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	<title>Bücher &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Wenn Hana zu Mark wird – und Mark zu Hana</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Jan 2016 17:34:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Buchdeckeln]]></category>
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					<description><![CDATA[Für eine lange Zeit hatten düstere Blutrache-Geschichten Überhand genommen in Literatur und Film aus Albanien. »Kanun-Geschichten« können aber auch ganz anders sein: Im Mittelpunkt eines neuen Buchs stehen nicht wie gewöhnlich Mord und Angst vor Rache. Für einmal geht es um eine Frau, die sich entschliesst, »burrnesha« zu werden – eine »Sworn Virgin« oder »Eingeschworene ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1439">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für eine lange Zeit hatten düstere Blutrache-Geschichten Überhand genommen in Literatur und Film aus Albanien. »Kanun-Geschichten« können aber auch ganz anders sein: Im Mittelpunkt eines neuen Buchs stehen nicht wie gewöhnlich Mord und Angst vor Rache. Für einmal geht es um eine Frau, die sich entschliesst, »<i>burrnesha</i>« zu werden – eine »Sworn Virgin« oder »Eingeschworene Jungfrau«.</p>
<p>Das Phänomen der »<i>burrnesha</i>« ist immer mal wieder thematisiert worden und bleibt faszinierend. Frauen schwören, für immer Jungfrau zu bleiben, und übernehmen die Rolle eines Mannes. Von der ganzen Gesellschaft werden sie als Männer wahrgenommen und sie leben wie Männer, in der nach Geschlechtern getrennten Bergwelt ausschliesslich unter Männern. Antonia Young verfasste ein ethnographisches Buch über die ungewöhnlichen Frauen: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1859733409/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1859733409&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank"><i class="wp-svg-book book"></i> »Women Who Become Men«</a>. Zudem ist vor zwei Jahren ein schöner <a href="http://www.amazon.de/Pepa-Hristova-Virgins-Sophia-Greiff/dp/3868283471/ref=sr_1_1?s=books-intl-de&amp;ie=UTF8&amp;qid=1453565265&amp;sr=1-1&amp;keywords=sworn+virgins" target="_blank"><i class="wp-svg-book book"></i> Bildband mit Fotografien von Pepa Hristova</a> erschienen. Beide Werke geben Einblick in das Leben einerÂ »<i>burrnesha</i>« und beinhalten interessante Portraits der Frauen. Aber weder der Ethnologin noch der Fotografin ist es gelungen, hinter die Fassade dieser stolzen Bergler zu gelangen, die das gesellschaftliche System des Kanun nie in Frage gestellt haben.</p>
<div id="attachment_1440" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1908276347/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1908276347&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank" rel="attachment wp-att-1440"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1440" class="wp-image-1440" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/01/Buchcover_SwornVirgin_ElviraDones.jpg" alt="Cover" width="200" height="306" /></a><p id="caption-attachment-1440" class="wp-caption-text">Cover</p></div>
<p>Einen anderen Ansatz verfolgt Elvira Dones in ihrem Roman <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1908276347/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1908276347&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank"><i class="wp-svg-book book"></i> »Sworn Virgin«</a>: Sie versucht zu verstehen, was in einer solchen Frau vorgehen muss. Sie erzählt die Geschichte von Hana, einem Mädchen aus den Albanischen Alpen, das Mitte der 80er Jahre in Tirana Literatur studiert. Das Schicksal bringt sie zurück in ihr abgelegenes Heimatdorf, wo sie sich entscheidet, »<i>burrnesha</i>« zu werden. Nachdem ihre ganze Familie verstorben war, kann sie nur durch diesen Schritt weiter unabhängig leben und einer Heirat entgehen, die sie wieder in eine traditionelle Rolle einbinden würde. Fortan heisst sie »Mark«, arbeitet in der landwirtschaftlichen Genossenschaft, führt ihren Haushalt und verbringt ihre Freizeit mit den Männern des Dorfes.</p>
<p>Im Buch reist Mark 15 Jahre später in die USA zu seiner Cousine Lila. Auf Drängen von Lila legt Mark allmählich seine Männerrolle ab und wird wieder zu Hana. Eindrücklich schildert die Autorin, wie Hana Schritt für Schritt ihre Weiblichkeit wiederentdeckt und versucht, als Frau in den USA einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Dazu gehören auch Liebe und Sexualität – Gefühle und Erlebnisse, die alsÂ »<i>burrnesha</i>« Tabu waren.</p>
<p>Elvira Dones wurde leider im deutschsprachigen Raum noch nicht entdeckt. Dabei war der Albanerin aus Durrës schon 1988 die Flucht in die Schweiz gelungen. Heute pendelt sie zwischen den USA, Italien, der Schweiz und Albanien. Sie schreibt Romane auf Italienisch und Albanisch. »Sworn Virgin« hat sie auf Italienisch verfasst (2007 als <a href="http://www.amazon.de/gp/product/8807017369/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=8807017369&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank"><i class="wp-svg-book book"></i> »Vergine giurata«</a> erschienen). Eine deutsche Übersetzung liegt leider noch nicht vor – allgemein meiden Verleger hierzulande ja albanische Literatur, seitdem der »Ammann-Verlag«, erfolgreicher Herausgeber mehrerer albanischer Autoren, seine Tätigkeiten eingestellt hat.</p>
<p>Aber auch die Lektüre der englischen Übersetzung, leicht und verständlich geschrieben, macht Freude.</p>
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		<title>Sterne Albaniens</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/934</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 23:19:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Zwischen Buchdeckeln]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
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		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Mercedes]]></category>
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					<description><![CDATA[Einst hatten in Albanien die roten Sterne überhand, heute sind es die silbrigen, die vorne auf Kühlhauben thronen. Allgegenwärtig beherrschen sie das Strassenbild und bereiten sicherlich jedem Mercedes-Liebhaber grosse Freude. Ihre grosse Dichte in einem solch armen Land hat schon manchen Ausländer erstaunt. Kaum Probleme dürfte so der Fotograf Matthias Aschauer gehabt haben, Motive für ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/934">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Einst hatten in Albanien die roten Sterne überhand, heute sind es die silbrigen, die vorne auf Kühlhauben thronen. Allgegenwärtig beherrschen sie das Strassenbild und bereiten sicherlich jedem Mercedes-Liebhaber grosse Freude. Ihre grosse Dichte in einem solch armen Land hat schon manchen Ausländer erstaunt.</p>
<p><div style="width: 260px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3902675616/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3902675616&#038;linkCode=as2&#038;tag=langweilige07-21"><img decoding="async" src="http://www.fotohof.at/photo/image/thumbs/size_280_image3591.jpg" width="250" height="304" class /></a><p class="wp-caption-text">»Sterne Albaniens« – Buch-Cover</p></div>Kaum Probleme dürfte so der Fotograf Matthias Aschauer gehabt haben, Motive für sein Buch zu finden. Im neuen Bildband <a href="http://www.fotohof.at/content.php?id=29&#038;buchid=808" target="_blank">»Sterne Albaniens«</a> hat er auf über hundert Seiten schwarzweisse Aufnahmen deutscher Luxuskarossen in Albanien zusammengetragen.</p>
<p>Obwohl sich das Buch primär an Mercedes-Fanatiker richten dürfte (in den Bildlegenden und im Inhaltsverzeichnis sind nur die Typen vermerkt), dürften auch an Albanien Interessierte Freude daran haben. Denn oft fahren oder stehen die Mercedesse an Orten, die sonst kaum von Kameras ins Visir genommen werden: ungewohnte Orte, ungewohnte Blickwinkel, ungewohnte Einblicke in den albanischen Alltag.</p>
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		<title>Blicke zurück</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/914</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Nov 2012 17:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Endeckt-erforscht]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder muss ich mich entschuldigen, wenn ich in Albanien unterwegs bin, weil ich ständig erzähle, was sich hier gerade alles verändert hat im Vergleich zu früher. Das ständige Vergleichen mag vielleicht manchen Zuhörer nerven, aber andererseits ist die rasante Entwicklung schon immer wieder faszinierend. Nicht jede Veränderung der letzten 20 Jahre war positiv, was ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/914">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder muss ich mich entschuldigen, wenn ich in Albanien unterwegs bin, weil ich ständig erzähle, was sich hier gerade alles verändert hat im Vergleich zu früher. Das ständige Vergleichen mag vielleicht manchen Zuhörer nerven, aber andererseits ist die rasante Entwicklung schon immer wieder faszinierend. Nicht jede Veränderung der letzten 20 Jahre war positiv, was wohl auch nicht zu vermeiden ist, wenn diese so schnell von statten gehen.</p>
<p>Wo heute ganze Hochhausquartiere stehen, gab es früher nur Buschland. Wo man früher über ein löchriges Strässchen holperte, gibt es heute breite Asphaltpisten. In früher kaum erschlossenen Tälern rast man heute über breite Autobahnen. Verstopfte Kreuzungen wurden durch sechsspurige Überführungen entschärft. Hotelburgen ziehen sich fast lückenlos Stränden entlang, wo früher nur Pinienbäume zum Himmel strebten. Abgelegene Dörfer ohne Infrastruktur haben heute eine Zufahrtsstrasse, Läden und Bars – aber vielleicht nur noch eine zerfallene Schule und sicher keine Krankentstation mehr. Auch Müllhalden in der Landschaft sind Zeugen eines veränderten Lebensstils. Und in manchem Viertel mit alten Häusern finden sich fast nur noch Hochhäuser.</p>
<p>Auch auf dieser Website hatte ich schon die alten Zeiten wieder aufleben lassen, wie mit <a href="https://www.albanien.ch/une/?p=355">Luftaufnahmen von 1995</a> oder mit einem <a href="http://www.albanien.ch/nla/27/tirana2.jpg" target="_blank">Fotovergleich aus Tirana</a>.</p>
<p>Ich scheine aber nicht der einzige zu sein, der von den sich ändernden Dingen in Albanien beeindruckt ist. So stellte der Albanienreisende Klaus Wehr ein Büchlein zusammen mit Fotovergleichen von 1996 und 2006. Bei einer seiner Besuche in Albanien ist er an Orte zurückgekehrt, wo er 1996 Fotos geschossen hat. Aufnahmen von Alt und Neu stehen im Buch nebeneinander. Die Unterschiede sind zum Teil unterhaltsam, zum Teil ermutigend, manchmal auch schockierend: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3844803734/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3844803734&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank">»Bilder aus Albanien: 1996 und 2006«</a></p>
<p>In zwei weiteren Büchlein berichtet er von früheren Reisen durchs Land, so von schönen Erlebnissen auf einer Wanderung von Durrës an die griechische Grenze im Südosten im Jahr 1996: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3848203987/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3848203987&amp;linkCode=as2&amp;tag=langweilige07-21" target="_blank">»Zu Fuß in Albanien: 1996«</a></p>
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		<title>Der Karl May der Schweiz</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/470</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 19:34:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Endeckt-erforscht]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Buchdeckeln]]></category>
		<category><![CDATA[Albanienbild]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
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		<category><![CDATA[Gustav Renker]]></category>
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		<category><![CDATA[Nordalbanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn es doch ein paar Unterschiede gegeben haben dürfte, so gab es auch auffallende Gemeinsamkeiten zwischen dem berühmten deutschen Indianerbücherautor und dem hier vorzustellenden Schriftsteller. Beide haben Abenteuerromane verfasst, die zu guten Teilen auf wilder Fantasie beruhen. Und beide widmeten eines ihrer Bücher dem Land der Albaner. Klar: Ganz so berühmt wie Karl May ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/470">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es doch ein paar Unterschiede gegeben haben dürfte, so gab es auch auffallende Gemeinsamkeiten zwischen dem berühmten deutschen Indianerbücherautor und dem hier vorzustellenden Schriftsteller. Beide haben Abenteuerromane verfasst, die zu guten Teilen auf wilder Fantasie beruhen. Und beide widmeten eines ihrer Bücher dem Land der Albaner. Klar: Ganz so berühmt wie Karl May ist er heute nicht mehr – aber zu Lebzeiten soll Gustav Renker mit seinen über 50 Berg- und Heimatromanen doch ein vielgelesener Autor gewesen sein.</p>
<p>Karl May verhalf zwar mit seinem Buch »Durch das Land der Skipetaren« der Eigenbezeichnung der Albaner zu einer weltweit Bekanntheit. Leider handelt Mays Roman kaum vom Land der Albaner, das die Protagonisten erst auf den letzten Seiten erreichen. Ganz anders der Roman von Gustav Renker, der in »Abenteuer in Albanien« zwei Schweizer Zoologen in den Albanischen Alpen rumkraxeln lässt.<span id="more-470"></span></p>
<div id="attachment_472" style="width: 197px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien.jpg" target="_blank"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-472" class="size-medium wp-image-472 " title="Gustav Renker: Abenteuer in Albanien" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien-187x300.jpg" alt="Titelbild von Gustav Renkers »Abenteuer in Albanien«" width="187" height="300" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien-187x300.jpg 187w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien.jpg 500w" sizes="(max-width: 187px) 100vw, 187px" /></a><p id="caption-attachment-472" class="wp-caption-text">Titelbild von Gustav Renkers »Abenteuer in Albanien«</p></div>
<p>Das 1953 erschienene Buch dürfte im vorkommunistischen Albanien einzuordnen sein – so in etwa zur Zeit der Besatzung durch die Italiener. Die folgenden politischen Ereignisse der albanischen Isloierung unter Hoxha werden ignoriert. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam geschrieben: Ein Berner Zoologie-Professor und sein »Institutsdiener«, der ehemalige Student Imre Halle, der aus Armut sein Studium nicht vollenden konnte, suchen in den albanischen Bergen nach seltenen, nur dort vorkommenden Schlangen und Eidechsen. Zufällig finden sie ein unzugängliches, auf allen Seiten von hohen Bergen umgebenes Tal mit einem See, das die lokale Bevölkerung nur aus Sagen kennt. Haller findet nach aufwändigem Suchen einen versteckten Zugang zu diesem Tal, wo er einer hübschen junge Albanerin namens Aya begegnet, die als ehemalige Schülerin eines Internats in Lausanne bestens mit der Schweiz vertraut ist. Ihre Wirtin im Dorf, bei der die beiden Schweizer eine Unterkunft fanden, sieht zufällig ein Foto von Aya sieht und bekundet plötzlich grosses Interesse am versteckten See. Sie bittet die Schweizer, ihnen zu zeigen, wo sie ihn zum ersten Mal gesehen haben. Imre kombiniert richtig und verbindet das Interesse der Wirtin mit einer Blutfehde zwischen der Familie der Wirtin und derjenigen von Aya. Erneut begibt er sich ins Tal, um Aya und ihren Vater, die dort versteckt und zurückgezogen vor der Welt leben, zu warnen. Tatsächlich endet das Buch dann im Abwehrkampf gegen die Wirtin, die als Letzte ihrer Familie nach dem Leben von Aya trachtet. Daneben entsteht aber auch eine Liebe zwischen den beiden jungen Leuten.</p>
<p>Im Gegensatz zu Karl May scheint Gustav Renker den Gegenstand seiner Erzählung etwas besser zu kennen: Es ist überliefert, dass Renker Reisen auf dem Balkan unternommen hat. Es lässt sich auch vermuten, dass er in seiner Jugend in Österreich Albaner kennengelernt hat. So erstaunt es wenig, dass diverse albanische Elemente und Namen auftauchen, die kaum zu recherchieren wären.</p>
<div id="attachment_476" style="width: 177px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-476" class="size-medium wp-image-476" title="Renker: Abenteuer in Albanien" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10-167x300.jpg" alt="Renker: Abenteuer in Albanien, Seite 10" width="167" height="300" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10-167x300.jpg 167w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10.jpg 518w" sizes="auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px" /></a><p id="caption-attachment-476" class="wp-caption-text">Renker: Abenteuer in Albanien, Seite 10</p></div>
<p>Andererseits wird aber auch ersichtlich, dass Renker nie in den Albanischen Alpen unterwegs gewesen war. Das Bild, das er von diesem »letzten weissen Flecken Europas« malt, ist weit entfernt von der albanischen Realität: Die Infrastruktur, das gesellschaftliche Leben und die Personen sind um einiges »mitteleuropäischer«, als das heutige oder damalige Nordalbanien. Die richtige Wildniss des albanischen Berglands konnte sich auch der erfahrene Reisende, Journalist und Berggänger Renker nicht so extrem vorstellen. Auch die beschriebene Geographie stimmt nur in gröbsten Zügen mit den Albanischen Alpen zusammen, die Regeln der Blutfehde sind frei erfunden und viele der erdachten Namen haben mehr slawische Wurzeln als albanische.</p>
<p>Immerhin: Renker unterliess es, das oft verbreitete schlechte Bild der wilden Albaner auszukosten. Immer wieder macht er sich über die Räubergeschichten lächerlich und lässt seine Hauptfiguren sagen, wie sicher sie sich in Albanien fühlen. Auch die albanische Gastfreundschaft wird immer wieder erwähnt. Dank dieser positiven Grundeinstellung gegenüber den Albanern kann der Albanienkenner gut über die Ungenauigkeiten des Buchs hinwegsehen und die nette Abenteuergeschichte geniessen als das, was sie ist: eine frei erfundene Geschichte.</p>
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