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Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Sa, 29. Jun 2013, 17:02
von malenki
Weiß jemand, was es mit dieser Quelle auf sich hat?:
http://binged.it/16GEeDp
Immerhin wurden vom vetzten Dorf bis dorthin 14 km Straße relativ neu asphaltiert (siehe Luftbilder).
Bei Google steht dort als Name "Burimi i Bratit". Wenn man nach diesem Begriff im Netz forscht, bekommt man etliche albanischsprachige Treffer - aber meine Sprachkenntnisse sind gerade drei Wochen jung.
Re: bedeutende Quelle?
Verfasst: Sa, 29. Jun 2013, 19:16
von GjergjD
Die lokale Straße Erind-Çajup, gebaut 2009-2011, endet an einer der Quellen auf der
Hochebene des Lunxheria-Gebirges
"Fusha e Cajupit" (1500 Meter).
Sie ist ein "Geschenk" an die lokalen Bauern und Anwohner in den weiter entfernten Dörfern von Zagori (dorthin reicht der Asphalt noch nicht). Sie soll auch dem Bergtourismus fördern, man denkt an Naturfreunde, Gleitschirmflieger und sogar an Wintersport.
Die Quellen sind für ihr gutes kaltes Wasser bekannt und haben eine Schüttung von 1000 bis 1500 Liter in der Stunde. Die Hochfläche ist auch als Ökosystem für die Zugvögel sehr interessant, es herrscht ein angenehmes Klima und nach Regenperioden bilden sich kleine Seen und Feuchtgebiete. Die Fläche ist ein Naturdenkmal in der Liste des Kreises Gjiorkaster mit vielfältiger Flora und Fauna.
http://newpd.mvardigital.com/uploads/lo ... ajupit.jpg
http://www.youtube.com/watch?v=WmtvEFtxUrU Streckenvideo
http://www.youtube.com/watch?v=NDVTjbWgBDo Rundumblick vom Straßenende
Neben der Straße nach Antigone ist diese Straße das Vorzeigeprojekt des lokalen Straßenbaus der Berisha Ära.
Re: bedeutende Quelle?
Verfasst: So, 30. Jun 2013, 9:42
von malenki
Vielen Dank für die Informationen.
Das zweite Video erinnert mich an den letzten Urlaub in der Gegend. *seufz*
Aber bald bin ich ja wieder dort.

Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Sa, 29. Mär 2014, 14:17
von GjergjD
Auf Anregung von Volker können wir uns in diesem Thread über
"Quellen-Geheimtipps" austauschen. Erwünscht sind allgemeine Angaben, etwa Sprudelstärke, Einschätzung von Sauberkeit und Geschmack usw.
Interessant finde ich auch,welches (einheimische) abgefüllte Mineralwasser ihr in Albanien bevorzugt, wenn keine Quelle in der Nähe ist.
Ausgangspunkt für diese Diskussion war die Frage über die Qualität des Leitungswasser in Tirana, die sehr unterschiedlich eingeschätzt wird.
http://www.albanien.ch/forum/newinst/vi ... 54#p234854
Ich orientiere mich bei Überlandreisen gerne an Einheimischen, die sich Wasser an Quellen zapfen. Habe dabei noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Besonders beliebt bei Reisenden scheinen mir die Quellen bei Tepelena auf dem Weg in den Süden.
Quellen in Richtung Vermosh
Verfasst: So, 30. Mär 2014, 21:22
von volkergrundmann
Habe ich natürlich wieder mal übersehen, dass das Thema eigentlich schon da ist. Um die Sache ein bisschen systematisch zu gestalten, fange ich mal an, auf Hauptrouten meine Quellen-Punkte abzuarbeiten, beginne mit der Straße nach Vermosh. Dort fließt über weite Strecken der Cem parallel zur Straße und die Berge sind beiderseits hoch. Die Quellen weisen aber meines Erachtens nur eine mäßige Dichte auf. Den ersten Eintrag finde ich unmittelbar unterhalb der Serpentinen von Rrapshe bei 42°24'54.05"N, 19°30'39.71"E. Dort wird jetzt die Straße gebaut, die Erfahrung zeigt, dass die Straßenbauer die Quellen verrohrt zum Teil verlegen. Bislang bestand das Quellareal aus einer hohen eckigen Betonumfassung hangseitig, aus der Rohre heraus ragten, die jedoch bei Sommerende kaum noch Wasser gaben. Beständiger waren die nicht verrohrten Austritte an den Seiten (5 l unter einer Minute).
Oberhalb von Selca bis etwa zum Bordolec-Pass ergießen sich beeindruckenden Wasserfälle von den Bergen, allein, im Spätsommer verbleibt davon fast nichts und die Quell-Herkunft war nicht einzusehen. Stabil scheint eine weitere verrohrte Quelle in der Nähe eines Heldendenkmals bei 42°32'8.45"N, 19°40'53.31"E zu schütten, da habe ich noch im August meine Scheiben gewaschen. Ich denke, es waren auch hier 5 l unter einer Minute. Mehr Quellen habe ich auf der Route nicht registriert. Geschmacklich waren beide Stellen nicht auffällig, gutes, eiskaltes Bergwasser.
Re: Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Mi, 09. Apr 2014, 13:51
von volkergrundmann
Na, das Thema scheint doch niemanden vom Hocker zu reißen. Mache noch einen Versuch, wenn dann keiner mitmacht, lasse ich es auch.
Nehme mir mal die Tour Shkodra bis Valbona vor. Bis Puka habe ich nichts registriert. Hinter Puka gibt es eine niedrig mit Beton eingefasste, verrohrte Quelle, die allerdings gegen Sommerende recht schwächelt (5 l wohl mehrere Minuten). Geschmack schien mir nicht sonderlich gut, sie tritt auch aus abgeflachtem Berg, was oft anfällig für erdigen Geschmack macht ( 42° 2'1.65"N, 19°55'57.13"E).
Nach der Gabelung Bairam Curri - Kukes kommen dann aber mehrere recht wohlschmeckende aus dem Hochberg, soweit ich mich erinnere, alle in leichter Betonfassung verrohrt, allerdings mit nur mäßigen bis schwachen Schüttungen (eine bei 42° 6'48.05"N, 20° 6'8.86"E, eine bei 42°11'32.89"N, 20° 7'29.01"E, eine bei 42°14'27.69"N, 20° 3'9.44"E).
Dazwischen laufen in den Innenecken der Kurven regelmäßig kleine Quellbäche ab, deren Ursprungsquelle wohl nicht weit entfernt darüber liegen dürfte. Deren Wasser habe ich verschiedentlich gekostet und für geschmacklich ungewöhnlich gut befunden.
Zwischen BC und Valbona ist dann noch eine bei 42°27'3.29"N, 19°56'52.00"E, verrohrt aus Betonblock, mäßige Schüttung, Geschmack unauffällig.
Hinter Valbona dann die sogenannte Valbona-Quelle, ein stark schüttender, wasserfallähnlicher Abfluss ( 42°25'32.44"N, 19°52'10.66"E), die darüber liegende eigentliche Quelle habe ich nie gesucht, das Wasser gilt als Trinkwasser. Die eigentlichen Valbona-Quellen liegen meines Erachtens in der Wand nach Theth. Der rechte Zweig irgendwo hinter undurchdringlichem Gebüsch, den linken habe ich mal bis zum Ursprung verfolgt (42°24'6.19"N, 19°49'57.29"E), das Wasser trat dort klammheimlich und still unter einem Block hervor. Der Austrittspunkt dürfte starken jahreszeitlichen Veränderungen unterliegen, im Frühsommer liegt er vermutlich deutlich höher.
Re: Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: So, 20. Apr 2014, 0:12
von Lars
vor allem in früheren Jahren war ich recht erstaunt über die "Quellen-Kultur" in Albanien. Auf vielen Überlandstrecen waren die Quellen fixe Rastpunkte – das kenne ich aus Westeuropa nicht. Geheimtipps waren es also nicht. Aber heute sind es oft – leider – nur noch Restaurants nebst der Strasse wie viele andere auch. Wichtige Quellen, oft auch als "Ujë i ftohtë" bezeichnet, waren:
* Ujë i ftohtë zwischen Tepelena und Gjirokastra
* die Quelle von Borsh
* die Quelle in Dhërmi
* die Quellen am Qafë Shtama (Westseite)
* die Quellen in der Këlcyra-Schlucht
Welche habe ich vergessen? Gerade auf abgelegeneren Routen gab es noch ganz viele mehr.
Re: Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Mo, 21. Apr 2014, 18:43
von volkergrundmann
Wenn wir uns jetzt abschließend auf "wichtige" beschränken, dann würde ich hier noch hinzufügen:
- die Quelle kurz unterhalb des Llogara nordseitig wegen ihrer Höhenlage
- die Quelle im Ortszentrum von Piqeras wegen der schönen Umbauung
- Quellen im Shkopet-Tal ebenfalls wegen ihrer Fassungen
- Die Quelle 2 km westlich Librazhd wegen ihrer starken Schüttung und ihres Wohlgeschmacks
- die Quellenanlage von Poshnje vor Berat wegen ihrer Größe und der eindrucksvollen Gestaltung
- wegen der baulichen Anlage sicherlich auch einzubeziehen die Quelle von Leskovik
ja, und vermutlich könnte oder müsste man hier noch etliche mehr einordnen (vom Syri Kalter und dem Wasserfall von Bogova mal ganz abgesehen). Aber offensichtlich hat doch keiner so richtig Lust, hier an einem "Quellen-Kompendium" mitzuarbeiten. Also, lassen wird die Sache damit bewenden.
Kroi i Bardhë (Mirdita)
Verfasst: Mo, 14. Jul 2014, 21:54
von GjergjD
Dieses Thema scheint mir noch viel Potenzial zu besitzen. Wenn es um Quellen mit kurativer Wirkung geht, darf die Quelle Kroi i Bardhë
in Selita / Mirdita nicht unerwähnt bleiben, über die man bisher im Forum noch nichts lesen konnte.
Die Quelle auf 1.350 Meter Höhe (ungefähr bei 41.783979,20.148496) gehört verwaltungstechnisch zur Gemeinde Selita (Kurbnesh) und damit zum Kreis Mirdita. Sie liegt am Hang des Berges Kunora 41.785361,20.18102 (2119 Meter), der in etwa die Grenze zwischen der Mirdita und Dibra markiert, auf der anderen Seite befinden sich die Lura Seen.
Österreichische Soldaten erkannten die
heilende Wirkung der Quelle im ersten Weltkrieg. Das Wasser ist kristallklar und geruchlos und soll helfen bei Problemen mit dem Harnwegen, Niere, Magen, Schilddrüse und Kehlkopf, sowie bei Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Von dem Wunder-Wasser, dessen Temperatur zwischen 4-6 ° C schwankt, versprechen sich noch heute zahlreiche Kranke Linderung ihrer Leiden, es sollen etwa 2000 Besucher im Jahr kommen! Weil die Quelle relativ schwach ist (etwa 20 Liter pro Minute), nehmen die Kurgäste auch Wartezeiten in Kauf. Wichtig ist, dass das Wasser seine Wirkung nur entfalten soll, wenn es direkt aus der Quelle kommt. Es nützt nichts, das Wasser abzufüllen.
Es gibt also Albaner, die die schwierige Anreise auf sich nehmen und bei der Quelle für einige Wochen oder sogar Monate campen und kuren, auch wenn keinerlei Infrastruktur vorhanden ist. So sind auch die Bilder zu erklären, die man in Netz finden kann und die an einen Campingplatz erinnern:
200 Meter oberhalb der Wunderquelle befindet sich eine weitere, die „Schwarze Quelle“. Dieses Wasser weist eine Färbung auf, die Schüttung ist um eine Vielfaches stärker.
https://ssl.panoramio.com/photo/42436142 Baracken der Geologen auf dem Weg zur Quelle
https://ssl.panoramio.com/photo/42436190 Landschaft bei der Quelle
Diese Berglandschaft ist durch die Wälder, Blumenwiesen und die Gipfel Didhje, Kunorë und Valmor besonders reizvoll.
Auch in jüngster Vergangenheit haben sich Wissenschaftler aus Albanien und dem Ausland mit der Quelle beschäftigt, aber den Ausländern ist die Quelle entweder zu schwach oder einfach zu abgelegen, um sich intensiver mit ihr zu befassen.
Das nächstgelegene Unterkunft ist das Hotel in Fushe Lura.
Es gibt sogar eine
Anreise-Beschreibung
Quellen:
http://www.zemrashqiptare.net/news/id_2 ... rinto.html
http://arkivamediatike.com/lajme/artiku ... -shendetit
http://shendeti.com.al/burimet-e-ujerav ... -shqiperi/
http://www.tiranaobserver.al/v1/edhe-tu ... e-kulture/
Kaltes Wasser von Shënepremte
Verfasst: Mi, 23. Jul 2014, 21:28
von GjergjD
Eine weitere herausragende albanische Kurquelle in den Bergen befindet sich in der Gemeinde Lenie (Kreis Gramsh) am Schwarzen See. Koordinate
40.75957,20.435063
Auch hier versammeln sich im Sommer, insbesondere zwischen dem 1. August und dem 15. September die Kurgäste, die keinerlei Infrastruktur vorfinden. Auf der Wiese wird ein wilder Campingplatz errichtet. Ein schlechter Fahrweg (Offroad-Charakter) führt hinauf.
Näheres sieht man auch im Video oder auf zahlreichen Panoramio Bildern...
http://youtu.be/7CbT_nNhZdY?t=2m28s
Auch diese Quelle wurde eingehend untersucht. Die Kranken versprechen sich Linderung von dem radonhaltigen Wasser bei folgenden Leiden: Rheumatismus, Stoffwechselerkrankungen, Arthritis, Muskel-Probleme sowie bei Unfruchtbarkeit.
Es sind offenbar sowohl Trink- als auch Badequellen mit unterschiedlichen Temperaturen vorhanden.
Quelle: facebook
Vorgeschlagener Wanderweg:
http://de.wikiloc.com/wikiloc/view.do?id=4262046
Re: Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Do, 24. Jul 2014, 18:39
von malenki
Danke auch für diese Quelle, vielleicht komme ich dieses Jahr dort vorbei.
(Ich hatte mich schon gewundert, was das für ein Lager auf den Bing-Luftbildern ist – meine Vermutung waren Baumfäller.)
Re: Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Fr, 25. Jul 2014, 20:50
von GjergjD
Ja das wäre bestimmt ein schönes Ziel.
Heute fand ich noch einen Hinweis auf eine Bar & Restaurant "Liqeni i Zi" oben am See.
Vermutlich also der erste Versuch eines Dorfbewohners, von den Besuchern der Quelle zu profitieren. Die Angabe stammt aus dem
Albanian green line: tourist guide (Ausgabe 2011).
Bysheku (Elbasan)
Verfasst: Sa, 02. Aug 2014, 13:27
von GjergjD
Bysheku mit seinem alten Baumbestand ist schon seit dem Sozialismus eines der populärsten Naherholungsgebiete von Elbasan. Dieses Fleckchen liegt südlich des Shkumbin vor dem Dorf Shushica auf der Koordinate 41.100537,20.124806
Hier gibt es eine
Karstquelle mit einer Schüttung von 70 Litern in der Sekunde. Leider erreicht man diese Perle der Natur nur auf einer holprigen Straße und die Anlagen sind nicht immer sauber.
http://youtu.be/eategHFxEgk
http://youtu.be/di9RPR2fMN4
Syri i Kalter (Blaues Auge)
Verfasst: Fr, 13. Feb 2015, 22:42
von GjergjD
Die Anlage rund um die bekannte Karstquelle Syri i Kalter ist nach dem Winter in schlechtem Zustand.
Der Baumbestand der alten Platanen ist durch einen Pilzbefall (Massaria-Krankheit) stark angegriffen und Besucher könnten durch herabfallende Äste zu Schaden kommen. In den letzten Wochen sind 15 Bäume umgefallen, 56 sind erkrankt.
Die Quelle Syri i Kalter besuchen in der Reisezeit zwischen März und Oktober im Durchschnitt 1.000 Touristen täglich.
Schlimme Aussichten für die ortsbildprägenden Platanen der albanischen Dörfer. Die Rrapi sterben!
http://youtu.be/-XljZWtPuw4
Burimi Shutrria (Shutrreja)
Verfasst: So, 22. Mär 2015, 15:54
von GjergjD
Die
Gemeinde Rukaj in Mat ist bekannt für ihren Wasserreichtum. Erwähnenswert aus touristischer Sicht ist der unterirdische Fluss mit starker Strömung, der auf der Koordindate 41.697686,20.01144 zu tage tritt. Dies ist eine der stärksten Karstquellen Albaniens, aber touristisch noch vollkommen unbekannt.
Durch die neue Straße von Rreshen nach Burrel, die einige km in der Nähe verläuft, kann das
Dorf Bruç (Gemendezentrum der Komuna Rukaj 41.695691,20.009692, Gesundheitszentrum mit Arzt, Postamt) relativ einfach erreicht werden. Wenige Meter nördlich findet man die "Quelle", sie ist besonders klar und kalt und kündigt sich durch starkes Rauschen an.
Seit 90 Jahren führt von hier eine Wasserleitung nach Burrel. In den 80'er Jahren wurden im Umfeld Bewässerungskanäle für die Landwirtschaft angelegt. Auch ein E-Werk und zahlreiche Fischteiche in der Nähe findet man.
Die Quelle auf knapp 200 Meter Höhe steht auf der Naturdenkmalliste.
Ora News brachte heute einen Beitrag vom Ort und ein Interview mit dem Bürgermeister:
https://youtu.be/JcenJMLElc0
noch besser erkennt man die Kraft der Quelle hier
https://youtu.be/P0oojcYrc0w
Burimi Shutrria (Shutrreja)
Verfasst: Fr, 03. Jul 2015, 21:00
von GjergjD
Bruç in Mat mit seiner starken Karstquelle habe ich jetzt auch besucht. Die Schotterstraße ins Dorf ist problemlos auch für normale PKW befahrbar. Leider ist die Quelle wie schon in den Videos zu erkennen, mit Beton überbaut. Ein Besuch ist daher aus meiner Sicht nur bedingt empfehlenswert.
Lajthiza (Kreis Puka)
Verfasst: Fr, 03. Jul 2015, 21:19
von GjergjD
Besuch beim Mineralbrunnen "Lajthiza" am Pass Qafa Malit und Qafa Molles zwischen Puka und Kukes (SH5).
Koordinate: 42.088770, 20.146085
https://goo.gl/maps/Q83pM
https://youtu.be/UoQJe51Pt7I
Re: Die besten Quellen in Albanien
Verfasst: Fr, 03. Jul 2015, 21:27
von volkergrundmann
Von unten bekommt man aber doch noch einen Eindruck von der Mächtigkeit der Quelle.
Ja, und im Dorf hängt der Plan des Bauvorhabens, die ganze Quelle in ein riesiges Wasser-Energie-Projekt einzubeziehen. Da wird man dann wohl gar nichts mehr sehen. Daher wie immer in solchen Fällen: Sehn'se Venedig, bevor es unter geht...
Re: Syri i Kalter (Blaues Auge)
Verfasst: Do, 16. Jul 2015, 21:38
von GjergjD
GjergjD hat geschrieben:Die Anlage rund um die bekannte Karstquelle Syri i Kalter ist nach dem Winter in schlechtem Zustand.
Der Baumbestand der alten Platanen ist durch einen Pilzbefall (Massaria-Krankheit) stark angegriffen und Besucher könnten durch herabfallende Äste zu Schaden kommen. In den letzten Wochen sind 15 Bäume umgefallen, 56 sind erkrankt.
Die Quelle Syri i Kalter besuchen in der Reisezeit zwischen März und Oktober im Durchschnitt 1.000 Touristen täglich.
Schlimme Aussichten für die ortsbildprägenden Platanen der albanischen Dörfer. Die Rrapi sterben!
Am bekannten Naturdenkmal Syri i Kalter tut sich was, die Straße wurde verbreitert und planiert, Parkplätze gebaut, die Anlage von Abfällen gereinigt. Der Umweltminister sagt, das war nur eine kleine Investition, aber notwendig für die Konsolidierung des Naturerbes in der Region
https://youtu.be/izGo4_dOnUI
https://youtu.be/pbCF5_wipmI
Kroi i Bardhë (Mirdita)
Verfasst: Di, 11. Aug 2015, 7:55
von GjergjD
GjergjD hat geschrieben:
Die Quelle auf 1.350 Meter Höhe (ungefähr bei 41.783979,20.148496) gehört verwaltungstechnisch zur Gemeinde Selita (Kurbnesh) und damit zum Kreis Mirdita. Österreichische Soldaten erkannten die heilende Wirkung der Quelle im ersten Weltkrieg. Das Wasser ist kristallklar und geruchlos und soll helfen bei Problemen mit dem Harnwegen, Niere, Magen, Schilddrüse und Kehlkopf, sowie bei Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen. Von dem Wunder-Wasser, dessen Temperatur zwischen 4-6 ° C schwankt, versprechen sich noch heute zahlreiche Kranke Linderung ihrer Leiden, es sollen etwa 2000 Besucher im Jahr kommen! Weil die Quelle relativ schwach ist (etwa 20 Liter pro Minute), nehmen die Kurgäste auch Wartezeiten in Kauf. Wichtig ist, dass das Wasser seine Wirkung nur entfalten soll, wenn es direkt aus der Quelle kommt. Es nützt nichts, das Wasser abzufüllen.
Es gibt also Albaner, die die schwierige Anreise auf sich nehmen und bei der Quelle für einige Wochen oder sogar Monate campen und kuren, auch wenn keinerlei Infrastruktur vorhanden ist...
Wir dürfen uns
bald auf eine Reportage zur Wunderquelle Kroi i Bardhë aus der Reihe
Shqiperia Tjeter von Marin Mema freuen. Die Dreharbeiten sind gelaufen. Inzwischen wurden ein paar einfache Hütten gebaut und ein Generator liefert Strom. Macht weiterhin einen extrem improvisierten Eindruck.
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