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Verfasst: Fr, 09. Okt 2009, 20:20
von Lars
Ja, das wollte ich auch noch schreiben, vgl. auch hier:
http://www.balkaninsight.com/en/main/news/22774/

Alternativen? Die alte Strasse wie früher: 7-8 Stunden durch die Berge. 8)

Verfasst: Sa, 10. Okt 2009, 13:24
von Lars
übrigens ist da von mehreren Wochen Sperrung die Rede

Verfasst: Di, 13. Okt 2009, 18:31
von volkergrundmann
Wenn der Tunnel gesperrt ist, bleibt als Alternative nur die alte Straße. Eventuell sparst du zehn Minuten, wenn du die Autobahn bis zur Abfahrt Reps benutzt, aber der Weg nach oben zur alten Straße ist durch die Baufahrzeuge verschlissen.

Verfasst: Di, 13. Okt 2009, 18:34
von volkergrundmann
Keine Panik-Mache. Von der SH1 durch die Berge bis Kukes waren es auch früher nur vier Stunden.

Verfasst: Fr, 06. Nov 2009, 17:50
von Squatrazustradin
Ein paar Fotos des Teilstücks Rreshen-Kalimash (von Rolex aus http://forum.urbania.al):

Bild

Bild

Verfasst: Mo, 09. Nov 2009, 15:51
von volkergrundmann
Kalimash tunnel caves in

The Tunnel of Kalimash on the Durres-Kukes road reportedly suffered major collapsing on Thursday evening while workers were working in it. No injuries have been reported. The SP spokesperson, Armela Imeraj, said that the Government had tried to conceal the fact. “In a democratic country, it is a legal obligation to inform citizens on a work that is being paid out of their own taxes… We want answers. What is happening to that road? How come that a tunnel that has cost hundreds of mullions of euros caves in?” she said. According to her, the tunnel was hastily finished by the company so that it could be inaugurated by Prime Minister Sali Berisha before the 28 June elections. In response, the Ministry of Transport said that the collapse was a normal setback and posed no danger

Verfasst: Mo, 09. Nov 2009, 19:16
von Lars
:shock:

Verfasst: Mo, 09. Nov 2009, 20:01
von volkergrundmann
Was soll uns denn dieses Mondgesicht sagen? Natürlich ist die Handhabung der Sache ein Skandal, aber irgendwann wird der Tunnel fertig sein, und dann ist er großartig. Nach meinen Berechnungen, ich hatte noch das Privileg durchzufahren, bevor er geschlossen wurde, hätte ich früher vom Abzweig auf der SH1 bis Kukes vier Stunden gebraucht, über die "Autobahn" waren es nur noch anderthalb. Locker und ohne quietschende Reifen in Serpentinen. Die wirtschaftlichen und politischen Folgen dieses Projekts sind noch gar nicht abzuschätzen (oder besser, alle hüten sich, es zu tun). Bloß dem Touristen nützt es rein gar nix, es sei denn, er hat einen Jeep und möchte zum Schwarzen Drin.

Verfasst: Di, 10. Nov 2009, 11:14
von Kusho1983
volkergrundmann hat geschrieben:Was soll uns denn dieses Mondgesicht sagen? Natürlich ist die Handhabung der Sache ein Skandal, aber irgendwann wird der Tunnel fertig sein, und dann ist er großartig. Nach meinen Berechnungen, ich hatte noch das Privileg durchzufahren, bevor er geschlossen wurde, hätte ich früher vom Abzweig auf der SH1 bis Kukes vier Stunden gebraucht, über die "Autobahn" waren es nur noch anderthalb. Locker und ohne quietschende Reifen in Serpentinen. Die wirtschaftlichen und politischen Folgen dieses Projekts sind noch gar nicht abzuschätzen (oder besser, alle hüten sich, es zu tun). Bloß dem Touristen nützt es rein gar nix, es sei denn, er hat einen Jeep und möchte zum Schwarzen Drin.
ich denke wirtschaftlich wird sich dieses projekt in zukunft schon ausbezahlen.es wird den handel zwischen albanien, kosovo und serbien bis zu bulgarien anregen, die preise für primäre produkte (wie nahrungsmittel, kleidung, etc.) werden sinken, da bulgarische und serbische produkte nun mal billiger sind, als italienische und griechische (von denen der albanische markt überflutet ist). diese strasse wird dank dem bau auf der kosovarischen seite anschluss an den korridor 10 erhalten.die albanischen häfen(v.a.durres und shengjin)werden zu wichtigen umschlagplätzen für waren.die häfen werden auch anlegeplätze für mehrere fähren sein,da mehr kosovaren bspw.über durres ins kosovo reisen werden.zudem wird die strasse für den tourismus stärkere anreize schaffen.die frage ist nur,wie lange es gehen wird,bis die strasse selbsttragend wird.

Verfasst: Fr, 13. Nov 2009, 21:06
von Etap
Kusho1983 hat geschrieben:
volkergrundmann hat geschrieben:Was soll uns denn dieses Mondgesicht sagen? Natürlich ist die Handhabung der Sache ein Skandal, aber irgendwann wird der Tunnel fertig sein, und dann ist er großartig. Nach meinen Berechnungen, ich hatte noch das Privileg durchzufahren, bevor er geschlossen wurde, hätte ich früher vom Abzweig auf der SH1 bis Kukes vier Stunden gebraucht, über die "Autobahn" waren es nur noch anderthalb. Locker und ohne quietschende Reifen in Serpentinen. Die wirtschaftlichen und politischen Folgen dieses Projekts sind noch gar nicht abzuschätzen (oder besser, alle hüten sich, es zu tun). Bloß dem Touristen nützt es rein gar nix, es sei denn, er hat einen Jeep und möchte zum Schwarzen Drin.
ich denke wirtschaftlich wird sich dieses projekt in zukunft schon ausbezahlen.es wird den handel zwischen albanien, kosovo und serbien bis zu bulgarien anregen, die preise für primäre produkte (wie nahrungsmittel, kleidung, etc.) werden sinken, da bulgarische und serbische produkte nun mal billiger sind, als italienische und griechische (von denen der albanische markt überflutet ist). diese strasse wird dank dem bau auf der kosovarischen seite anschluss an den korridor 10 erhalten.die albanischen häfen(v.a.durres und shengjin)werden zu wichtigen umschlagplätzen für waren.die häfen werden auch anlegeplätze für mehrere fähren sein,da mehr kosovaren bspw.über durres ins kosovo reisen werden.zudem wird die strasse für den tourismus stärkere anreize schaffen.die frage ist nur,wie lange es gehen wird,bis die strasse selbsttragend wird.
Also bis auf die Kosovarischen Turisten im Sommer und das verbinden von Kukes wird diese strasse nicht viel mehr bringen. Alles andere ist nur reines Wunschdenken!!!!

Verfasst: Fr, 13. Nov 2009, 23:01
von Lars
Etap hat geschrieben:Also bis auf die Kosovarischen Turisten im Sommer und das verbinden von Kukes wird diese strasse nicht viel mehr bringen. Alles andere ist nur reines Wunschdenken!!!!
Glaube nicht, dass hier dermassen Pessimismus angebracht ist.

Langsam wird ein "grossalbanischer" Wirtschaftsraum entstehen. 2 Millionen Albaner in Kosovo und 3 Millionen Albaner in Albanien sind nicht mehr durch fast unüberwindbare Berge voneinander getrennt. Waren können fliessen. Aber vor allem auch Dienstleistungen oder Printerzeugnisse und dergleichen.

Ein solch grosser Mark macht den albanischen Raum für immer mehr Investoren (albanische und ausländische) interessant.

Ich denke also auch, dass die Strasse viel verändern wird. Nicht nur Touristen werden strömen. Die Albanospäre ist nicht mehr aufzuhalten – natürlich wird sich nicht alles von heute auf morgen verändern. Aber diese Entwicklungen werden schneller kommen, als manchem lieb ist.

Verfasst: Sa, 14. Nov 2009, 1:07
von Meta
Lars.Ich gehe ein bischen grosszügig mit zahlen:
Albanien 4.000.000
Kosovo 3.000.000
Mazed. 1.500.000
Preshevë 500.000
Monte. 100.000
Griechland 500.000
Gleich alle sind ungetrennt neben einander.Ohne Albaner im Nachbarländer sowie im Ausland...

Verfasst: So, 15. Nov 2009, 18:45
von volkergrundmann
Wenn da bloß nicht Korruption, Vetternwirtschaft, Neid, Unfähigkeit, ja, Dummheit, und nicht zuletzt übersteigertes Geltungsbedürfnis zu den Grundtugenden der albanischen politischen Klasse zählen würden. Zwanzig wichtige Jahre wurden doch praktisch bereits verspielt. Das Land hat immer noch kein ordentlich funktionierendes Rechtssystem. Die letzten Wahlen hat die EU zwar abgenickt, aber sie waren so demokratisch, dass die Verlierer genügend Gründe gefunden haben, um seither das neue Parlament zu boykottieren. Die Regelung der Immobilienverhältnisse nimmt nun den dritten Anlauf und keiner glaubt, dass es der letzte sein wird. In den Städten gibt es weder hygienisch unbedenkliches Leitungswasser noch sauber geregelte Entsorgung von Abwasser und Müll, und der Strom fällt selbst in Tirana noch immer etliche Male am Tage aus. Russland lebt von seinen Bodenschätzen. Albanien schafft nicht mal das, obwohl es angeblich genug davon hat. Wo sind hier Wachstumsindustrien, wo der Anschluss an Hochtechnologie-Entwicklungen? Das Bildungssystem ist eine einzige Katastrofe, die einzigen Fachrichtungen, die überall aufdringlich angeboten werden sind juridike, politike und ekonomike. Und die Werbungen dafür hängen pikanter Weise meist gleich neben den Werbungen der Spielhöllen. Die Arbeits- und damit Hoffnungslosigkeit der Jugend wächst, damit der Emigrationsdruck und die Tendenz, den Ausweg in Kriminalität zu suchen.
Ich glaube, die Nachbarn können beruhigt darauf vertrauen, dass sich die Albaner auch in den nächsten zwanzig Jahren zu allererst selbst im Wege stehen. Sie werden sich ja nicht mal einig, wer bei der Sprachenregulierung das Sagen hat.

Verfasst: Mo, 16. Nov 2009, 15:02
von Belifario
ich denke dass es gibt wirklich kaum ein bespiel in europa wo der staat sein eigenes volk so behandelt hat wie der alb. staat seine leute, aber ich denke doch dass jetzt das glass halb voll ist und nicht halb leer!

Verfasst: Mo, 16. Nov 2009, 15:58
von Squatrazustradin
Belifario hat geschrieben:ich denke dass es gibt wirklich kaum ein bespiel in europa wo der staat sein eigenes volk so behandelt hat wie der alb. staat seine leute, aber ich denke doch dass jetzt das glass halb voll ist und nicht halb leer!
Obwohl die Albaner sehr gerne ihre Einzigartigkeit hervorheben und immer in Superlativen denken, gibt es in Europa auch schlechtere Beispiele als Albanien.

Verfasst: Mo, 16. Nov 2009, 17:51
von hoval789
Ich habe mir gerade den letzten Beitrag von volkergrundmann durchgelesen und frage mich welcher Unterschied in den Grundtugenden der albanischen Politiker zu den Politikern in Resteuropa besteht. Vielleicht kann mir jemand den Unterschied erklären ??

Verfasst: Mo, 16. Nov 2009, 19:28
von Belifario
Squatrazustradin hat geschrieben:
Belifario hat geschrieben:ich denke dass es gibt wirklich kaum ein bespiel in europa wo der staat sein eigenes volk so behandelt hat wie der alb. staat seine leute, aber ich denke doch dass jetzt das glass halb voll ist und nicht halb leer!
Obwohl die Albaner sehr gerne ihre Einzigartigkeit hervorheben und immer in Superlativen denken, gibt es in Europa auch schlechtere Beispiele als Albanien.
leider sind die fakten hartnäckig und letztendlich spricht das ergebnis für sich! ach vielleicht ist es in moldawien noch schlimmer als es in albanien war (ist)!

Verfasst: Mo, 16. Nov 2009, 23:25
von Lars
Lars hat geschrieben::shock:
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Verfasst: Di, 17. Nov 2009, 7:39
von hoval789
Gibt's zu den Bildern auch eine Erläuterung ?

Verfasst: Di, 17. Nov 2009, 12:55
von Kusho1983
Belifario hat geschrieben:
Squatrazustradin hat geschrieben:
Belifario hat geschrieben:ich denke dass es gibt wirklich kaum ein bespiel in europa wo der staat sein eigenes volk so behandelt hat wie der alb. staat seine leute, aber ich denke doch dass jetzt das glass halb voll ist und nicht halb leer!
Obwohl die Albaner sehr gerne ihre Einzigartigkeit hervorheben und immer in Superlativen denken, gibt es in Europa auch schlechtere Beispiele als Albanien.
leider sind die fakten hartnäckig und letztendlich spricht das ergebnis für sich! ach vielleicht ist es in moldawien noch schlimmer als es in albanien war (ist)!
bsp.wo der staat seine eigene bevölkerung schlechter behandelt sind:serbien(mit all den angezettelten balkankriegen),mazedonien(mit der unterdrückung der minderheiten),weissrussland&moldawien(gehören ja auch zu europa),türkei(unterdrückung der kurd.minderheiten).also wie squatrazustradin geschrieben hat,es gibt üblere bsp.