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	<title>Kosovo &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Der amerikanische Präsident auf dem Sockel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2016 12:41:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Albaner haben eine Vorliebe, amerikanischen Präsidenten Denkmäler zu errichten. Nicht ganz unbegründet sind wohl die Denkmäler, die eng im Zusammenhang stehen mit der Existenz der albanischen Staaten: Woodrow Wilson (1856–1924) war 28. amerikanischer Präsident und durch seine Einflussnahme bei der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg wesentlich verantwortlich, dass Albanien nicht unter seinen Nachbarn ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1674" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670/clinton_prishtina" rel="attachment wp-att-1674"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1674" class="wp-image-1674 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-350x350.jpg" alt="Statue für Bill Clinton in Prishtina" width="350" height="350" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-350x350.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-800x800.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-144x144.jpg 144w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina.jpg 1500w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1674" class="wp-caption-text">Statue für Bill Clinton in Prishtina</p></div>
<p>Die Albaner haben eine Vorliebe, amerikanischen Präsidenten Denkmäler zu errichten.</p>
<p>Nicht ganz unbegründet sind wohl die Denkmäler, die eng im Zusammenhang stehen mit der Existenz der albanischen Staaten:</p>
<p>Woodrow Wilson (1856–1924) war 28. amerikanischer Präsident und durch seine Einflussnahme bei der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg wesentlich verantwortlich, dass Albanien nicht unter seinen Nachbarn aufgeteilt wurde. Ihm zu Ehren wurde auf dem »Sheshi Wilson« im Zentrum Tiranas eine Statue errichtet – mitten in einem Kreisel stehend geht sie leider etwas unter im Verkehr. AnscheinendhatteÂ  Ministerpräsident Fan Noli sogar ein Dekret erlassen, den Ort Shëngjin in »Wilson-Stadt« umzubenennen, was aber nie umgesetzt wurde und auch vollkommen in Vergessenheit geraten war, bis dort vor Kurzem eine Plakette angebracht worden ist.</p>
<p>Bill Clinton, 42. amerikanischer Präsident, wird in der kosovarischen Hauptstadt mit einem grossen Denkmal geehrt. Zwar nicht gerade an der attraktivsten Ecke der Stadt, aber zumindest für jeden Besucher, der vom Flughafen kommt, sichtbar. Bill Clinton war als Präsident mit seinem Entscheid zum Luftangriff gegen Serbien massgeblich an der Gründung des kosovarischen Staats beteiligt – erst der Kosovokrieg machte die Unabhängigkeit möglich. Und so grüsst er von seinem Sockel herunter die vorbeiziehenden Passanten und die im Stau stehenden Autofahrer oder seine Frau Hillary, die einen kurzen Halt einlegte, als sie als Aussenministerin Prishtina besuchte.</p>
<div id="attachment_1672" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670/bush_fushkruje" rel="attachment wp-att-1672"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1672" class="wp-image-1672" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje-350x432.jpg" alt="Statue für George W. Bush in Fushë-Kruja" width="250" height="309" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje-350x432.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje-800x988.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje.jpg 810w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-1672" class="wp-caption-text">Statue für George W. Bush in Fushë-Kruja</p></div>
<p>Als belustigend ist der Besuch seines Nachfolgers George W. Bush im Sommer 2007 in Albanien in Erinnerung ( <a href="http://www.albanien.ch/bb/2007/06/albanien-feiert-bush/"><i class="wp-svg-newspaper newspaper"></i> Bericht zur Staatsvisite</a>). Die Albaner feierten den ersten US-Präsidenten, der ihr Land besuchte, überschwenglich, während der umstrittene Politiker sonst kaum noch irgendwo in Europa willkommen war. Beim Bad in der Menge während eines kurzen Aufenthalts im Städtchen Fushë-Kruja ging dann auch noch Bushs Armbanduhr verloren. Der Ort kam so zu seinen fünf Minuten weltweiten Ruhms und dankte dies dem Gast mit einem Denkmal. Es steht zwar auf dem Hauptlatz von Fushë-Kruja, aber etwas zurückgedrängt: Die Platzierung könnte repräsentativer sein, die nebenstehende Werbesäule einer Bank überragt das Denkmal fast. Albanien gab nicht nur Briefmarken mit dem Portrait des US-Präsidenten heraus, in Tirana wurde auch eine zentrale Strasse nach ihm benannt, worüber sich insbesondere amerikanische Besucher amüsieren.</p>
<p>Wer ist der nächste amerikanische Präsident, der in Albanien ein Denkmal kriegt?</p>
<p>Wie lange würde es wohl dauern, bis Donald Trump von einem albanischen Bildhauer verewigt würde, würde er denn heute gewählt?</p>
<div id="attachment_1673" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670/clinton_saranda" rel="attachment wp-att-1673"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1673" class="size-medium wp-image-1673" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda-350x215.jpg" alt="Büste für Hillary Clinton in Saranda" width="350" height="215" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda-350x215.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda-800x492.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda.jpg 1627w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1673" class="wp-caption-text">Büste für Hillary Clinton in Saranda</p></div>
<p>Seine Gegenkandidatin Hillary Clinton ist da schon einen Schritt weiter. Fast schon in vorauseilendem Gehorsam wurde diesen Sommer in Saranda eine Hillary-Büste eingeweiht. Der Grund dafür wurde nicht ganz klar. Die Bürgermeisterin von Saranda erklärte damals, dass das Monument die Verbindung zwischen Albanien und den USA zum Ausdruck bringen solle, dass man damit den Amerikanern und vor allem Hillary Clinton für wiederkehrende Unterstützung für das albanische Volk danken wolle. Das Denkmal nennt dann auch anstelle einer Würdigung prominent die Stifter: nebst der Stadt Saranda die US-Organisation »Diplomatic Mission Peace and Prosperity«. Auch der gewählte Ort für das Denkmal überzeugt nicht ganz: Das kleine Plätzchen im Zentrum der Stadt liegt eingeklemmt zwischen parkierten Autos, die Büste versteckt sich schon fast hinter viel Grünzeug. Wenn man nicht aufmerksam Ausschau hält, wird man das Monument vermutlich übersehen.</p>
<p>Zumindest die Aussage der Bürgermeisterin, dass sich die Albaner den Amerikanern sehr verbunden fühlen, dürfte zutreffend sein. Neben Mexiko ist Albanien wohl das Land mit den meisten Denkmälern amerikanischer Präsidenten, auch wenn kaum eines davon richtig monumental ist.</p>
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		<title>Hartes albanisches Sportlerleben (Rio 2016)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Aug 2016 09:19:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Nacht wurden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele 2016 eröffnet. Klein war das Grüppchen, das hinter der albanischen Fahne ins Stadion einlief – mit nur sechs Sportlern so klein wie seit vielen Jahren nicht mehr. Dafür konnten zum ersten Mal Sportler aus Kosova an Olympischen Spielen teilnehmen. Mit acht Sportlern war diese Delegation ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1608">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1610" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1608/rio2016_poster_luiza" rel="attachment wp-att-1610"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1610" class="size-medium wp-image-1610" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Poster_Luiza-350x525.jpg" alt="Poster des Nationalen Olympischen Komitees von Albanien" width="350" height="525" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Poster_Luiza-350x525.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Poster_Luiza-800x1200.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Poster_Luiza.jpg 1859w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1610" class="wp-caption-text">Poster des Nationalen Olympischen Komitees von Albanien</p></div>
<p>Diese Nacht wurden in Rio de Janeiro die Olympischen Sommerspiele 2016 eröffnet. Klein war das Grüppchen, das hinter der albanischen Fahne ins Stadion einlief – mit nur sechs Sportlern so klein wie seit vielen Jahren nicht mehr. Dafür konnten zum ersten Mal Sportler aus Kosova an Olympischen Spielen teilnehmen. Mit acht Sportlern war diese Delegation sogar etwas grösser.</p>
<p>Dass nur sehr wenige albanische Sportler in der Weltelite mitkämpfen, liegt insbesondere an den schwierigen Bedingungen, die sie in ihrer Heimat antreffen. Sportförderung konzentriert sich fast ausschliesslich auf Fussball ”¦</p>
<p>Die meisten Albaner sind nur dabei, weil sie eine Einladung erhalten haben; eine Gewichtheberin profitierte nachträglich vom Ausschluss der Russen. Beispielhaft ist die Geschichte der Schwimmerin Rita Zeqiri aus Prishtina. In ganz Kosova gibt es kein Schwimmbecken mit olympischen Massen. Lange Jahre musste sie zum Trainieren nach Skopje fahren, bis ihr Vater ein Hallenbad bauen liess. Chancen auf Medallien rechnet sich Zeqiri natürlich nicht aus, wie sie <a href="http://www.zeit.de/sport/2016-07/olympische-spiele-kosovo-neuling" target="_blank">gegenüber derÂ  Zeitung »Zeit« erklärte</a> – dabei zu sein ist alles.</p>
<p>Aber auch die Profis, die durchaus um eine Medallie mitkämpfen können, haben es nicht einfach. Luiza Gega, die an den Europameisterschaften in Amsterdam vor einem Monat Silber holte beim Steeple-Lauf, findet in der albanischen Hauptstadt Tirana keine geeignete Trainigsmöglichkeit: Seitdem das Qemal-Stafa-Stadion abgebrochen worden ist, muss Gega im Park der Stadt trainieren, weil es in ganz Albanien nur noch in Elbasan und Korça Tartanbahnen gibt.</p>
<div id="attachment_1615" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1608/rio2016_eroeffnung_einlauf" rel="attachment wp-att-1615"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1615" class="wp-image-1615 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Eroeffnung_Einlauf-350x352.jpg" alt="Szenen aus der Eröffnungszeremonie" width="350" height="352" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Eroeffnung_Einlauf-350x352.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Eroeffnung_Einlauf-144x144.jpg 144w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/08/Rio2016_Eroeffnung_Einlauf.jpg 384w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1615" class="wp-caption-text">Szenen aus der Eröffnungszeremonie</p></div>
<p>Am meisten Hoffnung auf Gold kann sich Majlinda Kelmendi ausrechnen. Die Judo-Weltmeisterin ist 2012 in London noch für Albanien gestartet – jetzt darf sie Kosova vertreten. Vielleicht gelingt ihr die Sensation, als erste Albanerin eine Medallie an Olympischen Spielen zu gewinnen.</p>
<p>Weitere Albaner treten heute für Länder an, wo sie bessere Trainingsmöglichkeiten vorfinden. Die Sportschützin Enkeleda Shehaj war 1996 noch im albanischen Team, 20 Jahre später vertritt sie jetzt die USA. Zwei albanische Ringer kämpfen in Rio für Australien respektive Bulgarien. Pensionierte Gewichtheber und Leichtathleten waren nach Griechenland abgewandert.</p>
<p>Die traditionell erfolgreichen Gewichtheber aus Albanien sind dieses Mal stark untervertreten. Nur zwei reisten nach Rio, da mehrere Spitzensportler wegen Doping gesperrt worden sind. Im Gewichtheben stand Albanien an den Olympischen Spielen 1972 in München kurz vor einem Erfolg: Ymer Pampuri gewann den ersten Wettkampf im Drücken. Zu seiner Überraschung kamen dann aber noch Durchgänge im Stossen und Reissen, was in Albanien nicht trainiert wurde, weshalb er auf den neunten Gesamtrang zurückfiel.</p>
<p>Allen albanischen Teilnehmern in Rio wünschen wir tolle Erlebnisse und viel Erfolg:</p>
<ul>
<li><strong>Gewichtheben:</strong> Briken Calja &amp; Evagjelia Veli (beide Albanien)</li>
<li><strong>Judo:</strong> Majlinda Kelmendi (Fahnenträgerin) &amp; Nora Gjakova (beide Kosova)</li>
<li><strong>Leichtathletik:</strong> Vijona Kryeziu (400 Meter, Kosova), Musa Hajdari (800 Meter, Kosova), Luiza Gega (1500 Meter, Fahnenträgerin Albanien), Izmir Smaijlaj (Weitsprung, Albanien)</li>
<li><strong>Rad:</strong> Qëndrim Guri (Kosova)</li>
<li><strong>Schiessen:</strong> Urata Rama (Kosova)</li>
<li><strong>Schwimmen:</strong> Sidni Hoxha (50 Meter Freistil, Albanien), Lum Zhaveli (50 Meter Freistil, Kosova), Nikol Merizaj (100 Meter Freistil, Albanien), Rita Zeqiri (100 Meter Rücken, Kosova)</li>
</ul>
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<iframe loading="lazy" style="border: none; overflow: hidden;" src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fkosovoolympiccommittee%2Fvideos%2F1190938370978200%2F&amp;show_text=0&amp;width=560" width="560" height="315" frameborder="0" scrolling="no" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
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		<title>Gömer Kosovo, Mann?</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1142</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Aug 2014 14:24:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[feiern]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausschnitt aus einem Artikel mit dem Titel »Gömer Kosovo, Mann?« in der »NZZ am Sonntag« vom letzten Wochenende über Albaner, die ihre Sommerferien im Kosovo verbringen:]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausschnitt aus einem Artikel mit dem Titel »Gömer Kosovo, Mann?« in der »NZZ am Sonntag« vom letzten Wochenende über Albaner, die ihre Sommerferien im Kosovo verbringen:</p>
<div id="attachment_1144" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/08/IMG_4160-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1144" class="wp-image-1144 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/08/IMG_4160-3-300x160.jpg" alt="Aus »NZZ am Sonntag« vom 17. August 2014" width="300" height="160" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/08/IMG_4160-3-300x160.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/08/IMG_4160-3-1024x549.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/08/IMG_4160-3-900x482.jpg 900w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/08/IMG_4160-3.jpg 1969w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1144" class="wp-caption-text">Aus »NZZ am Sonntag« vom 17. August 2014</p></div>
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		<title>100 Jahre Unabhängigkeit &#8211; keine Selbstverständlichkeit</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/918</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Nov 2012 19:38:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
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		<category><![CDATA[Unabhängigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Albanien feiert 100 Jahre Unabhängigkeit – die Festlichkeiten sind ausgelassen, das Land versinkt in Rot-Schwarz und alles, das irgendeinen Kontext zu den Albanern hat, wird patriotisch hochgejubelt. Etwas weniger euphorisch sind die Kommentare ausländischer Beobachter und Journalisten, die feststellen, dass nicht alles glänzt, das mit dem albanischen Staat zu tun hat: Nicht nur die schwierige ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/918">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Albanien feiert 100 Jahre Unabhängigkeit – die Festlichkeiten sind ausgelassen, das Land versinkt in Rot-Schwarz und alles, das irgendeinen Kontext zu den Albanern hat, wird patriotisch hochgejubelt. Etwas weniger euphorisch sind die Kommentare ausländischer Beobachter und Journalisten, die feststellen, dass nicht alles glänzt, das mit dem albanischen Staat zu tun hat: Nicht nur die schwierige Geschichte werden erwähnt, sondern auch auf die aktuellen politischen Missstände, wirtschaftliche Probleme, fehlende Aufarbeitung der Geschichte und grassierende Korruption wird hingewiesen.</p>
<p>Klar haben sie nicht Unrecht: Die letzten 100 Jahre albanische Geschichte waren vor allem ein Leidensweg, und die aktuellen Verhältnisse in beiden albanischen Staaten, in der Republik Albanien wie auch in der Republik Kosova, bergen viel Kritikpotenzial. Trotzdem ist das heutige Jubiläum wohl ein Tag, an dem man durchaus mit Stolz feiern kann. Denn der Weg war wie erwähnt nicht einfach, und es gehört viel Glück dazu, dass die Albaner heute trotz grosser Verluste überhaupt feiern können.</p>
<p>Als Ismail Qemali Bey Vlora am 28. Dezember 1912 mit ein paar Dutzend Verbündeten aus dem ganzen albanischen Siedlungsgebiet in Vlora einen unabhängigen Staat ausrief, war das eine aus der Not geborene Idee. Bis auf ein kleines Gebiet rund um Vlora war ganz Albanien von ausländischen Truppen besetzt und das Osmanische Reich, zudem man sich zugehörig fühlte – auch wenn immer wieder mehr Autonomie für die Albaner gefordert wurde – war am Auseinanderfallen. Die albanische Zukunft bot plötzlich nur noch zwei Optionen: Minderheit werden in den Nachbarstaaten Griechenland, Serbien, Bulgarien und Montengro oder einen eigenen Staat gründen. Bis anhin hatten nur sehr wenige revolutionäre Geister unter den Albanern überhaupt mit diesem Gedanken gespielt, aber jetzt war es die letzte Option.</p>
<p>Eigentlich war auch die Ausrufung der Unabhängigkeit eine aussichtslose Mission. Denn einerseits waren die Nachbarvölker bereit, sich mit Waffengewalt möglichst viel albanisches Siedlungsgebiet einzuverleiben, andererseits hatten die Albaner keine wichtigen Freunde, die sich für sie stark machen würden. So war wohl vor allem die Angst vor einem allzu mächtigen Serbien, dem die Italiener und Österreicher keinen Zugang zur Adria gönnen wollten, der Nährboden für den albanischen Staat. Wien und Rom setzten gegen die Interessen der Russen und Franzosen durch, dass Albanien als Pufferstaat zwischen Serbien und ihren eigenen Einflussbereichen international anerkannt wurde. Dementsprechend klein fielen die Grenzen des neuen albanischen Staats aus: Knapp gross genug für einen überlebenstauglichen Staat, aber ohne viele wichtige Zentren – das Siedlungsgebiet von rund der Hälfte der Albaner ging an die Nachbarstaaten und sorgte noch für die fast nächsten 100 Jahre für ungelöste Probleme, Vertreibung und Gewalt.</p>
<p>Auch wenn der junge albanische Staat die erste Hürde nahm und von der internationalen Gemeinschaft mit dem Ende des Ersten Balkankriegs anerkannt wurde, gab es noch zahlreiche weitere Hürden zu nehmen. Es sollte viele Monate dauern, bis sich die ausländischen Armeen aus albanischem Territorium zurückgezogen hatten. Der von den Grossmächten eingesetzte deutsche Prinz, der Albanien regieren sollte, erwies sich als recht unfähig und machtlos. Auch viele mächtige Albaner versuchten oft und zum Teil auch mit Gewalt, mehr ihre eigenen Interessen durchzusetzen als der noch fremden Idee eines geeinten Albaniens zu folgen. Im Ersten Weltkrieg war Albanien gleich wieder Tummelplatz ausländischer Soldaten. Nach dem Krieg sollte Albanien oder Teile davonÂ unter den Besatzungsmächten aufgeteilt werden – sie waren aber wohl zu kriegsmüde, um sich in Albanien festzubeissen. Die für einmal geeinten Albaner schafften es, die fremden Truppen aus dem Land zu jagen und eine eigenständige Staatlichkeit zu etablieren. In der Folge anerkannte der Völkerbund Albaniens Unabhängigkeit, die Albaner konnten die Eigenstaatlichkeit für ein paar weitere Jahrzehnte retten. In Kosova litten die Albaner aber schwer: Hundertausende Muslime wurden vertrieben.</p>
<p>Die Zwischenkriegszeit war zuerst geprägt von sich laufend abwechselnden Regierungen, die sich zum Teil gewaltsam ablösten, bis sich der junge Ahmet Zogu mit geringer Rücksichtnahme auf Verluste etablieren konnte. Er liess sich erst zum Präsidenten, später zum König ausrufen und setzte seine Interessen vehement durch, aber schaffte allmählich stabile Verhältnisse, ein Staatsverständnis unter seinen Untergebenen und einen einigermassen funktionierenden Staatsapparat. Er führte das Land aber auch in eine gefährliche Abhängigkeit zu den Italienern. Mussolini überfiel dann auch im April 1939 Albanien und gliederte es dem Italienischen Königreich ein. Die albanische Unabhängigkeit wurde mal wieder zu Grabe getragen. Wiederum meinte es das Schicksal recht gütig mit den Albanern. Als Italien kapitulierte, mussten die Deutschen diese Flanke sichern. Ihnen fehlten aber die Soldaten, um Albanien zu unterwerfen. Also wurde ein grossalbanischer Staat ausgerufen, und die Wehrmacht kümmerte sich nur um die allerdringlichsten Angelegenheiten. Nach dem Krieg, als die meisten Albaner aus Griechenland vertrieben wurden, entstand in den alten Grenzen die Sozialistische Volksrepublik Albanien. Das Land entwickelte sich rasch, als Hoxha noch Hilfe von den Sowjets annahm, verfiel aber immer mehr, je mehr der paranoide Diktator das Land von der Aussenwelt isolierte. Auch zu den Albanern in den jugoslawischen Grenzgebieten bestand kein Kontakt mehr.</p>
<p>1991, als das nationalistisch-diktatorische Regime kommunistischer Couleur in Albanien aufgab und die Demokratie eingeführt wurde, war das Land am Boden. Die Bewohner hätten es alle am liebsten verlassen und für die Nachbarn wäre es leichte Beute gewesen – aber die wollten nicht mehr. Mit internationaler Hilfe wurde Albanien wieder aufgepäppelt und die Albaner in ihrem Land zurückgehalten. Eine Pseudo-Demokratie mit viel Korruption und gefälschten Wahlen etablierte sich, die Menschen waren aber mehr mit dem Überleben beschäftigt. Als man langsam einen Silberstreifen am Horizont sah, kam der nächste Schlag: ein grosses System von Pyramidenfirmen stürzte Land und Leute in den Ruin. Danach stabilisierte sich Albanien aber deutlich dank verstärkter ausländischer Einflussnahme, verstärkter ausländischer Hilfe und sich verbessernder politischer Verhältnisse.</p>
<p>Den Albanern in Kosova ging es aber bald wieder sehr schlecht. Die serbische Repression war schlimm und provozierte bewaffneten Widerstand. Nur die späte Intervention der NATO konnte noch Abhilfe schaffen. Nach dem Kosovokrieg erlangten auch die Albaner in Kosova ihre Selbstbestimmung und konnten 2008 einen eigenen Staat ausrufen. Zwar gibt es in Südserbien, in Mazedonien und in Montenegro auch noch albanische Minderheiten, die Konflikte der letzten Jahre haben aber auch hier nachgelassen.</p>
<p>Die Eigenstaatlichkeit, von der die Albaner heute zwei haben, war also während der letzten Jahre von vielen glücklichen Umständen begleitet. Dass die Albaner unter diesen Umständen immer noch in Unabhängigkeit leben können, ist somit alles andere als selbstverständlich und durchaus ein Grund zum Feiern!</p>
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		<title>Albanosphäre</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/264</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 16:27:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Alternative für den Begriff »Grossalbanien« zu suchen, war zu recht erstrebenswert, ist dieses Wort doch sehr mit extremen nationalistischen Ideen verknüpft. Zwar sind nur wenige Albaner dieser Idee verfallen sind und von noch wenigern wird Grossalbanien konkret angestrebt, dennoch wird der Begriff gerne von den Gegnern jegliches Albanischen als Schreckensbild aufgezeichnet. Um das Phänomen ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/264">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Alternative für den Begriff »Grossalbanien« zu suchen, war zu recht erstrebenswert, ist dieses Wort doch sehr mit extremen nationalistischen Ideen verknüpft. Zwar sind nur wenige Albaner dieser Idee verfallen sind und von noch wenigern wird Grossalbanien konkret angestrebt, dennoch wird der Begriff gerne von den Gegnern jegliches Albanischen als Schreckensbild aufgezeichnet.</p>
<p>Um das Phänomen des wachsenden Austauschs der Albaner über die südosteuropäischen Grenzen zu beschreiben, ist in neuster Zeit der Begriff <em>»Albanosphäre« </em>aufgetaucht. Dieser Austausch hat sich in den letzten Jahren stark intensiviert, was einerseits mit der Unabhängigkeits Kosovas zusammenhängt, andererseits auch eine Folge der verbesserten Verkehrsinfrastruktur in den Bergen des Balkans, durchlässigeren Grenzen in Südosteuropa und einer wachsenden Wirtschaft ist. Dass sich die Albaner in Albanien, Kosova, Mazedonien, Südserbien und Montenegro in allen Bereichen des Lebens wie Kultur, Medien, Bildung, Freizeit, Wissenschaft und vor allem auch Wirtschaft austauschen, treffen und besuchen, ist natürlich. Erst die unnatürlichen und unüberwindbaren Staatsgrenzen, die auf dem Balkan im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts gezogen und die von totalitären Systemen nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen wurden, haben diesen Austausch über Jahrzehnte verunmöglicht.</p>
<p>Das Zusammenwachsen der Albaner – auch wenn nicht Grossalbanien, sondern Albanosphäre genannt und meist nicht politisch motiviert – scheint aber noch immer alles andere als nur  Freude auszulösen. So <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/international/mazedonien_albaner_1.3874733.html" target="_blank">schrieb die NZZ gestern</a> (was mich zum Verfassen dieses Beitrags veranlasste):</p>
<blockquote><p>»Innerhalb der EU, welche die Grenzen ihrer Mitgliedstaaten zugleich relativiert und schützt, könnten eine dynamische «Albanosphäre» und die bestehenden Staatsgrenzen wohl koexistieren – ausserhalb kaum.«</p></blockquote>
<p>Was beispielsweise in Westeuropa, wo der Austausch von Sprachgruppen über Landesgrenzen hinaus alltäglich und gewollt ist, scheint in Südosteuropa nach wie vor Skepsis und Ängste auszulösen. Für mich als Schweizer, der in einem kleinen Land wohnt, das mitten in Europa liegt, wo die verschiedenen Sprachgruppen täglich Austausch über die Grenzen haben und das auch schon fast mit zur Albanosphäre gehört, ist diese Unsicherheit schwer verständlich. Erstaunlich gerade auch, weil Europa mit Stabilitätspakt und verschiedensten anderen Förderprogrammen doch auch in seiner Tradition die Zusammenarbeit über Grenzen hinaus auch auf dem Balkan förderte.</p>
<p>Natürlich hat sich die Situation mit der Unabhängigkeit Kosovas verändert: Es gibt jetzt zwei Staaten auf dem Balkan mit einer Mehrheit von Albanern von 90 Prozent oder mehr. Umso erstaunlicher wäre es, wenn diese beiden Gesellschaften nicht miteinander kooperieren würden.</p>
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		<title>Meine Durchquerung der nordalbanischen Alpen im April 1914</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/202</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 21:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[1914]]></category>
		<category><![CDATA[Albaner]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Berge]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
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		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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					<description><![CDATA[1914, in der kurzen »friedvollen« Zeit zwischen Balkankriege und dem Ersten Weltkrieg, machte sich der Zürcher Dr. C. Täuber auf, den westlichen Balkan zu erkunden. Auf albanisches Territorium stiess er leider nicht vor, aber seine Erkundigung des Gebiets zwischen den »Straßen den großen Weltverkehrs« (die Dampferlinie in der Adria und die macedonische Bahnlinie zwischen Belgrad ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/202">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1914, in der kurzen »friedvollen« Zeit zwischen Balkankriege und dem Ersten Weltkrieg, machte sich der Zürcher Dr. C. Täuber auf, den westlichen Balkan zu erkunden. Auf albanisches Territorium stiess er leider nicht vor, aber seine Erkundigung des Gebiets zwischen den »Straßen den großen Weltverkehrs« (die Dampferlinie in der Adria und die macedonische Bahnlinie zwischen Belgrad und Skopje) in den Albanischen Alpen und Kosova (das er Oberalbanien nennt) zeigen ein eindrückliches Bild des von 500 Jahren türkischer Herrschaft geprägten rückständigen Balkans. Es zeigt uns vor allem auch das Bild, das Europa im Jahr 1 des unabhängigen albanischen Staats von den Albanern hatte.<span id="more-202"></span></p>
<p>Täuber und sein Berggefährte Gloggengiesser reisten von Kotor über Cetinje nach Podgorica, besuchten das benachbarte Albanerdorf  Tusi, reisten über Kolašin und Andrijevica nach Plav. Von dort überquerten sie den Çakor-Pass nach Peja, durchquerten das Rrafsh i Dukagjinit bis Prizren und fuhren dann nach Skopje.</p>
<p>In Plav gelangte die Reisegesellschaft erstmals in ein von Albanern bewohntes Gebiet. Täuber nutze die Gelegenheit, um die albanischen Bewohner der Berge ausführlich zu beschreiben.</p>
<blockquote><p>Malissoren ist der Sammelname all der verschiedenen Stämme, die in den nordalbanischen Bergen hausen. Malcija heißt das Bergland; Maja (Mehrzahl »Mali«) oder Tschaffa ist die allgemeine Bezeichnung für »Berg«. (Mali Hotit sind die Berge des Stammes Hoti, Malcija Leschit das Bergland von Lesch oder Alessio.)</p></blockquote>
<p>Mit dem Albanischen scheint er es nicht so zu haben. Aber die folgenden Ausführungen zeigen doch ein Bild der damaligen Verhältnisse.</p>
<blockquote><p>Jeder Stamm lebt vollständig für sich, gibt sich seine eigenen ungeschriebenen (Schulen bestehen ja keine!) Gesetze: das alte Herkommen oder »Adet«, und anerkennt keine Herrschaft. Alles wie im grauesten Altertum. Das bißchen Kultur ist durch Berührung mit der nächsten Außenwelt gekommen; so wurde der eine Stamm mohammedanisch, der andere orthodox, der dritte katholisch, je nach der Nachbarschaft oder dem einstigen Geschmack des Clan-Oberhauptes oder Patriarchen. Es hat also auch jeder Stamm seine eigene kleine Geschichte und oft seine eigenen Gebräuche. Die nach den Bestimmungen des Londoner Friedens zu Montenegro geschlagenen Stämme sind die Hoti bei Tusi, die angrenzenden Gruda, Kotschaj und Trjepschi. ”¦ Die Hoti nähren sich von Viehzucht, in der Ebene des Zemflusses von Ackerbau und an den Buchten des Skutarisees, am LiÄenj (»See«) Hotit von Fischfang. Durch ihre Tüchtigkeit in den Kriegen gegen die Türkei, gegen Montenegro und Venedig gewannen sie den ersten Rang und das Vorrecht, auf dem linken türkischen Flügel zu kämpfen und dreifache Rationen beziehen zu dürfen.</p></blockquote>
<p>Natürlich äussert er sich auch zur Blutrache, dem Gesetz der Berge:</p>
<blockquote><p>Das uralte Gesetz der Blutrache, das einzige, welches die Leute vor allerei Ausschreitungen bewahrt, dezimierte die Stämme oft entsetzlich. Es gibt Fälle, wo 70 und mehr Prozent der Todesursachen auf die Blutrache zurückzuführen sind. So hatten Gussinje und Plawa besonders viel von den westlichen Nachbarn zu leiden, den mächtigen Klementi [Kelmendi], welche von dem geflüchteten Venezianer »Abbate« Klement abstammen sollen und wieder in verschiedene Unterstämme zerfallen.  Die Klement bewohnen eine öde, steinige Gegend und sahen sich zu fortwährenden Raubzügen gezwungen. Bekanntlich war dies früher auch bei den Montenegrinnern der Fall, wo vor ihrer Zivilisierung durch den jetzigen König und seinen Onkel die Lebensverhältnisse sehr viel Ähnlichkeit mit Nordalbanien aufwiesen.</p></blockquote>
<blockquote><p>In den Bergen südlich von Gussinje und Plawa wohnen die wilden Nikaj mit über 400 waffenfähigen Männern; in den Bergen westlich von Dschakowitzadie Gaschi, welche durchwegs Mohammedaner sind und mit zwei Barjaks 800 Bewaffnete ins Feld stellen.</p></blockquote>
<p>Eher überraschend kommt da der Verrgleich mit der schweizerischen direkten Demokratie.</p>
<blockquote><p>Diese sind zusammen die Plekjte, d. i. die »Ältesten«, und bilden die Pletschenia, den »Rat«. Allgemeine Angelegenheiten (Entscheidungen über Krieg oder Frieden und Gesezesänderungen) müssen indessen der Volksversammlung (Kuvént, italienisch Covento) vorgelegt werden, welche regelmäßig im Frühjahr oder Herbst stattfindetund über den Zeitpunkt der Alpauffahrt und Heimkehr Beschluß faßt. Der Vorgang anläßlich der Volksversammlung entspricht ungefähr dem an unsern Landsgemeinden. Nichterscheinen zieht Strafe nach sich (2–4 Schafe).</p></blockquote>
<p>Auch die Lebensumstände werden beschrieben.</p>
<blockquote><p>Die Hütten der Malissoren sind sehr primitv aus Stein, Holz oder Stroh erstellt mit nur einem schmutzigen Erdgeschoß, ohne Tisch noch Stuhl. Im Sommer schläft man im Freien, im Winter hüllt man sich in eine Wolldecke. Ein Stein dient als Herd; man ißt aus der Hand und trinkt Flüssigkeiten aus einem Holzlöffel. Maisbrot, Milchspeisen und Kräuter bilden die Hauptnahrung, Schaffleisch mit Reis nur bei Anwesenheit von Gästen. Der Raki wird in großen Quantitäten getruken, Wein nur an Festtagen.</p>
<p>Das Ehrgefühl ist ebenfalls, wie bei den Montenegrinern, sehr stark entwickelt. Die Bessa, das gegebene Wort, wird unverbrüchlich gehalten. Die Gastfreundschaft ist so heilig wie in Montenegro. Die Malissoren sind tapfer und kühn, aber ungleich den Montenegrinern keine guten Schützen. Der Schädel wird meist glatt rasiert undmit einer kleinen weißen Kappe, dem Tschulat, bedeckt. Die Hosen sind lang, aus graugelber Schafwolle verfertigt und mit breiten schwarzen Passepoils versehen. Den Leib bedeckt eine nicht überall gleiche ärmellose Wolljacke. Als Fußbekleidung dienen wie in Montenegro die Opanken.</p>
<p>Krasser Aberglaube herrscht bei dem  völlig ungebildeten Volke. Die Frau wird um einige hudert Franken verkauft; ihre Stellung ist die eines Haus- und Lasttieres. Dagegen wird sie als Mutter geschätzt, und zwar umso mehr, je mehr Kinder sie bringt. Die Mädchen hüten die Herden, spinnen die Wolle und weben die groben Stoffe. Verschleierung ist auch bei den mohammedanischen Malisorinnen nicht Sitte. Die Heiratszeremonien sind sehr umständlich. Das wichtigste Fest ist das des Hauspatrons, die serbische Slawa.</p></blockquote>
<p>Kein Wunder, waren die damaligen Reiseführer nicht des Lobes für dieses Land. Täuber meint aber, dass sich die »Gebirgspracht« am Çakor-Pass und insbesondere in der Rugova-Schlucht  »mit vielen unserer Alpentäler messen« dürfe. Deswegen werden auch die »Touristenhandbücher ”¦ davon sprechen müssen«. Im »Gebiet der wilden Bewohner von Rúgowo« kehrten sie drei Stunden von Peja entfernt in den Han Jussuf ein.</p>
<blockquote><p>Ein Albaner kredenzt den unvermeidlichen Kaffee und Raki. ”¦ Wer hier zu nächtigen gezwungen ist, muß mit dem Fußboden vorliebnehmen.</p></blockquote>
<p>Wieder kommt Täuber auf die Schlafsitten der Albaner zu sprechen.</p>
<blockquote><p>”¦ zieht wie ein unversieglicher Stom Karawane an Karawane vorüber, und bereits hat der drohende regen eingesetzt, der sich fortwährend verstärkt. Wo übernachten nur all diese gegen Plawa ziehenden Albaner mit ihren rotjackigen, kurzgeschürzten, rotweißhosigen und rotstrümpfigen, kleingewachsenen und rasch gealterten Weibern, die noch unterwegs zur traglast die Spindel drehen? Die Antwort lautet einfach: auf dem bloßen Erdboden, trotz dem Regen. Fast klingt es wie ein Märchen aus alten Zeiten. Immer und immer muß ich an diesen überraschenden vorweltlichen Säumerzug denken. Grußlos zieht alles nebeneinander vorbei durch den Regen und Schmutz. Der aufmunternde Albanerruf an das Pferd: Hajdi  (»geh!«) und das Klappern der Hufe auf dem schlüpfrigen Fels sind die einzigen Laute in dieser wilden Jagd.</p></blockquote>
<p>Das Kloster in Deçan, das die Schweizer Reisenden in den nächsten Tagen besuchten, schien schon damals Ort von Auseinandersetzungen gewesen zu sein:</p>
<blockquote><p>Auch gegenwärtig beherbergt es ein Detachement Soldaten, um jeglichen Überfall der in dieser Gegend besonders wilden räuberischen Albanerstämme zu wehren.</p></blockquote>
<p>Auch wenn der Kontakt mit Albanern nicht einfach gewesen zu sein scheint, machte Täuber durchaus auch seine positiven Erfahrungen, als er allein nach Gjakova unterwegs war:</p>
<blockquote><p>In der Nähe des Dorfes Kraj stieß ich mit einem berittenen Albaner zusammen, dessen Pferde große Säcke mit köstlichen Gemüsen trugen. Ich rechnete richtig darauf, daß er Handelsmann sei, der seine Ware auf den Markt der Hauptstadt bringe. Darum folgte ich dicht hinter ihm. Obschon wir miteinander nicht sprechen konnten, entspann sich doch eine Art gegenseitigen Zutrauens. Wenigstens bemerkte ich bald, daß er beim Reiten etwas vor sich hin drehte mit den Händen, es zusammenklebte, anzündete und mir freundlich rückwärts reichte. Es war die Friedenszigarette! So ritten wir lange schweigend durch die üppige Landschaft, von strahlender Sonne beschienen, im Angesicht der schneebdeckten Bergketten; es war eine Lust. Ich wünschte Versöhnung und Ruhe auf die unglücklichen Albaner hernieder. ”¦ Allmählich zeigten sich die Spitzen von Minarets, und deutlicher trat das Häusergewirr von Dschakowa, serbisch Dschakowitza, hervor. Der Kaufmann schwenkte mit Abschiedsgruß in eine Seitengasse hinein, ich durchritt auf dem holprigen Straßenpflaster die langen Zeilen der niedrigen Verkaufsbuden vom Nordende der ausgedehnten Stadt bis zu ihrem Südenede, als allein reisender Fremdling angestaunt von den Bewohnern.</p></blockquote>
<h5>Auszüge aus: C. Täuber: »Meine Durchquerung der nordalbanischen Alpen im April 1914« publiziert im »Jahrbuch des Schweizer Alpenclub«, 50. Jahrgang 1914 und 1915</h5>
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