Seite 1 von 2

Glaube nicht, denke!

Verfasst: Mi, 25. Jun 2008, 23:15
von shaker
Liebes sechsmilliardstes Menschenkind, da du das jüngste Mitglied einer Spezies bist, die für ihren Wissensdurst berüchtigt ist, wird es wahrscheinlich nicht allzu lange dauern, bis du beginnst, die beiden Hunderttausend-Dollar-Preisfragen zu stellen, mit denen wir anderen 5 999 999 999 uns schon eine Zeit lang herumgeschlagen haben: Wie sind wir hierher gekommen? Und nachdem wir nun hier sind, wie sollen wir leben? Merkwürdigerweise - als ob sechs Milliarden von uns nicht genug wären, um einfach so weiterzumachen - wird man dir ziemlich sicher nahe legen, dass die Antwort auf die Frage nach deiner Herkunft von dir verlangt, an eine höhere, unsichtbare, unaussprechliche Existenz «irgendwo da oben» zu glauben, an einen allmächtigen Schöpfer, den wir armen, begrenzten Geschöpfe nicht einmal wahrnehmen, geschweige denn verstehen können. Das heisst, du wirst nachdrücklich dazu ermutigt, dir einen Himmel mit wenigstens einem dort residierenden Gott vorzustellen. Dieser Himmelsgott, so heisst es, hat das Universum erschaffen, indem er die Materie in einem riesigen Topf umrührte. Oder indem er tanzte. Oder indem er die Schöpfung aus sich herausspie. Oder indem er sie einfach ins Leben rief - und siehe, es war. In einigen der interessanteren Schöpfungsgeschichten teilt sich dieser eine, mächtige Himmelsgott in eine Reihe geringerer Kräfte auf - in Untergötter, Inkarnationen, in gewaltige, sich wandelnde Ahnen, deren Abenteuer die Landschaft formten. Oder in die launischen, ausschweifenden, sich einmischenden, grausamen Götter der grossen polytheistischen Religionen, deren wildes Treiben dich davon überzeugen wird, dass der wahre Antrieb des Schöpfens Gier war, Gier nach unendlicher Macht, nach allzu leicht zerstörbaren Menschenleibern, nach einem Glorienschein. Gerechterweise muss hinzugefügt werden, dass es auch Mythen gibt, die uns zeigen, dass die elementare schöpferische Triebkraft die Liebe war und ist. Viele dieser Erzählungen werden dir überaus schön und daher verlockend erscheinen. Allerdings erwartet man von dir leider keine rein literarische Reaktion auf sie. Nur die Geschichten der «toten» Religionen dürfen für ihre Schönheit geschätzt werden. Lebende Religionen verlangen viel mehr von dir. Daher wird man dich darauf hinweisen, dass der Glaube an «deine» Erzählungen und das Befolgen der Anbetungsrituale, die sich um sie herum entwickelt haben, wesentliche Bestandteile deines Lebens in dieser überfüllten Welt werden müssen. Man wird diesen Glauben und diesen Gehorsam das Herz deiner Kultur, ja sogar deiner ureigenen Identität nennen. An einem gewissen Punkt werden diese Rituale dir möglicherweise unentrinnbar erscheinen, und zwar nicht in der Weise, wie die Wahrheit unentrinnbar ist, sondern so, wie es ein Gefängnis ist. Sie werden an einem gewissen Punkt nicht mehr als Texte erkennbar sein, in denen die Menschen versucht haben, ein grosses Geheimnis zu lüften, sondern stattdessen nur noch ein Vorwand von anderen durch und durch gesalbten Menschen sein, dich herumzukommandieren. Tatsächlich ist die menschliche Geschichte voller öffentlicher Unterdrückung, die von den Wagenlenkern der Götter sorgfältig ausgearbeitet wurde. Religiöse Leute glauben jedoch, dass der persönliche Trost, den die Religion spendet, das Böse, das in ihrem Namen angerichtet wurde, bei weitem aufwiegt. Mit dem wachsenden menschlichen Wissen ist auch klar geworden, dass jede religiöse Geschichte, die jemals über unsere Herkunft erzählt wurde, vollkommen falsch ist. Darin sind sich am Ende alle Religionen gleich. Und das haben sie nicht richtig verstanden. Es gab kein himmlisches Topfrühren, keinen Schöpfungstanz, kein Ausspeien von Galaxien, es gab keine Schlangen- oder Känguru-Ahnen, keine Walhalla und keinen Olymp, keine sechs Tage dauernden Zauberkunststücke, gefolgt von einem Ruhetag. Alles falsch. Etwas aber ist wirklich sonderbar. Die Irrtümer der heiligen Geschichten haben den Eifer der Frommen nicht im Geringsten verringert. Wenn diese schiere, aus dem Tritt geratene Einfältigkeit der Religion zu irgendetwas geführt hat, dann dazu, dass die Frommen nur noch plärrender auf der Wichtigkeit des blinden Glaubensgehorsams beharren. Nebenbei bemerkt: Als Folge dieses Glaubens hat es sich in vielen Regionen der Erde als unmöglich herausgestellt, die Mehrzahl der menschlichen Spezies davon abzuhalten, sich in alarmierender Weise zu vermehren. Den übervölkerten Planeten kannst du zumindest teilweise der Irregeführtheit der geistlichen Führer der menschlichen Spezies anlasten. Du selbst wirst dich wohl noch zu Lebzeiten persönlich von der Ankunft des neunmilliardsten Erdenbürgers überzeugen können. Wenn du aus Indien kommst (und die Chancen stehen eins zu sechs), wirst du noch erleben, wie die indische Bevölkerung auf Grund fehlender Familienplanungsprojekte in diesem armen, gottbeherrschten Land die chinesische Bevölkerung zahlenmässig übersteigt. (Wenn zum Teil infolge religiöser Kritik an Massnahmen der Geburtenkontrolle zu viele Menschen geboren werden, dann sterben gleichzeitig auch zu viele Leute, weil die religiöse Kultur - auf Grund ihrer Weigerung, die Tatsache der menschlichen Sexualität anzuerkennen - es ablehnt, gegen die Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten zu kämpfen.) Es wird behauptet, dass die grossen Kriege des kommenden Jahrhunderts ähnlich wie im Mittelalter noch einmal Religionskriege, Dschihads und Kreuzzüge sein werden. Ich glaube das nicht, jedenfalls nicht so, wie es gemeint ist. Schau dir die muslimische Welt an, oder richtiger: die islamistische Welt, um jenes Wort zu benutzen, das für den gegenwärtigen politischen Arm des Islam geprägt wurde. Die Uneinigkeit unter ihren Grossmächten (Afghanistan gegen den Iran gegen den Irak gegen Saudiarabien gegen Syrien gegen Ägypten) wird dir deutlich ins Auge fallen. Es gibt nur sehr wenig, was einem gemeinsamen Ziel gleicht. Selbst als die nicht islamische Nato auf Seiten der muslimischen Kosovo-Albaner einen Krieg führte, wurden dringend benötigte Hilfsgüter von der muslimischen Welt nur zögerlich zur Verfügung gestellt. Die wahren Religionskriege sind jene Kriege, die Religionen innerhalb ihres Einflussbereichs gegen gewöhnliche Bürger entfesseln. Es sind die Kriege der Frommen gegen die grösstenteils Wehrlosen - amerikanische Fundamentalisten gegen Ärzte, die die Abtreibung befürworten, iranische Mullahs gegen die einheimische jüdische Minderheit, hinduistische Fundamentalisten in Bombay gegen die immer verängstigteren Muslime der Stadt. Die Sieger in diesem Krieg dürfen nicht die Engstirnigen sein, die wie immer mit Gott an ihrer Seite in die Schlacht ziehen. Den Unglauben zu wählen bedeutet, den Verstand der Doktrin vorzuziehen, bedeutet, unserer Menschlichkeit zu vertrauen anstatt all diesen gefährlichen Gottheiten. Wie sind wir also hierher gekommen? Suche nicht in Märchenbüchern nach der Antwort! Das unvollkommene menschliche Wissen mag eine holprige Strasse voller Schlaglöcher sein, aber es ist der einzige Weg zur Weisheit, den zu nehmen sich lohnt. Vergil, der daran glaubte, dass der Bienenzüchter Aristäus aus dem verfaulten Kadaver einer Kuh ganz zwanglos neue Bienen erzeugen konnte, war der Wahrheit über den Ursprung damit näher gekommen als all die verehrten alten Bücher. Die antiken Weisheiten sind moderner Unsinn. Lebe in deiner Zeit, nutze, was wir wissen, und so, wie du dich entwickelst, so wird die menschliche Spezies vielleicht endlich zusammen mit dir erwachsen werden und kindische Gewohnheiten ablegen. Wie heisst es im John-Lennon-Song? Es ist nicht so schwer, du musst es nur versuchen (It's easy if you try). Was nun die Sterblichkeit anbelangt, so kommt die Antwort auf die zweite grosse Frage - Wie sollen wir leben? Wie handeln wir richtig, und was ist falsch? - auf deine Bereitwilligkeit an, für dich selbst zu denken. Nur du kannst entscheiden, ob das Gesetz von Geistlichen überliefert werden soll und ob du akzeptierst, dass Gut und Böse ausserhalb unserer selbst sind. Meines Erachtens bevormundet die Religion, selbst in ihrer aufgeklärtesten Form, ganz wesentlich unsere eigene geistige Individualität, indem sie unfehlbare geistige Schiedsrichter und unrettbar verlorene, unzüchtige Versucher über uns stellte; die ewig währenden Eltern, Gut und Böse, Licht und Schatten des übernatürlichen Reiches. Wie also können wir ohne einen Richter oder göttliches Regelwerk moralische Entscheidungen treffen? Ist der Unglaube nur der erste Schritt auf dem langen Weg in den Hirntod eines kulturellen Relativismus, auf dessen Grundlage viele unerträgliche Dinge - die weibliche Beschneidung ist nur ein Beispiel - entschuldigt und damit zugleich der Universalismus der Menschenrechte negiert werden können? (Dieses letzte Stück moralischer Vernichtung hat Verfechter in einigen der autoritärsten Regimes der Welt und skandalöserweise auch auf den Sonderberichtseiten des «Daily Telegraph».) Nun, das ist er nicht, aber die Gründe dafür sind nicht klar zu umreissen. Nur die Ideologie der Hardliner ist klar umrissen. Die Freiheit, jenes Wort, das ich für den weltlich-ethischen Standpunkt verwende, ist auf unausweichliche Weise unklarer und diffuser. ja, die Freiheit ist jener Raum, in dem Widerspruch herrschen kann, sie ist eine nicht endende Auseinandersetzung. Sie ist nicht als solches die Antwort auf die Ethik, aber das Gespräch über diese Frage. Und sie ist weit mehr als blosser Relativismus, weil sie nicht nur ein nicht endendes Diskussionsforum ist, sondern ein Ort, an dem Entscheidungen getroffen, Werte bestimmt und verteidigt werden. In der europäischen Geschichte bedeutete intellektuelle Freiheit im Wesentlichen Freiheit von der Unterdrückung durch die Kirche, nicht von derjenigen des Staates. Voltaire hat diese Schlacht geschlagen, und jeder Einzelne von uns sechs Milliarden kann das auch für sich selbst tun. Das ist die Revolution, zu der jeder von uns seinen kleinen, sechsmilliardsten Teil beiträgt: Wir können uns ein für alle Mal weigern, die Priester und die religiösen Erzählungen, in deren Auftrag sie zu sprechen behaupten, zu Polizisten unserer Freiheit und unseres Verhaltens zu machen. Wir können ein für alle Mal die Geschichten zurück in die Bücher stecken, die Bücher zurück in die Regale stellen und die Welt undogmatisch und offen sehen. Stell dir vor, es gibt keinen Himmel, mein liebes sechsmilliardstes Menschenkind, und plötzlich ist der sichtbare Himmel die Grenze.

Verfasst: Mi, 25. Jun 2008, 23:51
von Estra
Stell dir vor wie traurig das wär!
Glaub, Liebe, Hoffnung, diese drei gehören zusammen und wer diese drei nicht kennt oder sich bewusst dagegen wehrt, der hat mein ganzes Mitleid.
Was ist der Mensch ohne Hoffnung? Verloren auf der ganzen Linie, was ist der Mensch ohne Liebe? Einsam und allein. Was ist der Mensch ohne Glaube? Ohne jegliche Zielsetzung.

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 8:12
von shaker
sorry du hast nichts vom text verstanden...

diese drei sachen werden nirgends kritisiert oder in frage gestellt..

man braucht als mensch nicht zwangsläufig einen glauben sondern eher eine gesunde einstellung zum leben...

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 8:34
von shaker
ich seh gerade dass dein kommentar eigentlich nur rein auf den letzte satz bezogen ist

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 11:09
von Denisa*
Für mich bringt der glaube Disziplin und Erziehung mit aber mein leben wird da durch nicht leichter ! Ich glaube an was und das ist :das leben und die natur !

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 11:48
von Estra
shaker hat geschrieben:ich seh gerade dass dein kommentar eigentlich nur rein auf den letzte satz bezogen ist
Nein auf den ganzen Text. Für mich gehört zum Glauben auch Liebe und Hoffnung und Menschen die wirklich glauben sind nich so wie du oben beschrieben hast, sondern das sind Schwatzer und Machtbesessene, was absolut nichts mit Religion zu tun hat.
Kann sein das ich deinen Text nicht so verstanden habe, wie du es gemeint hast, aber für mich kam er so rüber.

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 11:55
von FaLLinG
Vielleicht sollte man den Verfasser dieses Briefes auch erwähnen: Salman Rushdie, aus dem Buch «Jeden Tag beginnt die Welt aufs Neue. Briefe an das sechsmilliardste Menschenkind.»

;)

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 13:06
von shaker
FaLLinG hat geschrieben:Vielleicht sollte man den Verfasser dieses Briefes auch erwähnen: Salman Rushdie, aus dem Buch «Jeden Tag beginnt die Welt aufs Neue. Briefe an das sechsmilliardste Menschenkind.»

;)
hab bewusst nicht geschrieben von wem es ist weil ich auf die reaktionen gespannt war...

so ist die chance dass es gelesen wird vielleicht höher :-)

hat mich gewundert wie es die user interpretieren und sehen, bin davon ausgegangen dass die meisten sowiso gleich wissen dass der text nicht von mir ist und vielleicht wie in deinem fall auch schon kennen!

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 13:35
von Estra
Egal ob von Rushdie oder Shaker, der Text kommt für mich immer noch so rüber. In dem Text werden so ziemlich alle ein bisschen angeklagt und die Aussicht darauf, dass lange nicht alle so sind und denken wird einem verwehrt und es wird auch kein Ansatz gegeben auf Hoffnung, dass es nicht immer so sein muss. Sehr frustriert und allen anderen die Schuld gebend, so seh ich den Text.

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 14:00
von Denisa*
Ich wusste zwar nicht wer das geschrieben hat , aber ich könnte merken das es kopiert und eingefügt ist , da waren nämlich keine Tippfehler. :D

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 14:22
von shaker
dass ich sonst immer nur alles klein schreibe ist nach 350 beiträgen auch noch niemandem aufgefallen :-)

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 14:50
von Gjilan
Dazu sage ich nur eins; Sein oder nicht sein..... Das Denken, funktioniert über das Empfinden und Glauben :wink:


Gruss Gjilan

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 15:05
von Toni_KS
Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst!

musste einfach auch mal gesagt werden.... 8) :lol:

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 15:13
von Gjilan
Toni_KS hat geschrieben:Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst!
Toll, danke !!! Jetzt hab ich einen Stau im Kopf !!!!

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 15:14
von egnatia
Gjilan hat geschrieben:
Toni_KS hat geschrieben:Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst!
Toll, danke !!! Jetzt hab ich einen Stau im Kopf !!!!

:lol: :D

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 15:27
von amina
Gjilan hat geschrieben:
Toni_KS hat geschrieben:Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst!
Toll, danke !!! Jetzt hab ich einen Stau im Kopf !!!!

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
:mrgreen: :mrgreen:

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 15:53
von Denisa*
Toni_KS hat geschrieben:Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst!
:lol: Der Spruch des tages :lol:

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 15:56
von lolita
Denisa* hat geschrieben:
Toni_KS hat geschrieben:Wenn du denkst du denkst dann denkst du nur du denkst!
:lol: Der Spruch des tages :lol:
du sagst es Denisa*! :mrgreen: :lol: :lol: :lol:

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 20:29
von Shqipetare
Einer von den Texten, der aufzeigt, dass der Religion(besthend aus 2 Hauptfunktionen) die Beine amputiert wurden.Eine dieser beiden Beine(Funktionen) ist die Naturerklärung!Worum es hier ja eigentlich geht!!!

Natülich ist für die meisten heut zu Tage die Schöpfungsgeschichte/theorie lächerlich,da die Evolutionstheorie um einiges plausibler erscheint.

Jedoch besteht die Religion aus viel mehr als aus der Schöpfungstheorie! Man könnte 10000000000000 Dinge an der Religion kritisieren, aber in Wirklichkeit kritisiert man oft die Menschen, die diese für ihre schmutzigen Geschäfte missbraucht haben.

Ein Mensch sollte sein eigenes Denken, seine eigenen Überzeugungen, seine eingenen moralischen Prinzipen, Weltanschauun etc haben, jedoch wenn diese mit denen der eingen Religion übersteinstimmen ist es doch gut. Bevor ein Mensch sich all diese Dinge im Leben selbst aufbaut(wegen dem Alter beispielsweise), kann die Religion eine Hilfe bzw. eine Stütze sein.Denn ich denke folgendes: Etweder du kennst dich mit deiner Religion gut aus, und magst sie und lebst sie einigermaßen gut aus oder du tust dies eben nicht. Aber leider beschäftigt sich heut zu Tage nur ein kleiner Teil der Menschen wirklich eindringlich mit der eingen Religion. Und wer sich mit ihr nicht auskennt, sollte auch nicht über sie urteilen!

Und die Ursprünge des Krieges liegen keinesfalls in der Religion,aber leider wissen das die wenigsten und urteilen vorschnell :!: Ich kritisiere hier nicht das Unwissen, sonder das Desinteresse zu diesem zu gelangen!!


Klar, dass man nichts blind glauben soll.Man muss sich seines eigenen Verstandes bedienen.

LG
Shqipetare

Verfasst: Do, 26. Jun 2008, 20:32
von Viktor
Ich glaube er meint, dass die Religion die Entwicklung des Individualismus stört,weil es gut und böse unterscheidet und nur einen Weg versteht ,zeigt, somit irgendwie faschistoid diktiert und denn menschlichen Verstand einschränkt, gut und böse gibt es nicht, und allein diese Tatsache widerspricht sich zum "Glauben", ich glaube es ist der Wunschglaubte, sein Wunschglaube, dass es mehr gibt, ich teile seine Meinung darüber, dass Religion eher Grenzen setzt, wobei ich vielleicht auch zugeben muss dass er halt aus einem indi-arabisch islamischen Standpunkt spricht und in dieser Gesellschaft der Glaube tiefer sitzt.Einer anderen Realität, die wir auch mal kannten, jedoch bei uns dass mit der Aufklärung Einzug gehalten hat und durch die Industrialisierung der ganze Informationsfluss ausgeweitet wurde.

Seine Definition von gut und böse verstehe ich mit der typischen Geschichte eines bösen ungeheuer, der im Grunde aber nur eine Nadel am Zäh hatte, was erklärt dass beim näheren betrachten die Sache ganz anders aussieht,das alles einen natürlichen Ursprung hat.

Sein glaube ist das menschliche Individuum, lebe und sei wie du bist, du willst essen,du willst eine gute Arbeit, du willst Familie Freunde , du willst glücklich leben, also lebe, du willst nicht das man dich schlägt also schlage nicht, weil es weh tut, also wie kann es richtig sein nur weil es ein Buch erzählt???

Wie können wir im Grunde etwas falsches sehen und tun, aber uns für gut einreden, nur weil es ein Buch oder eine Mythen besagt?

Für die meisten etwas unverständlich weil "wir" es nicht so gut kennen.

Meiner Meinung nach ist die Lösung die Bildung, besser gesagt der Informationsfluss, heute müssen wir nicht zur nächsten Bibliothek laufen um etwas zu lesen.

Wenn wir aus unserer Realität ein Vergleich ziehen würden, dann ist dass mit Serbien und dem kirchlichem national-chauvinismus, wie Mythen Menschen zu unglaublich bösen Dingen verleiten...nur aus Mythen und Erzählungen. ist doch auch krank.



Fazit: Die AUfklärung aus WestEuropa, vertbreitet sich zuerst an den umliegenden Regionen wie auch dem BAlkan, Naim Frasheri, grich. Revolution, und heute natürlich auch in der indi-arab-islamischer Welt.

Im übrigen, nicht alle Staaten auf dem Balkan haben die Aufklärung durchgemacht. Also ein "trost" für die Länder wie Afghanistan.