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	<title>Albanische Alpen &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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	<title>Albanische Alpen &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Die Miss-Wahl auf der Alm</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Aug 2017 00:22:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Alljährlich am zweiten Samstag im August trifft sich ganz Kelmend, die nördlichste Ecke Albaniens, auf dem Bordolec-Pass. Nur dieses Jahr fand der »Logu i Bjeshkëve«, das grosse Volksfest der Region, eine Woche früher statt – der Grund für die Verschiebung bleibt trotz zahlreicher wenig Sinn ergebender Erklärungen schleierhaft. Wie jedes Jahr wurde auch letzten Samstag ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1806">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Alljährlich am zweiten Samstag im August trifft sich ganz Kelmend, die nördlichste Ecke Albaniens, auf dem Bordolec-Pass. Nur dieses Jahr fand der »Logu i Bjeshkëve«, das grosse Volksfest der Region, eine Woche früher statt – der Grund für die Verschiebung bleibt trotz zahlreicher wenig Sinn ergebender Erklärungen schleierhaft.</p>
<p>Wie jedes Jahr wurde auch letzten Samstag eine junge Dame zur »Miss Bjeshkëve« gekürt, zur Schönsten von Kelmend.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_buehne_missen'><img fetchpriority="high" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Buehne_Missen-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_crowd'><img decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Crowd-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Der »Logu i Bjeshkëve« ist ein farbenfrohes, fröhliches Volksfest mit langer Tradition. Am 26. Juli, dem Tag von Shënepremte respektive Shna Prende, wie die Heilige Anna im Norden genannt wird, kleideten sich früher in den Dörfern Selca, Vermosh und Vukël die Frauen in ihren besten Kleidern. Dabei wurde nach dem Kirchgang jeweils die schönste angehende Braut bestimmt. Aus diesem »Logu i Nusëve« entwickelte sich der »Logu i Bjeshkëve«, der seit 1998 alljährlich beim Bordolec-Pass oberhalb des Dorfes Lepusha stattfindet. Der Begriff »Logu« bezeichnet eine Wiese für Versammlungen, und »Bjeshket« sind das Gebirge im Norden oder auch die Almen.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_posieren'><img decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_posieren-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_arena'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Arena-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Tausende versammelten sich letzten Samstag am Bordolec-Pass vor der eindrücklichen Bergkulisse der »Bjeshket e Namuna«, der »verwunschenen Berge«. Trotz einer Höhe von über 1350 Metern brannte die Sonne erbarmungslos auf die angereisten Besucher hinab. Einige hatten schon am Abend zuvor gefeiert – aber am Samstag-Vormittag reisten die Besucher in Scharen an, dank frisch asphaltierter Strasse auch von weit her.</p>
<p>Das Publikum unterhielt sich und wurde mit zahlreichen Aufführungen von Musikern, Playback-singenden Volksmusik-Sternchen und Tanzgruppen unterhalten. Es gab Fleisch vom Grill und Getränkestände, die etwas Abkühlung versprachen. An einem Jahrmarktstand konnten beim Ring-Werfen besonders Geschickte Preise gewinnen, an anderen Ecken wurden Trachten und Handwerk feilgeboten sowie das neue Raumplanungskonzept der Gemeinde Malësia e Madhe präsentiert, zu dem auch die Schweiz beigetragen hat.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_floetenspieler'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Floetenspieler-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_arena_tanzgruppe'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Arena_Tanzgruppe-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_tanzgruppe'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Tanzgruppe-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_musikgruppe'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Musikgruppe-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_musiker'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Musiker-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_junger_musiker'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_junger_Musiker-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Höhepunkt des »Logu i Bjeshkëve« ist aber klar die Wahl der »Miss Bjeshkëve«. Das Schaulaufen der jungen Damen, zum Teil noch halbe Mädchen, zog sich durch den ganzen Anlass. Die zehn Kandidatinnen präsentierten sich, stellten sich später einzeln kurz vor und zeigten ihr Können im traditionellen Tanz. Aufwändig waren sie herausgeputzt: reichlich Make-up und sehr kunstvolle Frisuren, aber vor allem die traditionellen Trachten. Sie trgen die »Xhubleta«, den typische schwarzen Glockenrock aus Filz des Hochlandes, darüber rote und schwarze Schürzen, eine weisse Bluse, darüber ein Oberteil mit farbigen Ärmeln, einen breiten, mit farbigem Stoff bedeckten Gurt, ein kleines Filzkäppchen und ein farbiges Kopftuch, das mit seinen lagen Fransen weit den Rücken hinab fällt. Vieles ist aufwänig bestickt, und natürlich darf viel Schmuck am Hals, im Haar und an der Kappe, an den Ärmen, vor der Brust und am Bauch nicht fehlen. Die Filzgamaschen sind ebenfalls bestickt wie auch die knallig-bunten Socken. Und nur Albanerinnen können wohl mit solchen Absätzen über Almwiesen stolzieren.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_praesentation'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_Praesentation-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_tanz'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_Tanz-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_missen_ruecken'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Missen_Ruecken-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Die Dame mit der schönsten oder originalsten Tracht gewann einen Extrapreis. Weiter überreichten die anwesenden Politiker den dritten und den zweiten Preis, bevor der Bürgermeister aus Koplik die »Miss Bjeshkëve« ernannte, ihre Schönheit, Tracht und Tanzkünste lobend: Dieses Jahr gewann Ermelinda Papushaj aus Lepusha. Gleich nach der Bekanntgabe stürzte der Medienrummel über die Teenagerin herein, während alle versuchten, ein Selfie mit ihr zu schiessen. Einen Preis erhielt die Gewinnerin – zumindest soweit ich das erkennen konnte – nicht. Die Auszeichnung der Jury ist wohl Ehre genug.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_miss_ganz'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Miss_ganz-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1806/logu_bjeshkeve_miss_nah'><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2017/08/Logu_Bjeshkeve_Miss_nah-480x640.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Das Publikum verzog sich dann nach drei anstrengenden Stunden an der prallen Sonne rasch. Die Blechlawine rollte wieder talwärts, so gut das im allgemeinen Chaos ging, während andere es sich im kühlen Schatten auf der anderen Seite der Passhöhe bequem machten und noch etwas weiter feierten mit den Bekannten aus den umliegenden Dörfern.</p>
<p>Wie fast überall in Albanien lässt sich auch in dieser abgeschiedenen nördlichsten Ecke Albaniens eine rasante Entwicklung feststellen. Dank neuer Strasse kommen immer mehr Besucher an das Fest, das rasch mehr und mehr seines rustikalen Charmes verlieren dürfte. Noch ist es eine Bergwiese, die sich für ein paar Stunden in ein Festgelände verwandelt – aber Organisation, Technik und Vermarktung werden immer professioneller. Schön wäre es, wenn es gelänge, das Publikum beim Tanz und Gesang miteinzubeziehen. Vielleicht wären dann auch abseits der Bühne mehr traditionelle Kleider zu sehen. Aber ein farbenfrohes und spektakuläres Schauspiel traditioneller Volkskunst in einer atemberaubenden Bergwelt ist der »Logu i Bjeshkëve« noch immer.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Logu i Bjeshkëve 2017" src="https://player.vimeo.com/video/229300034?dnt=1&amp;app_id=122963" width="900" height="506" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write"></iframe></p>
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		<title>Zu schwach für Albaniens Berge</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1260</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 19:01:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jetzt, wo der meiste Schnee in den Albanischen Alpen dahingeschmolzen ist und bald wieder überall Wanderer unterwegs sind, sei hier mal eine Warnung ausgesprochen: Die nordalbanischen Berge sind hart und fordern viele Wanderschuhe. So haben wir dort schon mehrere Wanderer gesehen, deren Schuhe mit Klebeband umwickelt waren – wohl ein recht verzweifelter Versuch, die sich ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1260">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt, wo der meiste Schnee in den Albanischen Alpen dahingeschmolzen ist und bald wieder überall Wanderer unterwegs sind, sei hier mal eine Warnung ausgesprochen: Die nordalbanischen Berge sind hart und fordern viele Wanderschuhe.</p>
<div id="attachment_1264" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=1264"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1264" class="wp-image-1264 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Boga_Wanderschuhe-300x200.jpg" alt="Albanische Alpen" width="300" height="200" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Boga_Wanderschuhe-300x200.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Boga_Wanderschuhe-1024x681.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Boga_Wanderschuhe-900x599.jpg 900w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Boga_Wanderschuhe.jpg 1503w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1264" class="wp-caption-text">Schuhe bleiben draussen</p></div>
<p>So haben wir dort schon mehrere Wanderer gesehen, deren Schuhe mit Klebeband umwickelt waren – wohl ein recht verzweifelter Versuch, die sich lösenden Sohlen irgendwie am Rest vom Schuh festzumachen.</p>
<p>Aber auch wir hatten zu kämpfen. Stunden entfernt von der nächsten Strasse mussten wir bei einer Mitwanderin sich auflösende Schuhe feststellen – und hatten nicht einmal Klebeband dabei! In einem Unterstand fanden wir etwas Draht, mit dem wir versuchten, das Problem zu beheben. Denn noch waren viele Stunden Weg geplant. Zum Glück hatte der Schweizer wenigstens ein Armeemesser dabei. Und mit etwas Geduld waren Löcher gebohrt und der Draht so gewickelt, dass die Tour ohne grosse Beeinträchtigung fortgesetzt werden konnte.</p>
<p>Am übernächsten Abend in Theth wurde mit Zange und Hammer noch etwas nachgebessert. Die Albaner hier und dort betrachteten das Schuhwerk amüsiert. Während des Kommunismus hätten auch sie ihre Schuhe so repariert.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1260/wanderschuhe_si_1'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_1-150x150.jpg 150w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_1-300x300.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_1-144x144.jpg 144w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_1-900x900.jpg 900w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_1.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1260/wanderschuhe_si_2'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_2-150x150.jpg 150w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_2-144x144.jpg 144w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/1260/wanderschuhe_si_3'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_3-150x150.jpg 150w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/06/Wanderschuhe_Si_3-144x144.jpg 144w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p>Als ich dann ein paar Tage später beim Packen im Hotel in Shkodra meine Wanderschuhe etwas genauer anschaute, merkte ich, dass die scharfkantigen Karstfelsen der Albanischen Alpen auch meinen Schuhen stark zugesetzt hatten. Und diese guten Begleiter waren wirklich noch nicht so alt. Aber eben: zu schwach für Albaniens Berge ”¦</p>
<p>Und so wanderten an diesem Abend in Shkodra gleich zwei Paar Wanderschuhe in den Müll.</p>
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		<title>Werbung aus den albanischen Bergen</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1099</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2014 07:46:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
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					<description><![CDATA[Wohl zum ersten Mal macht ein Unternehmen Werbung in Albanien, wählte also Albanien als Ort, um für sein Produkt zu werben. Der neue Land Rover sei sogar für das raue Terrain der albanischen Alpen geschaffen – schöne Bilder aus den Bergen: In weiteren Testimonials wird noch mehr von Land und Leuten erzählt. &#62;&#62; Into the ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1099">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl zum ersten Mal macht ein Unternehmen Werbung in Albanien, wählte also Albanien als Ort, um für sein Produkt zu werben. Der neue Land Rover sei sogar für das raue Terrain der albanischen Alpen geschaffen – schöne Bilder aus den Bergen: <iframe loading="lazy" class="youtube-player" width="380" height="214" src="https://www.youtube.com/embed/QlKNmR0kcsI?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></p>
<p>In weiteren Testimonials wird noch mehr von Land und Leuten erzählt.<br />
&gt;&gt; <a href="http://youtu.be/u4SNeB-UggE">Into the Valley with the Land Rover Discovery </a><br />
&gt;&gt; <a href="http://youtu.be/_y-rgJFye5U">Land Rover Discovery vs. The Accursed Mountains </a></p>
<p>Auch wenn die Videos die Stärke des Produkts mit den rauen Verhältnissen im Land verknüpft, wird doch auch betont, dass sich eine Reise nach Albanien lohnt – mit dem richtigen Auto. Mein Auto hatte übrigens einen platten Reifen diese Woche, aber auch das ist kein Problem im Land dieser hilfreichen und gastfreundlichen Menschen.</p>
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		<title>Furgon auf Eis</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/742</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 22:19:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
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					<description><![CDATA[Dass albanische Fahrweisen nicht jeden Australien erfreuen (auch wenn sie sich Off-Road-Pisten gewohnt sein sollten) und ein eisbedecktes Stück albanische Strasse sie doch sehr erstaunt, dürfte wenig überraschen. Wir freuen uns über den netten Reisebericht von Nick Johns-Wickberg gespickt mit Epissoden, die uns allen vielleicht allzu gut bekannt sind: We”™re within spitting distance when, at ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/742">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dass albanische Fahrweisen nicht jeden Australien erfreuen (auch wenn sie sich Off-Road-Pisten gewohnt sein sollten) und ein eisbedecktes Stück albanische Strasse sie doch sehr erstaunt, dürfte wenig überraschen. Wir freuen uns über den netten Reisebericht von Nick Johns-Wickberg gespickt mit Epissoden, die uns allen vielleicht allzu gut bekannt sind:</p>
<blockquote><p>We”<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />re within spitting distance when, at the last minute, my man swerves right, narrowly avoiding the truck, various farm animals, and a group of local children, all of whom look completely unfazed.</p>
<p>”¦ the scenery out the window shifts from the grungy buildings of Shkodra to a kind of agricultural nothingness ”¦</p>
<p>The bus pulls over, and we all take a 15 minute break at a lively pub for our 9.30am shot of rakija (bus driver included), because no man would dare face the Albanian mountains sober.</p>
<p>Of course, the only one who speaks English is an uneducated 11 year-old boy, who has accordingly become the manager of the local guesthouse, but somehow this is the kind of occurrence that stops being surprising once you”<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />ve spent more than a day in Albania.</p></blockquote>
<p>Und wer sich für die Geschichte mit dem Minibus auf Eis interessiert, lese den ganzen Bericht:<br />
<a href="http://blogs.crikey.com.au/back-in-a-bit/2012/01/25/welcome-to-albania-where-ice-on-the-road-gets-the-bus-driver-dancing/" target="_blank">&gt;&gt; Welcome to Albania, where ice on the road gets the bus driver dancing</a></p>
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		<title>Der Karl May der Schweiz</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/470</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Sep 2010 19:34:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Endeckt-erforscht]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen Buchdeckeln]]></category>
		<category><![CDATA[Albanienbild]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Blutrache]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Renker]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Nordalbanien]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn es doch ein paar Unterschiede gegeben haben dürfte, so gab es auch auffallende Gemeinsamkeiten zwischen dem berühmten deutschen Indianerbücherautor und dem hier vorzustellenden Schriftsteller. Beide haben Abenteuerromane verfasst, die zu guten Teilen auf wilder Fantasie beruhen. Und beide widmeten eines ihrer Bücher dem Land der Albaner. Klar: Ganz so berühmt wie Karl May ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/470">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es doch ein paar Unterschiede gegeben haben dürfte, so gab es auch auffallende Gemeinsamkeiten zwischen dem berühmten deutschen Indianerbücherautor und dem hier vorzustellenden Schriftsteller. Beide haben Abenteuerromane verfasst, die zu guten Teilen auf wilder Fantasie beruhen. Und beide widmeten eines ihrer Bücher dem Land der Albaner. Klar: Ganz so berühmt wie Karl May ist er heute nicht mehr – aber zu Lebzeiten soll Gustav Renker mit seinen über 50 Berg- und Heimatromanen doch ein vielgelesener Autor gewesen sein.</p>
<p>Karl May verhalf zwar mit seinem Buch »Durch das Land der Skipetaren« der Eigenbezeichnung der Albaner zu einer weltweit Bekanntheit. Leider handelt Mays Roman kaum vom Land der Albaner, das die Protagonisten erst auf den letzten Seiten erreichen. Ganz anders der Roman von Gustav Renker, der in »Abenteuer in Albanien« zwei Schweizer Zoologen in den Albanischen Alpen rumkraxeln lässt.<span id="more-470"></span></p>
<div id="attachment_472" style="width: 197px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-472" class="size-medium wp-image-472 " title="Gustav Renker: Abenteuer in Albanien" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien-187x300.jpg" alt="Titelbild von Gustav Renkers »Abenteuer in Albanien«" width="187" height="300" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien-187x300.jpg 187w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 187px) 100vw, 187px" /></a><p id="caption-attachment-472" class="wp-caption-text">Titelbild von Gustav Renkers »Abenteuer in Albanien«</p></div>
<p>Das 1953 erschienene Buch dürfte im vorkommunistischen Albanien einzuordnen sein – so in etwa zur Zeit der Besatzung durch die Italiener. Die folgenden politischen Ereignisse der albanischen Isloierung unter Hoxha werden ignoriert. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam geschrieben: Ein Berner Zoologie-Professor und sein »Institutsdiener«, der ehemalige Student Imre Halle, der aus Armut sein Studium nicht vollenden konnte, suchen in den albanischen Bergen nach seltenen, nur dort vorkommenden Schlangen und Eidechsen. Zufällig finden sie ein unzugängliches, auf allen Seiten von hohen Bergen umgebenes Tal mit einem See, das die lokale Bevölkerung nur aus Sagen kennt. Haller findet nach aufwändigem Suchen einen versteckten Zugang zu diesem Tal, wo er einer hübschen junge Albanerin namens Aya begegnet, die als ehemalige Schülerin eines Internats in Lausanne bestens mit der Schweiz vertraut ist. Ihre Wirtin im Dorf, bei der die beiden Schweizer eine Unterkunft fanden, sieht zufällig ein Foto von Aya sieht und bekundet plötzlich grosses Interesse am versteckten See. Sie bittet die Schweizer, ihnen zu zeigen, wo sie ihn zum ersten Mal gesehen haben. Imre kombiniert richtig und verbindet das Interesse der Wirtin mit einer Blutfehde zwischen der Familie der Wirtin und derjenigen von Aya. Erneut begibt er sich ins Tal, um Aya und ihren Vater, die dort versteckt und zurückgezogen vor der Welt leben, zu warnen. Tatsächlich endet das Buch dann im Abwehrkampf gegen die Wirtin, die als Letzte ihrer Familie nach dem Leben von Aya trachtet. Daneben entsteht aber auch eine Liebe zwischen den beiden jungen Leuten.</p>
<p>Im Gegensatz zu Karl May scheint Gustav Renker den Gegenstand seiner Erzählung etwas besser zu kennen: Es ist überliefert, dass Renker Reisen auf dem Balkan unternommen hat. Es lässt sich auch vermuten, dass er in seiner Jugend in Österreich Albaner kennengelernt hat. So erstaunt es wenig, dass diverse albanische Elemente und Namen auftauchen, die kaum zu recherchieren wären.</p>
<div id="attachment_476" style="width: 177px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10.jpg" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-476" class="size-medium wp-image-476" title="Renker: Abenteuer in Albanien" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10-167x300.jpg" alt="Renker: Abenteuer in Albanien, Seite 10" width="167" height="300" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10-167x300.jpg 167w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/09/Renker_Abenteuer_in_Albanien_p10.jpg 518w" sizes="auto, (max-width: 167px) 100vw, 167px" /></a><p id="caption-attachment-476" class="wp-caption-text">Renker: Abenteuer in Albanien, Seite 10</p></div>
<p>Andererseits wird aber auch ersichtlich, dass Renker nie in den Albanischen Alpen unterwegs gewesen war. Das Bild, das er von diesem »letzten weissen Flecken Europas« malt, ist weit entfernt von der albanischen Realität: Die Infrastruktur, das gesellschaftliche Leben und die Personen sind um einiges »mitteleuropäischer«, als das heutige oder damalige Nordalbanien. Die richtige Wildniss des albanischen Berglands konnte sich auch der erfahrene Reisende, Journalist und Berggänger Renker nicht so extrem vorstellen. Auch die beschriebene Geographie stimmt nur in gröbsten Zügen mit den Albanischen Alpen zusammen, die Regeln der Blutfehde sind frei erfunden und viele der erdachten Namen haben mehr slawische Wurzeln als albanische.</p>
<p>Immerhin: Renker unterliess es, das oft verbreitete schlechte Bild der wilden Albaner auszukosten. Immer wieder macht er sich über die Räubergeschichten lächerlich und lässt seine Hauptfiguren sagen, wie sicher sie sich in Albanien fühlen. Auch die albanische Gastfreundschaft wird immer wieder erwähnt. Dank dieser positiven Grundeinstellung gegenüber den Albanern kann der Albanienkenner gut über die Ungenauigkeiten des Buchs hinwegsehen und die nette Abenteuergeschichte geniessen als das, was sie ist: eine frei erfundene Geschichte.</p>
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		<title>Zuerst Asphalt, dann das World Wide Web</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/443</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 21:00:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[aufwärts – Projekte und Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Im WWW]]></category>
		<category><![CDATA[unterwegs]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
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		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[Strassen, die die Welt bedeuten ”¦ Heute morgen am Radio diskutierten sie darüber, wie die Welt in zehn Jahren aussehen könnte. Ich habe mir da überlegt, wie die Welt vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien in zehn Jahren aussehen könnte. Mein Bild von der albanischen ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/443">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Strassen, die die Welt bedeuten ”¦</p>
<p>Heute morgen am Radio diskutierten sie darüber, wie die Welt in zehn Jahren aussehen könnte. Ich habe mir da überlegt, wie die Welt vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien vor zehn Jahren ausgesehen hat – wie Albanien in zehn Jahren aussehen könnte. Mein Bild von der albanischen Zukunft möchte ich euch ersparen. Aber bei diesen Gedankenspielen ist mir aufgefallen, dass sich auch aktuell in Albanien einiges ändert.</p>
<p>Strassen, die die Welt bedeuten – die neu asphaltierten Strassen führen in Albanien zu tiefgreifenden Veränderungen. Zwar dauert es meist einige Jahre länger als versprochen, bis die zuvor erbärmlichen Feldwege, die bis anhin die einzige Verbindung mit dem Rest der Welt darstellten, nach und nach asphaltiert werden. Wenn es dann aber so weit ist und neue ländliche Gebiete plötzlich erreichbar sind, verändert sich das Leben dort rasch. Es werden neue Häuser gebaut, es entstehen neue Geschäfte und es gibt neues Leben.</p>
<p>Schön beobachten konnte ich das in den letzten Jahren in den Albanischen Alpen. Als ich dort vor ein paar Jahren zum ersten Mal unterwegs war, war Reisen eine mühsame Sache. Zwar kam ab und zu ein Bus vorbei, aber man reduzierte die Fahrten auf das notwendige Minimum. Entsprechend dürftig war zum Beispiel auch das Warenangebot.<br />
Seitdem aber mehr und mehr Kilometer Strasse asphaltiert sind, verändert sichÂ  auch das Dorfleben in den Bergen rasant. Nicht nur ist die Aussenwelt schneller erreichbar und man fährt mal schnell irgendwo hin. Nein, auch die Aussenwelt kommt einfacher in die Berge: Touristen sind unterwegs, aber auch Albaner auf Ausflügen. Überall wird gebaut, das Angebot in den Kneipen, die meist auch als Kleinstladen dienen, steigt. Und viele Waren werden auf den immer häufigeren Reisen aus der Stadt mitgebracht.</p>
<p>Noch vor vier Jahren gab es in den Bergen kaum Mobiltelefone. Es gab keinen Empfang – zumindest nicht ohne weitere technische Hilfsmittel. Zwischenzeitlich wurden neue Antennen errichtet und auch das Festnetz erreicht allmählich die Berge. Und so kam es, dass ich vor ein paar Wochen die ersten Bekannten aus den Bergen auf Facebook traf. Nein, nicht solche, die in Shkodra in einem Internetcafé sitzen. Jetzt gibt es tatsächlich auch Internet in den abgelegenen Bergdörfern.</p>
<p>Bald wird also auch das ländliche Albanien teil der virtuellen Welt sein – das World Wide Web wird dann auch in den albanischen Bergne zum Alltag gehören.</p>

<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/443/rruga_ne_alpet_1'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_1-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Frisch asphaltierte Strasse in den nordalbanischen Alpen" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_1-150x150.jpg 150w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_1-300x300.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_1.jpg 859w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>
<a href='https://www.albanien.ch/une/blog/443/rruga_ne_alpet_2'><img loading="lazy" decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="Frisch asphaltierte Strasse in den nordalbanischen Alpen" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_2-150x150.jpg 150w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_2-300x300.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2010/08/rruga_ne_alpet_2.jpg 850w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>

<p>Die Strassen haben aber auch ihre ganz handfesten Nachteile: Der frische Asphalt verleitet zu schnellem Fahren, was so manchen zusätzlichen Unfall zur Folge hatte. Und den Holzfällern wird das illegale Zerstören der Bergwäldern noch einfacher gemacht.</p>
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		<title>Meine Durchquerung der nordalbanischen Alpen im April 1914</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/202</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 21:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[1914]]></category>
		<category><![CDATA[Albaner]]></category>
		<category><![CDATA[Albanische Alpen]]></category>
		<category><![CDATA[Berge]]></category>
		<category><![CDATA[Kosovo]]></category>
		<category><![CDATA[Montenegro]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
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					<description><![CDATA[1914, in der kurzen »friedvollen« Zeit zwischen Balkankriege und dem Ersten Weltkrieg, machte sich der Zürcher Dr. C. Täuber auf, den westlichen Balkan zu erkunden. Auf albanisches Territorium stiess er leider nicht vor, aber seine Erkundigung des Gebiets zwischen den »Straßen den großen Weltverkehrs« (die Dampferlinie in der Adria und die macedonische Bahnlinie zwischen Belgrad ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/202">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1914, in der kurzen »friedvollen« Zeit zwischen Balkankriege und dem Ersten Weltkrieg, machte sich der Zürcher Dr. C. Täuber auf, den westlichen Balkan zu erkunden. Auf albanisches Territorium stiess er leider nicht vor, aber seine Erkundigung des Gebiets zwischen den »Straßen den großen Weltverkehrs« (die Dampferlinie in der Adria und die macedonische Bahnlinie zwischen Belgrad und Skopje) in den Albanischen Alpen und Kosova (das er Oberalbanien nennt) zeigen ein eindrückliches Bild des von 500 Jahren türkischer Herrschaft geprägten rückständigen Balkans. Es zeigt uns vor allem auch das Bild, das Europa im Jahr 1 des unabhängigen albanischen Staats von den Albanern hatte.<span id="more-202"></span></p>
<p>Täuber und sein Berggefährte Gloggengiesser reisten von Kotor über Cetinje nach Podgorica, besuchten das benachbarte Albanerdorf  Tusi, reisten über Kolašin und Andrijevica nach Plav. Von dort überquerten sie den Çakor-Pass nach Peja, durchquerten das Rrafsh i Dukagjinit bis Prizren und fuhren dann nach Skopje.</p>
<p>In Plav gelangte die Reisegesellschaft erstmals in ein von Albanern bewohntes Gebiet. Täuber nutze die Gelegenheit, um die albanischen Bewohner der Berge ausführlich zu beschreiben.</p>
<blockquote><p>Malissoren ist der Sammelname all der verschiedenen Stämme, die in den nordalbanischen Bergen hausen. Malcija heißt das Bergland; Maja (Mehrzahl »Mali«) oder Tschaffa ist die allgemeine Bezeichnung für »Berg«. (Mali Hotit sind die Berge des Stammes Hoti, Malcija Leschit das Bergland von Lesch oder Alessio.)</p></blockquote>
<p>Mit dem Albanischen scheint er es nicht so zu haben. Aber die folgenden Ausführungen zeigen doch ein Bild der damaligen Verhältnisse.</p>
<blockquote><p>Jeder Stamm lebt vollständig für sich, gibt sich seine eigenen ungeschriebenen (Schulen bestehen ja keine!) Gesetze: das alte Herkommen oder »Adet«, und anerkennt keine Herrschaft. Alles wie im grauesten Altertum. Das bißchen Kultur ist durch Berührung mit der nächsten Außenwelt gekommen; so wurde der eine Stamm mohammedanisch, der andere orthodox, der dritte katholisch, je nach der Nachbarschaft oder dem einstigen Geschmack des Clan-Oberhauptes oder Patriarchen. Es hat also auch jeder Stamm seine eigene kleine Geschichte und oft seine eigenen Gebräuche. Die nach den Bestimmungen des Londoner Friedens zu Montenegro geschlagenen Stämme sind die Hoti bei Tusi, die angrenzenden Gruda, Kotschaj und Trjepschi. ”¦ Die Hoti nähren sich von Viehzucht, in der Ebene des Zemflusses von Ackerbau und an den Buchten des Skutarisees, am LiÄenj (»See«) Hotit von Fischfang. Durch ihre Tüchtigkeit in den Kriegen gegen die Türkei, gegen Montenegro und Venedig gewannen sie den ersten Rang und das Vorrecht, auf dem linken türkischen Flügel zu kämpfen und dreifache Rationen beziehen zu dürfen.</p></blockquote>
<p>Natürlich äussert er sich auch zur Blutrache, dem Gesetz der Berge:</p>
<blockquote><p>Das uralte Gesetz der Blutrache, das einzige, welches die Leute vor allerei Ausschreitungen bewahrt, dezimierte die Stämme oft entsetzlich. Es gibt Fälle, wo 70 und mehr Prozent der Todesursachen auf die Blutrache zurückzuführen sind. So hatten Gussinje und Plawa besonders viel von den westlichen Nachbarn zu leiden, den mächtigen Klementi [Kelmendi], welche von dem geflüchteten Venezianer »Abbate« Klement abstammen sollen und wieder in verschiedene Unterstämme zerfallen.  Die Klement bewohnen eine öde, steinige Gegend und sahen sich zu fortwährenden Raubzügen gezwungen. Bekanntlich war dies früher auch bei den Montenegrinnern der Fall, wo vor ihrer Zivilisierung durch den jetzigen König und seinen Onkel die Lebensverhältnisse sehr viel Ähnlichkeit mit Nordalbanien aufwiesen.</p></blockquote>
<blockquote><p>In den Bergen südlich von Gussinje und Plawa wohnen die wilden Nikaj mit über 400 waffenfähigen Männern; in den Bergen westlich von Dschakowitzadie Gaschi, welche durchwegs Mohammedaner sind und mit zwei Barjaks 800 Bewaffnete ins Feld stellen.</p></blockquote>
<p>Eher überraschend kommt da der Verrgleich mit der schweizerischen direkten Demokratie.</p>
<blockquote><p>Diese sind zusammen die Plekjte, d. i. die »Ältesten«, und bilden die Pletschenia, den »Rat«. Allgemeine Angelegenheiten (Entscheidungen über Krieg oder Frieden und Gesezesänderungen) müssen indessen der Volksversammlung (Kuvént, italienisch Covento) vorgelegt werden, welche regelmäßig im Frühjahr oder Herbst stattfindetund über den Zeitpunkt der Alpauffahrt und Heimkehr Beschluß faßt. Der Vorgang anläßlich der Volksversammlung entspricht ungefähr dem an unsern Landsgemeinden. Nichterscheinen zieht Strafe nach sich (2–4 Schafe).</p></blockquote>
<p>Auch die Lebensumstände werden beschrieben.</p>
<blockquote><p>Die Hütten der Malissoren sind sehr primitv aus Stein, Holz oder Stroh erstellt mit nur einem schmutzigen Erdgeschoß, ohne Tisch noch Stuhl. Im Sommer schläft man im Freien, im Winter hüllt man sich in eine Wolldecke. Ein Stein dient als Herd; man ißt aus der Hand und trinkt Flüssigkeiten aus einem Holzlöffel. Maisbrot, Milchspeisen und Kräuter bilden die Hauptnahrung, Schaffleisch mit Reis nur bei Anwesenheit von Gästen. Der Raki wird in großen Quantitäten getruken, Wein nur an Festtagen.</p>
<p>Das Ehrgefühl ist ebenfalls, wie bei den Montenegrinern, sehr stark entwickelt. Die Bessa, das gegebene Wort, wird unverbrüchlich gehalten. Die Gastfreundschaft ist so heilig wie in Montenegro. Die Malissoren sind tapfer und kühn, aber ungleich den Montenegrinern keine guten Schützen. Der Schädel wird meist glatt rasiert undmit einer kleinen weißen Kappe, dem Tschulat, bedeckt. Die Hosen sind lang, aus graugelber Schafwolle verfertigt und mit breiten schwarzen Passepoils versehen. Den Leib bedeckt eine nicht überall gleiche ärmellose Wolljacke. Als Fußbekleidung dienen wie in Montenegro die Opanken.</p>
<p>Krasser Aberglaube herrscht bei dem  völlig ungebildeten Volke. Die Frau wird um einige hudert Franken verkauft; ihre Stellung ist die eines Haus- und Lasttieres. Dagegen wird sie als Mutter geschätzt, und zwar umso mehr, je mehr Kinder sie bringt. Die Mädchen hüten die Herden, spinnen die Wolle und weben die groben Stoffe. Verschleierung ist auch bei den mohammedanischen Malisorinnen nicht Sitte. Die Heiratszeremonien sind sehr umständlich. Das wichtigste Fest ist das des Hauspatrons, die serbische Slawa.</p></blockquote>
<p>Kein Wunder, waren die damaligen Reiseführer nicht des Lobes für dieses Land. Täuber meint aber, dass sich die »Gebirgspracht« am Çakor-Pass und insbesondere in der Rugova-Schlucht  »mit vielen unserer Alpentäler messen« dürfe. Deswegen werden auch die »Touristenhandbücher ”¦ davon sprechen müssen«. Im »Gebiet der wilden Bewohner von Rúgowo« kehrten sie drei Stunden von Peja entfernt in den Han Jussuf ein.</p>
<blockquote><p>Ein Albaner kredenzt den unvermeidlichen Kaffee und Raki. ”¦ Wer hier zu nächtigen gezwungen ist, muß mit dem Fußboden vorliebnehmen.</p></blockquote>
<p>Wieder kommt Täuber auf die Schlafsitten der Albaner zu sprechen.</p>
<blockquote><p>”¦ zieht wie ein unversieglicher Stom Karawane an Karawane vorüber, und bereits hat der drohende regen eingesetzt, der sich fortwährend verstärkt. Wo übernachten nur all diese gegen Plawa ziehenden Albaner mit ihren rotjackigen, kurzgeschürzten, rotweißhosigen und rotstrümpfigen, kleingewachsenen und rasch gealterten Weibern, die noch unterwegs zur traglast die Spindel drehen? Die Antwort lautet einfach: auf dem bloßen Erdboden, trotz dem Regen. Fast klingt es wie ein Märchen aus alten Zeiten. Immer und immer muß ich an diesen überraschenden vorweltlichen Säumerzug denken. Grußlos zieht alles nebeneinander vorbei durch den Regen und Schmutz. Der aufmunternde Albanerruf an das Pferd: Hajdi  (»geh!«) und das Klappern der Hufe auf dem schlüpfrigen Fels sind die einzigen Laute in dieser wilden Jagd.</p></blockquote>
<p>Das Kloster in Deçan, das die Schweizer Reisenden in den nächsten Tagen besuchten, schien schon damals Ort von Auseinandersetzungen gewesen zu sein:</p>
<blockquote><p>Auch gegenwärtig beherbergt es ein Detachement Soldaten, um jeglichen Überfall der in dieser Gegend besonders wilden räuberischen Albanerstämme zu wehren.</p></blockquote>
<p>Auch wenn der Kontakt mit Albanern nicht einfach gewesen zu sein scheint, machte Täuber durchaus auch seine positiven Erfahrungen, als er allein nach Gjakova unterwegs war:</p>
<blockquote><p>In der Nähe des Dorfes Kraj stieß ich mit einem berittenen Albaner zusammen, dessen Pferde große Säcke mit köstlichen Gemüsen trugen. Ich rechnete richtig darauf, daß er Handelsmann sei, der seine Ware auf den Markt der Hauptstadt bringe. Darum folgte ich dicht hinter ihm. Obschon wir miteinander nicht sprechen konnten, entspann sich doch eine Art gegenseitigen Zutrauens. Wenigstens bemerkte ich bald, daß er beim Reiten etwas vor sich hin drehte mit den Händen, es zusammenklebte, anzündete und mir freundlich rückwärts reichte. Es war die Friedenszigarette! So ritten wir lange schweigend durch die üppige Landschaft, von strahlender Sonne beschienen, im Angesicht der schneebdeckten Bergketten; es war eine Lust. Ich wünschte Versöhnung und Ruhe auf die unglücklichen Albaner hernieder. ”¦ Allmählich zeigten sich die Spitzen von Minarets, und deutlicher trat das Häusergewirr von Dschakowa, serbisch Dschakowitza, hervor. Der Kaufmann schwenkte mit Abschiedsgruß in eine Seitengasse hinein, ich durchritt auf dem holprigen Straßenpflaster die langen Zeilen der niedrigen Verkaufsbuden vom Nordende der ausgedehnten Stadt bis zu ihrem Südenede, als allein reisender Fremdling angestaunt von den Bewohnern.</p></blockquote>
<h5>Auszüge aus: C. Täuber: »Meine Durchquerung der nordalbanischen Alpen im April 1914« publiziert im »Jahrbuch des Schweizer Alpenclub«, 50. Jahrgang 1914 und 1915</h5>
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