jeki
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Do, 28. Feb 2008, 12:33

Squatrazustradin hat geschrieben: Diese zwei Aussagen sind sehr widersprüchlich. Denn woher sollta man eine direkte Verbindung vom Illyrischen zum Albanischen ziehen können, wenn man keine Schriften der Illyrer hat?!
Also ich denke schon, dass es Schriftreliquen aus der illyrischen Ära gibt, diese sind jedoch, wie schon erwähnt wurde, in einer begrenzten Anzahl und in schlechter Qualität, d.h. es sind keine hochstehenden philosophischen Abhandlungen, sondern irgendwelche Ortsnamen und Namen von Herrschern.
Aber nichts desto trotz erscheint es mir als äusserst waghalsig von Orts- und Personennamen Schlussfolgerungen auf die Verwandtheit vom Illyrischen und Albanischen ziehen zu wollen.

Klärt mich bitte auf, falls ich mich täusche und es noch andere Schriften gibt...
Glaubst du also die illyrer-albaner these nicht?

Gibt ja etliche Bücher die sich damit befassen.

ich finde nur ziemlich armselig wenn einer daherkommt und schreibt "ach, was bringt das, die haben fast nix von uns"...etc.

Gegenfrage, was haben die heutigen Griechen, die mehr albanisch türkisch und bulgarisch sind mit den antiken Hellenen zu tun?

nix.... das interessiert aber niemanden...ihre geschichtefängt dennoch damit an, obwohl wir heute doch shergut wissen, dass kein grieche ein hellene ist...was für ein witz..."hellene"

wir habens eben im Blut, unser eigenes Bild selbst zu zerstören, ob durch Dummheit, Primitivität oder durch Einbildung und Arroganz.



Wir haben alt griechische,lateinische,angelsächsische, protobulgarische, osmanische und slawische elemente in unserer Sprache und die Wurzel Pelasgo -illyrisch...

aber Gott betrachtet den Baum nach seinen Früchten und nicht nach seinen Wurzeln.

Squatrazustradin
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Do, 28. Feb 2008, 14:26

jeki hat geschrieben:
Squatrazustradin hat geschrieben: Diese zwei Aussagen sind sehr widersprüchlich. Denn woher sollta man eine direkte Verbindung vom Illyrischen zum Albanischen ziehen können, wenn man keine Schriften der Illyrer hat?!
Also ich denke schon, dass es Schriftreliquen aus der illyrischen Ära gibt, diese sind jedoch, wie schon erwähnt wurde, in einer begrenzten Anzahl und in schlechter Qualität, d.h. es sind keine hochstehenden philosophischen Abhandlungen, sondern irgendwelche Ortsnamen und Namen von Herrschern.
Aber nichts desto trotz erscheint es mir als äusserst waghalsig von Orts- und Personennamen Schlussfolgerungen auf die Verwandtheit vom Illyrischen und Albanischen ziehen zu wollen.

Klärt mich bitte auf, falls ich mich täusche und es noch andere Schriften gibt...
Glaubst du also die illyrer-albaner these nicht?

Gibt ja etliche Bücher die sich damit befassen.

ich finde nur ziemlich armselig wenn einer daherkommt und schreibt "ach, was bringt das, die haben fast nix von uns"...etc.

Gegenfrage, was haben die heutigen Griechen, die mehr albanisch türkisch und bulgarisch sind mit den antiken Hellenen zu tun?

nix.... das interessiert aber niemanden...ihre geschichtefängt dennoch damit an, obwohl wir heute doch shergut wissen, dass kein grieche ein hellene ist...was für ein witz..."hellene"

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Wir haben alt griechische,lateinische,angelsächsische, protobulgarische, osmanische und slawische elemente in unserer Sprache und die Wurzel Pelasgo -illyrisch...

aber Gott betrachtet den Baum nach seinen Früchten und nicht nach seinen Wurzeln.
Ich habe nicht behauptet, dass ich nicht an diese These glaube, sondern nur meine Bedenken ausgesprochen.
Falls für dich Kritik an einer These/Theorie mit Dummheit/Primitivität/Einbildung/Arroganz gleichkommt, dann kann ich auch nichts dafür. Doch der Wissensstand, den wir heute haben, beruht auf Kritik und Zweifel. Sonst würde die Menschheit heute immer noch daran glauben, dass die Welt eine Scheibe ist!

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Sandy
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Do, 28. Feb 2008, 15:05

Squatrazustradin hat geschrieben:Also ich denke schon, dass es Schriftreliquen aus der illyrischen Ära gibt, diese sind jedoch, wie schon erwähnt wurde, in einer begrenzten Anzahl und in schlechter Qualität, d.h. es sind keine hochstehenden philosophischen Abhandlungen, sondern irgendwelche Ortsnamen und Namen von Herrschern.
Aber nichts desto trotz erscheint es mir als äusserst waghalsig von Orts- und Personennamen Schlussfolgerungen auf die Verwandtheit vom Illyrischen und Albanischen ziehen zu wollen.
Genau so ist es. Dem kann ich mich nur anschließen. Es fehlt eben an eindeutigen sprachlichen Beweisen.
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

jeki
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Do, 28. Feb 2008, 15:37

Squatrazustradin hat geschrieben:
jeki hat geschrieben:
Squatrazustradin hat geschrieben: Diese zwei Aussagen sind sehr widersprüchlich. Denn woher sollta man eine direkte Verbindung vom Illyrischen zum Albanischen ziehen können, wenn man keine Schriften der Illyrer hat?!
Also ich denke schon, dass es Schriftreliquen aus der illyrischen Ära gibt, diese sind jedoch, wie schon erwähnt wurde, in einer begrenzten Anzahl und in schlechter Qualität, d.h. es sind keine hochstehenden philosophischen Abhandlungen, sondern irgendwelche Ortsnamen und Namen von Herrschern.
Aber nichts desto trotz erscheint es mir als äusserst waghalsig von Orts- und Personennamen Schlussfolgerungen auf die Verwandtheit vom Illyrischen und Albanischen ziehen zu wollen.

Klärt mich bitte auf, falls ich mich täusche und es noch andere Schriften gibt...
Glaubst du also die illyrer-albaner these nicht?

Gibt ja etliche Bücher die sich damit befassen.

ich finde nur ziemlich armselig wenn einer daherkommt und schreibt "ach, was bringt das, die haben fast nix von uns"...etc.

Gegenfrage, was haben die heutigen Griechen, die mehr albanisch türkisch und bulgarisch sind mit den antiken Hellenen zu tun?

nix.... das interessiert aber niemanden...ihre geschichtefängt dennoch damit an, obwohl wir heute doch shergut wissen, dass kein grieche ein hellene ist...was für ein witz..."hellene"

wir habens eben im Blut, unser eigenes Bild selbst zu zerstören, ob durch Dummheit, Primitivität oder durch Einbildung und Arroganz.



Wir haben alt griechische,lateinische,angelsächsische, protobulgarische, osmanische und slawische elemente in unserer Sprache und die Wurzel Pelasgo -illyrisch...

aber Gott betrachtet den Baum nach seinen Früchten und nicht nach seinen Wurzeln.
Ich habe nicht behauptet, dass ich nicht an diese These glaube, sondern nur meine Bedenken ausgesprochen.
Falls für dich Kritik an einer These/Theorie mit Dummheit/Primitivität/Einbildung/Arroganz gleichkommt, dann kann ich auch nichts dafür. Doch der Wissensstand, den wir heute haben, beruht auf Kritik und Zweifel. Sonst würde die Menschheit heute immer noch daran glauben, dass die Welt eine Scheibe ist!
Seit wann ist Sprache nur Wörter? (bezüglich der Bahauptung) und war eine allgemeine Äusserung die auch andere USer betrifft.

Durch diese Zweifel und Kritik, kam erst recht die illyrer -albaner Thesen.... und ja...wenns diese Zweifel nicht gegeben hätte.... dann wären wir alle ob aus dem Kosova oder Albanien... mit Legitimität nach Türkei abgeschoben worden und wären heute im Türkeiforum.ch.


Zweifel und Kritik stützt sich auf etwas....du stützt dich auf was? auf deine fehlenden linguistischen Kenntnisse?

Ohne Grund kann man nicht zweifeln....ausser wenn irgendwelche emotionale Gründe dahinter stecken.

Ich bin allergisch gegen jene, die ohne Grund zweifeln....den damit blockiert man eine Diskusion

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Magnet
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Do, 28. Feb 2008, 15:38

Squatrazustradin hat geschrieben: Ich habe nicht behauptet, dass ich nicht an diese These glaube, sondern nur meine Bedenken ausgesprochen.
Falls für dich Kritik an einer These/Theorie mit Dummheit/Primitivität/Einbildung/Arroganz gleichkommt, dann kann ich auch nichts dafür. Doch der Wissensstand, den wir heute haben, beruht auf Kritik und Zweifel. Sonst würde die Menschheit heute immer noch daran glauben, dass die Welt eine Scheibe ist!
Der Wissenschaft, den wir Heute haben, beruht nicht auf Kritik, sondern auf Tatsachen und Fakten, während früher die Wissenschaft, vor allem im Bereich der Ethnogese häufig mit Polemik, Mythen und Romantik vollgespickt war.

Es ist eine Tatsache, dass es eine Kontinuität zwischen den Illyrern und den Albanern hat, diese Kontinuität hatte schon nichtalbanische Forscher im 17. Jahrhundert erstmals geäussert. Und Heute übernehmen immer mehr Wissenschaftler diese These.

Die Kritik an der Illyrer-Albaner These kam vor allem von der serbischen Ecke, sie haben Zweifel in diese These gebracht, weil sie durch ihre eigene Geschichtsschreibung das Kosova beanspruchten wollten und die Albaner als ein Volk darstellten, dass später eingewandert ist, als sie selber!

Es gab mehrere Versuche die Albaner als ein eingewandertes Volk, dies ging sogar so weit, dass man behauptete, sie kamen vom Kaususus, doch diese Behauptungen wurden alle nirgends bestätigt!

Kritik kann, soll und darf man äussern, wenn man der Überzeugung ist, dass etwas unwahr oder falsch ist, aber wenn man eine These von Anfang an nicht zulässt, weil es nicht ins eigene politische Konzept passt, dann hat das nichts mehr mit wissenschaftlicher Kritik zu tun!
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

jeki
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Do, 28. Feb 2008, 15:41

Magnet hat geschrieben:
Der Wissenschaft, den wir Heute haben, beruht nicht auf Kritik, sondern auf Tatsachen und Fakten, während früher die Wissenschaft, vor allem im Bereich der Ethnogese häufig mit Polemik, Mythen und Romantik vollgespickt war.
naja, was ist Kritik?

Ich denke, dass die wissenschaft eine Tatsache aus 2 verschiedenen Blickwinkel betrachtet.

Objekt A: Scheint illyrischer Urpsung zu sein - untersuchen, gemeinsamketen festtellen..etc.

und jetzt der zweifelnde Blickwinkel:

Objkkt A: Kann es thrakisch , girechisch, slawisch..ect sein?- untersuchen, gemeinsamkeiten?...etc.

diese fragen führen zu einer guen antwort.

zweifel ist somit, ein sehr wichtiges Element für die wahrheitsfindung...

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Magnet
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Do, 28. Feb 2008, 15:48

jeki hat geschrieben:
Magnet hat geschrieben:
Der Wissenschaft, den wir Heute haben, beruht nicht auf Kritik, sondern auf Tatsachen und Fakten, während früher die Wissenschaft, vor allem im Bereich der Ethnogese häufig mit Polemik, Mythen und Romantik vollgespickt war.
naja, was ist Kritik?

Ich denke, dass die wissenschaft eine Tatsache aus 2 verschiedenen Blickwinkel betrachtet.

Objekt A: Scheint illyrischer Urpsung zu sein - untersuchen, gemeinsamketen festtellen..etc.

und jetzt der zweifelnde Blickwinkel:

Objkkt A: Kann es thrakisch , girechisch, slawisch..ect sein?- untersuchen, gemeinsamkeiten?...etc.

diese fragen führen zu einer guen antwort.

zweifel ist somit, ein sehr wichtiges Element für die wahrheitsfindung...
Genau!

Und die Antwort ist, dass die heutige Wissenschaft, keine alternative These zu der illyrer-albaner Verbindung hat, die plausibel ist, daher ist die illyrer-albaner Theorie die wahrscheinlichste Theorie!

Es gibt Heute kaum einen seriösen Wissenschaftler, der die Albaner als eingewandertes Volk versucht darzustellen, es gibt höchstens ein paar, die die Albaner als die Nachfahren der Thraker versuchen darzustellen und diese These wurde ja von albanischen Sprachforschern schon längstens zurückgewiesen, obwohl die Albaner durchaus auch Verbindungen zu den Thrakern haben, da diese wiederum in enger Verbindung mit den Illyrern standen, aber zu behaupten, dass die Albaner ausschliesslich die Nachfahren der Thraker sind und es keine Verbindung zu den Illyrern gibt, ist eindeutig falsch, nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen...
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

jeki
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Do, 28. Feb 2008, 15:59

Magnet hat geschrieben:
jeki hat geschrieben:
Magnet hat geschrieben:
Der Wissenschaft, den wir Heute haben, beruht nicht auf Kritik, sondern auf Tatsachen und Fakten, während früher die Wissenschaft, vor allem im Bereich der Ethnogese häufig mit Polemik, Mythen und Romantik vollgespickt war.
naja, was ist Kritik?

Ich denke, dass die wissenschaft eine Tatsache aus 2 verschiedenen Blickwinkel betrachtet.

Objekt A: Scheint illyrischer Urpsung zu sein - untersuchen, gemeinsamketen festtellen..etc.

und jetzt der zweifelnde Blickwinkel:

Objkkt A: Kann es thrakisch , girechisch, slawisch..ect sein?- untersuchen, gemeinsamkeiten?...etc.

diese fragen führen zu einer guen antwort.

zweifel ist somit, ein sehr wichtiges Element für die wahrheitsfindung...
Genau!

Und die Antwort ist, dass die heutige Wissenschaft, keine alternative These zu der illyrer-albaner Verbindung hat, die plausibel ist, daher ist die illyrer-albaner Theorie die wahrscheinlichste Theorie!

Es gibt Heute kaum einen seriösen Wissenschaftler, der die Albaner als eingewandertes Volk versucht darzustellen, es gibt höchstens ein paar, die die Albaner als die Nachfahren der Thraker versuchen darzustellen und diese These wurde ja von albanischen Sprachforschern schon längstens zurückgewiesen, obwohl die Albaner durchaus auch Verbindungen zu den Thrakern haben, da diese wiederum in enger Verbindung mit den Illyrern standen, aber zu behaupten, dass die Albaner ausschliesslich die Nachfahren der Thraker sind und es keine Verbindung zu den Illyrern gibt, ist eindeutig falsch, nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen...
Ich bin der Meinung, dass viele neue Erkentnisse folgen werden.

Auch was Kosova angelangt, da sich Leider die albanische Forschung nur auf die heutigen albanischen Grenzen konzentriert hat.


wir kennen doch verdammt gut die Fakten, die serbische Propaganda und die griechische...

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Kusho1983
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Do, 28. Feb 2008, 18:25

jeki hat geschrieben:1. Seit wann ist Sprache nur Wörter? (bezüglich der Bahauptung) und war eine allgemeine Äusserung die auch andere USer betrifft.

2. Durch diese Zweifel und Kritik, kam erst recht die illyrer -albaner Thesen.... und ja...wenns diese Zweifel nicht gegeben hätte.... dann wären wir alle ob aus dem Kosova oder Albanien... mit Legitimität nach Türkei abgeschoben worden und wären heute im Türkeiforum.ch.


3. Zweifel und Kritik stützt sich auf etwas....du stützt dich auf was? auf deine fehlenden linguistischen Kenntnisse?

Ohne Grund kann man nicht zweifeln....ausser wenn irgendwelche emotionale Gründe dahinter stecken.

4. Ich bin allergisch gegen jene, die ohne Grund zweifeln....den damit blockiert man eine Diskusion
1. ja dann präsentier uns doch mal ein paar tatsachen!aber bitteschön solche,die auch fundiert sind.

2. zusammenhang?!

3. ich bezweifle,dass du mehr linguistische kenntnisse hast(ich selber kenne mich zwar da auch nicht aus,aber spiel dich nicht so auf,als hättest du mehr ahnung davon).falls du einige fakten vorzuweisen hast,dann wäre hier der angebrachte ort.

4. wenn du mal lesen würdest,was andere schreiben,würdest du die argumentation von squatrazustradin nicht als zweifel ohne grund bezeichnen.falls du etwas gegen seine kritik zum kontern hast,dann tu es,aber behaupte nicht,dass das zweifel ohne grund seien.denn soweit ich das verstanden habe,ist seine kritik durchaus berechtigt.
Magnet hat geschrieben:1. Der Wissenschaft, den wir Heute haben, beruht nicht auf Kritik, sondern auf Tatsachen und Fakten, während früher die Wissenschaft, vor allem im Bereich der Ethnogese häufig mit Polemik, Mythen und Romantik vollgespickt war.

2. Es ist eine Tatsache, dass es eine Kontinuität zwischen den Illyrern und den Albanern hat, diese Kontinuität hatte schon nichtalbanische Forscher im 17. Jahrhundert erstmals geäussert. Und Heute übernehmen immer mehr Wissenschaftler diese These.

3. Die Kritik an der Illyrer-Albaner These kam vor allem von der serbischen Ecke, sie haben Zweifel in diese These gebracht, weil sie durch ihre eigene Geschichtsschreibung das Kosova beanspruchten wollten und die Albaner als ein Volk darstellten, dass später eingewandert ist, als sie selber!

4. Es gab mehrere Versuche die Albaner als ein eingewandertes Volk, dies ging sogar so weit, dass man behauptete, sie kamen vom Kaususus, doch diese Behauptungen wurden alle nirgends bestätigt!

5. Kritik kann, soll und darf man äussern, wenn man der Überzeugung ist, dass etwas unwahr oder falsch ist, aber wenn man eine These von Anfang an nicht zulässt, weil es nicht ins eigene politische Konzept passt, dann hat das nichts mehr mit wissenschaftlicher Kritik zu tun!
1. das stimmt nicht,sonst hast du das prinzip der wissenschaftlichen diskurse nicht verstanden.und insbesondere die historische wissenschaft ist eine sehr fragile wissenschaft,allein aus der tatsache,weil heutige historische erkenntnisse nicht das amen der wissenschaft sein können.denn insbesondere in der historiographie gibt es immer wieder neue erkenntnisse und streitigkeiten über vermeindlich fundierte tatsachen.

2. tatsache ist meiner ansicht noch nichts.die wahrscheinlichkeit,dass die albaner die direkten nachkommen der illyrer sind,ist relativ gross,doch man kann dies nicht mit einer 100%-igen sicherheit sagen.
und wie schon squatrazustradin gesagt hat:es gibt sehr wenig texte über die illyrische sprache und man glaubt dass man die verwandschaft vom albanischen zum illyrischen zu sehen.da ist doch eine kritische äusserung durchaus angebracht!

3. das ist eine normativ konnotierte vermutung.darüber stellung zu beziehen lohnt es sich nicht.

4. man muss unterscheiden zwischen kritik und fundamentalopposition.was ihr den kritikern vorwerft ist,dass sie anscheinend gar nicht an die these der direkten verwandschaft zwischen albanern und illyrern glauben.doch das ist nicht der fall.wie sandy,squatrazustradin oder auch ich sage,es ist sehrwahrscheinlich schon so,dass die albaner von den illyrern abstammen.doch gibt es da einige ungereimtheiten,die man auch erwähnen darf.
ihr werft den kritikern hingegen fundamentalopposition vor und versucht aussagen über deren emotionale oder politische gesinnung zu machen.

ganz allgemein:die argumentation "es-ist-so-weil-es-so-ist" ist keine argumentation,sondern eine axiomatische tautologie!wenn man mit anderen meinungen nicht einverstanden ist,kann,ja sogar muss man einwände einbringen.
auf die kritik von squatrazustradin,dass es waghalsig sei,von einigen tontafeln und münzen eine sprachliche verwandschaft zwischen dem albanischen und illyrischen zu sehen,müsstet ihr,die so überzeugt von der these illyrer-albaner seid,argumente und tatsachen vorbringen.
Magnet hat geschrieben:Genau!

1. Und die Antwort ist, dass die heutige Wissenschaft, keine alternative These zu der illyrer-albaner Verbindung hat, die plausibel ist, daher ist die illyrer-albaner Theorie die wahrscheinlichste Theorie!

2. Es gibt Heute kaum einen seriösen Wissenschaftler, der die Albaner als eingewandertes Volk versucht darzustellen, es gibt höchstens ein paar, die die Albaner als die Nachfahren der Thraker versuchen darzustellen und diese These wurde ja von albanischen Sprachforschern schon längstens zurückgewiesen, obwohl die Albaner durchaus auch Verbindungen zu den Thrakern haben, da diese wiederum in enger Verbindung mit den Illyrern standen, aber zu behaupten, dass die Albaner ausschliesslich die Nachfahren der Thraker sind und es keine Verbindung zu den Illyrern gibt, ist eindeutig falsch, nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen...
1. das stimmt,ernstzunehmende anti-thesen gibt es in der tat keine.doch die braucht es auch nicht zwingend,um kritik an der bestehenden these zu äussern.wie schon gesagt:kritik nicht gleich fundamentalopposition!

2. in tat und wahrheit müsste man sagen,dass es fast keine seriösen (westlichen,nicht-albanischen) wissenschaftler gibt,die sich mit den illyrern im allgemeinen befassen.und die nicht-albanischen,seriösen wissenschaftler,die sich seriös mit den illyrern beschaffen haben auch nicht mehr fakten ans tageslicht gebracht,sondern zitieren ältere (manchmal fast schon mammut-alte) literatur!
albanische wissenschaftler,die sich mit der geschichte der illyrer befassen gibt es in unmengen.doch ihre erkenntnisse sind entweder reine spekulationen oder normativ konnotiert und darum nicht wirklich ernst zu nehmen!

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Do, 28. Feb 2008, 20:43

@ Wer interesse hat, hier ein Link vom Muzafer Korkuti: Profesor, Doktor i shkencave, arkeolog i shquar. Sehr lesenswert!

http://mkorkuti.tripod.com/id11.html


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Do, 28. Feb 2008, 22:05

Kusho1983 hat geschrieben: 1. das stimmt nicht,sonst hast du das prinzip der wissenschaftlichen diskurse nicht verstanden.und insbesondere die historische wissenschaft ist eine sehr fragile wissenschaft,allein aus der tatsache,weil heutige historische erkenntnisse nicht das amen der wissenschaft sein können.denn insbesondere in der historiographie gibt es immer wieder neue erkenntnisse und streitigkeiten über vermeindlich fundierte tatsachen.
Das stimmt, aber die Wissenschaft macht es sich nicht zur Aufgabe den Fakten zu widersprechen, sondern die Unwahrheiten zu hinterfragen und sie zu kritisieren! Leider ist es in der Wissenschaft auch häufig so, dass NEUE Erkenntnisse häufig von vornherein als unwahr abgetan werden.
Kusho1983 hat geschrieben: 2. tatsache ist meiner ansicht noch nichts.die wahrscheinlichkeit,dass die albaner die direkten nachkommen der illyrer sind,ist relativ gross,doch man kann dies nicht mit einer 100%-igen sicherheit sagen.
und wie schon squatrazustradin gesagt hat:es gibt sehr wenig texte über die illyrische sprache und man glaubt dass man die verwandschaft vom albanischen zum illyrischen zu sehen.da ist doch eine kritische äusserung durchaus angebracht!
Ich behaupte nicht, dass der Beweis zu 100% gegeben ist, dass die Albaner die direkten Nachfahren der Illyrer sind, ich behaupte aber, dass eine Kontinuität zwischen den Illyrern und den Albanern existiert, die man nicht leugnen sollte. Doch man sollte untersuchen in welcher Beziehung diese Kontinuität stattfand und wie sie sich entwickelte...
Kusho1983 hat geschrieben: 3. das ist eine normativ konnotierte vermutung.darüber stellung zu beziehen lohnt es sich nicht.
Das ist keine Vermutung, sondern eine Feststellung, die serbisch, kommunistische Partei versuchte mit allen Mitteln, die illyrer-albaner Theorie zu wiederlegen, dazu heuerte sie vor allem auch eigene Wissenschaftler an, doch sie schafften es bis Heute nicht, die illyrer-albaner Kontinuität vollständig von sich zu weisen...

Kusho1983 hat geschrieben: 4. man muss unterscheiden zwischen kritik und fundamentalopposition.was ihr den kritikern vorwerft ist,dass sie anscheinend gar nicht an die these der direkten verwandschaft zwischen albanern und illyrern glauben.doch das ist nicht der fall.wie sandy,squatrazustradin oder auch ich sage,es ist sehrwahrscheinlich schon so,dass die albaner von den illyrern abstammen.doch gibt es da einige ungereimtheiten,die man auch erwähnen darf.
ihr werft den kritikern hingegen fundamentalopposition vor und versucht aussagen über deren emotionale oder politische gesinnung zu machen.
Nein, natürlich mach ich das nicht, ich weiss natürlich selber, dass es durchaus Heute noch sehr viele Unklarheiten über die Illyrer-Albaner These zu erforschen gibt, aber wie gesagt, eine Kontinuität zwischen den Illyrern und den Albanern besteht, es gilt herauszufinden in welcher Form...
Kusho1983 hat geschrieben: auf die kritik von squatrazustradin,dass es waghalsig sei,von einigen tontafeln und münzen eine sprachliche verwandschaft zwischen dem albanischen und illyrischen zu sehen,müsstet ihr,die so überzeugt von der these illyrer-albaner seid,argumente und tatsachen vorbringen.
Ich war derjenige, der sagte, dass es von den Illyrern, wenige sprachliche überlieferungen hat und das auch der Grund ist, weswegen eine eindeutige Beweisführung schwierig ist, aber die Wörter die wir haben sind illyrische inschriften, Münzprägungen, illyrische Stämme, illyrische Grabschriften, illyrische Personennamen, illyrische Gebirge und vorallem die Glossen aus den griechischen und römischen Quelle, dadurch war es den Sprachforschern gelungen, eine gewisse Verbindung zu der albanischen Sprache feststellen, auch wenn die absolute Verbindung schwierig ist durch die mangelnde Überlieferung der illyrischen Sprache, konnte man durch die illyrischen Wörter, die man hatte, ähnlichkeiten feststellen, ich werde später dazu ein paar Beispiele posten, wenn ich Zeit habe...
Magnet hat geschrieben: 2. in tat und wahrheit müsste man sagen,dass es fast keine seriösen (westlichen,nicht-albanischen) wissenschaftler gibt,die sich mit den illyrern im allgemeinen befassen.und die nicht-albanischen,seriösen wissenschaftler,die sich seriös mit den illyrern beschaffen haben auch nicht mehr fakten ans tageslicht gebracht,sondern zitieren ältere (manchmal fast schon mammut-alte) literatur!
albanische wissenschaftler,die sich mit der geschichte der illyrer befassen gibt es in unmengen.doch ihre erkenntnisse sind entweder reine spekulationen oder normativ konnotiert und darum nicht wirklich ernst zu nehmen!
Also du unterschätzt die albanischen Sprachwissenschaftler, meiner Meinung nach. Die haben in enger Partnerschaft mit nichtalbanischen Wissenschafler so einiges herausgefunden, den Kritikpunkt mit der alten Literatur lass ich aber gelten! Aber man muss fairerweise auch sagen, dass albanische Wissenschafler es schwer haben, die illyrer-albaner Theorie zu beweisen ohne von ihren Gegner sofort als nationalisten abgestempelt zu werden....
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

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Sandy
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Fr, 29. Feb 2008, 14:23

Kusho1983 hat geschrieben:1. das stimmt nicht,sonst hast du das prinzip der wissenschaftlichen diskurse nicht verstanden.und insbesondere die historische wissenschaft ist eine sehr fragile wissenschaft,allein aus der tatsache,weil heutige historische erkenntnisse nicht das amen der wissenschaft sein können.denn insbesondere in der historiographie gibt es immer wieder neue erkenntnisse und streitigkeiten über vermeindlich fundierte tatsachen.

2. tatsache ist meiner ansicht noch nichts.die wahrscheinlichkeit,dass die albaner die direkten nachkommen der illyrer sind,ist relativ gross,doch man kann dies nicht mit einer 100%-igen sicherheit sagen.
und wie schon squatrazustradin gesagt hat:es gibt sehr wenig texte über die illyrische sprache und man glaubt dass man die verwandschaft vom albanischen zum illyrischen zu sehen.da ist doch eine kritische äusserung durchaus angebracht!

3. das ist eine normativ konnotierte vermutung.darüber stellung zu beziehen lohnt es sich nicht.

4. man muss unterscheiden zwischen kritik und fundamentalopposition.was ihr den kritikern vorwerft ist,dass sie anscheinend gar nicht an die these der direkten verwandschaft zwischen albanern und illyrern glauben.doch das ist nicht der fall.wie sandy,squatrazustradin oder auch ich sage,es ist sehrwahrscheinlich schon so,dass die albaner von den illyrern abstammen.doch gibt es da einige ungereimtheiten,die man auch erwähnen darf.
ihr werft den kritikern hingegen fundamentalopposition vor und versucht aussagen über deren emotionale oder politische gesinnung zu machen.

ganz allgemein:die argumentation "es-ist-so-weil-es-so-ist" ist keine argumentation,sondern eine axiomatische tautologie!wenn man mit anderen meinungen nicht einverstanden ist,kann,ja sogar muss man einwände einbringen.
auf die kritik von squatrazustradin,dass es waghalsig sei,von einigen tontafeln und münzen eine sprachliche verwandschaft zwischen dem albanischen und illyrischen zu sehen,müsstet ihr,die so überzeugt von der these illyrer-albaner seid,argumente und tatsachen vorbringen.
Sehr schön und vor allem sehr treffend formuliert!
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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veronika
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Fr, 29. Feb 2008, 15:19

Kusho1983 hat geschrieben: 4. man muss unterscheiden zwischen kritik und fundamentalopposition.was ihr den kritikern vorwerft ist,dass sie anscheinend gar nicht an die these der direkten verwandschaft zwischen albanern und illyrern glauben.doch das ist nicht der fall.wie sandy,squatrazustradin oder auch ich sage,es ist sehrwahrscheinlich schon so,dass die albaner von den illyrern abstammen.doch gibt es da einige ungereimtheiten,die man auch erwähnen darf.
ihr werft den kritikern hingegen fundamentalopposition vor und versucht aussagen über deren emotionale oder politische gesinnung zu machen.
Besonders der Absatz hat's mir angetan. :)

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