren verfolge ich jetzt die Entwicklungen in Albanien. Die ständigen Veränderungen sind aufregend und faszinierend. Und auch nach 25 Jahren gibt es in diesem Land noch immer Neues zu entdecken. Aber: Der Grund, weshalb ich über die ganze Zeit immer wieder nach Albanien fahre, sind vor allem auch die Albaner: jeden Tag viele freundliche, herzliche und bereichernde Begegnungen mit offenen Menschen.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.albanien.ch/une/durres-strand-kinder-bunker-1994"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="520" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-Kinder-Bunker-1994-800x520.jpg" alt="Am Strand von Durrës 1994" class="wp-image-2045" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-Kinder-Bunker-1994-800x520.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-Kinder-Bunker-1994-350x227.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/05/Durres-Strand-Kinder-Bunker-1994.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Strand von Durrës</figcaption></figure>



<p></p>
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		<title>Albanische Riviera in »GEO Saison«</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Nov 2017 17:44:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[albanien.ch]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Buchdeckeln]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Riviera]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Reiseberichte Verfassen über Albanien ist so eine Sache: Wie behalte ich das Gleichgewicht? Wie fasse ich die Schönheit und den Reiz des Landes in Worte, um gleichzeitig auch den Nachteilen als Feriendestination gerecht zu werden? Der Autor des Artikels über die Albanische Riviera im aktuellen Heft von »GEO Saison« schien ebenfalls mit dieser Problematik zu ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1852">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1861" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1852/geosaison_122017_al-titelbild" rel="attachment wp-att-1861"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1861" class="size-medium wp-image-1861" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-titelbild-350x264.jpg" alt="" width="350" height="264" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-titelbild-350x264.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-titelbild-800x603.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-titelbild.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1861" class="wp-caption-text">Titelseite der Albanien-Story</p></div></p>
<p>Reiseberichte Verfassen über Albanien ist so eine Sache: Wie behalte ich das Gleichgewicht? Wie fasse ich die Schönheit und den Reiz des Landes in Worte, um gleichzeitig auch den Nachteilen als Feriendestination gerecht zu werden?</p>
<p>Der Autor des Artikels über die Albanische Riviera im <a href="http://www.geo.de/magazine/geo-saison/27702-geo-saison-nr-12-2017-62-ziele-fuer-2018" target="_blank" rel="noopener">aktuellen Heft von »GEO Saison«</a> schien ebenfalls mit dieser Problematik zu kämpfen. <span id="more-1852"></span>Schon im Anrisstext und in der Einleitung kommen die Schattenseiten Albaniens zur Sprache:</p>
<blockquote><p>»Albanische Riviera? Klingt so absurd wie die Copacabana von Cuxhaven.«</p></blockquote>
<p>Ohne Grandhotels und Hotelkomplexe sei die albanische Küste noch immer das »Aschenputtel unter den Rivieras«. Auch von der düsteren Geschichte des Landes und der schwierigen Gegenwart ist die Rede. Aber schon in der Einleitung findet sich auch die positive Relativierung:</p>
<blockquote><p>»”¦ diese Küste am Ionischen Meer ist eine ungeschminkte Schönheit: rund hundert Kilometer traumhafte Natur ”¦«</p></blockquote>
<p><div id="attachment_1860" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1852/geosaison_122017_al-textanfang" rel="attachment wp-att-1860"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1860" class="size-medium wp-image-1860" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-textanfang-350x257.jpg" alt="" width="350" height="257" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-textanfang-350x257.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-textanfang-800x587.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-textanfang.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1860" class="wp-caption-text">Textseite</p></div></p>
<p>Ansonsten verzichtet Autor Maik Brandenburg auf Wertungen und überlässt es dem Leser, sich aus dem Text und den Bildern eine Meinung zu bilden, ob Albanien für ihn als Reisedestination in Frage kommt: Vermittelt wird ein Bild einer schönen, fast unberührten Landschaft, von glasklarem Meer (Vergleich mit der »Karibik«) und von ehrlichen Menschen mit einem harten Leben. Die Bilder zeigen nicht nur die Schönwetterseiten am Strand, sondern auch romantisch wolkenverhangene Berglandschaften.</p>
<p>Der sommerliche Trubel an der Küste lässt sich jedoch nur zwischen den Zeilen herauslesen, wenn man die Darstellungen aufmerksam visualisiert. So »wachsen Hotels« in Saranda »den Berg hinauf«. Dass die südalbanische Hafenstadt kritiklos davon kommt, vermittelt schon fast ein allzu beschönigendes Bild: Saranda wird sogar mit Cannes verglichen und als Stadt der »weissen Häuser mit grossen Fenstern und Säulenhallen, die Gassen voller kleiner Läden beschatten« beschrieben.</p>
<p>Wertungen vermeidend, überlässt der Autor Brandenburg im Schlusswort die Gefühle einer Biene:</p>
<blockquote><p>»Eine vorwitzige Biene setzt sich darauf [Dessert] und nascht mit. Kein Zweifel: Sie ist glücklich.«</p></blockquote>
<p><div id="attachment_1859" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1852/geosaison_122017_al-checkoutweb" rel="attachment wp-att-1859"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1859" class="size-medium wp-image-1859" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-checkoutweb-350x273.jpg" alt="" width="350" height="273" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-checkoutweb-350x273.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-checkoutweb-800x624.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_al-checkoutweb.jpg 959w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1859" class="wp-caption-text">Erwähnung von albanien.ch</p></div></p>
<h4>Erwähnung von albanien.ch <i class="wp-svg-cool cool"></i></h4>
<p>Glücklich sind auch wir – darüber, dass auf den folgenden Seiten mit den »besten Tipps und Adressen« <a href="http://www.albanien.ch/albanien_info">albanien.ch</a> empfohlen wird. Hierzu einfach noch die Bemerkung: Die Betreiber dieser Website sind keine Schweizer Exil-Albaner, sondern Schweizer Möchtegern-Albaner – aber das sollte in der heutigen Welt auch keine grosse Rolle spielen.</p>
<p><a href="https://albanien.ch/albanien_info/albanische-riviera/"><i class="wp-svg-forward forward"></i> Albanische Riviera auf albanien.ch</a></p>
<p>Lobende Worte über Albanien finden sich auch ausserhalb des Artikels über die Albanische Riviera. In der Rubrik »Unsere Reporter unterwegs« wird die Offenheit der Albaner gelobt.</p>
<p>Und sollte man zur Minderheit derjenigen gehören, die ein Editorial liest, erfährt man dort, dass das Balkanland eine gute Alternative zum »Overtourism« andernsorts mit Touristen-müden Bewohnern wie Barcelona oder Venedig ist:</p>
<p><div id="attachment_1862" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1852/geosaison_122017_cover" rel="attachment wp-att-1862"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1862" class="size-medium wp-image-1862" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_cover-350x447.jpg" alt="" width="350" height="447" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_cover-350x447.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_cover-800x1022.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/11/geosaison_122017_cover.jpg 1174w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1862" class="wp-caption-text">Cover GEO Saison 12/2017</p></div></p>
<blockquote><p>»Plätze am Mittelmeer, wo man von überschäumend gastfreundlichen Einheimischen empfangen wird (Albanien!)«</p></blockquote>
<p>In der Piratenhöhle zwischen Dhërmi und Jalë sei man noch fast alleine unterwegs – nicht wie in der Blauen Grotte von Capri, wo sich die Touristen stauen.</p>
<p>Zuletzt bleibt festzuhalten, dass Albanien im Kontext des Themas der Dezembernummer für die Redaktion von »GEO Saison« zu den besten 62 Reisezielen für 2018 gehört und langsam auch zum Trend wird. Die Aufnahme Albaniens in diese Ausgabe ist also nicht nur eine Reiseempfehlung, sondern auch ein Prädikat.</p>
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		<title>Unterwegs mit dem Mountain Bike in Albanien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Aug 2017 20:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Mountain Bike]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Das an vielen Orten noch kaum erschlossene Albanien bietet für Mountainbiker viele spannende Touren — Eindrücke von einer Reise im Juli durchs ländliche Mittelalbanien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1834" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1458/markus-strub-mountain-biking" rel="attachment wp-att-1834"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1834" class="size-medium wp-image-1834" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Markus-Strub-Mountain-Biking-350x237.jpg" alt="" width="350" height="237" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Markus-Strub-Mountain-Biking-350x237.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Markus-Strub-Mountain-Biking.jpg 755w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1834" class="wp-caption-text">Strenge Arbeit auf dem Bike</p></div></p>
<h4><strong>Das an vielen Orten noch kaum erschlossene Albanien bietet für Mountainbiker viele spannende Touren – Eindrücke von einer Reise im Juli durchs ländliche Mittelalbanien.<br />
</strong></h4>
<p><span id="more-1832"></span></p>
<h6>Von Markus Strub, <span class="_5yl5">Berufsschullehrer aus Birsfelden</span></h6>
<p>Meine, wie Frau meint, Schnapsidee verwirklicht sich im Juli 2017. Mann will nicht fliegen, so sitzen die Interrail-Reisenden im Zug bis Bari und übernachten dann in der Schiffskabine der Fähre, bis der albanische Hafen von Durrës in Sicht kommt.</p>
<p>Tirana empfängt uns entspannt, jedes zweite Gebäude scheint ein »restorant« oder eine »bar« zu sein, fast ausschliesslich von Männern bevölkert. Tobi, unser Chef während den sechs Tagen, ist froh, dass es kühler geworden, lediglich noch 34 Grad warm ist.</p>
<p>Am 4. Juli radeln wir aus Tirana heraus. Sehr schnell wird es steinig, staubig, steil und sehr schwitzig. Schnaps ist es nicht, was in dieser Woche in Massen unsere Poren verlässt. Der oft ruppig ansteigende Weg fordert.</p>
<p><div id="attachment_1839" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1832/markus-strub-schildkroete" rel="attachment wp-att-1839"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1839" class="size-medium wp-image-1839" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Schildkroete-350x223.jpg" alt="" width="350" height="223" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Schildkroete-350x223.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Schildkroete-800x511.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Schildkroete.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1839" class="wp-caption-text">Gegenverkehr!</p></div></p>
<p>Mann wähnt sich oft weit entfernt jeglicher Zivilisation und ist erstaunt, immer wieder auf kleine Dörfer zu treffen. In etlichen Weilern stehen neu gebaute Minarette, finanziert beispielsweise von Bahrain.</p>
<p>Gemütlich spazierende Schildkröten wollen sicher nicht überfahren werden. Hühner fliehen panisch vor uns, der Film »chicken run« lässt grüssen.</p>
<p>Autos sehen wir weniger als Esel, welche, schicksalsergeben und voll beladen, langsam wippend unterwegs sind. Traktoren auf Feldern sind kaum ersichtlich, es wird Hand angelegt. Ziegen- und Schafherden breiten sich auf scheinbar endlosen Weideflächen aus. Immer wieder finden sich frei angelegte Friedhöfe, jedes Grabmal ist mit farbigen Plastikblumen dekoriert.</p>
<p>In einem Dorf verfolgen wir den Schlauchwechsel am Brunnen. Wasseranschluss haben die Häuser in diesem Dorf nicht. Jede Familie darf eine Stunde lang Wasser vom Brunnen abzapfen und mit einem Schlauch ihrem Haus zuführen. Etliche Ortschaften haben lediglich stundenweise Zugang zu fliessendem Wasser und zu Strom.</p>
<p>Hügel und gebirgiges Gelände sollen, so erfahren wir im Wikipeda, 70 Prozent der Geographie von Albanien ausmachen. Unsere schweren Beine und der enorme Bedarf an Trinkwasser, um die leeren Schweisstanks wieder zu füllen, geben dem Internet Recht. Wir überwinden auf unserer Bike-Tour in Zentralalbanien auf teilweise sehr natürlichen Wegen Pässe und Übergänge. Vereinzelt nutzen wir auch die Reste von Steinstrassen, welche die italienische Besatzungsmacht vor ca. 100 Jahren gebaut hat. Die Abfahrten erstrecken sich teilweise über 20 Kilometer, sind höchst abenteuerlich und fordern Mut und die kaum vorhandene Technik des Radlerpaars heraus. Rollstrecken auf Asphaltstrassen fühlen sich erholsam an.</p>
<p>Die erste Tagesetappe führt nach Kruja, ein sympathischer Ort, scheinbar in den Bergrücken gepresst. Dort residierte und kämpfte vor ca. 600 Jahren Skanderberg Kastrioti erfolgreich gegen die Osmanen. Er wird heute noch als der Nationalheld der Skipetaren verehrt. Viele Touristen besuchen das hiesige Skanderg-Museum. Das Hotel Panorama wird seinem Namen sehr gerecht, herrlich.</p>
<p><div id="attachment_1840" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1832/markus-strub-bruecke" rel="attachment wp-att-1840"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1840" class="size-medium wp-image-1840" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Bruecke-350x221.jpg" alt="" width="350" height="221" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Bruecke-350x221.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Bruecke-800x504.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Bruecke.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1840" class="wp-caption-text">Wacklige Hindernisse sind zu passieren</p></div></p>
<p>Am zweiten Tag pedalen wir auf einer einsamen Asphaltstrasse 19 Kilometer lang den Qafë Shtama hoch, »Qafë« bedeutet Pass. Unterwegs verschenken uns Mitarbeitende der Wasserabfüllanlage Wasserflaschen. Auf der Passhöhe essen wir im Schatten von Föhren und geniessen den kühlenden Wind. Die Fahrräder müssen auf der sehr holprigen Abfahrt viele Schläge aushalten.</p>
<p>In Shulbatër übernachten wir bei einer Familie in einem dreihundert Jahre alten Haus, das ursprünglich für eine vierzigköpfige Grossfamilie gebaut wurde. Wir essen im Schneidersitz auf dem Boden. Die Maissuppe mit Knoblauchstücken, die von Hand gefertigten Pommes Frites, der griechische Salat schmecken köstlich.</p>
<p>Der Hausherr isst mit uns, leistet uns Gesellschaft, das ist seine Pflicht. Die Frauen essen nicht mit uns. Sie kochen für uns, bewirten uns. In diesem Teil von Albanien herrschen alt hergebrachte Verhaltensregeln, auch zwischen den Geschlechtern.</p>
<p>Tobi, Inhaber von <a href="http://www.ride-albania.com/" target="_blank" rel="noopener">Ride Albania Mountain Biking</a>, versucht mit Hilfe dieser Radtouren einzelne Familien, welche uns Gastrecht gewähren, finanziell zu unterstützen. Gerne würde er diesen sanften Tourismus sachte ausbauen. Seit vier Jahren lebt er in Tirana, vor einem Jahr startete er mit seiner Firma Mountainbike-Touren in Albanien zu organisieren. Good luck, lieber Tobi. Er und Orgest, ein junger Einheimischer, begleiten uns, ermöglichen uns das Eintauchen in diese uns fremde Welt, welche uns offen und mit herzlicher Gastfreundschaft empfängt.</p>
<p>Wir beobachten, dass viele Männergruppen vom frühen Morgen an scheinbar stundenlang in den Restaurants sitzen. Abends findet in albanischen Gemeinden der »xhiro« statt, das Flanieren von Familien und Gruppen von Frauen und Männern, welche sich aufmerksam und aus Distanz mustern.</p>
<p><div id="attachment_1833" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1458/markus-strub-landwirtschaft" rel="attachment wp-att-1833"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1833" class="size-medium wp-image-1833" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Markus-Strub-Landwirtschaft-350x209.jpg" alt="" width="350" height="209" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Markus-Strub-Landwirtschaft-350x209.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Markus-Strub-Landwirtschaft.jpg 708w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1833" class="wp-caption-text">Landwirtschaft im östlichen Zentralalbanien</p></div></p>
<p>Am dritten Tourtag geht es den Qafë Murrë hoch, ein platter Reifen verhilft zu einer Pause im Schatten. Wir rollen vorbei an massiven Mini-Bunkern, welche Hoxha im ganzen Land errichten liess. Über 600&#8217;000 solcher Betonpilze wurden in ganz Albanien plaziert. Sie wirken makaber, traurig, nutzlos auf uns. Unser westliches Hirn stellt sich die Frage: »Was hätte man mit diesem Geld Sinnvolles machen können?«.</p>
<p>In Peshkopi, einer Kleinstadt nahe der mazedonischen Grenze, übernachten wir zweimal im Hotel Veri. Der lokale Obstsaft schmeckt hervorragend. Beim Berber lässt sich Mann am Ruhetag verwöhnen. Zu einer ordentlichen Rasur gehört eine erfrischende Gesichtsmaske, welche Wohltat. Wir radeln am Nachmittag zur Verwandschaft von Orgest, welche uns enorm gastfreundlich empfängt. Das anschliessende Bad im Fluss Drin, welcher sich frei ausbreiten kann, erfrischt wunderbar. Bei anbrechender Dunkelheit pedalen wir zurück nach Peshkopi.</p>
<p>Am folgenden Tag rollen wir auf dem Asphalt ein, essen in einem Restaurant am Drin, bevor wir in ein sehr einsames Bergtal ein- und hochsteigen. Vogelzwitschern, wunderbare Schmetterlinge begleiten uns. Grundstücke sind durch kunstvoll gefertigte Weidezäune abgegrenzt. Heuhaufen gleichen Kunstwerken.</p>
<p><div id="attachment_1841" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1832/markus-strub-begegnungen" rel="attachment wp-att-1841"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1841" class="size-medium wp-image-1841" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Begegnungen-350x213.jpg" alt="" width="350" height="213" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Begegnungen-350x213.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Begegnungen-800x486.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Markus-Strub-Begegnungen.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1841" class="wp-caption-text">Begegnungen auf holprigen Pfaden</p></div></p>
<p>Zwischendurch stossen wir unsere Bikes über steile Schotterhalden, kämpfen uns auf schmalen Pfaden in Eichen- und Buchenwäldern hoch. Versteckt befindet sich ein wunderschön dekorierter Schrein des Bektaschi-Ordens, eine muslimische Glaubensrichtung, welche im osmanischen Reich verboten wurde und heute ihren Hauptsitz in Albanien hat.</p>
<p>Die lange Abfahrt nach Bulqiza lässt die Bremsen glühen, kleine Bäche auf der Naturstrasse kühlen diese ab.</p>
<p>Die Schlussetappe ist gemütlich, die Minenstadt Bulqiza besitzt eine ausgedehnte Fussgängerzone. Unseren Zielort Klos erreichen wir nach einer wunderbaren Abfahrt. Ähnlich wie im Schweizer Jura finden sich viele Gedenktafeln für Verstorbene an den Strassenplanken. Leider endet unser Bike-Abenteuer in Klos. Abends essen wir in Tirana fein mit Tobi und Orgest, bevor wir uns drücken und einander ein herzliches Mirupfashim wünschen. Intensiv, unglaublich reich an Eindrücken waren diese Tage, ein kostbares Geschenk und wahrlich keine Schnapsidee.</p>
<p><i class="wp-svg-arrow-right arrow-right"></i> Siehe auch: <a href="https://albanien.ch/albanien_info/radreisen-albanien/">Radfahren in Albanien</a></p>
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		<title>Die Miss-Wahl auf der Alm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 00:22:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Kelmend]]></category>
		<category><![CDATA[Logu i Bjeshkëve]]></category>
		<category><![CDATA[Miss-Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Trachten]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Volksfest]]></category>
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					<description><![CDATA[Alljährlich am zweiten Samstag im August trifft sich ganz Kelmend, die nördlichste Ecke Albaniens, auf dem Bordolec-Pass. Nur dieses Jahr fand der »Logu i Bjeshkëve«, das grosse Volksfest der Region, eine Woche früher statt – der Grund für die Verschiebung bleibt trotz zahlreicher wenig Sinn ergebender Erklärungen schleierhaft. Wie jedes Jahr wurde auch letzten Samstag ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1806">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alljährlich am zweiten Samstag im August trifft sich ganz Kelmend, die nördlichste Ecke Albaniens, auf dem Bordolec-Pass. Nur dieses Jahr fand der »Logu i Bjeshkëve«, das grosse Volksfest der Region, eine Woche früher statt – der Grund für die Verschiebung bleibt trotz zahlreicher wenig Sinn ergebender Erklärungen schleierhaft.</p>
<p>Wie jedes Jahr wurde auch letzten Samstag eine junge Dame zur »Miss Bjeshkëve« gekürt, zur Schönsten von Kelmend.</p>
<p>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_buehne_missen'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Buehne_Missen-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_crowd'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Crowd-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p>Der »Logu i Bjeshkëve« ist ein farbenfrohes, fröhliches Volksfest mit langer Tradition. Am 26. Juli, dem Tag von Shënepremte respektive Shna Prende, wie die Heilige Anna im Norden genannt wird, kleideten sich früher in den Dörfern Selca, Vermosh und Vukël die Frauen in ihren besten Kleidern. Dabei wurde nach dem Kirchgang jeweils die schönste angehende Braut bestimmt. Aus diesem »Logu i Nusëve« entwickelte sich der »Logu i Bjeshkëve«, der seit 1998 alljährlich beim Bordolec-Pass oberhalb des Dorfes Lepusha stattfindet. Der Begriff »Logu« bezeichnet eine Wiese für Versammlungen, und »Bjeshket« sind das Gebirge im Norden oder auch die Almen.</p>
<p>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_posieren'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_posieren-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_arena'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Arena-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p>Tausende versammelten sich letzten Samstag am Bordolec-Pass vor der eindrücklichen Bergkulisse der »Bjeshket e Namuna«, der »verwunschenen Berge«. Trotz einer Höhe von über 1350 Metern brannte die Sonne erbarmungslos auf die angereisten Besucher hinab. Einige hatten schon am Abend zuvor gefeiert – aber am Samstag-Vormittag reisten die Besucher in Scharen an, dank frisch asphaltierter Strasse auch von weit her.</p>
<p>Das Publikum unterhielt sich und wurde mit zahlreichen Aufführungen von Musikern, Playback-singenden Volksmusik-Sternchen und Tanzgruppen unterhalten. Es gab Fleisch vom Grill und Getränkestände, die etwas Abkühlung versprachen. An einem Jahrmarktstand konnten beim Ring-Werfen besonders Geschickte Preise gewinnen, an anderen Ecken wurden Trachten und Handwerk feilgeboten sowie das neue Raumplanungskonzept der Gemeinde Malësia e Madhe präsentiert, zu dem auch die Schweiz beigetragen hat.</p>
<p>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_floetenspieler'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Floetenspieler-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_arena_tanzgruppe'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Arena_Tanzgruppe-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_tanzgruppe'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Tanzgruppe-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_musikgruppe'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Musikgruppe-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_musiker'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Musiker-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_junger_musiker'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_junger_Musiker-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p>Höhepunkt des »Logu i Bjeshkëve« ist aber klar die Wahl der »Miss Bjeshkëve«. Das Schaulaufen der jungen Damen, zum Teil noch halbe Mädchen, zog sich durch den ganzen Anlass. Die zehn Kandidatinnen präsentierten sich, stellten sich später einzeln kurz vor und zeigten ihr Können im traditionellen Tanz. Aufwändig waren sie herausgeputzt: reichlich Make-up und sehr kunstvolle Frisuren, aber vor allem die traditionellen Trachten. Sie trgen die »Xhubleta«, den typische schwarzen Glockenrock aus Filz des Hochlandes, darüber rote und schwarze Schürzen, eine weisse Bluse, darüber ein Oberteil mit farbigen Ärmeln, einen breiten, mit farbigem Stoff bedeckten Gurt, ein kleines Filzkäppchen und ein farbiges Kopftuch, das mit seinen lagen Fransen weit den Rücken hinab fällt. Vieles ist aufwänig bestickt, und natürlich darf viel Schmuck am Hals, im Haar und an der Kappe, an den Ärmen, vor der Brust und am Bauch nicht fehlen. Die Filzgamaschen sind ebenfalls bestickt wie auch die knallig-bunten Socken. Und nur Albanerinnen können wohl mit solchen Absätzen über Almwiesen stolzieren.</p>
<p>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_praesentation'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_Praesentation-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_tanz'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_Tanz-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_ruecken'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_Ruecken-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p>Die Dame mit der schönsten oder originalsten Tracht gewann einen Extrapreis. Weiter überreichten die anwesenden Politiker den dritten und den zweiten Preis, bevor der Bürgermeister aus Koplik die »Miss Bjeshkëve« ernannte, ihre Schönheit, Tracht und Tanzkünste lobend: Dieses Jahr gewann Ermelinda Papushaj aus Lepusha. Gleich nach der Bekanntgabe stürzte der Medienrummel über die Teenagerin herein, während alle versuchten, ein Selfie mit ihr zu schiessen. Einen Preis erhielt die Gewinnerin – zumindest soweit ich das erkennen konnte – nicht. Die Auszeichnung der Jury ist wohl Ehre genug.</p>
<p>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_miss_ganz'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Miss_ganz-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_miss_nah'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Miss_nah-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
</p>
<p>Das Publikum verzog sich dann nach drei anstrengenden Stunden an der prallen Sonne rasch. Die Blechlawine rollte wieder talwärts, so gut das im allgemeinen Chaos ging, während andere es sich im kühlen Schatten auf der anderen Seite der Passhöhe bequem machten und noch etwas weiter feierten mit den Bekannten aus den umliegenden Dörfern.</p>
<p>Wie fast überall in Albanien lässt sich auch in dieser abgeschiedenen nördlichsten Ecke Albaniens eine rasante Entwicklung feststellen. Dank neuer Strasse kommen immer mehr Besucher an das Fest, das rasch mehr und mehr seines rustikalen Charmes verlieren dürfte. Noch ist es eine Bergwiese, die sich für ein paar Stunden in ein Festgelände verwandelt – aber Organisation, Technik und Vermarktung werden immer professioneller. Schön wäre es, wenn es gelänge, das Publikum beim Tanz und Gesang miteinzubeziehen. Vielleicht wären dann auch abseits der Bühne mehr traditionelle Kleider zu sehen. Aber ein farbenfrohes und spektakuläres Schauspiel traditioneller Volkskunst in einer atemberaubenden Bergwelt ist der »Logu i Bjeshkëve« noch immer.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Logu i Bjeshkëve 2017" src="https://player.vimeo.com/video/229300034?dnt=1&amp;app_id=122963" width="900" height="506" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write"></iframe></p>
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		<title>Wo sogar Holländer ins Staunen geraten</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/807</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 2012 13:07:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Gjirokastra]]></category>
		<category><![CDATA[Hanf]]></category>
		<category><![CDATA[Lazarat]]></category>
		<category><![CDATA[Moped]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Holänder auf Reisen in Albanien – nein, keine fliegenden Holländer, sondern unterwegs mit vor Ort gekauften Mopeds. Diese Gefährte führten sieÂ zu vielenÂ interessanten Begegnungen und an Orte, wo die meisten anderen Reisenden schnell vorbeibrausen. Über ihre Reise haben sie einen unterhaltsamen Video gedreht, der auf YouTube zu sehen ist. Mit ihren Mopeds sind sie auch nach ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/807">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Holänder auf Reisen in Albanien – nein, keine fliegenden Holländer, sondern unterwegs mit vor Ort gekauften Mopeds. Diese Gefährte führten sieÂ zu vielenÂ interessanten Begegnungen und an Orte, wo die meisten anderen Reisenden schnell vorbeibrausen. Über ihre Reise haben sie einen unterhaltsamen Video gedreht, der auf YouTube zu sehen ist.</p>
<p>Mit ihren Mopeds sind sie auch nach Lazarat gefahren, ein Dorf südlich von Gjirokastra, wo sich die albanische Polizei nicht hintraut. Und dort sind die Holländer ins Staunen geraten: Überall im Dorf wächst Hanf: ganze Gärten voll, ganze Felder voll. Bis zu drei Meter hohe Pflanzen. Alles riecht nach Hanf. Ganz nach dem Geschmack der begeisterten jungen Holländer, die ab all den berauschenden Pflanzen in Albanien ins Staunen geraten. Auch die örtliche Schule stehe neben einem Hanffeld, durch das die Kinder nach Hause gehen.</p>
<p>Die Bilder der Holländer aus dem berüchtigten Gangster-Dorf Lazarat waren auch den albanischen Medien eine Meldung wert.</p>
<p><a href="http://www.balkanweb.com/fotoAlbum/index.php?id=7148&amp;IDFoto=7148" target="_blank">&gt;&gt; Artikel von BalkanWeb</a><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=nB-IoVQpWOk" target="_blank">&gt;&gt; YouTube Video</a>Â (Bilder aus Lazarat bei ca. 25&#8217;Â 30&#8220;)</p>
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		<title>»Mercedes für jedermann«</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/791</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:06:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mercedes]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Tages-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Mal wieder ein nettes Zitat aus der Tagespresse: »Heute ist der Kommunismus verwirklicht: Mercedes für jedermann. Die Sterndichte dürfte nur in Stuttgart-Sindelfingen, auf dem Produktionsband, höher sein als in Albanien.« Auch der Rest des Artikels von Markus Dütschler im Tages-Anzeiger über eine Busreise in AlbanienÂ ist ganz nett und lesenswert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder ein nettes Zitat aus der Tagespresse:</p>
<blockquote><p>»Heute ist der Kommunismus verwirklicht: Mercedes für jedermann. Die Sterndichte dürfte nur in Stuttgart-Sindelfingen, auf dem Produktionsband, höher sein als in Albanien.«</p></blockquote>
<p>Auch der Rest des <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/reisen/So-nahe--und-doch-so-abwegig/story/17629520" target="_blank">Artikels von Markus Dütschler im Tages-Anzeiger über eine Busreise in Albanien</a>Â ist ganz nett und lesenswert.</p>
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		<title>Furgon auf Eis</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/742</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 22:19:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrer]]></category>
		<category><![CDATA[Furgon]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass albanische Fahrweisen nicht jeden Australien erfreuen (auch wenn sie sich Off-Road-Pisten gewohnt sein sollten) und ein eisbedecktes Stück albanische Strasse sie doch sehr erstaunt, dürfte wenig überraschen. Wir freuen uns über den netten Reisebericht von Nick Johns-Wickberg gespickt mit Epissoden, die uns allen vielleicht allzu gut bekannt sind: We”™re within spitting distance when, at ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/742">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass albanische Fahrweisen nicht jeden Australien erfreuen (auch wenn sie sich Off-Road-Pisten gewohnt sein sollten) und ein eisbedecktes Stück albanische Strasse sie doch sehr erstaunt, dürfte wenig überraschen. Wir freuen uns über den netten Reisebericht von Nick Johns-Wickberg gespickt mit Epissoden, die uns allen vielleicht allzu gut bekannt sind:</p>
<blockquote><p>We”<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />re within spitting distance when, at the last minute, my man swerves right, narrowly avoiding the truck, various farm animals, and a group of local children, all of whom look completely unfazed.</p>
<p>”¦ the scenery out the window shifts from the grungy buildings of Shkodra to a kind of agricultural nothingness ”¦</p>
<p>The bus pulls over, and we all take a 15 minute break at a lively pub for our 9.30am shot of rakija (bus driver included), because no man would dare face the Albanian mountains sober.</p>
<p>Of course, the only one who speaks English is an uneducated 11 year-old boy, who has accordingly become the manager of the local guesthouse, but somehow this is the kind of occurrence that stops being surprising once you”<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />ve spent more than a day in Albania.</p></blockquote>
<p>Und wer sich für die Geschichte mit dem Minibus auf Eis interessiert, lese den ganzen Bericht:<br />
<a href="http://blogs.crikey.com.au/back-in-a-bit/2012/01/25/welcome-to-albania-where-ice-on-the-road-gets-the-bus-driver-dancing/" target="_blank">&gt;&gt; Welcome to Albania, where ice on the road gets the bus driver dancing</a></p>
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		<title>Hütchenspielerkurse und Haarefärben</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/454</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 10:09:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteil]]></category>
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					<description><![CDATA[Noch immer scheinen Reisen nach Albanien vielen Mitmenschen einem Himmelsfahrtkommando gleichzukommen. Die Journalistin Grit Warnat hat dies in ihrem Reisebericht »Ein Land will raus aus dem Bunker« in der Magdeburger Zeitung Volksstimme sehr treffend in Worte gefasst: Doch das Bild von den Schuften und Gaunern muss wirklich tief sitzen. Ungläubiges Kopfschütteln bei Bekannten, Verwandten, Kollegen, ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/454">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch immer scheinen Reisen nach Albanien vielen Mitmenschen einem Himmelsfahrtkommando gleichzukommen. Die Journalistin Grit Warnat hat dies in ihrem Reisebericht <a href="http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/meinung_und_debatte/meinung_und_debatte/?em_cnt=1786240" target="_blank" rel="noopener">»Ein Land will raus aus dem Bunker«</a> in der Magdeburger Zeitung Volksstimme sehr treffend in Worte gefasst:</p>
<blockquote><p>Doch das Bild von den Schuften und Gaunern muss wirklich tief sitzen. Ungläubiges Kopfschütteln bei Bekannten, Verwandten, Kollegen, als ich verriet: In meinem Urlaub geht&#8217;s nach Albanien. Zu Hütchenspielerkursen wurde mir da geraten und zum Haarefärben. Lieber dunkel als auffallend blond – der Überfälle und der Entführungen wegen. Einige haben mich aufmunternd gedrückt, weil sie wohl befürchteten, dass ich Deutschland nie mehr wiedersehen werde. So muss es sein, wenn man als Kriegsberichterstatter nach Afghanistan fährt oder über mafiöse Strukturen in Sizilien berichten will. Ich aber bin nur in meinen Urlaub geflogen.</p></blockquote>
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