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	<title>Entwicklung &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Petrela: historische Burg in sich wandelnder Umgebung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2018 17:53:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Mehr als 22 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal die Burg von Petrela besucht hatte. Auf die unsäglichen Veränderungen auf der Burg, wo innerhalb des historischen Kulturdenkmals zahlreiche Bauten für ein Restaurant errichtet wurden, möchte ich gar nicht eingehen. Interessant sind aber auch die Veränderungen rund um die Burg. Petrela war einst ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1968">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 22 Jahre ist es her, dass ich zum ersten Mal die Burg von Petrela besucht hatte. Auf die unsäglichen Veränderungen auf der Burg, wo innerhalb des historischen Kulturdenkmals zahlreiche Bauten für ein Restaurant errichtet wurden, möchte ich gar nicht eingehen.</p>
<p>Interessant sind aber auch die Veränderungen rund um die Burg. Petrela war einst ein kleines Dorf, abgelegen auf fast 500 Meter Höhe gelegen. Die Distanz nach Tirana, das in Sichtdistanz ein paar Kilometer weiter nördlich liegt, war eigentlich nicht gross. Dank asphaltierter Strasse war die Distanz auch überwindbar. Aber es waren doch Welten, die die »Metropole« vom Dorf trennten. Dort das puslierende Leben der Grossstadt, hier Esel, Hühner, Heuschober und ein kleiner Laden. Dies war auch noch im Jahr 2000 so, als ich erneut zur Burg hochfuhr.</p>
<p>Über die Jahre dehnte sich Tirana aber immer weiter ins Umland aus. Zuerst kamen die Ausflugsrestaurants: Im Sommer des Jahres 2000 wurden Aufbauten und Häuser innerhalb der historischen Burgmauern errichtet. Auch unten an der Strasse, die Tirana mit Elbasan verbindet, entstanden damals die ersten Ausflugslokale mit Swimming Pool. Während die Restaurants im Tal immer grösser wurden, wurden auch in Petrala immer mehr Gastwirtschaften errichtet – und Villen. Das Dorf wurde zum Vorort von Tirana, dank Autobahn schnell zu erreichen.</p>
<p>Petrela ist noch immer ein kleines Dorf, aber sehr symbolisch für den Wandel Albaniens. Die Bilder unten dokumentieren, wie sich Burg, Dorf und Region über die letzten 20 Jahre verändert haben.</p>
<div id="attachment_1965" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/petrela-burg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1965" class="size-large wp-image-1965" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Burg-800x247.jpg" alt="Burg Petrela 1995 und 2017" width="800" height="247" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Burg-800x247.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Burg-350x108.jpg 350w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1965" class="wp-caption-text">Die Burg von Petrela, einem abgelegenen Bergdorf, auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1995 und 22 Jahre später. Zwischenzeitlich führt eine Autobahn am Fuss des Berges vorbei und an den Hängen finden sich zahlreiche Villen und Ausflugsrestaurants. Auch die Burg selber wurde mit Aufbauten versehen und ist jetzt ein Restaurant.</p></div>
<div id="attachment_1967" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/petrela-aussicht"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1967" class="size-large wp-image-1967" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Aussicht-800x247.jpg" alt="Ausblick von Petrela in den Jahren 2000 und 2018" width="800" height="247" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Aussicht-800x247.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Aussicht-350x108.jpg 350w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1967" class="wp-caption-text">Ausblick von der Burg nach Westen ins Tal des Erzen. Wo im Jahr 2000 nur Felder und Dörfer weitweg von der Grossstadt waren, macht sich jetzt die Nähe zu Tirana immer deutlicher bemerkbar. Neue Strassen und viele neue Gebäude, die nichts mit Landwirtschaft zu tun haben, breiten sich aus.</p></div>
<div id="attachment_1966" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/petrela-tirana"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1966" class="wp-image-1966 size-large" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Tirana-800x247.jpg" alt="Aussicht von Petrela: Tirana im Jahr 2000 und 2018" width="800" height="247" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Tirana-800x247.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Tirana-350x108.jpg 350w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1966" class="wp-caption-text">Auf diesem Bildvergleich ist nicht nur zu erkennen, wie Tirana seit dem Jahr 2000 sich immer weiter ausgedehnt hat. Die Stadt ist auch in die Höhe gewachsen. Erfreulich ist, dass der Hügel vorne deutlich stärker bewaldet ist als vor knapp 20 Jahren.</p></div>
<div id="attachment_1964" style="width: 710px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1968/petrela-dorf" rel="attachment wp-att-1964"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1964" class="wp-image-1964" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Dorf-800x565.jpg" alt="Petrela Dorf in den Jahren 1995 und 2018" width="700" height="494" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Dorf-800x565.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Dorf-350x247.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></a><p id="caption-attachment-1964" class="wp-caption-text">Blick auf das Dorf Petrela: Viele renovierte Häuser, neue Gebäude, frischer Asphalt und viele Autos zeigt der Vergleich mit dem Jahr 1995.</p></div>
<div id="attachment_1963" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1968/petrela-ruinen" rel="attachment wp-att-1963"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1963" class="size-large wp-image-1963" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Ruinen-800x424.jpg" alt="Petrela: neues Restaurant in den alten Burgmauern" width="800" height="424" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Ruinen-800x424.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2018/11/Petrela-Ruinen-350x186.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1963" class="wp-caption-text">Aus Ruinen wird ein Ausflugsrestaurant: die Burg aus dem 15. Jahrhundert wurde mit vielen Aufbauten versehen, in denen heute Gäste bewirtet werden. Auf alten Festungsmauern wurden Gebäude aufgemauert, Treppen und Durchgänge wurden angelegt – historische Detailgetreue ist ein Fremdwort.</p></div>
<p>Weitere Beiträge zum Thema Veränderung:<br />
<a href="https://www.albanien.ch/une/blog/355"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Golem &amp; Vora 1995</a><br />
<a href="https://www.albanien.ch/une/blog/914"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Blicke zurück</a><br />
<a href="https://www.albanien.ch/nla/27/tirana2.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Tirana 1997 &amp; 2000</a><br />
<a href="https://www.albanien.ch/une/blog/750"><i class="wp-svg-redo-2 redo-2"></i> Zerstören von Burgen mit Symstem</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wenig erfolgreiche planwirtschaftliche Stadtgründungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jun 2017 21:47:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Kommunisten haben Albaniens Landschaft verändert: Sümpfe wurden trocken gelegt, die Landwirtschaft grundlegend verändert, überall wurden Seen zur Bewässerung und Energiegewinnung aufgestaut – und das ganze Land wurde industrialisiert. Für die neuen Fabriken und Bergwerke brauchte es Arbeiter, die Unterkünfte brauchten, weshalb im ganzen Land zwischen 1945 und den späten 70er Jahren neue Städte angelegt ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kommunisten haben Albaniens Landschaft verändert: Sümpfe wurden trocken gelegt, die Landwirtschaft grundlegend verändert, überall wurden Seen zur Bewässerung und Energiegewinnung aufgestaut – und das ganze Land wurde industrialisiert. Für die neuen Fabriken und Bergwerke brauchte es Arbeiter, die Unterkünfte brauchten, weshalb im ganzen Land zwischen 1945 und den späten 70er Jahren neue Städte angelegt wurden.</p>
<div id="attachment_1787" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/kukes" rel="attachment wp-att-1787"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1787" class="size-medium wp-image-1787" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kukes-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kukes-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kukes-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kukes.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1787" class="wp-caption-text">Kukës, Hauptplatz – planerische Ödnis</p></div>
<p>Mehr als 25 Jahre nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes lohnt sich ein Blick zurück, wie erfolgreich diese Stadtgründungen waren.</p>
<h3>Das stadtlose Land</h3>
<p>Natürlich gab es in Albanien prosperierende Städte und zahlreiche Ort, deren Geschichte oftmals bis in die Antike reichte. Neben den beiden grossen Städten Shkodra und Korça sowie weiteren lokalen Zentren wie Berat, Elbasan, Tirana und Gjirokastra gab es bis weit ins 20. Jahrhundert hinein aber keine Orte, die an eine richtige Stadt erinnerten. Selbst die wichtigsten Häfen waren klein: Shëngjin hatte nach dem Ersten Weltkrieg keine 100, Saranda weniger als 1000 Einwohner. Vlora, etwa zwei Kilometer vom Ufer entfernt, hatte zwar deutlich mehr Einwohner, aber kaum etwas, das städtisch wirkte: ein paar Moscheen, einige wenige enge Gassen und einen Marktplatz. Durrës hatte um 1900 kaum mehr als 1000 Einwohner, aber immerhin etwas städtisches Leben in den engen Gassen innerhalb der Stadtmauern. Der bedeutendste Hafen des Landes sollte sich in der Folge jedoch rasch entwickeln. Noch viel schneller wuchs Tirana, das 1920 Hauptstadt geworden war, aber schon 1917 knapp über 10&#8217;000 und zehn Jahre später schon fast doppelt so viele Einwohner hatte.</p>
<p>Im Allgemeinen war das junge Albanien aber sehr ländlich geprägt: 1926 lebten nur 16 % der Albaner in Städten. An einigen Verwaltungszentren und Marktplätzen hatten sich zum Teil ein paar Hundert Personen niedergelassen. Auch lokale Machtzentren und Wohnsitze von Beys wie Kruja, Kavaja, Fier, Lushnja, Leskovik, Përmet, Delvina, Libahova, Peqin oder Pogradec hatten höchstens ein paar Tausend Einwohner, aber abgesehen von Gotteshäusern und Märkten kaum städtische Infrastruktur. Besonders die gebirgigen Gebiete des Landes waren komplett frei von Städten. Noch 1945 gab es in einem Drittel der Kreise keine Stadt.</p>
<h3>Die kommunistischen Stadtgründungen</h3>
<div id="attachment_1784" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/kucova_industrie" rel="attachment wp-att-1784"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1784" class="size-medium wp-image-1784" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Industrie-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Industrie-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Industrie-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Industrie.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1784" class="wp-caption-text">Alt und Neu in Kuçova</p></div>
<p>Die sozialen Reformen und die rasch einsetzende Industrialisierung der Nachkriegszeit zogen eine rasche Urbanisierung des Landes mit sich. Bis 1969 nahm die städtische Bevölkerung pro Jahr um 4,5 % zu. Vielerorts wurden aus kleinen Dörfern städtische Zentren, mancherorts wurden neue Siedlungen gänzlich auf dem Reissbrett geplant.</p>
<p>Im Norden entstanden Verwaltungszentren wie Rrëshen, Burrël und Bajram Curri sowie viele Bergwerkstätte (Kruma, Rubik, Kurbnesh, Krasta in Martanesh, Bulqiza). Im Süden waren Kohle (Memaliaj), Erdöl (Ballsh, Patos, Kuçova als Qytet Stalin, Roskovec und Cërrik) und die Waffenproduktion (Poliçan und Çorovoda in Skrapar) die treibenden Kräfte.</p>
<p>Die neuen Grossfabriken wurden meist bei bestehenden Grossstädten gebaut, wobei im Falle von Tirana etwas ausserhalb ein ganzer Stadtteil (»Kombinati«) gegründet wurde, der den Arbeitern der in den 50er Jahren gegründeten »Stalin-Fabrik« ein Zuhause bot. Manchmal wurden Industrien aber auch abseits der grossen Zentren angelegt, so bei Laç oder Cërrik. Im Südosten entstanden mit Maliq ein Zentrum des Zuckerrohranbaus und -verarbeitung</p>
<p>Vielerorts entwickelten sich kleine Dörfer, die meist historisch schon als Treffpunkt oder Marktplatz der Region dienten, zu lokalen Verwaltungszentren (Tepelena, Gramsh, Librazhd, Klos (Mat), Vau-Deja, Puka, Kukës). Etwas Bedeutung und beträchtliche Einwohnerzahlen erlangte auch manches Dorf, in dem die Verwaltung einer landwirtschaftlichen Genossenschaft untergebracht wurde. Ein besonderes Beispiel hierfür ist Kamza, wo neben der Genossenschaft noch die Faktoren Kohlebergwerk und Nähe zu Tirana in Form der Landwirtschaftsuniversität begünstigend hinzukamen. Heute ist Kamza eine der grössten Städte des Landes.</p>
<p>Aufgrund der Aufstauung des Fierza-Sees musste in den 70er Jahren die Stadt Kukës verlegt werden. »Neu-Kukës« entstand als Planstadt etwas östlich auf einem windigen Plateau.</p>
<p>Rückblickend entwickelten sich die wenigsten dieser Planstädte zu richtigen Städten: Zwar verliehen ein paar hässliche Plattenbauten den Orten etwas Urbanität, aber die Einwohnerzahlen blieben meist im tiefen vierstelligen Bereich. In Albanien reichte dies schon, um das Prädikat »Stadt« oder »Bashkia« verliehen zu kriegen.</p>
<h3>Die Schwierigkeiten der Landstädte im Post-Kommunismus</h3>
<div id="attachment_1776" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/rubik" rel="attachment wp-att-1776"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1776" class="size-medium wp-image-1776" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Rubik-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Rubik-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Rubik-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Rubik.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1776" class="wp-caption-text">Das Leben zieht an Rubik vorbei</p></div>
<p>Die meisten dieser Planstädte machten in den letzten 25 Jahren eine schwierige Transformation durch. Fast überall gingen die wichtigen Arbeitgeber verloren. Insbesondere in der Industrie und im Bergbau gab es lange keine Beschäftigung mehr. Auch der Staat hatte kaum Finanzen, so dass gerade die kulturellen Angebote schnell eingstellt wurden. Im Gegensatz zu den Grossstädten, wo eine kleine Mittelschicht und Oberschicht heranwuchs, ist die Bevölkerung dieser Planstädte und ihrer Umgebung meist sehr arm, so dass auch der Dienstleistungssektor sehr bescheiden blieb. Zum Teil findet die Bevölkerung der Landstädte auch heute noch ein – zumal ergänzendes – Einkommen in der Landwirtschaft.</p>
<p>Trotz aller Probleme haben die Landstädte aber auch Einwohner aus den umliegenden Dörfern angezogen, da die Infrastruktur im urbanen Raum etwas besser ist. Andernorts sind die Bauerndörfer der Umgebung heute zum Teil bevölkerungsreicher als das lokale städtische Zentrum, das von Arbeitslosigkeit geplagt wird.</p>
<h3>Niedergang der Bergwerks- und Industriestädte und krisenfestere Verwaltungsstädte</h3>
<div id="attachment_1786" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/cerrik_zentrum" rel="attachment wp-att-1786"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1786" class="size-medium wp-image-1786" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Cerrik_Zentrum-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Cerrik_Zentrum-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Cerrik_Zentrum-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Cerrik_Zentrum.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1786" class="wp-caption-text">Im Zentrum von Cërrik – menschenleer</p></div>
<p>Die meisten Bergwerksbetriebe haben in den 90er Jahren rasch ihren Betrieb einstellen müssen, was unmittelbaren Einfluss hatte auf die Städte, die von ihnen abhängig waren. Gerade die junge Bevölkerung ist rasch ausgewandert – meist illegal nach Griechenland oder Italien, um dort etwas Geld zu verdienen und die Familie in der Heimat zu unterstützen. Im Verlauf der letzten 25 Jahre haben viele Einwohner diese Städte verlassen, insbesondere wenn sie abgelegen oder in sehr gebirgigem Gebiet gelegen sind. Etwas weniger stark betroffen sind meist Bergwerksorte, die noch lokale Verwaltungszentren sind oder an Durchgangsstrassen liegen. Die zurückgebliebene Bevölkerung in diesen Bergwerksregionen ist meist von der Landwirtschaft und Überweisungen von Verwandten im Ausland abhängig.</p>
<div id="attachment_1781" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/kurbnesh_2" rel="attachment wp-att-1781"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1781" class="size-medium wp-image-1781" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kurbnesh_2-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kurbnesh_2-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kurbnesh_2-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kurbnesh_2.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1781" class="wp-caption-text">Kurbnesh fast ausgestorben</p></div>
<p>Einige dieser Bergwerksorte wurden praktisch komplett entvölkert, so das abgelegene Kurbnesh in der Mirdita. In Kruma, dem Zentrum der Region Has im Nordosten, ist die Einwohnerzahl um rund einen Drittel zurückgegangen. Auch Memaliaj im Süden hat rund die Hälfte der Einwohner verloren – ein starker Bevölkerungsrückgang ist aber im ganzen Süden des Landes zu verzeichnen.</p>
<p>Auch die Erdölindustrie war in Albanien kein Garant für Arbeit und Reichtum: Diese Städte sind allesamt von Bevölkerungsrückgang betroffen, wenn auch nicht überall gleich stark.</p>
<p>Die Verwaltungszentren verzeichnen hingegen meist keine solch grosse Abwanderung. Burrël konnte seine Einwohnerzahl halten und Rreshën, Kukës sowie Puka haben zwischen 1989 und 2011 sogar einen Zuwachs verzeichnet.</p>
<div id="attachment_1780" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/burrel_haeuser" rel="attachment wp-att-1780"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1780" class="size-medium wp-image-1780" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Burrel_Haeuser-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Burrel_Haeuser-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Burrel_Haeuser-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Burrel_Haeuser.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1780" class="wp-caption-text">Neues Leben in Burrël</p></div>
<p>Aus der Reihe tanzt auch die Bergwerkstadt Bulqiza, wo die Einwohnerzalh seit 1989 deutlich zugenommen hat. Aufgrund der besseren Erzvorkommen besteht hier noch heute eine Industrie, wie sonst kaum wo in Albanien. Hinzu die Funktion als Verwaltungszentrum, was ebenfalls stabilisierend wirkte.</p>
<p>Es gibt viele weitere Städte in der Küstenebene zwischen Vlora und Shkodra und besonders im Grossraum Tirana, die beträchtlich an Einwohner zugenommen haben. Dazu gehören auch ein paar Planstädte wie Kamza als Vorort von Tirana oder Laç. In diesem Fällen scheint aber mehr die Landflucht und die Lage als die Attraktivität der geplanten Städte von Bedeutung für das Wachstum gewesen sein.</p>
<h3>Erfolg und Misserfolg der Planstädte</h3>
<div id="attachment_1790" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/krasta" rel="attachment wp-att-1790"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1790" class="size-medium wp-image-1790" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Krasta-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Krasta-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Krasta-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Krasta.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1790" class="wp-caption-text">Dunkle Fensterhöhlen in Krasta, Martanesh</p></div>
<p>Die planwirtschaftlichen Stadtgründungen scheinen sich in ihrem Schicksal nicht gross von anderen Städten zu unterscheiden – leider ist eine detaillierte Analyse aufgrund des schlechten Datenmaterials nicht wirklich möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen, im Umland traditionell verwurzelten Städte Albaniens sind die Industriestädte heute aber doch in den meisten Fällen sehr trostlos und unbelebt. Kaum eine Planstadt hat mehr als 10&#8217;000 Einwohner erreicht – und wie die ganze Stadtentwicklung Albaniens erleben auch die Planstädte mit Bevölkerungswachstum heute eine Phase der chaotisch-wilden Entwicklung weitab der ursprünglichen planerischen Vorgaben.</p>
<p>Die im Kommunismus entwickelten Verwaltungszentren haben mehrheitlich ihren Platz als wichtige Drehscheibe der Umgebung gefunden – ihre Gründung war ein bedeutender Schritt in der Entwicklung des Landes, auch wenn in der post-kommunistischen Zeit in vielen Fällen ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen war. Es sind zwar vielfach reizlose kleine Provinznester, aber doch kommen hier die Menschen des Umlands zusammen und sorgen für Veränderung und Treiben. Man kauft ein paar notwendige Sachen ein, erledigt Behördengänge, geht hier in die weiterführende Schule oder wartet auf den Bus nach Tirana. Die Stagnation der 90er Jahre ist in den Verwaltungszentren vorbei – es gibt Veränderung, während die Industrieorte leblos wirken, vieles zu Zerfallen droht, der Rückgang deutlich spürbar ist .</p>
<div id="attachment_1783" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1770/kucova_zentrum" rel="attachment wp-att-1783"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1783" class="size-medium wp-image-1783" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Zentrum-350x219.jpg" alt="" width="350" height="219" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Zentrum-350x219.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Zentrum-800x500.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/06/Kucova_Zentrum.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1783" class="wp-caption-text">Breite Strassen aus kommunistischer Zeit im Zentrum von Kuçova</p></div>
<p>Eine interessante Mischung ist Kuçova, die grösste albanische Planstadt, die einst über 20&#8217;000 Einwohner hatte. Auch hier sind viele Bewohner abgewandert, die Erdöl-Metropole hat aber eine Grösse entwickelt, die ein gewisses Eigenleben garantiert. Und trotz der wirtschaftlichen Misere ist die Erdölproduktion nie ganzÂ  zum Erliegen gekommen, so dass heute noch ein Duft von Öl durch die kommunistischen Prachtsstrassen zieht. Die post-kommunistische Entwicklung hat Kuçova nur zaghaft erfasst – weite Teile des Stadtzentrums werden noch immer von der kommunistischen Architektur, dem roten Stern und Industrieanlagen dominiert. Kuçova gleicht deshalb eher einer Reise durch die Geschichte um 30 Jahre zurück als einer lebendigen albanischen Stadt der Gegenwart.</p>
<p>An vielen anderen Orten ist aber meist tote Hose: Im einzigen Café sitzen ein paar Männer, der zentrale Platz wirkt überdimensioniert und meist auch sehr trostlos heruntergekommen. In den Hintergassen rennen noch ein paar Hühner rum. Aber es fehlen die Investitionen, die kleinen Geschäfte und der Trubel, der vielerorts Ausdruck der albanischen Lebensfreude ist.</p>
<pre><strong>Quellen:</strong> u.a. T. Selenica: »Shqipëroa më 1927«, Tirana 1928;
Arqile Bërxholi, Dhimitër Doka, Hartmut Asche (Hrsg.): »Altasi Gjeografik i Popullisë së Shqipërisë«, Tirana 2003;
Franz  Seiner: »Ergebnisse der Volkszählung in Albanien in dem von den österr.-ungar. Truppen 1916 - 1918 besetzten Gebiete«, Wien 1922, <a href="http://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV022058557/ft/bsb00096082?page=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online</a>;
Cay Lienau, Günter Prinzing (Hrsg.): »Albanien – Beiträge zu Geographie und Geschichte«, Münster 1986;
</pre>
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		<title>25 Jahre Demokratie – eine schwierige Reise</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1521</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2016 15:46:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[1991]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Transformation]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute vor 25 Jahren fanden in Albanien die ersten Mehrparteien-Wahlen statt. Das Land hatte sich auf den Weg hinaus aus der kommunistischen Diktatur zu einem demokratischen System begeben – eine holprige und lange Reise, wie sich zeigen sollte. Erste Wahlen vor 25 Jahren Schon die ersten Wahlen am 31. März 1991 waren alles andere als ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1521">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h5>Heute vor 25 Jahren fanden in Albanien die ersten Mehrparteien-Wahlen statt. Das Land hatte sich auf den Weg hinaus aus der kommunistischen Diktatur zu einem demokratischen System begeben – eine holprige und lange Reise, wie sich zeigen sollte.</h5>
<h4>Erste Wahlen vor 25 Jahren</h4>
<div id="attachment_1525" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1521/saliberisha_1991" rel="attachment wp-att-1525"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1525" class="size-medium wp-image-1525" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/SaliBerisha_1991-350x222.jpg" alt="Sali Berisha an einer Wahlveranstaltung 1991 in Kavaja" width="350" height="222" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/SaliBerisha_1991-350x222.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/SaliBerisha_1991.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1525" class="wp-caption-text">Sali Berisha an einer Wahlveranstaltung 1991 in Kavaja</p></div>
<p>Schon die ersten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahl_in_Albanien_1991" target="_blank"><i class="wp-svg-wordpress wordpress"></i> Wahlen am 31. März 1991</a> waren alles andere als reibungslos: Die neuen Parteien waren deutlich benachteiligt. Der Sieg ging nochmals an die Kommunisten. Die neuen Kräfte hatten die Bevölkerung auf dem Land nicht überzeugen können. Den Demokraten wurde die Schuld gegeben für die gewaltsamen Proteste im ganzen Land, und die Bauern befürchteten, dass die Grossgrundbesitzer von früher wieder ihre Ländereien zurückerhalten würden. In den Städten gewann aber die »Demokratische Partei«, der für den landesweiten Wahlkampf nur sechs Fahrzeuge zur Verfügung gestanden waren. Trotz der Niederlage sollte vor allem Sali Berisha profitieren, der die Gunst der Stunde geschickt zu nutzen wusste. Der abtrünnige Kommunist und Kardiologe, ehemals Arzt von Enver Hoxha, war neben den streikenden Studenten die treibende Kraft der Demokratiebewegung. Er hatte die Zeichen der Zeit erkannt und mutige Schritte gegen das alte System gewagt.</p>
<p>Auch die Kommunisten hatten begriffen, dass sich im heruntergewirtschafteten Land etwas ändern muss. Und obwohl sie im neu gewählten Mehrparteienparlament die Mehrheit hatten, konnten sie den Lauf der Dinge nicht wirklich in ihrem Sinne steuern. Das Parlament blieb ohne Einfluss, die neuen Kräfte mussten eingebunden werden, und die Regierung konnte sich nicht lange halten. Denn die Massenproteste im ganzen Land dauerten an und immer mehr Albaner verliessen ihre Heimat, suchten Zuflucht im Westen oder im benachbarten Griechenland. Die Menschen hungerten, die Wirtschaft lag darnieder.</p>
<h4>Langsamer Aufbau einer Demokratie</h4>
<div id="attachment_1522" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1521/postauto_pferdewagen" rel="attachment wp-att-1522"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1522" class="size-medium wp-image-1522" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen-350x210.jpg" alt="1990er Jahre in Albanien: Postauto überholt Pferdewagen – wohin geht die Reise" width="350" height="210" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen-350x210.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen-800x479.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/03/Postauto_Pferdewagen.jpg 1336w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1522" class="wp-caption-text">1990er Jahre in Albanien: Postauto überholt PferdewagenÂ – wohin geht die Reise</p></div>
<p>Als es 1992 zu Neuwahlen kam, gelangten die Demokraten unter Berishas Führung an die Macht. Mit viel westlicher Hilfe stabilisierten sich die Verhältnisse allmählich – aber nicht für lange. Berishas Demokratieverständnis war noch nicht allzu weit ausgereift: Die Justiz wurde beeinflusst, unabhängige Medien hatten es schwer, Wahlen wurden gefälscht. Im korrupten Umfeld konnte sich auch eine betrügerische Energie entwickeln, die 1997 zum Zusammenbruch des Staatswesens führte: Pyramidenfirmen versprachen irrealistische Zinsen, und als das System kollabierte und grosse Teile der Bevölkerung ihr ganzes Geld verloren, richtete sich der Volkszorn gegen die Regierung und den Staat. Erneut wurde zerstört, gekämpft, gemordet. Nur dank ausländischen Truppen gelang es, die Ordnung einigermassen wiederherzustellen. Eine weitere Regierung musste im Chaos abdanken, einen Scherbenhaufen zurücklassend.</p>
<h4>Kleine Schritte vor und zurück</h4>
<p>Seit 1997 hat sich Albanien komplett verändert. Es wurde viel erreicht, auch wenn die einzelnen Schritte oft bescheiden sind. Kaum ein Stein steht mehr am gleichen Ort. Man muss deshalb aufpassen, dass man über all die prächtigen Neubauten, aufgeräumten Innenstädte und glitzernden Reklameschilder nicht die Realität hinter der Fassade vergisst: Weder die Wirtschaft noch die Politik sind wirklich stabil.</p>
<p>Der Entwicklungsprozess des Landes war immer wieder von herben Rückschlägen geprägt. Noch immer ist die Korruption ein allgegenwärtiges Übel – kein Wunder in einem Land, das dermassen arm ist, dass auch Menschen mit Arbeit oft noch ums Überleben kämpfen müssen. Am traurigsten ist aber die Unfähigkeit der Politiker, sich in einem sachlichen Dialog den Problemen des Landes anzunehmen. Es wird nicht diskutiert, sondern nur die Gegenpartei mit Vorwürfen überschüttet. Die fehlende politische Kultur resultiert in schädlicher Kompromisslosigkeit und persönlichen Gehässigkeiten; der Staat wird noch immer oft als Mittel zur ungerechtfertigten Bereicherung angesehen, von der Dank Ämterpatronage auch der Familienclan und Parteigänger profitieren. Politische Blockaden bremsen immer wieder die Entwicklung. Einigung wird meist nur durch Vermittlung ausländischer Diplomaten gefunden. Der Weg der Demokratisierung ist noch lange nicht abgeschlossen.</p>
<h4>Enttäuschte Hoffnungen</h4>
<p>Als die Menschen vor 25 Jahren zur Urne ging, hofften sie, in kürzester Zeit im Wohlstand und stabilen Verhältnissen zu leben. Die Versprechungen der Parteien waren schon damals gross – und noch heute ist nicht alles erreicht. Die Transformation eines ehemals kommunistischen Landes ist ein langwieriger und komplexer Prozess.</p>
<p>Viele Menschen sind enttäuscht, dass nicht mehr erreicht worden ist. Aber auch eine Generation später hört man immer noch den Vorwurf, dass der Staat zu wenig für die Menschen tue. Für alles wird den Politikern die Schuld gegeben. Dabei muss zuerst ein jeder selbst die Verantwortung übernehmen für korrekte Verhältnisse in seinem Umfeld.</p>
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		<title>Neue Touristen auf neuer Strasse</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2015 12:03:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Strasse]]></category>
		<category><![CDATA[Tourismus]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; View image &#124; gettyimages.com]]></description>
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<div class="getty embed image" style="background-color: #fff; display: inline-block; font-family: 'Helvetica Neue',Helvetica,Arial,sans-serif; color: #a7a7a7; font-size: 11px; width: 100%; max-width: 381px;">
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<p>&nbsp;</p>
</div>
<p></center></p>
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		<title>Impressions from Tirana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 08:39:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
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		<category><![CDATA[Tirana]]></category>
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					<description><![CDATA[Habe einen alten Film gefunden – ein paar Szenen aus Tirana im Jahr 2004. Kaum zu glauben, wie sich die Stadt in den letzten zehn Jahren wieder verändert hat.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Habe einen alten Film gefunden – ein paar Szenen aus Tirana im Jahr 2004.</p>
<p>Kaum zu glauben, wie sich die Stadt in den letzten zehn Jahren wieder verändert hat.</p>
<p class="fv-flowplayer-feed"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1231" title="Click to watch the video">[This post contains video, click to play]<br /><img decoding="async" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/04/still_video_tirona.jpg" width="400" /></a></p>
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		<title>Blicke zurück</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Nov 2012 17:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Endeckt-erforscht]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Buchdeckeln]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder muss ich mich entschuldigen, wenn ich in Albanien unterwegs bin, weil ich ständig erzähle, was sich hier gerade alles verändert hat im Vergleich zu früher. Das ständige Vergleichen mag vielleicht manchen Zuhörer nerven, aber andererseits ist die rasante Entwicklung schon immer wieder faszinierend. Nicht jede Veränderung der letzten 20 Jahre war positiv, was ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/914">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder muss ich mich entschuldigen, wenn ich in Albanien unterwegs bin, weil ich ständig erzähle, was sich hier gerade alles verändert hat im Vergleich zu früher. Das ständige Vergleichen mag vielleicht manchen Zuhörer nerven, aber andererseits ist die rasante Entwicklung schon immer wieder faszinierend. Nicht jede Veränderung der letzten 20 Jahre war positiv, was wohl auch nicht zu vermeiden ist, wenn diese so schnell von statten gehen.</p>
<p>Wo heute ganze Hochhausquartiere stehen, gab es früher nur Buschland. Wo man früher über ein löchriges Strässchen holperte, gibt es heute breite Asphaltpisten. In früher kaum erschlossenen Tälern rast man heute über breite Autobahnen. Verstopfte Kreuzungen wurden durch sechsspurige Überführungen entschärft. Hotelburgen ziehen sich fast lückenlos Stränden entlang, wo früher nur Pinienbäume zum Himmel strebten. Abgelegene Dörfer ohne Infrastruktur haben heute eine Zufahrtsstrasse, Läden und Bars – aber vielleicht nur noch eine zerfallene Schule und sicher keine Krankentstation mehr. Auch Müllhalden in der Landschaft sind Zeugen eines veränderten Lebensstils. Und in manchem Viertel mit alten Häusern finden sich fast nur noch Hochhäuser.</p>
<p>Auch auf dieser Website hatte ich schon die alten Zeiten wieder aufleben lassen, wie mit <a href="https://www.albanien.ch/une/?p=355">Luftaufnahmen von 1995</a> oder mit einem <a href="http://www.albanien.ch/nla/27/tirana2.jpg" target="_blank">Fotovergleich aus Tirana</a>.</p>
<p>Ich scheine aber nicht der einzige zu sein, der von den sich ändernden Dingen in Albanien beeindruckt ist. So stellte der Albanienreisende Klaus Wehr ein Büchlein zusammen mit Fotovergleichen von 1996 und 2006. Bei einer seiner Besuche in Albanien ist er an Orte zurückgekehrt, wo er 1996 Fotos geschossen hat. Aufnahmen von Alt und Neu stehen im Buch nebeneinander. Die Unterschiede sind zum Teil unterhaltsam, zum Teil ermutigend, manchmal auch schockierend: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3844803734/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3844803734&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank">»Bilder aus Albanien: 1996 und 2006«</a></p>
<p>In zwei weiteren Büchlein berichtet er von früheren Reisen durchs Land, so von schönen Erlebnissen auf einer Wanderung von Durrës an die griechische Grenze im Südosten im Jahr 1996: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3848203987/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3848203987&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank">»Zu Fuß in Albanien: 1996«</a></p>
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		<title>»Was das reiche Deutschland von Albanien lernen kann«</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/803</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 May 2012 18:32:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Mal wieder etwas Beifang aus dem Internet. Ulrike Ruppel berichtet in der Berliner Zeitung über ihre Gedanken nach einer Albanienreise: &#62;&#62; »Was das reiche Deutschland von Albanien lernen kann«]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mal wieder etwas Beifang aus dem Internet. Ulrike Ruppel berichtet in der Berliner Zeitung über ihre Gedanken nach einer Albanienreise:</p>
<p><a href="http://www.bz-berlin.de/archiv/was-das-reiche-deutschland-von-albanien-lernen-kann-article1455764.html" target="_blank">&gt;&gt; »Was das reiche Deutschland von Albanien lernen kann«</a></p>
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		<title>Zuerst Asphalt, dann das World Wide Web</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/443</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 21:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
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					<description><![CDATA[Strassen, die die Welt bedeuten ”¦ Heute morgen am Radio diskutierten sie darüber, wie die Welt in zehn Jahren aussehen könnte. Ich habe mir da überlegt, wie die Welt vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien in zehn Jahren aussehen könnte. Mein Bild von der albanischen ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/443">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Strassen, die die Welt bedeuten ”¦</p>
<p>Heute morgen am Radio diskutierten sie darüber, wie die Welt in zehn Jahren aussehen könnte. Ich habe mir da überlegt, wie die Welt vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien in zehn Jahren aussehen könnte. Mein Bild von der albanischen Zukunft möchte ich euch ersparen. Aber bei diesen Gedankenspielen ist mir aufgefallen, dass sich auch aktuell in Albanien einiges ändert.</p>
<p>Strassen, die die Welt bedeuten – die neu asphaltierten Strassen führen in Albanien zu tiefgreifenden Veränderungen. Zwar dauert es meist einige Jahre länger als versprochen, bis die zuvor erbärmlichen Feldwege, die bis anhin die einzige Verbindung mit dem Rest der Welt darstellten, nach und nach asphaltiert werden. Wenn es dann aber so weit ist und neue ländliche Gebiete plötzlich erreichbar sind, verändert sich das Leben dort rasch. Es werden neue Häuser gebaut, es entstehen neue Geschäfte und es gibt neues Leben.</p>
<p>Schön beobachten konnte ich das in den letzten Jahren in den Albanischen Alpen. Als ich dort vor ein paar Jahren zum ersten Mal unterwegs war, war Reisen eine mühsame Sache. Zwar kam ab und zu ein Bus vorbei, aber man reduzierte die Fahrten auf das notwendige Minimum. Entsprechend dürftig war zum Beispiel auch das Warenangebot.<br />
Seitdem aber mehr und mehr Kilometer Strasse asphaltiert sind, verändert sichÂ  auch das Dorfleben in den Bergen rasant. Nicht nur ist die Aussenwelt schneller erreichbar und man fährt mal schnell irgendwo hin. Nein, auch die Aussenwelt kommt einfacher in die Berge: Touristen sind unterwegs, aber auch Albaner auf Ausflügen. Überall wird gebaut, das Angebot in den Kneipen, die meist auch als Kleinstladen dienen, steigt. Und viele Waren werden auf den immer häufigeren Reisen aus der Stadt mitgebracht.</p>
<p>Noch vor vier Jahren gab es in den Bergen kaum Mobiltelefone. Es gab keinen Empfang – zumindest nicht ohne weitere technische Hilfsmittel. Zwischenzeitlich wurden neue Antennen errichtet und auch das Festnetz erreicht allmählich die Berge. Und so kam es, dass ich vor ein paar Wochen die ersten Bekannten aus den Bergen auf Facebook traf. Nein, nicht solche, die in Shkodra in einem Internetcafé sitzen. Jetzt gibt es tatsächlich auch Internet in den abgelegenen Bergdörfern.</p>
<p>Bald wird also auch das ländliche Albanien teil der virtuellen Welt sein – das World Wide Web wird dann auch in den albanischen Bergne zum Alltag gehören.</p>

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<p>Die Strassen haben aber auch ihre ganz handfesten Nachteile: Der frische Asphalt verleitet zu schnellem Fahren, was so manchen zusätzlichen Unfall zur Folge hatte. Und den Holzfällern wird das illegale Zerstören der Bergwäldern noch einfacher gemacht.</p>
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		<title>Luxus macht sich breit</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/361</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 11:02:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Geld auszugeben ist selten ein Problem. Etwas anspruchsvoller stellt man sich dies vielleicht in Albanien vor. Schwer getäuscht! Dass es in Albanien viele Reiche gibt, wurde ja immer schon vermutet – allein schon wegen der Dichte von Luxuskarossen. Woher das Geld kommt, will man oft lieber nicht wissen. Wo es landen soll, wird jetzt immer ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/361">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Geld auszugeben ist selten ein Problem. Etwas anspruchsvoller stellt man sich dies vielleicht in Albanien vor. Schwer getäuscht! Dass es in Albanien viele Reiche gibt, wurde ja immer schon vermutet – allein schon wegen der Dichte von Luxuskarossen. Woher das Geld kommt, will man oft lieber nicht wissen. Wo es landen soll, wird jetzt immer klarer.</p>
<p>Zahlreiche neue Einkaufstempel in und um Tirana mit Läden internationaler Marken und kleine Boutiquen, die Armani-PulloverÂ für € 200 verkaufen, lassen den Kapitalismus hochleben: Für Geld ist alles zu kriegen. Früher beschränkte sich das Luxussegment auf ein paar wenige Hotels, die Zimmer zu europäischen Standardpreisen boten und mit überteuerten Läden und Restaurants ihre Gäste in eine fremde Welt entführten. Mittlerweile macht sich diese fremde Welt in Albanien langsam breit.</p>
<p>Und nicht nur für italienische Mode wird Geld ausgegeben. Auch andere Industrien steuern gezielt die Reichen Albaniens an. »Lufthansa City Center« möchte seine Dienstleistungen im Luxus-Segment ausbauen, wie das Reisebüro der Lufthanasa letzthin bekannt gab. Als einer von vier ausländischen, über den ganzen Globus verstreuten Standorten, wo LCC dies umzustzen plant, wurde Tirana genannt.</p>
<p>Ob diese Rechnung aufgehen wird, wird sich zeigen müssen. Denn auch Albanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Die Gastarbeiter im Ausland senden viel weniger Geld in die Heimat. Abgesehen von den angesagtesten, hipsten Lokalitäten bleibt denn auch vieles bedenklich leer. Das Luxusrestaurant im 21. Stockwerk wird nur von ein paar herumstehenden Kellnern bevölkert. Die Verkäuferinnen in den Boutiquen telefonieren vor Langeweile oder spielen Karten am Computer. Und bei der grossen Mall weit draussen vor der Stadt ist vor allem die Auswahl an freien Parkplätzen grenzenlos.</p>
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		<title>Massig deutsche Hilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:12:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
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					<description><![CDATA[Mir ist zufällig ein Artikel von Cafébabel vom letzten Sommer wieder in die Finger gekommen. Dort steht, dass Deutschland in den letzten 20 Jahren mehr als € 800 Millionen in die Entwicklungszusammenarbeit für Albanien gesteckt hätte. Das sei – pro Kopf im Empfängerland – mehr als für sonst ein Land auf der Welt. Ob das ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/369">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist zufällig ein <a href="http://www.cafebabel.de/article/30521/albanien-polittourismus-am-mittelmeer.html" target="_blank">Artikel von Cafébabel</a> vom letzten Sommer wieder in die Finger gekommen. Dort steht, dass Deutschland in den letzten 20 Jahren mehr als € 800 Millionen in die Entwicklungszusammenarbeit für Albanien gesteckt hätte. Das sei – pro Kopf im Empfängerland – mehr als für sonst ein Land auf der Welt. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Jedenfalls hat Albanien sicherlich viel Entwicklungshilfe erhalten – nicht nur aus Deutschland. Und das Land hat sich auch rasant entwickelt und verändert. Leider nicht immer zum Guten. Das Bruttoinlandprodukt sei jedenfalls von US$ 654 im Jahr 1990 auf über US$ 4000 gestiegen, schreibt Cafébabel. Und während damals praktisch noch jeder in Albanien ums Überleben, ums tägliche Brot und Heizmittel kämpfen musste, gelten heute nur noch rund ein Achtel der Bevölkerung als arm, schreibt die Weltbank. Aber vor allem in den ländlichen Gebieten und in den Bergen ist die Armut noch viel grösser als im Wirtschaftszentrum Tirana.</p>
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