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	<title>Fliegen &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Der Flughafen, der niemals abhob</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 17:23:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heisst es. Das wird sich auch die albanische Rergierung gedacht haben, als sie 1999 ein millionenschweres Geschenk des emiratischen Scheichs Muhammad ibn Zayid Al Nahyan angeboten bekam. Ein vielleicht etwas vorschneller Entscheid. Seit etwas mehr als zwei Jahren steht im Nordosten Albaniens ein neu erbauter kleiner Flughafen ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/236">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, heisst es. Das wird sich auch die albanische Rergierung gedacht haben, als sie 1999 ein millionenschweres Geschenk des emiratischen Scheichs Muhammad ibn Zayid Al Nahyan angeboten bekam. Ein vielleicht etwas vorschneller Entscheid.</p>
<p>Seit etwas mehr als zwei Jahren steht im Nordosten Albaniens ein neu erbauter kleiner Flughafen für Passagiere bereit. Seit zwei Jahren ist kaum ein Flugzeug auf diesem Flughafen gelandet. Dass der »Kukës Zayed Airport« nicht genutzt wird, ist aber nicht die Schuld des arabischen Spenders, sondern auf Fehler der Regierung Albaniens zurückzuführen.</p>
<p>Kukës liegt im dünn besiedelten Nordosten Albaniens unweit der Grenze zu Kosovo. Die Gebrigsgegend ist sehr arm. Einheimische, die sich einen Flug leisten könnten, sind wie Geschäftsleute und Touristen sehr rar. Das Potential an Fluggästen ist also sehr gering. Der Flughafen in Kukës könnte als Zubringer dienen für Flugpassagiere in den Südwesten Kosovas. Hier gäbe es einen erreichbaren Markt mit Potential. Aber diese Möglichkeit wurde von der albanischen Regierung geschickt sabotiert.</p>
<p>Der Flughafen in Kukës darf nicht von Flugzeugen aus dem Ausland angeflogen werden – dieses Monopol hat sich der Flughafen in Tirana von der albanischen Regierungen für 20 Jahre zusichern lassen, die dabei wohl nicht bedacht hatte, welches Kuckucksei sie sich damit legte.</p>
<p>Dass der Flughafen schlussendlich etwa doppelt so teuer wurde als die geschenkte Summe und laufend Unterhaltskosten generiert, ist für den Erfolg des Flughafens weniger schlimm als der nächste »Sabotageakt« der albanischen Regierung: Mit dem Bau der Autobahn von Durrës nach Kukës verschwand auch der Bedarf nach einer inländischen Flugverbindung von Kukës nach Tirana und somit die letzte Hoffnung auf regelmässigen Verkehr am »Kukës Zayed Airport«. Eine Reise nach Tirana dauerte vor dem Bau der Autobahn mindestens einen halben Tag und war im Winter sogar oft blockiert – aber heute ist die Strecke in weniger als zwei Stunden zu bewältigen, womit sich wohl niemand für einen teuren Flug interessieren dürfte.</p>
<p>Niemand weiss, was mit dem Flughafen jetzt geschehen soll. Die Regierung in Tirana ist trotzdem nicht um eine Antwort verlegen: Piste verlängern. Damit soll der Flughafen internationalen Standards entsprechen.</p>
<p>Das Exklusivrecht des Flughafens von Tirana für internationale Flüge nach Albanien bremst im Übrigen nicht nur den Flughafen in Kukës, sondern auch Projekte für neue Flughäfen in Saranda und anderen touristisch interessanten Gegenden Albaniens.</p>
<p>&gt;&gt; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Kuk%C3%ABs" target="_blank">Ausführlicher Artikel bei Wikipedia</a></p>
<p style="text-align: center;">
<div style="width: 471px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.panoramio.com/photo/16113610"><img fetchpriority="high" decoding="async" title="Flughafen Kukës" src="http://img76.imageshack.us/img76/9638/kukes1zg0.jpg" alt="Flughafen Kukës" width="461" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Flughafen Kukës</p></div>
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		<title>Luftfahrtgeschichte umgekehrt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 23:40:14 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Albanien hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt – nebst vielen anderen Bereichen insbesondere auch in der Luftfahrt. Auch dort kamen entscheidende Impulse aus dem Ausland. Aber in den meisten Bereichen sind es vor allem Albaner, die die Sachen zum Rollen brachten. Die Ansätze der 90er Jahre, als man glaubte, in Albanien mit Entwicklungshilfe ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/131">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Albanien hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt – nebst vielen anderen Bereichen insbesondere auch in der Luftfahrt. Auch dort kamen entscheidende Impulse aus dem Ausland. Aber in den meisten Bereichen sind es vor allem Albaner, die die Sachen zum Rollen brachten. Die Ansätze der 90er Jahre, als man glaubte, in Albanien mit Entwicklungshilfe und etwas Wirtschaftshilfe die Dinge zum Guten wenden zu können, sind längst überholt. Nebst grosser ausländischer Finanzhilfen sind es insbesondere albanische Geschäftsleute, die die Entwicklung vorantreiben.</p>
<p>Auch die albanische Luftfahrt wird schon längst nicht mehr nur von ausländischen Airlines bestimmt. Grösster Kunde am Flughafen Tirana ist die noch junge albanische Billigairline »Belle Air«, die die albanische Hauptstadt mit Prishtina und vielen Orten in Italien verbindet.</p>
<p>Als Albanien noch kommunistisch war, verfügte das Land über keine eigene Airline. Lange wurde Tirana nur von Airlines aus anderen sozialistischen Staaten angeflogen. Bis anfangs Mai 1986 die Swissair als erste westliche Airline den Flugbetrieb nach Tirana aufnahm. Die zu Beginn mit kleinen Saab-Citylinern der Crossair bediente Strecke, die zwei Mal wöchentlich bedient wurde, schien von Anfang an gut nachgefragt zu sein, wie die »Albanischen Hefte« damals berichteten. Schon damals versuchte die Airline ihren Kunden Albanien als Reiseland schmackhaft zu machen. Geschäftsreisende galten ebenfalls zum angepeilten Publikum. Im kleinen Flughafen von Tirana, wo pro Tag kaum eine handvoll Flüge abfertigt wurden, lief man noch zwischen Palmen und Blumenbeeten vom Flugzeug zum Terminal.</p>
<div id="attachment_133" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/firstmail_sr458.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-133" class="size-medium wp-image-133" title="First Mail Flug SR 458" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/firstmail_sr458-300x187.jpg" alt="First Mail Flug SR 458 " width="300" height="187" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/firstmail_sr458-300x187.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/firstmail_sr458.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-133" class="wp-caption-text">First Mail vom Flug SR 458 Zürich-Tirana am 4. August 1986</p></div>
<p>In den 90er Jahren entwickelte sich die Route nach Albanien immer schneller. Die Frequenzen wurden laufend erhöht, die Nachfrage war kaum zu decken. Die Swissair genoss bei den flugreisenden Albanern einen ähnlich hohe Achtung wie Mercedes bei den albanischen Autofahrern. Tirana blieb dabei eine abenteuerreiche Destination, von der viele Geschichten zu hören waren: Co-Piloten mussten an heissen Tagen vor dem Start Asphalt-Stücke von den Flugzeugreifen kratzen. Die Stewardessen sollen wegen allzu vielen anzüglichen Fluggästen nur für diese Destination eine Uniform mit Hosen gekriegt haben. Irgendwann wurde nur noch mit kleinen Jumbolinos geflogen, da diese die Triebwerke höher hatten, was weniger Gefahr durch Verdreckung auf der Piste barg. Und auch von Durchstartmanövern wegen Schafen auf der Piste war die Rede. Ein Freund konnte den Anflug einer Maschine aus Zürich im Tower miterleben: Der Swissair-Pilot hatte vom Fluglotsen die Landegenehmigung erhalten, war aber entgegen dessen Anweisung, die er für wenig sinnvoll erachtete, von der anderen Richtung gelandet. 1999 stellte die Swissair wie alle anderen ausländischen Airlines die Flugverbindung für einige Monate ein, als das amerikanische Militär während des Kosovokriegs das Zepter am Flughafen Tirana übernahm und diesen zu einer militärischen Festung verwandelten.</p>
<p>Verändert haben sich zwischenzeitlich nicht nur der Flughafen Tirana. Aus dem 50er-Jahre-Bau mit bescheidenster Infrastruktur ist ein kleiner, sehr feiner Airport mit modernster Infrastrukt und internationalen Standards unter deutschem Management geworden. Die Erfolgsgeschichte der Swissair nahm hingegen im Herbst 2001 ein abruptes Ende. Ein halbes Jahr lang flog die Nachfolgerin »Swiss« noch nach Tirana, bevor sie die Verbindung von Zürich einstellte. Weil fast alle Passagiere in Zürich umstiegen und zu anderen europäischen Destinationen oder nach Übersee weiterflogen, habe die Strecke Zürich-Tirana nicht rentiert.</p>
<p>Die »Albanischen Hefte« bezeichneten den Swissair-Flug 1986 als »erstklassige Verbindung«. Schweizer Flugreisende mussten ab 2002 darauf verzichten und in Wien, Budapest, Ljubljana oder Mailand umsteigen. Später kam noch München als weitere Variante hinzu, während Alitalia keine verlässlichen Flüge mehr anbot. In diese Lücke sprangen die Albaner mit ihren frisch gegründeten Fluggesellschaften – wobei zu hoffen ist, dass zumindest die jüngste albanische Airline weiter auf ihrer Erfolgswelle reiten kann und nicht bald ein ähnliches Schicksal erleidet wie die anderen, zum Teil beendeten, zum Teil seit Jahren kränkelnden Projekte.</p>
<p>Nach zahlreichen Destinationen in Italien, wo mehrere Hunderttausend Albaner leben, fliegt Belle Air seit  gestern auch nach Zürich. Ob die vier Verbindungen pro Woche auch im Winterhalbjahr angeboten werden, ist noch offen. Ob eine Nachfrage in diesem Ausmass besteht, um wöchentlich vier Jumbolino-Flüge füllen zu können, ist auch fraglich. Es leben zwar viele Albaner in der Schweiz, aber die meisten stammen aus Kosovo oder Mazedonien und werden nicht nur in Albanien Urlaub machen wollen. Und die Schweizer sind noch immer sehr skeptisch, wenn es um Urlaub in Albanien geht – und noch skeptischer, wenn es um albanische Airlines geht, wie erste Reaktionen zeigten.</p>
<p>Auch ich werde vorerst kein Belle-Air-Kunde. Meine nächste Flugreise nach Albanien hatte ich schon gebucht, als ich von der neuen Verbindung erfahren hatte.</p>
<div id="attachment_143" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/belle_air_flughafen_tirana1.jpg"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-143" class="size-medium wp-image-143" title="Belle Air am Flughafen Tirana" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/belle_air_flughafen_tirana1-300x204.jpg" alt="Belle Air am Flughafen Tirana" width="300" height="204" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/belle_air_flughafen_tirana1-300x204.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2009/06/belle_air_flughafen_tirana1.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-143" class="wp-caption-text">Belle Air am Flughafen Tirana</p></div>
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