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	<title>Treffen der Kulturen &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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	<title>Treffen der Kulturen &#8211; S&#039;ka problem!</title>
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		<title>Armutsgefälle – oder: Wie man seinen Kaffee gesichtswahrend selber zahlt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jan 2023 12:16:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie weit darf Gastfreundschaft gehen? Darf man sich in einem armen Land wie Albanien einladen lassen? Wie kann doch bezahlen?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was ist Armutsgefälle? – Wenn der Tageslohn meines Gegenüber unter meinem Stundenlohn liegt. Oder auch: Wenn es ihn einen Tageslohn kostet, mich zum Kaffee einzuladen. Wer Albanien kennt weiß: Er macht es trotzdem. Und ich habe eine Weile gebraucht, einen Weg zu finden, damit umzugehen.</p>



<p>Es gibt etwas, was mich in Albanien bei der Begegnung mit Landsleuten (zu denen ich jetzt mal großzügig auch Österreicher und Schweizer zähle) ärgert und beschämt. Touristen wie Expats loben die albanische Gastfreundschaft. Die Großzügigkeit und die Kultur, einzuladen und zu schenken. Wie auch nicht? Selbst Leute, die eigentlich etwas verkaufen sollten, schenken es oft her. Ein Hotelbesitzer, den ich für die Gastkultur lobte, stöhnte mal: »Ja, so sind wir. Am liebsten würden meine Kellner jeden einladen. Nur: Wovon bezahle ich dann ihren Lohn?«</p>



<p>Leider nehmen Gespräche darüber mit Landleuten öfter einen für mich ganz unerfreulichen Verlauf. Da geht es schon mal einen halben Abend lang darum, wo und wieviel man sparen kann, wenn man »es richtig anstellt«. Wo man hingeht, um sich einladen zu lassen. Wer etwas billig oder sogar umsonst für einen macht. Wie man den Preis drückt. Und: Wie man vermeidet, dass der Albaner an einem selbst ein gutes Geschäft macht. Ich empfinde das als Schnorren. Und es ekelt mich an.</p>



<p>Wenn ich mit einem Fahrzeug, dass den halben Lebenslohn meines »Gastgebers« kostet, in die Werkstatt komme, lass ich mir nicht mal eben was »für umme« richten. Ich finde einen Weg, dass ökonomisch nicht ich, sondern mein Gegenüber profitiert. Denn ich bin ja schon beschenkt. Mit seiner Zeit. Mit seinen guten Absichten. Und ja, das ist manchmal kompliziert. Wenn der Albaner partout kein Geld annehmen will und ich Zeit brauche, ein ihm nützendes Geschenk zu besorgen.</p>



<p>Aber was macht man im Café? – Ich werde oft angesprochen. Und eingeladen. Und nein, ich bin kein attraktives Mädel. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Mir war das angesichts des Armutsgefällt lange peinlich. Andererseits ist der Versuch, den Albaner an seinem Heimatort einzuladen, aussichtslos. No chance! Wer Albanien kennt weiß, wovon ich spreche ”¦</p>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1500" height="1016" data-id="2432" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/kaffee-albanien.jpg" alt="Kaffee in Albanien ist fester Bestandteil des Alltags" class="wp-image-2432" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/kaffee-albanien.jpg 1500w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/kaffee-albanien-350x237.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/kaffee-albanien-800x542.jpg 800w" sizes="(max-width: 1500px) 100vw, 1500px" /><figcaption>Und wenn am Schluss der Arme für den Reichen bezahlt?</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1400" height="1477" data-id="2433" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/Himara-Sunset-Apero.jpg" alt="Sonnenuntergang Aperitif Albanien" class="wp-image-2433" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/Himara-Sunset-Apero.jpg 1400w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/Himara-Sunset-Apero-350x369.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2023/01/Himara-Sunset-Apero-800x844.jpg 800w" sizes="(max-width: 1400px) 100vw, 1400px" /><figcaption>Kaffee, Bier, Raki – und wer begleicht die Rechnung?</figcaption></figure>
</figure>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p>Meine Lösung ist der Gang zur Toilette. Jedenfalls der vermeintliche. Und der will gut getimed sein. Nämlich so, dass ich Kellner oder Kellnerin in einem freien Moment und außerhalb des Sichtfeldes meiner mich einladenden Tischgenossen erwische. Dann zahle ich einfach den Tisch. Natürlich verkünde ich es am selbigen nicht. Sondern verabschiede mich irgendwann. Mit klammheimlicher Freude.</p>



<p>Erzähle ich das albanischen Freunden, freuen sie sich. Denn, so sagen sie, ich hätte nicht nur etwas fürs Portemonnaie getan. Sondern vor allem etwas für die Herzen. Wenn ich weg sei, würden Keller und Gäste sicher eine Weile darüber reden und sich freuen, wie nett da jemand sei. »Nga zemra« – <em>von Herzen</em>. Und ja, ich freue mich auch. Und zwar von Herzen.</p>



<p>Herzlichst,<br><strong>Käpt&#8217;n Eddy</strong><br>(<a href="http://www.romotour.ro" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.romotour.ro</a>)</p>
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		<title>Tirana am Limit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2022 14:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Finale der UEFA Conference League wurde gestern erstmals ein internationaler Sportevent mit Zehntausenden von Zuschauern in Albanien ausgetragen. Der Anlass lief im Allgemeinen problemlos über die Bühne. Organisatorisch hatte man aber in vielen Aspekten Grenzen erreicht. Grosses Fussballfest Im erstmals durchgeführten Turnier siegte die AS Roma gegen Feyenoord Rotterdam dank eines Treffers in ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/2257">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit dem Finale der UEFA Conference League wurde gestern erstmals ein internationaler Sportevent mit Zehntausenden von Zuschauern in Albanien ausgetragen. Der Anlass lief im Allgemeinen problemlos über die Bühne. Organisatorisch hatte man aber in vielen Aspekten Grenzen erreicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Grosses Fussballfest</h3>



<p>Im erstmals durchgeführten Turnier siegte die AS Roma gegen Feyenoord Rotterdam dank eines Treffers in der ersten Halbzeit. Seither steht die italienische Hauptstadt Kopf. Seit dem Pokalsieg 2008 hatte die AS Roma keinen Titel mehr gewonnen, und auch die laufende Saison ist nicht berauschend.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/as-roma-jubelt-in-tirana"><img decoding="async" width="800" height="450" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/AS-Roma-jubelt-in-Tirana-800x450.jpg" alt="AS Roma jubelt in Tirana" class="wp-image-2261" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/AS-Roma-jubelt-in-Tirana-800x450.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/AS-Roma-jubelt-in-Tirana-350x197.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/AS-Roma-jubelt-in-Tirana.jpg 1500w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Die Spieler der AS Roma jubeln nach der Pokalübergabe</figcaption></figure>



<p>Gefeiert wurde aber nicht nur in Rom, sondern natürlich auch in Tirana. Schon Tage vor dem Spiel reisten Fans beider Mannschaften an – Zehntausende. Die genauen Zahlen sind unbekannt. 90&#8217;000, wie mancherorts behauptet, dürfte wohl etwas übetrieben sein. </p>



<p>Die albanischen Behörden haben alles gemacht, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Für die Einheimischen war das auch mit erheblichen Nachteilen verbunden: Die ganze Innenstadt innerhalb der »Unaza«-Ringstrasse und südlich der Lana war am Tag des Spiels für den Autoverkehr gesperrt. Tirana stand still. So konnten die Fans gut mit Bussen vom Flughafen in die Stadt gebracht werden. Tausende Polizisten waren in Bereitschaft.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/tirana-carfree-uefa-conference-league"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="488" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-carfree-UEFA-Conference-League-800x488.jpg" alt="Tirana autofrei: Fahrverbot am Tag des UEFA Europe Conference League Finals" class="wp-image-2262" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-carfree-UEFA-Conference-League-800x488.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-carfree-UEFA-Conference-League-350x213.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-carfree-UEFA-Conference-League.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Tirana autofrei: leere Strassen in der Innenstadt am Tag des UEFA Europe Conference League Finals (Bild: Martin Lerch)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Polizei bekundete Mühe</h3>



<p>Gerade die albanische Polizei ist sich solche Fan-Aufmärsche nicht gewohnt. In Albanien lockt der Fussball kaum noch Zuschauer in die Stadien, Risikospiele mit gewaltbereiten Fangruppen sind sehr selten, die Zahl der Tifosi eher überschaubar. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-medium"><a href="https://www.albanien.ch/une/andiamo-a-tirana-twitter"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="323" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Andiamo-a-Tirana-Twitter-350x323.jpg" alt="Andiamo a Tirana: Screenshot von Twitter" class="wp-image-2259" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Andiamo-a-Tirana-Twitter-350x323.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Andiamo-a-Tirana-Twitter-800x738.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Andiamo-a-Tirana-Twitter.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><figcaption>Andiamo a Tirana: Post auf Twitter</figcaption></figure></div>



<p>Ganz anders war es bei diesem Spiel. Die Fans beider Mannschaften gelten eher als »fanatisch«. Heisses Wetter und billiges Bier leisteten ihren Beitrag, dass die Stimmung schon am Tag vor dem Spiel teilweise überkochte. Die Polizei musste die Fan-Gruppen auseinanderhalten und gegen Randalierer vorgehen.</p>



<p>60 Fans sind bereits am Vorabend in Gewahrsam genommen worden, vier wurden dem Richter vorgeführt. 80 italienische Ultras wurden des Landes verwiesen. </p>



<p>Ausschreitungen sind bei einem solchen Fussballspiel nichts aussergewöhnliches. Auch Fans der »Eintracht Frankfurt« sind beispielsweise in der Woche zuvor in Sevilla verhaftet worden, nachdem es zu Ausschreitungen gekommen war. Es waren aber niemals so viele Personen betroffen.</p>



<p>Ob es an gewaltbereiten Fans lag oder der fehlenden Erfahrung der Polizisten, was Deeskalation bei Fussballfans angeht, ist schwer zu sagen. Jedenfalls gab es einige sehr unschöne Szenen. Auch mehrere Albaner sind – aus welchen Gründen auch immer – mit holländischen Fans zusammengeraten und mussten danach im Krankenhaus behandelt werden. Wie auch fast 20 albanische Polizisten.</p>



<p>Von niederländischer Seite finden sich jedoch lobende Worte: Auf <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/Plakplaat63/status/1529799897410584577?s=20&amp;t=qDY3n223BMnIlMCesiPQiA" data-type="URL" data-id="https://twitter.com/Plakplaat63/status/1529799897410584577?s=20&amp;t=qDY3n223BMnIlMCesiPQiA" target="_blank">Twitter war zu lesen</a>, dass französische Polizisten durchaus noch von den albanischen Kollegen lernen könnten, die zum ersten Mal ein solches Spiel organisiert haben.</p>



<p>Mehr Mühe bekundeten die Albaner mit den pöbelnden, betrunkenen und gewaltbereitenden holländischen Fans. Ganze Gruppen von Männern, die gegen Hauswände urinieren, waren für sie ein schockierendes Bild. Die Idee, bei Grossanlässen mobile Toiletten aufzustellen, hat sich in Albanien noch nicht etabliert (vgl. <a href="https://albanien.ch/nla/24/art246.html" data-type="URL" data-id="https://albanien.ch/nla/24/art246.html">Bericht zum Konzert von DJ Bobo 1999</a>). Und auch sonst gab es am Tag nach dem Final viel aufzuräumen, wie die Medien berichteten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rekordhohe Passagierzahlen</h3>



<p>Der Flughafen von Tirana hatte wegen des Fussballspiels das grösste Verkehrsaufkommen in seiner Geschichte zu bewältigen. Gestern wurden über 70 Landungen verzeichnet. Dutzende von Charter-Flügen brachten Fussballfans aus Holland und Rom nach Albanien – daneben brummte der normale Flugverkehr, der den Flughafen bereits regelmässig an seine Kapazitätsgrenzen bringt. Tausende Fans landeten am Vormittag, Tausende verliessen Albanien in der Nacht wieder. Die Flugzeuge stauten sich in der Zwischenzeit und mussten zum Teil auf der Rollbahn parken. Die detaillierten Vorgaben der albanischen Flugbehörden und des Flughafens für Charterflüge zeugen von guter Vorebreitung, aber auch von einer Extremsituation.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.albanien.ch/une/tirana-airport-europa-conference-league"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="438" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-Airport-Europa-Conference-League-e1653572109897-800x438.png" alt="Parkierte Flugzeuge am Flughafen Tirana am Tag des Finals der Europa Conference League" class="wp-image-2260" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-Airport-Europa-Conference-League-e1653572109897-800x438.png 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-Airport-Europa-Conference-League-e1653572109897-350x192.png 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-Airport-Europa-Conference-League-e1653572109897-1536x841.png 1536w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2022/05/Tirana-Airport-Europa-Conference-League-e1653572109897-2048x1122.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption>Geparkte Flugzeuge am Flughafen Tirana am Tag des Finals der Europa Conference League</figcaption></figure>



<p>Vorgesehen war, dass ab 1 Uhr nachts innerhalb einer Stunde 14 Flüge von Tirana nach Rom starten. Sieben weitere nach Rom und Rotterdam waren für später in der Nacht geplant. Die ersten Maschinen starteten dann gegen 2:30 Uhr. Es war wohl eine rechte Herausforderung, Tausende von feiernden Fussballfans zum Flughafen und in die Flugzeuge zu bringen – so eilig hatten die es wohl auch nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bilanz: 1–0</h3>



<p>Albanien hat sich gut präsentiert auf der internationalen Bühne: ein gelungenes Fussballfest in einem wunderschönen Stadion. Hoffen wir, dass auch die albanische Wirtschaft ein wenig vom Anlass profitieren konnte. Für den Tourismus war es aber wohl gute Werbung.</p>



<figure class="wp-block-embed aligncenter is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="en" dir="ltr">The <a href="https://twitter.com/hashtag/UECLfinal?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#UECLfinal</a>  has given <a href="https://twitter.com/hashtag/Tirana?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Tirana</a> â<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />¥ï¸ the place it has long deserved in the European media. Tirana is an open, vibrant, beautiful European city. I don&#39;t want to hide problems here or sugarcoat them, but I love it when European media look at Tirana (<a href="https://twitter.com/hashtag/Albania?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Albania</a>) without prejudice <a href="https://t.co/36hLSwKuaT">pic.twitter.com/36hLSwKuaT</a></p>&mdash; Suzana Starikov (@Intetyst) <a href="https://twitter.com/Intetyst/status/1529755353658929157?ref_src=twsrc%5Etfw">May 26, 2022</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p>Die Auswirkungen, die ein solcher Anlass mitsichbringt, wurden wohl etwas unterschätzt. <br>20&#8217;000 bis 30&#8217;000 Fans innnert ein paar Tagen ein- und ausfliegen: Dafür ist die Infrastruktur rund um den Flughafen und das Stadion nicht gemacht. <br>20&#8217;000 bis 30&#8217;000 Fussballfans, die zwei Tage lang die Innenstadt belagern, feiern und viel trinken – sie hätten wohl mehr Platz und WCs gebraucht.<br>Fussballstadien in der Innenstadt sind sympathisch, aber nicht immer sehr praktisch, wenn es um die zeitgleiche Abreise vieler Fans gleichzeitig geht.</p>



<p>Man muss schon fast froh sein, dass das Air-Albania-Stadion in Tirana – in der Berichterstattung durchwegs als Nationalstadion bezeichnet – nur 22&#8217;000 Zuschauer fasst. Mehr wäre nicht machbar gewesen.</p>
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		<title>Der amerikanische Präsident auf dem Sockel</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1670</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2016 12:41:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Albaner haben eine Vorliebe, amerikanischen Präsidenten Denkmäler zu errichten. Nicht ganz unbegründet sind wohl die Denkmäler, die eng im Zusammenhang stehen mit der Existenz der albanischen Staaten: Woodrow Wilson (1856–1924) war 28. amerikanischer Präsident und durch seine Einflussnahme bei der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg wesentlich verantwortlich, dass Albanien nicht unter seinen Nachbarn ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1674" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670/clinton_prishtina" rel="attachment wp-att-1674"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1674" class="wp-image-1674 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-350x350.jpg" alt="Statue für Bill Clinton in Prishtina" width="350" height="350" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-350x350.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-800x800.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina-144x144.jpg 144w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Prishtina.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1674" class="wp-caption-text">Statue für Bill Clinton in Prishtina</p></div></p>
<p>Die Albaner haben eine Vorliebe, amerikanischen Präsidenten Denkmäler zu errichten.</p>
<p>Nicht ganz unbegründet sind wohl die Denkmäler, die eng im Zusammenhang stehen mit der Existenz der albanischen Staaten:</p>
<p>Woodrow Wilson (1856–1924) war 28. amerikanischer Präsident und durch seine Einflussnahme bei der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg wesentlich verantwortlich, dass Albanien nicht unter seinen Nachbarn aufgeteilt wurde. Ihm zu Ehren wurde auf dem »Sheshi Wilson« im Zentrum Tiranas eine Statue errichtet – mitten in einem Kreisel stehend geht sie leider etwas unter im Verkehr. AnscheinendhatteÂ  Ministerpräsident Fan Noli sogar ein Dekret erlassen, den Ort Shëngjin in »Wilson-Stadt« umzubenennen, was aber nie umgesetzt wurde und auch vollkommen in Vergessenheit geraten war, bis dort vor Kurzem eine Plakette angebracht worden ist.</p>
<p>Bill Clinton, 42. amerikanischer Präsident, wird in der kosovarischen Hauptstadt mit einem grossen Denkmal geehrt. Zwar nicht gerade an der attraktivsten Ecke der Stadt, aber zumindest für jeden Besucher, der vom Flughafen kommt, sichtbar. Bill Clinton war als Präsident mit seinem Entscheid zum Luftangriff gegen Serbien massgeblich an der Gründung des kosovarischen Staats beteiligt – erst der Kosovokrieg machte die Unabhängigkeit möglich. Und so grüsst er von seinem Sockel herunter die vorbeiziehenden Passanten und die im Stau stehenden Autofahrer oder seine Frau Hillary, die einen kurzen Halt einlegte, als sie als Aussenministerin Prishtina besuchte.</p>
<p><div id="attachment_1672" style="width: 260px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670/bush_fushkruje" rel="attachment wp-att-1672"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1672" class="wp-image-1672" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje-350x432.jpg" alt="Statue für George W. Bush in Fushë-Kruja" width="250" height="309" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje-350x432.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje-800x988.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Bush_FushKruje.jpg 810w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /></a><p id="caption-attachment-1672" class="wp-caption-text">Statue für George W. Bush in Fushë-Kruja</p></div></p>
<p>Als belustigend ist der Besuch seines Nachfolgers George W. Bush im Sommer 2007 in Albanien in Erinnerung ( <a href="http://www.albanien.ch/bb/2007/06/albanien-feiert-bush/"><i class="wp-svg-newspaper newspaper"></i> Bericht zur Staatsvisite</a>). Die Albaner feierten den ersten US-Präsidenten, der ihr Land besuchte, überschwenglich, während der umstrittene Politiker sonst kaum noch irgendwo in Europa willkommen war. Beim Bad in der Menge während eines kurzen Aufenthalts im Städtchen Fushë-Kruja ging dann auch noch Bushs Armbanduhr verloren. Der Ort kam so zu seinen fünf Minuten weltweiten Ruhms und dankte dies dem Gast mit einem Denkmal. Es steht zwar auf dem Hauptlatz von Fushë-Kruja, aber etwas zurückgedrängt: Die Platzierung könnte repräsentativer sein, die nebenstehende Werbesäule einer Bank überragt das Denkmal fast. Albanien gab nicht nur Briefmarken mit dem Portrait des US-Präsidenten heraus, in Tirana wurde auch eine zentrale Strasse nach ihm benannt, worüber sich insbesondere amerikanische Besucher amüsieren.</p>
<p>Wer ist der nächste amerikanische Präsident, der in Albanien ein Denkmal kriegt?</p>
<p>Wie lange würde es wohl dauern, bis Donald Trump von einem albanischen Bildhauer verewigt würde, würde er denn heute gewählt?</p>
<p><div id="attachment_1673" style="width: 360px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1670/clinton_saranda" rel="attachment wp-att-1673"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1673" class="size-medium wp-image-1673" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda-350x215.jpg" alt="Büste für Hillary Clinton in Saranda" width="350" height="215" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda-350x215.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda-800x492.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/11/Clinton_Saranda.jpg 1627w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1673" class="wp-caption-text">Büste für Hillary Clinton in Saranda</p></div></p>
<p>Seine Gegenkandidatin Hillary Clinton ist da schon einen Schritt weiter. Fast schon in vorauseilendem Gehorsam wurde diesen Sommer in Saranda eine Hillary-Büste eingeweiht. Der Grund dafür wurde nicht ganz klar. Die Bürgermeisterin von Saranda erklärte damals, dass das Monument die Verbindung zwischen Albanien und den USA zum Ausdruck bringen solle, dass man damit den Amerikanern und vor allem Hillary Clinton für wiederkehrende Unterstützung für das albanische Volk danken wolle. Das Denkmal nennt dann auch anstelle einer Würdigung prominent die Stifter: nebst der Stadt Saranda die US-Organisation »Diplomatic Mission Peace and Prosperity«. Auch der gewählte Ort für das Denkmal überzeugt nicht ganz: Das kleine Plätzchen im Zentrum der Stadt liegt eingeklemmt zwischen parkierten Autos, die Büste versteckt sich schon fast hinter viel Grünzeug. Wenn man nicht aufmerksam Ausschau hält, wird man das Monument vermutlich übersehen.</p>
<p>Zumindest die Aussage der Bürgermeisterin, dass sich die Albaner den Amerikanern sehr verbunden fühlen, dürfte zutreffend sein. Neben Mexiko ist Albanien wohl das Land mit den meisten Denkmälern amerikanischer Präsidenten, auch wenn kaum eines davon richtig monumental ist.</p>
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		<title>Das Freundschaftsspiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2016 21:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Europameisterschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
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					<description><![CDATA[Das EM-Spiel zwischen Albanien und der Schweiz am letzten Samstag wird in Erinnerung bleiben: als sehr emotionale Begegnung, als Brüderduell, als erstes Spiel Albaniens an einem Endrundenturnier. Es war aber auch ein Spiel der Freundschaft – nicht wirklich ein Freundschaftsspiel, aber ein Spiel der freundschaftlichen Begegnungen. Trotz der schwachen Leistung der Schweizer, trotz der unglücklichen ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1585">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1597" style="width: 210px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/img_7664.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1597" class="wp-image-1597" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/img_7664-350x467.jpg" width="200" height="267" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/img_7664-350x467.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/img_7664-480x640.jpg 480w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/img_7664-800x1067.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /></a><p id="caption-attachment-1597" class="wp-caption-text">Xhaka-Fan</p></div></p>
<p>Das EM-Spiel zwischen Albanien und der Schweiz am letzten Samstag wird in Erinnerung bleiben: als sehr emotionale Begegnung, als Brüderduell, als erstes Spiel Albaniens an einem Endrundenturnier. Es war aber auch ein Spiel der Freundschaft – nicht wirklich ein Freundschaftsspiel, aber ein Spiel der freundschaftlichen Begegnungen. Trotz der schwachen Leistung der Schweizer, trotz der unglücklichen Niederlage der Albaner war es eine »Begegnung«, wie man sie sich als Fussballfest wünscht.</p>
<p>Auf beiden Seiten spielten zahlreiche Schweiz-Albaner – sehr viele Spieler kennen sich gut. Man sprach auch vom Spiel »Kosova 1« gegen »Kosova 2«. So folgte auf die Hymnen nicht das übliche Abklatschen pro forma, sondern herzliche Handshakes. Während des Spiels wurde dem Gegner zwar nichts geschenkt, aber nach dem Schlusspfiff gab es wieder respektvolle Aufmunterungen und Umarmungen.</p>
<p><div id="attachment_1586" style="width: 360px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1585/albsui_shirt" rel="attachment wp-att-1586"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1586" class="size-medium wp-image-1586" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/albsui_Shirt-350x187.jpg" alt="2 Herzen in einer Brust" width="350" height="187" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/albsui_Shirt-350x187.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/albsui_Shirt-800x428.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/albsui_Shirt.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1586" class="wp-caption-text">Zwei Herzen in einer Brust</p></div></p>
<p>Die Fairness wurde aber nicht nur auf dem Spielfeld gelebt. Auch auf den Rängen, auf den Strassen und in den Public Viewings von Frankreich über die Schweiz und <a href="https://www.facebook.com/schweizalbanien/photos/a.1778857562349817.1073741828.1728281824074058/1786278911607682/?type=3&amp;theater" target="_blank">Prishtina</a> bis <a href="http://www.albanien.ch/bb/2016/06/praesident-zu-gast/">Tirana</a> gab es keine Gehässigkeiten. Keine Szenen wie in Marseille oder Nizza, wo sich die – angeblichen – Fans prügelten. Wie auf den Platz, wo mehr mit- als gegeneinander gespielt wurde, liessen sich die albanischen Fans die Laune von der Niederlage nicht verderben. Auch wenn der Schmerz und die Enttäuschung vieler Albaner gross war: Es wurde weiter gefeiert, zur Not halt mit den Schweizern.</p>
<p>Die Stimmung blieb überall entspannt – wie in Zürich, wo an der Langstrasse ein <a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/zuerich/faehnli-jubel-an-der-langstrasse-polizeistreife-faehrt-fuer-albanische-nati-id5140423.html" target="_blank">Polizeiauto mit Albanienflagge</a> gesichtet wurde. Schweizer und Albaner begegneten sich auf der Strasse und diskutierten sachlich den Spielverlauf. <a href="http://www.blick.ch/sport/fussball/euro2016/waehrend-sich-die-anderen-pruegeln-darum-verstehen-sich-schweizer-und-albaner-so-gut-id5144483.html" target="_blank">Gründe</a> für dieses friedliche Fest mag es viele geben: Manche sehen darin die zwischenzeitlich doch sehr gelungene Integration der Albaner. Vielleicht fehlt unter den Albanern auch eine Hooligan-Kultur. Oder es lag am frühen Start des Spiels am Nachmittag oder am geringen Alkoholkonsum der muslimischen Fans. Und vielleicht liegt es auch daran, dass nicht nur <a href="https://twitter.com/Sport360/status/741621229057126400" target="_blank">Mutter-Xhaka</a>, sondern auch viele andere zwei Herzen in der Brust haben. Anderswo war von <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-in-albanien-fussballfans-in-tirana-euphorie-in-rot-schwarz-1.3029393" target="_blank">Trotz</a> die Rede – man wollte sich die Freude über die EM-Teilnahme nicht verderben lassen.</p>
<p><div id="attachment_1588" style="width: 810px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/blog/1585/albanien-fans_langstrasse" rel="attachment wp-att-1588"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1588" class="wp-image-1588 size-large" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/Albanien-Fans_Langstrasse-800x370.jpg" alt="Albanien-Fans in Zürich" width="800" height="370" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/Albanien-Fans_Langstrasse-800x370.jpg 800w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/06/Albanien-Fans_Langstrasse-350x162.jpg 350w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><p id="caption-attachment-1588" class="wp-caption-text">Albanien-Fans in Zürich</p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wege in die Freiheit</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1458</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2016 13:19:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Eingeschworene Jungfrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Emigration]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Kanun]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die albanisch-schweizerischen Filmproduktionen »De l&#8217;autre côté de la mer« und »Vergine giurata« an den Solothurner Filmtagen 2016. Von Christian Hadorn, Chevroux – Mitglied Vorstand Gesellschaft Schweiz-Albanien Wieder sind es die erhabenen albanischen Berge, ihre wolkenverhangenen Täler und ihre knorrigen Bäume, die die Bühne bilden für eine vergessene Welt und das archaische Gesetz der Ehre, das ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1458">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><div id="attachment_1474" style="width: 460px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=1474" rel="attachment wp-att-1474"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1474" class="wp-image-1474" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine-giurata-595x428.jpg" alt="Alba Rohrwacher in »Vergine giurata«" width="450" height="323" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine-giurata-595x428.jpg 595w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine-giurata-768x552.jpg 768w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine-giurata-960x690.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><p id="caption-attachment-1474" class="wp-caption-text">Alba Rohrwacher in »Vergine giurata«</p></div></p>
<h4><strong>Die albanisch-schweizerischen Filmproduktionen »De l&#8217;autre côté de la mer« und »Vergine giurata« an den Solothurner Filmtagen 2016.</strong></h4>
<p><span id="more-1458"></span></p>
<h6>Von <a href="http://www.albanien.ch/bb/author/Christian-Hadorn/">Christian Hadorn</a>, Chevroux – Mitglied Vorstand Gesellschaft Schweiz-Albanien</h6>
<p>Wieder sind es die erhabenen albanischen Berge, ihre wolkenverhangenen Täler und ihre knorrigen Bäume, die die Bühne bilden für eine vergessene Welt und das archaische Gesetz der Ehre, das von alters her die albanischen Bergstämme bestimmt hat. Wieder sind es die Mannfrauen (<em>burrnesha</em>, oder auch »Jungfrauen«, <em>virgjinesha</em>, genannt) und die Blutrache, diese bildträchtigen und exotischen Phänomene des <em>Kanun</em>, des albanischen Gewohnheitsrechts, die uns entführen in eine ferne und doch so nahe Gegend, die sich bis heute den Atem der Vergangenheit in ihren Familiengeschichten bewahrt hat. Und wieder einmal sind es die Frauenfiguren, die sich aus den Fängen dieser mittelalterlichen und paternalistischen Enge befreien und uns mitnehmen in eine bessere und hoffnungsvolle Welt.</p>
<p>In der hübschen Atmosphäre des historistischen Konzertsaals der Solothurner Filmtage sind es <em>Mira</em> (Kristina Ago) in Pierre Maillards »De l&#8217;autre côté de la mer« (CH, AL 2015) und <em>Hana</em> (Alba Rohrwacher) in Laura Bispuris »Vergine giurata« (CH, AL, RKS, I, D 2015), die diese Aufgabe übernehmen und uns teilhaben lassen an ihren Geschichten, die sie beide auf die andere Seite der Adria nach Italien in ihre Freiheit führen. In <em>Hanas</em> Fall freilich in einem gemächlichen Tempo, ohne die Reise über das Meer wirklich zu zeigen, denn ihr obliegt nichts weniger, als das ehrenvolle Andenken an ihren Stiefvater Jahre nach seinem Tod endlich zu begraben und die in den albanischen Bergen respektierte Identität als Mannfrau <em>Mark</em> gleichsam und wahrhaftig Stück für Stück abzustreifen. Ganz anders in <em>Miras</em> Fall: Hier explodiert die Geschichte förmlich, in einer verbotenen Jugendliebe und einer Serie von Gewehrkugeln, die sie dem Meer entgegentreibt. Sie stolpert, überlebt, flieht und setzt auf einem Flüchtlingsboot ihre Reise fort, einer ungewissen Zukunft entgegen. In beiden Fällen ist es aber das archaische Albanien, das Albanien der Berge und seines Ehrbegriffs, seiner kleinen uralten Kirchen und unasphaltierten Strassen und seiner kaum berührten Landschaft, das die Kulisse bildet für den Ausgangspunkt ihrer Reisen. Es sind gewaltige Reisen, über ein scheinbar gewaltiges Meer, gilt es doch eine Geschichte von Jahrhunderten hinter sich zu lassen.</p>
<p>Es scheint kein Zufall zu sein, dass es gerade dieser Hauch der Vergangenheit und seiner hierzulande vergessenen archaischen Werte ist, der westliche Kulturschaffende fasziniert und ihnen auch eine gewisse Aufmerksamkeit garantiert. Man mag auch dagegen wettern und sagen: Hört auf mit diesem Exotismus, schaut euch das moderne und pulsierende Leben im <em>Blloku</em>, dem Ausgehviertel Tiranas an! Geht hin und seht doch, mit welchem Elan die sozialistische Regierung Rama und der charismatische junge Bürgermeister von Tirana <em>Veliaj</em> ihr Land ins 21. Jahrhundert führen! Doch noch existieren diese archaischen Elemente. Und ist es nicht gerade dieses Nebeneinander von Mittelalter und Moderne, das uns an Albanien so fasziniert?</p>
<p><div id="attachment_1473" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=1473" rel="attachment wp-att-1473"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1473" class="wp-image-1473" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer_Plakat-595x850.jpg" alt="Filmplakat" width="300" height="429" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer_Plakat-595x850.jpg 595w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer_Plakat-768x1097.jpg 768w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer_Plakat-960x1371.jpg 960w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1473" class="wp-caption-text">Filmplakat</p></div></p>
<p>Wie Pierre Maillard wiederholt betont, stehe es ihm denn auch fern, die heutige albanische Gesellschaft abzubilden. Tatsächlich erzählt Maillards Spielfilm trotz aller Zeitgenossenschaft, trotz der erzählerischen Nähe zum Kosovokrieg 1999 und zu aktuellen Flüchtlingsbewegungen auf dem Balkan, eine Geschichte, die fernab ist vom Tagesgeschehen. Sein »Road movie à pied« (Maillard) – der an so manche Fussgängerfilme Alain Tanners erinnert – ist denn auch die sehr persönliche Geschichte zweier vertriebener und getriebener Menschen, deren Schicksale sich in den albanischen Wäldern ineinander verfangen und in einer alten hohlen Platane Zuflucht finden. Geschickt erzählt Maillard in kontrastreichen und ruhigen Bildern also schlussendlich zwei Geschichten in <em>einer</em>, wenn er nicht nur Maras Flucht über das Meer Richtung Westen zeigt, sondern auch die Reise des französischen Fotografen Jean über das Meer nach Osten und zurück.</p>
<p>Der ehemalige Kriegsfotograf (eindringlich gespielt von Carlo Brandt) leidet an einem Verbrechen, das er vor Jahren im Kosovokrieg fotografierte und das ihn seither nicht mehr loslässt. Trost findet der vom Schicksal Vertriebene in seinem apulischen Atelier und seinen Bildern von alten Bäumen, die er rastlos immer wieder von Neuem mit seinem Fotografenauge einfängt. Eines Tages setzt er mit seiner Ausrüstung über und sucht ihn auch dort, seinen Baum, ganz in der Nähe seines Unglücksorts, in den albanischen Bergen.</p>
<p>Ganz im Sinne einer höheren Erzählebene zelebriert Maillard im ganzen Film die Macht des Bildes, zu Beginn in Form von eindringlichen Kriegsfotografien, mit denen er (von einer fulminanten Musik begleitet) in die Geschichte einsteigt, um dann mit bewegten Filmbildern von albanischen Landschaften und ihren Ausschnitten uns mit ebenso beeindruckenden Einblicken zu versorgen, die häufig symbolischen Charakter haben (Kamera: Aldo Mugnier). Da sind majestätische alte Bäume zu sehen, brennende Bäume, aber auch verlassene Industrieanlagen und trostlose Viadukte und eben dieses Flashback-Bild von »jenseits der Berge« (wie Jean sich ausdrückt), das sich seit jenem Tag im Kosovo-Krieg besonders tief in das Gehirn des Fotografen eingegraben hat. Dies sind allesamt Jeans (und Maillards) Bilder, denn sie sind alle Ausdruck seines Erlebens als Künstler und Fotograf. In diesem Sinne überhöht die Geschichte von Jean diejenige von Mara, denn sie bildet nicht nur die eigentliche Rahmenhandlung, die Anfang und Ende bestimmt, sondern auch ein mächtiges Bilderuniversum, das Jeans (und Maillards) poetischen Blick auf Welt freilegt.</p>
<p><div id="attachment_1475" style="width: 489px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=1475" rel="attachment wp-att-1475"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1475" class="wp-image-1475" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer-595x395.jpg" alt="Kristina Ago und Carlo Brandt in »De l”&#x2122;autre côte de la mer«" width="479" height="318" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer-595x395.jpg 595w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer-768x510.jpg 768w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer-960x637.jpg 960w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/De_l_autre_cote_de_la_mer.jpg 1373w" sizes="auto, (max-width: 479px) 100vw, 479px" /></a><p id="caption-attachment-1475" class="wp-caption-text">Kristina Ago und Carlo Brandt in »De l&#8217;autre côte de la mer«</p></div></p>
<p>Nach seiner schicksalshaften ersten Begegnung mit Mara flüchtet Jean zusammen mit ihr vor ihren Verfolgern. Gepeinigt von Hunger und Durst und angetrieben von der Sorge um die von ihren Brüdern gejagte Mara durchmisst er mit ihr auf dem Weg zur rettenden Meeresküste menschenentleerte Landschaften und ihre Ruinen aus kommunistischer Zeit. Und ganz wie Paolo, der in Pasolinis »Teorema« von der Liebe geküsst nackt durch die Wüste wandelt, durchquert auch Jean eine verwüstete Landschaft, zurückgeworfen auf sich selbst und sich dank der Zuneigung zu dieser jungen Frau wiederentdeckend. Das ungleiche Paar durchquert das Terrain von alten Industriebrachen und einer aufgegebenen Goldmiene, umgeht dort ihre zahlreichen Durchbrüche, um schliesslich heil und unversehrt das adriatische Meer zu erreichen. Am Ende steht das Versprechen der Freiheit, nicht nur für die junge Mara, die durch ihre Gebete zu San Antonio magisch gestärkt immer noch die Kraft findet, den Widrigkeiten zu trotzen. Auch der alternde Jean findet durch die Zuneigung zu Mara endlich seine Erlösung und wieder zurück zu den Menschen.</p>
<p>Maillard, ein begeisterter Spaziergänger und Baumliebhaber, entdeckte und schätzte Albaniens Landschaften und seine Menschen schon vor den Dreharbeiten. Dies spürt man in seinem Film und zeigt sich am besten in den Leistungen der albanischen Schauspielerinnen und Schauspieler, die es ihm mit ihren bestmöglichen Leistungen danken. Neben der Strahlkraft der Hauptdarstellerin Kristina Ago, die in Maillards Film ihr Leinwanddebüt gibt, ist es vor allem die Präsenz von Tinka Kurti (Maras Grossmutter), der grossen alten Dame des albanischen Films, und vom finsteren Bruno Shllaku (der Boss), die beeindruckt. Und über allem schwebt die vorzügliche Filmmusik von Fatos Qerimaj: Sie ist sparsam eingesetzt, aber intensiv, und trägt diesen poetischen und zeitlosen Film an den richtigen Stellen.</p>
<p>Während der gut 60-jährige Maillard in seinem Film gleichsam aus dem Vollen schöpft, begnügt sich die junge aufstrebende Enddreissigerin Laura Bispuri mit einer äusserst sparsamen und kontrollierten Filmsprache. Fernab jeglicher italienischer Eloquenz zeichnet die Römerin in ihrem ersten Spielfilm (bis dahin drehte sie drei Kurzfilme) die innere Welt einer ambivalenten Figur zwischen Frau und Mann, die zuerst als Gefangene ihres Zwiespalts zu verstummen scheint, dann aber in der Wiederentdeckung ihres eigenen Körpers in kleinen Schritten wieder zu sich selbst findet. Anders als bei Maillard orientiert sich die Geschichte ausschliesslich an dieser Figur mit Namen Mark (sehr präzise gespielt von Alba Rohrwacher), die als Mädchen Hana hiess und seit ihrem Schwur vor dem Ältestenrat ihres albanischen Dorfes das Leben eines Mannes führt. Jahre nach dem Tod von Onkel und Tante, die sich nach dem Ableben der leiblichen Eltern als gestrenge, aber auch liebevolle Adoptiveltern um Hana kümmerten und sie aufzogen, sucht Mark mit einem Brief der verstorbenen Stiefmutter im Gepäck seine Adoptivschwester und Kusine Lila (Flonja Kodheli) in Norditalien auf, wo sie mit ihrem albanischen Mann und ihrer Tochter in einem einfachen Arbeitermilieu ihr Dasein fristet. Der Kontrast zu seiner modernen Kusine könnte nicht grösser sein, sie: gesprächig, betont weiblich und dem Leben zugewandt (sie singt häufig am Abend in einer Bar albanische Lieder), er: wortkarg, mit allen sozialen Attributen eines traditionellen albanischen Mannes versehen (mit Zigarette und Raki in der Hand). Und dennoch verbinden sie eine tiefe Vertrautheit und die gemeinsame Geschichte in den albanischen Bergen.</p>
<p><div id="attachment_1472" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=1472" rel="attachment wp-att-1472"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1472" class="wp-image-1472" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine_giurata_Plakat-595x843.jpg" alt="Filmplakat" width="300" height="425" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine_giurata_Plakat-595x843.jpg 595w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine_giurata_Plakat-768x1088.jpg 768w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine_giurata_Plakat-960x1360.jpg 960w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2016/02/Virgine_giurata_Plakat.jpg 1403w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><p id="caption-attachment-1472" class="wp-caption-text">Filmplakat</p></div></p>
<p>Lila flüchtete damals nach Italien, um ihrer arrangierten Hochzeit zu entgehen und den Mann ihrer Liebe zu heiraten. Hana blieb zurück, leistete den Schwur zur ewigen Keuschheit und führte nach dem Tod der Eltern als Mann und Familienvorstand den Haushalt weiter. Die Vorgeschichte der beiden Schwestern wird in Rückblenden erzählt, die quasi dokumentarischen Charakter haben und einen Einblick geben in das archaische Leben einer vom Kanun bestimmten Dorfgemeinschaft. Man sieht die Trauerfeier für den verstorbenen Vater, wie sich die wehklagenden Männer (!) um den Leichnam versammeln und singen (und die Frauen stumm hinter ihnen). Man sieht, wie eine Schwurjungfrau einem Berggeist gleich vorbeigeht, und hört die Erklärung des Stiefvaters, wie er zu Hana im nordalbanischen Dialekt sagt: »Ka kenë gru, asht ba burrneshë« (»War eine Frau, wurde zur Mannfrau«). Ebenso wird gezeigt, wie Hana ihren feierlichen Schwur zur ewigen Keuschheit vor dem männlichen Ältestenrat ablegt und ihr dann mit heiligem Ernst die langen Haare abgeschnitten werden (Bispuri konnte sich dabei auch an aktuellen filmischen Dokumenten zum Phänomen der Schwurjungfrau orientieren, hatte doch die albanische Schriftstellerin Elvira Dones, deren <a href="https://www.albanien.ch/une/?p=1439"><i class="wp-svg-forward-3 forward-3"></i> gleichnamiges Buch</a> in Absprache mit Bispuri die Vorlage für das stark adaptierte Drehbuch bildete, einen Dokumentarfilm über die letzten Schwurjungfrauen Albaniens gedreht).</p>
<p>Die beobachtende, dokumentaristische Kamera setzt sich dann auch in der Jetztzeit fort, wenn sie Marks beobachtenden Blick zeigt, wie er die neue Welt der jungen Italienerinnen und ihren Alltag zu ergründen versucht. Sein Auge erfasst beispielsweise einmal eine Gruppe von hibbeligen, leicht bekleideten und stark geschminkten Teenies, die durch die nächtlichen Gassen stolpern, oder wiederholte Male die Synchronschwimmerinnen in ihrem Training, wie sie sich Abend für Abend dem Diktat weiblicher Perfektion beugen.</p>
<p>Das Hallenschwimmbad mit seinen fast nackten Körpern und seinem omnipräsenten Fluidum Wasser ist denn auch Hanas Ort der Erweckung. Hier übt Lilas Tochter (Emily Ferratello) mit anderen jugendlichen Synchronschwimmerinnen die Figuren ein. Anfangs noch mit ihren Männerschuhen völlig deplatziert auf einem Startblock stehend gewöhnt sich Hana bald an die neue Umgebung. Sie begleitet ihre Nichte regelmässig ins Training und findet im Bademeister (Lars Eidinger) ihr Gegenstück. In seiner nördlichen Erscheinung scheint er beinahe ebenso fremd zu sein wie Hana und auch wortlos ihr Problem zu erkennen, denn er verhilft ihr (in einer grotesken Weise), sich als sexuelles Wesen zu entdecken. Hanas Verwandlung und Befreiung ist danach unumkehrbar, sie löst zu Hause in ihrer neuen Wohnung ihre juckende Brustbinde, die ihr seit Jahren den Atem nimmtÂ ”¦</p>
<p>Wer nach knapp 90 Minuten eine Fortsetzung dieser Befreiungsgeschichte erwartet, wird allerdings enttäuscht, denn schon bald nach diesem Wendepunkt endet der Film. Auch die sorgfältigen statischen Einstellungen und die edle und reduzierte Farbskala von Weiss, Grau, Blau bis Grün, die das erkaltete Innenleben der Hauptfigur widerspiegelt, erfahren keine Dynamisierung mehr. Hier muss man denn auch den einzigen Kritikpunkt an diesem an sich so überzeugenden Film ansetzen. Es fehlen gut 20 Minuten, um dieser reduzierten Ästhetik auch das nötige Gewicht zu verleihen. Wie schön wäre es zu sehen, wie sich Hanas Bewegungen noch etwas lösten, sich ihre Schatten noch etwas lichteten ”¦</p>
<p>Sicherlich hat Albanien als Filmland noch mehr zu bieten als eine archaische Kulisse und Geschichten von Armut und Unterdrückung, blickt das Land doch zurück auf eine reiche Kinotradition und, angesichts aufstrebender junger albanischer Filmschaffender, auch auf eine vielversprechende Zukunft. Mit dem aktuellen Albanian Cinema Project des staatlichen Filmarchivs, das mehr und mehr auch in Westeuropa wahrgenommen wird und mit der Lancierung von »Bota« (einem Spielfilm von Iris Elezi und Thomas Logoreci) für die vergangenen Oscarnominationen scheint nun Bewegung in den albanischen Film zu kommen. Die albanisch-schweizerischen Koproduktionen »Vergine giurata« und »De l”<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />autre côté de la mer« sind ein gelungener Teil dieser Aufwärtsbewegung und lassen auf eine weitere Zusammenarbeit der beiden Filmländer hoffen.<br />
<iframe loading="lazy" class="youtube-player" width="400" height="225" src="https://www.youtube.com/embed/pUfVnfx8oKI?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></p>
<h4>»Vergine giurata«</h4>
<p>Laura Bispuri; CH: Bord Cadre films, AL: Erafilm Productions, u.a., 2015.<br />
Seit dem 1. Februar in der Romandie, seit 10. März in der Deutschschweiz.<br />
<a href="http://www.cineman.ch/movie/2015/VergineGiurata/cinema.html" target="_blank" rel="noopener"><b class="wp-svg-clock clock"></b> Spielzeiten auf cineman.ch</a></p>
<p><iframe loading="lazy" class="youtube-player" width="400" height="225" src="https://www.youtube.com/embed/Y1GrSjdzxAE?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></p>
<h4>»De l&#8217;autre côté de la mer«</h4>
<p>Pierre Maillard; CH: CAB Productions, Zoofilms, u.a., 2015.<br />
Ab dem 20. April in der Romandie, ab dem 21. April in der Deutschschweiz.<br />
<a href="http://www.cineman.ch/movie/2015/DeLautreCoteDeLaMer/cinema.html" target="_blank" rel="noopener"><b class="wp-svg-clock clock"></b> Spielzeiten auf cineman.ch</a></p>
<p>Ein Filmprogramm des <strong>Albanian Cinema Project</strong> und des Albanischen Filmarchivs wird<br />
demnächst am Internationalen Dokumentarfilmfestival »Cinéma du réel« im Pariser <em>Centre</em><br />
<em>Pompidou</em> vom 18. bis zum 27. März dieses Jahres vorgestellt.</p>
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		<title>Asyl wegen Autobahn?</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1291</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2015 22:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles aus Albanien]]></category>
		<category><![CDATA[Diaspora]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Asyl]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Enteignung]]></category>
		<category><![CDATA[Infrastruktur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Strasse]]></category>
		<category><![CDATA[Strassenbau]]></category>
		<category><![CDATA[Tirana]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein gutes Stück der Umfahrungsstrasse von Tirana – »Unaza e madhe« genannt – ist bereits fertiggebaut. Aktuell endet der von Elbasan kommende Teil aber mitten in einem Wohnquartier. Vor Kurzem wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Das Problem ist aber: Die Strasse endete mitten in einem Wohnquartier. Um weiterbauen zu können, müssen Wohnhäuser aus dem Weg ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1291">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gutes Stück der Umfahrungsstrasse von Tirana – »Unaza e madhe« genannt – ist bereits fertiggebaut. Aktuell endet der von Elbasan kommende Teil aber mitten in einem Wohnquartier.</p>
<p><div id="attachment_1292" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/?attachment_id=1292"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1292" class="wp-image-1292" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/08/Tirana_Unaza-e-madhe-300x176.jpg" alt="Ringautobahn von Tirana beim Grossen Park" width="400" height="235" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/08/Tirana_Unaza-e-madhe-300x176.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/08/Tirana_Unaza-e-madhe-1024x602.jpg 1024w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/08/Tirana_Unaza-e-madhe-900x529.jpg 900w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/08/Tirana_Unaza-e-madhe.jpg 1701w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><p id="caption-attachment-1292" class="wp-caption-text">Ringautobahn von Tirana beim Grossen Park</p></div></p>
<p>Vor Kurzem wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen. Das Problem ist aber: Die Strasse endete mitten in einem Wohnquartier. Um weiterbauen zu können, müssen Wohnhäuser aus dem Weg geräumt werden. Wohin mit den Bewohnern?</p>
<p>Wie <a href="http://gazeta-shqip.com/lajme/2015/08/05/selite-50-familje-largohen-drejt-gjermanise/" target="_blank">»Gazeta Shqip« gestern berichtete</a>, sind die betroffenen Personen sehr unglücklich angesichts der geringen und auch noch nicht ausbezahlten Entschädigungen. Wie weiter?</p>
<p>Die Zeitung weiss auch zu berichten, dass 50 Familien aus dem betroffenen Quartier jetzt nach Deutschland gereist seien und dort Asyl beantrag hätten. In Albanien hätten sie jetzt alles verloren und keine Zukunft.</p>
<p>In Deutschland Asyl zu beantragen ist unter den Albanern ja gerade Mode. Im ersten Halbjahr hätten 31&#8217;400 Personen aus dem Kosovo und 22&#8217;209 Personen aus Albanien in Deutschland nach Asyl ersucht, wie das <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/07/asylantraege-juni-2015.html" target="_blank">Bundesministerium des Innern informierte</a>. Allein im Juni reichten fast 6&#8217;000 Personen aus Albanien Asyl in Deutschland ein – vier Mal mehr als Personen aus dem Kosovo.</p>
<p>Die <a href="http://www.tirana.diplo.de/Vertretung/tirana/de/00/150630__Asylkampagne-al.html" target="_blank">Kampagne der Deutschen Botschaft</a>, dass Deutschland Albanern kein Asyl gewähre aus Wirtschaftsgründen, hat also noch keine grosse Wirkug gezeigt. Dabei hatte Botschafter Hellmutt Hoffmann im Februar gerade dieses <a href="http://kohajone.com/index.php/aktualitet/hoffmann-gjermania-nuk-pranon-azilante-te-varferise" target="_blank">Viertel von Tirana besucht</a>, wo jetzt die Autobahn gebaut wird. Des Botschafters Botschaft scheint nicht angekommen zu sein, obwohl das Thema auch die albanischen Medien stark beschäftigt – auch gestern versuchte die Botschaft, Gerüchte um Entschädigungen richtigzustellen.</p>
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		<title>Alle feiern mit</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1277</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2015 22:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[multikulti]]></category>
		<category><![CDATA[Ramadan]]></category>
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					<description><![CDATA[Fastenbrechen? Ramadan? Mit diesen Begriffen wusste noch vor wenigen Jahren kaum jemand was anzufangen. Jetzt scheint es auch im Westen Mode geworden zu sein, hier zumindest zu gratulieren. Vielleicht feiern wir in ein paar Jahr alle zusammen &#8211; wie in Albanien. Wir natürlich auch: Gëzuar Ramadanin]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fastenbrechen? Ramadan? Mit diesen Begriffen wusste noch vor wenigen Jahren kaum jemand was anzufangen. Jetzt scheint es auch im Westen Mode geworden zu sein, hier zumindest zu gratulieren.</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/blickamabend/photos/a.442493674627.249454.87710839627/10153500321859628/?type=1&amp;theater" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1276 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/07/IMG_5397-251x300.jpg" alt="Screenshot Facebook Seite von Blick am Abend" width="251" height="300" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/07/IMG_5397-251x300.jpg 251w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/07/IMG_5397.jpg 637w" sizes="auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px" /></a></p>
<p><a href="https://twitter.com/HillaryClinton/status/622150883623763968" target="_blank"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1275 size-medium" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/07/IMG_5398-300x112.jpg" alt="Screenshot Twitter Tweet von Hillary Clinton" width="300" height="112" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/07/IMG_5398-300x112.jpg 300w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2015/07/IMG_5398.jpg 583w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Vielleicht feiern wir in ein paar Jahr alle zusammen &#8211; wie in Albanien.</p>
<p>Wir natürlich auch: <a href="https://www.facebook.com/albaniench/posts/10153068524332825">Gëzuar Ramadanin</a></p>
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		<title>Wiener Philharmoniker: albanische Neujahrs&#173;grüsse</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1207</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 12:34:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Shkëlzen Doli]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Philharmoniker]]></category>
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					<description><![CDATA[Shkëlzen Doli, Zweite Violine im Orchester der Wiener Philharmoniker, übermittelte der Welt einen besonderen Neujahrsgruss: Der in 92 Ländern ausgestrahlte Pausenfilm des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker begann mit einem albanischen Stück, für das der albanische Geiger Doli verantwortlich zeigte. Der Pausenfilm, bei dem acht Musiker der Philharmonie mitwirkten, widmete sich der »Wiener Ringstrasse«, die 2015 ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1207">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Shkëlzen Doli, Zweite Violine im Orchester der Wiener Philharmoniker, übermittelte der Welt einen besonderen Neujahrsgruss: Der in 92 Ländern ausgestrahlte Pausenfilm des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker begann mit einem albanischen Stück, für das der albanische Geiger Doli verantwortlich zeigte.</p>
<p>Der <a href="http://tvthek.orf.at/program/Der-Boulevard-Die-Wiener-Ringstrasse-1865-2015/9026473/Der-Boulevard-Die-Wiener-Ringstrasse-1865-2015/9025264" target="_blank" rel="noopener">Pausenfilm</a>, bei dem acht Musiker der Philharmonie mitwirkten, widmete sich der »Wiener Ringstrasse«, die 2015 ihr 150. Jubiläum feiert. Auf das vierminütige Stück »Albanian Soul« folgten Werke von Mozart, Debussy und Strauss.</p>
<p><span class="embed-youtube" style="text-align:center; display: block;"><iframe loading="lazy" class="youtube-player" width="380" height="214" src="https://www.youtube.com/embed/wt8mm2_NyMA?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent" allowfullscreen="true" style="border:0;" sandbox="allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox"></iframe></span></p>
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		<item>
		<title>»Ein Kosovo-Albaner als Superstar«</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1123</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2014 15:49:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Albaner]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute sind die Spieler derÂ SchweizerÂ  Nationalmannschaft aus Brasilien zurückgekehrt.Â Noch einmal liessen sich Shaqiri und C0. feiern. Zum Abschluss auch hier nochmals ein paar Betrachtungen auf die Wahrnehmung der Albaner in der Schweiz, die sich durch diese WM nochmals deutlich verbessert hat. Der nichtaufgebende Valon Behrami, der sich in seinem Sturmlauf auch durch Stürze nicht bremsen ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1123">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sind die Spieler derÂ SchweizerÂ  Nationalmannschaft aus Brasilien zurückgekehrt.Â Noch einmal liessen sich Shaqiri und C0. feiern. Zum Abschluss auch hier nochmals ein paar Betrachtungen auf die Wahrnehmung der Albaner in der Schweiz, die sich durch diese WM nochmals deutlich verbessert hat.</p>
<p>Der nichtaufgebende Valon Behrami, der sich in seinem Sturmlauf auch durch Stürze nicht bremsen liess, und Xherdan Shaqiri mit einem <span dir="auto">Hattrick machten Eindruck und bleiben in Erinnerung. Die albanischstämmigen Spieler der Nationalmannschaft sind jetzt definitiv Superstars, wie »20 Minuten« vorgestern schrieb. </span></p>
<p><span dir="auto">Die Zeitung schliest daraus: <a href="http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Der-Balkan-wird-ploetzlich-cool--31691907" target="_blank">»Der Balkan wird plötzlich cool.«</a></span></p>
<p><div id="attachment_1125" style="width: 360px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/07/20min_20140701.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1125" class="size-full wp-image-1125" src="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/07/20min_20140701.jpg" alt="20 Minuten: 1. Juli 2014" width="350" height="237" srcset="https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/07/20min_20140701.jpg 350w, https://www.albanien.ch/une/wp-content/uploads/2014/07/20min_20140701-300x203.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /></a><p id="caption-attachment-1125" class="wp-caption-text">20 Minuten: 1. Juli 2014</p></div></p>
<p>Auch wenn der Fussball-Hype sich bald wieder abkühlen wird, geht der von der Zeitung zitierte Integrationsexperte davon aus, dass das Image der Albaner auch nachhaltig davon profitieren wird: »Die Leute realisieren, dass sich nicht nur Shaqiri anstrengt in seinem Beruf, sondern auch viele seiner nicht-bekannten Landsleute.«</p>
<p>Zusammengefasst: Für ein Mal wird nicht nur von den »bösen Albanern« gesprochen – und dieses Mal werden sie auch in Erinnerung bleiben.</p>
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		<title>Die letzten Zeitzeugen: Gastfreundschaft im Zweiten Weltkrieg</title>
		<link>https://www.albanien.ch/une/blog/1086</link>
					<comments>https://www.albanien.ch/une/blog/1086#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lars]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2014 22:30:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Treffen der Kulturen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Basel]]></category>
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		<category><![CDATA[Johanna Neumann]]></category>
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		<category><![CDATA[Zweiter Weltkrieg]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein ganzer Saal hing an den Lippen einer 83-jährigen, etwas gebrechlich wirkenden, sehr kleinen und zierlichen Dame. Die Zuhörer letzten Donnerstag in Basel waren fasziniert von ihrem Bericht: »Es ist jedes Mal eine Freude, wenn ich über Albanien sprechen darf,« erklärte Johanna Neumann in ihrem amerikanisch gefärbten, aber klarem Hamburger Dialekt und übertrug die Freude ... <p class="moree"><a class="btn btn-inverse btn-normal btn-primary " href="https://www.albanien.ch/une/blog/1086">Read more</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ganzer Saal hing an den Lippen einer 83-jährigen, etwas gebrechlich wirkenden, sehr kleinen und zierlichen Dame. Die Zuhörer letzten Donnerstag in Basel waren fasziniert von ihrem Bericht: »Es ist jedes Mal eine Freude, wenn ich über Albanien sprechen darf,« erklärte Johanna Neumann in ihrem amerikanisch gefärbten, aber klarem Hamburger Dialekt und übertrug die Freude sogleich auf die vielen Zuhörenden.</p>
<p>Johanna Neumann berichtete aus ihrem Leben, wie sie als kleines Kind in den 30er Jahren aus Nazi-Deutschland flüchten musste und mit ihren Eltern zufällig in Albanien eine vorübergehende Heimat fand. Von 1939 bis 1945 lebte die jüdische Familie in Albanien, geschützt von Albanern und deren Gastfreundschaft. Sie erzählte vom schwierigen Leben, das insbesondere nach dem Einmarsch der Wehrmacht lebensgefährlich wurde. »Es ist unglaublich zu beschreiben, wie aufopfernd die Albaner waren,« berichtete sie von ihren Gastgebern, die ebenso ihr Leben aufs Spiel setzten und die fremden Gäste mit Unterkunft, Kleidern, Essen und Süssigkeiten versorgten.</p>
<p>»Albanien ist das einzige Land in Europa, das nach dem Krieg mehr Juden hatte als vorher,« sagte Johanna Neumann. Diese Botschaft will auch die <a href="http://www.besa-expo.ch/" target="_blank">Ausstellung »Besa«</a> verbreiten, die zur Zeit in Basel zu sehen ist und im Verlaufe der nächsten Monate durch die Schweiz ziehen wird. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Fotografien vonÂ Norman Gershman: Portraits einzelner Albaner, die Juden beherbergt hatten, sowie kurze Erklärungen von ihnen. Mit einem besonderen Programm für Schulklassen soll besonders auch ein junges Publikum angesprochen werden. Ziel ist aber, allen die kaum bekannte <a href="http://www.albanien.ch/nla/22/art230.html">Geschichte der Rettung der Juden</a> in Albanien bekannt zu machen, von der einzigartigen Gastfreundschaft der Albaner zu berichten, die auf dem Ehrenwort der »Besa« beruht. Der Holocaust sei der Ausdruck einer unglaublichen menschlichen Niedertracht gewesen, führte Johanna Neumann aus, aber gleichzeitig seien die Albaner, die albanische Regierung und Menschen im Land moralisch hoch hinaufgestiegen: »Albanien hat die Moral der Welt gerettet.«</p>
<p>Johanna Neumanns Geschichte hatte berührt. Und die Ausstellung hatte erneut Menschen zusammengebracht, die sonst selten zusammenfinden: Juden und andere interessierte Schweizer sowie Albaner aller Religionen. Allen tat es gut, über diese menschliche Grösse zu hören und zu lesen, die für die Albaner so selbstverständlich ist. Einer der in der Ausstellung Portraitierten hatte zu Protokoll gegeben: »Es gibt keine Ausländer in Albanien, es gibt nur Gäste.« Diese ehrenvolle Offenheit rettete nicht nur vielen Juden das Leben, sie ist auch noch heute in Albanien zu erfahren. In vielen Ländern ist dies aber nicht die Norm – gerade den Albanern widerfährt in der Schweiz viel Abneigung, und sie waren umso erfreuter, mal als wahre Helden ohne Vorbehalte anerkannt zu werden. Johanna Neumann schloss ihren Vortrag mit den Worten: »Wir können den Albanern nicht dankbar genug sein.« Fast wie ein Superstar wurde sie daraufhin an diesem Abend vom Basler Publikum gefeiert. Vor allem die Albaner, die sonst oft von negativen Vorurteilen geplagt werden, zollten ihr Anerkennung für dieses Lob, jeder wollte ein Foto von ihr.</p>
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