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Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 10:42
von liberte
den letzten satz unterschreibe ich so wie er da steht shonya...gott sei dank ist dem so, denn ich war wirklich ein enfant terrible....man oh man...ich hab schon aus prinzip nein gesagt...es war ne schreckliche zeit für mich!

was das binationale angeht, so glaub ich auch, daß man noch mal gucken muss wie daheim das binationale gelebt wird. ist es ausgewogen, wird eine kultur bevorzugt, wie leben die binationalen kinder im umfeld.

hier in berlin wird es mit sicherheit hart für meine jungs. sie haben schon jetzt teilweise schwierigkeiten mit den andersartigen kindern, will mir gar nicht vorstellen wie das in der pubertät wird...

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 10:48
von Shonya
Sagt meine Mama auch...sie sagt zu mir: "Du bist mein schwierigster Charakter", aber ich bin an Dir gewachsen" :lol:
Ja, natürlich sind die Menschen unterschiedlich und deshalb werden sie auch mit gleichem Erziehungsstil nie einheitliche Menschen.
Bei uns ist es so, dass wir 4 alle sehr unterschiedlich sind...unsere Werte sind aber sehr ähnlich.

Und Estra: mach Dir gar nichts draus, wenn Sohnemann grad kompliziert ist. Und selbst wenn er jetzt schlimme Sachen macht...Du wirst ihm die richtigen Werte mitgegeben haben und in ein paar Jahre ist alles viel leichter für ihn.
Mir hat man auch die schlimmsten Prognosen gegeben (Lehrer, Nachbarn und irgendwelche Leute, die eh alles besser wissen). Und heute? Heute dürfen sieihre Zunge schlucken, weil sie Unrecht hatten :wink:

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 10:55
von Shonya
@Liberte
Eigentlich egal, wie es gelebt wird. Die Menschen (nicht Familie) erzählen einem, man müsste sich entscheiden, was man sein will. Du bist überall Ausländer und willst einfach erstmal Zugehörigkeit. In meiner Schule ab Klasse 5. waren alle Deutschen doof und uncool (wir hatten nur 4 Deutsche und die hatten es verdammt schwer) und da ist es echt schwer sich hinzustellen und diesen Teil von sich anzuerkennen und zu verteidigen.
Später kommts dann idealerweise so, dass man seine Binationalität als Vorteil sieht und sich als Mensch und nicht als Rasse sieht. Ich finde meine "Mischung" heute super und stehe zu jedem Teil von mir :D

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 11:04
von Lula
Shonya, das ist toll :).
Identitätsfindung ist halt schwer, auch für nicht-binationale, ich erinner mich auch nicht gerne an meine Zeit als enfant terrible zurück ;).
Aber ich glaube, wir werden hier keinen wirkichlen Konsenz finden, streiten sich doch heute noch Biologen und Pädagogen um den 30:70 Prozentsatz, Genetik-Erziehung. Wer was behauptet, liegt ja auf der Hand. Ich schwanke übrigens immer wieder ;).
Dennoch interessante Diskussion :)

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 19:21
von Mystery
Das Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" wurde mir von meiner Schwester empfohlen, hab es bisher nicht gelesen, weil unsere Mutter nicht fertig wird mit dem Buch... aber ehrlich gesagt, ich glaube NICHT, dass man alles aus Büchern lernen kann, Erziehung ist auch Gefühlssache. Ich hoffe auch, dass unsere Kinder starke Persönlichkeiten werden u. ich muss zugeben, ich hab oft viel Stress mit meinem Partner, wir sind nicht immer einer Meinung, aber nach wie vor bin ich der Meinung: unsere Süsse (bald Süssen) profitiert auch von ihm!

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 19:22
von Lula
Wann ist es denn soweit Mystery?

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 19:23
von Mystery
@lula: noch 6 wochen.

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 19:24
von Lula
Oh wow, Endspurt :).

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 19:33
von Shonya
Mystery hat geschrieben:@lula: noch 6 wochen.
Mensch Mystery...ich wünsche Dir eine leichte Geburt und übrigens freut es mich sehr, dass Du momentan in einer recht guten Verafassung scheinst. Behalt es bei :)

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 20:08
von Lula
Schließe mich an, allet Jute

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 21:27
von liberte
jau, auch von mir mystery - toi toi toi! das zweite ist 1000 mal leichter als das erste...denk da immer dran;-)
und in unserer partneschaft gibt es selten größere konfikte - aber wenn, dann geht es immer um kindererziehung! ist normal, denke ich!
(ich lese auch keine erziehungsratgeer (mehr), weil ich glaube, daß das mehr schadet als gut tut)

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 22:08
von Lilli
mystery, ich schließ mich an, auch alles gute!

Verfasst: Sa, 22. Jan 2011, 22:20
von Estra
Mistery, schliess mich auch noch an, wünsche dir der Kleinen und euch als Familie alles Gute !

@shonya, danke werde mich an deine Mama halten und versuchen daran zu wachsen, :wink:

Verfasst: So, 23. Jan 2011, 1:09
von Vitia
kleshtrimania hat geschrieben:
Vitia hat geschrieben:das kinder auf die schiefe bahn geraten hat oft nichjt mit der erziehung de rkinder sondern eher mit dem freundeskreis zutun;)
Das stimmt leider nicht. Der "schlechte" Freundeskreis hat fast immer mit der Erziehung zu tun


in dem meisten fällen vlt schon aber häufig leider auch nicht... musste letztes jahr jeden tag mit dem zug in eine andere stadt fahren, auf jeden fall sah ich da nachbarskinder an der haltestelle rumhängen bis sie wussten dass die eltern weg sind, dann sindse wieder zurück nach hause und weitergepennt :D




auf viele kinder bzw. jungendliche übt der freundeskreis ne menge über die person aus, ungewollt oder nicht.... manche isnd halt leicht zu beeinflussen

Verfasst: So, 23. Jan 2011, 20:05
von daylight
@Mystery

wenn du dich mit demBild gut hälst -

sollte es keine probleme geben !



ich wünsch dir auch alles gute.

gruß
Daylight

Verfasst: So, 23. Jan 2011, 20:29
von Lilli
@ vitia: du willst es nicht verstehen, oder?! die auswahl des freundeskreises hängt mit der erziehung zusammen!! z.B.ob man sich "schlechten" freunden zuwendet oder eher nicht oder ob man sich leicht beeinflussen lässt oder eher nicht usw. die eltern sind nicht zwangsläufig SCHULD in dem sinn, aber oft hängt es einfach damit zusammen. manchmal ist die situation einfach ungünstig und keiner kann was dafür, aber trotzdem spielt die prägung durch das elternhaus eine große rolle.

Verfasst: Mo, 24. Jan 2011, 19:53
von Mystery
@all: danke für die glückwünsche!!!

Verfasst: Di, 25. Jan 2011, 21:11
von Lumara
Ich glaube kaum, dass die zukünftige Jugend noch schlimmer sein wird als die heutige. Alle Regeln, die man brechen kann, wurden gebrochen, alle Grenzen, die man überschreiten kann, wurden überschritten.

Man kann wirklich nicht mehr viel tun um zu schockieren oder aufzufallen :mrgreen:
Ausserdem sieht man in unserer Generation bereits sehr viele, die sich die alten Werte zurückwünschen.
Weiss nicht, warum du dir den Kopf darüber zerbrichst.

Verfasst: Mi, 26. Jan 2011, 0:50
von traurig077
Ich bin ein guter Beweis, dass sowohl Genetik als auch Erziehung eine wichtige Rolle spielen.

Ich bin ohne meinen leiblichen Vater aufgewachsen, da dieser im gefängnis verweilte... (verrückter Typ, bis in die vierziger auf Identitätssuche, adoptiert, tättowiert von oben bis unten, aus der DDR abgehauen, lange Haare, Ohringe, immer gegen alles...)

Meine Mutter dagegen: Lehrerin, gut bürgerlich, sehr streng in ihrer Erziehung, konservativ...

Ich habe einfach Gene in mir, die meine Mutter auch durch ihre strenge Erziehung nicht unterdrücken konnte. Ich hatte höllischen Respekt vor ihr, habe aber trotzdem viel Mist gemacht. Jedoch so, dass sie es nicht mitbekam, ausgebadet haben mit mir dannn alles tante und onkel...

in letzter konsequenz, hat sich jedoch trotz genbedingtem hang zum verrücktem, aussergewöhnlichen der vernünftige kern durchgesetzt...

ich habe immer vernünftige freunde gehabt, ich habe nie drogen genommen, ich habe respekt vor älteren gehabt, mein abitur geschafft und einen job gefunden, der mich erfüllt, meiner persönlichkeit gerecht wird und gleichzeitig den ansprüchen meiner mutter genügt.

heute verstehen wir uns viel besser als damals.
ich habe ihre ratschläge und vorschriften gehört, aber ich konnte nicht anders. ich musste gewisse erfahrungen machen um daraus zu lernen...

heute lachen wir darüber, wenn sie etwas an mir bemängelt und meint das seien die gene meines vaters (den ich erst mit 15 wirklich kennengelernt habe) sage ich: tja mutti, dafür kann ich nix. eltern kann man sich nicht aussuchen, hättest mir ja auch nen anständigen papa suchen können;-)

die werte die mir meine familie mitgegeben hat, sitzen und die saßen immer, trotzdem gibt es sachen, die sie einfach nicht steuern können...

rahmenbedingungen die eltern schaffen, können unvernünftiges verhalten jedoch eingrenzen:

ausgangssperrzeit, gezielt grenzen setzen und sie durchsetzen wie liberte es schrieb und doch mit herz und offenem ohr walten...

Re: Kindererziehung

Verfasst: Mo, 31. Jan 2011, 13:46
von kleshtrimania