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Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 16:21
von kleshtrimania
Nein in der Schweiz wird man mind. 3 Monate vorher darüber informiert. Man bekommt einen eingeschrieben Brief mit dem genauen Abschiebungstermin.
Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 16:42
von Genci85
Grundsätzlich sind ein Gross der Asylanten ja nicht wirklich Verfolgte, sondern Wirtschaftsflüchtlinge. Und da es immer noch sehr viele arme Gegenden auf der Welt gibt. Ist es wohl verständlich, dass viele Leute nach Westeuropa kommen wollen. Dies führt unweigerlich zum Probleme, weil so Flüchtlinge, die um ihr Leben fürchten mussten, unter Verdacht fallen, sie seien Wirtschaftsflüchtlinge.
Aber leider ist eine Harte-Gangart unumgänglich im Asylwesen.
Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 17:15
von Lula
Und in der Zeit zwischen Ankunft und Entscheidung über Bleiberecht, sollten diese Menschen dann Eurer Meinung nach eine Wohnung gestellt bekommen mit einem Startkapital von sagen-wir-mal EUR 10.000, damit sie sich für diese Wohnung Möbel anschaffen können, wenn noch nicht mal klar ist, ob sie bleiben können?? Eure Meinungen wie das Asylantenheim umgangen werden sollte, würde mich mal interessieren, vor allem Eure Alternativvorschläge.
Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 18:09
von drecja
Lula hat geschrieben:Danke für die Info.
Und der Asylbewerber oder Geduldete bekommt dann über die Abschiebung nicht Bescheid, er weiss das erst, wenn sie nachts vor seiner Tür stehen?
normalerweise bekommt man ein evorankündigung aber seien wir ehrlich die meisten ausländer haben keinen rechtsbeistand den sie für jeden schriebs kontaktieren und das beamtendeutsch umschmückt die aussage "du musst gehen" so blumig... das kann keiner verstehen!!
abschiebungsandrohung ist nur eine aufhebung des abschiebegrunds und ist nicht gleichbedeutend mit einer tatsächlichen abschiebung..
heißt du bekommst den schrieb in feinsten beamtendeutsch und dann ist totenstille und wenn die beamten mal zeit und muße haben und wieder ein flieger leersteht dann holen wir alle ab.. der eine schon nach 2 tagen oder aber auch nach 1 jahr!!!
Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 20:31
von liberte
Lula hat geschrieben:Und in der Zeit zwischen Ankunft und Entscheidung über Bleiberecht, sollten diese Menschen dann Eurer Meinung nach eine Wohnung gestellt bekommen mit einem Startkapital von sagen-wir-mal EUR 10.000, damit sie sich für diese Wohnung Möbel anschaffen können, wenn noch nicht mal klar ist, ob sie bleiben können?? Eure Meinungen wie das Asylantenheim umgangen werden sollte, würde mich mal interessieren, vor allem Eure Alternativvorschläge.
ich denke mit ein paar kleinen regeln könnte man die lebensverhältnisse von einigen heimen schon verbessern.
nehmen wir also z.b. geld, daß in einen völlig absurden krieg in afghanistan gepumpt wird und richten die übergangsheime ein wenig wohnlich ein? spielzeug und betreuung für die kinder!
ein arbeitserlaubnis und das recht den bezirk / die stadt zu verlassen!
die häuser, die z.b. in berlin leer stehen könnten ihnen zur verfügung gestellt werden, das material wird gestelt - eine sanierte wohnung und zufriedene menschen wären das resultat.
ich hab mal vor dem mauerfall in einem übergangswohnheim mit den kleinen kindern dort gearbeitet. das war so traurig, so hoffnunglos, erbärmlich! dafür daß wir in einer wohlstandsgesellschaft leben, gar nicht wissen wohin mit all unseren gaben, kann man möbel, spielzeug, elektrokram usw. spenden.
es müssten menschen eingestellt werden, die das organisieren.
also - ja, ich denke man könnte den menschen das gefühl geben, daß sie hier in sicherheit sind und willkommen.
danach kann man doch auch viel leichter erkennen wer sich hier einlebt, wer wirklich auch bereit ist den wohlstand zu nutzen.
statt dessen schicken wir menschen zurück in länder, wo klar ist, daß sie sterben werden.
Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 21:19
von Lula
drecja hat geschrieben:Lula hat geschrieben:Danke für die Info.
Und der Asylbewerber oder Geduldete bekommt dann über die Abschiebung nicht Bescheid, er weiss das erst, wenn sie nachts vor seiner Tür stehen?
normalerweise bekommt man ein evorankündigung aber seien wir ehrlich die meisten ausländer haben keinen rechtsbeistand den sie für jeden schriebs kontaktieren und das beamtendeutsch umschmückt die aussage "du musst gehen" so blumig... das kann keiner verstehen!!
abschiebungsandrohung ist nur eine aufhebung des abschiebegrunds und ist nicht gleichbedeutend mit einer tatsächlichen abschiebung..
heißt du bekommst den schrieb in feinsten beamtendeutsch und dann ist totenstille und wenn die beamten mal zeit und muße haben und wieder ein flieger leersteht dann holen wir alle ab.. der eine schon nach 2 tagen oder aber auch nach 1 jahr!!!
Ist das evtl. von Bundesland zu Bundesland verschieden? Bei allen Albanern hier im Ort lief es folgendermaßen ab: Sie gingen zum Ausländeramt, dort wurde Ihnen mitgeteilt, dass die Duldung nicht verlängert wird (alle 3 Monate normal), dann sollten sie unterschreiben, dass sie freiwillig ausreisen. Taten sie es nicht, wurden sie unterrichtet, dass ihnen die Abschiebung droht. Dann wurde ihnen der Termin, an dem sie sich einfinden sollen mitgeteilt, in Briefform schriftlich gegeben. Nahmen sie diesen nicht wahr, bekamen sie einen zweiten und dritten Termin mitgeteilt per Post. Die Hausmeister des Wohnheims halfen ihnen beim Schriftverkehr und erklärten die Briefe.
Es gibt ja Gesetze die nicht bundesweit einheitlich sind, daher frage ich mich, ob es überall anders gehandhabt wird.
Verfasst: Do, 21. Okt 2010, 21:20
von Lula
liberte hat geschrieben:Lula hat geschrieben:Und in der Zeit zwischen Ankunft und Entscheidung über Bleiberecht, sollten diese Menschen dann Eurer Meinung nach eine Wohnung gestellt bekommen mit einem Startkapital von sagen-wir-mal EUR 10.000, damit sie sich für diese Wohnung Möbel anschaffen können, wenn noch nicht mal klar ist, ob sie bleiben können?? Eure Meinungen wie das Asylantenheim umgangen werden sollte, würde mich mal interessieren, vor allem Eure Alternativvorschläge.
ich denke mit ein paar kleinen regeln könnte man die lebensverhältnisse von einigen heimen schon verbessern.
nehmen wir also z.b. geld, daß in einen völlig absurden krieg in afghanistan gepumpt wird und richten die übergangsheime ein wenig wohnlich ein? spielzeug und betreuung für die kinder!
ein arbeitserlaubnis und das recht den bezirk / die stadt zu verlassen!
die häuser, die z.b. in berlin leer stehen könnten ihnen zur verfügung gestellt werden, das material wird gestelt - eine sanierte wohnung und zufriedene menschen wären das resultat.
ich hab mal vor dem mauerfall in einem übergangswohnheim mit den kleinen kindern dort gearbeitet. das war so traurig, so hoffnunglos, erbärmlich! dafür daß wir in einer wohlstandsgesellschaft leben, gar nicht wissen wohin mit all unseren gaben, kann man möbel, spielzeug, elektrokram usw. spenden.
es müssten menschen eingestellt werden, die das organisieren.
also - ja, ich denke man könnte den menschen das gefühl geben, daß sie hier in sicherheit sind und willkommen.
danach kann man doch auch viel leichter erkennen wer sich hier einlebt, wer wirklich auch bereit ist den wohlstand zu nutzen.
statt dessen schicken wir menschen zurück in länder, wo klar ist, daß sie sterben werden.
Gute Ideen
Verfasst: Fr, 22. Okt 2010, 11:06
von drecja
Lula hat geschrieben:drecja hat geschrieben:Lula hat geschrieben:Danke für die Info.
Und der Asylbewerber oder Geduldete bekommt dann über die Abschiebung nicht Bescheid, er weiss das erst, wenn sie nachts vor seiner Tür stehen?
normalerweise bekommt man ein evorankündigung aber seien wir ehrlich die meisten ausländer haben keinen rechtsbeistand den sie für jeden schriebs kontaktieren und das beamtendeutsch umschmückt die aussage "du musst gehen" so blumig... das kann keiner verstehen!!
abschiebungsandrohung ist nur eine aufhebung des abschiebegrunds und ist nicht gleichbedeutend mit einer tatsächlichen abschiebung..
heißt du bekommst den schrieb in feinsten beamtendeutsch und dann ist totenstille und wenn die beamten mal zeit und muße haben und wieder ein flieger leersteht dann holen wir alle ab.. der eine schon nach 2 tagen oder aber auch nach 1 jahr!!!
Ist das evtl. von Bundesland zu Bundesland verschieden? Bei allen Albanern hier im Ort lief es folgendermaßen ab: Sie gingen zum Ausländeramt, dort wurde Ihnen mitgeteilt, dass die Duldung nicht verlängert wird (alle 3 Monate normal), dann sollten sie unterschreiben, dass sie freiwillig ausreisen. Taten sie es nicht, wurden sie unterrichtet, dass ihnen die Abschiebung droht. Dann wurde ihnen der Termin, an dem sie sich einfinden sollen mitgeteilt, in Briefform schriftlich gegeben. Nahmen sie diesen nicht wahr, bekamen sie einen zweiten und dritten Termin mitgeteilt per Post. Die Hausmeister des Wohnheims halfen ihnen beim Schriftverkehr und erklärten die Briefe.
Es gibt ja Gesetze die nicht bundesweit einheitlich sind, daher frage ich mich, ob es überall anders gehandhabt wird.
das ist der punkt es ist nicht nur in bundesländern verschieden sonder sogar in landkreisen!!!
Verfasst: Fr, 22. Okt 2010, 18:13
von Koby Phoenix
Jeder Mensch sollte hier leben dürfen. Es gibt keine illegale Menschen oder Wirtschaftsflüchtlinge.
Jeder Mensch gehört zu dieser Welt, nieder mit der Einteilung der Staaten, Schichten und "Rassen". Deutschland gehört nicht den Deutschen, genauso auch nicht Türkei den Türken, ALbanien den Albanern oder die USA die Amerikaner, sondern allen sowie die Welt keinen gehört. Nieder mit der faschistischen Einstellung
des vorigen Jahrhunderts, nieder mit allen Strukturen, die Menschen nach Sinn und Zweck einteilen, nach Kriterien, die stumpfsinnig und unhuman sind.
Zum Thema Wirtschaftsflüchtlinge, Europa hat durch die Industrialisierungszeit und Kolonialzeit die Grundbausteine des Armuts der Restwelt gelegt.. Fing mit Indien und England und hörte auch mit deutschen Kolonien auf.. Europa war einer der vielen Räuber und ist es immer noch und jetzt haben wir die Dreistigkeit einzuteilen und zu bestimmen, wer wo leben darf und wie er leben sollte? Es wird von Integration geredet doch es gibt eher eine Konzentration, nämlich alle Ausländer in Heimen oder in Vierteln.
Das darf nicht sein..
Danke
Verfasst: Fr, 22. Okt 2010, 19:02
von Lula
Stimmt nicht ganz, was Du geschrieben hast, die Menschen aus Kolonialländern haben Aufenthaltsstatus des jeweiligen Kolonialherrscher (nur ein paar Beispiele: Elfenbeinküste-Frankreich, Indien-England).
Ausländer leben weder nur in Heimen und nicht nur in Ghettos.
Ich finde Deine Aussagen nicht nur unwahr, sondern auch ein wenig dreist.
Verfasst: Fr, 22. Okt 2010, 19:14
von liberte
genau so bin ich erzogen worden koby! meine eltern haben mir immer gesagt, daß wir weltenbürger sind. gott hat uns irgendwo auf diese welt gesetzt, was aber nicht heißt, das uns deswegen diese welt gehört. die natur gehört der natur, niemandem sonst.
wir hatten das glück in einem reichen land geboren worden zu sein. ich finde es schändlich sich daher anzumaßen etwas besseres zu sein.
nur leider musste ich im laufe der zeit feststellen, daß die theorie sehr löblich ist, aber leider nur die aller wenigsten menschen sie teilen.
die menschen sind leer, je leerer sie sind, desto mehr streben sie nach materialismus und den erhalten sie durch ihre grenzen, durch das streben nach macht und geld. sie sind viel zu hohl, um zu spüren, daß ihnen das nicht zu wirklichem glück verhelfen wird.
aber umgekehrt wird auch kein wirtschaftsflüchtling wirklich glücklicher in der fremde. satt - ja! aber glücklich? wohl eher nicht.
gerade habe ich mit einer bekannten gesprochen, die in den ferien immer nach gambia fährt, dort freunde hat und auch unterstützt. der mann der familie ist nun in die usa gereist und sie sagt, daß sie bei allen, die ausreisten feststellen musste, daß sie sich verloren haben. daß sie im grunde vorher viel glücklicher waren!
Verfasst: Di, 28. Dez 2010, 12:49
von _tetovare_
Einige haben es sehr einfach andere Leute zu verurteilen. Ich finde so was schlimm woher nehmen sich manche das Recht über andere Leute zu Urteilen, durch die Medien, die sowieso nur ihre Sicht der Dinge schildern und alles extrem hochspielen, damit man etwas hat worüber man sich aufregen kann. Wer von uns hatte den wirklich irgendwann man Angst haben um sein Leben fürchten müssen. Keiner von uns weiß wie es ist verfolgt zu werden. Wir haben alle schön reden hier denn uns betrifft es ja nicht persönlich, aber Hauptsache sich über andere den Mund zerreißen.
Es ist doch egal woher man kommt, man ist immer noch ein Mensch wie jeder andere. Und ich finde jeder hat ein Recht darauf wie jeder andere behandelt zu werden. Wenn man das miterlebt, wie es jenen Menschen geht wen sie zur Behörde kommen, da wird Ihnen auch der letzte Funken Würde genommen den sie haben. Es kotzt mich an, dass Menschen nach dem was sie sind und dem was sie haben beurteilt werde. Wir haben Glück in einem anderen Land, wo es nicht so schlimm zugeht, leben zu können. Ich glaube keiner von uns musste jemals Angst ums Leben haben. Deswegen sollte man nicht vorschnell irgendwelche Urteile fällen und den Menschen als solchen sehen.
Verfasst: Di, 28. Dez 2010, 13:11
von Rachel
Ich glaube, niemand hat an sich ein Problem damit, ob jemand lieber in Alaska oder in Timbuktu lebt.
Wenn derjenige Sozialleistungen des jeweiligen Landes in Anspruch nimmt, die andere vorher erarbeitet haben, ohne selbst etwas zur Gemeinschaft beizutragen, dann beginnen die Probleme....
Verfasst: Di, 28. Dez 2010, 13:52
von _tetovare_
Rachel hat geschrieben:Ich glaube, niemand hat an sich ein Problem damit, ob jemand lieber in Alaska oder in Timbuktu lebt.
Wenn derjenige Sozialleistungen des jeweiligen Landes in Anspruch nimmt, die andere vorher erarbeitet haben, ohne selbst etwas zur Gemeinschaft beizutragen, dann beginnen die Probleme....
Und bietet man denjenigen die Möglichkeit etwas dazu beizutragen???
Verfasst: Do, 13. Jan 2011, 7:29
von Julie
genau das ist ja das was ich so frech am Umgang mit den Asylanten finde.Standig wird denen vorgeworfen auf unsere Kosten zu leben,aber die meisten wollen es gar nicht.Sie sind anderes gewöhnt!!!Aber sie dürfen nicht.Ebenso wie die Residenzpflicht?Wo gibt es so was?Für mich ist man,in den Augen der Gesellschaft, als Asylant nichts weiter als ein wie das Wort "geduldet" schon sagt notwendiges Übel in einem offenen Knast.Denn genau so werden sie behandelt.
LG Julie
Verfasst: Do, 13. Jan 2011, 14:07
von liberte
so ist es julie. und da zweifel ich auch schon wieder an den deutschen gesetzen. da wird sich dann über schwarzarbeit und schmarotzer beschwert, statt den menschen ein menschenwürdiges leben zu ermöglichen, wo sie reisen und arbeiten dürfen.