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	<title>Gesellschaft &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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	<title>Gesellschaft &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Was ist aus meinem Albanien geworden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Aug 2019 12:22:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Reiz Albaniens waren immer die Freiheiten gewesen, die man hier im Gegensatz zu anderen Länden hat. Hier ist nicht alles reglementiert, die Regeln werden etwas laxer ausgelegt, der Alltag ist nicht bis ins kleinste Detail vorbestimmt und geregelt. Diese Freiheiten gaben etwas Luft zum Atmen, forderten aber auch die Spontanität in einem. Insofern war ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2084">Read more</a></p>]]></description>
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<p>Ein Reiz Albaniens waren immer die Freiheiten gewesen, die man hier im Gegensatz zu anderen Länden hat. Hier ist nicht alles reglementiert, die Regeln werden etwas laxer ausgelegt, der Alltag ist nicht bis ins kleinste Detail vorbestimmt und geregelt. </p>



<p>Diese Freiheiten gaben etwas Luft zum Atmen, forderten aber auch die Spontanität in einem. Insofern war Albanien immer eine bereichernde Abwechslung, um aus dem Alltagstrott herauszukommen und um Überraschungen zu erleben. Oft musste man aus neuen Situation das Beste machen, erlebte aber auch Positives. </p>



<p>Etwas enttäuscht war ich deshalb, als ich vor Kurzem in Tirana über ein Schild gestolpert – nicht wortwörtlich – bin, das mir verbieten wollte, einen Rasen zu betreten. </p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="483" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-pyramid-800x483.jpg" alt="Tirana Pyramide: Schild «Keep off the gras»" class="wp-image-2085" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-pyramid-800x483.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-pyramid-350x211.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-pyramid.jpg 1500w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schild in Tirana bei der Pyramide</figcaption></figure>



<p>Ich fragte mich, was denn aus meinem Albanien geworden ist? Darf man sich in dem Land jetzt auch nicht mehr frei bewegen? Nicht mehr am Polizisten vorbei mit dem Fahrrad in die Einbahnstrasse? Nicht mehr bei den antiken Sehenswürdigkeiten alles erleben anstatt nur von weitem über Abschrankungen hinweg betrachten? Nicht mehr ins Meer springen, wo es einem gefällt?</p>



<p>Keine kleinen Freiheiten mehr im Alltag? Keine grosszügige Auslegung von Verboten, die keinen Sinn machen?</p>



<p>Umso erlöster war ich, als ich dann am nächsten Tag sah, dass die Schilder zwar auch anderswo stehen, aber von den Albanern komplett ignoriert werden. Das Betreten-Verboten-Schild am Skanderbegplatz konnte niemanden davon abhalten, es sich auf dem Grün bequem zu machen.</p>



<p>Also alles noch beim Alten: Es gibt zwar Regeln, und ab und zu erhält ein Schildermaler einen lukrativen Auftrag von der Bashkia. Aber die Albaner legen die Regeln zum Glück immer noch weit aus. Sie lassen sich von sinnlosen Verboten nichts vorschreiben: Man geniesst die Wiese, die zum Geniessen ausgesät wurde. Das Verbot wird eher auf einzelne Grashalme bezogen als auf den ganzen Rasen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="800" height="786" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-skanderbegsuqare-800x786.jpg" alt="Tirana Skanderbegplatz: Schild «Keep off the gras»" class="wp-image-2086" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-skanderbegsuqare-800x786.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-skanderbegsuqare-350x344.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2019/08/tirana-keep-off-the-gras-skanderbegsuqare.jpg 1500w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption>Schild am Skanderbegplatz</figcaption></figure>



<p>Und nein: Ich bin nicht für Anarchie und hirnlose Raserei oder sonstigem »Wildwest« auf Strassen oder Hinterhöfen. Ich bin für die Einhaltung von Recht und Ordnung, gegen Gewalt in der Familie und gegen Korruption. Natürlich bin ich für Respekt gegenüber der Natur und den Mitmenschen. Aber die – mitunter kreative – Dehnung von Regeln, wo sie niemandem schadet, sondern eher ein Schmunzeln hervorruft, hat schon immer zum guten Lebensgefühl in Albanien beigetragen.</p>
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		<title>25 Jahre Demokratie – eine schwierige Reise</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1521</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2016 15:46:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[1991]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute vor 25 Jahren fanden in Albanien die ersten Mehrparteien-Wahlen statt. Das Land hatte sich auf den Weg hinaus aus der kommunistischen Diktatur zu einem demokratischen System begeben – eine holprige und lange Reise, wie sich zeigen sollte. Erste Wahlen vor 25 Jahren Schon die ersten Wahlen am 31. März 1991 waren alles andere als ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1521">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Heute vor 25 Jahren fanden in Albanien die ersten Mehrparteien-Wahlen statt. Das Land hatte sich auf den Weg hinaus aus der kommunistischen Diktatur zu einem demokratischen System begeben – eine holprige und lange Reise, wie sich zeigen sollte.</h5>
<h4>Erste Wahlen vor 25 Jahren</h4>
<p><div id="attachment_1525" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1521/saliberisha_1991" rel="attachment wp-att-1525"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1525" class="size-medium wp-image-1525" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/SaliBerisha_1991-350x222.jpg" alt="Sali Berisha an einer Wahlveranstaltung 1991 in Kavaja" width="350" height="222" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/SaliBerisha_1991-350x222.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/SaliBerisha_1991.jpg 600w" sizes="(max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1525" class="wp-caption-text">Sali Berisha an einer Wahlveranstaltung 1991 in Kavaja</p></div></p>
<p>Schon die ersten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Albanien_1991" target="_blank"><i class="wp-svg-wordpress wordpress"></i> Wahlen am 31. März 1991</a> waren alles andere als reibungslos: Die neuen Parteien waren deutlich benachteiligt. Der Sieg ging nochmals an die Kommunisten. Die neuen Kräfte hatten die Bevölkerung auf dem Land nicht überzeugen können. Den Demokraten wurde die Schuld gegeben für die gewaltsamen Proteste im ganzen Land, und die Bauern befürchteten, dass die Grossgrundbesitzer von früher wieder ihre Ländereien zurückerhalten würden. In den Städten gewann aber die »Demokratische Partei«, der für den landesweiten Wahlkampf nur sechs Fahrzeuge zur Verfügung gestanden waren. Trotz der Niederlage sollte vor allem Sali Berisha profitieren, der die Gunst der Stunde geschickt zu nutzen wusste. Der abtrünnige Kommunist und Kardiologe, ehemals Arzt von Enver Hoxha, war neben den streikenden Studenten die treibende Kraft der Demokratiebewegung. Er hatte die Zeichen der Zeit erkannt und mutige Schritte gegen das alte System gewagt.</p>
<p>Auch die Kommunisten hatten begriffen, dass sich im heruntergewirtschafteten Land etwas ändern muss. Und obwohl sie im neu gewählten Mehrparteienparlament die Mehrheit hatten, konnten sie den Lauf der Dinge nicht wirklich in ihrem Sinne steuern. Das Parlament blieb ohne Einfluss, die neuen Kräfte mussten eingebunden werden, und die Regierung konnte sich nicht lange halten. Denn die Massenproteste im ganzen Land dauerten an und immer mehr Albaner verliessen ihre Heimat, suchten Zuflucht im Westen oder im benachbarten Griechenland. Die Menschen hungerten, die Wirtschaft lag darnieder.</p>
<h4>Langsamer Aufbau einer Demokratie</h4>
<p><div id="attachment_1522" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1521/postauto_pferdewagen" rel="attachment wp-att-1522"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1522" class="size-medium wp-image-1522" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen-350x210.jpg" alt="1990er Jahre in Albanien: Postauto überholt Pferdewagen – wohin geht die Reise" width="350" height="210" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen-350x210.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen-800x479.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen.jpg 1336w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1522" class="wp-caption-text">1990er Jahre in Albanien: Postauto überholt PferdewagenÂ – wohin geht die Reise</p></div></p>
<p>Als es 1992 zu Neuwahlen kam, gelangten die Demokraten unter Berishas Führung an die Macht. Mit viel westlicher Hilfe stabilisierten sich die Verhältnisse allmählich – aber nicht für lange. Berishas Demokratieverständnis war noch nicht allzu weit ausgereift: Die Justiz wurde beeinflusst, unabhängige Medien hatten es schwer, Wahlen wurden gefälscht. Im korrupten Umfeld konnte sich auch eine betrügerische Energie entwickeln, die 1997 zum Zusammenbruch des Staatswesens führte: Pyramidenfirmen versprachen irrealistische Zinsen, und als das System kollabierte und grosse Teile der Bevölkerung ihr ganzes Geld verloren, richtete sich der Volkszorn gegen die Regierung und den Staat. Erneut wurde zerstört, gekämpft, gemordet. Nur dank ausländischen Truppen gelang es, die Ordnung einigermassen wiederherzustellen. Eine weitere Regierung musste im Chaos abdanken, einen Scherbenhaufen zurücklassend.</p>
<h4>Kleine Schritte vor und zurück</h4>
<p>Seit 1997 hat sich Albanien komplett verändert. Es wurde viel erreicht, auch wenn die einzelnen Schritte oft bescheiden sind. Kaum ein Stein steht mehr am gleichen Ort. Man muss deshalb aufpassen, dass man über all die prächtigen Neubauten, aufgeräumten Innenstädte und glitzernden Reklameschilder nicht die Realität hinter der Fassade vergisst: Weder die Wirtschaft noch die Politik sind wirklich stabil.</p>
<p>Der Entwicklungsprozess des Landes war immer wieder von herben Rückschlägen geprägt. Noch immer ist die Korruption ein allgegenwärtiges Übel – kein Wunder in einem Land, das dermassen arm ist, dass auch Menschen mit Arbeit oft noch ums Überleben kämpfen müssen. Am traurigsten ist aber die Unfähigkeit der Politiker, sich in einem sachlichen Dialog den Problemen des Landes anzunehmen. Es wird nicht diskutiert, sondern nur die Gegenpartei mit Vorwürfen überschüttet. Die fehlende politische Kultur resultiert in schädlicher Kompromisslosigkeit und persönlichen Gehässigkeiten; der Staat wird noch immer oft als Mittel zur ungerechtfertigten Bereicherung angesehen, von der Dank Ämterpatronage auch der Familienclan und Parteigänger profitieren. Politische Blockaden bremsen immer wieder die Entwicklung. Einigung wird meist nur durch Vermittlung ausländischer Diplomaten gefunden. Der Weg der Demokratisierung ist noch lange nicht abgeschlossen.</p>
<h4>Enttäuschte Hoffnungen</h4>
<p>Als die Menschen vor 25 Jahren zur Urne ging, hofften sie, in kürzester Zeit im Wohlstand und stabilen Verhältnissen zu leben. Die Versprechungen der Parteien waren schon damals gross – und noch heute ist nicht alles erreicht. Die Transformation eines ehemals kommunistischen Landes ist ein langwieriger und komplexer Prozess.</p>
<p>Viele Menschen sind enttäuscht, dass nicht mehr erreicht worden ist. Aber auch eine Generation später hört man immer noch den Vorwurf, dass der Staat zu wenig für die Menschen tue. Für alles wird den Politikern die Schuld gegeben. Dabei muss zuerst ein jeder selbst die Verantwortung übernehmen für korrekte Verhältnisse in seinem Umfeld.</p>
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		<title>Beispiel Albanien</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2014 16:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[»Die Worte, die der Pontifex in Albanien sprach, sind an die ganze Welt adressiert,« erklärt der ZDF-Nachrichtensprecher letzten Sonntag: »Religion und Glaube dürften nirgendwo als Vorwand für Gewalt und Krieg gelten.« Das Bild von Albanien, wo Muslime und Christen friedlich zusammenleben, wird in die ganze Welt hinausgetragen. Dass Albanien der ganzen Welt als Vorbild vorgehalten ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1157">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>»Die Worte, die der Pontifex in Albanien sprach, sind an die ganze Welt adressiert,« erklärt der ZDF-Nachrichtensprecher letzten Sonntag: »Religion und Glaube dürften nirgendwo als Vorwand für Gewalt und Krieg gelten.« Das Bild von Albanien, wo Muslime und Christen friedlich zusammenleben, wird in die ganze Welt hinausgetragen.</p>
<p>Dass Albanien der ganzen Welt als Vorbild vorgehalten wird, ist doch eher ungewöhnlich. Schön, dassÂ der Papst am Image der Albaner arbeitet. Und schön, dass er mit offenen Armen auf Vertreter anderer Religionen zuging, als er sie in Tirana traf.</p>
<p>Ein kurzer, aberÂ rührender Bericht über das Zusammenleben der Religionen in Albanien:<br />
&gt;&gt; <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2244226/Albaniens-Traumstraende#/beitrag/video/2243876/Papst-besucht-Albanien">ZDF – Papst besucht Albanien</a></p>
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		<title>Unbedingt planlos reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 22:13:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Sommer steht bevor und damit auch die allgemeine Reisezeit. Immer mehr Touristen besuchen Albanien. Reisen ist in Albanien zwischenzeitlich viel einfacher und angenehmer, auch wenn das Land nach wie vor weit entfernt ist von einer »normalen Touristendestination«. Damit die Reise doch zum Erfolg wird, habe ich die grundlegenden Empfehlungen niedergeschrieben. Der wichtigste Leitsatz lautet: ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/53">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sommer steht bevor und damit auch die allgemeine Reisezeit. Immer mehr Touristen besuchen Albanien. Reisen ist in Albanien zwischenzeitlich viel einfacher und angenehmer, auch wenn das Land nach wie vor weit entfernt ist von einer »normalen Touristendestination«. Damit die Reise doch zum Erfolg wird, habe ich die grundlegenden Empfehlungen niedergeschrieben.</p>
<p>Der wichtigste Leitsatz lautet: »Kein Plan, keine Hektik!« Der albanische Alltag hält viele Überraschungen bereit, seien es geschlossene Türen oder geschlossene Strassen, seien es unvorhergesehen Abwesende oder gerade Unerhältliches. Wer hier unverdrossen versucht, einem engen Zeitplan nachzujagen, dürfte schnell enttäuscht sein. Das einzige gewisse an Plänen in Albanien ist, dass sie nicht einzuhalten sind</p>
<p>Dass vieles erst später als geplant erledigt wird, gehört zum albanischen Alltag. Wer sich auf seiner Reise diesem Rhythmus fügt, sich von den Umständen treiben lässt, wird schnell die schönen, weniger hektischen Seiten Albaniens kennen lernen, mit Albanern in Kontakt kommen und vermutlich auch unerwartete Bekanntschaften oder Entdeckungen machen.</p>
<p>Natürlich darf man seine Ziele nicht allzu schnell aufgeben. Wer umkehrt ohne zu insistieren, wird noch viel öfter erfolglos sein. Die Albaner sind Künstler des Improvisierens und finden für sehr viele Probleme eine oft überraschend einfache Lösung. Mit ein wenig Geduld und der Hilfe der vielen hilfsbereiten Albaner lässt sich manches Ziel doch noch errreichen. Denn meist weiss jemand, wie die Person mit dem Schlüssel zur verschlossenen Sehenswürdigkeit herbeigerufen werden kann. Oder es findet sich jemand in der Nähe, der eine Fremdsprache kann oder den Weg kennt. Es geht zwar etwas länger, es wird vorab häufig unverständlich viel diskutiert, aber vieles klappt schon irgendwie, auch wenn der uns geläufige Prozess nicht eingehalten wurde.</p>
<p>Auch keine Freude an Albanien wird haben, wer das Land mit dem Auto möglichst schnell zu durchqueren versucht. Die dabei gewonnen Impressionen werden wohl vor allem geprägt sein von öden Ebenen mit vielen Häusern im Rohbau, von schlechten Strassen mit hektischem Verkehr und vielen Tankstellen sowie von viel Abfall und – auf den ersten Blick – wenig attraktiven Städten. Man muss schon die westeuropäische Brille ablegen, sich Zeit nehmen um ins Land einzutauchen. Albanien wird dort interessant, wo man die Hauptstrassen verlässt, wenn man mit Albanern in Austausch gerät und wo man die fremde Kultur entdecken kann.</p>
<p>Denn wer Albanien bereist, kann zwar schöne Landschaften und eindrückliche Sehenswürdigkeiten erwarten – diese sind aber selten einzigartig. In Albanien gilt es vor allem, eine andere Kultur zu entdecken, die geprägt ist von herzlichen, gastfreundlichen Menschen, von vier Religionen und den Gegensätzen zwischen Ost und West. Dafür braucht es aber Zeit und etwas Geduld.</p>
<p>Oder wie das Neue Deutschland in einem <a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/150428.tour-durch-ein-stueck-unbekanntes-europa.html#" target="_blank" rel="noopener">begeisterten Albanienbericht</a> heute schreibt:</p>
<blockquote>
<p>In ein Land, das für europäische Verhältnisse gänzlich unberührt ist, sollte man einfach nicht mit geschmiedeten Plänen aufbrechen. Stattdessen erleben wir, wie aufregend es sein kann, ein Land zuerst mit den eigenen Augen zu sehen und nicht ständig mit den Bildern aus Hochglanzmagazinen im Kopf zu vergleichen.</p>
</blockquote>


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